Photographische Kamera Die Erfindung bezieht sich auf eine photogra phische Kamera mit voneinander getrennten, jeweils auf mehrere Stellungen einstellbaren Einstellorganen für Blende und Belichtungszeit.
Bei Kameras dieser Art sind üblicherweise Blende und Belichtungszeit getrennt einstellbar. Die Paarung zusammengehörender Zeit- und Blendewerte und ebenso die Auswahl einer bestimmten der zulässigen Paarungen bereitet hierbei den Photographierenden, insbesondere Anfängern, oft erhebliche Schwierig keiten. Dies gilt vor allem für die Blende-Einstellung, deren übliche Markierungsbezeichnungen dem Photo graphierenden keine unmittelbare Vorstellung des ein gestellten Öffnungswerts vermitteln.
Es sind bereits photographische Kameras bekannt geworden, bei welchen zur Behebung der genannten Schwierigkeiten die Einstellungen für Belichtungszeit und Blende nicht getrennt, sondern mittels eines ein zigen Betätigungsgliedes vorgenommen werden. Bei einer dieser bekannten Ausführungen ist hierbei das einzige Betätigungsglied gleichzeitig sowohl Belich tungszeit- als auch Blende-Steuerorgan. Durch diese Aufbürdung der Zeit- und Blende-Steuerfunktionen direkt auf das einzige Betätigungsglied ergeben sich indessen für den Aufbau des Verschlusses dieser Kamera erschwerende Bedingungen,
insbesondere hinsichtlich des erforderlichen Bauraums und der Ausgestaltung des Verschlussmechanismus. Dies führt zu schwerwiegenden Nachteilen gegenüber Kameras bzw. Kameraverschlüssen der herkömmlichen Bauart. Ausserdem treten bei gewissen Belichtungseinstel lungen Verständnis-Erschwernisse auf, da die Ein stellung von nicht selbsttätig ablaufenden Belichtungs zeiten mittels eines besonderen Einstellorgans vorge nommen wird und hierdurch bei diesen Belichtungs zeiten keine auf einfache Weise mögliche, eindeutige Belichtungsfestlegung gewährleistet ist.
Bei einer anderen bekannten Kamera sind ge trennte Einstellorgane für Blende und Belichtungszeit vorhanden, die mittels eines einzigen Betätigungs glieds verstellbar sind. Hierbei stehen insgesamt nur zwei Belichtungszeiten zur Verfügung, wovon die eine nur bei der einen Endstellung des unlösbar mit dem Blende-Einstellorgan verbundenen Betätigungsglieds eingeschaltet ist. Dieser Aufbau der bekannten Ein richtung ermöglicht prinzipiell nur die Erfassung eines verhältnismässig kleinen Belichtungswertebereichs und schränkt damit den Anwendungsbereich der Kamera wesentlich ein.
Gegenüber diesen an sich bekannten Kameras liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine photo graphische Kamera der eingangs genannten Art zu schaffen, welche unter Beibehaltung ihres Grundauf baus, insbesondere des Verschluss- und Blende mechanismus, eine narrensichere Belichtungsein stellung gewährleistet und hierbei in jedem Falle brauchbare Bilder liefert, und bei welcher ausserdem durch Freizügigkeit in der Paarung von Zeit- und Blendewerten der Anwendungsbereich hinsichtlich verschiedener Beleuchtungsverhältnisse gegenüber dem Anwendungsbereich von an sich bekannten Ka meras mit getrennt betätigbaren Einstellorganen für Blende und Belichtungszeit nicht eingeschränkt ist.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Einstellorgane zwecks Belichtungsein stellung mittels eines einzigen Betätigungsglieds im Sinne einer Belichtungswert Einstellung derart ver stellbar sind, dass einer bestimmten, verwacklungsfreie Aufnahmen aus der Hand gewährleistenden und für das Aufnehmen mittelschneller Objekte geeigneten Belichtungszeit der gesamte Blendeöffnungsbereich im Sinne einer monotonen Verstellung zugeordnet ist,
und dass jeder der vorhandenen weiteren Belichtungs- zeit-Einstellungen jeweils der zur Fortführung der monotonen Belichtungsstufung erforderliche Blende wert zugeordnet ist.
Die durch die Erfindung geschaffene Kamera be sitzt die Vorzüge, dass die Einstell- und Steuermecha nismen für Belichtungszeit und Blende grundsätzlich in üblicher, an sich bekannter Weise aufgebaut sein können, und dass durch das einzige Betätigungsglied und die genannte Zuordnung der möglichen Zeit- und Blende-Einstellungen sowohl einfachste Handhabung als auch stets brauchbare Aufnahmeergebnisse ge währleistet sind. Der Bedienungsperson obliegt hin sichtlich der Belichtungseinstellung nur die einzige Aufgabe, das Betätigungsglied auf eine den herr schenden Lichtverhältnissen entsprechende Lage ein zustellen.
Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass das einzige Betätigungsglied gegenüber einer Skala von Marken oder Symbolen einstellbar ist.
In Weiterbildung der Erfindung und zur Erhöhung der Bedienungseinfachheit der Kamera kann weiterhin das einzige Betätigungsglied mit einem Belichtungs messer in der Weise gekuppelt sein, dass zur Durch- führung der richtigen Einstellung des Betätigungs glieds lediglich ein Zeiger und eine Marke miteinander in Koinzidenz zu bringen sind.
Weiterhin ist hervorzuheben, dass die Zuordnung der erwähnten Belichtungszeit zu dem dem gesamten Blende-Öffnungsbereich entsprechenden Teilverstell- bereich des einzigen Betätigungsglieds nicht nur für Tageslicht-, sondern auch für Blitzlicht-Aufnahmen von Vorteil ist.
Durch die Zuordnung einer relativ kurzen Belichtungszeit zu diesem Teilverstellbereich kann die Blitzlichtverwendung, und zwar sowohl die von Blitzlampen als auch von Elektronenblitz, auf den genannten Teilverstellbereich beschränkt bleiben, wo durch sich für den Photographierenden eine einfache und übersichtliche Einstellbedienung bei Blitzlicht- Aufnahmen ergibt.
Eine besonders zweckmässige und aufwandspa- rende Ausgestaltung der Erfindung hinsichtlich einer Verbindung des einzigen Betätigungsglieds mit dem Blendemechanismus lässt sich z. B. dadurch erzielen, dass eine den Blendemechanismus in Richtung seiner einen Endlage bewegende Feder und eine vom ein zigen Betätigungsglied beeinflussbare Übertragungs vorrichtung zur Verstellung der Blende angeordnet sind. Die Ausbildung der 'Übertragungsvorrichtung kann in verschiedener Weise erfolgen.
Besonders vor teilhafte Ausführungsbeispiele hierfür sind aus den Figuren und ihrer Beschreibung ersichtlich.
Die Verbindung des einzigen Betätigungsglieds mit dem Belichtungszeit-Einstellorgan gestaltet sich besonders einfach, wenn z. B. das Belichtungszeit- Einstellorgan selbst als einziges Betätigungsglied aus gebildet ist.
Eine weitere, auf einen kleinstmöglichen Verstell weg des Belichtungszeit-Einstellorgans abzielende Verbindung zwischen ihm und dem einzigen Be tätigungsglied ist z. B. dadurch herbeiführbar, dass die beiden Organe mittels einer lösbaren Kupplung ver- bindbar sind, und dass diese Kupplung nur in den Teilen des Verstellbereichs des Betätigungsglieds wirksam ist, in welchen eine monotone Belichtungs stufung durch Änderung der Belichtungszeit vorliegt.
Wie schon oben angeführt, ist eine Weiterbildung der Erfindung mit dem Ziel einer möglichst einfachen, die Aufnahme-Lichtverhältnisse sowie Filmempfind- lichkeit und eventuelle weitere Belichtungsfaktoren berücksichtigenden Einstellung des einzigen Betäti gungsglieds z. B. durch eine Kupplungsverbindung zwischen dem Betätigungsglied und einem an bzw. in der Kamera angeordneten Belichtungsmesser herbei führbar, wobei in einer an sich bekannten mechani schen und bzw. oder optischen und bzw. oder elek trischen Weise der Zeiger des Belichtungsmessers und eine Einstellmarke miteinander in Koinzidenz führbar sind.
Hierdurch wird die Bedienungsperson jedes ge danklichen übertragens des den Aufnahmebedin gungen entsprechenden Einstellwerts auf das einzige Betätigungsglied enthoben. Bei einer in dieser Weise ausgebildeten Kamera wird somit überhaupt keine Entscheidung bezüglich der Einstellungen von der Bedienungsperson verlangt, sondern die einzige An weisung besteht darin, das Betätigungsglied in eine solche Lage zu bringen, dass die erwähnte Koinzidenz zwischen Marke und Belichtungsmesserzeiger her gestellt ist.
Auf Grund dieser Einstellweise, die für sämtliche Einstellagen des einzigen Betätigungsglieds gilt, ist seitens der Bedienungsperson lediglich darauf zu ach ten, ob das einzige Betätigungsglied nach Herstellung der Koinzidenz von Belichtungsmesserzeiger und Marke eine Aufnahmen aus der Hand oder Stativ- Aufnahmen zugeordnete Einstellage einnimmt. Zum leichten Erkennen dieser beiden Bereiche kann vor zugsweise der Stativ-Aufnahmen entsprechende Teil verstellbereich des einzigen Betätigungsglieds durch eine besondere Farbgebung oder durch ein Symbol kenntlich gemacht sein.
Um nicht nur bei Tageslichtaufnahmen, sondern auch bei Blitzlichtaufnahmen die Einstellung der rich tigen Blendeöffnung ohne Vorhandensein einer Blen- dekennzeichnung und ohne Kenntnis der den ver schiedenen Einstellagen des einzigen Betätigungsglieds zugeordneten Grösse der Blendeöffnungen leicht und einfach zu ermöglichen, können in Weiterbildung der Erfindung zwecks halbselbsttätiger Einstellung der Blende in Abhängigkeit von Blitzlampentyp und Auf nahmeentfernung eine Entfernungsskala und eine Kennmarkenskala der Blitzlampentypen gegenein ander verstellbar angeordnet sein,
von denen wahl weise die eine in bezug auf die Einstellbewegung des einzigen Betätigungsglieds ortsfest und die andere an einem mit dem Betätigungsglied verbundenen Ein stellglied oder beide an diesem Einstellglied oder beide in bezug auf die Einstellbewegung des Betäti gungsglieds ortsfest angeordnet sind, wobei zur Ein stellung des einzigen Betätigungsglieds in eine dem verwendeten Blitzlampentyp und der gewählten Auf nahmeentfernung entsprechende Stellung die am Ein stellglied angeordnete Skala mit der bei der Einstell bewegung des Betätigungsglieds ortsfest bleibenden Skala oder eine wahlweise am Einstellglied ange ordnete bzw. ortsfest bleibende Marke mit einer der ortsfest bleibenden bzw.
am Einstellglied angeord neten Entfernungs- und Kennmarkenskalen zusam menarbeitet, und dass von den miteinander zusammen arbeitenden Skalen bzw. Skala und Marke die eine auf einem Träger angeordnet ist, welcher gegenüber einem Grundträger verstellbar ist, wobei zur Relativ einstellung dieser beiden Träger am einen eine Film empfindlichkeitsskala und am anderen eine Einstell marke für diese angeordnet ist.
Durch diese vorteilhafte Anordnung ist gewähr leistet, dass die Bedienungsanweisung für das Ein stellen des einzigen Betätigungsglieds sowohl für Tages licht- als auch für Blitzlicht-Aufnahmen ausschliess lich auf die Herstellung einer Koinzidenz von zwei relativ zueinander verstellbaren Marken gerichtet ist. Hierbei werden an die Platzanordnung und die Ver- stellcharakteristik der Enfernungs-Einstellvorrichtung der Kamera grundsätzlich keine besonderen Bedin gungen gestellt.
Eine weitere Erhöhung der Einfachheit der Ein stellbedienung bei Blitzlichtaufnahmen lässt sich dann erreichen, wenn die Einstellmarkierungen des Ent- fernungs-Einstellorgans und des einzigen Betätigungs glieds mit dem Faktor 2 gestuft und äquidistant sind.
Hier kann zur selbsttätigen Einstellung der Blende bei Blitzlichtaufnahmen in Abhängigkeit von der Ände rung der Aufnahmeentfernung eine lösbare Kupplung zwischen dem einzigen Betätigungsglied und dem Ent- fernungseinstellorgan Anwendung finden, mittels wel cher das Betätigungsglied und das Entfernungs- Einstellorgan gemeinsam in der Weise verstellbar sind, dass einer Vergrösserung der Aufnahme-Ent- fernung eine Vergrösserung der Blendeöffnung zuge ordnet ist.
Um die Einstellung der Blendeöffnung möglichst genau der tatsächlichen Aufnahmeentfernung anzu passen und damit optimal belichtete Blitzlichtauf nahmen zu gewährleisten, kann weiterhin mit Vorteil das Entfernungs-Einstellorgan der Kamera mit einem in diese eingebauten Entfernungsmesser gekuppelt sein. Hierdurch braucht die Bedienungsperson ledig lich den Entfernungsmesser auf das Aufnahmeobjekt scharf einzustellen, wodurch vermöge der Kupplung zwischen Entfernungs-Einstellorgan und einzigem Be tätigungsglied selbsttätig die der Objekt-Entfernung und der Leitzahl der verwendeten Blitzlampe ent sprechende Blende ohne die geringste Gedankenarbeit eingestellt ist.
Um beim selbsttätigen Einstellen der Blende un geeignete Einstellungen des einzigen Betätigungsglieds infolge Überschreitung des monotonen Blende-Ver- stellbereichs zu vermeiden, kann weiterhin zur Be grenzung der gemeinsamen Verstellbewegung von Entfernungs-Einstellorgan und einzigem Betätigungs- glied auf den für Blitzlichtaufnahmen geeigneten Teilverstellbereich des Betätigungsglieds eine Begren zungsvorrichtung angeordnet sein,
welche gleichzeitig mit dem Einrücken der Kupplung zwischen einzigem Betätigungsglied und Entfernungs-Einstellorgan wirk sam wird und eine Verstellung der beiden gekuppelten Teile über den genannten Teilverstellbereich hinaus verhindert.
Bei einer die vorstehenden Merkmale besitzenden Kamera braucht sich die Bedienungsperson bei keiner Aufnahmeart mehr einer Blende-Einstellung oder Blende-Betätigung bewusst zu werden, da durch aus schliessliches Betätigen bzw. Einstellen des einzigen Betätigungsglieds stets brauchbare Aufnahmeergeb nisse gewährleistet werden. Um darüber hinaus dem Bedienenden auch eine sichere Auskunft über die von der Grösse der Blendeöffnung und der Aufnahme entfernung abhängende Tiefenschärfe zu geben, kann die erfindungsgemässe Kamera noch dadurch weiter gebildet werden, dass an ihr eine Vorrichtung zur selbsttätigen Anzeige der Tiefenschärfe in Abhängig keit von der Blende- und Entfernungs-Einstellung angeordnet wird.
Eine besonders einfache und aufwandsparende Ausbildung einer solchen Anzeige-Vorrichtung für die Tiefenschärfe ist z. B. durch die Anordnung eines mit der Entfernungs-Einstellskala zusammenarbeitenden scherenartigen Hebelpaars erzielbar, welches in Ab hängigkeit von der Verstellbewegung des Blende mechanismus verstellbar ist.
Weitere Merkmale und mehrere Ausführungsbei spiele der erfindungsgemässen photographischen Ka mera sind in der nachstehenden Beschreibung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt in Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einen photographischen Objektivverschluss, an dem eine Übertragungsvorrichtung zwischen einem ein zigen Betätigungsglied und dem Blendemechanismus angeordnet ist.
Fig. 2 ist eine Rückansicht des Verschlusses ge mäss Fig. 1.
Fig. 3 zeigt in Draufsicht einen Teil des Belich- tungszeit-Einstellorgans des Verschlusses gemäss den Fig. 1 und 2.
Fig. 4 zeigt in Draufsicht von vorn das Gehäuse des photographischen Objektivverschlusses mit ein gebauter Sektorenblende. Diese ist mittels einer von der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Vorrichtung ver schiedenen übertragungsvorrichtung mit einem ein zigen Betätigungsglied gekuppelt. Die Blende ist auf kleinste Öffnung eingestellt.
Fig. 5 zeigt die Vorrichtung gemäss Fig. 4 bei voll geöffneter Blende.
Fig.6 zeigt in Vorderansicht den Objektivver- schluss mit abgenommener Deckplatte, wobei eine ausgebildete Kupplungsvorrichtung zwischen einem einzigen Betätigungsglied und einem Belichtungszeit Einstellorgan dargestellt ist.
Fig. 7 zeigt schematisch, in Draufsicht, einen Teil der photographischen Kamera mit einem an dieser angeordneten Belichtungsmesser, dessen Nachführ- glied mittels einer mechanischen übertragungsvor- richtung mit einem einzigen Betätigungsglied gekup pelt und als Einstellglied zur halbselbsttätigen Blende- Einstellung bei Blitzlichtaufnahmen ausgebildet ist. Ferner ist an der Kamera eine Vorrichtung zur auto matischen Einstellung der Tiefenschärfe in Abhängig keit von der Blende- und Entfernungseinstellung an geordnet.
Fig. 8 zeigt in Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einen Teil des Objektivverschlusses mit einer in diesen eingebauten Vorrichtung zur selbsttätigen Einstellung der Tiefenschärfe in Abhängigkeit von der Blende- und Entfernungseinstellung.
Fig. 9 zeigt in Draufsicht das in Richtung A-B geschnittene und umgeklappte Vorderteil des Ver schlusses gemäss Fig. 8 mit der daran angeordneten Vorrichtung zur automatischen Tiefenschärfe-Ein- stellung.
Fig. 10a und b zeigen in Seitenansicht einen photographischen Objektivverschluss, an dessen ein zigem Betätigungsglied Abdeckvorrichtungen für Blitzlichtanschlüsse sowie für Markierungssymbole angeordnet sind.
Fig. 11 zeigt schematisch, in Draufsicht, einen an einer Kamera angeordneten photographischen Objek- tivverschluss, durch dessen einziges Betätigungsglied besondere Abdeckvorrichtungen für die Blitzlicht- anschlüsse steuerbar sind.
Fig. 12 zeigt in Seitenansicht einen an einer Ka mera angeordneten photographischen Objektivver- schluss, bei dem zwischen einem einzigen Betätigungs glied und einem Entfernungs-Einstellorgan eine lös bare Kupplungsvorrichtung zum gekuppelten Verstellen von Blende und Entfernung bei Blitzlichtaufnahmen angeordnet ist Fig.13 ist eine Frontansicht des Verschlusses gemäss Fig. 12.
Fig. 14 zeigt in Draufsicht von vorn das Gehäuse eines photographischen Objektivverschlusses mit in dieses eingebauten Blitzkontaktvorrichtungen, welche in Abhängigkeit von der Einstellage eines einzigen Betätigungsglieds abschaltbar sind.
Fig. 15 zeigt einen Teil einer Blitzlicht-Synchro- nisiervorrichtung, in deren Verbindungsleitung ein durch ein einziges Betätigungsglied beeinflussbarer Unterbrecherschalter eingebaut ist.
In den Fig. 1 und 2 ist mit 1 das Gehäuse eines photographischen Objektivverschlusses bezeichnet. An der Rückseite desselben ist an einem Lageransatz 1a ein Einstellring 2 zur Verstellung einer Irisblende gelagert, welche an der dem Verschlussinnern zuge wendeten Rückwand des Verschlussgehäuses ange ordnet ist. An der Vorderseite des Gehäuses ist ein Belichtungszeit-Einstellring 3 gelagert, der mit einem im Verschlussinnern angeordneten Regelmechanismus zusammenarbeitet.
Die beiden Einstellringe 2 und 3 sind nunmehr mittels eines einzigen Betätigungsglieds derart ver stellbar, dass einer bestimmten, verwacklungsfreie Aufnahmen aus der Hand gewährleistenden und für das Aufnehmen mittelschneller Objekte geeigneten Belichtungszeit der gesamte Blendeöffnungsbereich im Sinne einer monotonen Verstellung zugeordnet ist, und dass jeder der vorhandenen weiteren Belichtungs- zeiteinstellungen jeweils der zur Fortführung der monotonen Belichtungsstufung erforderliche Blende wert zugeordnet ist.
In den Ausführungsbeispielen ist eine vorteilhafte Verbindung des einzigen Betätigungsglieds mit dem Blendemechanismus durch eine den Blendemecha- nismus in Richtung seiner einen Endlage bewegende Feder und durch eine vom einzigen Betätigungsglied beeinflussbare übertragungsvorrichtung herbeigeführt.
Im Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 1 und 2 gehört zu dieser Übertragungsvorrichtung insbeson dere ein drehbarer Ring 4, welcher an einer an der Verschlussgehäuse-Rückseite ausgebildeten Lagerstufe 1b gelagert ist. Eine Feder 5, die einerseits an einem Lappen 4a des Rings 4 und anderseits an einem orts festen Stift 6 eingehängt ist, beeinflusst den Ring 4 im Uhrzeigersinn und sucht einen Arm 4b des Rings in Anlage mit einem Stift 7 eines zum Einstellen von Belichtungszeit und Blende dienenden Betätigungs glieds zu halten. Eine Beschreibung dieses Betäti gungsglieds erfolgt weiter unten.
Eine den Blendemechanismus in seine eine End- lage bewegende Feder 8 ist im Ausführungsbeispiel zwischen dem übertragungsring 4 und dem Blende- Einstellring 2 angeordnet. Diese Feder ist einerseits an dem ortsfesten Einhängestift 6 der Feder 5 und anderseits an einem am Blende-Einstellring 2 ange ordneten Stift 9 eingehängt.
Sie sucht den Blende- Einstellring 2 an einen ortsfesten Stift 10 anzulegen, für den im Blende-Einstellring 2 ein Schlitz 2a aus gebildet ist, und der zur Begrenzung der Bewegung des Blendemechanismus dient. Eine Beeinflussung des Blendemechanismus entgegen der Wirkung seiner Feder 8 wird dadurch erreicht, dass an einem Arm 2b des Blende-Einstellrings 2 ein Stift 12 (Fig. 2) ange ordnet ist, welcher im Weg des Arms 4b des mit dem einzigen Betätigungsglied kraftschlüssig verbundenen übertragungsringes 4 liegt.
Die Stärke der Federn 5 und 8 ist hierbei so bemessen, dass die am über tragungsring angreifende Feder 5 die den Blende mechanismus beeinflussende Feder 8 überwindet und diesen im Uhrzeigersinn in Richtung seiner anderen Endlage zu bewegen sucht. Als Begrenzung dieser Bewegung dient, wie bereits erwähnt, der ortsfeste Anschlagstift 10.
Eine in vorbeschriebener Weise ausgebildete übertragungsvorrichtung zwischen einzigem Betäti gungsglied und Blendemechanismus erfordert für ihren Aufbau nur einfach gestaltete Bauteile und ge währleistet eine unverwickelte, sichere Funktions weise. Auf Grund ihrer Ausbildung ist die gezeigte übertragungsvorrichtung besonders geeignet für Blen- demechanismen, deren Lamellen einzeln kurvenge steuert sind, und die daher zu ihrer Betätigung einen verhältnismässig grossen Verstellweg ihres Einstell organs erforderlich machen.
Es kann erwünscht sein, den Einstellagen des einzigen Betätigungsglieds in freizügiger Weise belie bige Blendeöffnungen zuzuordnen. Dies lässt sich auf überraschend einfache Weise dadurch erreichen, dass die Blende als Irisblende mit Sektorenlamellen aus gebildet ist. Eine solche Blendenanordnung ist in den Fig. 4 und 5 gezeigt.
Die übertragungsvorrichtung zwischen einem ein zigen Betätigungsglied und einem Blendemechanismus der vorgenannten Art kann in verschiedener Weise aus gebildet sein. Eine besonders einfache und aufwand sparende Ausbildung lässt sich indessen mittels einer mit dem einzigen Betätigungsglied verbundenen Steuerkurve und mittels eines zweiarmigen, mit der Steuerkurve und mit dem Blendemechanismus zu sammenarbeitenden Hebels herbeiführen, wie dies aus den Fig. 4 und 5 hervorgeht.
Mit 13 sind hier im Verschlussgehäuse 1 ange ordnete Sektorenlamellen bezeichnet, von denen aus Gründen der L7bersichtlichkeit nur eine Lamelle ein gezeichnet ist. Die Sektorenlamellen sind mit einem Blendebetätigungsring 14 verbunden und besitzen einen Schlitz 13a., in den ein ortsfester Stift 15 ein greift.
Der Blendebetätigungsring 14 wird durch eine Feder 16, welche in einer an der Innenseite der Ver- schlussgehäuse-Rückwand ausgebildeten Einfräsung 1c angeordnet ist, entgegen dem Uhrzeigersinn beeis- flusst, wodurch er sich mittels eines Arms 14a an dem einen Arm 17a eines zweiarmigen Hebels 17 anlegt.
Dieser ist in einer weiteren, an der Innenseite der Verschlussgehäuserückwand ausgebildeten Einfräsung 1d angeordnet und um eine Achse 18 drehbar ge lagert. Der andere Arm 17b des Hebels 17 trägt einen Stift 19, der in einem Schlitz 1e durch die Verschluss- gehäuse-Rückwand hindurchgeführt ist und mit einer mit dem einzigen Betätigungsglied verbundenen Steuerkurve 20a zusammenarbeitet.
Als Träger dieser Steuerkurve dient eine Scheibe 20, welche an der Ver- schlussrückseite angeordnet und mittels eines in einem Schlitz 1 f durch die Verschlussgehäuse-Rückwand hindurchgeführten Stiftes 21 mit dem in den Figuren der Übersichtlichkeit wegen nicht gezeigten einzigen Betätigungsglied verbunden ist.
Wie ersichtlich, ist im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 und 5 die Verbindung zwischen dem ein zigen Betätigungsglied und dem Blendebetätigungs- ring 14 kraftschlüssig hergestellt. Hierdurch ergibt sich eine leichte und kostensparende Herstellbarkeit für die mit dem Hebel 17 zusammenarbeitende Steuerkurve 20a, und ebenso wird eine bestmög liche Bewegungsfähigkeit der Blende gewährleistet.
In anderer Weise könnte die Verbindung zwischen einzigem Betätigungsglied und Blendebetätigungsring auch formschlüssig vorgenommen sein, beispielsweise derart, dass der Hebel 17 einerseits in einem in der Scheibe 20 ausgebildeten Steuerschlitz geführt ist und mit dem Blendebetätigungsring durch eine Stift- Schlitzverbindung verbunden ist. Vorstehend wurde gezeigt, dass die Verbindung zwischen einzigem Betätigungsglied und Blende- Einstellorgan in verschiedener Weise ausgebildet sein kann.
Dies gilt nun ebenso auch für die Verbindung zwischen einzigem Betätigungsglied und Belichtungs- zeit-Einstellorgan.
Ein besonders einfacher, keinen zusätzlichen Aufwand hinsichtlich der zuletzt genannten Ver bindung erfordernder Verschlussaufbau ist im Aus führungsbeispiel gemäss den Fig. 1 und 2 gezeigt. Hier ist der an der Verschlussvorderseite gelagerte Belichtungszeit-Einstellring 3 selbst als einziges Be tätigungsglied ausgebildet und mittels des Stifts 7 in bereits beschriebener Weise mit dem Blendemecha- nismus verbunden.
Der Stift 7 kann in den Ring 3 eingenietet oder eingeschraubt sein und erstreckt sich durch den Verschlussraum, vorzugsweise dicht an der Gehäuseseitenwand, nach rückwärts. Die beschrie bene Anordnung gewährleistet damit auf besonders einfache Weise die Verstellung der beiden Einstell organe für Blende und Belichtungszeit mittels eines einzigen Betätigungsglieds.
In anderer Weise kann eine Verbindung zwischen einzigem Betätigungsglied und Belichtungszeit-Ein- stellorgan durch eine lösbare Kupplung herbeigeführt sein, welche das einzige Betätigungsglied und das Belichtungszeit-Einstellorgan verbindet, und welche nur in den Teilen des Verstellbereichs des Betäti gungsglieds wirksam ist, in denen eine monotone Belichtungsstufung durch Änderung der Belichtungs zeit vorliegt. .
In Fig. 6 ist ein Ausführungsbeispiel einer solchen Kupplungsverbindung gezeigt. Hier ist mit 22 ein ringförmig ausgebildetes Betätigungsglied bezeichnet, das an seinem Umfang zwecks griffgünstigen Er- fassens Griffkerben 22a trägt. Weiterhin ist axial zu diesem ein Belichtungszeit-Einstellring 23 ange ordnet.
Zur Verbindung des einzigen Betätigungs glieds 22 und des Belichtungszeit-Einstellrings 23 sind am einen dieser Teile, zum Beispiel am Betätigungs glied 22, zwei einseitig und in entgegengesetzten Richtungen wirksame Klinken 24 angeordnet. Diese sind um Achsen 25 drehbar gelagert und stehen unter der Wirkung von Federn 26, die an gleichfalls am Betätigungsglied 22 befestigten Stiften 27 angeordnet sind.
Die Enden der Arme 24a der Klinken 24 sind als Mitnehmerklauen ausgebildet, von denen jede unter Wirkung der Federn 26 mit zwei am Umfang des Belichtungszeit-Einstellrings 23 ausgebildeten Ausnehmungen 23a zusammenarbeitet.
Der Abstand der beiden mit einer Klinke zusammenarbeitenden Ausnehmungen entspricht hierbei demjenigen Teil verstellbereich des einzigen Betätigungsglieds, in welchem eine monotone Belichtungsstufung durch ausschliessliches Ändern der Blende vorliegt, und in dem daher die Mitnahmeverbindung zwischen ein zigem Betätigungsglied und Belichtungszeit-Einstell- ring gelöst sein muss.
Um das Entkuppeln von einzigem Betätigungs glied und Belichtungszeit-Einstellring auf selbsttätige Weise herbeizuführen, befindet sich im Weg der anderen Arme 24b der Mitnahmeklinken je ein ortsfester Anschlag 28. Trifft eine Klinke auf einen solchen Anschlag auf, so wird sie ausser Eingriff mit dem Belichtungszeit-Einstellorgan gebracht.
Wie aus Fig. 6 ersichtlich, ist zur Entkupplung infolge der gewählten Hebelübersetzung nur ein sehr kleiner Drehweg des Betätigungsglieds 22 erforderlich. Nach dem Entkuppeln bleibt der Belichtungszeit-Einstell- ring stehen, während das einzige Betätigungsglied zusammen mit dem Blendemechanismus allein weiter bewegbar ist.
Hierbei gleiten die Mitnahmeklauen 24a an den zwischen den Ausnehmungen 23a befind lichen Umfangsteilen des Belichtungszeit-Einstellrings entlang und rasten nach Erreichen der anderen Aus- nehmungen 23a in diese ein, wodurch die Kupplung zwischen einzigem Betätigungsglied und Belichtungs- zeit-Einstellring selbsttätig wieder hergestellt ist.
Um sicher zu gewährleisten, dass der Belichtungs- zeit-Einstellring während seines Entkuppeltseins vom einzigen Betätigungsglied unbeweglich bleibt, ist im Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 eine Rastvorrichtung angeordnet. Diese besteht aus am Belichtungszeit- Einstellring 23 ausgebildeten Rastkerben 23b, mit denen ein Stift 29 zusammenarbeitet.
Als Träger desselben dient der eine Arm -eines in 30 gelagerten, aus federndem Werkstoff hergestellten zweiarmigen Hebels 31, dessen anderer Arm sich gegen ein orts festes Teil, beispielsweise gegen die Verschlussgehäuse- Seitenwand, abstützt.
Zu der Rastvorrichtung ist 'besonders zu be merken, dass diese eine Einstellung des Behchtungs- zeit-Einstellrings nur in die Raststellungen, nicht da gegen in Zwischenstellungen gestattet. Dies ist da durch erreicht, dass die Rastkerben dreieckförmig ausgebildet sind und sich mit ihren Begrenzungs kanten unmittelbar aneinander anschliessen.
Der besondere Vorteil einer lösbaren Verbindung zwischen dem einzigen Betätigungsglied und dem Belichtungszelt-Einstellorgan besteht darin, dass die Steuerkurven des Belichtungszeit-Einstellorgans keine Änderung gegenüber an sich bekannten Einstell organen zu erfahren brauchen.
Dies bedeutet, dass im Gegensatz zu dem in Fig. 3 dargestellten Belich- tungszeit-Einstellring einer bestimmten Winkellage des Belichtungszeit-Einstellrings auch nur eine einzige bestimmte Belichtungszeit zugeordnet ist. Hierdurch ergibt sich für das Belichtungszeit-Einstellorgan ein kleinstmöglicher Verstellweg, was für die Ausbildung eines Einstellorgans, insbesondere eines Einstellrings, im Hinblick auf seine verschiedenen Steuerfunktionen von besonderer Bedeutung ist.
Die Zuordnung der Zeit- und Blendewerte zur Erzielung einer monoton gestuften Belichtungswert reihe ist gemäss der Erfindung so vorgenommen, dass einer bestimmten, verwacklungsfreie Aufnahmen aus der Hand gewährleistenden und für das Aufnehmen mittelschneller Objekte geeigneten Belichtungszeit, also beispielsweise der Zeit 1/6o sec, der gesamte Blende-Öffnungsbereich, der beispielsweise von den Werten 2,8 bis 22 reicht, zugeordnet ist.
Damit lässt sich eine beispielsweise die Belichtungswerte 9 bis 15 (Fig. 1) umfassende, monoton gestufte Belichtungs- wertreihe bilden. Die Fortsetzung dieser Reihe in Richtung auf niedrigerere Werte ist in den Ausfüh rungsbeispielen dadurch erreicht, dass der grössten Blendeöffnung, also in diesem Fall dem Wert 2,8, sämtliche vom Verschluss selbsttätig gesteuerten Be lichtungszeiten, die länger als 1/6o sec sind,
zuge ordnet sind. Zur monotonen Fortführung der Belich- tungswertreihe bis zum Wert 3 wären dies die Zeiten 1/6o, 1/15, 11s, 11,1, 1/2 und 1 sec.
Eine Fortsetzung der Belichtungswertreihe in Richtung auf die sich an den Wert 15 anschliessenden höheren Werte ist im Ausführungsbeispiel gemäss den Fig.l und 2 dadurch erzielt, dass der kleinsten Blendeöffnung, in diesem Fall also dem Wert 22, die der Belichtungszeit 116o sec folgenden kürzeren Be lichtungszeiten zugeordnet sind. Zur monotonen Fort setzung der Belichtungswertreihe bis zum Wert 18 wären dies die Belichtungszeiten 1/125, 1125o und 1/50o sec.
In anderer Weise ist die zur Fortsetzung der monoton gestuften Belichtungswertreihe in Richtung auf die sich an den Wert 15 anschliessenden höheren Werte erforderliche Zuordnung von Zeit- und Blende werten im Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 4 und 5 vorgenommen. Hier sind die kleinste Blendeöffnung, nämlich der Wert 22, und die beiden folgenden Werte, also 16 und 11, der kürzesten Belichtungszeit von 1/50o sec zugeordnet.
Da die kürzeste Belichtungszeit des Verschlusses ohne Hemmwerkbenützung erzielt ist, und die Zeiten<B>11250</B> sec und 11125 sec fehlen, braucht das Belichtungszeitenhemmwerk nur zur Erzielung von Zeiten von 1/6o sec und länger ein gerichtet zu sein. Dies ist für den Aufbau des Ver schlusses hinsichtlich des erforderlichen Aufwands und des Herstellungspreises ein wichtiger Vorteil.
Zur Einstellung des einzigen Betätigungsglieds ist in Fig. 1 an der Verschlussgehäuse-Seitenwand eine Belichtungswert-Skala 32 angeordnet, die mit einer am Umfang des Belichtungszeit-Einstellrings 3 an geordneten Marke 33 zusammenarbeitet.
Neben den Belichtungswerten umfasst hierbei die Skala 32 noch eine Einstellmarkierung für vom Verschluss nicht selbsttätig gesteuerte Belichtungszeiten. Diese B Markierung arbeitet ebenfalls mit der Marke 33 zu sammen, so dass sowohl die vom Verschluss selbst tätig als auch die nicht selbsttätig gesteuerten Be lichtungszeiten mittels eines einzigen Organs und ein und derselben Marke einsellbar sind.
Hierbei ist die der Einstellung B zugeordnete Blendeöffnung zwangläufig bei jeder Aufnahme stets die gleiche, so dass die Bestimmung des jeweiligen Zeit-Blende- verhältnisses bei B -Aufnahmen dem Bedienenden keine Schwierigkeiten bereitet.
Für eine sichere, Irrtümer ausschliessende Be stimmung der Belichtungsdaten in Abhängigkeit von den Aufnahmelicht-Verhältnissen, der Fihnempfind- lichkeit und eventueller weiterer Belichtungsfaktoren, wie Filterfaktoren, ist die Verwendung eines Belich tungsmessers von Vorteil. Um hierbei die Bedienungs person des gedanklichen übertragens des den Auf nahmebedingungen entsprechenden Einstellwerts vom Belichtungsmesser auf das einzige Betätigungsglied zu entheben, kann zwischen dem einzigen Betätigungs glied und einem in bzw.
an der Kamera angeordneten Belichtungsmesser eine Kupplungsvorrichtung an geordnet sein, mittels welcher der Zeiger des Belich tungsmessers und eine Einstellmarke miteinander in Koinzidenz führbar sind.
Die Kupplungsvorrichtung zwischen einzigem Betätigungsglied und Belichtungsmesser kann in ver schiedenen, an sich bekannten Weisen ausgebildet sein, beispielsweise als Widerstandskupplung durch Anbringen eines oder mehrerer, in Abhängigkeit von der Verstellbewegung des einzigen Betätigungsglieds veränderbarer Widerstände im Stromkreis des Be lichtungsmessers, oder als optische Kupplung, bei der die beleuchtete Fläche des Photoelements des Belich tungsmessers durch eine vom einzigen.Betätigungsglied beeinflussbare Blende veränderbar ist.
Eine dritte Möglichkeit der Herstellung einer Kupplungsverbindung zwischen einzigem Betätigungs glied und Belichtungsmesser besteht in der Anordnung einer mechanischen Übertragungsvorrichtung, wie sie beispielsweise in Fig. 7 gezeigt ist.
Hier ist mit 34 das Gehäuse einer photogra phischen Kamera bezeichnet. Dieses besitzt eine Frontplatte 34a, an der ein gemäss der Erfindung ausgebildeter photographischer Objektivverschluss 35 mit einzigem Betätigungsglied 36 angeordnet ist. Weiterhin ist in bzw. an der Kamera ein ein Photo element und ein Messwerk umfassender Belichtungs messer 37 ein- bzw. angebaut.
Zur Verbindung des einzigen Betätigungsglieds 36 mit dem Belichtungsmesser ist ein parallel zur opti schen Achse verschiebbarer Übertragungsstift 38 an geordnet. Das eine Ende des Stifts 38 liegt an einer Steuerkurve 39 an, die in nicht näher gezeigter Weise mit dem einzigen Betätigungsglied 36 verbunden ist. Das andere Ende des Stifts arbeitet dagegen mit einem senkrecht zur Papierebene abgebogenen Lappen 40a eines im Kameragehäuse um eine Achse 41 schwenk bar gelagerten, gezahnten Segments 40 zusammen. Dieses steht unter der Wirkung einer um die Achse 41 angeordneten Feder 42 und befindet sich in Eingriff mit einem Zahnrad 43.
Mit diesem ist ein Trägerring 44 verbunden, der eine Filmempfindlichkeitsskala 45 trägt. Die Skala 45 ist gegenüber einer Marke 46 einstellbar, die an einem gegenüber dem Trägerring mittels zweier Griffstifte 47 verstellbaren Ring 48 angeordnet ist. Dieser Ring trägt ferner eine weitere Einstellmarke 49, die mit einem unter einem Sicht fenster 50 spielenden Messwerkzeiger -51 des Belich tungsmessers zusammenarbeitet.
Zur Erzielung einer linearen Belichtungs-Einstellung im Falle einer nicht logarithmischen Charakteristik des Messwerks ist in an sich bekannter Weise zwischen dem Fenster 50 und dem Innendurchmesser des Rings 48 zur Ablesung der Zeigerstellung eine Kanalskala 52 angebracht.
Eine in vorbeschriebener Weise ausgebildete Kupplungsvorrichtung zwischen einzigem Betätigungs glied und Belichtungsmesser gewährleistet bei ge ringem Aufwand an einfach gestalteten Bauteilen und zusätzlichem Einbauraum eine sichere, halbselbsttätige Belichtungseinstellung, zu deren Durchführung es le diglich erforderlich ist, nach Voreinstellung der Emp findlichkeit des verwendeten Films das einzige Betä tigungsglied so lange zu drehen,
bis Marke und Zeiger am Belichtungsmesser in Koinzidenz miteinander ge bracht sind.
Um diese einfache Einstellungsweise des einzigen Betätigungsglieds nicht nur bei Tageslicht-, sondern auch bei Blitzlichtaufnahmen zwecks Einstellens der richtigen Blendeöffnung herbeizuführen, können in weiterer Ausbildung der Erfindung zwecks halbselbst tätiger Einstellung der Blende in Abhängigkeit von Blitzlampentyp und Aufnahmeentfernung eine Ent fernungsskala und eine Kennmarkenskala der Blitz lampentypen gegeneinander verstellbar angeordnet sein.
Von diesen beiden Skalen sind wahlweise ent weder die eine in bezug auf die Einstellbewegung des einzigen Betätigungsglieds ortsfest und die andere an einem mit dem Betätigungsglied verbundenen Einstell glied, oder beide an diesem Einstellglied, oder beide in bezug auf die Einstellbewegung des Betätigungs glieds ortsfest angeordnet.
Zur Einstellung des ein zigen Betätigungsglieds in eine dem verwendeten Blitzlampentyp und der gewählten Aufnahmeent fernung entsprechende Stellung arbeitet hierbei die am Einstellglied angeordnete Skala mit der bei der Einstellbewegung des Betätigungsglieds ortsfest blei benden Skala, oder eine wahlweise am Einstellglied angeordnete bzw. ortsfest bleibende Marke mit einer der ortsfest bleibenden bzw. am Einstellglied ange ordneten Entfernungs- und Kennmarkenskalen zu sammen. Zur Berücksichtigung der Filmempfindlich keit ist weiterhin von den miteinander zusammen arbeitenden Skalen bzw.
Skala und Marke die eine auf einem Träger angeordnet, welcher gegenüber einem Grundträger verstellbar ist, wobei zur Relativein stellung dieser beiden Träger am einen eine Fihn- empfindlichkeitsskala und am anderen eine Einstell marke für diese angeordnet ist.
Durch diese Anordnung ist gewährleistet, dass die Einstellung der Blende bei Blitzlichtaufnahmen in gleich einfacher und leichter Weise erfolgt wie die Einstellung eines Zeit-Blende-Verhältnisses bei Tages lichtaufnahmen. Dies ergibt sich daraus, dass sowohl bei Tageslicht- als auch bei Blitzlichtaufnahmen die einzige Erfordernis darin besteht, zwei relativ zuein ander verstellbare Markierungen durch entsprechendes Verstellen des einzigen Betätigungsglieds in Koinzidenz miteinander zu bringen.
An die Ausgestaltung der Entfernungseinstellvorrichtung der Kamera hinsicht lich ihrer Verstellcharakteristik werden hierbei kei nerlei besondere Anforderungen gestellt. Die Ausbildung der Einstellvorrichtung zur halb selbsttätigen Einstellung des einzigen Betätigungs glieds bei Blitzlichtaufnahmen und ihre Anordnung an der Kamera kann in verschiedener Weise und an verschiedenen Stellen vorgenommen sein.
Besonders vorteilhaft hinsichtlich eines geringen Aufwands an Raum und Teilen ist es, ein Nachführ- glied für den Belichtungsmesserzeiger als das mit dem einzigen Betätigungsglied verbundene Einstellglied für Blitzlichtaufnahmen auszubilden. Dies ist an einem Ausführungsbeispiel in Fig. 7 gezeigt. Hier ist an dem die Nachführmarke 49 für den Belichtungsmesser zeiger 51 und die Einstellmarke 46 für die Film empfindlichkeit 45 tragenden Ring 48 eine Kenn- markenskala 53 angeordnet.
Diese ist in an sich be kannter Weise als Folge der an sich bekannten Leit zahlen (Leitzahl = Blendezahl mal Entfernungszahl [in m]) für eine Filmempfindlichkeit von 17110 DIN ausgebildet. In anderer Weise könnten als Kenn marken die Handelsbezeichnungen von Blitzlampen allein oder zusätzlich zu den Leit- bzw. Kennzahlen angeordnet sein, oder die Kennmarken könnten aus Symbolen verschiedener Form oder Farbe bestehen, beispielsweise aus Darstellungen kleiner und grosser Blitzlampen oder aus einer Folge sonstiger verschie denfarbiger Symbole, beispielsweise Punkten oder Fel dern.
Die Kennmarkenskala 53 arbeitet mit einer orts fest, beispielsweise auf einem an der Kamera be festigten Skalenbogen, angeordneten Entfernungsskala 54 zusammen. Zur Erleichterung des Gegenüber- stellens bestimmter Werte der Kennzahlenskala 53 und der Entfernungsskala 54 ist zwischen den beiden Skalen eine verschiebbare Hilfsmarke 55 zwischen geschaltet. Diese ist auf einem gegenüber der Träger scheibe 44 und dem Ring 48 mittels zweier Griffstifte 56 verstellbaren Ring 57 angeordnet.
Der besondere Vorteil einer in vorbeschriebener Weise ausgebildeten Einstellvorrichtung für Blitzlicht- aufnahmen besteht darin, dass durch Benützung und Weiterbildung einer für Aufnahmen mit Tageslicht dienenden Vorrichtung zur halbselbsttätigen Belich tungseinstellung in gleich einfacher Weise eine halb selbsttätige Belichtungseinstellung auch bei Blitzlicht aufnahmen durchführbar ist. Die Berücksichtigung der Empfindlichkeit des verwendeten Films wird hier bei für Tageslicht und für Blitzlichtaufnahmen ge meinsam durch eine einzige Einstelloperation vorge nommen.
In anderer Weise kann die Anordnung der Ein stellvorrichtung zur halbselbsttätigen Einstellung des einzigen Betätigungsglieds bei Blitzlichtaufnahmen am Verschluss bzw. am Objektiv der Kamera vorge nommen sein.
Eine solche Anordnung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn der Belichtungsmesser der Kamera dem manuellen Zugang entzogen, also insbesondere voll in diese eingebaut ist. Die Möglichkeiten zur Ausge staltung der Vorrichtung, vor allem hinsichtlich der Anordnung der Skalen für Entfernung und Blitz lampenkennmarken und ihrer Einstellmarken, sind hierbei grundsätzlich die gleichen wie bei der Ver wendung eines Belichtungsmesser-Nachführglieds als Blitzlicht-Einstellglied.
Wie bereits eingangs erwähnt, ist die beschriebene Zuordnung einer verwacklungsfreie Aufnahmen aus der Hand gewährleistenden und für das Aufnahmen mittelschneller Objekte geeigneten Belichtungszeit zu dem gesamten Blendeöffnungsbereich nicht für Tages licht-, sondern auch für Blitzlichtaufnahmen von Vor teil.
Dies ergibt sich daraus, dass durch die Zuordnung der erwähnten, relativ kurzen Belichtungszeit zu dem gesamten, einem bestimmten Teilverstellbereich des einzigen Betätigungsglieds entsprechenden Blende öffnungsbereich die Blitzlichtverwendung, und zwar sowohl von Blitzlampen als auch von Elektronenblitz, auf den genannten Teilverstellbereich des einzigen Betätigungsglieds beschränkt bleiben kann, wodurch eine besonders übersichtliche Einstellbedienung bei Blitzlichtaufnahmen gewährleistet ist.
Um hierbei der Bedienungsperson einen deut lichen Hinweis zu geben, innerhalb welchen Teilver- stellbereichs des einzigen Betätigungsglieds eine mo notone Blendeänderung stattfindet, das heisst also der Bedienungsperson klar zu machen, welcher Teilver- stellbereich des Betätigungsglieds für Blitzlichtauf nahmen geeignet ist, sind in weiterer Ausbildung der Erfindung Markierungen zur Kenntlichmachung des für Blitzlichtaufnahmen geeigneten,
dem monotonen Verstellbereich der Blende zugeordneten Teilverstell- bereichs des einzigen Betätigungsglieds angeordnet, die durch das Gefühl oder durch das Auge wahrnehm bar sind.
Eine visuelle Erkennung des dem Gesamtverstell- bereich der Blende zugeordneten Teilverstellbereichs des einzigen Betätigungsglieds ist in einfacher Weise und mit geringem Aufwand dadurch erreichbar, dass ortsfest oder am einzigen Betätigungsglied sich hin sichtlich ihrer Form und bzw. oder ihrer Farbe unter scheidende Symbole angeordnet sind, welche im Be reich der monotonen Blende-Verstellung in am Be tätigungsglied bzw. an einem ortsfesten Teil ausgebil deten Sichtfenstern sichtbar sind.
Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Vorrich tung ist in den Fig. 10a und 10b gezeigt. Hier ist mit 58 ein einziges Betätigungsglied bezeichnet, welches einen Zylindermantel 58a besitzt, in dem zwei gleich lange Ausschnitte 58b ausgebildet sind. Diese er strecken sich über einen dem gesamten Blendeöff- nungsbereich entsprechenden Winkelbereich am Zy lindermantel 58a und geben Blitzlicht-Anschlüsse 59 und 60 frei, von denen die mit 59 bezeichnete Buchse durch ein eine Blitzlampe darstellendes Symbol 61 als Anschlussvorrichtung für M-Synchronisierung kennt lich gemacht ist,
während die Buchse 60 durch einen Hochspannungsblitz 62 bezeichnet und als Anschluss- vorrichtung für X-Synchronisation bestimmt ist.
Die Blitzlichtanschlüsse und ihre Symbole bleiben in den beiden Ausschnitten sichtbar und damit benutz bar, solange das einzige Betätigungsglied in dem dem monotonen Öffnungsbereich der Blende entspre- chenden Teilverstellbereich bewegt wird. Verlässt das einzige Betätigungsglied diesen Teilverstellbereich, so werden die Blitzlichtanschlüsse und die ihnen zu geordneten Symbole durch den Zylindermantel 58a abgedeckt, zum Zeichen dafür, dass der für Blitzlicht aufnahmen geeignete Verstellbereich des einzigen Be tätigungsglieds überschritten ist.
Wird der für Blitzlichtaufnahmen geeignete Teil verstellbereich in Richtung niedererer Belichtungs werte überschritten, so wird in einem weiteren Aus schnitt 58c des Zylindermantels 58a ein ortsfest an gebrachtes Stativzeichen 130 sichtbar, was bedeutet, dass nunmehr in diesem Teil des Einstellbereichs des einzigen Betätigungsglieds Aufnahmen nur vom Stativ oder von einer Abstützung aus möglich sind. In gleicher Weise könnte der betreffende Teilverstell- bereich des einzigen Betätigungsglieds auch durch eine besondere Farbe, beispielsweise durch die Warn farbe Rot , gekennzeichnet sein.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Abdeck- vorrichtung für Blitzlichtanschlüsse ist in Fig. 11 ge zeigt. An der mit 63 bezeichneten Frontwand einer Kamera sind zwei Blitzlichtanschlussbuchsen 64 und 65 angeordnet. Diese sind wiederum durch die bereits genannten Symbole 59 und 62 gekennzeichnet. Zur Abdeckung der Blitzlichtanschlüsse sind Abdeck- schieber 68 und 69 angeordnet.
Diese sind um Achsen 70 bzw. 71 drehbar gelagert und stehen unter der Wirkung von Federn 72 bzw. 73, welche versuchen, die Schieber in Abdeckstellung zu halten. Zum Ver- schwenken der Schieber zwecks Freigabe der Blitz lichtanschlüsse arbeiten erstere mittels Stiften 74 bzw. 75 mit segmentförmigen Vorsprüngen 76 bzw. 77 zusammen, welche an einem mit 78 bezeichneten, mit dem einzigen Betätigungsglied verbundenen Ring aus gebildet sind. Das Betätigungsglied ist angedeutet und mit 66 bezeichnet.
Weiterhin lässt sich ein gefühlsmässiges Erkennen des für Blitzlichtaufnahmen geeigneten Teilverstell- bereichs des einzigen Betätigungsglieds beispielsweise mittels einer lösbaren Sperrvorrichtung an sich be kannter Art erzielen, welche im Augenblick des Er- reichens der Blende-Endstellung in Tätigkeit tritt und ein Weiterdrehen des einzigen Betätigungsglieds ohne vorheriges Lösen der Sperre verhindert.
Die Aus bildung der Sperrvorrichtung kann hiebei so vorge nommen sein, dass ihr Lösen durch Anwendung eines stärkeren Drehmoments auf das einzige Betätigungs glied oder durch Lösen eines Sperrglieds durchführbar ist.
Um eine Blitzlichtverwendung auch dann mit Sicherheit auf den der monotonen Blende-Verstellung zugeordneten Teilverstellbereich des einzigen Betäti gungsglieds zu beschränken, wenn in den anderen Teilen des Verstellbereichs keine Abdeckung der Blitzlichtanschlüsse durchgeführt wird, können weiter hin in Abhängigkeit von der Einstellage des einzigen Betätigungsglieds beeinflussbare Sicherungsvorrich tungen angeordnet sein,
welche einen Stromkreis schluss der Blitzkontaktschalter nur in dem für Blitz- lichtaufnahmen geeigneten Teilverstellbereich des ein zigen Betätigungsglieds gestatten. Die Sicherungsvor richtungen können hierbei beispielsweise als Unter brecherschalter oder als Sperren für die beweglichen Teile der Blitzkontaktschalter ausgebildet sein, wie dies an je einem Ausführungsbeispiel in den Fig. 14 und 15 gezeigt ist.
In Fig. 14 ist mit 79 das Gehäuse eines photo graphischen Objektivverschlusses bezeichnet. An der Verschlussgehäuse-Seitenwand sind in an sich be kannter Weise ein Blitzlicht-Anschlussnippel 80 für M-Synchronisation und ein weiterer Anschlussnippel 81 für X-Synchronisation angeordnet.
Zum Kontakt schluss arbeiten mit den isolierten Teilen der Nippel 80 und 81 mehrarmige Kontakthebel 82 bzw. 83 zusammen, die um Achsen 84 bzw. 85 drehbar ge lagert sind und unter der Wirkung von Federn 86 bzw. 87 stehen, welche die Kontakthebel mit den nippelseitigen Gegenkontakten in Berührung zu brin gen suchen. Die Steuerung der Kontakthebel beim Verschlussablauf erfolgt im Ausführungsbeispiel mit tels Stiften 188 und 189, welche an einem Betäti gungsring 88 für die nicht gezeigten Verschluss- sektoren angeordnet sind. An diesen Stiften befinden sich Arme 82a bzw. 83c der Kontakthebel in Anlage.
Beim Verschlussablauf bewegt sich der Betätigungs ring 88 zwecks öffnens der Verschlussblätter unter Wirkung der nicht gezeigten Antriebsfeder des Ver schlusses im Uhrzeigersinn, wodurch die Kontakthebel unter Wirkung ihrer Federn eine Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn ausführen können und hierbei mit den isolierten Kontaktstiften 80a bzw. 81a der Kon taktnippel in Berührung kommen.
Um nunmehr einen Stromkreisschluss nur in dem für Blitzlichtaufnahmen geeigneten Teilverstellbereich des einzigen Betätigungsglieds zu gestatten, besitzen die Kontakthebel Arme 82c bzw. 83e, welche mit dem einzigen Betätigungsglied zusammenarbeiten und in Schlitzen durch die Verschlussgehäuse-Seitenwand hindurchgeführt sind.
Befindet sich das Betätigungs glied in einer für Blitzlichtaufnahmen nicht geeig neten Einstellage, so hindert der Innenumfang eines die Verschlussgehäuse-Seitenwand umschliessenden, am einzigen Betätigungsglied angeordneten Zylinder mantels die Kontakthebel an einer Kontaktschluss- bewegung. Steht das einzige Betätigungsglied dagegen in einer für Blitzlichtaufnahmen geeigneten Stellung, so liegen den Armen 82c und 83c Ausnehmungen 89a bzw. 89b des Zylindermantels 89 gegenüber. Diese erstrecken sich über einen dem monotonen Blende-Verstellbereich entsprechenden Winkelbe reich.
Dadurch können sich die Kontakthebel 82 und 83 bei der Öffnungsbewegung des Verschlussblätter- Antriebrings 88 unter Wirkung ihrer Federn 86 bzw. 87 entgegen dem Uhrzeigersinn drehen und ihre Arme 82b bzw. 83b zum Schliessen des Blitzlichtstrom kreises in Anlage mit den Kontaktstiften 80a bzw. 81a der Anschlussnippel 80 bzw. 81 bringen.
Bei dem in Fig. 15 gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine Sicherung hinsichtlich des Schliessens eines Blitzlampen-Stromkreises in von Fig. 14 verschie dener Weise durch einen in Abhängigkeit von der Einstellung des einzigen Betätigungsglieds beein- flussbaren, in der elektrischen Verbindung zwischen Blitzkontaktschalter und Anschlussnippel angeord neten Unterbrecherschalter erreicht.
Der mit 90 bezeichnete Blitzlichtanschlussnippel ist in an sich bekannter Weise am Umfang der Verschlussgehäuse-Seitenwand 131 angeordnet. Sein isolierter Teil ist mittels am Innenumfang der Ver- schlussgehäuse-Seitenwand entlanggeführter, durch eine Isolierschicht 91 von der Wand getrennter Kon taktstreifen 92, 192 mit einem nicht gezeigten, an sich bekannten Blitzkontaktschalter verbunden.
Der Kontaktstreifen 92 ist hierbei aus federndem Werk stoff hergestellt und besitzt ein aufgebogenes Endteil 92a, das in unbeeinflusstem Zustand am Kontakt streifen 192 anliegt. Weiterhin trägt das Endteil 92a einen Stift 93 aus Isoliermaterial, der durch einen Schlitz 131a in der Verschlussgehäuse-Seitenwand nach aussen geführt ist und mit dem Innenumfang eines dem Zylindermantel 89 ähnlichen Zylinder mantels 94 des einzigen Betätigungsglieds zusammen arbeitet.
Befindet sich hierbei das einzige Betätigungs glied in einer für Blitzlichtaufnahmen nicht geeigneten Einstellage, so liegt der Stift am Umfangsteil 94a an, wodurch das Endteil 92a gegen Federwirkung ver- schwenkt und vom Kontaktstreifen 192 getrennt ist. Befindet sich dagegen das einzige Betätigungsglied in einer für Blitzlichtaufnahmen geeigneten Einstell- lage, so liegt dem Stift 92 eine am Innenumfang des Zylindermantels 94 ausgebildete Ausnehmung 94b gegenüber.
Dadurch kann sich das Endteil 92a nach aussen bewegen und legt sich an den Kontaktstreifen 192 an, so dass die elektrische Verbindung zwischen Blitzkontaktschalter und Anschlussnippel 90 herge stellt ist.
Wie bereits beschrieben, ist die Einstellung der richtigen Blendeöffnung bei Blitzlichtaufnahmen in Abhängigkeit von Blitzlampentyp und Aufnahme- Entfernung bei der beschriebenen Kamera in ein facher Weise, ohne Vorhandensein einer Blendeken-n- zeichnung und ohne Kenntnis der den verschiedenen Einstellagen des einzigen Betätigungsglieds zugeord neten Grösse der Blendeöffnung,
allein durch die Herstellung einer Koinzidenz von zwei relativ zuein- ander verstellbaren Marken für Blitzlampentyp und Entfernung, herbeiführbar. Hierbei werden an die Entfernungs-Einstellvorrichtung hinsichtlich ihrer Verstellcharakteristik grundsätzlich keine besonderen Bedingungen gestellt.
Die Einfachheit in der Einstellbedienung bei Blitz lichtaufnahmen lässt sich indessen noch weiter er höhen, wenn die Einstellmarkierungen des Entfer- nungs-Einstellorgans mit dem Faktor 2 gestuft und äquidistant sind.
In diesem Fall ist eine Einstellung der Blende in Abhängigkeit von sich ändernder Auf nahme-Entfernung auf selbsttätige Weise dadurch er zielbar, dass zwischen dem einzigen Betätigungsglied und dem Entfernungs-Einstellorgan der Kamera eine lösbare Kupplungsvorrichtung angeordnet ist, mittels welcher das einzige Betätigungsglied und das Entfer- nungs-Einstellorgan gemeinsam in der Weise verstell bar sind, dass einer Vergrösserung der Aufnahme Entfernung eine Vergrösserung der Blendeöffnung zugeordnet ist.
In dem in den Fig. 12 und 13 gezeigten Ausfüh rungsbeispiel ist mit 95 ein photographischer Objek- tivverschluss bezeichnet. An der Vorderseite des Ver schlusses ist ein einziges Betätigungsglied 96 ange ordnet, das durch eine Frontplatte 97 in seiner axialen Lage gesichert ist.
Weiterhin ist am Verschluss, anschliessend an die Frontplatte, ein Entfernungs-Einstellring 98 ange ordnet. Zur Kupplung des Entfernungs-Einstellrings mit dem einzigen Betätigungsglied ist mit ersterem ein sich in axialer Richtung erstreckender Arm 99 verbunden, an dem ein mit einem Betätigungsgriff stück 100 versehener Kupplungsschieber<B>101</B> ver schiebbar ist. Der Kupplungsschieber arbeitet mittels zweier Kupplungsklauen 101a mit Rastkerben 96a zusammen, welche am Umfang des einzigen Betä tigungsglieds ausgebildet sind.
Um hierbei die gemeinsame Verstellbewegung von Entfernungs-Einstellorgan und einzigem Betäti gungsglied auf den für Blitzlichtaufnahmen geeigneten Teilverstellbereich zu beschränken, kann eine Be grenzungsvorrichtung angeordnet sein, welche gleich zeitig mit dem Einrücken der Kupplung zwischen einzigem Betätigungsglied und Entfernungs-Einstell- organ wirksam wird und eine Verstellung der beiden gekuppelten Teile über den genannten Teilverstell- bereich hinaus verhindert.
Hierbei lässt sich eine einfach ausgebildete und sichere Begrenzung durch Anordnen ortsfester An schläge erreichen, welche bei eingerückter Kupplung im Weg eines Teiles der Kupplungsvorrichtung liegen.
Im Ausführungsbeispiel ist dies in aufwandspa- render Weise dadurch verwirklicht, dass die Front platte 97 über einen dem monotonen Blende-Verstell- bereich entsprechenden Teil ihres Umfangs ausge schnitten ist. Mit den beiden seitlichen Wandungen <I>97b, 97c</I> dieses mit 97a bezeichneten Ausschnitts arbeitet ein Teil 101b des Kupplungsschiebers 101 zusammen, wenn sich letzterer in Kupplungsstellung befindet.
Zur Berücksichtigung des verwendeten Blitz lampentyps und der Empfindlichkeit des verwendeten Films bei der durch das Kuppeln erfolgenden Relativ- Einstellung von einzigem Betätigungsglied und Entfernungs-Einstellorgan können weiterhin eine Kennmarkenskala der Blitzlampentypen und eine Entfernungsskala gegeneinander verstellbar angeord net sein. Die Anordnung der Skalen kann hierbei in Abhängigkeit vom jeweiligen Aufbau der Kamera bzw.
des Verschlusses wahlweise am Entfernungs-Einstell- organ und am einzigen Betätigungsglied oder nur am Entfernungs-Einstellorgan oder nur am einzigen Be tätigungsglied erfolgen. Im Ausführungsbeispiel ist eine Filmempfindlich- keits-Skala 102 an der Vorderseite des einzigen Betätigungsglieds 96 angeordnet. Die Werte dieser Skala sind den Rastkerben 96a für den Kupplungs schieber zugeordnet und gegenüber einer mit diesem verbundenen Zeigermarke 101c einstellbar. Als Trä ger einer Kennmarkenskala 103, deren Markierungen aus den Kennzahlen verschiedener Blitzlampentypen bestehen, dient ein Ring 104.
Dieser ist in Richtung der optischen Achse vor dem Entfernungs-Einstellring 98 angeordnet und gegenüber diesem relativ ver stellbar. Zur Sicherung der eingestellten Relativ-Lage ist am einen der beiden Ringe 98 und 104, im Aus führungsbeispiel am Entfernungs-Einstellring, eine einen Betätigungsgriff 105 besitzende, aus federndem Werkstoff hergestellte Kupplungsklappe 160 ange ordnet, welche unter Wirkung ihrer Eigenfederung in am Umfang des Rings 104 ausgebildete Ausneh- mungen 104a eingreift.
Zur Einstellung der Kennzahl an der Skala<B>103</B> ist am Entfernungs-Einstellring 98 eine Einstellmarke 106 angeordnet, während zum Ablesen der am Ring 98 angeordneten Entfernungs skala 107 eine ortsfest an der Frontplatte 93 ange brachte Marke 108 dient. Der Ring 104 besitzt ferner einen sich in radialer Richtung erstreckenden Arm 104b, der den Arm 99 für den Kupplungsschieber 101 trägt.
Durch vorbeschriebene Anordnung ist gewähr leistet, dass die richtige Einstellung der Blende bei Blitzlichtaufnahmen in Abhängigkeit von der Ände rung der Aufnahmeentfernung erfolgt.
Um hierbei die Blendeöffnung möglichst genau der tatsächlichen Aufnahme-Entfernung anpassen zu können und damit optimal belichtete Aufnahmen zu erzielen, ist es weiter von Vorteil, wenn die Entfer- nungs-Einstellvorrichtung der Kamera in an sich be kannter Weise mit einem in diese eingebauten Ent fernungsmesser gekuppelt ist.
Damit besteht die von der Bedienungsperson zu leistende Arbeit lediglich noch darin, den Entfernungsmesser auf das Auf nahmeobjekt scharf einzustellen, wodurch auf Grund der Kupplung zwischen Entfernungs-Einstellvorrich- tung und einzigem Betätigungsglied selbsttätig die der Entfernung des Aufnahmeobjektes und der Leitzahl der verwendeten Blitzlampe entsprechende Blende eingestellt ist.
Bei der Einstellung der Aufnahmedaten ist es für den Photographierenden von Vorteil, zu wissen, wel cher Tiefenschärfe-Bereich dem eingestellten Blende Entfernungs-Wertepaar zugeordnet ist. Eine leicht er fassbare Auskunft hierüber erteilt eine Vorrichtung, welche die Tiefenschärfe in Abhängigkeit von der Blende- und Entfernungs-Einstellung selbsttätig an zeigt.
In den Fig. 8 und 9 ist ein Ausführungsbeispiel einer selbsttätigen Tiefenschärfe-Anzeigevorrichtung gezeigt. Diese ist in einfacher und aufwandsparender Weise aufgebaut aus einem scherenartigen Hebelpaar 109, 110, welches in Fig. 8 mit einer an einem Ent- fernungs-Einstellring 111 angeordneten Entfernungs- skala 112 zusammenarbeitet und in Abhängigkeit von der Verstellbewegung des Blendemechanismus ver stellbar ist.
Die Anordnung des Hebelpaars ist hier bei in einer den Innenaufbau des Verschlusses nicht belastenden, raumsparenden Weise zwischen einer Frontplatte 113 und einem einzigen Betätigungsglied 114 vorgenommen, wobei seine jeweilige Stellung in einem in der Frontplatte ausgebildeten, der Entfer- nungs-Skala 112 gegenüberliegenden Sehschlitz 113a erkennbar ist.
Um hierbei die Abmessungen des Ver schlusses in axialer Richtung nicht zu vergrössern und gleichzeitig die Anzeigevorrichtung bis auf das er forderliche Mass gegen Sicht von aussen abzudecken, ist das Hebelpaar in einer rückseitigen Ausdrehung 113b der Frontplatte 113 angeordnet und um Achsen <B>115</B> bzw. 116 an der Wandung der Ausdrehung ge lagert. Die Frontplatte ist in an sich bekannter, ein formschönes und geschlossenes Verschlussäusseres ge währleistender Weise mit kegelförmigem Aussen mantel ausgebildet, wobei zur Schaffung des not wendigen Einbau- und Bewegungsraums für das Hebelpaar die seitliche Wandung der Ausdrehung 113b ebenfalls kegelförmig gestaltet ist.
Zwecks Anpassung an die Form der Ausdrehung ist das Hebelpaar aus elastischem Werkstoff herge stellt. Hierdurch schmiegen sich seine den Tiefen schärfenbereich anzeigenden, eine stufenförmige Aussenkante besitzenden Endteile 109a bzw. 110a an den Sehschlitz 113a der Frontplatte 113 an.
Die Steuerung des Hebelpaares in Abhängigkeit von der Verstellbewegung des Blendemechanismus erfolgt mittels schlitzförmiger Steuerkurven 117a und 117b, welche an einem 1_Jbertragungsring 117 ausge bildet sind und in die Stifte 118 bzw. 119 des Hebel paars eingreifen. Der übertragungsring 117 ist ebenso wie das Hebelpaar zwischen dem Betätigungsglied 114 und der Frontplatte 113 angeordnet und mittels eines Arms 120, für den im einzigen Betätigungsglied 114 ein Bewegungsschlitz 114a ausgebildet ist, mit dem Blendemechanismus verbunden.
Zum deutlichen Erkennen des im Sehschlitz 113a der Frontplatte sichtbaren Teils des Hebelpaars 109 und 110 und damit zum leichten Ablesen der Tiefen schärfe an der Entfernungsskala 112 ist es ferner von Vorteil, wenn der betreffende Teil des Hebelpaars eine von der Farbe der Frontplatte sich deutlich unterscheidende Farbgebung besitzt.
Die Einstellbedienung einer die beschriebenen Kombinationsmerkmale besitzenden Kamera ist fol gende: <I>1. Einstellen der Filmempfindlichkeit:</I> Zu diesem Zweck wird im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 7 der Ring 48 des Belichtungsmessers so verstellt, dass die Einstellmarke 46 dem der Empfind lichkeit des verwendeten Films entsprechenden, der Skala 45 angehörenden Wert gegenübersteht. Die Einstellung der Filmempfindlichkeit ist damit sowohl für Tageslicht- als auch für Blitzlichtaufnahmen vor genommen. <I>2.
Einstellen des den</I> Aufnahme-Lichtverhältnissen <I>entsprechenden</I> Zeit-Blende-Verhältnisses: Hierzu ist es lediglich erforderlich, das einzige Betätigungsglied, das in Fig. 7 mit 36 bezeichnet ist, so weit zu drehen, bis die auf dem Ring 48 angeord nete Einstellmarke 49 dem Messwerkzeiger 51 bzw. dem der Stellung desselben entsprechenden Kanal der Skala 52 gegenübersteht.
Damit ist das den ge gebenen Lichtverhältnissen und der Filmempfindlich keit entsprechende Zeit-Blende-Verhältnis ohne Vor handensein einer Blende- und Belichtungszeit-Kenn- zeichnung und ohne Kenntnis der verschiedenen Ein stellagen des einzigen Betätigungsglieds richtig ein gestellt.
Der der eingestellten Blende und der Aufnahme entfernung zugeordnete Tiefenschärfebereich ist nun mehr in dem in der Frontplatte ausgebildeten Seh schlitz (Fig. 7, 9 und 12) als geschlossenes, sich von der Frontplatte farblich abhebendes Band erkennbar und an der Entfernungsskala ablesbar.
<I>3. Einstellung der Kamera bei</I> Blitzlichtaufnahmen: Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig.7 wird bei eingestellter Filmempfindlichkeit zunächst die Marke 55 durch Drehen des Rings 57 der Kennzahl des ver wendeten Blitzlampentyps auf der Skala 53 gegen übergestellt.
Der der Kennzahl des verwendeten Blitzlampen typs und der Entfernung zum Aufnahmegegenstand zugeordnete Blendewert wird sodann dadurch einge stellt, dass das einzige Betätigungsglied 36 soweit ge dreht wird, bis die Marke 55 der der Aufnahme- Entfernung entsprechenden Meterzahl auf der Skala 54 gegenübersteht.
Im Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 12 und 13 wird zur Berücksichtigung von Filmempfindlich keit und Blitzlampentyp bei Blitzlichtaufnahmen zu nächst die Verbindung zwischen dem Entfernungs- Einstellring 98 und dem Ring 104 durch Anheben des Kupplungsglieds 160 gelöst und der Ring 104 oder der Entfernungs-Einstellring 98 so weit gedreht, bis sich die Marke 106 und die Kennzahl des ver wendeten Blitzlampentyps auf der Skala 103 gegen überstehen. Danach werden die Ringe 98 und 104 durch Loslassen des Betätigungsgriffs 105 des Kupp lungsglieds 160 wieder miteinander gekuppelt.
Zum Einstellen der Fihnempfindlichkeit werden die gekuppelten Ringe 98 und 104 nunmehr so weit gedreht, bis die Zeigermarke 101c der Empfindlich keitszahl des verwendeten Films auf der Skala 102 gegenübersteht. Bei den genannten Einstellungen ist die Kupplungsverbindung zwischen den beiden Ringen 98, 104 und dem einzigen Betätigungsglied 96 gelöst und wird erst nach vollzogener Einstellung der Film empfindlichkeit durch Verschieben des Kupplungs schiebers 101 in axialer Richtung und Ineingriff- bringen seiner Kupplungsklauen 101a mit den Rast kerben 96a des einzigen Betätigungsglieds 96 her gestellt.
Die Einstellung der der Filmempfindlichkeit, dem verwendeten Blitzlampentyp und der Entfernung des Aufnahmeobjektes zugeordneten Blendeöffnung kann nunmehr wahlweise entweder dadurch erfolgen, dass die Objektentfernung geschätzt und diese durch Drehen des einzigen Betätigungsglieds 96 der orts festen Marke 108 gegenübergestellt wird, oder dass ein in die Kamera eingebauter, mit der Entfernungs- Einstellvorrichtung gekuppelter Entfernungsmesser auf das Aufnahmeobjekt scharf eingestellt wird.
Damit ist vermöge der Kupplung zwischen Entfernungs-Ein- stellorgan und einzigem Betätigungsglied die der Ob jektentfernung, der Filmempfindlichkeit und dem ver wendeten Blitzlampentyp entsprechende Blendeöff- nung vollkommen selbsttätig, ohne die geringste Ge dankenarbeit, eingestellt.
Es ist damit die Aufgabe gelöst, eine einfach und praktisch fehlerfrei bedienbare Kamera zu schaffen, bei der die Einfachheit in der Bedienungsweise in dessen nicht durch wesentliches Einschränken des Anwendungsbereichs an sich bekannter Kameras mit getrennt betätigbaren und einen grossen Verstell bereich besitzenden Einstellorganen für Blende und Belichtungszeit erreicht ist; vielmehr bleibt bei der beschriebenen Kamera derselbe weite Anwendungs bereich erhalten, wobei jedoch die bei den herkömm lichen Kameras bekannten Bedienungs-Schwierig- keiten, insbesondere hinsichtlich der Einstellung der Blende, ausgeschaltet sind.
Dies ergibt sich daraus, dass die Kenntnis der eingestellten Zeit-Blende-Werte- paare für den Benutzer der beschriebenen Kamera im Gegensatz zu den herkömmlichen Kameras un interessant ist, da durch die Zuordnung der Zeit- und Blende-Wertepaare und ihre Einstellung mittels eines einzigen Betätigungsglieds stets brauchbare Aufnah men gewährleistet sind. Es ist lediglich zwischen den Aufnahmebereichen für Aufnahmen aus der Hand und für Aufnahmen vom Stativ zu unterscheiden, was durch die erfindungsgemässe Kamera in beson derer Weise einfach gemacht ist.
Besonders hervorzuheben ist, dass bei der be schriebenen Kamera die Notwendigkeit der Kenntnis und des Bewusstseins gerade der Blendeeinstellung, die für viele Photographierende grosse Verständnis- Schwierigkeiten in sich birgt, ausgeschaltet ist. Dem Ziel, das Arbeiten mit Blende-Werten bzw. -Ein stellungen bei sämtlichen mit einer Kamera durch führbaren Aufnahmearten überflüssig zu machen und trotzdem tatsächlich stets die richtige Blende-Ein- stellung zu erreichen bzw. aus der Blende@Einstellung ableitbare Angaben zu erhalten, dienen die in der Beschreibung angeführten Ausführungsbeispiele.
Hier zu zählen vor allem die Einstellvorrichtungen für Blitzlichtaufnahmen sowie der Einbau eines gekup- pelten Entfernungsmessers, welcher dem besonderen Zweck dient, bei Blitzlichtaufnahmen eine optimale Blende-Einstellung ohne jede Gedankenarbeit der Bedienungsperson zu gewährleisten. Ebenso ist der Einbau einer automatischen Tiefenschärfe-Anzeige- Vorrichtung von Bedeutung, da die Tiefenschärfe wiederum von der Blende-Einstellung, die als solche der Bedienungsperson nicht zum Bewusstsein kommen soll, abhängt.
Für Blitzlichtaufnahmen ist es bei der beschrie benen Kamera ferner von Wichtigkeit, dass dieselben nur in dem besonderen, dafür ausgewählten Blende verstellbereich durchführbar sind. Um dies zu ge währleisten, sind die beschriebenen, erfindungsge mässen Warn- und Sperrvorrichtungen angeordnet.
Die Kupplung des einzigen Betätigungsglieds mit einem Belichtungsmesser dient insbesondere dazu, die Einstellbedienung der Kamera hinsichtlich Belich tungszeit- und Blende-Einstellung in besonderer Weise sicher zu gestalten und das Erfordernis einer Ein stellung von Zahlenwerten vollkommen auszuschalten.
Hiezu gehört nicht nur eine Kupplung zwischen ein zigem Betätigungsglied und Belichtungsmesser gemäss einer der beschriebenen, aufwandsparenden Weisen, vielmehr könnte die in Abhängigkeit von den Licht verhältnissen, der Filmempfindlichkeit und anderen Belichtungsfaktoren richtige Einstellung des einzigen Betätigungsglieds durch Kuppeln desselben mit an sich bekannten halb- oder vollselbsttätigen Belich tungsreglern erfolgen, welche eine Bewegung des Be tätigungsglieds bis zum Erreichen einer bestimmten, den Aufnahmebedingungen entsprechenden Stellung zulassen, bzw. eine solche Bewegung selbsttätig durch führen.
Die Erfindung wird nicht dadurch berührt, dass verschiedene der beschriebenen, zur Weiterbildung, der Erfindung dienenden Einrichtungen als Einzelein richtungen bereits bekannt oder vorgeschlagen worden sind. Durch Kombination einer oder mehrerer dieser Einrichtungen mit dem einzigen Betätigungsglied für die Einstellung von Belichtungszeit und Blende wird eine neue und fortschrittliche Wirkung in Form einer überraschend einfachen und sicheren Kamerabedie nung erreicht. Darüber hinaus sind für manche der ge nannten Vorrichtungen besonders vorteilhafte Aus gestaltungen angegeben.
Durch die Erfindung ist erstmalig erreicht, dass eine Kamera bei allen Anwendungsarten im echten Sinne narrensicher zu handhaben ist. Dies ist da durch gewährleistet, dass die verfügbaren Werte für Belichtungszeit und Blende in sinnvoller Weise ge paart und mittels eines einzigen Betätigungsglieds ein stellbar sind, und dass das Auftreten der Blende als ins Bewusstsein gelangender Einstell- und Auskunftsfaktor bei sämtlichen Aufnahmearten ausschaltbar ist.