Abnehmbarer Gesichtsschutzschirm an einem Schutzhelm
Die Erfindung betrifft einen abnehmbaren Gesichtsschutzschirm an einem Schutzhelm, mit zwei Traggarnituren, welche mit Zungen an entgegengesetzten Seiten des Helms um die Helmkante greifen und die mittels eines zum m Festhalten der Traggarni- turen am Helm vorgesehenen, elastischen Organs miteinander verbunden sind.
Bei einem bekannten Gesichtsschutzschirm dieser Art, welcher speziell zum Schutz von Arbeitern bei der Ausübung ihrer Tätigkeit, beispielsweise während des Schweissens, vorgesehen ist, besteht das elastische Organ aus einem Band von streckbarem Material, z. B.
Gummi oder einem elastischen Kunststoff, weiches Band - wenn der Schutzschirm am Helm montiert ist - an der Aussenseite des Helms zwischen den beiden Traggarnituren gespannt liegt und dadurch auf diesen einen im wesentlichen nach oben gerichteten Zug ausübt, wodurch diese am Helm festgehalten werden.
(Dieser bekannte Schutzschirm weist verschiedene Mängel auf. Das elastische Band kann während des Gebrauchs beschädigt werden, zum Beispiel durch Funken und hat auch keine definierte Form, weshalb es, namentlich während der Montage des Schutz schirmes am m Helm, Anlass zu Schwierigkeiten geben kann, zumal es unter anderem schwierig sein kann, das Band an der Aussenseite des Helms glatt aufzulegen, wenn die Traggarnituren zum Eingreifen um die Kante des Helms gebracht werden. Wie oben erwähnt, ist der seitens des Bandes auf die Traggarnituren ausgeübte Zug hauptsächlich nach oben gerichtet, wenn der Helm in normaler Arbeitsstellung gehalten wird.
Bei den meisten Helmtypen ist die Kante indessen so sehr umgebogen, dass die Randzone an den Stellen, wo die Traggarnituren angebracht werden, im wesentlichen horizontal verläuft, was besagten wffl, dass die Eingriffsrichtung der Garnituren ungefähr winkelrecht zur Richtung der Kraft verläuft, welche sie im Eingriff halten soll. Deshalb wird ein sicherer Eingriff nicht erzielt, und man läuft somit grosse Gefahr, dass die eine oder beide Garnituren, beispiels- weise durch einen unerwünschten Einfluss von aussen auf den Schutzschirm, den Griff gegen die Helmkante verliert bzw. verlieren, wodurch der Schutzschirm abfallen könnte, mit daraus folgender Gefähr- dung des Benutzers.
Die Erfindung bezweckt, den Mängeln der bekannten Schutzschirme abzuhelfen. Dler erfindungsgemässe abnehmbare Schutzschirm ist zu diesem Zwecke dadurch charakteristisch, dass das elastische Organ aus einem federnden, annähernd halbkreisförmigen Metallbügel besteht, welcher Bügel in unge spanntem Zustande die e mit den Enden des Bügels steif verbundenen Traggarnituren in kleinerem Abstand voneinander hält, als wenn der Schutzschirm am Helm angebracht ist. Hierdurch wird erstens eine solche Robustheit des federnden Organs ermöglicht, dass die Gefahr einer Beschädigung durch die für ihn normalen Einwirkungen in der Praxis eliminiert ist.
Ferner hat das Organ an sich eine definierte Form und die e Traggarnituren eine definierte Lage bezüglich des Bügels, welche Umstände eine wesentliche Er leichterung g bei der Montage des Schutzschirmes lam Helm mit sich führen. Ferner kann die Kraft, die den Bügel in montiertem Zustande auf die Traggarnituren ausübt, im wesentlichen die gleiche Richtung wie die Eingriffsrichtung der Garnituren haben, wodurch weit grössere Kräfte erforderlich sind, die tGarnituren aus dem Eingriff zu bringen, als dies bei den bekannten Schutzschirmen der Fall ist.
In den Fällen, wo der Schutzschirm in den Traggarnituren auf Lagern drehbar ist, kön. nen diese Lager, da die Traggarnituren bei Ider Anbringung am Helm notwendigerweise sich etwas voneinander fort bewegen müssen, so eingerichtet sein, dass sie eine solche Bewegung ohne Deformation des Schirmes selbst gestatten.
Um grosse Steifheit der Verbindungen zwischen den Enden des Bügels und den Traggamituren zu gewährIeisten, kann sich der Bügel bis zu den unteren Zungen der Traggarnituren erstrecken.
Zum Zwecke der Befestigung hat der Helm zweckmässig gelegene und gestaltete Einschnitte, in welche der Bügel eingreift und dadurch den Schutzhelm in der richtigen Lage festhält.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden näher erklärt, unter Bezugnalhme auf die Zeichnung, wo
Fig. 1 eine Ausführungsform einer Traggarnitur für einen Gesichtsschutzschirm, von der Seite Igese- hen, darstellt, und
Fig. 2 die gleiche Traggarnitur, im Schnitt von hinten gesehen, auf an einem im Schnitt gezeigten Schutzhelm angebracht.
Die dargestellte Traggarnitur umfasst einen Hauptteil 1, welcher, wenn die Traggarnitur an einem in normaler Arbeitsstellung, gehaltenen Schutzhelm 2 angebracht ist, im wesentlichen vertikal verläuft, sowie eine untere Zunge 3, die sich über die ganze Länge des Hauptteils erstreckt und über die beiden oberen Zungen 4 und 5 hinausreicht. Die Zungen smd dazu bestimmt, um die Kante des Helms 2 zu greifen, siehe Fig. 2, und dadurch die Traggarnitur im Verhältnis zum Helm in horizontaler Richtung festzuhalten.
Die auf der Zeichnung dargestellte Traggarnitur ist durch einen federnden, annähernd halbkreisför frigen Metallbügel 6 mit einer anderen Traggarnitur an der entgegengesetzten Seite des Helms verbunden.
Der Metallbügel ! hält in ungespanntem Zustand die mit den Wenden des Bügels steif verbundenen Traggarnituren in kleinerem Abstand voneinander, als wenn der Schutzschirm am Helm angebracht ist. In montiertem Zustand sind die Traggarnituren, in Richtung gegeneinander zu, durch die Federkraft des Bügels gegen den Helm gedrückt, wodurch ein sicherer Eingriff seitens der Zungen der Traggarnituren um die Kante des Helms erzielt wird.
In der Traggarnitur ist auf einem Zapfen 7, welcher durch ein Distanzstück 8 am Hauptteil 1 befestigt ist, drehbar eine annähernd halbkreisförmige Schiene 9 gelagert, die zwischen zwei Stellungen verstellbar ist, und zwar der in den Figuren dargestellten, annähernd horizontalen Stellung, wo sie gegen die obere Zunge 5 anliegt, und einer annähernd vertikalen Stellung, wo sie gegen die Zunge 10 des Hauptteils 1 anliegt. Die Schiene 9 trägt einen Gesichtsschutzschirm 9a aus durchsichtigem, eventuell gefärbtem Material, oder ein Blech mit einem Fenster aus durchsichtigem Material. Dieser Schutzschirm befindet sich bei der in den Figuren gezeigten Stellung der Schiene 9 im wesentlichen in vertikaler Lage.
Die Schiene 9 ist an ihrem Ende drehbar mit einer Lasche 11 verbunden, welche eine Schnalle 12 für einen Lederriemen 13 trägt. Dieser Riemen ist mit einer nicht gezeigten Kinnschale verbunden, welche an ihrer entgegengesetzten Seite mit dem anderen Ende der Schiene 9 in analoger Verbindung steht.
Hierdurch wird erreicht, dass der Benutzer, nachdem die Längen der Riemen 13 zweckentsprechend eingestellt wurden, durch Senken des Unterkiefers die Schiene 9 von der in den Figuren gezeigten Stellung auf ihre andere Endstellung umschwenken kann.
Durch diese Bewegung der Schiene 9 wird der Schutzschirm vom Gesicht entfernt. Der besseren tlbersicht halber ist die Bewegungsvorrichtung der Schiene in Fig. 2 nicht dargestellt.
Um eine grosse Steiiflleit der Verbindung zwischen den Enden des Bügels 6 und den Traggarnituren zu erzielen, erstreckt sich der Bügel ganz bis zur unteren Zunge 3 und ist an jeder Traggarnitur an zwei Stellen, beispielsweise durch Löten oder Schweissen, festgemacht, und zwar an einer Befestigungsstelle 14 des Hauptteils 1 sowie an einer Befestigungsstelle 15 der unteren Zunge 3. Diese Steifheit der Verbindungen sichert eine leichte Montage der gesamten Schutzschirmkonstruktion am Helm 2, umfassend die beiden Traggarnituren mit den Teilen 1, 3, 4, 5 und 10, dem Bügel 6 sowie der Schiene 9 mit dazugehörigem Schutzschirm nebst Bewegungsteilen.
Da sich der Bügel 6 ganz bis zur unteren Zunge 3 erstreckt, kann auch die Kante des s Helm es 2 zur Fixierung der Traggarnituren herangezogen werden, zu welchem m Zwecke an dieser Kante Einschnitte 16 vorgesehen sind, in welche der Bügel 6 eingreift und dadurch die Traggarn, ituren in der richtigen Lage am Helm festhält.
Die Montage der gesamten Schutzschirmkonstruktion am Helm wird entweder dadurch vorgenommen, dass die eine Traggarnitur auf ihrem endgültigen Platz an der einen Seite des Helmes angebracht wird, wonach die andere Traggarnitur der Federwirkung des Bügels 6 entgegen an der entgegengesetzten Seite des Helms über die Helmkante hinaus geführt wird, so dass die genannte Kante zwischen den Zungen 3 und 4, 5 zum Eingriff kommt, oder aber durch gleiche zeitiges Einschieben der beiden Traggarnituren den Randzonen des Helmes entlang, von der Vorder- oder der Hinterseite des Helmes aus.
Da in allen Fällen eine Bewegung der beiden Traggarnituren in Richtung voneinander weg erforderlich ist, und da die Schiene 9 mit dem daran angebrachten Schutzschirm so steif ist, dass sie diese Bewegung nicht mitmachen kann, sind die Lager der Schiene 9, das heisst die Zapfen 7, dermassen gestaltet, dass sie die genannten Bewegungen der Traggarnituren ohne eine Deformation der Schiene 9 gestatten.
Bei der in den Figuren gezeigten Ausführungsform sind d der Hauptteil 1 und die Zungen 3, 4, 5 und 10 in einem Stück ausgeführt. Eine oder mehrere der Zungen kann bzw. können auch am Hauptteil 1 befestigt, z. B. mit diesem verschweisst sein.
In den Figuren ist der Bügel 6 als in einer vertikalen Ebene gelegen dargestellt. Die Ebene des Bügels kann indessen auch andere Neigungswinkel aufweisen, z. B. horizontal sein, und der Bügel kann ferner eine solche Form haben, dass er hauptsächlich unter der nach aussen gerichteten Randzone des Helms verläuft.
Der Bügel 6 braucht nicht, wie in der beschriebenen Ausführungsform, aus Metall zu sein, sondern kann aus anders Material hergestellt werden, beispielsweise aus Kunststoff von einer solchen Beschaffeinheit, dass der Bügel in ungespanntem Zustand eine definierte Form hat.
Schliesslich kann der Gesichtsschutzschirm 9a an sich, mit oder ohne Beibehaltung der Schiene 9, unbeweglich an den Traggarnituren befestigt sein, und nichtwie, dargestellt - drehbar in diesen.