CH362430A - Kunsteisbahnanlage - Google Patents
KunsteisbahnanlageInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
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Kunsteisbahnanlage Die Erfindung betrifft eine Kunsteisbahnanlage mit in die Fahrbahnplatte eingelegter, als Verdampfer einer Kältemaschine dienender Berohrung.
Die Erfindung besteht darin, dass die Fahrbahnplatte derart umrandet ist, dass sie ausserhalb der Eisbahnbetriebszeit als Planschbecken benutzt werden kann, und dass hierzu die Berohrung der Platte als Kondensator der als Wärmepumpe betreibbaren Kältemaschine geschaltet werden kann.
Die Umstellung von Eisbahnbetrieb auf Planschbeckenbetrieb oder umgekehrt, und damit die Steuerung der Kältemittelzirkulation, ist äusserst einfach. Ausserdem werden weitgehend die gleichen Rohrleitungen für beide Betriebsarten verwendet. Es ist lediglich erforderlich, einige zusätzliche Armaturen wie Ventile und Rohrleitungen vorzusehen, sowie eine entsprechende Vergrösserung des Konden- sators der Eisbahnanlage für Betrieb als Verdampfer beim Betrieb als Planschbecken.
Die üblichen Kunsteisbahnen, auf denen Eishockeyspiele stattfinden, haben eine Grösse von 30 auf 60 m. Die Fahrbahnplatte, auf der Wasser für die Eisfläche aufgespritzt wird, ist von einer niedrigen Ummauerung und sogenannten Holzbanden von etwa 1 m Höhe eingefasst. Bei der Kunsteisbahn nach der Erfindung werden vorteilhafterweise als Banden für die Umrandung der Fahrbahnplatte wasserundurchlässige Wandungen, beispielsweise aus Stein oder Beton, vorgesehen.
Als Zugang für die Fahrbahn bei Eisbahnbetrieb kann in den wasserundurchlässigen Wandungen mindestens eine Tür vorgesehen werden, die für den Betrieb als Planschbecken wasserdicht ausgebildet wird. Es besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, gegebenenfalls die Fahrbahnplatte so tief in den Erdboden einzulassen, dass das Planschbecken als Schwimmbad benutzt werden kann. Das in der Fahrbahnplatte einbetonierte Ver- dampferrohrnetz zur notwendigen Kälteerzeugung beim Betrieb der Kunsteisbahn arbeitet - im Falle, dass das Wasser des Planschbeckens geheizt werden soll - als Kondensatorrohrnetz.
Bekanntlich arbeiten Wärmepumpen nach genau demselben Prinzip wie Kältemaschinen. Wird die an sich zur Erzeugung einer Kunsteisbahn dienende Kältemaschine als Wärmepumpe für den Betrieb als Planschbecken umgeschaltet, so wird dabei das Medium, das in dem in der Fahrbahnplatte eingebetteten Rohrnetz strömt, auf Kosten eines zweiten, im Wärmeaustausch mit dem Medium der Wärmepumpe strömenden Wärmeträgers geringerer Temperatur - zum Beispiel Leitungs-, Quell-, Grund- oder Abwasser - geheizt. Diese Art der Heizung hat den Vorteil, mit der zum Antrieb der Wärmepumpanlage benötigten Energie eine nutzbare Wärmemenge zu erzeugen, die einen mehrfachen Wert der Antriebsenergie darstellt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert.
In der in der Fahrbahn eingebetteten Berohrung 1 strömt - für den Fall, dass die Anlage als Kunsteisbahn betrieben wird - flüssiges Ammoniak als Kältemittel, das infolge Wärmeentzug aus der Fahrbahn zum Teil verdampft und dabei die Fahrbahnplatte kühlt, auf der anschliessend durch Aufspritzen von Wasser eine Eisfläche gebildet wird. Durch die Rohrleitung 2 und das offene Ventil 3 strömt das Kältemittel in den Dampfsammelraum eines Auffangbehälters 4, von hier wird es durch die Leitung 5 von einem durch einen nicht dargestellten Elektromotor angetriebenen Kompressor 6 angesaugt. Das verdichtete und erwärmte Kältemittel wird dann durch die Leitung 7 und das offene Ventil 8 dem Kondensator 9 zugeführt, in dem es abgekühlt und
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verflüssigt wird.
Das Kühlwasser wird dabei in dem Kondensator erwärmt. Anstelle von Wasser kann selbstverständlich als Kühlmittel auch Luft oder ein anderes Kühlmittel verwendet werden. Das im Kondensator verflüssigte Ammoniak wird schliesslich in einem Drosselorgan 10 entspannt und damit weiter abgekühlt und durch eine Rohrleitung 11 dem Flüssigkeitsraum des Auffangbehälters 4 zugeführt. Von hier aus wird es mittels der Pumpe 24 in die Leitung 12 gepumpt und strömt durch das offene Ventil 13 in die Berohrung 1 der Fahrplatte zurück.
Soll nun beispielsweise im Frühjahr erfindungsgemäss die Kunsteisbahn als Planschbecken benutzt werden, so wird die Zirkulation des nun als Heiz- mittel wirkenden Kältemittels so geleitet, dass in der Berohrung 1 das im Kompressor 6 verdichtete und erwärmte Ammoniakgas strömt. Zur Umschaltung des Ammoniakkreislaufes für den Betrieb als Planschbecken ist es lediglich erforderlich, die beim Eisbahnbetrieb geöffneten Ventile 3, 8, 13 und 23 ;zu schliessen und die dabei geschlossenen Ventile 14, 16, 17, 18 und 19 zu öffnen.
Zusätzlich zu den für den Kreislauf des Ammoniaks als Kältemittel dienenden Rohrleitungen sind für den Betrieb als Planschbecken die Rohrleitungen 15, 20, 21 und 22 vorgesehen. Das in der Berohrung 1 strömende dampf- förmige Ammoniak erwärmt das Wasser des Planschbeckens und kondensiert dabei. Die Berohrung, die bei der Kunsteiserzeugung als Verdampfer dient, arbeitet beim Heizen des Planschbeckens als Kondensator. Von der Berohrung 1 wird das flüssige Ammoniak durch die Leitungen 12 und 21 dem Drosselorgan 10 zugeführt. In letzterem wird es entspannt und damit abgekühlt und strömt sodann durch die Leitung 11 in den Flüssigkeitsraum des Auffangbehälters 4.
Von hier wird das flüssige Ammoniak durch die Leitung 22 dem nun als Verdampfer arbeitenden Kondensator 9 zugeführt, indem es infolge Wärmeaustausches mit dem den Verdampfer durchströmenden Wasser verdampft und dann durch die Leitung 20 in den Dampfsammelraum des Auffangbehälters 4 geleitet wird. Von hier wird analog zu dem Eisbahnbetrieb das dampfförmige Ammoniak durch die Leitung 5 vom Kompressor 6 angesaugt.
Die ausgezogenen Pfeile geben die Strömungsrichtung des Ammoniaks bei Betrieb als Planschbecken und die gestrichelten Pfeile die Strömungsrichtung bei Eisbahnbetrieb an.
Ist beispielsweise ausser einem Planschbecken ein Schwimmbecken vorhanden, so ist es möglich, zum Beispiel über eine gemeinsame Vorrichtung zur Wasserreinigung auch das Wasser des Schwimmbeckens aufzuwärmen. Mittels der Wasserumwälz- anlage kann dann das im Planschbecken aufgewärmte Wasser in das Schwimmbecken geführt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Kunsteisbahnanlage mit in die Fahrbahnplatte eingelegter, als Verdampfer einer Kältemaschine dienender Berohrung, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrbahnplatte derart umrandet ist, dass sie ausserhalb der Eisbahnbetriebszeit als Planschbecken benutzt werden kann, und dass hierzu die Berohrung der Platte als Kondensator der als Wärmepumpe betreibbaren Kältemaschine geschaltet werden kann. UNTERANSPRÜCHE 1. Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Banden für die Umrandung der Fahrbahnplatte Wandungen aus wasserundurchlässigem Material vorgesehen sind. 2.Anlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den wasserundurchlässigen Wandungen der Fahrbahnplatte mindestens eine Türe vorgesehen ist, die ebenfalls aus wasserundurchlässigem Material besteht und beim Betrieb als Planschbecken das Becken wasserdicht nach aussen abschliesst. 3.Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ausser den für den Kreislauf des Kältemittels vorgesehenen Rohrleitungen zusätzlich Rohrleitungen (15, 20, 21, 22) zwischen der Berohrung (1) und dem Kompressor (6), zwischen dem Dampf- sammelraum eines Auffangbehälters (4) und dem Kondensator (9), zwischen letzterem und dem Flüssigkeitsraum des Auffangbehälters (4) und zwischen dem Drosselorgan (10) der Kältemaschine und einem Ventil (13) in einer bei Eisbahnbetrieb das flüssige Kältemittel zur Platte führenden Leitung (12) vorgesehen sind und dass der für den Betrieb als Planschbecken dienende Teil des Rohrsystems gegen den für den Eisbahnbetrieb der Anlage dienenden Teil des Rohrsystems mittels Ventilen (3, 8, 13, 23)und für den umgekehrten Betrieb der letztgenannte Teil des Rohrsystems gegen den erstgenannten Teil desselben mittels weiterer Ventile (14, 16, 17, 18, 19) abgeriegelt werden kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH6743358A CH362430A (de) | 1958-12-18 | 1958-12-18 | Kunsteisbahnanlage |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| CH362430A true CH362430A (de) | 1962-06-15 |
Family
ID=4527953
Family Applications (1)
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| CH6743358A CH362430A (de) | 1958-12-18 | 1958-12-18 | Kunsteisbahnanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH362430A (de) |
-
1958
- 1958-12-18 CH CH6743358A patent/CH362430A/de unknown
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