CH363708A - Selektivschutzeinrichtung in einem elektrischen Netz mit Widerstandsschaltern - Google Patents

Selektivschutzeinrichtung in einem elektrischen Netz mit Widerstandsschaltern

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CH363708A
CH363708A CH6040058A CH6040058A CH363708A CH 363708 A CH363708 A CH 363708A CH 6040058 A CH6040058 A CH 6040058A CH 6040058 A CH6040058 A CH 6040058A CH 363708 A CH363708 A CH 363708A
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resistance
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switches
resistance switch
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CH6040058A
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Adolf Dipl Ing Bayer
Von Otto Harald Ing Dr
Friedrich Dipl Ing Wienken
Kesselring Fritz Ing Dr
Original Assignee
Siemens Ag
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/02Details
    • H02H3/06Details with automatic reconnection
    • H02H3/063Details concerning the co-operation of many similar arrangements, e.g. in a network
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/1081Modifications for selective or back-up protection; Correlation between feeder and branch circuit breaker

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  • Testing Of Short-Circuits, Discontinuities, Leakage, Or Incorrect Line Connections (AREA)

Description


      Selektivschutzeinrichtung        in        einem    elektrischen Netz mit Widerstandsschaltern    Für     elektrische    Netze, z. B. deren     übertragungs-          leitungen,    sind Widerstandsschalter entwickelt wor  den, die in sehr kurzer     Zeit        entweder    den Strom un  terbrechen oder ihn auf eine Stromstärke     vermindern,     die eine Abschaltung mit verhältnismässig einfachen  Schaltern zulässt. Derartige     Widerstandsschalter    sind  unter den Namen Reduktionsschalter und     Reduktor     bekanntgeworden.

   Die Reduktionsschalter begin  nen mit der     Widerstandseinschaltung    beim     Stromnull-          durchgang    des     Kurzschlussstromes,    die     Reduktoren     oder auch Strombegrenzer genannt, beginnen     mit    der  Widerstandseinschaltung bereits etwa 0,1 ms nach  Erreichen des     Ansprechstromes.    Die Zeitdauer eines       Abschaltvorganges    beträgt bei     Reduktoren    höchstens  eine Halbwelle, vorzugsweise etwa 4 ms. Sie liegt also  wesentlich unter der     Abschaltzeit    der bisher üblichen  Schalter, die um rund eine Grössenordnung höher lie  gen.

   Infolge der grossen Schaltgeschwindigkeit der  neuen Widerstandsschalter ist es möglich,     Kurzschluss-          ströme    schon während ihres ersten Anstieges, das  heisst in der ersten Halbwelle zu erfassen, wobei der       Ansprechwert    des     Auslöseorgans    etwa beim zwei- bis  dreifachen Nennstrom und der Höchstwert des be  grenzten Stromes etwa beim drei- bis     vierfachen    Nenn  strom liegen.

   Bei Verwendung mehrerer     Reduktoren     in elektrischen Übertragungsleitungen und     Netzen    eig  nen sich jedoch die bisherigen Einrichtungen für die  selektive Auswahl der der Fehlerstelle     zunächstliegen-          den    Schalter nicht mehr, da z. B. die bei den bisheri  gen Verfahren notwendige     Impedanzmessung        allein     Zeiten bis zu 20 ms benötigt.

   Mindestens müsste aber  bei den bisherigen     Messverfahren    für     konventionelle     Schalter eine Halbwelle (10 ms) zur     Verfügung    ste  hen, um im     Störungsfall    eine selektive     Auswahl    unter  den     Schaltern    zu ermöglichen.    Die Auslösung der neuen Widerstandsschalter,  z. B.     Reduktoren    oder     Reduktionsschalter,    erfolgt  meist in Abhängigkeit vom     Momentanwert    des zu       überwachenden    Stromes.

   Es können bei einem Fehler  mehrere     hintereinanderliegende    Schalter ansprechen,  die ihrerseits Widerstände     in    den     Leitungszug    ein  fügen. Während der hierzu notwendigen     kurzen    Schalt  zeit steigt der Widerstand je Schaltstelle von Null auf  einen hohen     Endwert.    Es fliesst dann nur noch ein  kleiner Fehlerstrom     (Bruchteile    des     Nennstromes    bis  herab auf weniger als 1 Ampere). Die eingefügten  Widerstände verursachen, wovon die im folgenden       beschriebene    Einrichtung Gebrauch macht,     einen    ent  sprechenden     Spannungsabfall.     



  Die     erfindungsgemässe        Selektivschutzeinrichtung    in       einem        elektrischen    Netz zeichnet sich dadurch aus,  dass für jeden Widerstandsschalter je Pol mindestens  eine     Spannungsmessvorrichtung    vorgesehen ist, die, so  bald beim Ansprechen des     Widerstandsschalters    sein  Widerstand einen vorgegebenen     Wert    erreicht, die  Spannung     zumindest    hinter dem Widerstandsschalter  gegen ein Bezugspotential erfasst.

   Diejenige     Span-          nungsmessvorrichtung,    die eine     Spannung        gleich    oder  kleiner einer vorgegebenen     Mindestspannung    feststellt,  beeinflusst spätestens beim zweiten Ansprechen des       Schalters    auf dieselbe     Störung    ein     Verriegelungsglied     des     zugehörigen    Widerstandsschalters im Sinne der  Verriegelung gegen     Wiedereinschalten,    während die  übrigen Widerstandsschalter, die     ebenfalls        geöffnet          hatten,

      deren     Spannungsmessvorrichtungen    aber eine  Spannung höher als     die        Mindestspannung    feststellten,       ohne    Wirksamwerden der     Verriegelungsglieder    in     die          Ein-Stellung        zurückgehen.     



  Da die     Spannungen    an den Widerstandsschaltern  die .selektive Auswahl     bestimmen,    ist es     vorteilhaft,    sie      von Störvorgängen oder sonstigen hochfrequenten  Schwingungen zu befreien. Zu diesem Zweck können  in die Zuleitungen zu den     Spannungsmessvorrichtun-          gen        derartige        Tiefpassfilter    eingefügt werden, dass  praktisch nur die     betriebsfrequente    Spannung von  jeder     Spannungsmessvorrichtung    erfasst wird.  



  Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der  Erfindung an Hand der Zeichnung     erläutert;    es zeigt:       Fig.    1 ein     Diagramm    der     Impedanzen    der Wider  standsschalter, der Lasten und der Kurzschlüsse bei  verschiedenen Spannungen,       Fig.    2 ein Blockschema einer     Selektivschutzein-          richtung    in einem Netz mit zwei     übertragungslei-          tungen,          Fig.    3 eine schematische     Darstellung    einer über  tragungsleitung mit Widerstandsschaltern,

         Fig.    4 die räumliche     Spannungsverteilung    bei  einem Kurzschluss auf der Leitung,       Fig.    5 die räumliche Spannungsverteilung bei  einem Kurzschluss an der Sammelschiene.  



  In     Fig.    1 sind als Ordinate die     Widerstandswerte     von 0,1 bis 1000     Q,    als Abszisse die Spannungen von  6 bis 220     kV    aufgetragen. Das Diagramm enthält drei  Flächen, in denen die üblichen Widerstandswerte bei  den entsprechenden Spannungen liegen, und zwar be  trifft die Fläche 1 die     Kurzschlussimpedanzen,    die  Fläche 2 die Widerstände der Widerstandsschalter im  Augenblick des für die selektive Auswahl     günstigsten     Zeitpunktes und die     Fläche    3 die Lastimpedanzen.

    Wie aus dem     Diagramm    hervorgeht, ergeben sich für  alle genannten Spannungen bei den üblichen Netzen       Widerstandswerte,    die um mindestens eine Grössen  ordnung über der     Kurzschlussimpedanz,    aber noch bis  zu zwei Grössenordnungen unter den     Lastimpedanzen     des     Netzes    liegen.  



  Wählt man z. B. für ein Netz eine Spannung von  20     kV,    so     liegt    der Wert für die     Kurzschlussimpedanz     im Bereich von etwa 0,5 und 3,2     ,SZ,    der     Impedanzwert     des Widerstandsschalters zwischen 6,3 und 12     ,2,     während der     Impedanzwert    für die Lasten zwischen  50 und 1000     SZ    liegt. Die einzelnen     Impedanzbereiche     unterscheiden sich demnach im Mittel um ungefähr       eine    Grössenordnung oder mehr.  



  In     Fig.    2 ist mit 4 die Sammelschiene bezeichnet.  An die Sammelschiene 4 ist der     Transformator    5 an  geschlossen, der z. B. die anstehende     Kraftwerkspan-          nung    auf 20     kV    erhöht. Dem     Transformator    5 sind  die Widerstandsschalter 6 und 7 nachgeschaltet. In  Reihe mit dem Widerstandsschalter 7 liegt eine nicht       dargestellte    Last. Zwischen den     Widerstandsschaltern     6 und 7 geht eine Leitung für eine weitere nicht dar  gestellte Last ab.

   Vor und     hinter    jedem Schalter sind  je     zwei        Tiefpassfilter    8a, 8b bzw.<I>9a, 9b</I> angeschlos  sen. Die     Tiefpassfilter    8a,<I>8b bzw. 9a,</I> 9b sind mit den  Eingängen der zwei     Spannungsmessvorrichtungen    10a,  10b bzw. 13a, 13b verbunden. Die     Spannungsmess-          vorrichtungen    10a, 10b beeinflussen ein     Verriege-          lungsglied    11 des Widerstandsschalters 6.

   Je nach  dem, welche Spannung von den     Spannungsmessvor-          richtungen    10a oder 10b     festgestellt    wird, verriegelt    das     Verriegelungsglied    11 oder es verriegelt nicht, es  bleibt also der     Endwert    des Widerstandsschalters 6  eingeschaltet oder der Widerstand wird sofort wieder  überbrückt, das heisst der Schalter geht in seine Ein  schaltstellung (Widerstand Null) zurück. Die gleiche  Anordnung wie für den Widerstandsschalter 6 ist auch  für den Widerstandsschalter 7 vorgesehen. Die     Span-          nungsmessvorrichtungen    sind in diesem Fall mit 13a,  13b und das     Verriegelungsglied    mit 14 bezeichnet.  



  Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:  Die     Spannungsmessvorrichtung    jedes Widerstands  schalters erfassen die Spannungen vor und hinter dem  Widerstand jedes Schalters, und zwar wird jeweils die       Spannung    gegen das Erdpotential oder ein Bezugs  potential gemessen.

   Das     Verriegelungsglied    verhindert  ein     Wiedereinschalten    des Widerstandsschalters, falls  am     Messglied    eine durch die     Netzkonfiguration    oder  durch die mögliche Fehlerlage gegebene     Mindestspan-          nung        von        beispielsweise        10        oder        20        %        der        normalen          Spannung    gegen das Bezugspotential, z. B. die Erde,  unterschritten wird.

   Die     Spannungsmessvorrichtungen     ihrerseits werden erst wirksam bei einem vorgege  benen Widerstandswert, dessen Auswahl nach dem in       Fig.    1 dargestellten Bereich 2 für die Widerstands  werte der Schalter     erfolgt.    Tritt nun z. B. an der mit  einem Pfeil bezeichneten Stelle F der     übertragungslei-          tung    ein Kurzschluss auf, so wird die Spannung an die  ser Stelle praktisch Null sein und so     steigt    von hier  längs der Leitung entsprechend den     Leitungs-Trans-          formator-Impedanzen    usw. auf die Spannung der  Energiequelle an.

   Dieser Spannungsverlauf ändert  sich jedoch sofort nach Eintritt des Kurzschlusses mit  dem     Ansprechen    der Widerstandsschalter 6 und 7, da  hierdurch Impedanzen (Widerstände) eingeschaltet  werden, deren     Ohmwert        gross    ist gegenüber den Lei  tungsimpedanzen. Dies hat zur Folge, dass die Span  nung an der Klemme a des     Widerstandssehalters    7  noch annähernd Null bleibt, während die Klemmen b  und c eine wesentlich höhere und die Klemme d noch  mals eine durch den Widerstand des Schalters 6 be  dingte höhere Spannung     aufweisen    (siehe auch     Fig.    4).

    Bei Erreichen einer vorgegebenen Grösse des Wider  standswertes der Schalter 6 und 7, also bevor der     End-          wert    der     Schalterwiderstände    erreicht ist, werden die  zugehörigen     Spannungsmessvorrichtungen    10a, 10b  und 13a, 13b wirksam und liefern den zugeordneten       Verriegelungsgliedern    11 und 14 Spannungen bzw.  dazu proportionale Ströme ganz bestimmter Grösse.  Entscheidend ist für das Folgende der Umstand, dass  die Spannung an der     Klemme    b des Schalters 7 in  diesem Augenblick wesentlich höher ist als an der       Klemme    a.

   Der Spannungsunterschied     entspricht    dem  Spannungsabfall im Widerstand des Schalters 7 in  dem betrachteten Augenblick. Durch die relativ hohen  Spannungen an den Klemmen c und d des Widerstands  schalters 6 spricht das     Verriegelungsglied    11 nicht an,  so dass der Widerstandsschalter 6 nicht in der Aus  schaltstellung (grösster Widerstand) festgehalten wird,       sondern    sofort wieder in die Einschaltstellung mit  überbrücktem Widerstand zurückfällt.

   Im     Gegensatz         dazu hat die kleine Spannung an der Klemme a zur  Folge, dass der Widerstandsschalter 7 durch das     Ver-          riegelungsglied    14 in seiner     ausgeschalteten    Stellung       (Endwert    des Widerstandes) festgehalten wird, was  die selektive Abschaltung des Fehlers F zur Folge hat.  



  Wird die Fehlerstelle, wie die     Fig.    2 zeigt, nur von       :einer    Seite gespeist, so bedarf es lediglich einer     Span-          nungsmessvorrichtung    pro Widerstandsschalter zur  Entscheidung über die Fehlerlage. Die     Spannungs-          messvorrichtung    ist dann hinter dem jeweiligen Wider  standsschalter     anzuschalten.    In     Verteilungsnetzen    wird       jedoch    die Fehlerstelle vielfach von zwei Seiten aus  gespeist, wie z. B. in     vermaschten    Netzen oder Lei  tungsringen.

   Daher ist es erforderlich, vor und     hinter     den     Widerstandsschaltern    die Spannungen zu messen,  da der Fehler vor oder hinter dem Widerstandsschal  ter liegen kann und somit die zur selektiven Erfassung  notwendige Spannung, die gleich oder kleiner als die  Mindestspannung ist, je nach Fehlerlage auf der einen  oder anderen Seite des Schalters auftreten kann.  



  Nach dem bisher Gesagten ist noch nicht erkenn  bar, warum es     vorteilhaft    ist, nicht die Mindestspan  nung Null als Kriterium für das Ansprechen der     Ver-          riegelungsglieder    zu wählen. Der Grund dafür ist fol  gender:  Wenn sich der Fehler in einiger Entfernung vom  nächstgelegenen Widerstandsschalter befindet, so steht  an der dem Fehler zugeordneten Klemme des Wider  standsschalters infolge der     Leitungsimpedanzen    eine  Spannung an. Hieraus ergibt sich die Forderung, nicht  die Spannung Null, sondern einen bestimmten höhe  ren     Mindestspannungswert    zu wählen, bei dessen Un  terschreiten der betreffende Widerstandsschalter ge  öffnet bleibt.  



  Anderseits kann noch eine weitere Schwierigkeit  auftreten. Ist nämlich eine Last sehr gross, so würde  der dieser Last entsprechende Widerstand kleiner sein  als die Endwerte der Schalterwiderstände. Es würde  damit am     Anschlusspunkt    der Last praktisch ein Kurz  schluss vorgetäuscht werden. Die Spannung an dem  Netzpunkt, an welchem die Last angeschlossen ist,  würde unter Umständen tiefer sein als der eingestellte       Spannungswert    für das selektive Kriterium. Durch die  angegebenen     Widerstandswerte    der Schalter im Mo  ment des     Ansprechens    der     Messvorrichtungen    wird  dieser Fehler vermieden.  



  Widerstandsschalter, die mit der beschriebenen  Einrichtung für den     Selektivschutz    elektrischer     über-          tragungsleitungen    und Netze arbeiten, können auch  zur Kurzunterbrechung verwendet werden. Es ist hier  für notwendig, dass auch der selektiv     ausgewählte     Schalter     sofort    mit dem anderen Schalter wieder in die  Ein-Stellung     gelt    und dass erst bei einem nochmaligen  Ansprechen aller Schalter beim gleichen Fehler der  selektiv ausgewählte Schalter in der     Aus-Stellung     (Endwert des Widerstandes) verriegelt bleibt.

   Dies  kann durch jedem Schalter zugeordnete     Sperrglieder     erreicht werden, die die sofortige Wiedereinschaltung  aller Schalter einschliesslich der selektiv     ausgewählten          Schalter    zulassen, während beim     zweiten    Ansprechen    der Schalter durch den gleichen Fehler diese Sperr  glieder unwirksam sind. Da die Widerstandsschalter  jedoch sehr     schnell    arbeiten, ist unter Umständen die  spannungslose Pause für die     Entonisierung    der Licht  bogenstrecke an der Fehlerstelle zu kurz.

   Dieser  Nachteil     kann    dadurch vermieden werden, dass     sämt-          liche        Widerstandsschalter    mit einem einstellbaren Ver  zögerungsglied versehen werden. Diejenigen     Wider-          standsschalter,    die selektiv     ausgewählt    wurden, schal  ten über das Verzögerungsglied zu, während alle üb  rigen     Schalter,    die     ebenfalls    durch den Fehler angeregt  wurden, sich     unverzögert    wieder einschalten.  



  In     Fig.    3 ist eine     Übertragungsleitung    mit Wider  standsschaltern schematisch dargestellt, während die       Fig.    4 und 5 die räumliche     Spannungsverteilung    bei  Kurzschlüssen auf der Leitung bzw. an der Sammel  schiene wiedergeben.  



  In     Fig.    3 bedeuten in Übereinstimmung mit     Fig.    2  5 den Transformator, _6 und _7 die     Widerstandsschalter          mit    den Klemmen c, d     bzw,   <I>a, b, F</I> eine Fehlerstelle  auf der Leitung,     F*    einen Fehler an der Sammel  schiene     S.    B ist die im     Normalbetrieb    vorhandene       Belastung.    31 bedeutet eine der Sekundärwicklungen  des Transformators _5, dessen Sternpunkt 0 geerdet ist;  die Klemmenspannung betrage     UT.     



  Der Widerstandsschalter 6 besitzt ein Fahrgestell  32, das die als     hochohmige    Widerstände ausgebildeten       Stützer    33 und 34 trägt. 35 und 36 sind Isolierplatten,  37 und 38 Metallplatten. Die Widerstände sind mit 39  und 40 bezeichnet. 41 ist das bewegliche Schaltstück,  das in einem isolierenden     Führungsstück    42 befestigt  ist;

       letzteres    weist an seinem 'oberen Ende ein Loch  43 auf. 44 ist eine     stirnseitig    vor den Widerständen  liegende Isolierleiste zur Betätigung der     Hilfsschalter     45 und 46. 47 und 48 sind die Wicklungen der     Ver-          riegelungsglieder    mit den     Verriegelungsstiften    49 und  50, die durch nicht     eingezeichnete        Federn    im strom  losen Zustand der Spulen 47 und 48     (Spannungsmess-          vorrichtungen    47 und 48) nach     innen    gedrückt wer  den,

   wie bei 50'     gezeigt.    51 bedeuten auf beiden Stirn  seiten angebrachte Gummibänder, die den beweg  lichen Kontakt 41     in    die     Einschaltlage    zurückziehen.       Für    den     Widerstandsschalter    7 gelten die gleichen Be  zugszeichen, jedoch mit hochgestelltem Strich.  



  Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende:  Tritt an der Fehlerstelle F ein Kurzschluss auf, so  werden durch nicht     gezeichnete,    beispielsweise     e'lektro-          dynamisc'he    Antriebssysteme, die beweglichen Kon  takte 41 und 41' nach oben beschleunigt und damit  Widerstand in die Übertragungsleitung eingeschaltet.  In der gezeichneten Stellung der Schaltstücke 41 bzw.  41' ergibt sich eine Spannungsverteilung, wie sie in       Fig.    4 angedeutet ist. An der     Fehlerstelle    F ist die  Spannung praktisch Null und     seigt    bis zur     Klemme    a  nur ganz wenig an auf den Wert     Ua    G U",;,.

   An den       Klemmen    b und c besteht hingegen     annähernd    die  halbe     Transformatorspannung,    während. die     Klemme    d  praktisch die     volle        Transformatorspannung        UT    auf  weist.     Hierbei    ist angenommen, dass die beweglichen       Schaltstücke    41 bzw.

   41' sich in     einer    Stellung be-      finden, derart, dass der eingeschaltete Widerstand im  Gebiet 2 gemäss     Fig.    1 liegt, das heisst     also,    dass dieser  Widerstand bei     einem        20-kV-Schalter    etwa 6 bis  12 Ohm beträgt. In     diesem    Augenblick werden durch  die     Isolierleisten    44, 44' die     Hilfsschalter    45, 45' und  46, 46' vorübergehend geöffnet. Man erkennt aus       Fig.    4 deutlich, dass der Schalter 46' des Widerstands  schalters _7 praktisch spannungslos öffnet und daher  die zugehörige Wicklung 48' nicht erregt wird.

   Dies  hat zur Folge, dass der     Verriegelungsstift    50' des Wi  derstandsschalters _7 in der     Verriegelungsstellung    ver  bleibt und daher das Isolierstück 42' in der oberen  Endlage     festhält,    was zur Folge hat, dass der Wider  standsschalter 7 in der Ausschaltstellung verbleibt.  Die Spule 47' des Schalters _7 sowie die beiden Spulen  47 und 48 des     Schalters    _6 werden hingegen erregt  und in die gezeigte Lage gezogen; eine     Verklinkung     erfolgt daher nicht.

   Das     bewegliche    Schaltstück 41 des  Schalters 6 geht vielmehr unter der Einwirkung der  Gummibänder 51 sofort wieder     in    die     Einschaltstel-          lung    zurück. Dies bedeutet aber, dass der Fehler F  selektiv abgeschaltet ist, während die Sammelschiene     S     nur eine vorübergehende Spannungsabsenkung     er-          fährt.     



  Tritt hingegen ein Kurzschluss an der Fehlerstelle       1"'-,    das heisst an der Sammelschiene S auf, so ergibt  sich eine Spannungsverteilung, wie sie in     Fig.    5 an  gedeutet ist, wobei     angenommen    wurde, dass rechts  von der Belastung noch ein weiterer Widerstandsschal  ter sowie ein zweiter Transformator (Energiequelle)  vorhanden sind. Man erkennt, dass in diesem Falle  die Spannung an den     Klemmen    b und c praktisch Null  ist. Die zugehörigen Spulen 47' des Schalters _7 und  48 des Schalters _6 werden nach     Öffnen    der Hilfsschal  ter 45' bzw. 46 nicht erregt.

   Dies hat zur Folge, dass  die     beweglichen    Schaltstücke 41 und 41' der beiden  Widerstandsschalter _6 und _7 in der Endstellung fest  gehalten werden. Der Fehler     F*    ist damit selektiv ab  geschaltet, während die Belastung B von rechts her  weiter gespeist wird.  



  Durch Ausbildung der Schalter 45 und 46 als  Schleppschalter ist dafür gesorgt, dass eine Erregung  der Wicklungen 47, 48 bzw. 47', 48' nur innerhalb  der Widerstandszone 2 gemäss     Fig.    1 erfolgt. Selbst  verständlich muss durch geeignete Ausbildung der     Ver-          riegelungsglieder        dafür    gesorgt werden, dass das Zu  rückfallen der     Verriegelungsstifte    49, 50 bzw. 49', 50'       mit    ausreichender Verzögerung erfolgt, damit nicht  eine unbeabsichtigte     Verklinkung    der Isolierstücke 42  oder 42' zustande kommt.

   Dies macht jedoch     keine     Schwierigkeiten, da das bewegliche Schaltstück 41  für das Ausschalten nur etwa 5 ms und für das dar  auffolgende     Wiedereinschalten    etwa 10 ms benötigt.  Selbstverständlich können die     Stützer    33 und 34 auch  aus     Isoliermaterial    bestehen und parallel dazu Wider  stände, Kondensatoren oder auch Spannungswandler  vorgesehen werden.  



  Zusammenfassend erkennt man, dass eine selektive  Erfassung der Fehler     lediglich    durch Spannungsmes  sung innerhalb der Widerstandszone 2 gemäss     Fig.    1    möglich ist. Die Auswahl der zu     blockierenden    Wider  standsschalter     erfolgt    in     Bruchteilen    einer Halbwelle;  eine Messung der Energierichtung ist nicht notwendig.  Im vorliegenden Fall wurde angenommen, dass das  Netz starr geerdet ist. Hierbei ergeben sich besonders  einfache und     übersichtliche    Verhältnisse.

   Bei     ungeer-          deten    oder gelöschten Netzen kann es unter Umstän  den notwendig sein, ausser den Sternspannungen auch  noch die verketteten     Spanungen    zu erfassen. Das be  schriebene selektive Schutzsystem für Widerstands  schalter, insbesondere Strombegrenzer, ist sowohl bei  Wechsel- als auch Gleichstromnetzen anwendbar.  



  Wenn in einem     Drehstromsystem    Schalter einpolig  schalten und     in    an sich bekannter Weise Kurzunter  brechung vorgesehen ist, kann der     Kurzunterbre-          chungsvorgang    selbst einpolig erfolgen: Liegt jedoch  eine Dauerstörung vor, bei der endgültig abzuschalten  ist, muss die Abschaltung dreipolig     erfolgen.    Bei der  oben beschriebenen     Selektivschutzeinrichtung    lässt sich  dies dadurch erreichen, dass von jenem Pol, der für  länger abgeschaltet bleibt, die beiden anderen Pole in  dem Sinne     beeinflusst    werden, dass sie in Abhängigkeit  von dem ersten Pol für die gleiche Zeitdauer abschal  ten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Selektivschutzeinrichtung in einem elektrischen Netz, bei der zur selektiven Erfassung der Fehlerstel len Spannungsmessvorrichtungen und zum Abschalten Widerstandsschalter vorgesehen sind, die beim An sprechen im Leitungszug einen Widerstand in sehr kurzer Zeit von einem niedrigen Wert auf einen hohen Wert bringen, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Widerstandsschalter je Pol mindestens eine Span nungsmessvorrichtung vorgesehen ist, die, sobald beim Ansprechen des Widerstandsschalters sein Widerstand einen vorgegebenen Wert erreicht, die Spannung zu mindest hinter dem Widerstandsschalter gegen ein Be zugspotential erfasst, und dass diejenige Spannungs- messvorrichtung,
    die eine Spannung gleich oder klei ner einer vorgegebenen Mindestspannung feststellt, spätestens beim zweiten Ansprechen des Schalters auf dieselbe Störung ein Verriegelungsglied des zugehö rigen Widerstandsschalters im Sinne der Verriegelung gegen Wiedereinschalten beeinflusst, während die üb rigen Widerstandsschalter, die ebenfalls geöffnet hat ten, deren Spannungsmessvorrichtungen aber eine Spannung höher als die Mindestspannung feststellten, ohne Wirksamwerden der Verriegelungsglieder in die Ein-Stellung zurückgehen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass für jeden Widerstandsschalter je Pol zwei Spannungsmessvorrichtungen vorgesehen sind, von denen die eine die Spannung vor dem Wider standsschalter und die andere die Spannung hinter dem Widerstandsschalter erfasst. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass für die Einleitung der Spannungs messung ein Widerstand'iswert des Widerstandsschal- ters vorgegeben ist, der um mindestens eine Grössen ordnung über der Kurzschlussimpedanz, aber noch ein bis zwei Grössenordnungen unter den Lastimpedanzen des zugehörigen Netzbereiches liegt. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass dien Spannungsmessvorrichtungen derartige Anordnungen nach Art eines Tiefpasses vor geschaltet sind, dass nur die betriebsfrequente Span nung wirksam ist.
    4. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Erzielung einer Kurzunterbre- chung Sperrglieder vorgesehen sind, die die sofortige Wiedereinschaltung aller Schalter einschliesslich der selektiv ausgewählten Sc'hal'ter zulassen, während beim zweiten Ansprechen der Schalter durch den gleichen Fehler diese Sperrglieder unwirksam sind. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass einstellbare Verzögerungsglieder vorgesehen sind, die in Abhängigkeit von der selekti ven Auswahl der Widerstandsschalter den Wiederein- schaltvorgang bei dem gleichen Fehler einmal ver zögert zulassen. 6.
    Einrichtung nach Patentanspruch, in einem Netz mit geerdetem Sternpunkt, dadurch gekennzeich- net, dass als Spannungsmessvorrichtungen und Verrie- gelungsglieder elektromagnetisch gesteuerte Klinken dienen, deren Erregerwicklungen von einem der Pha senspannung proportionalen Strom gespeist sind. 7.
    Einrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Erregerwicklungen der Verrie- gelungsglieder über einen hochohmigen Messwider- stand an der Phasenspannung liegen. B. Einrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Stützisolatoren der Widerstands schalter als Messwiderstände ausgebildet sind. 9.
    Einrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Erregerspulen der Verriege- lungsglieder im ungestörten Zustand des Netzes über brückt sind und diese Überbrückung nur während des Durchlaufens der Messzone (2 in Fig. l) aufgehoben wird.
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