Maschine zum Ein- und Ausdrehen von Schienenbefestigungsschrauben des Eisenbahnoberbaues Maschinen zum Ein- und Ausdrehen von Schwel lenschrauben sind bereits in mannigfachen Ausfüh rungsvarianten bekanntgeworden, und zwar sind ne ben den Maschinen mit Handbetrieb auch schon solche mit mechanischen Antrieben vorgeschlagen worden, bei denen beispielsweise eine federnde über lastungsschutzkupplung vorgesehen worden ist, um einem überdrehen der Schraube bzw. einer Über lastung des Antriebsmotors vorzubeugen.
Neben einer solchen Kupplung mussten aber diese vorbekannten Maschinen zumeist auch noch - um allen Forde rungen der Praxis gerecht zu werden - zahlreiche zusätzliche Regel- und Steuereinrichtungen aufweisen, so z. B. für den Fall, dass vorübergehend ein grösseres Drehmoment benötigt wurde, etwa beim Lösen be sonders festsitzender Schrauben. Manche Maschinen besassen hiefür ein eigenes Wechselgetriebe, um bei grösserem Schraubwiderstand einen niedrigeren Gang einschalten zu können.
Die einwandfreie Einstellung des Drehmoments war bei diesen älteren Maschinen nicht einwandfrei gewährleistet, da die Wirksamkeit einer Rutschkupplung bekanntlich je nach der Tem peratur und den Witterungsverhältnissen verschieden ist. Ferner zog der Einbau von derartigen Kupplungen noch andere Nachteile nach sich; so unterlagen die betreffenden Maschinenteile einem überaus starken Verschleiss, und eine störende Lärmentwicklung sowie beträchtliche Energieverluste waren unvermeidbar.
In folge ihres komplizierten Aufbaues und der zeitrau benden Betätigung der verschiedenen Regel- und Steuerorgane waren die vorbekannten Maschinen auch verhältnismässig langsam im Betrieb, störungsanfällig und unhandlich.
Die Erfindung setzt sich zum Ziel, alle die vor genannten Nachteile zu beheben und eine Maschine zu schaffen, deren Aufbau nicht nur besonders ein fach und robust ist, sondern auch darüber hinaus eine besonders feinfühlige und zuverlässige Ein stellung des jeweils benötigten Drehmoments gestattet, so dass dieses auch bei Änderung der Witterungsver hältnisse konstant bleibt.
Die Maschine, von der die vorliegende Erfindung ausgeht, gehört zu jenem bekannten Typ, welcher aus einem fahrbaren Rahmen besteht, der einen dreh baren Schraubenschlüssel sowie ein zu dessen Be tätigung dienendes Triebwerk aufweist.
Gemäss vorliegender Erfindung sind nun zum Zweck einer hydraulisch erfolgenden Betätigung des Schraubschlüssels auf diesem fahrbaren Rahmen ein hydraulisches Triebwerk sowie hydraulische Versor gungsleitungen vorgesehen, welch letztere unter Bil dung eines Kreislaufes das Triebwerk, eine als Druck erzeuger wirksame Pumpe und einen Vorratsbehälter für hydraulisches Druckmittel miteinander verbinden.
Hydraulische Antriebe für Schraubenschlüssel sind an sich bereits bekannt und bieten verschiedene be trächtliche Vorteile, abgesehen davon, dass solche An triebe leicht vor Überlastung zu schützen sind. So kann das Drehmoment, dessen Höhe durch Einbau eines Ventils nach oben hin leicht begrenzbar ist, unabhängig von der jeweils herrschenden Temperatur zuverlässig eingestellt und überdies auch mittels eines im Leitungssystem anzuordnenden Manometers leicht überwacht werden.
Es ergibt sich immer eine fein- fühlige, dem jeweils vorhandenen Schraubwiderstand angepasste Regelung der Antriebskraft, welche keiner willkürlichen Handlungen des Bedienungsmannes be darf.
Die erfindungsgemässe Anwendung eines hydrau lischen Antriebes bei der Maschine zum Ein- und Ausdrehen von Schienenbefestigungsschrauben des Eisenbahnoberbaues lässt darüber hinaus wesentliche, von vornherein nicht abschätzbare technische Effekte erzielen. Da hiebei die nötigen Teile der Maschine zu einem handlichen, leicht bedienbaren, robusten Aggregat zusammenfassbar sind, kann. der Betrieb einer solchen Maschine besonders rationell, zeitspa rend und einwandfrei durchgeführt werden.
Die Ma schine ist zweckmässig in ihrer Arbeit völlig unab hängig von fremden Kraftquellen und arbeitet stö rungsfrei und geräuscharm.
Besonders wirtschaftlich arbeitet eine erfindungs gemässe Maschine bei Verwendung einer an sich be- kannten, stufenlos regelbaren Pumpe als Drucker zeuger. Nach einer bevorzugten. Ausführungsform wird in diesem Fall eine solche Pumpe verwendet, die aus einem unverschwenkbaren Teil und einem ver- schwenkbaren Teil besteht, wobei die Leistung der Pumpe durch den Verschwenkungswinkel geregelt und bestimmt wird.
Beiliegende Zeichnung stellt ein Ausführungs beispiel der erfindungsgemässen Maschine dar, wie sie zum Einschrauben von Schwellenschrauben zur Befe stigung der Schienen auf Holzschwellen Verwendung findet.
Fig.-1 dieser Zeichnung zeigt die Maschine in Längsansicht, teilweise im Schnitt, Fig.2 ist ein schematisches Bild des Antriebs mechanismus, und Fig. 3 betrifft eine bei dieser Maschine mit Vorteil zu verwendende Druckmittelpumpe.
Das Fahrgestell 1 der Maschine ist rahmenartig ausgebildet und weist Rollen 2 auf; an der rückseitigen Stirnseite ist ein bügelartiger Haltegriff 3 vorgesehen, mit dessen Hilfe das Fahrgestell 1 bewegt und allen falls auch etwas verschwenkt werden kann. Die Schienen des Eisenbahnoberbaues sind mit 4 be zeichnet und ruhen auf den Holzschwellen 5, wobei sie an letzteren mit Hilfe der Schwellenschrauben 6 befestigt sind.
Vom Antriebsmotor 7 wird die Ölpumpe, also der Druckerzeuger für den hydraulischen Kreislauf, in Drehung versetzt. Diese Pumpe, die in der Fig. 3 des näheren dargestellt ist, besteht in bekannter Weise aus einem unverschwenkbaren Teil 8 mit der Antriebs- welle 8a einerseits und dem Schwenkteil 9 anderseits, welch letzerer über den Winkelbereich a zwischen der Stellung <I>I</I> und<I>11</I> ausschwenken kann. Auf die an sich bekannte Konstruktion dieser stufenlos regelbaren Pumpe wird später noch eingegangen werden.
Die Verschwenkung des Pumpenteiles 9 wird durch einen Leistungsregler 10 bewirkt, welcher im wesentlichen aus einem in einem Zylinder 16a glei tenden Kolben 16 besteht; der Kolben 16 beeinflusst über einen Schwenkzapfen 11 den Pumpenteil 9 und regelt damit die Leistung der Pumpe von Null (Stel lung I1) bis zum Maximum (Stellung I).
Die Pumpe liefert Drucköl an den hydraulischen Motor 12, welcher seinerseits über ein Untersetzungs- getriebe 13 den auf die Schienenschraube 6 auf zusetzenden Schlüssel 28 in Drehung versetzt.
Mit 14 ist der ölvorratsbehälter bezeichnet, aus dem die Pumpe 8, 9 über die Saugleitung 15 das Drucköl fördert. Eine Druckleitung 19 führt von der Pumpe zu einem Steuerschieber 20, wobei hievon eine kleine Zweigleitung 18 zu dem bereits erwähnten Zylinder 16a des Leistungsreglers 10 abzweigt und dort den Kolben 16 gegen den Druck der Feder 17 betätigt.
Der Steuerschieber 20 weist einen Kolben 21 auf, der mit Hilfe des Betätigungshebels 22 in die drei Stellungen<I>A, B,</I> C verstellt werden kann. Vom Steuerschieber 20 führen zwei Leitungen 23 und 24 zum hydraulischen Motor 12 und bilden solcherart unter Einbeziehung dieses Motors einen hydraulischen Kreislauf, dessen Umlaufsinn je nach der Stellung des Hebels 22 in A oder C wahlweise bestimmt werden kann.
Von der erwähnten Druckleitung 19 zweigt schliesslich noch eine Leitung 25 zum Sicherheitsventil 26 ab und mündet schliesslich in die gemeinsame Rückleitung 27 zum Olvorratsbehälter 14.
Zu der in Fig.3 veranschaulichten Ölpumpe, deren System bekannt ist und nicht den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet, sei noch bemerkt, dass deren in Zylindern 30 des schwenkbaren Teiles 9 gleitende Kolben mit 29 bezeichnet sind. Die Stangen 29a dieser Kolben sind in dem unverschwenkbaren Teil 8 der Pumpe gelenkig gelagert.
Der verschwenk- bare Teil 9 mit den Zylindern 30 kann um das Gelepk 31 über den Winkelbereich a aus der Stellung 1 in die Stellung 11 schwenken, wobei er einen Schlitz 32 für die Welle 8a aufweist. Durch Drehung der Welle 8a geraten die Kolben 29 in Bewegung, wobei ihr Hub raum durch den Verschwenkwinkel bestimmt ist; gefördert wird aus der Saugleitung 15 in die Druck leitung 19.
Die Wirkungsweise der Maschine ist wie folgt: Bei der dargestellten Stellung des Schiebers 20 fördert die Pumpe 8, 9 kontinuierlich Drucköl aus dem Vorratsbehälter 14 über die Saugleitung 15 und die Druckleitung 19 drucklos durch den Schieber 20 in die Rücklaufleitung 27 und zum Vorratsbehälter 14 zurück.
Zum Einschrauben einer Schwellenschraube 6 wird vorerst der Schlüssel 28 auf deren Kopf auf gesetzt und dann der Schieber 20 etwa in die Stellung A gebracht. Das Drucköl gelangt nun in die Leitung 24, setzt den hydraulischen Motor 12 in Gang und damit auch über das Getriebe 13 den Schlüssel 28 in Drehung. Sobald der Schraubwiderstand ansteigt, steigt auch der Druck in den Leitungen 19 und 24, desgleichen auch in der Zweigleitung 18 zum Lei stungsregler 10.
Entgegen der Wirkung der Feder 17 verschiebt sich der Kolben 16 des Leistungsreglers und verschwenkt den Pumpenteil 9 gegen die Stellung f1, so dass also mit steigendem Druck die Förder menge der Pumpe abnimmt und die Drehung des Motors 12 und des Schlüssels 28 sich verlangsamt. Bei Wahl einer geeigneten Charakteristik für die Feder 17 ist es ohne weiteres möglich, eine durchwegs kon stant bleibende Leistungshöhe zu sichern.
Es wird also bei dieser Art der Regelung immer .die gesamte zur Verfügung stehende Leistung des Antriebsmotors ausgenützt und jedweder Energieverlust vermieden. Bei geringem Einschraubwiderstand regelt sich selbst tätig eine hohe Einschrawbgeschwindigkeit ein, wo gegen sich dieselbe bei grossem Einschraubwiderstand zwangläufig vermindert.
Um Schrauben zu lockern, braucht der Hebel 22 bzw. der Kolben 21 im Schieber 20 nur in die ent gegengesetzte Stellung (nach C) verstellt zu werden, wo bei dann die Leitung 23 zur Druckleitung wird und sich die Drehrichtung des Motors 12 umkehrt.
Sobald der Maximalwiderstand beim Einschrauben erreichbar ist, die Schraube also ausreichend festsitzt, öffnet sich das dementsprechend eingestellte Ventil 26, und das Öl fliesst über die Leitung 25 unmittelbar der Leitung 27 zu und in den Behälter 14 zurück; das hydraulische Triebwerk 12 und damit auch der Schraubkopf 28 kommen hiebei zum Stillstand.
Selbstverständlich ist die Erfindung keineswegs auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt; vielmehr soll die veranschaulichte Variante nur dem Verständnis dienen, ohne den Umfang der Erfindung zu bestimmen. Schraubschlüssel und Getriebe können in beliebiger Lage am Fahrgestellrahmen angeordnet werden, allenfalls auch verstellbar, so dass mit dem gleichen Gerät sowohl die Schienenbefestigungs- schrauben als auch die Stosslaschenschrauben be handelt werden können.