CH361760A - Schlammabsetzgrube für Abwasserkläranlagen - Google Patents
Schlammabsetzgrube für AbwasserkläranlagenInfo
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Classifications
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Description
Schlammabsetzgrube für Abwasserkläranlagen Es ist bekannt, zur Reinigung von Abwasser eine Schlammabsetzgrube zu verwenden, die durch Zwischenwände und Zwischenböden in eine Anzahl Gärungs- oder Faulkammern unterteilt ist, die hintereinander geschaltet sind, um nacheinander vom zu reinigenden Abwasser durchströmt zu werden. Die aufeinanderfolgenden Kammern stehen dabei über Öffnungen in den Zwischenwänden und Zwischenböden miteinander in Verbindung. Gegebenenfalls kann zumindest die Öffnung zwischen der ersten und der zweiten Kammer mittels einer Klappe, eines Ventils oder dergleichen regelbar sein. Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer einfach aufgebauten Schlammabsetzgrube, welche ein wirksames Abtrennen und Zurückhalten des Schlammes und eine gute Ausnützung des vorhandenen Schlammraumes ermöglicht. Um dies zu erreichen, soll die Grube einen guten volumetrischen Wirkungsgrad aufweisen, das heisst, die wirkliche Aufenthaltsdauer des Abwassers in der Grube soll sich möglichst wenig von der theoretisch berechneten Dauer unterscheiden. Sogenannte Kurzschluss- und Wirbelströmungen, die bei bekannten Gruben besonders bei stossweiser Beschickung gerne auftreten, sollen möglichst vermieden werden. Es hat sich gezeigt, dass man den volumetrischen Wirkungsgrad erheblich steigern kann, wenn man dafür sorgt, dass das der Grube zugeführte Abwasser in einer ersten Kammer abwärts und in einer zweiten Kammer aufwärts strömt, um in einer allfälligen dritten Kammer wieder abwärts zu strömen. Hierdurch werden Kurzschlusströmungen, die von verschiedenen Temperaturen des einströmenden Wassers und des Grubeninhaltes verursacht werden können, weitgehend unterdrückt. Weiter ergibt sich eine gute Ausnützung des vorhandenen Schlammraumes, wenn sich der Schlamm mindestens in den beiden ersten Kammern auf einen gemeinsamen Boden absetzen kann, indem die beiden Kammern in der Nähe des Bodens miteinander in Verbindung stehen. Auf diese Weise wird eine wirksame Schlammabtrennung, Ablagerung und Gärung erreicht. Auch für die Entfernung des Schlammes aus der Grube ist es von Bedeutung, wenn im Wesentlichen nur ein einziger Schlammsammelraum in der Grube vorhanden ist. Die Erfindung bezieht sich daher auf eine Schlamm- absetzgrube für Abwasserkläraniagen, die durch mindestens eine Zwischenwand in wenigstens zwei nebeneinanderliegende Kammern unterteilt ist, wobei ein Einlass für das Abwasser im oberen Teil einer ersten Kammer angeordnet ist, welche Grube dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Verbindungsöffnung in der Zwischenwand zwischen der ersten und einer zweiten Kammer sich mindestens annähernd vom Boden der Grube bis auf eine Höhe unterhalb dem Einlass erstreckt, und dass die zweite Kammer mindestens eine Auslassöffnung aufweist, deren tiefster Punkt höher liegt als der höchste Punkt der Verbindungsöffnung. Der obere Rand der Verbindungsöffnung kann beispielsweise etwa auf einer Höhe liegen, die der halben vorgesehenen Wassertiefe in der Grube entspricht. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Schlammabsetzgrube dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Perspektivansicht der Grube von der Seite, mit teilweise weggeschnittener Wand, und Fig. 2 eine Perspektivansicht von oben bei abgenommenem Deckel. Das Abwasser tritt in eine erste Kammer 3 der zylindrisch oder in anderer Weise geformten Abzugsgrube 1 durch eine Rohrleitung 2 ein, die über dem Wasserspiegel im oberen Teil der Kammer 3 aus mündet. Das eintretende Wasser strömt in dieser Kammer abwärts, wobei Schlamm sich auf dem Boden 5 ablagert. In erheblichem Abstand unterhalb der Mündung des Rohres 2, z. B. in der halben Höhe unter dem Wasserspiegel, befindet sich die Oberkante einer in einer Zwischenwand 6 angebrachten Verbindungsöffnung 4, die nach einer zweiten Kammer 7 führt und sich bis zum Boden 5 herab erstreckt. In der Kammer 7 strömt das Wasser aufwärts, und der Schlamm setzt sich auf dem Boden der Kammer ab, der in diesem Fall auf gleicher Höhe wie der Boden 5 der ersten Kammer liegt. Dadurch, dass die Öffnung 4 sich bis zum Boden herab erstreckt, bilden die unteren Teile der Kammern 3 und 7 einen zusammenhängenden Schlammablagerungsraum. Von der Kammer 7 führen zwei Auslassöffnungen 8 in einer Zwischenwand 9 nach einer dritten Kammer 10. Die unteren Ränder der Öffnungen 8 sind höher gelegen als die Oberkante der Öffnung 4, zweckmässig etwa in der Mitte zwischen dieser Kante und dem Wasserspiegel. Aus der dritten Kammer 10 wird das Wasser durch eine Abzugsleitung 11 abgeführt, die unterhalb der Öffnungen 8, vorzugsweise auf etwa der halben Wassertiefe der Abzugsgrube, ausmündet. In dieser Grube strömt das Wasser im Wesentlichen senkrecht aufwärts bzw. abwärts durch aufeinanderfolgende Kammern, wodurch die genannten Vorteile erzielt werden und wobei der Auslass 11 sich in der besten Klärzone der Grube befindet. Hierdurch wird verhindert, dass Schlanunflocken, die sich infolge von Sekundärströmungen oder Gärungsprozessen etc. in Bewegung befinden, vom abziehenden Wasser mitgenommen werden. Die letzte Kammer 10 kann gegebenenfalls mittels eines Zwischenbodens 12 auf höherem Niveau als dem Hauptboden 5 der Grube abgeschlossen sein, wodurch der Raum unterhalb dieser Kammer 10 dem grossen, der ersten und der zweiten Kammer gemeinsamen Schlammraum einverleibt werden kann. Die beschriebenen Öffnungen können auch durch Rohre oder dergleichen gebildet sein. Weiterhin ist es natürlich möglich, eine grössere Anzahl von Kammern zu verwenden. Bei einer einfachen Ausführungs form sind jedoch zwei Kammern ausreichend. Die beschriebene Grube ist vorzugsweise für kleinere Anlagen bestimmt, doch ist die Erfindung nicht darauf beschränkt. Als Material für die Grube kann z. B. Beton oder Eisen in Frage kommen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schlammabsetzgrube für Abwasserkläranlagen, die durch mindestens eine Zwischenwand in wenig stens zwei nebeneinanderliegende Kammern unterteilt ist, wobei ein Einlass für das Abwasser im oberen Teil einer ersten Kammer angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindungsöffnung in der Zwischenwand zwischen der ersten und einer zweiten Kammer sich mindestens annähernd vom Boden der Grube bis auf eine Höhe unterhalb dem Einlass erstreckt, und dass die zweite Kammer wenigstens eine Auslassöffnung aufweist, deren tiefster Punkt höher liegt als der höchste Punkt der Verbindungsöffnung.UNTERANSPRÜCHE 1. Schlammabsetzgrube nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit der zweiten Kammer in Verbindung stehende dritte Kammer unten durch einen über dem Boden der Grube gelegenen Zwischenboden unterteilt ist, so dass unterhalb des Zwischenbodens ein Raum für die Schlammablagerung gebildet ist.2. Schlammabsetzgrube nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine Austrittsleitung, deren Mündung in einer dritten Kammer auf einer Höhe angeordnet ist, die unter dem unteren Rand der Auslass öffnung der zweiten Kammer liegt.3. Schlammabsetzgrube nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mündung der Aus trittsleitung mindestens annähernd auf halber Höhe der Grube liegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE361760X | 1957-03-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH361760A true CH361760A (de) | 1962-04-30 |
Family
ID=20308941
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH361760D CH361760A (de) | 1957-03-30 | 1958-03-24 | Schlammabsetzgrube für Abwasserkläranlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH361760A (de) |
-
1958
- 1958-03-24 CH CH361760D patent/CH361760A/de unknown
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