Sack, insbesondere aus Papier
Die Erfindung bezieht sich auf einen Sack mit angeformtem Traggriff für den Transport serienmässig abzupackender Massenverbrauchsgüter wie Kohle, Kartoffeln und dergleichen für den Kleinverbrauch.
Solche Säcke gestatten eine wohlfeile Verpackung, einen bequemen Transport und eine saubere Handhabung in den Verkaufsgeschäften. Die bisherigen Traggriffe solcher Säcke, die entweder getrennt hergestellt oder gleich bei der Herstellung des Sackes aus dessen Wandungen mitgebildet sind, erschweren und verteuern die Fabrikation, was für solche sog.
Einwegverpackungen besonders nachteilig ist. Auch erhalten die bisher aus dem Sackboden gebildeten Griffe eine sperrige Form und neigen zum Einreissen.
Die hierbei vorgeschlagenen Griffverstärkungseinlagen bzw. -unterlagen lassen den fertigen Griff noch schlechter in der Hand liegen und stören die maschinelle Fertigung durch das erforderliche Einlegen von Hand.
Die Erfindung vermeidet diese Mängel und ist dadurch gekennzeichnet, dass der Traggriff von den äusseren keilförmigen und an ihrer Spitze je mit einem angeschnittenen Verlängerungslappen versehenen Einschlägen des kreuzförmigen Sackbodens gebildet und durch eine zusätzliche Auflage mit durch Umlegen einreissfester gemachten Randteilen verstärkt ist. Auf diese Weise ist es möglich, einen zugleich mit der Fertigung des Transportsackes maschinell herstellbaren Traggriff zu schaffen, der gut zu erfassen ist, angenehm in der Hand liegt und eine hohe Sicherung gegen Reissen, insbesondere Einreissen der Schnittränder gewährleistet.
Für die Form der Randverstärkungsauflagen können vorteilhaft einstückige Zuschnitte benutzt werden, die an ihren, den Traggriffkanten benachbarten Rändern entweder durch querverlaufende und bis auf die Breite der Traggriffverlängerungslappen einander genäherte Einschnitte mit um die Schnittränder des Traggriffes legbaren Zungen oder Laschen versehen sind oder ohne Einschnitte der Länge nach gefalzt sind. Solche Verstärkungen lassen sich maschinell verarbeiten und können in Form fortlaufender Bänder zugeführt werden.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. 1 in schaubildlicher Ansicht einen mit Kohle gefüllten Papiersack mit Traggriff;
Fig. 2-4 in kleinerem Masstab schematisch Fertigungsstufen des mit dem Traggriff auszustattenden Sackbodens;
Fig. 5-13 drei Ausführungsbeispiele einer Griffverstärkung und zwar jeweils in Fig. 5, 8, 11 die Verstärkung in am Griff angebrachter Lage, in Fig. 6, 9, 12 die Verstärkung vor dem Anbringen in Draufsicht und in Fig. 7, 10 bzw. 13 den Griff in einem schematischen Querschnitt nach den Linien I-I, II-II bzw. III-III in Fig. 5, 8 bzw. 11.
Der in Fig. 1 dargestellte Sack 14 weist am oberen Ende einen etwa kreuzbodenartigen Abschluss 15 auf, bei dem jedoch Teile des Bodens unmittelbar einen Traggriff 16 bilden. Am anderen Ende ist der Sack in an sich bekannter Weise durch eine Naht 17 verschlossen. Es empfiehlt sich im Interesse eines schnellen und einfachen Abpackens des Transportgutes, den Abschluss 15, 16 des Sackes schon bei der Sackherstellung zu bilden und das andere Ende nach dem Befüllen durch eine Naht 17 oder dergleichen zu verschliessen, die in der Transportlage des Sackes den unteren Boden bildet.
Der Aufbau des oberen, den Traggriff 16 aufweisenden Abschlusses 15 ergibt sich im wesentlichen aus den Fig. 2-4. Zunächst werden in den das Ausgangsstück bildenden Schlauchabschnitt 18 von einem Ende her in der Längsrichtung verlaufend in beiden Schlauchwänden je zwei parallele Einschnitte 19 gemacht. Dann werden die Seiten des zur Bildung des Bodens bestimmten Endbereiches des Ausgangsstückes 18 gemäss Fig. 3 gegeneinander gefaltet.
Durch die Einschnitte 19 ist dabei gewährleistet, dass die eingefalteten Teile einander übergreifen und im strichpunktiert angedeuteten Bereich 20 durch Kleben oder dergleichen verbunden werden können.
Nun werden gemäss Fig. 4 die Seitenklappen 21 gegeneinander gefaltet, so dass sich zumindest die durch die Einschnitte 19 gebildeten freistehenden Lappen 22 übereinanderlegen. Es bedarf nun nur noch eines Verbindens der freien Enden dieser Seitenklappen bzw. Lappen 22, um einen mit der Hand zu untergreifenden bügelförmigen Traggriff zu bilden.
Um den Traggriff widerstandsfähiger insbesondere auch gegen Einreissen zu machen, sind aufgeklebte Verstärkungen vorgesehen. Diese bestehen, wie aus den Fig. 6, 9 und 12 ersichtlich, jeweils aus einem rechteckigen Zuschnitt, beispielsweise aus dem gleichen Stoff wie der Sack, doch können auch z. B. durch aufgeklebte Fäden besonders reissfest gemachte Papiere Verwendung finden.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5-7 ist der Zuschnitt 23 in der Mitte seiner Längsseiten mit je einem Einschnitt 24 versehen, so dass die strichpunktiert angedeuteten umlegbaren Lappen 25 gebildet werden. Der Zuschnitt ist auf seiner Unterseite beleimt und auf den von den Seitenklappen 21 und Lappen 22 gebildeten Traggriff geklebt. Dabei sind die Lappen 25 der Verstärkung 23 nach innen und hinten umgelegt und umgreifen, wie aus Fig. 7 ersichtlich, teilweise die zugeschnittenen Ränder der Traggrifflappen 22. Auch der in Fig. 1 dargestellte Sack ist mit einer den Fig. 5-7 entsprechenden Verstärkung ausgestattet.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 8-10 ist der Zuschnitt 26 an seinen Längsrändern mit Einschnittpaaren 27 versehen, wodurch, wie strichpunktiert angedeutet, einschlagbare Zungen 28 und Ecken 29 gebildet sind, von denen nach dem Aufkleben der Verstärkung 26 auf den Traggriff die Zungen 28 um die Griffklappen 22 und die Ecken 29 um die Bodenklappen 21 geklebt werden und den Traggriff gegen Einreissen schützen.
Bei der Ausführung nach den Fig. 11-13 schliesslich besteht die Verstärkung aus dem rechteckigen Zuschnitt 30, dessen Längsränder 31 um im Abstande der Breite der Grifflappen 22 voneinander entfernten, strichpunktiert angedeuteten Linien nach hinten gegeneinander gefaltet und dann auf den Traggriff geklebt sind, wie aus Fig. 11 und 13 ersichtlich ist.
Wie schon erwähnt, sind die dargestellten Ausführungen nur beispielsweise Verwirklichungen der Erfindung und diese nicht darauf beschränkt. Vielmehr sind auch mancherlei andere Ausführungen und Anwendungen möglich. So könnten die Verstärkungsauflagen auch mehrteilig, insbesondere zweiteilig sein und nur die Ränder des Traggriffes erfassen. Auch könnten sie statt aus dem gleichen Stoff wie der Sack oder Beutel auch aus einem anderen weichen Werkstoff z. B. Kunststoffolie gebildet sein.