CH364024A - Schutzanordnung in einer Kraftübertragungsanlage mit hochgespannten Gleichstrom - Google Patents

Schutzanordnung in einer Kraftübertragungsanlage mit hochgespannten Gleichstrom

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CH364024A
CH364024A CH6118958A CH6118958A CH364024A CH 364024 A CH364024 A CH 364024A CH 6118958 A CH6118958 A CH 6118958A CH 6118958 A CH6118958 A CH 6118958A CH 364024 A CH364024 A CH 364024A
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Erich Dr Ing Uhlmann
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Description


  Schutzanordnung in einer     Kraftübertragungsanlage    mit hochgespanntem Gleichstrom    Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schutz  anordnung in einer     Kraftübertragungsanlage    mit  hochgespanntem Gleichstrom, welche Anlage eine       Gleichrichterstation        umfasst,    die bei Normalbetrieb  so geregelt wird, dass eine Betriebsgrösse, z. B. der  Gleichstrom, die Gleichstromleistung oder die Fre  quenz des     gespiesenen    Wechselstromnetzes, konstant  bleibt.

   In einer solchen Anlage kann der Stromrich  ter der in die Übertragung eingeschalteten Wechsel  richterstation einen Regler enthalten, der aber bei  normalem Betrieb nicht funktioniert, und der mit  einer Sperranordnung versehen ist, die einen über  gang auf Gleichrichtung verhindert. Ferner kann der  Stromrichter der Station, die als     Gleichrichterstation     funktioniert, mit einer Steueranordnung versehen  sein, die so beschaffen ist, dass sie den Übergang  von Gleichrichtung zu Wechselrichtung ermöglicht.  



  Normalerweise werden die     Stromrichterstationen     so gesteuert, dass der Gleichstrom der     Gleichrichter-          station    einen eingestellten Wert beibehält und die  Stromregelung der     Wechselrichterstation    unwirksam  ist, so lange der Gleichstrom grösser ist als der im  Regler der     Wechselstromstation    eingestellte Wert.  Diese Einstellung ist gewöhnlich so gewählt, dass sie  mit einem gewissen Betrag (Differenzstrom) die Ein  stellung an der     Gleichrichterstation    unterschrei  tet. Bei einer so gesteuerten Gleichstromübertragung  wird niemals der an einer Fehlerstelle an der Lei  tung entnommene Strom grösser werden können als  der genannte Differenzstrom.

   Wenn nämlich der  durch die Fehlerstelle     abfliessende    Strom grösser  würde, müsste der     Wechselrichter    einen kleineren  Strom als den eingestellten bekommen, was zur  Folge haben würde, dass seine Spannung sinken  würde. Der Gleichrichter würde auch seine Span  nung vermindern, damit sein Strom den eingestellten  Wert nicht überschreitet. Beide Stationen würden    dann so gesteuert werden, dass ihre Spannung stark  vermindert würde und damit auch die Spannung an  der Leitung. Ein stabiler Wert wird erhalten, wenn  die Spannung an der Fehlerstelle     eine    Grösse erreicht,  die von dem Produkt aus obengenanntem Differenz  strom und dem Erdwiderstand bestimmt ist.

   Bei  mässigen Werten des Erdwiderstandes wird also die       Spannung    an der Fehlerstelle sehr niedrig und somit  auch die Spannung in der     Stromrichterstation.     



  Wenn bei einer bekannten     Kraftübertragungsan-          lage    ein Überschlag an einer     Isolatorkette    entsteht  oder wenn eine Schutzfunkenstrecke in     Funktion'tnitt,     so kann zudem der Folgestrom nicht ohne besondere  Massnahmen gelöscht werden, weil der Strom keinen  Nulldurchgang hat. Um die Wirkung eines Fehlers  der oben beschriebenen Art     in    einer Gleichrichter  stromübertragung zu     beschreiben,        wird    auf     Fig.    1  hingewiesen, die schematisch eine solche Anlage für  einen angegebenen Betriebsfall mit einem eingetrof  fenen Fehler an der Leitung darstellt.

   In der Figur  bezeichnet 1 eine     Gleichrichterstation,        die    einerseits  an eine     Wechselstromquelle    angeschlossen ist und  anderseits eine Gleichstromleitung speist, deren einer  Pol mit Erde verbunden ist. Am anderen Ende der  Leitung befindet sich eine     Wechselrichterstation    2,  die in entsprechender Weise angeschaltet ist. Es     wird     angenommen, dass     die    Anlage für 100     kV    Gleich  spannung ausgelegt ist und mit 200 A arbeitet. Die  Stromeinstellung der     Gleichrichterstation    ist dann  200 A und die der     Wechselrichterstation    beispiels  weise 160 A.

   Dies hat zur Folge, dass der Strom der       Wechselrichterstation    nicht niedriger als 160 A und  der     Gleichrichterstabion    nicht höher als 200A wer  den kann. An einer Fehlerstelle kann also höchstens  ein Strom von 40 A     fliessen.    Es wird angenommen,  dass ein Fehler an dem Punkt 3 eingetreten und dass  dort ein     Erdschluss    mit einem     Erdwiderstand    von      100 Ohm entstanden ist.

   Der Spannungsabfall     Lei-          tung-Erde    an der Fehlerstelle wird also 4     kV.    Es  wird weiter angenommen, dass der Leitungswider  stand des zwischen der     Station    1 und dem Punkt 3  befindlichen Leitungsteiles 20 Ohm und dass der  Leitungswiderstand des restlichen Leitungsteils  5 Ohm beträgt. Dann kann in der Gleichrichter  station eine Spannung von 4     -I-    4 = 8     kV    zu Erde  und in der     Wechselrichterstation    eine Spannung von  4-0,8 = 3,2     kV    gemessen werden.

   Wenn- keine  besonderen Massnahmen getroffen werden, wird also  die     Gleichrichterstation    200 A mit der Spannung  8     kV    abgeben, die     Wechselrichterstation    160 A mit  der Spannung 3,2     kV    empfangen und durch die Feh  lerstelle ein Strom von 40 A fliessen.    Bei bisher bekannten Anlagen wird der Folge  strom in der Fehlerstelle dadurch beseitigt, dass mittels  Leistungsschalter die     Gleichrichterstation    1 abge  schaltet wird oder deren Ventilgruppen blockiert  werden. Keine dieser Massnahmen erlaubt aber, dass  die     Gleichrichterstation    zum     Wechselrichterbetrieb     übergeht.

   Gewöhnlich wird     Schnellwiedereinschaltung     an der Station vorgesehen, wobei der Zeitpunkt für  die Wiedereinschaltung von der Funktionszeit des  Relaisschutzes und der     Entionisierung    an der Fehler  stelle abhängt. Durch die Erfindung wird nun eine  andere Lösung vorgeschlagen, die sich dadurch     aus-          zeichnet,    dass die     Gleichrichterstation,    um die Lö  schung eines eventuell auftretenden Lichtbogens an  der Leitung oder an den an die Leitung angeschlos  senen Apparaten zu bewirken, mit einem spannungs  empfindlichen Organ versehen ist, das, wenn die  Ausgangsspannung der     Gleichrichterstation    einen  vorgeschriebenen Wert unterschreitet,

   die Regelein  richtung so     beeinflusst,    dass die     ,Spannung    des Gleich  richters auf Null oder auf einen negativen Wert ge  steuert wird, um dadurch den abgehenden Strom  der Station auf Null zu bringen.  



  Die     Einwirkung    der Ausgangsspannung der       Gleichrichterstation    als Einstellgrösse auf den Regler  geschieht     zweckmässigerweise    dadurch, dass die       Stromeinstellkennlinie    der Station, wenn die Span  nung unter den genannten Grenzwert sinkt, absinkend  spannungsabhängig gemacht wird.     Fig.    2 zeigt als  Beispiel ein Diagramm über Strom J und Span  nung D.

   Die ausgezogenen Linien gelten für die       Gleichrichterstabion.    Über der     Grenzspannung        Dl     ist die Kennlinie durch horizontale Linien     J1,        J2     und     J3    für verschiedene     Stromsollwerte    gegeben. Bei  dem Grenzwert     Dl    wird die     Kennlinie    verändert,  so dass sie beispielsweise spannungsabhängig wird  und gemäss der Figur schnell gegen den Punkt     Dl     sinkt.

   Die Kennlinie kann aber auch so gewählt wer  den, dass der Strom     bei    einem Spannungswert, der  zwischen dem     Grenzwert        Dl    und einem kleineren  Wert, der jedoch grösser ist als Null,     liegt,    Null wird.  In     Fig.    2 ist auch die Stromeinstellung der Wechsel  richterstation entsprechend dem Strom     J1    der Gleich  richterstation durch die gestrichelte Linie  i  dar-    gestellt. Dieser Strom unterschreitet um den Diffe  renzbetrag (J,     -i)    den Strom     J1.     



  Damit eine Anlage der beschriebenen Art ge  startet werden kann, ist es notwendig, dass die span  nungsabhängige Kennlinie, die den Strom Null für  einen endlichen Spannungswert gibt, durch eine  Kennlinie ersetzt wird, die die     J-Achse    bei Null  schneidet gemäss der strichpunktierten Linie     J3    in       Fig.    2.     Sie    kann die     J-Achse    auch bei einem positi  ven     ,Stromwert    schneiden.  



  In     Fig.    3 wird ein Ausführungsbeispiel einer  Schutzanordnung gemäss der Erfindung in verein  fachter Form gezeigt. In der Figur bezeichnet 10 den  Hauptteil einer     Stromrichterstation,    die mit den  Klemmen 11 an ein Wechselstromnetz angeschlos  sen ist und zwei abgehende     (Gleichrichterstation)     oder ankommende     (Wechselrichterstation)    Gleich  stromleiter 12 und 13 besitzt. In den letztgenannten  Leiter ,ist eine Gleichstromdrossel 14 eingeschaltet.  Die     Stromrichterstation    weist eine an sich bekannte       Gleichstrom-Regelanordnung    15 auf, die von einem  Regler 16 beeinflusst wird. Der Regler äst in der  Figur von einer strichpunktierten Linie umrahmt.

    Die Hilfsspannung wird dem Regler von einem Plus  leiter 17 und einem Minusleiter 18 zugeführt. In dem  Regler 16 werden Regelimpulse in einem Verstärker  mit Elektronenröhren 19 und 20 verstärkt. Eine  elektrische Grösse, die vom Gleichstrom in der  Leitung 12 abhängig ist, wird dem Punkt 21 zuge  führt, z. B. dadurch, wie die Figur zeigt, dass dieser  Gleichstrom einen     Transduktor    22 magnetisiert, des  sen Strom in dem Gleichrichter 23, der an den Punkt  21 angeschlossen ist, gleichgerichtet wird. Zwischen  dem Plusleiter 12 und dem Punkt 21 wird also über  dem Widerstand 24 eine Spannung erhalten, die  dem Gleichstrom in der Leitung 12 proportional  ist. Diese Spannung wird in dem Regler 16 mit einer  Spannung zwischen dem Plusleiter 12 und dem Punkt  25 verglichen, welche Spannung dem Sollwert des  Gleichstroms proportional ist.

   Die Grösse dieser Span  nung kann durch Änderung der Einstellung eines       Potenbiometers    26 verändert werden. Das     Potentio-          meter    ist zwischen den Plusleiter 12 und den Minus  leiter 18 eingeschaltet.  



  Die Steueranordnung 15 beeinflusst den Gleich  richter im Stationsteil 10 in der Weise, dass der  Gleichstrom der Station wächst, wenn das Potential  in dem Punkt 27 wächst. Dies trifft ein, wenn der  Strom von der Elektronenröhre 20 zunimmt. Damit  dieser Strom ansteigen kann, muss das Potential in  dem Punkt 28, der an das Gitter dieser Röhre ange  schlossen ist, auch wachsen. Das Potential in dem  Punkt 28 kann aber nur dann höher werden, wenn  der Spannungsabfall am Widerstand 29 eines     Span-          nungsteilers,    der aus diesem Widerstand, einem  Widerstand 29' und einem Widerstand 30 besteht,  die zwischen den     Hilfsspannungsleitern    17 und 18  eingeschaltet sind, sinkt. Dies trifft ein, wenn der  Strom durch die Elektronenröhre 19 abnimmt.

   Der           Istwert    des Gleichstroms, der von dem Gleichrichter  23 erhalten wird, macht das Potential in dem Punkt  21 positiver, wenn der Gleichstrom der Station  wächst. Das Potential in dem Punkt 31, der über  die Widerstände 32 und 33 mit den Punkten 21  bzw. 25 verbunden ist, wird dann auch positiver.  Daraus folgt, dass das Potential des Gitters der Elek  tronenröhre 19 auch positiver wird. Der Strom durch  die Elektronenröhre 19 wird also ansteigen, was zur  Folge hat, dass die Steueranordnung 15 die Gleich  richterstation 10 so     beeinflusst,    dass ihr Gleichstrom  vermindert wird.  



  Wird nur die Wirkung eines mit dem     Poten-          tiometer    26 eingestellten Wertes betrachtet, so ist  auf Grund der gewählten Schaltungsweise klar, dass  der Punkt 21 immer negatives Potential bekommt.  Die Punkte 31 und 32' erhalten dann auch     negatives     Potential, und der Strom durch die Elektronenröhre  19 neigt dazu, kleiner zu werden. Dies bedeutet,  gemäss der vorstehenden Beschreibung, dass der  Gleichstrom der Station erhöht wird.  



  Sind beide der genannten Arten     Reglereinflüsse     wirksam, so suchen sie zusammen einen solchen  Gleichstrom der Station einzustellen, dass ein Gleich  gewicht zwischen der von dem     Potentiometer    26  erhaltenen Einstellgrösse und dem von dem     Trans-          duktor    22 erhaltenen     Istwert    erreicht     wird.    Dies  kann nur erreicht werden, wenn das Potential in  dem Punkt 31 mindestens annähernd Null ist.  



       Fig.    3 zeigt gleichzeitig auch eine Anordnung zur  Einstellung des     Differenzstromes.    Zu diesem Zweck  ist ein Steuerschalter 34 angeordnet, der in der       Gleichrichterstation    offen, in der     Wechselrichter-          station    geschlossen sein soll. Der Steuerschalter 34  ist zwischen dem Plusleiter 17 der     Hilfsspannung    und  den Plusleiter 12 der     !Station    in Reihe mit einem  Widerstand 35 geschaltet. Eine     Anzapfung    an diesem  Widerstand 35 ist über einen anderen Widerstand 36  mit dem Punkt 32' verbunden.

   Bei Wechselrichter  betrieb wird also immer dem Punkt 32' ein gewisses  positives Potential aufgedrückt, was bedeutet, dass  der Gleichstrom von dem Gleichrichter 23 einen  niedrigeren Wert erreichen muss, damit der Gleich  gewichtzustand erreicht werden soll, als bei Gleich  richterbetrieb, wenn der Steuerschalter 34 offen ist.  



  Die     Fig.    3 zeigt ferner eine Sperranordnung 37,  die verhindern soll, dass die     Wechselrichterstation    zur  Gleichrichtung übergeht. Die Sperranordnung 37  enthält einen Widerstand 38, der mit zwei     Anzapfun-          gen    versehen ist, die mittels eines Umschalters 39  wechselweise an den Punkt 40 angeschlossen wer  den können. Die eine     Anzapfung    entspricht dem       Gleichrichterbetrieb    und die andere dem Wechsel  richterbetrieb. Der Widerstand 38 ist zwischen den  Plusleiter 17 der     Hilfsspannung    und den Plusleiter  12 der Station eingeschaltet. Zwischen dem Umschal  ter 39 und dem Punkt 40 äst ausserdem ein Strom  ventil 41 eingeschaltet.

   Das Potential des Punktes 40  und damit auch des Punktes 28 kann zufolge des       Stromventiles    41 nicht positiver werden als die mit    dem Widerstand 38     eingestellte        Spannung.    Dadurch       wird    erreicht, dass der     Steuerimpuls    für die Steuer  anordnung 15 nicht einen grösseren Gleichstrom der  Station einstellen kann, als dem Potential an den  beiden     Anzapfungen    des Widerstandes 38 entspricht.  Die     Anzapfung    für Wechselrichtung ist so gewählt,  dass die Steuerung unter keinen Umständen zur  Gleichrichtung übergehen kann.  



  In     Fig.    3     ist    weiter ein     spannungsempfindliches     Organ 42 angeordnet, das einen     Transduktor    43       besitzt,    dem eine der Leitungsspannung proportionale  Steuergrösse zugeführt wird. Dies wird mit     Hilfe    eines       Spannungsteilers    erreicht, der aus den Widerständen  44 und 45 besteht, an deren Verbindungspunkt die  Steuerwicklung 46 des     Transduktors    in Reihe mit  einem Widerstand 47 geschaltet ist. Der     Transduktor     43 ist in Reihe mit einem Gleichrichter 48 an eine       Wechselstromquelle    49 angeschlossen.

   Der Gleich  richter 48 ist mit     seinem    positiven Gleichstrompol  an den     Plusleiter    12 der     Station    und mit seinem       negativen    Gleichstrompol in Reihe mit einem Strom  ventil 50 an den Minusleiter 18 der     Hilfsspannung     angeschlossen. Das Stromventil 50 ist für dieselbe       Stromrichtung    wie die Gleichrichter 48 durchlässig.

    Ein Punkt 51 zwischen dem Stromventil 50 und dem  Gleichrichter 48 ist einerseits über einen Widerstand  52 an den Plusleiter 17 der     Hilfsspannung,        anderseits     über ein     Stromventil    53 und einen (Schalter 54 an  den Punkt 25 des Reglers 16 angeschlossen.  



  In dem in     Fig.    3 gezeigten Ausführungsbeispiel  der Erfindung wird vorausgesetzt, dass der Plus  leiter 12 der Anlage als     Neutralleiter    in ein System       eingeht,    das aus zwei Gleichrichtern besteht. Das       Hilfsspannungssystem    17, 18 kann dann auch auf  den     genannten        Neutralleiter    bezogen werden. Ein  Strom, der von dem Leiter 17 den Widerstand 52       durchfliesst,        wird    deshalb über den Punkt 51 den  Gleichrichter 48 passieren.

   Weil dieser Gleichrich  ter auch von dem Strom des     Transduktors    43 beein  flusst wird, ist das Potential in dem Punkt 51 davon  abhängig, welcher der beiden Ströme grösser ist.  



  Wenn die     Gleichrichterstation        kenne    Spannung  liefert, wird der     Transduktor    43 auch keinen     (Strom     in den Gleichrichter 48 speisen, und der Strom durch  den Widerstand 52 von dem Leiter 17     wird    dann die  Stromventile des Gleichrichters kurzschliessen. Dies  hat zur Folge, dass der Punkt 51 dasselbe Potential  hat wie der als     Neutralleiter    dienende Leiter 12,  das heisst das Potential Null.

   Wenn die     Spannung     zwischen den Leitern 12 und 13 von Null an wächst,  wird das Potential in dem Punkt 51 so     lange    Null  bleiben, als der Strom durch den Widerstand 52  grösser ist als der Strom von dem     Transduktor    43.  Wenn der     Transduktorstrom    überwiegt, muss dieser  Strom auch den Widerstand 52 passieren, und dann  hört der Kurzschluss der Stromventile des Gleich  richters auf, und das     Potential    in dem Punkt 51 wird  auf das negative Potential des Leiters 18 gesenkt.  Mit wachsender Gleichspannung der Anlage wird  der Punkt 51 negativer.

   Damit die     Ventile    des Gleich-           richters    48 nicht für allzu hohe negative     Spannungen     bemessen zu werden brauchen, ist ein Ventil 50 in  solcher Weise eingeschaltet, dass das Potential in  dem Punkt 51 begrenzt wird.  



  Durch Zusammenschaltung von Punkt 51 und       Punkt    25 kann der Regler 16 von dem spannungs  empfindlichen Organ 42 beeinflusst werden. Gemäss  der früheren Darstellung ist der Regler so angeord  net, dass Gleichgewicht erhalten wird, wenn der  Punkt 25 negatives Potential hat. Solange das span  nungsempfindliche Organ 42 das Potential in dem  Punkt 51 hinreichend negativ hält, wird dieses Organ  den Regler nicht beeinflussen.

   Das     Stromventil    53  verhindert     dabei,    dass Strom von dem Punkt 25 zu  dem Punkt 51     fliesst.    Wenn ein Fehler der oben  beschriebenen Art an einer Leitung, die     mit    voller  Spannung arbeitet, auftritt,     wird    gemäss der früheren  Darstellung im     Anschluss    an die     Fig.    1 und 2 die Span  nung der Leitung schnell sinken. Bei einem gewissen  Spannungswert wird das Potential in dem Punkt  51 plötzlich auf Null wachsen. Dies bedeutet, dass  das Potential in dem Punkt 25 positiver wird und  dass der     Regler    den abgegebenen Strom der Station       vermindern    wird.

   Der Steuerimpuls des Reglers wird  dabei die Steueranordnung 15 des Gleichrichters so  lange beeinflussen, bis der Strom der     Station    auf  Null gesunken ist, und dies bedeutet, dass die Steuer  anordnung zeitweilig die     Gleichrichterstation    auf  Wechselrichtung umsteuern kann.  



  Es ist hervorgehoben worden, dass eine solche  Anlage nicht starten kann, ohne dass spezielle Mass  nahmen getroffen werden. Diese Massnahmen bedeu  ten, dass die spannungsabhängige     Kennlinie    gemäss  den ausgezogenen Linien in     Fig.    2 durch eine Kenn  linie ersetzt wird, die beispielsweise durch Null gemäss  der strichpunktierten Linie geht.  



  Dies wird in der in     Fig.    3 gezeigten Ausfüh  rungsform in einfacher     Weise    dadurch ermöglicht,  dass das spannungsempfindliche Organ 42 mittels des  Schalters 54, der vorzugsweise als Relaiskontakt aus  gebildet ist, abgeschaltet ist.  



  In betriebstechnischer Hinsicht ist es besonders       vorteilhaft,    dass eine automatische     Herabregelung    des  Stromes und der Spannung auf Null erhalten wird,  ohne dass mechanische     Schaltungsglieder    benützt  werden müssen, und dass ein solches Glied nur er  forderlich ist, wenn die Anlage gestartet werden soll.  Dieser Stromschalter kann auch     in    einfacher Weise  von einer     Wiedereinschaltungsautomatik    beeinflusst  werden.  



  Weil die Schutzanordnung ohne Relais . arbeitet,  braucht man nicht mit der     Funktionszeit    solcher zu  rechnen, und weil ferner der Strom durch die Feh-         lerstelle    nur einen Bruchteil des Nennstromes betra  gen kann, so dass die     Entionisierungszeit    der Licht  bögen der Fehlerstelle bedeutend kürzer wird als bei  früher bekannten Anordnungen, wird also bei einer  Anlage gemäss der     Fig.    3 die Zeit, die     erforderlich     ist, bis Wiedereinschaltung vorgenommen werden  kann, bedeutend kürzer werden als bei Anlagen be  kannter Art.  



  In dem Ausführungsbeispiel gemäss     Fig.    3 ist ein  spannungsempfindliches Organ gezeigt, das nur stati  sche Schaltungsglieder enthält. Dadurch werden die  Nachteile vermieden, die mit der Verwendung von  Relais verbunden sind, die     gewöhnlicherweise        eine    zu  lange Funktionszeit aufweisen, oder von Elektronen  röhren, die zu empfindlich sind. Die Benützung sol  cher Schaltungsglieder fällt jedoch in den Rahmen  vorliegender Erfindung, und jede an und für sich  bekannte Umschaltanordnung die eine Kniekurven  kennlinie nach     Fig.    2 gibt, kann verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schutzanordnung in einer Kraftübertragungsan- lage mit hochgespanntem Gleichstrom, welche Anlage eine Gleichrichterstation umfasst, die bei Normalbetrieb so geregelt wird, dass eine Betriebs grösse, z.
    B. der Gleichstrom, die Gleichstromleistung oder die Frequenz des gespiesenen Wechselstromnet zes, konstant bleibt, dadurch gekennzeichnet, dass die Gledchrichterstation, um die Löschung eines eventuell auftretenden Lichtbogens an der Leitung oder an den an die Leitung angeschlossenen Appara ten zu bewirken, mit einem spannungsempfindlichen Organ (42) versehen ist, das, wenn die Ausgangs spannung der Gleichrichterstation einen vorgeschrie benen Wert unterschreitet, die Regeleinrichtung so beeinflusst, dass die Spannung des Gleichrichters auf Null oder auf einen negativen Wert gesteuert wird, um dadurch den abgehenden Strom der Station auf Null zu bringen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Schutzanordnung gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Wechselrichterstation mit einer Sperranordnung versehen ist, die verhin dert, dass die Station zu Gleichrichterbetrieb über geht. 2. Schutzanordnung gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Relais als spannungs empfindliches Organ benützt wird. 3. Schutzanordnung gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein statischer Umschalter, der für Kniekurvenregelung vorgesehen ist, als span nungsempfindliches Organ benützt wird.
CH6118958A 1957-06-29 1958-06-28 Schutzanordnung in einer Kraftübertragungsanlage mit hochgespannten Gleichstrom CH364024A (de)

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