CH363393A - Elektrischer Schalter mit Lichtbogenlöscheinrichtung - Google Patents

Elektrischer Schalter mit Lichtbogenlöscheinrichtung

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CH363393A
CH363393A CH5162157A CH5162157A CH363393A CH 363393 A CH363393 A CH 363393A CH 5162157 A CH5162157 A CH 5162157A CH 5162157 A CH5162157 A CH 5162157A CH 363393 A CH363393 A CH 363393A
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arc
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Fust Wilhelm
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Fust Wilhelm
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Description


  Elektrischer Schalter     mit        Lichtbogenlöscheinrichtung       Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen  Schalter mit     Lichtbogenlöscheinrichtung    und einer  Hauptkontaktstelle sowie einer zu dieser     parallel        lie-          gen,den    Nebenkontaktstelle, die bei der Ausschalt  bewegung zuletzt öffnet, wobei der entstehende Licht  bogen in eine     Blaskammer    getrieben und in mehrere  Teillichtbögen zerlegt wird, deren Fusspunkte mittels  eines magnetischen     Blasfeldes    in Rotation versetzt  werden.  



  Bei bekannten     Lichtbogenlöscheinrichtungen    wird       zunächst    der     Lichtbogen    in einen Spalt, der über     eine     Anzahl von     nebeneinanderliegenden        Metallplatten     sich erstreckt, hineingetrieben und in mehrere Teil  lichtbögen, entsprechend der Anzahl dieser Platten  zerlegt. Die Teillichtbögen, die zwischen den einzel  nen Platten stehen, werden mittels eines     Blasfe'ldes     in eine     kreisförmige    Bewegung versetzt, zu deren  Zweck die Platten entsprechende Form besitzen.

   Die  Teillichtbögen mit ihrem     Kathodenspannungsabfall     werden dadurch     gekühlt    und zum Erlöschen gebracht.  Eine Verlängerung dieser Teillichtbögen erfolgt wäh  rend der Bewegung nicht. Diese Vorrichtung eignet  sich nur für niedere Spannungen. Bei hohen Span  nungen müsste eine     unverhältnismässig    grosse Anzahl  von Metallplatten zur Anwendung kommen, die eine       Löschkammer    von aussergewöhnlicher     Grösse    und Ge  wicht ergäbe.  



  Die Erfindung hat einen Schalter zum Gegen  stand, bei dem die     Lichtbogenlöscheinrichtung    einer  weit höheren     Abschaltleistung    gerecht wird und bei  dem die Anordnung der     einzelnen    Kontakte und deren  Schaltbewegung wesentliche Vorteile ergeben.

   Der       Abschaltlichtbogen        wird    ebenfalls in Teillichtbögen  zerlegt, deren Fusspunkte mittels     eines        Blasfeldes    in  Rotation versetzt werden, jedoch wird den     einzelnen     Teillichtbögen im Gegensatz zu den     bekannten    An  ordnungen während der kreisenden     Bewegung        eine       Veränderung in ihrer Länge     aufgezwungen.    Auch  kann     die        Löschwirkung        eines    engen Spaltes     in    ein  facher Weise zusätzlich ausgenutzt werden.  



       Erfindungsgemäss    erfolgt die kreisende Bewegung  der Fusspunkte jedes Teillichtbogens an den Mantel  flächen zweier ringförmiger Teile,     zwischen    denen  eine Isoliertrennwand von solcher Grösse und     Form     angeordnet ist,     d'üss    der an der Trennwand anliegende  und längs der Aussenkante der     Trennwand    rotierende  Lichtbogen in seiner Länge verändert wird.

   Die     Iso-          liertrennwand        kann    hierbei an der Stelle,     an    der der  Lichtbogen an den     Mantelflächen    der     ringförmigen     Teile auftritt und dabei in Teillichtbögen zwischen  diesen Teilen zerlegt wird, nur wenig über die Mantel  flächen hinausragen und dem Lichtbogen eine     andere     als     geradlinige    Form geben, während für beide Um  laufrichtungen des Lichtbogens der Abstand der  Aussenkante der     Isoliertrennwand    von der     Laufbahn     der     Lichtbogenfusspunkte    sich vergrössert.

   An Stelle  der ringförmigen Teile können auch scheibenförmige  Teile verwendet werden.  



  Zweckmässig bestehen die ringförmigen Teile in  ihrer     Aufeinanderfolge    abwechselnd aus einem mas  siven Ring und einer Spule, welch     letztere    mit einem  Eisenkern als     Blasmagnet    wirkt. An     Stelle    von Spulen  mit Eisenkernen können auch     Dauermagnete    zur An  wendung kommen, wobei     dann    die Spulen durch  massive Ringe ersetzt werden.  



  Bei einer besonderen Ausführungsform des Schal  ters nach der Erfindung wirkt das zur     Steuerung    der  beiden Kontaktstellen 4 und 6 dienende gemeinsame  Antriebsorgan über     ein    Gelenkviereck als Zwischen  glied auf     dien        Hauptkontaktträger    und den Neben  kontakt ein, wobei der Nebenkontakt zu     Beginn    der  Ausschaltbewegung eine dieser Bewegung entgegen  gesetzte Bewegung     auszuführen    versucht und die Ne  benkontaktstelle geschlossen     hält.    Auf diese Weise      wird erreicht, dass bei einer     Vorrichtung,

      bei der der  Nebenkontakt als     Unterbrechungskontakt    dient und  dieser auch beim Einschalten des Schalters als letzter  Kontakt geschlossen wird, der Nebenkontakt während  des     öffnens    des Hauptkontaktes einen grösseren Kon  taktdruck erzeugt. Dies ist     wichtig,    da gerade in dem  Augenblick des     öffnens    des Hauptkontaktes der Ne  benkontakt allein die Leistung übernehmen muss.  



  Um ausserdem zu erreichen, dass der Unterbre  chungskontakt nicht auch die Einschaltleistung über  nehmen muss und um eine besondere     Federung    für  den Unterbrechungskontakt in Fortfall kommen zu  lassen, ist es zweckmässig, dass der Unterbrechungs  kontakt nur zu     Beginn    des Ausschaltimpulses für den  Dauerkontakt, jedoch vor Öffnung desselben in Ab  hängigkeit von der     Bewegung    des     Schaltorgans    ge  schlossen wird.

   Dadurch ergibt sich eine wesentliche       Verbilligung    der     Vorrichtung,    denn auch     eine    genaue  Lage des     Unterbrechungskontaktes    in bezug auf den  Dauerkontakt ist     nicht        erforderlich,    da der Unterbre  chungskontakt während des     Einschaltzustandes    des       Schalters    geöffnet ist und daher elektrisch und mecha  nisch nicht     beansprucht    wird.  



  In der Zeichnung ist ein     Ausführungsbeispiel    des       Erfindungsgegenstandes    dargestellt. Es zeigen:       Fig.    1 einen Schalter mit     der        Kontaktanordnung     und einer erfindungsgemässen     Lichtbogenlöscheinrich-          tung    teilweise im     Schnitt,        Fig.    2 die     Lichtbogenlösch-          kammer    im     Schnitt    nach     Linien        II-II        in        Fig.    1,

         Fig.    3     einen    Teil der     Lichtbogemlöschkammer    in grö  sserem     Massstabe,        Fig.    4 die     Blasspule    in     schaubild.-          licher    Darstellung,     Fig.    5 bis 7 die.

   Anordnung der  Kontakte,     und    zwar in der     Einschaltstellung,    im       Augenblick    des     Ausschaltens    und in der Ausschalt  stellung,     Fig.    8 eine weitere Anordnung in der     Ein-          schaltstellung.     



  Der Antrieb des     Schalters    erfolgt durch die Schalt  stange 1, die den Kontaktträger 2 beim Ausschalten  zuerst über das Scherengelenk 14 um seine Lager  stelle 3 und dann mittels des Anschlages 16     im        Ge-          genuhrzeigersinne    bewegt. Das     Scherengelenk    14 ist  über Glieder 41 mit dem     Kontaktträger    2 verbunden.  Die Schaltstange 1 greift am     Gelenkbolzen    42 des  Scherengelenkes 14 an, der in     einem        Schlitz    43     im     Kontaktträger 2 geführt ist.

   Während die Kontakt  stellen 4, 5 und 6, 7 geöffnet werden, wird der Un  terbrechungskontakt 9, der an dem Punkt 17 des  Gliedes 18     aufgehängt    ist, mit     seinen    Hörnerkontak  ten 10 und 11 gegen die festen Kontakte 12 und 13,  die     ebenfalls    hörnerartig ausgebildet sind, gepresst.  



  Das     Glied    18 ist an dem Gelenkpunkt 19 des  Scherengelenkes 14 befestigt. Das Anpressen des Un  terbrechungskontaktes 9 an die Gegenkontakte 12, 13       während    des     öffnens    der Kontaktstellen 4, 5 und 6, 7       erfolgt    durch das Scherengelenk 14, das bis zu dem  Anschlag 16 gestreckt wird. In dem Augenblick des       Erreichens    des     Anschlages    16 wird nun auch durch  die Weiterbewegung der Schaltstange 1 der Unter  brechungskontakt mit grosser Geschwindigkeit von  den     festen    Kontakten 12 und 13 wegbewegt.

   Der ent-    stehende Lichtbogen wandert an den     hörnerartigen     Verlängerungen der Kontakte 12 und 13 nach aussen,  was durch     bekannte    Mittel     begünstigt    werden kann,       denn    es ist zweckmässig, dass die     Bewegung    der Fuss  punkte des Lichtbogens nach aussen mit grosser Ge  schwindigkeit erfolgt.

      Durch das Scherengelenk 14 wird erreicht, dass  der die     Abschaltleistung    übernehmende Unterbre  chungskontakt 9 nicht auch die     Einschaltleistung     übernehmen muss, also beim Einschalten nicht als  erster Kontakt wieder     geschlossen    wird.     Ferner    wird  durch das Scherengelenk 14 erreicht, dass der Kon  taktdruck an den Kontakten 12 und 13 dann am  grössten ist, wenn die Hauptkontaktstelle 6, 7 öffnet  und der Unterbrechungskontakt 9 die gesamte Lei  stung übernehmen muss     (Fig.    6).

   Bei der Ausschalt  bewegung der Schaltstange 1 stützen sich nämlich die  Glieder des Scherengelenkes 14 über den Unterbre  chungskontakt 9 an den festen Kontakten 12 und 13  ab, so dass der erhöhte     Kontaktdruck    an     diesen    Stel  len zustande kommt. Dieser Kontaktdruck ist um so  grösser, je grösser die Lager- und Kontaktreibung des  Kontaktträgers 2 und je grösser     sein    Beharrungsver  mögen ist.  



  Bei der Einschaltbewegung     der    Schaltstange 1 er  folgt ein     Zusammenfalten    des Scherengelenkes 14 in  einem solchen Masse, dass zuerst der Einschaltkontakt  4     mit    dem Kontakt 5 in     Berührung    kommt, anschlie  ssend der Dauerkontakt 6, 7 geschlossen wird und  erst jetzt bzw. gleichzeitig mit dem Dauerkontakt 6,  7 der Unterbrechungskontakt 9 an den Kontakten 12  und 13 zum Anliegen kommt.  



  Wie     bereits    erwähnt, kann das Wandern der Fuss  punkte des zwischen den Kontakten 12 und 13 ge  zogenen Lichtbogens nach aussen gefördert werden.  Im     Ausführungsbeispiel        erfolgt    dies durch     Blasbleche     15     (Fig.    1). Der Lichtbogen wandert gleichzeitig nach  oben und gelangt so in die     Blaskammer    16a, wo er  in     Teillichtbögen    zerlegt wird.  



  In der     Blaskammer    16a befinden sich     abwech-          selnd    massive Ringe 20 sowie     Spulen    21, die im     Aus-          führungsbeispiel    aus drei Windungen bestehen. Zwi  schen diesen Ringen 20 und     jeweils    der äusseren Win  dung der Spulen 21 entstehen die     Teillichtbögen.     Diese Teillichtbögen sind in     Fig.    3 mit 22 bezeichnet.

    Zwischen den Ringen 20 und den Spulen 21 ist eine       Isoliertrennwand    23 angebracht, die an jeder     Stelle     ihres Umfanges über den Umfang bzw. die Mantel  fläche der Ringe 20 und der Spulen 21 hinausragt.  An den Stellen, an denen der Unterbrechungslicht  bogen auf die Ringe 20 bzw. die Spulen 21 auf  trifft und in     Teillichtbögen        zerlegt    wird, ragt die     Iso-          lierscheibe    23 weniger über die     Mantelfläche    der Teile  20 bzw. 21 hinaus als an den anderen Stellen des  Umfanges.

   Die     Teillichtbögen    werden in ihrem Ent  stehen durch dieses Hervorstehen der Isoliertrenn  wand 23 in eine bogenförmige Form gebracht, so dass  die Fusspunkte jedes     Teillichtbogens    sich an den     Man-          teIflächen    der Ringe 20 bzw. der Spulen 21     befinden.         Diese Bogenform der Teillichtbögen in ihrem Ent  stehen hat noch einen Zweck, der weiter unten be  schrieben wird.  



  Innerhalb der Spulen 21 ist je ein Magnetkern 26  vorgesehen, dessen Erregung durch den durch jede  Spule 21     fliessenden.        Lichtbogenstrom    erfolgt. An  jedem Pol der Magnete 26 sind Metallplatten 24, 25  angebracht, die sich etwa der Form der Isoliertrenn  wand 23 anpassen und je von einer solchen     eingehüllt     sind. Diese Platten 24 und 25 haben den Zweck,  die Kraftlinien an den vorgesehenen Stellen     zu    kon  zentrieren. Die Spulen 21 sind     abwechselnd    im ent  gegengesetzten Sinne     gewickelt.    In     Fig.    4 ist eine sol  che Spule dargestellt.

   Am Ende     der    ersten     Windung     27 ist eine Nase 28 angebracht, die etwa in der Ebene  des     Windungsanfanges    liegt und in Umfangsrichtung  etwas über den Anfang der Windung     hinwegreicht.     Vor der Nase 28 erfolgt eine     rechtwinklige    Abbiegung  der Windung als Übergang 30 zu der mittleren Win  dung 31. Diese Windung 31 liegt, wie auch die bei  den äusseren in einer Ebene, also hat     keine    Schrau  benform und steht mit einer     rechtwinkligen    Abbie  gung 32 mit der äusseren Windung 33 in Verbindung.

    Diese Windung 33     besitzt    wiederum wie die     Windung     27 eine Nase 34, die über das Ende der     Windung    33       hinwegreicht.     



  Die Isoliertrennwände 23 wie auch die     zwischen     ihnen gelagerten Ringe 20 und Spulen 21 sind von       Isolierabdeckungen    35 umschlossen, und zwar     in    der  Weise, dass     zwischen    den     Isoliertrennwänden    23 und  den Abdeckungen 35 ein Spalt 36     gebildet    wird.

    Dieser Spalt 36 steht an der Stelle, an der er am wei  testen von den Ringen 20 entfernt ist, durch Bohrun  gen 37 mit der Aussenluft in Verbindung.     Ferner        sind     in den Abdeckungen 35     kreisbogenförmige    Eisen  bleche 38 untergebracht, jedoch nur über den Ringen  20, d. h.     zwischen    den Polen zweier benachbarter  Magnet 26.

   Die Abdeckungen 35 werden     zweckmässig          mittels        Schrauben    40 zusammengehalten, wodurch       gleichzeitig    eine Halterung sämtlicher     in    der     Blas-          kammer    vorgesehener Teile, wie Ringe 20, Spulen 21,  Trennwände 23 und Magnete 26     erfolgt.     



  Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:  Der gezogene Lichtbogen, der entlang der hörnerarti  gen Kontakte 12, 13 nach aussen wandert und gleich  zeitig durch die     dynamische    Abstossung entgegenge  setzt gerichteter Ströme (Horn und Lichtbogen) nach  oben in die     Blaskammer    gedrückt wund,     zerlegt    sich  infolge der Ringe 20 und     Spulen    21, die Zweck  mässig aus Kupfer bestehen, in Teillichtbögen 22.  Diese weisen die in     Fig.    3 dargestellte bogenförmige  Form auf.  



  In dem Augenblick des     Auftreffens    des Licht  bogens auf     die    Teile 20 und 21     fliesst        ein    Lichtbogen  strom sowohl durch die     Ringe    20 als auch durch die  Spule 21, jedoch nur, wie in     Fig.    4 ersichtlich, in der       mittleren        Windurig    31.

   Dass nur die mittlere Windung  31 durchflossen wird, ergibt sich daraus, dass die  Fusspunkte der     Teillichtbögen    in ihrem Entstehen sich  > an den Nasen 28 bzw. 34 der Spule 21     befinden.    Da    die Nasen 28 bzw. 34 jeweils am Ende der Aussen  windung angebracht sind, scheiden die Aussenwindun  gen- 27 bzw. 33     zunächst    für die     Erzeugung    des     Blas-          feldes    aus.

   Die in dem Bereich     zwischen    den Platten  24 und 25 im wesentlichen parallel verlaufenden       Kraftlinien    schneiden die     jeweils    zwischen einem Ring  20 und der äusseren Windung einer Spule 21 stehen  den     Teillichtbögen    22, wodurch diese in kreisförmige  Bewegung versetzt werden. Aus diesem     Grunde    ist es  wesentlich, dass die Teillichtbögen in ihrem Entstehen  nicht geradlinig     zwischen    den     Ringers    20 und den  Spulen 21 stehen, so dass sie     also    parallel zu den Kraft  linien     liegen    würden, wodurch eine Bewegung nicht  zustande käme.

   Entsprechend der     Form    der Isolier  trennwand 23, wie sie insbesondere     in        Fig.    2 ersicht  lich ist, wird jeder Teillichtbogen verlängert, da er  längs der Aussenkante der etwa exzentrisch     zu    den  Ringen 20     bzw.    Spulen 21 angeordneten Trennwand  23 gezogen wird. Je weiter jeder     Teillichtbogen    22  von     seiner    Entstehungsstelle entfernt ist, um so grösser  ist die Länge, mit der er die     Kraftlinien    des     Blas-          feldes    schneidet.

   Daher erfolgt     mit        zunehmender        Län-          gung    eine     intensive        Beblasung    bzw. Bewegung jedes  Lichtbogens.  



  Die Lichtbögen sind bei der raschen kreisenden  Bewegung     dauernd    in Berührung     mit    der     Oberfläche     der     Isoliertrennwände    23, so dass     ein    gewisser Wärme  entzug stattfindet. Wesentlich jedoch für die Löschung  ist seine grosse Verlängerung, die er durch die kreis  förmige Bewegung der Fusspunkte und die Form der       Trennwände    23     erhält.    Auch hat der von den Ab  deckungen 35 gebildete enge Spalt 36 einen     Einfluss     auf die Löschung des Lichtbogens.

   Um zu erreichen,  dass die     Kraftlinien    über die gesamte Löschkammer  nicht     in    gleicher Richtung     verlaufen,    sind die Spulen  21     abwechselnd    im entgegengesetzten Sinne gewickelt,  so dass zwei benachbarte     Feldei    entgegengesetzte  Richtung aufweisen.

   Die     Teillichtbögen    laufen nicht  alle in     gleicher    Richtung um, sondern bewegen sich  entsprechend der Windungen 27 und 33 der Spulen  21 im entgegengesetzten     Sinne.    Wie     in        Fig.    4 durch  Pfeile angedeutet, läuft der Fusspunkt des Lichtbogens  von der Nase 28 an im     Uhrzeigersinn,    während der  Fusspunkt des Lichtbogens an der Windung 33 von       der    Nase 34 an im     Gegenuhrzeigersinn    wandert.  



  Um zu     vermeiden,    dass beim Überspringen des  Fusspunktes des     Lichtbogens    vom Ende der ersten       Windung    wieder auf den     Anfang    der ersten     Windung     eine     Stelle    entsteht, an der ein     Abbrand        erfolgt,    wird  die     Anordnung    so     getroffen,    dass die Nase 28 bzw.

    34 am Ende     dere    äusseren     Windungen    27 bzw. 33 an  gebracht ist und in Umfangsrichtung über den     Anfang     bzw. das Ende der Windungen     @    27     bzw.    33 hinweg  reicht. Der umlaufende Lichtbogen läuft daher auf die  Nase 28 bzw. 34 auf, ohne einen     Abbrand    an der       Windung    zu erzeugen.

   Wenn anfangs nur die mittlere  Windung 31 zur Erzeugung des     Blasfeldes    einge  schaltet ist, so werden nach der Weiterbewegung der  Teillichtbögen nach und nach     alle        drei        Windungen     vom Strom     durchflossen    und für das Kraftfeld     nutz..         bar gemacht, so lange, bis die Lichtbögen wieder auf  die Nasen 28     bzw.    34     auflaufen    und somit wieder       jeweils    die erste     Windung    ausschalten.

   Im allgemei  nen werden die Lichtbögen nicht gleichmässig umlau  fen, sondern sie werden unter sich     unregelmässig    krei  sen, was einen     Vorteil        in    der     Löschwirkung    darstellt.

    Um auch die Strecken der Lichtbögen vom     Blasfeld     zu beeinflussen, die ausserhalb des Feldes     zwischen     den Metallplatten 24 und 25     liegen,    d. h. diejenigen  Teile der Lichtbögen, deren Fusspunkte an den Rin  gen 20 umlaufen, hat man Bleche 38 vorgesehen, die  bewirken, dass ein Teil der     Kraftlinien    abgelenkt     wird     und die Lichtbögen an diesen Stellen     schneiden.     



  Die Kontaktanordnung nach     Fig.    8 unterscheidet  sich von der     eingangs    beschriebenen Anordnung da  durch, dass der Unterbrechungskontakt 9     während    des       Einschaltzustandes    des Schalters     geöffnet    ist und nur  im     Augenblick    des     Ausschaltens    zum Zwecke der       übernahme        der    Ausschaltleistung geschlossen wird.  



  Die Wirkungsweise dieser     Vorrichtung    ist also  dieselbe, wie die der Vorrichtung nach     Fig.    5 bis 7,  mit dem Unterschied, dass bei     der        Einschaltbewegung     der     Schaltstange    1 das Scherengelenk 14 in einem  solchen Masse zusammengefaltet wird,     dass    nach     Be-          rühren    der Kontakte 4 und 5 sowie 6 und 7 die       Hörner    10 und<B>11</B> des     Unterbrechungskontaktes    9  einen Abstand von den festen     Hörnerkontakten    12  und 13 aufweisen.

   Nach     Schliessen    des     Unterbre-          chungskontaktes    9 bewegt das Scherengelenk 14 den       Kontaktträger    2     im        Öffnungssinne    und erzeugt an den  Kontaktstellen 10, 12 und 11, 13 einen erhöhten       Kontaktdruck.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Elektrischer Schalter mit Lichtbogenlöscheinrich- tung und einer Hauptkontaktstelle sowie einer zu dieser parallel liegenden Nebenkontaktstelle, die bei der Ausschaltbewegung zuletzt öffnet, wobei der ent stehende Lichtbogen in eine Blaskammer getrieben und in mehrere Teillichtbögen zerlegt wird, deren Fusspunkte mittels eines magnetischen Blasfeldes in Rotation versetzt werden, dadurch gekennzeichnet,
    dass die Rotation der Fusspunkte jedes Teillichtbogens an den Mantelflächen zweier ringförmiger Teile (20, 21) erfolgt, zwischen denen eine Isoliertrennwand (23) von solcher Grösse und Form angeordnet ist, dass der an der Trennwand (23) anliegende und längs der Aussenkante der Trennwand (23) rotierende Licht bogen in seiner Länge verändert wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Isoliertrennwand (23) an der Stelle, an der der Lichtbogen an den Mantelflächen der Teile (20, 21) auftrifft, nur wenig über diese hinausragt und der Lichtbogen eine andere als geradlinige Form er hält,
    während für beide Umlaufrichtungen des Licht bogens der Abstand der Aussenkante der Isollertrenn- wand (23) von der Laufbahn der Lichtbogenfuss- punkte sich vergrössert. 2.
    Schalter nach Patentanspruch, d'ad'urch gekenn- zeichnet, dass die ringförmigen Teile (20, 21) in ihrer Aufeinanderfolge abwechselnd aus einem massiven Ring (20) und einer Spule (21) bestehen, wobei letz tere mit einem Eisenkern versehen als Blasmagnet (26) wirkt. 3. Schalter nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Wicklungen zweier benach barter Blasspulen (21) im entgegengesetzten Sinne verlaufen. 4.
    Schalter nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Windungen (27, 31, 33) der Blasspule (21) so gestaltet sind, dass die Lichtbogen fusspunkte stets die äusserste Windung (27, 33) durch laufen. 5. Schalter nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass am Ende jeder Aussenwindung (27, 33) der Blasspule (21) vor dem übergang zur näch sten Windung eine Nase (28, 34) angebracht ist, die über den Anfang der Aussenwindung reicht und auf die der Lichtbogen übertritt. 6.
    Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Blasfeld durch Dauermagnete er zeugt wird. 7. Schalter nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Isoliertrennwand (23) jedes Teillichtbogens so von einer Isolierabdeckung (35) umgeben ist, dass dadurch ein schmaler Spalt (36<B>)</B> entsteht, in dem der Lichtbogen wandert. B. Schalter nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, dass der Spalt (36) an der von der Lauf bahn der Lichtbögen am weitesten abliegenden Stelle mit dem Aussenraum durch Öffnungen (37) in Ver bindung steht.
    9. Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass innerhalb der Isoliertrennwände (23) Blasbleche (24, 25) angeordnet sind, die unmittelbar mit dem Kern des Blasmagneten (26) verbunden sind. 10. Schalter nach Unteranspruch. 9, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen zwei benachbarten Blas- magneten (26) Eisenbleche (38) in den Isolierabdek- kungen (35) untergebracht sind. 11.
    Schalter nach Unteranspruch 10, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Isolierabdeckungen (35) und die Isoliertrennwände (23) so aus plattenförmigen Ge bilden bestehen, dass durch ihre Aneinanderreihung die ringförmigen Teile (20, 21), Blasbleche (24, 25) und Magnetkerne (26) ohne besondere Befestigungs mittel gehalten werden.
    12. Schalter nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das zur Steuerung der beiden Kon taktstellen (4, 6) dienende gemeinsame Antriebs organ (1) über ein Zwischenglied (Scherengelenk) (14) auf den Hauptkontaktträger (2) und den Nebenkon takt (9) einwirkt, wobei der Nebenkontakt (9) zu Beginn der Ausschaltbewegung eine dieser Bewegung entgegengesetzte Bewegung auszuführen versucht und die Nebenkontaktstelle geschlossen hält.
    13. Schalter nach Unteranspruch 12, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Unterbrechungskontakt (9) nur geschlossen wird durch Bewegung des Antmiebsorgans (1) in Ausschaltrichtung, und zwar vor Beginn des Unterbrechungsvorganges für die Kontaktstellen (4) und (6). 14.
    Schalter mach Unteranspruch 13, dadurch ge- kennzeichnet, dass nach Schliessen des Unterbre- chungskontaktes (9) die übertragungsglieder (14) sich an dem Kontakt (9) abstützend den Träger (2) im Öffnungssinne bewegen und einen erhöhten Kontakt druck an den Kontaktstellen (10, 12 und 11, 13) er zeugen.
CH5162157A 1956-10-20 1957-10-15 Elektrischer Schalter mit Lichtbogenlöscheinrichtung CH363393A (de)

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DEV11417A DE1031866B (de) 1956-10-20 1956-10-20 Lichtbogenloescheinrichtung fuer elektrische Schalter
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