CH361759A - Verankerung freiliegender Festpunktsrohre von Druckrohrleitungen - Google Patents
Verankerung freiliegender Festpunktsrohre von DruckrohrleitungenInfo
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Description
Verankerung freiliegender Festpunktsrohre von Druckrohrleitungen Zur Bildung der Festpunkte von Druckrohrleitun gen für Wasserkraftwerke oder dergleichen wurde bisher meist ein mit Schubringen versehenes Rohr in einen Betonblock eingegossen. Da einerseits zufolge des durch die laufende Verbesserung der verwendeten Stahlsorten bedingten Ansteigens der zulässigen Spannungen im Rohrmaterial der Festpunktsbeton den Dehnungen des Rohres nicht mehr folgen kann und anderseits aus Gründen der Sicherheit und Kor rosionsbeständigkeit angestrebt wird, auch die Fest punktsrohre allseits zugänglich anzuordnen, ist man in neuerer Zeit zu freiliegenden Festpunktsrohren übergegangen.
Es ist bereits bekannt, das Festpunktsrohr mit einer Stahlblechhaube zu ummanteln, die mit Hilfe von Ankerschrauben am Betonfundament des Fest punkts befestigt ist.
Abgesehen von der Unzuläng lichkeit des Raumes zwischen der Stahlblechhaube und dem Druckrohr ergibt sich dabei der Nachteil, dass die Ankerschrauben nur geringe Lagekorrekturen bei der Krümmermontage zulassen, dass die Längs kräfte in der Rohrleitung nur ungleich und ungünstig über die Ankerschrauben abgeführt werden können,
dass die Konstruktion wegen der mechanisch zu be arbeitenden Teile verhältnismässig teuer ist und dass die beidseitig des Festpunktsrohres angeordneten An kerschrauben eine Vergrösserung des Abstandes pa rallel verlegter Druckleitungsrohre notwendig ma chen. Die Auflösung der Haube in einzelne, je für sich mittels Ankerschrauben am Betonfundament be festigte Bügel bringt keine wesentliche Verbesserung mit sich.
Bei einer anderen bekannten Konstruktion ist das Festpunktsrohr in der Mitte mit einem Haupt auflagerring und an den Enden mit je einem Hilfsauf- lagerring versehen. Der Hauptauflagerring ist durch Streben, die im Betonkörper des Festpunktes einge- gossen sind und zur besseren Haftung Schlaudern aufweisen, verankert. Nachteilig ist hiebet die örtliche Längskrafteinteilung im Knotenpunkt der Streben, die Weichheit der Konstruktion gegen Biegung um die Vertikalachse und die Notwendigkeit vieler Schweissarbeit.
Zweck der Erfindung ist die Beseitigung dieser Mängel und die Schaffung einer Festpunktsveranke- rung, die eine besonders einfache und billige Kon struktion guter ästhetischer Wirkung aufweist, eine unbedingt verlässliche Verankerung der freiliegenden Festpunktsrohre gewährleistet und die Möglichkeit bietet, das Festpunktsrohr bei der Montage zum Ein richten unbeschränkt zu verschieben.
Die erfindungsgemässe Verankerung, bei der an den Enden der Festpunktsrohre ebenfalls Auflager ringe vorgesehen sind, zeichnet sich dadurch aus, dass die Gurte der Auflagerringe nach unten in den Be- tonkörper verlängert sind und dort eine geschlossene Schlaufe bilden. Dabei können die Auflagerringe einen T- oder kastenförmigen oder beliebigen Quer schnitt aufweisen. Die senkrecht zum Betonkörper wirkenden Kräfte bzw.
Kraftkomponenten werden durch die Gurte der Auflagerringe in den Beton körper übertragen, wobei durch die geschlossene Schlaufenform keine Massnahmen zur Verbesserung der Haftung erforderlich sind und die Möglichkeit gegeben ist, die Betonarmierungen durch die Schlaufe wie durch eine Öse zu führen, so dass eine unbedingt verlässliche Verankerung erzielt wird. Ausserdem er laubt diese Art der Verankerung ein beliebiges Ver schieben des Festpunktsrohres bei der Montage, um es einrichten zu können.
Sollen mehrere parallele Rohre verlegt werden, ist es möglich, den Abstand der einzelnen Festpunktsrohre auf ein Minimum zu reduzieren, da die schlaufenförmigen Gurte der Fest- punktsrohre benachbarter Stränge keinen besonderen Betonkörper zwischeneinander erfordern.
Das Festpunktsrohr kann mit in Längsrichtung ver laufenden, vertikalen Schürzenversehen werden, welche die in der Rohrleitung auftretenden Längskräfte über Schlaufen (sofern es sich im wesentlichen um Zug kräfte handelt) oder Stemmplatten (falls vornehmlich Druckkräfte auftreten) in den Betonkörper übertra gen. Die schlaufenförmigen Verankerungen können auch vorgespannt werden, um die ungünstigen Aus wirkungen, die durch Dehnungen längerer Veranke rungen entstehen, zu vermeiden.
Der Werkstoff soll in der Regel mit der vollen zulässigen Spannung ausgelastet werden. Da die ein betonierten Teile sich dabei vom Beton läsen kön nen, besteht die Gefahr, dass in den dadurch ent stehenden Spalt Feuchtigkeit eindringt und zu Kor rosionen führt. Zur Beseitigung dieser Gefahr ist es möglich, die Betonoberfläche an den Eintrittsstellen der Metallteile mit Nuten zu versehen und diese mit einer plastisch bleibenden Masse, z. B. mit einer Spachtelmasse auf der Basis von Bitumen oder Stein- kohlenteerpech, auszukitten.
Da am Rande der Schlaufen der Leibungsdruck auf den Beton plötzlich auf Null sinkt, entstehen im Beton Spannungsspitzen, die zu Rissen führen kön nen. Um dies zu vermeiden, können schliesslich die Teile der schlaufenförmigen Verankerungen, die auf den Beton einen Leibungsdruck ausüben, an den Rändern abgeschrägt werden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 eine Festpunktsverankerung in Seitenan sicht, Fig. 2 im Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1, und Fig. 3 und 4 Querschnitte nach den Linien III- III und IV-IV der Fig. 1.
Mit 1 ist das Festpunktsrohr bezeichnet, das an seinen beiden Enden in Auflagerringen 2 mit kasten- förmigem Querschnitt gehalten ist. Die Gurte 3 der Auflagerringe 2 sind nach unten in den Betonkörper 4 verlängert und bilden dort eine geschlossene Schlaufe. Zur Übertragung der in der Längsrichtung der Rohrleitung auftretenden Kräfte bzw. Kraftkom ponenten sind am Festpunktsrohr 1 vertikale Schür zen 5 angeschweisst, wobei die Übertragung in den Betonkörper ebenfalls durch Schlaufen 6, 7 erfolgt.
Die in Fig. 1 strichpunktiert angedeuteten Armie- rungsstähle 9 greifen in die Schlaufen wie ein Ket tenglied in ein anderes ein, so dass eine absolut verlässliche Verankerung erzielt ist. Die im Beton körper 4 für den Einsatz der Verankerungsteile aus gesparten Hohlräume werden nach der Montage selbstverständlich mit Beton ausgegossen.
Wenn man sich die Schlaufe 3 gemäss Fig. 3 oder die Schlaufen 6 und 7 gemäss Fig. 2 im Schei telbereich der Bögen geschnitten denkt, so ergibt sich ein vom reinen Rechteck abweichender Querschnitt, da die Längskanten an der Innen- oder Aussenseite abgeschrägt sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verankerung freiliegender Festpunktsrohre von Druckrohrleitungen, wobei an den Enden der Fest punktsrohre Auflagerringe vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Gurte (3) der Auflagerringe (2) nach unten in den Betonkörper (4) verlängert sind und dort eine geschlossene Schlaufe bilden. UNTERANSPRüCHE 1. Verankerung nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Auflagerringe (2) einen T-förmigen Querschnitt aufweisen. 2.Verankerung nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Auflagerringe (2) einen kastenförmigen Querschnitt besitzen. 3. Verankerung nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Festpunktsrohre (1) mit in Längsrichtung verlaufenden, vertikalen Schürzen (5) versehen sind, welche die in der Rohr leitung auftretenden Längskräfte über Schlaufen (6, 7) in den Betonkörper (4) übertragen. 4. Verankerung nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die schlaufenförmigen Verankerungen (3 bzw. 6, 7) vor gespannt sind. 5.Verankerung nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeich net, dass die Teile der schaufelförmigen Veranke rungen (3 bzw. 6, 7), die auf den Beton einen Lei- bungsdruck ausüben, an den Rändern abgeschrägt sind. 6. Verankerung nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeich net, dass die Betonfläche an den Eintrittsstellen der Metallteile Nuten aufweist, die mit einer plastisch bleibenden Masse ausgekittet sind.
Applications Claiming Priority (1)
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1958
- 1958-05-22 CH CH361759D patent/CH361759A/de unknown
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