CH363046A - Maschine zum Gleisstopfen und Schwellenfachverdichten - Google Patents

Maschine zum Gleisstopfen und Schwellenfachverdichten

Info

Publication number
CH363046A
CH363046A CH396960A CH396960A CH363046A CH 363046 A CH363046 A CH 363046A CH 396960 A CH396960 A CH 396960A CH 396960 A CH396960 A CH 396960A CH 363046 A CH363046 A CH 363046A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
machine according
dependent
tamping
oscillator
rail
Prior art date
Application number
CH396960A
Other languages
English (en)
Inventor
Schenkir Ludwig
Alfred Dipl Ing Kiener
Original Assignee
Schenkir Dipl Ing Ludwig
Alfred Dipl Ing Kiener
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schenkir Dipl Ing Ludwig, Alfred Dipl Ing Kiener filed Critical Schenkir Dipl Ing Ludwig
Publication of CH363046A publication Critical patent/CH363046A/de

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01BPERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
    • E01B27/00Placing, renewing, working, cleaning, or taking-up the ballast, with or without concurrent work on the track; Devices therefor; Packing sleepers
    • E01B27/12Packing sleepers, with or without concurrent work on the track; Compacting track-carrying ballast

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Machines For Laying And Maintaining Railways (AREA)

Description


  Maschine     zum    Gleisstopfen     und        Schwellenfachverdichten       Für den Oberbau von Eisenbahnen wird ein elasti  sches Gleis mit hohen Schubwiderständen der Schwel  len gegen Längs- und Querverschiebung gefordert.

    Elastisch ist ein Gleis nur dann, wenn es bei Be  fahren mit schweren Lasten wohl federnd nachgibt,  aber stets wieder in seine     ursprüngliche    Lage     zurück-          kehrt.    Dies ist aber nur dann möglich, wenn der  Gleisschotter mindestens mit derselben oder einer  grösseren     spezifischen    Flächenpressung und in der  gleichen Richtung verdichtet wird, wie sie sonst durch  das Befahren mit den schwersten Lokomotiven nach  einiger Zeit eintritt.

   Diese Forderung wurde bis     jetzt     weder durch das Stopfen von Hand noch mit den  bestehenden     Gleisstopfmaschinen    erreicht.     Es    ist  daher bisher üblich, frisch mit Schotter     verfüllte     Gleise beispielsweise nach jeder Schotteneinigung  um 2 cm höher zu verlegen und     zu    unterstopfen.  Durch das Befahren mit Zügen setzt sich das Gleis       erfahrungsgemäss    um diese zusätzlichen 2 cm so, dass  die gewünschte Gleislage erreicht wird.

   Dieses un  elastische Nachgeben des Gleises, das     innerhalb     einiger Tage     stets    eintritt, ist der Beweis, dass die  Verdichtung des Gleisschotters nicht den erwähnten  Forderungen entspricht. Die volle Verdichtung (etwa       80 6)    wird erst durch den     Zugsverkehr    erreicht, wo  bei das Gleis nun elastische Eigenschaften zu er  reichen     beginnt.    Infolge der ungleichen     dynamischen     Beanspruchungen (Fahrzeugschwingungen, freie Flieh  kräfte der Lokräder, sowie Schlag- und Stossbeanspru  chungen durch Räder mit     Flachstellen        usw.)

      treten  selbst bei vollkommen gleichmässig unterstopften  Schwellen stets ungleichmässige Gleiseinsenkungen  auf, so dass neuerliche Stopfarbeiten in der Regel  schon nach sechs Wochen erforderlich werden. Durch  das neuerliche Heben und Nachstopfen wird das  bereits vorhandene elastische Schwellenauflager    neuerlich zerstört und die endgültige Verdichtung  wieder dem Betrieb überlassen. Dieses doppelte  Verdichten, nämlich     20-30 ,6    von Hand oder durch  die Maschine und die restlichen 80-70% durch den       Zugsverkehr,    ist die Ursache des ständig sich wieder  holenden     Gleishebens    und Unterstopfens.

   Zudem  erfolgt bei der manuellen oder maschinellen Gleis  unterstopfung die Verdichtung des Gleisschotters  durch vorwiegend waagrecht gerichtete, praktisch  gleich grosse Kräfte, während die darauffolgende  weitere Verdichtung durch den Betrieb     ausschliesslich     lotrecht gerichtet ist.  



  Bei den bisherigen     Gleisstopfmaschinen    war man  bestrebt, die manuelle Arbeit maschinell nachzu  ahmen. Infolge der vorwiegend waagrecht gerich  teten Schläge mit dem Krampen entsteht eine auf  wärtsgerichtete Komponente, die die Schwelle hoch  zuheben beginnt. Es ist bekannt, dass es schon einem       Mann        möglich    ist, jede Schwelle so zu     unterkrampen,     dass sie hochzusteigen beginnt.

   Selbst eine gleich  zeitige Bearbeitung eines     Schwellenauflagers    durch  vier Mann     im    Kreuz- oder Gegenschlag bringt keine  nennenswerte Steigerung der     Verdichtung.    Schon  bei 0,1     kg!cm2        Aufkomponente        beginnt    das Gleis  hochzusteigen.

   Wenn man nun bedenkt, dass die  Schwelle     mit    der 60fachen Flächenpressung     infolge     der Verkehrslast als Schwellenbeanspruchung auf den  Schotter drückt bzw.     schlägt,    so ist leicht einzusehen,  dass mit vorwiegend waagrecht wirkenden     Gleisstopf-          werkzeugen    oder     Gleisstopfmaschinen    stets nur eine  unzureichende Verdichtung zu- erzielen     ist.     



  Bei den bekannten     Kraftgleisstopfern    handelt es  sich um relativ kleine     Gleisstopfgeräte,    die vom Be  dienungsmann leicht in das Gleis eingehoben werden  können bzw. von Schwelle zu Schwelle weitergehoben  werden müssen. Der Antrieb dieser     Schlag-    und Stoss-           gräte    erfolgt entweder durch Druckluft oder elek  trisch.

   Entsprechend dem jeweiligen Stopfzustand der       Schwelle    müssen diese Geräte vom Bedienungsmann  verschieden geneigt werden, was nicht ohne Kraft  anstrengung     in    ungünstiger Körperhaltung vor sich  gehen kann.     Ähnlich    wie beim Kreuz- oder Gegen  schlagen mit dem Krampen werden zwei oder vier  solcher Geräte zum Verdichten eines Schwellenauf  lagers verwendet. Weil diese Geräte von einem Mann  gehoben werden müssen, darf ihr Gewicht nur gering  sein (etwa 40 kg).     Ihre        Antriebsleistung    und damit  auch die Schlagenergie kann daher nur minimal sein.  Trotzdem kann man mit diesen Geräten das Gleis  zum Hochsteigen bringen.  



  Es sind auch     Gleisstopfmaschinen        bekannt,    bei  denen mehrere solcher Schlag- oder Stossgeräte auf  einem     Schienenfahrzeug    so montiert     sind,    dass eine  ganze Schwelle von einem Bedienungsmann unter  stopft werden kann. Bei der am meisten verwendeten  bekannten     Gleisstopfmaschine    werden einzelne     Pik-          kelpaare    über     Exzenter    in waagrechte Schwingungen  versetzt.

   Die links und rechts der Schwelle eingrei  fenden Pickel mit ihren     Pressflächen    werden     me-          chanisch    oder hydraulisch zusammengepresst, so dass  auf den dazwischenliegenden Schotter neben der  Vibration auch ein statischer Druck ausgeübt     wird.     Die vier bis acht     Pickelpaare    werden von einem ge  meinsamen Motor angetrieben. Ausser der falschen  waagrechten Verdichtungsrichtung     besitzt    diese Ma  schine eine     Reihe    weiterer Nachteile.

   Die     Amplitude     der schwingenden Pickel mit ihrem     Zwangsantrieb          (Exzenter)    ist     stets    gleich gross,     gleichgültig,    ob  sich Schotter oder Luft     zwischen    den Pickeln be  findet: Infolge des Zwangsantriebes ist der erreichte  Verdichtungsgrad verschieden gross. Bei etwas länger       dauerndem    Verdichtungsvorgang wird die bereits  eingetretene Verdichtung wieder zerstört. Bei dieser  Maschine besteht auch keine     physikalische    Beziehung  zwischen     Schwingungsamplitude    und Verdichtungs  grad, so dass sie schon deshalb zur Erreichung hoher  Verdichtungsgrade ungeeignet ist.  



  Ziel der     Erfindung    ist eine Maschine zum Gleis  stopfen bzw.     Schwellenfachverdichten,    die den ge  stellten Forderungen 'entspricht.  



  Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass ein  Schwinger mit einer oder mehreren rotierenden     Un-          wuchten    über sein Gehäuse mit einem Stopfwerk  zeug starr verbunden ist, unter der     Vorspannung    einer  äusseren, lotrecht     gerichteten        Federkraft    steht und so       geführt    ist,

   dass das Gehäuse samt Stopfwerkzeug  nur wenigstens     annähernd    lotrechte -Schwingungen       ausführt.    Die     Erfindung        ermöglicht    somit die Bil  dung     einer        aus.Schwinger    und Stopfwerkzeug beste  henden     Verdichtereinheit,    mit der - besonders hohe       Verdichtungsgrade    erzielt werden können, ohne dass  die Schwelle samt Schiene hochsteigt, weil die Ver  dichtung     vorwiegend    nach unten erfolgt.

   Neben dem  statischen Druck und den intensiven lotrechten       Schwingungen    ist es vor allem die     Vorspannkraft    des  Energiespeichers,     etwa    einer Feder bzw. eines    Gummipuffers oder eines pneumatisch betätigten  Kolbens, durch die es zu besonders energiereichen       Vibrationsschlägen        kommen'    kann. Während eine  solche     Verdichtereinheit    ohne lotrechte Krafteinwir  kung durch einen Energiespeicher nur     harmonische     Schwingungen, also die gleichen wie der Schotter,       ausführt,    sind die Schwingungen bei äusserer Einwir  kung verzerrt.

   Bei der Aufwärtsbewegung und bei  der Abwärtsbewegung des Schwingers samt Stopf  werkzeug sind dabei zwei verschieden grosse     Be-          schleunigungskräfte    wirksam, was sich auch in der       Schwingungsform    auswirken muss. Bei der Ab  wärtsbewegung des Stopfwerkzeuges kommt es in  folge der wesentlich grösseren Beschleunigungskraft       (Fliehkraft    +     Federvorspannkraft)    zu einer     Vor-          eilung    des Werkzeuges gegenüber der harmonischen  Schwingung des Bodens, so dass das Stopfwerkzeug  mit der Frequenz der Schwingung harte, energiereiche  Schläge     auf    den Schotter ausübt.

   Durch Steigerung  der äusseren Federkraft kann die Energieabgabe pro  Schlag wesentlich gesteigert werden.  



  Wohl sind     zur-    Verdichtung des - Strassenschot  ters Bodenverdichter bekannt, bei denen eine relativ  grosse     Verdichterplatte    durch einen     Unwuchterreger     in Schwingungen versetzt wird. Der     Antriebsmotor          ruht        hiebei    über Federn auf der     Stampfplatte    mit       Schwinger    auf. Durch das Gewicht der Motorplatte  samt Motor ist eine gewisse     Vorspannkraft    durch  die     Federn    gegeben, so dass energiereichere Schwing  schläge entstehen.

   Dieses System ist aber erst bei  einer bestimmten Drehzahl des Schwingers brauch  bar, da     im    Bereich der Eigenfrequenz die abgefederte  Masse zu gefährlichen Resonanzschwingungen an  geregt wird. Es muss daher die     Betriebsfrequenz    min  destens viermal so gross wie die Eigenfrequenz der  abgefederten Masse sein, damit die bei der Betriebs  frequenz auftretenden erzwungenen . Schwingungen  auf ein erhebliches Mass herabgesetzt werden.

   Ein  Gerät dieser Art wäre aber für den schweren Eisen  bahnbetrieb unzureichend, denn erstens werden diese  Geräte durch die Schwingung selbst fortbewegt, wo  durch der Schwingung aber Energie für den Schlag  entzogen wird; zweitens     darf    die Schwingbewegung  nicht lotrecht, sondern nur in einem bestimmten  Winkel zur Lotrechten erfolgen, so dass     die    lotrechte  Komponente des Schlages entsprechend energie  ärmer     wird;

          drittens    neigen erfindungsgemäss die     Ver-          dichterplatten    samt Schwinger sämtlicher Bodenver  dichter zu Pendel- oder     Nickschwingungen,    durch  deren Auftreten eine     mangelhafte    Verdichtung     eintritt     und anderseits auch die gefederte Motorplatte samt  Motor selbst zu freien langsamen     Schwingungen    an  geregt wird, welche sich den erzwungenen Schwin  gungen     überlagern    und wieder die Qualität der Ver  dichtung     wesentlich    beeinträchtigen.  



       Ausführungsbeispiele    des     Erfindungsgegenstandes     sind in der Zeichnung dargestellt.     Fig.    1 zeigt eine       kleine        Gleisstopfmaschine    in Seitenansicht und     Fig.    2  in Draufsicht;     Fig.3    zeigt     eine        Einzelheit;        Fig.4     und 5 sind Ansichten eines     Stopfwerkzeuges    mit      schräg gerichtetem Spatenblatt, und     Fig.    6 zeigt eine       grosse    Maschine zum Gleisstopfen in     Ansicht.     



  Nach     Fig.    1 und 2 sind auf einem Rahmen 1 der  Schwinger 2 mit den beiden     Unwuchtern    und der  Antriebsmotor 3 vorgesehen. Der Rahmen 1 ist links  um den Zapfen 4 auf einem kleinen Einschienen  wagen 5 schwenkbar gelagert, während er rechts un  mittelbar auf einem     Verdichterstempel    6 aufsteht.  Beim     dargestellten    Ausführungsbeispiel kann durch       Verschwenkung    um den Zapfen 4 der Stempel 6 in  Stellungen beidseitig der Schienen gebracht werden.  Es können natürlich auch zwei oder mehrere Stem  pel, z.

   B. beidseitig der Schienen, angeordnet sein  bzw. kann der Stempel auch     gabelförmig    ausgebildet  sein, damit die Schwelle rechts und links gleichzeitig  verdichtet werden kann.  



  Das Gehäuse des Schwingers, der Rahmen und  der     Verdichterstempel    sind starr miteinander verbun  den, so dass grosse Schlagkräfte (1500-3000 kg  bei     0-50    Hertz regelbar) erzeugt werden können,  die vom Schwinger über den Stempel 6 direkt in das       Schotterbett    geleitet werden. Die     Schwingungsampli-.          tuden    selbst sind bedingt durch den konstruktiven  Aufbau und auf der rechten Seite des Rahmens am  grössten und links beim Drehzapfen 4 theoretisch  null. Der über dem Drehzapfen gelagerte Motor 3 ist  daher weitestgehend von Schwingungen verschont.

    Zufolge der     verhältnismässig    grossen Länge des- als  Lenker wirkenden Rahmens 1 führt der Schwinger  samt Stopfstempel Schwingungen     entlang    eines grossen       Kreisbogens,    die im wesentlichen lotrecht verlaufen,  aus.  



  Im schwingungsfreien Bereich des Rahmens 1  bzw. am abgestützten Rahmenende ist ausserdem die  gabelförmig ausgebildete Haltestange 7 an den Zap  fen 7'     angelenkt.    Sie dient zum Vor- und Rückwärts  bewegen der Maschine nach Art eines Schubkarrens  sowie     zum    Anheben und links- und rechtsseitigen  Ausschwenken des Schwingers um den Zapfen 4.  Durch die Hebelwirkung ist zum Anheben der Ma  schine mittels der     Haltestange    eine     Kraft    von bloss  20-25 kg erforderlich.  



  Ferner wird     mit    der Stange 7 auch die Pressung  erzielt. Die Stange 7 ist mit dem     Rahmen    1 über  zwei Federn 9, die rechts und     links    am Rahmen 1  sitzen, verbunden. Die     Federn    stützen sich     mit    einem  Ende 9' am Rahmen 1 und mit ihrem anderen Ende  9" an der Mutter 10 eines     an    der Stange 7 ver  ankerten     Bolzens    11 ab. Die Abstützung der Feder  an der     Mutter    10 ist somit schwingungsfest.

   Da die  Mutter 10 aber über den Bolzen bei     Verschwenkung     der Stange 7 höhenverstellbar ist,     wird    dadurch auch  eine Höhenverstellung der Abstützung und damit eine       Änderung    der     Vorspannung    der Federn 9 ermög  licht. Durch Niederdrücken des Hebels 7 wird die  Druckkraft auf den Stempel 6     übertragen    und ent  sprechend der Hebelwirkung um     ein    Mehrfaches des       ursprünglichen    Druckes gesteigert, wobei die Federn  in der eingangs geschilderten Weise zur Wirkung  kommen. Die Grösse der     Vorspannung    der Federn    9 ist somit durch die auf den Hebel 7 ausgeübte  Druckkraft regelbar.

   Der Rahmen 1 ist durch die  am Wagen 5 befestigte Schienenklemme. 8 an der  Schiene 14 abgestützt, so dass der Schwinger nicht       aufkippen    kann. Es kann aber auch das Motor  gewicht ausreichend gross sein, so dass der Wagen  nicht abgehoben wird, in welchem Falle die Klemme  8 entbehrlich ist.  



  Die Federn 9 sind so dimensioniert, dass die       Griffe    der Haltestange 7     beim    Verdichten schwin  gungsfrei     sind.    Das     Niederdrücken    der Stange 7 kann  auch mittels einer nicht dargestellten Fussraste, die an  der Stange befestigt ist, erfolgen oder auch dadurch,  dass sich der Bedienungsmann auf die Stange setzt.  Die Stange 7 wird auch     zum    Aus- und Einschalten  des     Schwingers        benützt.    Zu diesem Zwecke kann  ein Schalter für den Antriebsmotor an der Stange  vorgesehen sein     bzw.    kann der Antrieb des Schwin  gers 2 durch die Schwenkbewegung der Haltestange 7  schaltbar sein.

   Bei dem dargestellten Ausführungs  beispiel ist mit der Haltestange 7 eine Spannrolle  24 verbunden, die zum Ein- und Ausschalten des Rie  mentriebes 25 dient. Im Ruhezustand oder beim  Fahren oder Schwenken sind die     Keilriemen    so locker,  dass sie keine Kraft übertragen und der Schwinger  2     stillsteht.    Beim Niederdrücken des Hebels 7, also  in     Arbeitsstellung,    wird der Keilriemen gespannt  und somit der     Schwinger    in Betrieb gesetzt. Die  Spannrolle 24 kann entlang des Hebels 7 verschieb  bar und somit einstellbar sein.  



  Der Schwinger 2 weist     zwei    gegenläufig rotie  rende Unwuchten auf, die mit verschiedenen Dreh  zahlen     antreibbar    sein können, wobei die     Drehzahl     regelbar ist. Es kann auch eine selbsttätige Regelung       zur        Änderung    der Drehzahl in periodisch sich wie  derholenden Rhythmen     vorgesehen    sein.  



  Der in     Fig.    1 dargestellte Stempel ist ein lot  rechter, verdichtend wirkender Flachstempel mit     einer          Prellfläche    rechteckiger     Form.    Die     Prellfläche    kann  auch     eine    andere, z. B.     bvale,    Form     aufweisen.    Das  Stopfwerkzeug ist     zweckmässig    lösbar befestigt.

   Für  die Verdichtung unter den Schwellen und das Unter  stopfen bei grobem Schotter eignet sich     ein        spatenför-          miger    Stempel, wie er in     Fig.    4, 5     dargestellt    ist.  Die Spatenplatte 13 liegt schräg zum Stempelschaft  6'     bzw.    zur lotrechten     Schwingungslinie    und ihr  Schwerpunkt     exzentrisch.    Durch diese     exzentrisch     liegende Masse entsteht neben der lotrechten Haupt  schwingung eine     Nebenschwingung    des Spatens  senkrecht zur Hauptschwingung.

   Diese Neben  schwingung fördert die Verdichtung unter der  Schwelle und das Unterstopfen des Schotters. We  sentlich sind auch die rückwärtigen, schrägen Ver  kleidungsplatten 15, wodurch     ein        vorzeitiges    Ver  dichten in lotrechter Richtung vor Beendigung des  Unterstopfens     verhindert        wird.    Die Befestigung am       Schwingerrohr    erfolgt durch einen Zweischrauben  flansch.

   Diese schrägen Verkleidungsplatten er  geben eine     keilförmige        Verbreiterung    des Spaten  blattes in Richtung     zum    Schaft, um den Widerstand      gegen das     Eindringen    des Stempels in den Schotter  zu     verringern.    Sie     sind    auch günstiger als ein mas  sives,     keilförmiges    Spatenblatt wegen des     geringen     Gewichtes und damit der Vermeidung grösserer zu  beschleunigender Massen.  



  Zweckmässig ist ferner die Stopfkante des Spa  tenblattes durch eine mittlere Aussparung 16 unter  brochen, um die Stempelbewegung bei unsymmetri  schem Widerstand dadurch zu zentrieren und     damit     ein seitliches Ausweichen das Stempels     zu    vermei  den. Steine, welche durch die     dreieckförmige    Aus  sparung 16 erfasst werden, zentrieren     immer    wieder  die Stempelbewegung.  



       Wenn    der Stempel auf     Blattiefe    eingedrungen ist,  setzt sich das Schaftende mit seiner Fläche 12 auf  und wirkt mit     als        Stampffläche,    wenn der Schotter       zu    locker     verfüllt    ist. Diese     Stampffläche    ist,     wie     die Zeichnung erkennen lässt, etwa zwei- bis dreimal  so gross wie die     Stopfkantenfläche    des Spaten  blattes.  



  Bei der grossen     Gleisstopfmaschine    gemäss     Fig.    6       sind    zwei Schwinger 17 auf einem     Fahrgestell    18,  das     zweckmässig    einen nicht dargestellten Motor  antrieb aufweist,     in    lotrechten Führungen 19 gelagert,  tragen die Stempel 20 und werden je mittels eines       Pressluftkolbens    21 oder auch eines hydraulischen  Kolbens bzw. einer mechanischen     Druckeinrichtung     gegen den Boden gepresst.

   Die Verbindung zwischen  den Kolbenstangen und Schwingern stellen Federn 22  her, die zusammen mit dem elastischen Luftpolster  im     Druckluftzylinder    den. elastischen Energiespeicher  für die Schwingungsenergie bilden. Der elastische  Luftpolster kann auch     wegfallen,    z. B. bei der hydrau  lischen oder mechanischen Druckeinrichtung. Die       Regelbarkeit    der     Federvorspannung    ist durch die       Verstelhnöglichkeit    der Druckeinrichtung gegeben.  



  Die Stempel können je beidseitig der Schiene 23  zwischen den Betonschwellen zu liegen kommen und  ausserdem an den     Schwellenvorköpfen    vorgesehen  sein. Nachdem die Stempel durch den     Pressluftkolben     gegen den Boden gepresst worden sind, werden sie in       Schwingung    versetzt,

   wobei eine     Verdichtung    des       Schotterbettes    samt Untergrund mit durch die elasti  sche Energiespeicherung erhöhter     Wirkung        erzielt          wird.    Durch die     Einwirkung    der     Verdichterstempel          jeweils    beidseitig der Schwellen wird eine     überlage-          rung    der Verdichtungswirkung erreicht,

   die sich  unter den     Schwellen    verdoppelt und unter den Schie  nen im     Schwellenmittel    zufolge der gleichzeitigen  Verdichtung der     zweiten    Schiene sogar     vervierfacht,     so dass verschieden grosse Verdichtungsgrade an den  erwünschten Stellen erreicht werden. Die Stempel  können auch einziehbar     angeordnet        sein.        Dann    kön  nen die     Schwinger    direkt auf die Schienen     aufgesetzt     werden, so dass bei laufender Maschine die Schwel  len auf das     Schotterbett    schlagen und sich sozusagen  ihr Bett selbst richten.

   Diese     Maschine    ermöglicht  zusammen mit der Kleinmaschine nach     Fig.    1 und 2  die maschinelle Durchführung sämtlicher     im    Eisen  bahnbau vorkommender Stopfarbeiten, wobei die    Kleinmaschine     dort    eingesetzt wird, wo Arbeiten  mit der grösseren     Gleisstopfmaschine    unmöglich oder  unwirtschaftlich wären, z. B. auf eingleisigen     Strek-          ken    mit sehr dichtem Verkehr oder bei kurzen Zu  pausen oder zum Stopfen von Weichen usw.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Maschine zum Gleisstopfen und Schwellenfach- verdichten, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schwin ger (2, 17) mit einer oder mehreren rotierenden Un- wuchten über sein Gehäuse mit einem Stopfwerk zeug (6, 20) starr verbunden ist, unter der Vor- sPannung einer äusseren, lotrecht gerichteten Feder kraft steht und so geführt ist,
    dass das Gehäuse samt Stopfwerkzeug nur wenigstens annähernd lot rechte Schwingungen ausführt. UNTERANSPRÜCHE 1. Maschine nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Stopfwerkzeug lösbar befestigt ist. 2. Maschine nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Federkraft von einer Stahl feder ausgeübt wird. 3. Maschine nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Schwingergehäuse durch Füh rungen, die an einem Schienenfahrzeug angebracht sind, geführt ist.
    4. Maschine nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Schwingergehäuse durch Len ker, die an einem Schienenfahrzeug angebracht sind, geführt ist. 5. Maschine nach Patentanspruch und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vor spannkraft regelbar ist. 6. Maschine nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass sich der Schwinger (2) gegen das eine Ende (9') von Federn (9) abstützt, deren an deres (Ende (9") schwingungsfest ist. 7.
    Maschine nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass das schwingungsfeste Ende (9") der Federn (9) mit einem hebelartig ausgebildeten Handgriff (7) zur Höhenverstellung verbunden ist. B. Maschine nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, dass der hebelartige Handgriff (7) an einem Rahmen (1) angelenkt ist, der den Schwinger (2) trägt und an einem Ende zur Abstützung auf der Schiene (14) eingerichtet ist. 9.
    Maschine nach Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass der Rahmen (1) auf einem Ein schienenwagen (5) gelagert und um einen Zapfen (4) schwenkbar ist. 10. Maschine nach Unteranspruch 9, dadurch ge kennzeichnet, dass der Schienenwagen mit einer Schienenklemme versehen ist. 11. Maschine nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass oberhalb der Abstützung des den Schwinger tragenden Rahmens der Motor (3) zum Antrieb des Schwingers (2) angeordnet ist. 12. Maschine nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Stopfwerkzeug ein zum Stem pelschaft (6@ schräg gerichtetes Spatenblatt (13) auf weist. 13.
    Maschine nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Spatenblatt den halben Um fang des Stempelschaftes (6') umfasst. 14. Maschine nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Spatenblatt an seiner Unter seite keilförmig ausgebildet ist. 15. Maschine nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Spatenblatt an seiner Unter seite schräge Verkleidungsplatten aufweist. 16. Maschine nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Stopfkante des Spaten blattes durch eine mittlere, dreieckförmige Aus sparung (16) unterbrochen ist.
    17. Maschine nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (6') ausser dem Spatenblatt (13) auch eine am Schaftende gebildete Stampffläche (12) aufweist.
CH396960A 1956-06-13 1957-06-11 Maschine zum Gleisstopfen und Schwellenfachverdichten CH363046A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT351556A AT211860B (de) 1956-06-13 1956-06-13 Vorrichtung zur Erzeugung gerichteter mechanischer Schwingungsenergie mit Hilfe zweier oder mehrerer rotierender Unwuchten für Verdichter und Schlag- oder Stoßgeräte

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH363046A true CH363046A (de) 1962-07-15

Family

ID=3551565

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH396960A CH363046A (de) 1956-06-13 1957-06-11 Maschine zum Gleisstopfen und Schwellenfachverdichten

Country Status (2)

Country Link
AT (1) AT211860B (de)
CH (1) CH363046A (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1271639B (de) * 1960-11-03 1968-06-27 Rheinstahl Henschel Ag Selbstbewegliches Bodenverdichtungsgeraet

Also Published As

Publication number Publication date
AT211860B (de) 1960-11-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2624212A1 (de) Fahrbare maschine zum kontinuierlichen nivellieren und verdichten der schotterbettung eines gleises
EP2041240B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines kohlekuchens für die verkokung
EP0518845A1 (de) Verfahren und Stopfmaschine zum Verdichten des Schotters eines Gleises
CH629552A5 (de) Verfahren und einrichtung zum instandstellen der hoehenlage und ausrichtung eines schienengleises.
AT216556B (de) Maschine zum Gleisstopfen und Schwellenfachverdichten
CH363046A (de) Maschine zum Gleisstopfen und Schwellenfachverdichten
DE1092945B (de) Fahrbare Maschine zum Verdichten einer Schicht aus geloestem und gegebenenfalls mit einem Bindemittel gemischtem Boden
DE2133124A1 (de) Vorrichtung zum Verdichten und Planieren der schotterbettung eines Gleises
AT230412B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schotterverdichten von Gleisbetten, insbesondere an den Schwellenvorköpfen, in Verbindung mit dem Gleisrichten oder -heften oder -stopfen bzw. mit dem Gleisheben und -nivellieren
EP0469272B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Bearbeiten einer Fahrbahndecke
DE2855875A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum verdichten von formkoerpern aus beton o.dgl. plastischen massen
DE474131C (de) Einrichtung zum Loesen, Wegfuellen und Foerdern von Haufwerk in Bergwerken
DE2552852C3 (de) Verfahren zum Verdichten von Formkörpern aus Beton o.dgl. plastischen Massen
CH291762A (de) Oberflächenvibrator.
DE2553778A1 (de) Geraet zur bodenverdichtung
DE1106790B (de) Auf dem Gleis fahrbare Vorrichtung zum Verdichten des Bettungsschotters
DE1027119B (de) Einrichtung zum Verdichten lockerer Massen mittels eines Schwingungserzeugers, insbesondere fuer Steinformmaschinen
AT145056B (de) Stampf- und Rüttelmaschine.
DE1217991B (de) Maschine zum Gleisstopfen und Schwellenfachverdichten
DE875792C (de) Verfahren zum Abbau von Kohle
DD155189A5 (de) Fahrbare mit vibrierbaren stopfwerkzeugen
CH368430A (de) Vibrationsverdichter zur Verdichtung des Bodens oder sonstiger Massen
DE10329356B4 (de) Vorrichtung zum Erstellen eines Fundaments entlang von Gleisen
DE644560C (de) Handgefuehrte Kraftramme, insbesondere zum Verdichten von Boden
DE566766C (de) Fahrbare Schwellenlagerverdichtungsmaschine