Schallplattenpresse in Etagenanordnung
Die Erfindung bezieht sich auf Schallplattenpressen in Etagenanordnung.
Für diesen Zweck sind bisher Pressen bekannt, bei denen die einzelnen Pressformen je in Etagen angeordnet sind. Zur besseren Ausnutzung der Pressen und um die Produktion zu steigern, hat man bei Etagenpressen an gegenüberliegenden Arbeitsplätzen je einen Rolltisch zum Ein- und Ausfahren der Form angebaut. Eine solche 2-Formenpresse zum Beispiel erlaubt ein zügiges Arbeiten. In verhältnismässig kurzer Zeit können die beiden Formen, die sich selbsttätig beim Ausfahren öffnen, nach Entnahme der gepressten Platten wieder mit Pressmasse beschickt und in die Presse eingefahren werden, während sich nach dem Pressvorgang der oben geschilderte Ablauf wiederholt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt eine weitere Verbesserung der vorgenannten Schallplattenpresse; insbesondere wird durch sie eine Steigerung der Produktion und rationelle Ausnutzung der Presse erzielt und ein pausenloses Beschicken der Pressform an gegen überliegenden Arbeitsplätzen ermöglicht.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schallplattenpresse in Etagenanordnung mit ein- und ausfahrbaren Pressformen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass in jeder Etage zwei starr miteinander verbundene und nach gegenüberliegenden Arbeitsplätzen ein- und ausfahrbare Pressformen angeordnet sind.
Bei einer Ausführungsform sind Pressformenpaare von je zwei Etagen zweckmässig derart gekoppelt, dass sie im Betrieb gegenläufig nach gegenüberliegenden Arbeitsplätzen ein- bzw. ausgefahren werden. Mittels einer Schalt- und Steuervorrichtung kann die Presse kontinuierlich geöffnet und geschlossen werden, wobei durch eine insbesondere elektrisch angetriebene Steuerwelle, die vorzugsweise Nocken als Steuerelement besitzt, Ventile für die hydraulische Betätigung der Presse und zur Regelung für Heizung und Kühlung gesteuert und Impulsgeber für den Motorantrieb der Pressformen betätigt werden.
Mit dieser Anordnung wird ein pausenloses Arbeiten erreicht. Der durch die vorliegende Erfindung behobene Nachteil bei den bisher bekannten Pressen lag vor allem darin, dass immer noch tote Zeiten im Arbeitsablauf auftreten. Solche Verlustzeiten entstehen zum Beispiel bei der vorgenannten 2-Formenpresse dann, wenn nach dem Pressvorgang und Herausfahren der Form aus der Presse während der Entnahme der Schallplatte und neuen Beschickung der Form die Presse zum Stillstand kommt.
Zur Erläuterung der Erfindung sind ein Ausführungsbeispiel derselben und Varianten in der beigefügten Zeichnung dargestellt worden. Mit Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer 4-Formen-Schallplattenpresse mit zwei Etagen dargestellt worden. Fig. 2 zeigt die Frontansicht dieser Presse.
Mit Fig. 3 ist eine Draufsicht auf einen Grundrah- men dargestellt, der an Stelle von Rolltischen zum Ein- und Ausfahren nach Fig. 1 verwendet werden kann.
Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf einen Formenrahmen, in den die Pressformen eingesetzt werden.
Fig. 5 stellt eine Draufsicht auf einen Grundrahmen entsprechend Fig. 3 dar mit eingesetztem Formenrahmen nach Fig. 4.
In der Fig. 1 sind die Pressformen 1 und 2 einer 4-Formen-Schallplattenpresse ausgefahren und geöffnet, während je eine zweite Form la und 2a in jeder Etage sich unter dem Pressorgan der Presse befindet.
Das Öffnen der Formen erfolgt durch ein Hebelsystem, indem jedes Formenoberteil über einen Stift 111 mit einem an der Presse angelenkten Hebel 112 gelenkig verbunden ist, wobei der Stift in ein Langloch 113 des Hebels geführt wird. Beim Herausfahren einer Form aus der Presse wird das Formenoberteil durch den Hebel 112 allmählich von dem Formenunterteil abgehoben und in die Lage gemäss Fig. 1 links oben und rechts unten gebracht. Beim Einfahren einer Form in die Presse gleitet der Stift 111 im Langloch von der gezeigten Endstellung der geöffneten Form etwas zurück, wie seine Stellung bei der geschlossenen Form la in der Presse erkennen lässt.
Mittels Schaltund Steuervorrichtungen 3, wie sie in der Fig. 2 angedeutet worden sind, werden insbesondere über eine Nockenwelle 4 (nicht im einzelnen dargestellt) die Ventile 5 für die Steuerung von Wasserdampf bzw. zur Kühlung mit Wasser betätigt und gleichzeitig Ventile 6 (über eine nicht gezeigte Nockenwelle) für die Hydraulik der Presse gesteuert. Mit einer Nockenwelle können gleichfalls Impulsgeber (in der Zeichnung nicht dargestellt) für die automatische Schaltung der Motoren zum Bewegen der Pressformen betrieben werden.
Die Pressformen jeder Etage sind starr miteinander verbunden. Sie liegen auf Rolltischen 114, 115, 116 und 117, die als Zuführungsunterlagen für die Pressform dienen. An Stelle dieser Teile können zweckmä ssig auch Grundrahmengestelle, wie sie in Fig. 3 angedeutet worden sind, mit eingesetztem Formenrahmen die Führung der Pressformen zum Ein- und Ausfahren übernehmen. In der gezeigten Anordnung in Fig. 3 übernehmen die Gleitschienen 7 die Führung für einen Formenrahmen, der in Fig. 4 noch einmal dargestellt worden ist. Im Formenrahmen liegen zwei Formen starr miteinander verbunden fest.
Über ein Antriebsrad 8, das mit einem motorischen Antrieb in Verbindung steht, werden die Ritzel 9 auf der Antriebswelle 10 über eine Kupplung 8a betrieben.
Die Zahnstangen 11 des Formenrahmens 12 laufen über die Ritzel 9. Zur Begrenzung des Formenrahmens und zur Festlegung der Form unter der Presse dienen die Anschläge 13 im Formenrahmen, die gewährleisten, dass die Form jeweils richtig unter der Presse eingefahren festliegt. Zum schnellen Auswechseln der Formen 14 sind im Formenrahmen Verstellschrauben 15 vorgesehen und entsprechend vorspringende Klauen 16, die über die Form greifen und sie festlegen. Dadurch wird ein schnelles Auswechseln von Formen verschiedener Grösse ermöglicht, ohne dass Schraubenverbindungen zu lösen sind.
Die dargestellte Presse arbeitet praktisch kontinuierlich und ohne Stillstand, also ohne Verlustzeit.
Während des Hubvorganges und beim Öffnen der Presse werden durch gegenläufiges Ein- und Ausfahren je zweier starr verbundener Pressformpaare in zwei Etagen nach den gegenüberliegenden Arbeitsplätzen gleichzeitig zwei Pressformen eingefahren und zwei ausgefahren. Am Arbeitsplatz bedient der Presser abwechselnd eine obere und untere Pressform.