Abschliesseinrichtung, <B>insbesondere für Schächte von Luftschutzräumen,</B> mit <B>einem</B> Rahmen und einem darin eingelassenen, über ein Gestänge verriegelbaren Deckel Die Erfindung bezieht sich auf eine Abschliess- einrichtung, insbesondere für Schächte von Luft schutzräumen, mit einem Rahmen und einem darin eingelassenen, über ein Gestänge verriegelbaren Dek- kel,
der wahlweise nach einer von zwei Seiten aus schwenkbar ist und dessen Seitenwände gegen den Rahmen satt abdichten. Bei solchen Schächten be steht ein Bedürfnis dafür, die Deckel sowohl nach der Innenseite als auch nach der Aussenseite öffnen zu können.
Es sind bereits Flügeltüren bekannt, die nach beiden Seiten geöffnet werden können. Derartige Türen sind jedoch als Schachtabschlüsse für Luft schutzräume nicht verwendbar, weil sie hohen Druk- ken standhalten müssen (Hauseinsturz) und weil we gen der etwaigen Rauchgase eine ausreichende Dich tung zwischen Deckel und Rahmen erforderlich ist.
Die erforderliche Druckfestigkeit bedingt eine ge genüber normalen Flügeltüren bedeutend grössere Dicke, was aber wieder einer Verschwenkung des Deckels nach beiden Seiten hinderlich .ist.
Wegen der für Luftschutzräume erforderlichen Gasdichtheit ist für Deckel und Rahmen ein dichtes Aneinanderpressen Grundbedingung. Dabei ist auf sattes Anliegen des eingelassenen Deckels zu achten.
Die Erfindung bildet eine Verbesserung der bis her bekannten Ausführungen von Abschliesseinrich- tungen und ist dadurch gekennzeichnet, dass zwei gegenüberliegende Seitenwände des Deckels mit ihren Aussenflächen schräg zur unteren Fläche des Deckels stehen und dass die ihnen gegenüberliegenden Sei tenwände des Rahmens in gleicher Richtung geneigt sind, wobei der Deckel im Bereich einer seiner vor erwähnten Seitenwände auf einem Vorsprung des Rahmens aufliegt und im Bereich der anderen vor erwähnten Seitenwand aus dem Rahmen ausrück- bare Verriegelungsorgane aufweist,
von denen zwei gegenüberliegen und Schwenkstellen für die Ver- schwenkung des Deckels um eine zur letztgenannten Seitenwand parallel verlaufende Achse bilden.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht einer Abschlies.sein- richtung nach der Erfindung von unten Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1 ; Fig. 3 stellt einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1 dar<B>;</B> Fig. 4 ist eine perspektivische Teilansicht einer Seite des Rahmens ;
Fig. 5 zeigt eine perspektivische Teilansicht einer gegenüber Fig. 4 abweichenden Ausführungsform derselben Rahmenseite ; Fig. 6 stellt eine perspektivische Teilansicht einer anderen, an der vorerwähnten Seite anschliessenden Seite des Rahmens dar Fig. 7 ist eine perspektivische Teilansicht einer von Fig. 6 abweichenden Ausführungsart der Rah menseite ;
Fig. 8 zeigt eine perspektivische Teilansicht der mit dem Riegel zusammenwirkenden letzterwähnten Rahmenseite und zwar in einer gegenüber Fig. 6 ab weichenden Ausführungsform ; Fig. 9 ist eine schematische Darstellung der Fern- betätigungsvorrichtung des Deckels ; Fig. 10 zeigt einen Teil einer zu Fig. 1 analogen Ansicht, jedoch bei geöffnetem Riegel; Fig. 11 ist eine perspektivische Teilansicht des Deckels ;
Fig. 12 ist ein Teilschnitt durch den im Rahmen eingesetzten Deckel in perspektivischer Darstellung. Die Abschliesseinrichtung weist zwei Hauptteile auf, nämlich den Rahmen 1 und den darin passend eingesetzten Deckel 2. Die vier Seitenwände des Deckels sind mit 3, 4, 5, 6 bezeichnet und liegen satt an den gegenüberliegenden Seitenwänden des Rahmens dichtend an.
Die beiden gegenüberliegen den Seitenwände 3 und 4 verlaufen zur oberen Flä che des Deckels senkrecht, und die Aussenfläche jeder der beiden übrigen Seitenwände 5 und 6 ist zur unteren Fläche des Deckels leicht geneigt, und zwar beide in gleicher Richtung (Fig. 3). Die diesen Wän den 5, 6 gegenüberliegenden Seitenwände 5', 6' des Rahmens sind in gleicher Richtung wie erstere ge neigt. Der Deckel 2 besteht aus einem Gusstück und weist rasterartig angeordnete Rippen 7 auf, wobei die dadurch gebildeten Räume mit Beton etc. ausge füllt sind.
Der Deckel liegt seitlich mit seinem Unter teil auf einem vorstehenden Ansatz 26 des Rahmens 1 auf.
Der Rahmen hat gemäss den Fg. 1 bis 4 im Querschnitt die Form einer nach unten offenen Rinne, die beim Verlegen mit Beton ausgefüllt wird. An Stelle einer Rinnenform könnte - etwa gemäss Fig. 5 - auch eine L-Form mit eingesetzten Ver stärkungsrippen oder eine T-Form gewählt werden.
Zwischen Rahmen 1 und Deckel 2 sind Verrie- gelungselemente vorhanden, und zwar in Form zweier Kniehebel 8, 9 und eines Riegels 10. Damit der Riegel 10 in den Rahmen 1 eingreifen kann, weist dieser eine der Riegelform angepasste Längs rinne 11 auf. Der Hebel 8 ist an einem Ende um einen am Deckel festgemachten Befestigungszapfen 12 schwenkbar und am anderen Ende über eine Quer stange 13 mit dem Hebel 9 verbunden. Das der Querstange 13 gegenüberliegende Ende dieses He bels 9 wirkt mit dem Riegel 10 zusammen.
Die An ordnung ist so getroffen, dass in der Schliesstellung des Riegels 10 die Endlage der Kniehebel über der Totpunktlage liegt und in der Öffnungsendlage des Riegels sich die Endlage derselben demgegenüber auf der anderen Seite der Totpunktlage befindet. Die Kniehebel 8, 9 bewegen sich dabei in einer Ebene, die senkrecht zur Ebene liegt, in der sich der Schub riegel 10 bewegt.
Durch diese Ausbildung wird er reicht, dass die durch eine Deckelbelastung entste henden Kräfte auf den Riegel 10 keine unbeabsich tigte Öffnung des Verriegelungsmechanismus verur sachen können. Die Betätigung der Kniehebel erfolgt durch ein Zugkabel 14, das über Rollen zu einem Auslösehebel 15 führt (Fig. 9).
Die Betätigung der Kniehebel zum Öffnen des Deckels kann aber auch von der andern Seite des Deckeloberteiles her - also von aussen - erfolgen. Dazu ist im Deckel 2 über der die beiden Knie gelenke verbindenden Querstange 13 eine Bohrung vorhanden, in die eine Dichtungsschraube 16 einge setzt ist. Nach Entfernen dieser Dichtungsschraube 16 mit einem Steckschlüssel, z.
B. Hydrantenschlüs- sel, kann von aussen ein Stab 27 resp. Schenkel die ses Schlüssels in diese Öffnung eingeführt (Fig. 9) und auf die Querstange 13 ein Druck (Schlag) aus geübt werden, wodurch die Knichebel über ihre Tot punktlage hinaus in Öffnungsstellung gebracht wer den können und sich der Deckel nach innen öffnet. Der Riegel 10 greift annähernd über die ganze Längsseite des Rahmens in die eine Schrägfläche aufweisende Rinne 11 ein und wird am Deckel durch Bügel 17 geführt, damit er nicht verkanten kann.
Um den Deckel nach der Innenseite - also in Richtung des Pfeiles C in Fig. 3 - schwenken zu können, befindet sich an der dem Ansatz 26 auf weisenden Rahmenseite eine Schiene 18, die einen vorstehenden Ansatz 19 aufweist. Im Deckel 2 ist ein angegossener, mit der Schiene 18 zusammenwir kender Längssteg 20 vorhanden. Bei einer waag rechten Einbaulage des Deckels erstreckt sich der Längssteg 20 in waagrechter Richtung von der Sei tenwand 6 ausgehend in Richtung gegen die Deckel mitte hin, und der Ansatz 19, welcher in seiner Höhe etwa der Längsstegbreite 20 entspricht, er streckt sich in senkrechter Richtung nach oben in den Deckel hinein.
Die Schiene 18 und der Längs steg 20 reichen nur über zwei Teilstücke der der Seitenwand 6 gegenüberliegenden Seitenwand 6' des Rahmens ; es wäre jedoch denkbar, dass sie sich über deren ganze Länge erstreckte. Das freie Ende des Längssteges 20 ist gerundet, ebenso der über gang von der Schiene 18 zum Ansatz 19, so dass die beiden Teile beim Verschwenken des Deckels nach unten scharnierartig zusammenwirken und der hän gende Deckel nicht herausfallen kann. Die Schwenk achse liegt annähernd im Deckelunterteil.
Zum Öffnen des Deckels nach oben - also in Richtung des Pfeiles D in Fig. 3 - dienen weitere Verriegelungsorgane 21-23 bei der dem Längssteg 20 und der Schiene 18 gegenüberliegenden Wand seite 5 des Deckels. Die beiden in der Nähe der ent sprechenden Ecken des Rahmens angeordneten Ver- riegelungsorgane sind so ausgebildet, dass sie wahl weise in oder ausser Eingriff mit dem Rahmen ge bracht werden können und ausserdem im Rahmen auch eine geradlinige Bewegung ausführen können. Sie sind daher um einen Bolzen 21 verdrehbar und weisen zwei radial abstehende Arme 22, 23 auf.
Der Arm 22 greift dabei in einen Schlitz<I>an der</I> Seiten fläche des Riegels 10 ein, und der Arm 23 ist dazu bestimmt, in eine im Rahmen angebrachte Rille 24 einzudringen. In Fig. 1 ist die Schliesstellung des Riegels 10 und damit zugleich die Eingriffslage der Verriegelungsorgane im Rahmen 1 dargestellt ; aus Fig. 10 ist die Öffnungsstellung des Riegels 10 er sichtlich, bei der die beiden Verriegelun.gsorgane 21 23 ausser Eingriff mit dem Rahmen stehen.
Für das Öffnen des Deckels nach oben - also in Richtung des Pfeiles D - sind in der Zeichnung nicht dargestellte Schlüssellöcher im Deckeloberteil vorhanden, so dass der Deckel 2 mittels entspre chender Hebeorgane hochgehoben werden kann. Da der Riegel 10 noch geschlossen ist und sich demzu folge die Verriegelungsorgane 21-23 in der in Fig. 1 gezeichneten Eingriffslage im Rahmen befinden, kann sich der Deckel mit diesen Verriegelungsorga- nen verschwenken, wobei sich der Lappen 23 auch im Schlitz 24 geradlinig verschieben kann.
Die Schwenkachse liegt dabei schachtseitig, d. h. unter halb des Deckels. Durch den Arm 23 wird vermie den, dass der Deckel in den Schacht hinunterrutscht.
Die gegen den Rahmen 1 anliegenden Seiten wände 3, 4, 5, 6 des Deckels werden zweckmässi- gerweise bearbeitet. Durch Anwendung von Dich tungsmaterialien, beispielsweise Spezialfett, kann die Abschliesseinrichtung gas- und wasserdicht gemacht werden und durch Einsetzen von Dichtungsringen 25 aus Gummi oder ähnlichen gummielastischen Stoffen lässt sich ebenfalls eine zusätzliche Dichtung schaffen.
Neben dem beschriebenen Ausführungsbeispiel sind zahlreiche Varianten möglich. So ist es beispiels weise denkbar, dass statt eines einzigen Deckels deren mehrere im Rahmen 1 vorhanden sind. Ferner ist es möglich, dass die Rahmenkonstruktion in Ab weichung zu der in Fig. 3 dargestellten Ausführungs form, gemäss den Fig. 7 und 8, ausgebildet würde. Ausserdem wäre auch eine andere Ausbildung der Verriegelungselemente denkbar, bei welcher die Kniehebel sich in einer Parallelebene zur Bewegungs ebene des Riegels bewegen würden.
An Stelle von Kniehebeln könnten auch Konstruktionen mit Zahn stangen oder Gewindespindeln Anwendung finden. Eine weitere Ausführungsvariante würde darin be stehen, dass die Verriegelungsorgane nicht durch den Riegel betätigt würden, sondern wahlweise und ein zeln oder gemeinsam von Hand verstellt werden könnten oder indem jeweils in Scharniere ein Dorn eingesetzt resp. entfernt werden könnte.
Schliesslich wäre es auch denkbar, den Seilzug oder das Ge stänge zur Bedienung der Verriegelungselemente zu sätzlich mit einem Betätigungsorgan ausserhalb des Schachtes resp. Innenraumes vorzusehen. Schliesslich wäre es auch möglich, den Riegel statt mit einer Schrägfläche oder Rundung mit rechteckigem Quer schnitt zu versehen und die mit dem Riegel zusam menwirkende Rinne 11 im Rahmen ebenfalls ent sprechend auszubilden.
Es wäre ferner eine Ausbildung der Verriege- lungsorgane 21-23 möglich, bei welcher an zwei gegenüberliegenden Seiten des Rahmens je ein in axialer Richtung verschiebbarer Zapfen und im Dek- kel ein mit diesen zusammenwirkender Längsschlitz vorhanden wäre oder aber, dass an zwei gegenüber liegendenDeckelselten je ein zum Deckeloberteil paral lel verlaufender, über den Deckelrand vorstehender Bolzen oder ähnliche Schwenkgliedervorhanden wären,
die je in einen am Rahmen vorhandenen Längsschlitz eingreifen können und gegebenenfalls auch ausser Eingriff gebracht werden können. An Stelle eines geradlinigen Längsschlitzes könnte auch ein kurven förmiger treten.
Der Deckel wird üblicherweise in horizontaler Lage montiert. In besonderen Fällen wäre es jedoch auch denkbar, dass er in schräger oder senkrechter Lage angeordnet würde. An Stelle von Gussdeckeln mit Betonfüllung könnten natürlich auch massive Volldeckel aus Gusseisen, Stahl oder andern Mate rialien treten.