CH364055A - Verfahren zum fortschreitenden induktiven Erwärmen von ferritischen Blechen und Induktionsspule zur Ausübung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum fortschreitenden induktiven Erwärmen von ferritischen Blechen und Induktionsspule zur Ausübung des Verfahrens

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CH364055A
CH364055A CH6123258A CH6123258A CH364055A CH 364055 A CH364055 A CH 364055A CH 6123258 A CH6123258 A CH 6123258A CH 6123258 A CH6123258 A CH 6123258A CH 364055 A CH364055 A CH 364055A
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CH
Switzerland
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inductive heating
induction coil
sheets
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Application number
CH6123258A
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Fritz Dipl Ing Alf
Seul Vincenz
Lenze Josef
Original Assignee
Deutsche Edelstahlwerke Ag
Aeg
Stahl Ung Walzwerke Rasselstei
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B6/00Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
    • H05B6/02Induction heating
    • H05B6/36Coil arrangements
    • H05B6/40Establishing desired heat distribution, e.g. to heat particular parts of workpieces

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • General Induction Heating (AREA)

Description


  Verfahren zum fortschreitenden     induktiven    Erwärmen von     ferritischen    Blechen  und     Induktionsspule        zur    Ausübung des Verfahrens    Die Erfindung befasst sich     mit        einem    Verfahren  zum     fortschreitenden    induktiven Erwärmen von     fer-          ritischen    Blechen und einer Induktionsspule zur Aus  übung des Verfahrens.  



  Das induktive Erwärmen von     ferritischen    Blechen  in Stück- oder Bandform erfordert bekanntlich dann  besondere Massnahmen, wenn es sich darum handelt,  Bleche mit geringer Stärke zu erwärmen, und zwar  vornehmlich, wenn es sich um Stärken von 0,5 mm  und weniger, beispielsweise     0,10-0,35        mm,    handelt.  



  Das Erwärmen von Blechen kann aus den ver  schiedensten Gründen notwendig sein; von ganz be  sonderer Bedeutung ist diese Massnahme aber bei  der Herstellung von verzinnten Blechen. Die Bleche  werden galvanisch verzinnt, und die so aufgebrachte  Zinnschicht muss anschliessend aufgeschmolzen wer  den. Hierzu sind Temperaturen notwendig, die unter  500  C liegen, und zwar insbesondere zwischen 200  und 300  C betragen. Sehr wesentlich ist hierbei, dass  die niedergeschmolzene Zinnschicht bis zu dem  Augenblick ihrer Erhärtung nicht mit irgendwelchen  Teilen in Berührung gerät, weil sonst eine einwand  freie, glänzende Zinnoberfläche nicht gewährleistet ist.  



  Schon     frühzeitig    ist der Vorschlag gemacht wor  den, Blechbänder zum Zwecke des     Zinnaufschmel-          zens    induktiv zu erwärmen. Dabei wird das Band  durch Induktionsspulen hindurchgeführt, die das  Band umfassen. Mit Rücksicht auf die zwischen 0,10  und 0,35 mm liegenden Bandstärken ist bisher prak  tisch ausschliesslich unter Anwendung hochfrequenter  Ströme gearbeitet worden.

   Da das Band in Achsrich  tung der Spulen durch den Induktor hindurchläuft,  durchsetzt das magnetische Feld das Band in Vor-         schubrichtung    und erzeugt einen Wirbelstrom, der  über den Umfang des Bandes     fliesst.    Auf Grund der  bekannten Formeln über die     Eindringtiefe    der Ströme  und unter Berücksichtigung der     Werkstoffstärken    ha  ben sich für dieses Verfahren Frequenzen in der Grö  ssenordnung von<B>100000</B> Hz und höher als notwen  dig erwiesen. Es ist also erfreulich, Röhrengenerato  ren anzuwenden.

   Wenn die Bandgeschwindigkeit  während des     Aufheizvorganges    sehr gross ist, müs  sen diese Röhrengeneratoren, um den Produktions  bedingungen entsprechen zu können, mit einer Aus  gangsleistung von 500     kW    und mehr ausgelegt sein.  Solche Generatoren herzustellen, bereitet bekanntlich  erhebliche Schwierigkeiten, und ausserdem sind der  artige Anlagen     schwierig    zu warten und störanfällig.  



  Es ist daher auch schon vorgeschlagen worden,  mit niedrigeren Frequenzen, z. B. mit Netzfrequenz  oder     Mittelfrequenz,    zu arbeiten. Um bei diesen Fre  quenzen jedoch überhaupt eine Erwärmung der dün  nen Bänder zu     ermöglichen,    ist die sogenannte Quer  felderwärmung angewendet worden. Beiderseits des  Bandes wurden Spulen mit Magnetkernen angeord  net, und so eine magnetische     Durchflutung    quer zum  Band sichergestellt. Unter Anwendung dieser Mass  nahme ist es möglich, eine angemessene Erwärmung  des Bandes herbeizuführen. Es ergibt sich jedoch der  Nachteil, dass auf das Band gleichzeitig erhebliche  magnetische Kräfte ausgeübt werden.

   Es muss daher  eine solche magnetische     Spulenanordnung    auf beiden  Seiten des Bandes vorgesehen werden, damit sich die  anziehenden Kräfte nach Möglichkeit aufheben.  Wenn aber die Anordnung nicht völlig     symmetrisch     zur Bandachse ausgerichtet ist, wird das Band ein  seitig an     eine    der Magnetspulen herangezogen und      gerät mit dieser in     Berührung.    Dadurch wird die  Bandoberfläche beschädigt.  



  Die Folge dieser Schwierigkeit ist, dass - ob  wohl sich das induktive Erhitzen als ganz besonders       zweckmässig    gerade für das     Aufschmelzen    der Zinn  schichten anbietet - in der Praxis für diesen Zweck  nur selten von der Induktionserhitzung Gebrauch ge  macht und dem elektrischen Erhitzen     im    unmittel  baren Stromdurchgang der Vorzug gegeben wird.  Diese     Erhitzungsart    hat aber für den     gedachten     Zweck ebenfalls besondere Nachteile.  



  Es besteht somit ein ausgesprochenes Bedürfnis  dafür, Blechbänder unter Verwendung von Induk  tionsspulen, die das Band umfassen, mit solchen An  lagen     aufzuheizen,    die einerseits widerstandsfähig  sowie betriebssicher und zum anderen imstande sind,  grosse und grösste Leistungen abzugeben.  



       Mittelfrequenzanlagen,    das heisst solche mit einer  Frequenz von 1000 bis 20000 Hz, entsprechen die  sen Forderungen. Diese Anlagen bei Verwendung  einer     Frequenz    von 5000 oder 10 000 Hz einzuset  zen, ist dann möglich, wenn gemäss der überraschen  den Erkenntnis der Erfinder mit einer niedrigen Lei  stungsdichte gearbeitet wird. Bekanntlich ist es beim       Induktionserhitzen    ganz allgemein üblich, mit grosser  Leistungsdichte zu arbeiten - bei 10 000 Hz mit  1     kW/cm2    und mehr -, weil angenommen wird, dass  nur auf diese Weise die Vorzüge des induktiven     Er-          hitzens    in jeder Hinsicht ausgeschöpft werden kön  nen.

   Von dieser vorgefassten Auffassung weichen die       Erfinder    ab und schlagen ein Verfahren zum fort  schreitenden     induktiven    Erwärmen von     ferritischen     Blechen in Stärken von 0,5 mm und weniger auf  Temperaturen unter 500  C unter Verwendung von  Induktionsspulen, die das Blech umfassen, vor, wel  ches Verfahren sich dadurch auszeichnet,     dass    unter  Anwendung     mittelfrequenter    Ströme mit einer Lei  stungsdichte der das Blech induzierenden Induktoren  von     höchsens    20     W,!cm2    gearbeitet wird.

   Bei einer  derartigen     Erniedrigung    der Leistungsdichte wird, wie  ;sich zeigte, die magnetische     Permeabilität    des     ferri-          tischen    Blechwerkstoffes so weit gesteigert, dass die  elektrische     Eindringtiefe    sehr klein wird und sich  trotzdem das Band hinreichend erwärmt, um das       Aufschmelzen    der Zinnschicht     in    einwandfreier Weise  zu gewährleisten.  



  Besonders     vorteilhaft    ist es, wenn eine Leistungs  dichte von 10     W/cm2    unterschritten und eine Fre  quenz von<B>10000</B> Hz angewendet wird. Es ergeben  sich hierbei erstaunlich gute Wirkungsgrade. Dies ist  darauf     zurückzuführen,        d'ass    infolge der geringen Lei  stungsdichte eine entsprechende Steigerung der Per  meabilität     hervorgerufen    wird, die die magnetische  Leitfähigkeit des Bleches gegenüber der Luft so viel  besser macht, dass trotz des     schlechten    geometrischen  Kopplungsgrades der grösste Teil des von der Spule  ausgehenden Magnetfeldes durch das Band hindurch  geleitet wird.

   Es     ergibt    sich mithin ein günstiger elek  trischer Kopplungsgrad, das heisst also hoher Wir  kungsgrad, verbunden mit einem günstigen     ccs        p.       Selbst bei Blechbändern mit einer Stärke von  0,15     mm    kann noch unter Anwendung einer Fre  quenz von nur 5000 Hz ein guter Wirkungsgrad beim  Erwärmen erzielt werden.  



  Bei einem Ausführungsbeispiel des Verfahrens  gemäss der Erfindung wird vorgeschlagen, das auf das  Band einwirkende, resultierende Magnetfeld aus  Komponenten zusammenzusetzen, die mit der Vor  schubrichtung Winkel einschliessen, wobei selbstver  ständlich die geringe Leistungsdichte beibehalten  wird. Dies hat zur Folge, dass das Band nicht nur  längsdurchflutet, sondern zum Teil auch querdurch  flutet wird. Die     vektorielle    Addition dieser beiden  Komponenten ergibt einen resultierenden Vektor, der  entsprechend seiner Grösse mehr oder minder     geneigt     durch die Blechebene verläuft. Dieser Vektor ist auf  jeden Fall länger als die Dicke des Bandes, und es  liegen mithin für diesen bezüglich der     Eindringtiefe     günstigere Verhältnisse vor.  



  Zur Ausübung dieser Massnahme wird gemäss der  Erfindung eine Induktionsspule vorgeschlagen, die  Leiterabschnitte aufweist, welche senkrecht zu den  Kanten des Bandes verlaufen und im Bereich der  Kanten mit einer Steigung von mehr als 25  von der  einen zu der anderen Seite     des    Bleches     umgeführt     sind.  



  In der Zeichnung ist ein solcher Induktor dar  gestellt, und anhand dieser Zeichnung sollen bei  spielsweise Ausführungsformen der Erfindungsgegen  stände näher erläutert werden.  



       Fig.    1 zeigt den Induktor in Aufsicht,       Fig.    2 im axialen Längsschnitt.  



  Der Induktor, der das Band 1 umfasst, besteht aus  einzelnen     Windungsabschnitten,    die abwechselnd der  Ober- und Unterseite des Bandes 1 gegenüberstehen.  In     Fig.    1 liegen die Abschnitte 2 unter dem Band, die  Abschnitte 3 über dem Band. Sowohl die Abschnitte  2 als auch die Abschnitte 3     verlaufen    senkrecht zur  Kante des Bandes 1 und sind durch Umführungen 4  miteinander verbunden, die eine Steigung von mehr  als 25  aufweisen, wie insbesondere aus     Fig.2    er  kennbar. Die Spule stellt mithin praktisch einen Mä  ander dar, dessen Querabschnitte so beidseitig aus  der Mittelebene herausgehoben sind, dass das Band  1 längs dieser Ebene hindurchgezogen werden kann.

    Diese Anordnung hat die Folge, dass nicht ein ein  heitliches, von allen     Spulenwindungen    insgesamt aus  gehendes Magnetfeld erzeugt wird, sondern dass jede       einzelne    Windung ihr eigenes sie umschliessendes Ma  gnetfeld erzeugt, wobei nur einzelne wenige Magnet  linien die gesamte Spule in Längsrichtung durchfluten  und umgeben. Auf diese Weise kommen die Vektoren  zustande, die mehr oder minder geneigt das Blech  durchlaufen.  



  Mit dem Verfahren gemäss der Erfindung, zumal  wenn es unter Verwendung des erfindungsgemässen  Induktors betrieben wird, lassen sich, wie gefunden  wurde,     ferritische    Bleche und Bänder im fortschrei  tenden Verfahren mit geringer installierter Leistung      mittels Frequenzen von 10 000 und 5 000 Hz ein  wandfrei auf Temperaturen erwärmen,. die für das  Aufschmelzen zuvor aufgebrachter Zinnschichten  notwendig sind. Die Temperaturen von 200 bis  300 C lassen sich auch dann noch einwandfrei er  reichen, wenn mit     Vorschubgeschwindigkeiten    von  100     m/min    und mehr gearbeitet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum fortschreitenden induktiven Er wärmen von ferritischen Blechen in Stärken von 0,5 mm und weniger auf Temperaturen unter 500 C unter Verwendung von Induktionsspulen, die das Blech umfassen, dadurch gekennzeichnet, dass unter Anwendung mittelfrequenter Ströme mit einer Lei stungsdichte der das Blech induzierenden Induktoren von höchstens 20 Wcm2 gearbeitet wird.
    1I. Induktionsspule zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie Leiterabschnitte aufweist, die senkrecht zu den Kanten des Bleches verlaufen und im Bereich der Kanten mit einer Steigung von mehr als 25 von der einen zur anderen Seite des Bleches umgeführt sind.
CH6123258A 1958-06-30 1958-06-30 Verfahren zum fortschreitenden induktiven Erwärmen von ferritischen Blechen und Induktionsspule zur Ausübung des Verfahrens CH364055A (de)

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