CH363080A - Verfahren zum Einbau von Hochspannungswicklungen, insbesondere Stabwicklungen, in elektrische Maschinen - Google Patents
Verfahren zum Einbau von Hochspannungswicklungen, insbesondere Stabwicklungen, in elektrische MaschinenInfo
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Description
Verfahren zum Einbau -von Hochspannungswicklungen, insbesondere'Stabnicklungen, m elektrische Maschinen Für die Isolierung von Hochspannungswicklun gen, die in elektrischen Maschinen eingebaut werden müssen, beispielsweise die Statorwicklungen von Turbogeneratoren, werden bekanntlich die Leiter mit einem Isoliermaterial in Form eines Blattes oder Bandes in mehreren Lagen umwickelt.
Das Isolier material besteht aus einer Trägerfolie (z.B. Papier, Gewebe, Glasseide usw.), auf die Glimmerplättchen oder -papier mittels eines Binders oder in sonst ge eigneter Weise aufgebracht werden. Der so um den Leiter entstandene Isolierwickel wird dann, meistens nach vorheriger Trocknung im Vakuum, mit einem Kunstharz imprägniert. Als Imprägniermittel wer den meistens Polyesterharze, gelöst in einem Mono- meren, z.B. Styrol, oder Äthoxylinharze, oder Ge mische beider, verwendet.
Anschliessend wird dann der Leiter in Pressformen gepackt, und das Harz wird bei erhöhter Temperatur auspolymerisiert bzw. aus gehärtet.
Bei einem anderen Isolierverfahren wird das Bindemittel nicht lediglich zur Befestigung des Glimmers auf den Träger, sondern auch als Im- prägnierinittel verwendet. Der Isolierwickel wird dann beispielsweise getrocknet und evakuiert und unter Anwendung von Druck und Wärme verklebt, worauf das Bindemittel bzw. Harz ausgehärtet wird.
Die einheitliche Isolierung des Nutenleiters und des anschliessenden Wickelkopfes bei dieser Art Hoch spannungswicklungen hat sich im Betrieb sehr gut bewährt, da keine schwachen Stellen vorhanden sind, wo Durchschläge oder überschläge vorkorn en können. Anderseits ist der Einbau der Wicklung in die Maschine bzw. in die Nuten infolge Starrheit der Spulenköpfe nach der Aushärtung des Imprägnier harzes mit Schwierigkeiten verbunden. Dies ist be sonders der Fall, wenn es sich um Wicklungen mit geschlossenen Spulen handelt.
Um ein Biegen des Wickelkopfteiles nach dem Einbau, das eine Be schädigung der Isolation zur Folge haben kann, möglichst zu vermeiden, werden zum Teil für den Einbau besondere -Einbauverfahren angewendet, die die Fabrikation erschweren. Diese Massnahmen sind aber nur beschränkt anwendbar, und in den meisten Fällen ist eine gewisse Nachgiebigkeit des Wickel kopfes unbedingt erforderlich, um den Einbau der Wicklung zu ermöglichen.
Es ist daher bereits vorgeschlagen worden, an den kritischen Stellen der Wicklung, wo die Leiter gebogen werden müssen, für die Isolierung ein Kunst harz zu verwenden, das nach der Aushärtung noch elastisch, eventuell sogar mindestens teilweise pla stisch bleibt. Anstelle zweierlei Kunstharze für den Nutteil und mindestens die kritischen Teile des Wik- kelkopfes ist es auch bekannt, bei der Verwendung einund desselben Kunstharzes- für den ganzen Leiter, die gewünschte Elastizität des Wickelkopfes durch Tränkung mit einem zusätzlichen Weichmacher zu erreichen.
Der Nachteil- dieser Massnahmen liegt darin, dass die erwünschte Homogenität der Isolation durch die weichbleibenden Stellen an den Wickelköpfen gestört wird. Für den gleichen Leiter müssen ent weder zweierlei verschiedene Binder im Isolierband oder zweierlei Imprägnierharze oder ein zusätzlicher Weichmacher für den Wickelkopfteil vorgesehen werden, wodurch die Fabrikation der Isolation kom plizierter und dementsprechend teurer wird.
Gegenstand der Udindung ist ein Verfahren zum Einbau von Hochspannungswicklungen, insbeson dere Stabwicklungen, in elektrischen Maschinen, bei denen die Leiter mit Isoliermaterial umwickelt sind, das aus einem Trägerband mit auf diesem aufgebrach- ten <U>Glimmer</U> besteht und der fertige Isolierwickel mit einem Kunstharz imprägniert und ausgehärtet wird.
Gemäss der Erfindung wird nunmehr die erwähnte Schwierigkeit des Einbaues der Wicklung infolge Starrheit des Wickelkopfteiles dadurch vermieden, dass mindestens an den durch Biegung oder Verdre hung beanspruchten Stellen der Leiter das Kunst harz vor dem Einbau der Wicklung in die Maschine nicht oder nur teilweise polymerisiert und erst nach dem Einbau und Biegen polymerisiert bzw. fertig auspolymerisiert wird.
Es ist möglich, die gewünschte Biegsamkeit der kritischen Stellen beispielsweise dadurch zu errei chen, dass das Imprägnierharz an diesen Stellen überhaupt erst-nach dem Einbau der Wicklung aus gehärtet wird. Diese Massnahme ist bezüglich der Auspolymerisierung der anderen Teile etwas kom pliziert. Ausserdem ist die Handhabung des Stabes etwas erschwert, und es besteht die Gefahr, dass das flüssige Imprägnierharz ausläuft und die Qualität der Isolation an den kritischen Stellen dadurch be einträchtigt wird.
Sofern als Imprägnierharz, das nach dem Um wickeln des Leiters mit dem Isoliermaterial ein gebracht oder schon im Isolierband als Binder ent halten sein kann,- ein Harz verwendet wird, dessen Polymerisierungsvorgang nicht stark exotherm ist, kann dieser unterbrochen werden. Die Unterbrechung der Polymerisation kann beispielsweise auf folgend einfache Weise erreicht werden. Der isolierte und mit Harz imprägnierte Leiter wird bei erhöhter Tem peratur behandelt.
Je nach dem Grad der Polymeri- sation der pro Zeiteinheit erreicht werden goll, wer den entweder die einzelnen Teile des Leiters ver schieden stark erwärmt oder verschiedene Mengen, die Polymerisation verzögernde oder beschleumgende Stoffe in der IsoFlation verwendet, so dass der ganze Leiter auf die gleiche Temperatur erwärmt werden kann. Nach einer bestimmten Zeit wird der Leiter auf Raumtemperatur abgekühlt. Die Palymerisation ist dann an den kritischen Stellen nur eine teilweise; das Harz ist an diesen Stellen geliert , das heisst die Plastizität ist noch gross.
Nach dem Einbau des Lei ters in die Maschine bzw. in den Ständer, wird dann durch ein neuerliches Erwärmen die Polymerisation zu Ende geführt. Ein geeignetes Harz für dieses Ver fahren ist beispielsweise ein Polyesterharz, welches in Diallylphthalat gelöst ist.
Bei der Verwendung eines Imprägnierharz,es, bei dessen Polymerisation so viel Wärme frei wird, dass eine Abkühlung zum Aufhalten bzw. Unterbrechen der begonnenen Polymerisation nicht genügt, kann auf dem isolierten Leiter beispielsweise ein leicht verforinbarer Schutzüberzug aufgebracht werden -und der Polymerisationsvorgang erst nach dem Ein bau und Biegen des Leiters erfolgen. Dieser Schutz überzug, der entweder aus einem Kunstharzschlauch (z. B.
Schrumpfschlauch) besteht oder durch Um- bändelung, Aufspritzen, Tauchen usw. hergestellt wird, verhindert das Auslaufen des Harzes bei der Auspolymerisierung.
Anstatt den aanzen Leiter mit einem solcben Schutzüberzug zu versehen, ist es auch möglich, nur jenem Teil des Leiters, der beim Einbau mecha nisch stark beansprucht wird, das heisst den Wickel kopfteil, mit einem Schutzüberzug, zu versehen. In diesem Fall kann der ungeschützte Nutteil des Leiters vor dem Einbau und der geschützte Wickelkopfteil erst nach dem Einbau und Biegen polymerisiert wer den. Es ist auch möglich, vor dem Einbau des Lei ters den ungeschützten Leiterteil vollständig und den geschützten Wickelkopfteil teilweise zu polymeri sieren, wobei dieser letztere dann erst nach dem Ein bau fertig ausgehärtet wird.
Dieser unterschiedliche Grad der Polymerisation kann in beiden Fällen wie der durch eine differenzierte Erwärmung der ver schiedenen Leiterteile oder durch Beimischung von verschiedenen Mengen von die Polymerisation ver zögernden oder beschleunigenden Stoffen und Auf wärmung des ganzen Leiters auf die gleiche Tem peratur erreicht werden.
Der Schutzüberzug kann vor oder nach dem Im prägnieren auf den Leiter aufgebracht werden. Beim Aufbringen vor dem Imprägnieren dient der über- zug gleichzeitig als Imprägniergefäss. Wenn diese, Schutzüberzüge die notwendigen elektrischen und mechanischen Eigenschaften aufweisen, können sie auch nach der Aushärtung auf dem Leiter belassen werden und wirken dann als Bestandteil des Iso- latioassystems (z. B. zusätzliche Isolation, Glimm- schutz usw.).
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> I Verfahren zum Einbau von Hochspannungswick lungen in elektrischen Maschinen, bei denen die Leiter mit Isoliermaterial umwickelt sind, das aus einem Trä-erband mit auf diesem aufgebrachtem Glim mer besteht, und der fertige Wickel mit einem Kunst harz imprägniert und ausgehärtet wird, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens an den durch Biegung oder Verdrehung beanspruchten Stellen der Leiter das Kunstharz vor dem Einbau der Wicklung in die Maschine nicht oder nur teilweise polymerisiert und erst nach dem Einbau und Biegen polymerisiert bzw. fertig auspolymerisiert wird.<B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die ganze Wicklung erst nach dem Einbau und Biegen polymerisiert wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der für den Polymerisierungs- vorgang notwendige Heizzyklus vor dem Einbau des Leiters durch Abkühlung unterbrochen Lind nach dem Einbau durch Wiedererwärmung beendet wird. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der verschiedene -Polymerisie- rungsgrad durch eine verschieden starke Erwärmung der einzelnen Leiterteile erreicht wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der verschiedene Polymerisie- rungsgrad durch Beimengunor von verschiedenen Men gen von die Polymerisation verzögernden oder be schleunigenden Stoffen erreicht wird. <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass min<B>'</B> destens an den durch Bie gung oder Verdrehung beanspruchten Stellen die umwickelten Leiter mit einem verformbaren Schutz überzug versehen werden, und der Polymerisiervor- gang erst nach dem Einbau und Biegen des Leiters erfolgt.<B>6.</B> Verfahren nach Unteranspruch<B>5,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass der Schutzüberzug gleichzeitig als Imprägniergefäss dient. <B>7.</B> Verfahren nach Unteranspruch<B>5,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzüberzug erst nach der Imprägnierung auf dem Leiter angebracht wird.<B>8.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiter nur an den durch Biegen oder Verdrehung beanspruchten Stellen mit einem Schutzüberzug versehen wird und vor dem Einbau der ungeschützte Teil des Leiters vollständig und der geschützte Teil nicht oder nur teilweise poly merisiert wird, wobei dieser letztere nach dem Einbau polymerisiert bzw. fertig aufpolymerisiert wird. <B>PATENTANSPRUCH</B> II Hochspannungs-isolierte Wicklung, eingebaut nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.
Priority Applications (1)
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| CH6558158A CH363080A (de) | 1958-10-30 | 1958-10-30 | Verfahren zum Einbau von Hochspannungswicklungen, insbesondere Stabwicklungen, in elektrische Maschinen |
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