Biegsame, mit Drahteinlage versehene Figur Die Erfindung betrifft eine als Spielzeug, zu Werbezwecken oder dergleichen geeignete, beispiels weise menschen- oder tierähnliche Figur, die sowohl im Ganzen, als auch in ihren einzelnen Gliedern in beliebige Stellungen gebogen werden kann.
Es ist bekannt, derartige Figuren aus biegsamen, mehr oder weniger elastischen Werkstoffen, wie Gummi, Kunststoffen oder dergleichen herzustellen, in der Weise, dass eine aus weichem Draht beste hende, skelettartige Einlage mit den genannten Werk stoffen umgossen, umpresst oder mittels eines ande ren geeigneten Arbeitsverfahrens umgeben wird. Die Drahteinlage hat dabei den Zweck, die Figur zu versteifen und die den Kunststoffen oder dergleichen eigene Elastizität aufzuheben, um damit der Figur eine nichtelastische Biegsamkeit zu verleihen, die erforderlich ist, wenn diese die jeweilige, durch Bie gen des Körpers oder der Glieder erzielte Stellung oder Haltung bis auf weiteres beibehalten soll.
Daraus ergibt sich, dass das Verhältnis der Quer schnitte der Drahteinlage und der diese umgebenden Werkstoffmasse über ein bestimmtes, von der Elasti zität des Werkstoffes abhängiges Mass nicht hinaus gehen darf, da andernfalls die Elastizität des die Ein lage umhüllenden Werkstoffs überwiegt und die Figur nicht mehr die ihr durch Biegen gegebene Stellung oder Haltung beibehält bzw. erst stark über die gewünschte Stellung hinausgebogen werden muss, ehe sie nach teilweiser elastischer Rückbewegung die gewünschte Stellung einnimmt.
Dadurch ist es meist nicht möglich, den Teilen der Figur beliebig grosse, beispielsweise dem natür lichen Vorbild entsprechende Querschnitte zu geben, wenn eine tatsächlich unelastische Biegsamkeit er reicht werden soll. Ausserdem wird der Werkstoff beim überschreiten gewisser Querschnitte zu steif, um überhaupt noch eine Biegung zuzulassen.
Gemäss der Erfindung werden diese Nachteile dadurch behoben, dass die die Drahteinlage vollkom men einhüllende Werkstoffmasse wenigstens eines Teiles der Figur mit in Abständen zueinander ange ordneten, kerbenartigen Querrillen versehen ist die im Querschnitt beliebig gestaltet sein können, welche den wirksamen Querschnitt der betreffenden Figuren teile an den eingeschnürten Stellen bis auf einen schlauchartigen Hüllengrund verkleinern. Diese Quer rillen könnten also beispielsweise am Körper, am Kopf, an einigen oder allen Gliedern,
und zwar rund- um oder auch nur teilweise um diese Teile oder die ganze Figur herum verlaufend angeordnet sein.
Die erfindungsgemässe Ausbildung bewirkt, dass sich die Figuren trotz verhältnismässig stark ausge bildeter Körper und Glieder so verhalten, als ob ihre Umhüllung insgesamt nicht stärker wäre als der Hüllengrund an den verjüngten Stellen, so dass ihre Biegsamkeit bzw. das angestrebte nichtelastische Ver halten beim Biegen nicht beeinträchtigt wird. Der in den Rillen belassene Hüllengrund kann zweckmässig an der ganzen Figur den gleichen Durchmesser ha ben.
Die Querschnittform der Querrillen sowie der zwischen den Rillen befindlichen Teile der Umhül- lungswerkstoffmasse können beliebig beispielsweise auch so gestaltet werden, dass sie der Figur be stimmte, beim natürlichen Vorbild bestehende Merk male verleihen.
Die erfindungsgemässe Figur eignet sich beson ders gut auch für Trickfilme und dergleichen.
Die so ausgebildete Figur kann, insbesondere in Menschengestalt, mit einem allseits elastisch nachgie bigen Stoff überzogen und als eine Art Skelett für Schaufensterpuppen verwendet werden. Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeich nung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Es zeigen Fig. 1 eine biegsame Tierfigur in Gesamtansicht ; Fig. 2 einen Teil des Körpers der Figur im Querschnitt und im Längsschnitt ; Fig. 3 einen Quer- und Längsschnitt durch eines der Glieder der Figur; Fig. 4 verschiedene Querschnittsformen für die Querrillen, bzw. für die durch die Rillen begrenzten Teile der Umhüllung; Fig. 5 zeigt im Längsschnitt einen Teil einer anderen Körperform.
Die in Fig. 1 dargestellte, die Gestalt eine Tigers aufweisende biegsame Tierfigur ist aus Gummi, Kunststoff (wie P.V.C.) oder einem anderen elasti schen Werkstoff gefertigt. Die Figur enthält eine ske- Iettartige Einlage 1 aus weichem biegsamen Draht, der beispielsweise aus einer grösseren Anzahl dünner, vorzugsweise drahtseilartig verdrillter Einzeldrähte besteht.
Die Einbettung der Einlage 1 in der Umhüllungs masse 2 kann in einer entsprechend der Figur ausge bildeten Form entweder durch Umpressen, Umgies- sen oder Spritzen erfolgen, wobei die Form so aus gebildet ist, dass am Körper 3 und an den Gliedern 4 - gegebenenfalls auch am Kopf - nuten- oder kerbenartige Querrillen 5 entstehen, die den Quer schnitt des betreffenden Teiles 3, 4 usw. an den eingeschnürten Stellen bis auf den beispielsweise etwa 4 mm Durchmesser aufweisenden Hüllengrund 7 ver kleinern.
Die Querrillen 5 können dabei gemäss Fig. 2 nur über einen Teil des Umfanges der Umhüllung oder aber gemäss Fig. 3 als Ringnut rings um die Einlage 1 verlaufen. Der Querschnitt der Rillen 5 und der zwischen ihnen verbleibenden Teile 6 der Hüllen masse 2 kann beliebig gestaltet und auch die Breite der Rillen bzw. die Dicke der Zwischenteile beliebig gewählt werden.
So können, wie in Fig. 4 dargestellt, die Rillen 5 und die Zwischenteile 6 rechteckige, dreieckige, trapezförmige oder halbkreisförmige, schmale oder breite Querschnitte besitzen, oder auch die Zwischenteile 6 nochmals in sich eingekerbt sein, so dass sie, wie die rechte Seite der Fig. 4 zeigt, ein haarähnliches Aussehen aufweisen.
Ausserdem können die stehengebliebenen Zwi schenteile als volle Scheiben ausgebildet sein oder gegebenenfalls auch in ihrer Fläche Einschnitte auf weisen, so dass sie etwa dornen- oder stachelartigen Charakter erhalten. Weiter können auch verschieden gestaltete Rillen bzw. Zwischenteile nebeneinander, abwechselnd oder in beliebiger Weise an der gleichen Figur verwendet werden.
Die Fig. 5 zeigt einen Teil eines Körpers, z. B. eines etwas karikierten Menschenkörpers mit über triebener Bauchpartie B. Die Figur lässt besonders gut erkennen, dass gemäss der Erfindung ohne Rück sicht auf die äussere Umrissform der Figur, durch entsprechende Anpassung der Tiefe der Rillen 5 ein schlauchartiger Hüllengrund 7 von gleichbleibendem Durchmesser und somit gleichmässiger Biegsamkeit für den Skelettdraht geschaffen werden kann, der die angestrebten Vorteile gewährleistet.
Unter Um ständen kann der Hüllengrund natürlich auch örtlich verschiedene Durchmesser aufweisen. Auf diese Art und Weise ist es möglich, den Fi guren bei voller nicht elastischer Biegsamkeit, we sentlich grössere Volumen zu geben und ihnen eine beliebige Oberflächenbeschaffenheit zu verleihen und sie damit entweder besonders grotesk oder aber we sentlich naturgetreuer zu gestalten, als dies bei den bisher bekannten Figuren dieser Art möglich ist.
Gemäss der Erfindung ausgebildete Figuren kön nen auch - wie das in Fig. 5 durch die gestrichelte Linie 9 angedeutet ist - ganz oder teilweise mit eiüem Überzug aus einem nach allen Seiten elastisch nachgiebigen Stoff versehen, z. B. beklebt werden, so dass sie sozusagen das Skelett einer Schaufenster puppe mit unterbrechungsloser Oberfläche bilden, aber trotzdem eine gute Biegsamkeit und Formhaltig- keit sichern.