CH362170A - Verfahren zur Herstellung von Geweben und Maschenwaren aus gekräuselten Garnen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Geweben und Maschenwaren aus gekräuselten Garnen

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CH362170A
CH362170A CH7795159A CH7795159A CH362170A CH 362170 A CH362170 A CH 362170A CH 7795159 A CH7795159 A CH 7795159A CH 7795159 A CH7795159 A CH 7795159A CH 362170 A CH362170 A CH 362170A
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CH7795159A
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    • D02G1/00Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Geweben und Maschenwaren aus     gekräuselten    Garnen    Die     Erfindung    bezieht sich auf     ein    Verfahren     zur     Herstellung von Geweben und Maschenwaren aus  gekräuselten Garnen, die durch das Fixieren der  Form von vorübergehend hochgezwirnten Garnen ge  kräuselt, auf erhöhte Spannung gebracht und vor ihrer  Verarbeitung     zu    Geweben bzw. Maschenwaren ab  dieser Spannung entspannt werden.  



  In der britischen Patentschrift Nr. 775075     wird     ein Verfahren beschrieben, das darin besteht, dass ein  nicht gekräuseltes Garn über einige     Zuführungsrollen     einer     Falschzwirnvorrichtung    zugeführt     wird,    das  Garn auf der     Falschdrallstrecke,    d. h. die Strecke zwi  schen den Zuführungsrollen und der     Falschdrallvor-          richtung,    einer     Fixationsbehandlung    unterworfen wird,  während das Garn mit Hilfe von     Abführungsrollen     aus der     Falschdrallvorrichtung        weggeführt    wird.  



  Der gekräuselte Faden wird dabei dadurch unter  Spannung gebracht, dass hinter den     Abführungswal-          zen    ein Satz     Walzen        angeordnet    ist, die mit einer  grösseren Geschwindigkeit als die     Abführungswalzen     gedreht werden. Die nach diesen     Streckwalzen    ange  ordnete     Aufwickelvorrichtung    dreht sich dagegen mit  einer geringeren Geschwindigkeit als die Streckwal  zen. Dadurch wird der gekräuselte Faden nach den  Streckwalzen entspannt, was die Kräuselung und die  Elastizität des     Garnes    begünstigt.  



  Diese     Elastizität    kann jedoch durch verschiedene  Ursachen     zurückgehen,    wie unter dem Einfluss von  Wärme und/oder     Quellmitteln    oder dadurch, dass  das Garn während langer Zeit in gestrecktem Zustand  gehalten wird.    Letzteres wird in der     Praxis    immer der Fall sein,  wenn gekräuselte Garne nach dem     Kräuselungsprozess     unter einer Spannung, die zu einem guten     Aufwickeln     erforderlich ist, zu Garnpaketen aufgewickelt und  diese Pakete während längerer Zeit gelagert werden,  ehe sie zu Geweben oder     Maschenwaren    verarbeitet  werden.  



  Man war bisher der     überzeugung,    dass das in  gestrecktem Zustand Halten des Garnes die     Elastizität     desselben zurückgehen lässt, und zwar um so mehr,  je höherer die Spannung gehalten wird. Deshalb ver  suchte man die     Garne    denn auch mit einer Spannung  aufzuwickeln, die minimal, aber genügend war, um  die     Einzelfäden    gestreckt zu halten (vergleiche z. B.  französisches Zusatzpatent Nr. 67751 zu Hauptpatent  Nr. 1054338).  



  In der Praxis bedeutet dies eine     Aufwickelspan-          nung,        die    1     bis    2     %        der        Bruchfestigkeit        des        Garnes     beträgt und z. B. für aus Polyamid hergestelltes, ge  kräuseltes Garn von 5 bis 10 g pro 100 den variiert  (vergleiche     brit.        Patentschrift    Nr. 797659 und     franz.     Patentschrift Nr.<B>1190 069).</B>  



  Trotz dieser verhältnismässig niedrigen     Spannung     zeigt es sich, dass das Garn nach einiger Zeit dennoch  an     Elastizität    einbüsst.  



  Diese Qualitätsänderung im Laufe der Zeit ist  aber unangenehm, denn gleichzeitig gekräuselte Garn  partien werden nicht immer     zur    gleichen Zeit zu  Geweben bzw. Maschenwaren verarbeitet. Meistens  werden Teile einer bestimmten     Partie    übrigbleiben  und erst später wieder verarbeitet werden, wobei häu-           fig    zugleich Garne einer später hergestellten Partie       mitverarbeitet    werden.  



  Der Altersunterschied zwischen verschiedenen  Teilen der später zu verarbeitenden Partie bedeutet  (wie aus dem Vorhergehenden folgt) Unterschiede in  der Elastizität der Garne der verschiedenen Teile, was  zu kleineren oder grösseren     Ungleichmässigkeiten    im  Gewebe oder der Maschenware Anlass gibt.  



  Die einzige Möglichkeit diese Ungleichmässigkei  ten zu vermeiden war bisher, stets nur gleich alte ge  kräuselte     Garne,    die sofort nach ihrer Herstellung die  gleiche Kräuselung und Elastizität     aufwiesen,    gemein  sam zu verarbeiten.  



  Rest von älteren Partien eigneten sich also nicht  zur gemeinsamen Verarbeitung mit jüngeren Partien,  wenn     qualitativ    hochwertige Gewebe oder Maschen  waren verlangt wurden. In diesen Fällen war jeder  Rest einer Partie als Abfall zu werten.  



  Nun wurde eine einfache Möglichkeit gefunden,  mit deren Hilfe die Verminderung der Elastizität von  gekräuselten Garnen infolge langer Lagerzeiten in       gestrecktem    Zustand auf überraschende Weise wieder  vollständig zunichte gemacht bzw. vermieden werden  kann.  



  Dieses     Verfahren    ist dadurch gekennzeichnet, dass  das     Kräuselgarn    zwecks Vermeidung und/oder Besei  tigung von     Kräuselelastizitätsverlusten    unter eine  Spannung von mindestens 25 g/100 den gebracht und  erst kurz vor     seiner    Verarbeitung zu Geweben bzw.  Maschenwaren ab dieser Spannung entspannt wird.  



  Nach dem     Entspannen    des     Garnes    zeigt es sich,  dass dieses die gleiche Elastizität hat wie ein     Garn     unmittelbar nach dem Kräuseln.  



  Das Kräuseln des     Garnes    und seine Verarbeitung  zu Geweben und Maschenwaren ist hinreichend be  kannt, so dass hierauf nicht näher eingegangen werden  muss. Unter Auslassung der soeben genannten Ver  fahrensschritte seien nachstehend verschiedene Aus  führungsformen des erfindungsgemässen Verfahrens  hinsichtlich des     Spannens    und     Entspannens    des     Kräu-          selgarnes        erläutert:     Gemäss der ersten     Ausführungsform    folgt das  Entspannen unmittelbar auf das vorangehende Span  nen des Garnes auf mindestens 25 g/100 den.

   Diese  Methode dient vor allem der Wiederherstellung ver  lorener     Kräuselelastizität.     



  Am besten kann dies in einem kontinuierlichen  Arbeitsgang stattfinden. Dazu wird z. B. eine Vorrich  tung verwendet, die aus einer Anzahl angetriebener       Walzenpaare    besteht, zwischen welche die zu be  handelnden     Garne    geführt werden und von denen  in der     Fadenfortbewegungsrichtung    zuerst eine An  zahl mit einer von Paar zu Paar zunehmenden Um  fangsgeschwindigkeit und die übrigen mit     einer    von  Paar zu Paar abnehmenden Geschwindigkeit angetrie  ben werden. Im einfachsten Falle besteht die Vorrich  tung aus drei Walzenpaaren, von denen das zweite  mit einer grösseren     Umfangsgeschwindigkeit    als das  erste und das dritte angetrieben wird.

      Mit einer Vorrichtung, die eine grössere Anzahl       Walzenpaare    umfasst, kann das Spannen und Ent  spannen allmählich ausgeführt werden.  



  Es wird jedoch diejenige Ausführungsform vor  gezogen, bei der das Entspannen plötzlich zustande  gebracht wird. Dadurch wird die grösstmögliche Wie  derherstellung der Elastizität des gekräuselten     Garnes     erhalten.  



  Höhere und niedrigere Umfangsgeschwindigkei  ten der verschiedenen     Walzenpaare    können durch  Anwendung von höheren     bzw.    niedrigeren Touren  zahlen und/oder durch     Walzen    mit grösseren     bzw.     kleineren Durchmessern erhalten werden.  



  Eine andere Ausführungsform, bei der eine plötz  liche Entspannung auf einfache Weise erzielt wird,  ist vom diskontinuierlichen Typ. Dies besteht darin,  dass das Garn von einem solchen Garnpaket abge  zogen und dabei entspannt wird, auf welches das       Garn    unter einer Spannung von mindestens 25 g und  vorzugsweise von 40 bis 50 g pro<B>100</B> den aufge  wickelt wurde.  



  Bei der praktischen Verwirklichung dieser Aus  führungsform an     Kräuselgarn    mit verminderter Elasti  zität muss das gekräuselte Garn zunächst umgespult  werden, wobei es mit einer Garnspannung von minde  stens 25 g pro 100 den aufgewickelt wird. Dieses Um  spulen kann auf einer konventionellen     Spulmaschine     erfolgen.  



  Das Entspannen kann in diesem Falle z. B. da  durch stattfinden, dass das Garn über Kopf vom Garn  paket abgezogen wird, was besonders leicht vor sich  geht, da das Garn unter der Wirkung der hohen       Aufwickelspannung    gleichsam von der Spule los  springt.  



  Nach dem     Entspannen    ist sowohl bei dem     gemäss     der kontinuierlichen wie gemäss der diskontinuier  lichen Ausführungsform behandelten     Garn    die     Elasti-          zitätsverminderung    praktisch wieder ungeschehen ge  macht.  



  Beim Entspannen ab     Garnpaket    kann das Ent  spannen sofort nach dem Umspulen, aber auch nach  einem kürzeren oder längeren Zeitraum der Lagerung  erfolgen.  



  Es ist bei dieser Ausführungsform auch möglich,  das gekräuselte Garn sofort nach dem     Kräuselungs-          prozess    auf der     Kräuselmaschine    unter der genannten  Mindestspannung aufzuwickeln, was ein späteres Um  spulen einspart. Natürlich kann auch frisch hergestell  tes     Kräuselgarn    sofort entsprechend umgespult wer  den.  



  Es hat sich nämlich herausgestellt, dass auch     dann,     wenn das Garn geraume Zeit nachdem es unter einer  Spannung von wenigstens 25 g pro 100 den aufge  wickelt wurde, entspannt wird, jene Elastizität erhält,  die derjenigen entspricht,     welche    dasselbe     Garn    so  fort nach der Herstellung in entspanntem Zustand  aufgewiesen hat.  



  Dies gibt also die Möglichkeit, ein Garnpaket ab  zuliefern, das ungeachtet der Zeitdauer, die zwischen      Herstellung und Verarbeitung verstreicht, beim Ent  spannen die gleiche     Elastizität    aufweist.  



  Wird frisch gekräuseltes Garn unter der genann  ten Spannung aufgewickelt, so wird nicht eine Ver  minderung der     Elastizität    beseitigt,     sondern    diese     im     voraus vermieden.  



  Anhand der folgenden Beispiele soll das erfin  dungsgemässe Verfahren näher erläutert werden.    <I>Beispiel 1</I>  Ein 50 den Garn aus einem     Polyamid    auf Basis  von     Caprolactam    mit einer Bruchfestigkeit von 500 g  pro 100 den wurde unter Anwendung einer Falsch  dralleinrichtung einer üblichen     Kräuselungsbehand-          lung    mit Wärmefixierung     unterworfen,    und sodann  (Vergleichsversuch) mit     einer    Spannung von 4 g  (g g1100 den)     zu    einem Paket aufgewickelt. Nach  einem Monat wurde das Garn abgewickelt, um     ge-          facht    und sodann zum Stricken verwendet zu werden.

    Es stellte sich nun heraus, dass das Garn eine hässliche  Struktur mit groben Schlingen hatte und viel von  seiner ursprünglichen Elastizität verloren hatte. Das  selbe Garn wurde nach der Kräuselung ebenfalls auf  gewickelt, aber     (erfindungsgemäss)        mit    einer     Aufwik-          kelspannung    von 25 g (50 g/100 den). Es zeigte sich,  dass dieses Garn nach der selben Lagerzeit, nachdem  es abgewickelt und dadurch entspannt worden war,  die ursprüngliche feine gekräuselte Struktur beibehal  ten und nichts an Elastizität eingebüsst hatte.

      <I>Beispiel 2</I>  Das im Beispiel 1 im     Vergleichsversuch    verwen  dete Garn, dessen Elastizität     vermindert    war, wurde    nach dem Lagern unter einer Spannung von 25 g  (50 g/100 den) umgespult und sodann von diesem  Paket über Kopf abgezogen, wobei es     entspannt     wurde. Es erhielt seine ursprüngliche Elastizität und  Kräuselung wieder.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Geweben und Maschenwaren, wobei durch das Fixieren der Form von vorübergehend hochgedrehten Garnen ein Kräu- selgarn erzeugt, das Kräuselgarn unter erhöhte Span nung gebracht und vor seiner Verarbeitung zu Ge weben bzw.
    Wirkwaren entspannt wird, dadurch ge kennzeichnet, dass das Kräuselgarn zwecks Vermei dung und/oder Beseitigung von Kräuselelastizitätsver- lusten unter eine Spannung von mindestens 25 g/den gebracht und erst kurz vor seiner Verarbeitung zu Geweben bzw. Maschenwaren ab dieser Spannung entspannt wird. II. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellte Gewebe und Wirkwaren. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch < ge kennzeichnet, dass das Garn plötzlich entspannt wird. <B>Entgegengehaltene Schrift- und Bildwerke</B> keine
CH7795159A 1958-09-22 1959-10-01 Verfahren zur Herstellung von Geweben und Maschenwaren aus gekräuselten Garnen CH362170A (de)

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