CH362907A - Aus einer Prägewalze und einer Gegenwalze bestehendes Walzenpaar für Kalander zum Prägen druchlaufender Warenbahnen und Verfahren zur Herstellung der Walzen - Google Patents

Aus einer Prägewalze und einer Gegenwalze bestehendes Walzenpaar für Kalander zum Prägen druchlaufender Warenbahnen und Verfahren zur Herstellung der Walzen

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CH362907A
CH362907A CH5846558A CH5846558A CH362907A CH 362907 A CH362907 A CH 362907A CH 5846558 A CH5846558 A CH 5846558A CH 5846558 A CH5846558 A CH 5846558A CH 362907 A CH362907 A CH 362907A
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Description


  Aus einer Prägewalze und einer     Gegenwalze    bestehendes Walzenpaar     für        Kalander     zum Prägen durchlaufender Warenbahnen und Verfahren zur Herstellung der     Walzen       Die Erfindung betrifft ein aus einer Prägewalze  und einer Gegenwalze bestehendes Walzenpaar für     Ka-          lander    zum Prägen durchlaufender Warenbahnen, wo  bei mindestens die Prägewalze ein     eingeprägtes    Muster  trägt und die Gegenwalze mit einem elastisch nach  giebigen Mantel versehen ist, und ein Verfahren zur  Herstellung der     Walzen    für solche Walzenpaare.  



  Bei den bekannten     Kalandern    zum Prägen  durchlaufender Warenbahnen     verwendet    man bis  heute Prägewalzen, deren Mantel aus Stahl oder  einem ähnlichen     Hartmetall    besteht. Für den Mantel  der Gegenwalze verwendet man hingegen 'einen  weicheren, vorzugsweise etwas elastisch nachgiebigen  Werkstoff, z. B. Gummi,     gepresstes        Fasermaterial,     Kunststoff und dgl. Je. nach der Art des.

   Präge  musters und der Beschaffenheit der durchlaufenden  Warenbahn nimmt     man    eine Gegenwalze mit glatter  Mantelfläche oder aber mit einer     Mantelfläche,    die  das Negativ des Musters der Prägewalze     aufweist.     Dieses Negativmuster wird üblicherweise durch Ein  rollen des Musters der Prägewalze in den Mantel  der Gegenwalze erzeugt.  



  Der Einfachheit halber werden im folgenden die  vorerwähnten     Kalander    als     Prägekaland'er,    die Mu  sterung der Prägewalze als Positiv sowie eine Ge  genwalze mit     glatter    Mantelfläche als glatte und     eine          Gegenwalze,    deren Mantelfläche das Negativ der  Musterung der Prägewalze aufweist, als     gemusterte     Gegenwalze bezeichnet.  



  Um mit einer metallischen Prägewalze saubere  und klare Prägungen in der     durchlaufenden    Waren  bahn zu erzielen, muss man in vielen Fällen eine  glatte Gegenwalze verwenden. Während des Präge-         vorganges    drückt sich dann das Muster der Präge  walze laufend in denjenigen Teil des     Gegenwalzen-          mantels    ein, welcher der Prägewalze gerade gegen  überliegt. Dazu ist ein entsprechend hoher Präge  druck erforderlich. Durch den Prägedruck werden die  Prägewalze und die Gegenwalze an ihren Lauf  zapfen auf Biegung beansprucht.

   Bei der Gegen  walze     nimmt    der elastisch nachgiebige Mantel einen  Teil des Prägedruckes in sich auf, wodurch     die    Lauf  zapfen dieser Walze entsprechend von     Biegungskräf-          ten    entlastet werden. Der starre     metallische    Mantel  der Prägewalze aber überträgt den Prägedruck  in     voller    Höhe über den Walzenkern auf die Lauf  zapfen dieser Walze. Die     Prägewalze.    muss daher ent  sprechend stabil     ausgeführt    sein und aus diesem  Grunde einen verhältnismässig grossen Durchmesser  erhalten.

   Da sich der von den     Laufzapfen    der Präge  walze in voller Höhe aufgenommene Prägedruck  auf das     Kalandergestell        überträgt,    muss auch     dieses     stabil und schwer ausgeführt     sein.    Man hat versucht,  die Lagerung der Prägewalze und das     Kalandergestell          dadurch        teilweise    von der Aufnahme des bisher er  forderlichen hohen Prägedruckes zu entlasten,     d'ass     die Prägewalze als sogenannte     schwimmende        Walze     ausgeführt wird.

       Darunter    versteht man eine Walze,  bei der zwischen dem Walzenmantel und dem Wal  zenkern ein mit einem Medium, das heisst einem Gas  oder einer Flüssigkeit,     gefüllter        Hohlraum    vorhan  den ist. Das Medium überträgt die vom Walzen  mantel aufgenommenen äusseren Druckkräfte auf den       Walzenkern    und lässt eine     Durchbiegung    des Walzen  kerns zu, ohne dass der Walzenmantel auf Biegung  beansprucht wird.

   Die bekannten     Konstruktionen              schwimmender        Walzen        erfordern,    abgesehen davon,  dass sie sich bisher bei     Prägekalandern    kaum ein  geführt haben,     einen    verhältnismässig grossen Walzen  durchmesser.  



  Mit steigendem Walzendurchmesser     verringert     sich die     Krümmung    der     Mantelfläche    entsprechend.  Dadurch geht die theoretische     Linienberührung    der  betreffenden     Kalanderwalze    mit der durchlaufenden  Warenbahn     in    eine mehr oder weniger grosse Flächen  berührung über.

   Zum Prägen jeder Warenbahn ist  eine ganz     bestimmte        spezifische    Flächenpressung er  forderlich, die von der Beschaffenheit der Warenbahn  und der Art des Prägemusters     abhängt.    Bei     Flächen-          berührung    der     Prägewalze    mit der Warenbahn muss       ein        Prägedruck    aufgebracht werden, der dem Produkt  aus der spezifischen Flächenpressung und der     Be-          rührungsfläche    der Prägewalze mit der Warenbahn  entspricht.

   Bei     Ausbildung    der Prägewalze als  schwimmende Walze ist wegen des     verhältnismässig     grossen Walzendurchmessers ein sehr hoher Präge  druck erforderlich. Der von den Laufzapfen der  schwimmenden Prägewalze auf das     Kalandergestell     übertragene Teilbetrag des     Prägedruckes    ist demzu  folge     immer    noch sehr erheblich und     bedingt    eine  entsprechend schwere     Kalanderausführung.     



  Es liegt auf der Hand,     d'ass    man mit wesentlich  geringeren     Prägedrucken    bei sonst unveränderten  Bedingungen arbeiten kann, wenn die Prägewalze von  der vorerwähnten     Verformungsarbeit    der glatten  Gegenwalze entlastet wird, wenn man     also    eine     ge-          musterte    Gegenwalze verwendet. Dieser Ausweg ist  aber     vielfach    nicht möglich, weil sich bei Verwen  dung     einer    metallischen Prägewalze mit starrer Man  telfläche das Prägemuster nur unter Benutzung einer  glatten     Gegenwalze    einwandfrei in die durchlaufende  Warenbahn einprägen lässt.  



  Es wurde nun     gefunden,    dass man jede     in    Be  tracht kommende     Warenbahn    mit     Hilfe    einer Präge  walze, welche die gleichen Abmessungen und das  gleiche Prägemuster aufweist wie eine Prägewalze mit  metallischem Mantel, aber einen Mantel aus     einem     geeigneten Kunststoff hat, schon bei wesentlich ge  ringeren     Prägedrucken    als bisher sauber und klar  ausprägen kann.     Unter    einem geeigneten Kunststoff  ist ein solcher zu verstehen, der einerseits eine ge  wisse elastische Nachgiebigkeit aufweist und ander  seits unter dem Einfluss des Prägedruckes nicht blei  bend     verformt        wird;

      sowie bei     Heissprägungen    gegen  über dem Einfluss der Prägetemperatur ,standfest  bleibt. Diese Bedingungen     erfüllen    zahlreiche handels  übliche Kunststoffe, z. B.     Polymerisate    von     Vinyl-          chlorid    mit oder ohne Zusatz von Weichmachern,       Si'licon-Kautschuk    und dgl.  



  Es hat sich     ferner    folgendes herausgestellt: Die  meisten Warenbahnen, die man     bisher    nur mit     einer     metallischen     Prägewalze        unter    gleichzeitiger Verwen  dung     einer    glatten Gegenwalze sauber ausprägen  konnte, lassen sich     einwandfrei    auch mit     einer    ge  musterten     Gegenwalze    prägen, wenn der Mantel der  Prägewalze aus einem geeigneten Kunststoff besteht.    Das     ermöglicht    in allen diesen Fällen eine ganz  wesentlich weitere Herabsetzung des     Prägedruckes.     



  Der     Prägekalander,    der eine Walze mit einem  Mantel aus geeignetem Kunststoff und vorzugsweise  eine gemusterte     Gegenwalze    aufweist, kann aus den  vorerwähnten Gründen mit einem kleinen     Bruchteil     desjenigen     Prägedruckes    arbeiten, der bisher bei Ver  wendung einer metallischen Prägewalze notwendig  war. Infolgedessen kann der     Prägekalander        in    allen  Teilen wesentlich leichter ausgeführt sein. Bei der  Prägewalze wirkt sich dies besonders vorteilhaft aus,  weil sie schon bei verhältnismässig kleinem Durch  messer den geringen     Prägedruck    ohne die Gefahr  einer     Durchbiegung    aufzunehmen vermag.

   Ebenso  wie bisher nur bei der Gegenwalze wird nunmehr  auch bei der Prägewalze ein     Teil    des     Prägedruckes     von dem elastisch nachgiebigen Walzenmantel auf  genommen. Der vergleichsweise kleine Durchmesser  der     Prägewalze    gewährleistet weitgehend eine Li  nienberührung dieser Walze mit der durchlaufen  den Warenbahn. Man kommt daher beim beschrie  benen     Kalander    mit einem     Prägedruck    aus, der nur  wenig grösser als die vorerwähnte     spezifische    Flächen  pressung ist.  



  Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht darin,  dass der elastisch nachgiebige Kunststoffmantel der  Prägewalze viel     unempfindlicher    gegen Stösse und  Schläge ist als der starre Mantel     einer    metallischen       Prägewalze.    Eingehende Versuche haben weiterhin  ergeben,     d'ass    insbesondere     scharfkantige    Prägemuster,  die an metallischen     Prägewalzen    verhältnismässig  schnell verschleissen und     dann    in kostspieliger Weise  von Hand nachgearbeitet werden müssen,

   bei Ver  wendung eines elastisch     nachgiebigen    Kunststoff  mantels für die Prägewalze beträchtlich längere Zeit       ihre    Konturen unverändert beibehalten.  



  Die vorgenannten Vorteile erzielt man schon bei  der üblichen     Ausführung    der Prägewalze und     der     Gegenwalze in der Weise, dass jede dieser Walzen  aus einem     biegungssteifen        vollen    oder hohlen Wal  zenkern und einem starr damit verbundenen Mantel  besteht.

   Selbstverständlich kann aber beim     Kalander     die Prägewalze     und/oder    die Gegenwalze in be  kannter Weise auch als schwimmende Walze aus  gebildet     sein.    In diesem Falle     wird    zweckmässig der  aus einem elastisch nachgiebigen Werkstoff beste  hende Mantel der     schwimmenden        Walze    durch in  diesen Werkstoff eingebettete Metalleinlagen und/  oder durch Aufziehen auf ein Metallrohr versteift.  



  Das     Gravieren    des Kunststoffmantels der Präge  walze kann in der üblichen     Weise        in    Handarbeit,  im     Molettier-    oder     Ätzverfahren    oder auf     galvano-          plastischem    Wege vorgenommen werden. In allen       Fällen    lässt es sich mit einem geringeren     Arbeits-    und  Kostenaufwand durchführen als bei     einer    metalli  schen     Prägewalze.    Auch     darin    liegt     ein    grosser Vor  teil.

   Bei Verwendung einer gemusterten     Gegenwalze,     was     vorteilhafterweise    nunmehr bei den meisten  der in Betracht kommenden Warenbahnen möglich  ist, kann die Musterung der     Gegenwalze    ohne wei-           teres    in der üblichen Weise durch Einrollen des  Musters der     Prägewalze    erzeugt werden.  



  Die Herstellung der zum Prägen dienenden Wal  zen     lässt    sich in folgender Weise gegenüber den bis  her üblichen     Herstellungsverfahren    weitgehend ver  einfachen. Wenn eine gemusterte Gegenwalze oder  ein entsprechendes Walzenmodell vorhanden ist, kann  man die Musterung dieses Werkstückes ohne weiteres  in den hinreichend     plastifizierten        Kunststoffmantel    der  Prägewalze einrollen. Hierbei ist selbstverständlich  Voraussetzung, dass die betreffende     Kunststoffmasse     sich nach dem Einrollen des Musters aushärten lässt,  ohne dass sich dabei das eingerollte Muster ver  zieht oder beschädigt wird.

   Bei     Serienfertigung    von       Prägewalzen    muss man aber mit einem     Verschleiss     des betreffenden Werkstückes rechnen. Um eine dann  erforderliche Neuanfertigung des Werkstückes     zu     vermeiden, kann auch das nachstehend an Hand der  Zeichnung näher erläuterte     Herstellungsverfahren     angewandt werden. Das     Verfahren    zur Herstellung  der Walzen geht von einem in natürlicher Grösse der       Prägewalze    gehaltenen und das gleiche positive  Muster wie die Prägewalze     aufweisenden    Walzen  modell aus.

   Wenn schon eine Prägewalze aus einer  früheren Fertigung vorhanden ist, kann diese     ohne*     weiteres als     Modell    benutzt werden. Sonst kann man  ein verhältnismässig billig und leicht     anzufertigendes     Walzenmodell verwenden, das zweckmässig aus     Gips,     Holz oder einem anderen leicht zu bearbeitenden  Werkstoff besteht.

   Das Verfahren besteht     darin,    dass  auf ein kongruentes     Modell    der     herzustellenden     Walze, welches das Prägemuster trägt, ein     pasten-          artiger    Kunststoff, der nach dem Erstarren     elastisch     dehnbar bleibt, aufgetragen und zum Erstarren ge  bracht, dann das so entstandene nahtlose Schlauch  modell unter elastischer Dehnung vom Walzenmodell  abgezogen und mit einem     härtbaren    Kunststoff  gefüllt und nach dessen Aushärtung der Schlauch  wieder unter     elastischer    Dehnung abgezogen wird,  wobei der ausgehärtete Kunststoff den Mantel der  mit dem Prägemuster versehenen Walze bildet.

   Als  Schlauchwerkstoff kommen     vorzugsweise        handels-          übliche        härtbare    Kunststoffe in     Betracht.     



  Zweckmässig wird vor dem     Einfüllen    dieser  Kunststoffmasse ein Kern zentrisch     in    das Schlauch  modell eingelegt, der als Träger des Walzenmantels  dient bzw. der bei der Ausbildung der Walze als  schwimmende     Walze    als     rohrförmiger        Kern    ausge  bildet ist. der Walzenkern braucht nur an seinem  Laufzapfen bearbeitet zu sein, während sein den spä  teren Kunststoffmantel tragender Mittelteil unbear  beitet bleibt. Der Mittelteil hat dann     eine    verhältnis  mässig rauhe     Oberfläche,    an welcher die Kunststoff  masse gut haftet, und kann ausserdem auch poly  gonal, z.

   B. als Vierkant, ausgebildet sein, um einen  sicheren Sitz des Kunststoffmantels zu gewährleisten.  Nach dem Aushärten der Kunststoffmasse, die auf  ihrer zylindrischen     Mantelfläche    das positive Präge  muster aufweist,     wird    das     elastisch        nachgiebige     Schlauchmodell als Ganzes abgezogen und kann bis    zum Verschleiss zur     Fertigung    weiterer Prägewalzen  benutzt werden.  



  Da das     Walzenmodell    bei der Anfertigung     eines     Schlauchmodells mechanisch nicht beansprucht     =wird,     kann man von einem einzigen     Walzenmodell        eine     grössere     Anzahl    von Schlauchmodellen und,     mit        Hilfe     dieser Schlauchmodelle     Hunderte    von     Prägewalzen     ohne jede mechanische Bearbeitung des Walzen  mantels herstellen.

   Bei Ausbildung der Prägewalze  als schwimmende Walze wird an Stelle des Walzen  kerns ein den späteren Kunststoffmantel tragendes  Rohrstück in das Schlauchmodell eingelegt und dann  die Kunststoffmasse in den     zylindrischen        Hohlraum     zwischen diesen     beiden        Teilen    eingefüllt.  



  Um das elastisch dehnbare Schlauchmodell beim  Einfüllen der Kunststoffmasse, das durch Einschüt  ten,     Einstreichen,        Einspritzen    oder     Einschleudern    er  folgen kann, gegen Ausweiten zu     schützen,        wird     es vorher in eine genau passende starre     Zylinderform     gesteckt. Hierfür muss selbstverständlich die Schlauch  aussenseite entsprechend     zylindrisch    bearbeitet sein.  Die Zeichnung zeigt     -beispielsweise    eine     derartige,     besonders zweckmässig ausgebildete     Zylinderform.     



       Ein        kräftiges,        biegungssteifes    Mantelrohr 1 trägt  angeschweisste     Endflanschen    2 und 3, an denen je ein  Deckel 4 bzw. 5 abnehmbar zu befestigen ist, was  z. B. mit     Hilfe    von Flügelschrauben 6 geschehen  kann. Der untere     Endflansch    2 und der obere Deckel  4 weisen auf ihrer Innenseite je einen     Ringvorsprung     7 auf.

   Zwischen diesen beiden Ringvorsprüngen ist  ein     zylindrischer    und     biegungssteifer    Siebmantel 8  zentrisch     eingepasst,    der     zwischen    sich und dem       Mantelrohr    1 einen     zylindrischen        Ringraum    9 frei  lässt. Durch einen am Mantelrohr 1 vorgesehenen  absperrbaren Stutzen 10 kann der Ringraum 9 wech  selweise an eine Vakuumleitung und an eine ein  gasförmiges oder tropfbar flüssiges     Heiz-    oder     Kühl-          medium.    führende Leitung angeschlossen werden.

         Jeder    der Deckel 4 und 5 weist     einen    absperrbaren       Anschlussstutzen    12 bzw. 14 auf,     die        in        den    Innen  raum des Siebmantels 8 einmünden.  



  Nach Abnehmen des Deckels 4 wird ein     in    der       vorbeschriebenen    Weise     hergestelltes        Schlauchmodell     11     eingelegt    und dann der Deckel 4 wieder fest  geschraubt. Nunmehr wird der Ringraum 9 über den  Stutzen 10 an die vorerwähnte Vakuumleitung ange  schlossen und dadurch der elastisch nachgiebige  Schlauch 11 mit seiner glatten zylindrischen Aussen  fläche satt an die     zylindrische        Innenfläche    des  Siebmantels 8 angesaugt..

   Man kann selbstverständ  lich auch mit     Hilfe    der Stutzen 12 und 14 ein unter       Überdruck    stehendes hydraulisches     Medium        in    den  Innenraum 13 des Schlauches 11 einführen und da  durch diesen Schlauch von innen her an den Sieb  mantel 8     andrücken.     



  Die Deckel 4 und 5 weisen zweckmässig     zentrale          Bohrungen    auf, durch     die    ein     Walzenkern    15, vor  zugsweise der Kern der herzustellenden Prägewalze,  in den Innenraum 13     einzuführen    ist.

       Sodann    wird  durch den     Stutzen    14 eine geeignete     härtbare    Kunst-           stoffmasse    in den freibleibenden Teil des Innen  raumes 13     eingefüllt.    Dabei kann die im Innenraum  13     befindliche    Luft oder das vorher in diesen Raum       eingeführte    hydraulische Medium durch den Stutzen  12 entweichen.  



  Nachdem der freie Teil des Innenraumes 13 voll  ständig mit     Kunststoffmasse    ausgefüllt ist, wird der  Stutzen 14     abgesperrt    und in den Ringraum 9 ein  zum     Aushärten    der Kunststoffmasse dienendes     Heiz-          oder        Kühlmedium    durch den     Stutzen    10     eingeführt,     je nachdem, ob die     Kunststoffmasse    durch Erhitzung  oder durch     Abkühlung    auszuhärten ist.

   Nach Aus  härtung der Kunststoffmasse und Absperren des An  schlusses 10 wird der obere Deckel 4 abgenommen,  und das innerhalb des Siebmantels 8     befindliche          Werkstück    als Ganzes nach oben herausgezogen.  Dieses Werkstück besteht aus der fertigen     Prägewalze     und dem     ihre    Mantelfläche     umschliessenden    Schlauch  modell 11, das nur noch von der Prägewalze abge  zogen zu werden braucht.  



  Damit ist eine     Prägewalze    ohne jede     Gravierung     ihrer     Mantelfläche    auf mechanischem oder     galvano-          plastischem    Wege oder durch Einätzen der Gravie  rung     fertiggestellt.    Das positive Muster der Präge  walze wird     vielmehr    nur durch Aushärten der in den  Innenraum 13 des     Schlauchmodells    eingeführten       härtbaren    Kunststoffmasse von dem     Negativmuster     des     Schlauchmodells    abgenommen,

   das seinerseits  durch einfaches Aushärten des Schlauchwerkstoffes  von dem vorerwähnten Walzenmodell mit positiver       Prägemusterung    abgenommen worden war. Das Her  stellungsverfahren lässt sich demzufolge ohne Ver  wendung von geschulten     Facharbeitern        durchführen.     



  Das     Schlauchmodell    11 kann ohne weiteres auch  zur Herstellung     einer    gemusterten Gegenwalze be  nutzt werden. In diesem Falle wird     in    den     Innenraum     13 des Schlauchmodells 11 an Stelle des     Kerns    15  eine     mit    Zentnerzapfen     versehene    Trommel     eingelegt,     deren Zentnerzapfen     in    die zentralen     Bohrungen    der  Deckel 4     und    5 passen.

   Die Trommel hat einen sol  chen Durchmesser, dass zwischen ihr und der das  Prägemuster aufweisenden Innenfläche des Schlauch  modells nur ein verhältnismässig schmaler     zylindri-          scher    Hohlraum     freibleibt.    In diesen     Hohlraum    wird  durch den Stutzen 14     eine        härtbare    Masse     eingefüllt,     die in     ähnlicher    Weise wie der     Werkstoff    des  Schlauchmodells 11 nach dem Aushärten noch     hin-          reichend    elastisch dehnbar bleibt.  



  Nach Aushärten dieser Masse erhält man ein  zweites     Schlauchmodell,        das    auf seiner     Aussenfläche     die gleiche Musterung trägt wie das     Walzenmodell.     Das durch Entfernen der Trommel und des ersten  Schlauchmodells freigelegte     zweite        Schlauchmodell     wird umgestülpt, so dass seine     Prägemusterung    nach  innen zu liegen kommt.

   Nach Einlegen in den Sieb  mantel 8 und Erzeugen     eines        Vakuums        im        Ringraum     9 wird das zweite Schlauchmodell satt an den Sieb  mantel     angesaugt    und dabei     in    radialer Richtung all  seitig so weit gedehnt, dass     sein    Innenraum den Ab  messungen der Gegenwalze entspricht. Die Gegen-    walze selbst kann dann mit Hilfe des zweiten  Schlauchmodells in der gleichen Weise gefertigt wer  den wie die     Prägewalze    mit     Hilfe    des Schlauch  modells 11.  



  Die     Prägewalze    und die gemusterte     Gegenwalze     erhalten zweckmässig einen möglichst kleinen Durch  messer, damit sie     angenähert    in Linienberührung auf  die durchlaufende Warenbahn einwirken. Sie werden  in der     üblichen    Weise in ihrem Achsenabstand von  einander im     Prägekalander    so eingestellt, dass man  unter Berücksichtigung der Dicke der Warenbahn  gerade den Prägedruck erhält, der     zum    Verformen  des Materials der Warenbahn erforderlich ist.  



  Die besonders einfache     Herstellung    einer mit  einem Prägemuster versehenen     Kalanderwalze    nach  dem     vorbeschriebenen    Verfahren ermöglicht es,     in     wirtschaftlicher Weise     als    Gegenwalze eine solche  zu benutzen, die ein vom Negativ des Musters der       Prägewalze    unterschiedliches Muster aufweist.

   In  diesem Fall     fertigt    man die     Gegenwalze    als be  sondere     Prügewalze    mit Hilfe     eines    entsprechenden  Walzenmodells und Schlauchmodells 11.     Selbstver-          ständliche    Voraussetzung ist, dass die Gesamttiefe  der     Prägemusterungen    beider     Walzen    höchstens der  Dicke der Warenbahn gleichkommt. Mit     Hilfe    der  beiden so ausgeführten     Kalanderwalzen    kann     man    die  durchlaufende Warenbahn gleichzeitig auf beiden  Seiten mit unterschiedlichen Prägungen versehen.  



  Beim Herstellen einer gemusterten     Kalander-          walze    muss darauf geachtet werden, dass beim Ein  füllen der     härtbaren    Masse in das     betreffende          Schlauchmodell    sich zwischen diesem und der Masse  sowie innerhalb der Masse keine Blasen bilden. Zu  diesem Zweck kann man die     härtbare    Masse unter       überdruck    einfüllen     und'oder    sie während des Ein  füllens oder nachher durch Rütteln verdichten.

   Für  bestimmte Verwendungszwecke des     Prägekalanders     kann man     gegebenenfalls    für den Mantel der Präge  walze auch eine     härtbare    Masse verwenden, die nach  dem     Aushürten    mehr oder weniger starr ist, z. B.  Steinzement und dgl. In der Regel aber kommt als       härtbare    Masse eine     geeignete    Kunststoffmasse in  Betracht, die nach dem Aushärten eine gewisse ela  stische Nachgiebigkeit aufweist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Aus einer Prägewalze und einer Gegenwalze be stehendes Walzenpaar für Kalander zum Prägen durchlaufender Warenbahnen, wobei mindestens die Prägewalze ein eingeprägtes Muster trägt und die Gegenwalze mit einem elastisch nachgiebigen Mantel versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Präge walze ebenfalls einen elastisch nachgiebigen Mantel aus einem härtbaren Kunststoff aufweist,
    der vor dem Aushärten mit dem Prägemuster versehen ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Walzenpaar nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenwalze ein eingearbei tetes Muster aufweist. 2. Walzenpaar nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägewalze mit einem von der Gegenwalze unter schiedlichen Muster von solcher Tiefe versehen ist, d'ass die gesamte Tiefe beider Prägungen höchstens der Dicke der durchlaufenden Warenbahn entspricht. 3.
    Walzenpaar nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, d'ass die Mantelfläche der Gegenwalze das Negativ des Mu sters der Prägewalze aufweist. 4. Walzenpaar nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass min destens dessen eine Walze als schwimmende Walze ausgebildet ist.
    PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung der Walzen für Wal zenpaare nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass auf ein kongruentes Modell der her zustellenden Walze, welches das Prägemuster trägt, ein pastenartiger Kunststoff, der nach dem Er starren elastisch dehnbar bleibt, aufgetragen und zum Erstarren gebracht, dann das so entstandene naht lose Schlauchmodell (11)
    unter elastischer Dehnung vom Walzenmodell abgezogen und mit einem härt- baren Kunststoff (13) gefüllt und nach dessen Aus härtung der Schlauch wieder unter elastischer Deh nung abgezogen wird, wobei der ausgehärtete Kunst stoff den Mantel der mit dem Prägemuster versehenen Walze bildet. UNTERANSPRÜCHE 5.
    Verfahren nach Patentanspruch II zur Her stellung des das Negativ des Musters der Prägewalze tragenden Mantels der Gegenwalze, dadurch gekenn zeichnet, dass in das nahtlose Schlauchmodell (11) der Prägewalze ein trommelartiger Kern eingebracht wird, der zwischen sich und dem Schlauch einen zylindri- schen Hohlraum frei lässt, in welchem gleichfalls ein elastisch nachgiebiger Kunststoff eingefüllt und zum Erstarren gebracht, danach das so entstandene zweite nahtlose Schlauchmodell freigelegt,
    umgestülpt und durch allseitige radiale Dehnung auf den Innen durchmesser des ersten Schlauchmodells gebracht und schliesslich mit einem härtbaren Kunststoff ge füllt und nach dessen Aushärtung das ihr zugeord nete zweite Schlauchmodell unter nochmaliger elasti scher Dehnung abgezogen wird, wobei der ausgehär tete Kunststoff den Mantel der Gegenwalze bildet. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch II und Unter anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in das zur Herstellung eines Walzenmantels dienende Schlauch modell vor Einfüllen des den Walzenmantel bildenden härtbaren Kunststoffes (13) ein Kern (15) eingelegt wird, der als Träger des Walzenmantels dient bzw. der bei der Ausbildung der Walze als schwimmende Walze als rohrföhniger, metallischer Kern ausgebil det ist. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I und Unter- ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zur Herstellung eines Walzenmantels dienende, bereits umgestülpte zweite Schlauchmodell (11) vor dem Einfüllen des den Walzenmantel bildenden Kunst stoffes (13) in eine Zylinderform (8) eingelegt und zum satten Anliegen an dieser gebracht wird. B.
    Verfahren nach Unteransprüchen 5 und 7, da durch gekennzeichnet, d'ass nach Einlegen des zur Herstellung eines Gegenwalzenmantels dienenden zweiten Schlauchmodells in die Zylinderform (8) an diese von aussen Vakuum angelegt, und während des Einfüllens des den Gegenwalzenmantel bilden den Kunststoffes (13) der Schlauch unter radialer Dehnung an den Zylindermantel (8) von innen an gesaugt wird.
CH5846558A 1957-04-26 1958-04-17 Aus einer Prägewalze und einer Gegenwalze bestehendes Walzenpaar für Kalander zum Prägen druchlaufender Warenbahnen und Verfahren zur Herstellung der Walzen CH362907A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19756094A1 (de) * 1997-12-17 1999-06-24 Winkler Duennebier Kg Masch Verfahren zum Ausbilden einer Matrizenhohlform und Prägevorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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