CH364078A - Verfahren zur Herstellung von Gussformen sowie Anlage zur Ausübung dieses Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gussformen sowie Anlage zur Ausübung dieses Verfahrens

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CH364078A
CH364078A CH6312558A CH6312558A CH364078A CH 364078 A CH364078 A CH 364078A CH 6312558 A CH6312558 A CH 6312558A CH 6312558 A CH6312558 A CH 6312558A CH 364078 A CH364078 A CH 364078A
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CH6312558A
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Jeppesen Vagn Aage Dipl I Prof
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Jeppesen Vagn Aage Dipl I Prof
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C11/00Moulding machines characterised by the relative arrangement of the parts of same
    • B22C11/10Moulding machines characterised by the relative arrangement of the parts of same with one or more flasks forming part of the machine, from which only the sand moulds made by compacting are removed

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Gussformen    sowie Anlage zur Ausübung dieses Verfahrens    Das übliche Verfahren zur Herstellung von zwei  teiligen     Gussformen    aus Sand zur Verwendung in  Eisen-, Stahl- und Metallgiessereien umfasst eine Reihe  auf einander folgender Operationen, die bedeu  tende Unkosten mit sich führen, entweder für Löhne  oder für komplizierte mechanische     Hilfsmittel,    ferner  hin auch viel Platz beanspruchen, sowie vielen Trans  port von Formen und     Formkästen.     



  Nach einem mehr als 50 Jahre alten Vorschlag,  der eine Vereinfachung und Beschleunigung der  Formherstellung sowie eine Koordination mit der       Gussoperation    an sich bezweckte, werden zwei zusam  mengehörige Formteile gleichzeitig je auf einer Seite  eines zweiseitigen Modellbrettes hergestellt, das ent  weder zwischen zwei Formkästen angebracht ist oder  als Scheidewand zwischen zwei gleichen Teilen einer  zylindrischen Formkammer angeordnet ist. Der Form  sand wird auf beiden Seiten des Modellbrettes ein  gefüllt und mittels eines Pressekolbens nebst Gegen  halter komprimiert.

   Hierauf wird der Kolben etwas  zurückgezogen, wobei er durch besondere Verschlüsse  die beiden Formkästen oder die beiden Kammerteile  mitnimmt, so dass diese beiden Teile genügend von  einander entfernt werden, um eine     Herausnahme    des  Modellbrettes zu ermöglichen, und auch vom     Presse-          gegenhalter    freigezogen werden, wonach letzterer  entfernt werden kann. Der Pressekolben wird hierauf  wiederum in vorwärtsgehende Bewegung versetzt,  welche     zuerst    ein Zusammenschieben der beiden  Formteile zwecks Bildung einer kompletten Guss  form und danach ein Verschieben dieser     Gussform     auf eine Führungsbahn hinaus bewirkt, wo dann das  Vergiessen Zug um Zug mit der Formherstellung  getätigt werden kann.

   Falls Formkästen Verwen  dung finden, so nehmen diese an der Bewegung auf  die Führungsbahn hinaus und diese hindurch teil,  aber die Formteile können wie erwähnt auch kästen-    los sein, in welchem letzteren Fall die Führungs  bahn die Form eines Troges oder einer Rinne hat,  welcher bzw. welche teilweise die Formteile um  schliesst und diese von aussen her unterstützt.  



  Trotz der Vorteile, nicht     zuletzt    hinsichtlich     einer     Verminderung des Formtransports und in einigem  Grade auch des Platzbedarfes, welche durch das frü  her vorgeschlagene Verfahren erreicht werden sollte,  ist dasselbe dennoch - soweit bekannt - nie in  nennenswertem Umfange     realisiert    worden.

   Dies kann  auf mehrere Gründe zurückgeführt werden, aber  die Hauptsache dürfte vermeintlich darin zu sehen  sein, dass die hergestellten Formteile nicht genügend  stabil sind, um die Erschütterungen zu vertragen,  denen sie ausgesetzt werden, teils     im        Formfertigungs-          apparat    selbst, teils während ihres     Verschiebens    von  diesem auf die Führungsbahn hinaus.     Ein    anderer  Nachteil besteht darin, dass es bei diesem Verfahren  schwierig ist, genügend Platz zu beschaffen zum Ein  legen von Kernen, was gegebenenfalls auch vor sich  gehen muss, ehe die Formteile miteinander gesammelt  werden, demnach im     Formfertigungsapparat    selbst.

    Dies     führt    ferner mit sich, dass die     Formteilherstel-          lung    unterbrochen werden muss, solange das     Einlegen     der     Kerne    andauert, was der erreichbaren Kapazität  zum wesentlichen Schaden gereicht.  



  Die vorliegende Erfindung     betrifft    ein     Verfahren     zur Herstellung von sogenannten     Stapelformen    im  Gegensatz zu den obig erwähnten     zweiteiligen    For  men, also     Gussformen    aus Formsand oder in ähn  licher Weise formbarem Material und bestehend aus       aneinandergereihten,    gleichen Formteilen mit Form  flächen zur Bildung eines oder mehrerer     Gusshohl-          räume    bei jeder Teilfuge der Form.  



  Solche Stapelformen wurden bislang dadurch her  gestellt, dass unter sich gleiche Formteile, ein jeglicher  in seinem     Formkasten    hergestellt, in     einem    Stapel      übereinander     angebracht    und     daraufhin    miteinander  verbolzt wurden, beispielsweise mittels langer     Bolzen,     welche die Verbindung     zwischen    dem obersten und  dem untersten Formkasten des Stapels bilden.

   Im  Vergleich zu den     zweiteiligen    Formen haben Stapel  formen den     Vorteil,    dass sie eine gewisse Sparsam  keit im Verbrauch von Formsand ermöglichen und  nicht so viel Bodenplatz der Giesserei wie übliche,  zweiteilige Formen beanspruchen, dafür aber ist eine  recht umfassende und mühsame Arbeit mit dem Zu  sammenstellen der Stapelformen verbunden, nicht  zum mindesten weil die einzelnen     Formteile    mit dazu  gehörigen Formkästen verhältnismässig schwer sind.  



  Entsprechende Formteile können auch zu einem  waagrechten oder liegenden Stapel mit einem geson  derten     Eingusstrichter    für jeden     Gusshohlraum    zu  sammengestellt werden. Auch in diesem Falle er  fordert jedoch das Zusammenstellen und Verbolzen  der Form eine bedeutende Arbeit, die nur teilweise  auf maschinellem Wege getätigt werden kann, und  die in diesem Falle eine bedeutende Investition für  mechanische Hilfsmittel voraussetzt, nicht am wenig  sten für den Transport der Formkästen selbst.  



  Hauptzweck der vorliegenden Erfindung ist es   unter Überwindung der     Nachteile    bei dem bekannten  Verfahren zur Herstellung von     Stapelformen    - die  Arbeit in Giessereien zu vereinfachen und verbilligen,  namentlich durch eine besonders rationelle Zurecht  legung der Herstellung und Ausnutzung der Guss  formen bei einem minimalen Einsatz an manueller  Arbeitskraft sowie mechanischer Ausrüstung.  



  Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfin  dung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Formteile       nacheinander    zwischen zwei einander gegenüber  stehenden, als Modellbretter dienenden Endwänden  in einer Formkammer hergestellt werden, aus welcher  die     Formteile,    nach Entfernen der einen Endwand,  mittels der anderen     Endwand        ausgeschoben    und in  einer in Flucht mit der Formkammer liegenden Sta  peleinrichtung     aneinandergereiht    werden.

   Es sei be  merkt, dass der Ausdruck  Modellbrett  in dieser  Verbindung ein jegliches Element umfassen soll, das  zur Bildung einer     Formfläche    in den Formteilen dient,  und demnach beispielsweise eine einfache, ebene  Platte umfasst, welche zur Verwendung kommen kann,  wenn die Formteile mit einer ebenen     Formfläche    her  gestellt werden sollen.  



  Bei dem angegebenen Verfahren kann sowohl die  Herstellung als auch die Zusammensetzung der Form  teile ausserordentlich schnell vor sich gehen und  eventuell vollautomatisch, also ohne Einsatz von  manueller Arbeit, indem die gefertigten Formteile  durch     eine    einfache Verschiebungsbewegung aus der  Formkammer entfernt und sofort in oder auf der  Führungsbahn auf ihren richtigen Platz gebracht wer  den können.

   Die einzelnen Formteile können ohne  Anwendung von Rahmen oder Formkästen herge  stellt werden, so dass das Problem eines Transportes  derselben ganz     ausfällt.    Die Formkästen nebst dazu  gehörigen Steuer- und     Verbolzungsmitteln    werden ge-         wissermassen    durch die Führungsbahn ersetzt, welch  letztere sowohl das korrekte Zusammenstellen der       Formteile    gewährleisten kann, als auch, z. B. allein  kraft der Friktion gegen diese, die Form gesammelt  halten kann.  



  Wie ersichtlich, erinnert das erfindungsgemässe  Verfahren in gewissen Punkten an die vorstehend  erwähnte, bekannte Methode, wo die zu einer zwei  teiligen Form gehörigen Formteile gleichzeitig in einer  Formkammer hergestellt und aus dieser auf eine Füh  rungsbahn hinausgeschoben werden. Es sei indessen  hervorgehoben, dass das erfindungsgemässe Verfahren  sich in mehreren Hinsichten von dieser früher vor  geschlagenen Methode vorteilhaft unterscheidet und  speziell nicht die vorstehend dargestellten Nachteile  derselben besitzt.

   Bei der Erfindung kann das eine  Modellbrett als     Pressegegenhalter    wirken, weshalb  nur ein einziges Element aus der Formkammer zu  entfernen ist, ehe freie Passage von derselben zur  Führungsbahn vorhanden ist, und der hergestellte  Formteil ist aus dem gleichen Grund vor dem       Ausschieben    aus der Formkammer nur von einem  einzigen Element zu separieren, was den Bewegungs  verlauf vereinfacht.

   Es ist ferner ein Vorteil, dass die  Verschiebung der Formteile aus der Kammer und auf  die Führungsbahn hinaus durch Bewegung des an  deren Modellbrettes in die Wege geleitet wird, indem  dies mit seiner ganzen Fläche gegen den Formteil  anliegt und dadurch in der Praxis die Zerstörung des  Formteils infolge     Biegungseinfluss    ausschliesst, welcher  ansonsten während des Transportes entstehen könnte.  Ein dritter und sehr wesentlicher Vorteil des er  findungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass das  Einlegen von Kernen in die Form gleichzeitig mit der       Formteilherstellung    vor sich gehen kann und diese  daher nicht zu verzögern braucht.

   Dies ist darauf zu  rückzuführen, dass die Kerne in das  offene:> Ende  des bereits gebildeten Stapels oder Stranges von Form  teilen im Takt mit, jedoch ohne direkte Verbin  dung mit der Produktion der Formteile eingelegt wer  den können. Nicht zum mindesten dieser letztgenannte  Umstand trägt das seinige dazu bei, dass bei dem  erfindungsgemässen Verfahren eine Produktions  geschwindigkeit erreicht werden kann, die bei weitem  das bislang Mögliche überschreitet.  



  Wenn die Formteile in stehender Lage gefertigt  werden, also in einer Formkammer mit hauptsäch  lich waagrechter     Achsenrichtung,        wirrt    das Form  material, falls es allein durch die Wirkung der Schwer  kraft in die Formkammer rutscht, nicht immer dazu  imstande sein, sich dicht an den     Modellflächen    zu  lagern, insbesondere nicht gegen     abwärtskehrenden     Oberflächenteilen derselben. Es können somit Hohl  räume entstehen, und ein Formteil, der nach einer sol  chen Einfüllung     gepresst    wird, dürfte meistens auf  Grund von zu weichen Formkanten     unverwendbar     sein.

   Es kann daher von Vorteil sein, dass das Form  material durch Einblasen mittels Druckluft in die  Formkammer eingeführt wird. Hierdurch wird ein  völliges Auffüllen der Formkammer erzielt, und fer-           ner    erreicht man eine     Vorkompression    des Formteils,  wodurch die Härteverteilung des fertigkomprimierten  Formteils sehr gleichartig wird. Schliesslich erhält man  durch das Einblasen mittels Druckluft ein praktisch  gesprochen momentanes     Auffüllen    der Kammer.  



  Zur Stabilisierung oder Erhärtung der     Formteile     kann während oder nach Einführung des Form  materials in die Formkammer ein Härtemittel, bei  spielsweise Kohlensäure, beigegeben werden.  



  Die Erfindung betrifft ferner eine Anlage zur Aus  führung des     erfindungsgemässen    Verfahrens, beste  hend aus einer     Formteilfertigungsvorrichtung    mit  einer Formkammer und einer Stapeleinrichtung zur  Aufnahme der Formteile aus der Formkammer. Die  Anlage ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet,  dass zum Abschliessen der Formkammer auf der der       Stapeleinrichtung    abgekehrten Seite eine als Modell  brett dienende Endwand vorgesehen ist, welche durch  die Formkammer schiebbar ist, während die andere  Endwand aus einem Modellbrett besteht, das von  einer Schliesslage in der es die Formkammer auf der  der Stapeleinrichtung zugekehrten Seite abschliesst, in  eine     Offenlage    bewegbar ist.  



  Aus dem bereits Erwähnten geht hervor,     d'ass    eine  solche Anlage eine allmähliche Herstellung und  Zusammensetzung einer willkürlichen Anzahl von  Formteilen ausserordentlich schnell ermöglicht, zumal  die Geschwindigkeit unter anderem davon abhängt,  dass die Arbeit mit dem Transport und der Zusam  mensetzung der Formteile auf ein Minimum herab  gebracht worden ist und gänzlich ohne manuelle  Eingriffe vor sich gehen kann.  



  Das erstgenannte Modellbrett ist mit Vorteil ein  solches Stück an der Normalstellung des anderen  Modellbrettes vorbei verschiebbar, dass nach Wieder  verschluss der Formkammer genügend Platz zum Ein  legen eventueller Kerne in den frei gelegenen     Guss-          hohlraum    des letzten der auf die Stapeleinrichtung  gebrachten Formteile vorhanden ist.     Verschied'ent-          liche,    mit diesem Arrangement verbundene Vorteile  lassen sich direkt aus der vorstehenden Darstellung  ersehen.  



  Wenn die Achse der Formkammer hauptsächlich  waagrecht liegt, kann der untere Teil der     Formkam-          merwand    mit Vorteil mit der unteren Wand der Sta  peleinrichtung zusammenhängen. Hierdurch wird ein  besonders glatter     übergang    vom     Formteilfertigungs-          apparat    zur Stapeleinrichtung erzielt, so dass das  Risiko einer Beschädigung der Formteile während  ihrer Versetzung auf ein Minimum reduziert ist.  



  Was zum Verständnis der Erfindung des wei  teren notwendig sein dürfte, geht aus der nachfolgen  den Beschreibung von     Ausführungsbeispielen    der Er  find,ung unter Bezugnahme auf die Zeichnung hervor,  wo       Fig.1,    2 und 3 schematische Längenschnitte durch  eine erfindungsgemässe     Formfertigungs-    und     Guss-          anlage    in drei verschiedenen Situationen während des  Betriebes zeigen,         Fig.    4 einen Querschnitt nach der Linie     IV-IV     in     Fig.    3 und       Fig.    5 einen entsprechenden Querschnitt in einer  geänderten Ausführungsform der Anlage.  



  In der Darstellung bezeichnet 1 einen Boden  rahmen, aus einem waagrecht liegenden     U-Eisen    be  stehend, welches mit     abwärtsgekehrten    Schenkeln an  gebracht ist, vgl.     Fig.    4. An der Oberseite des Bo  denrahmens 1 ist den beiden Längenkanten entlang  je ein     U-Eisen    2 bzw. 3 angebracht, deren Schenkel  voneinander abgekehrt sind. Diese beiden     U-Eisen    2  und 3 können     evtl.    im Verhältnis zum Bodenrahmen  1 quer einstellbar sein.  



  Die drei     U-Eisen    1, 2 und 3 bilden zusammen  eine waagrechte Führungsbahn 4, die in Verlänge  rung eines     Formteilherstellungsgerätes        mit    einer  Formkammer 5 liegt, die in Richtung gegen und weg  von der Führungsbahn 4 verschiebbar ist, indem  sie     beispielsweise    mit einem in der Zeichnung nicht  gezeigten hydraulischen     Zylinder    verbunden sein  kann.

   Der Deckel 6 der Kammer 5 enthält eine Öff  nung, wodurch die Formkammer 5 mit     Formsand     gefüllt werden kann, der durch einen Förderer 9  herbeigeführt und mittels eines     Drucklufteinblase-          gerätes    8, dessen Einzelheiten nicht in der Zeich  nung gezeigt sind, in die Formkammer     eingeführt     wird. Zwischen die Führungsbahn 4 und die Form  kammer 5 ist ein Modellbrett 11 in Form einer  ebenen Platte eingeschoben, die den einen Endboden  der Formkammer 5 ausmacht. Deren anderer     End-          boden    besteht aus einer ebenen Platte 12 mit einem  Modell 13.

   Die Platte 12 wird von der Kolbenstange  14 eines hydraulischen Betätigungszylinders 15 ge  tragen, welcher am Bodenrahmen 1 angebracht ist.  



  16 bezeichnet einen über der Führungsbahn 4  angebrachten Giesslöffel.  



  Auf     Fig.    1 ist das Modellbrett 11 auf seinen Platz  eingeschoben, das andere Modellbrett 12, 13 be  findet sich in einer zurückgezogenen Lage, und die  Zufuhr von     Formsand    kann vor sich gehen. Nach  Füllung mit Sand wird ein Plattenschieber 7 zum  Sperren der Öffnung in der Wand 6, 9 gebracht,       Fig.    2. Das Modellbrett 12, 13 wird zwecks Kompri  mierung des Formsandes in der Formkammer 5 vor  wärts geführt.  



  Nach Abschluss der Komprimierung,     Fig.    2, und  nachdem der hergestellte     Formteil        evtl.    durch Bei  gabe eines Härtemittels, wie vorstehend angegeben,  stabilisiert worden ist, wird das Modellbrett 12, 13  vom Druck entlastet; die Formkammer 5 mit dem  hergestellten Formteil 10 wird vom gegenüber befind  lichen Modellbrett 11 zurückgezogen,     damit    dieses  zur Seite gezogen werden kann, so dass die Form  kammer 5 sich nach der Führungsbahn 4 zu öffnet.

    Die Formkammer 5 wird zur Anlage gegen die Füh  rungsbahn vorwärts geführt, wonach das Modell  brett 12, 13 durch die Formkammer 5,     Fig.    3, vor  wärts verschoben wird, und dadurch den hergestellten  Formteil 10 auf die Führungsbahn 4 hinausstösst,  wo dieser     Formteil    10 - zusammen mit den früher      gefertigten Formteilen - einen     Gussformstrang    bildet.  Bei jedem hinzugefügten Formteil 10 wird der     Guss-          formstrang    durch den vom Modellbrett 12, 13 aus  geübten Druck um     eine    Stufe oder einen Ruck vor  wärts     geführt.     



  Von der Lage in     Fig.    3 werden das Modellbrett  12, 13 und die Formkammer 5 zu der in     Fig.    1 ge  zeigten Stellung zurückgezogen, das andere Modell  brett 11 wird wiederum zwischen die Führungsbahn  und die Formkammer eingeschoben, der Platten  schieberdeckel 7 in der Deckenwand 6 der Form  kammer öffnet sich, wonach Formsand für einen  neuen Formteil zugeführt werden kann.  



  Zug um Zug mit der     Formteilfertigung    kann  der Giesslöffel 16 solcherart manövriert werden,  dass die     aufeinander    folgenden Formhohlräume 17 des       Gussformstranges    mit     Gussmaterial    gefüllt werden.  Vom vordersten - auf der Zeichnung linken   Ende der Führungsbahn 4 können die Formteile mit  den     Gussstücken    direkt auf einen     Ausschlagerost     hinunterfallen, von wo der Formsand via. eine Re  generierungsanlage zum Förderband 9     zurückge-          führt    werden kann, während die hergestellten     Guss-          stücke    zum Putzen passieren.  



       Fig.4    zeigt, dass die Seitenwände 2 und 3 der  Führungsbahn Kühlräume 18 beinhalten können,  durch die Wasser oder ein anderes Kühlmittel     zwecks     Beschleunigung der Abkühlung auf der Strecke zwi  schen     Verguss-    und     Ausschlageort    strömen kann.  Längs der gleichen Strecke - oder einem Teil der  selben - kann der     Gussformstrang    gewichtsbelastet  sein, oder die Führungsbahn 4 kann einen mehr  oder weniger geschlossenen Querschnitt haben,     bei-          spielsweise    wie in     Fig.    5 angedeutet, wo die Führungs  bahn aus einem an der Oberseite aufgeschlitzten  Rohr 19 besteht.  



  Das     Vergiessen    braucht nicht Zug um Zug mit der       Fonnteilfertigung    vor sich zu gehen, indem es bei  spielsweise unter gewissen Verhältnissen zweckent  sprechender sein kann, erst einen     Gussformstrang,    aus  einer gewissen Anzahl von Formteilen bestehend, her  zustellen, und danach sämtliche Formhohlräume die  ses     Gussformstranges    zu füllen, ehe die Herstellung  eines neuen     Gussformstranges    in     Angriff    genommen  wird.

   Eventuell kann eine nach dieser Methode arbei  tende Anlage mehrere separate     Führungsbahnen    um  fassen, die an einem     gemeinsamen        Formteilfertigungs-          apparat    angeschlossen sein können, so dass die Her  stellung eines     Gussformstranges    auf einer Führungs  bahn gleichzeitig mit dem Vergiessen eines     Gussform-          stranges    auf einer anderen Führungsbahn vor sich  gehen kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Giessformen aus Formsand oder in ähnlicher Weise formbarem Material, bestehend aus aneinandergereihten unter sich gleichen Formteilen mit Formflächen zur Bildung eines oder mehrerer Giesshohlräume bei jeder Teil fuge der Form, dadurch gekennzeichnet, dass die Formteile nacheinander zwischen zwei einander ge genüberstehenden, als Modellbretter dienenden End- wänden in einer Formkammer hergestellt werden, aus welcher die Formteile, nach Entfernen der einen Endwand,
    mittels der anderen Endwand ausgescho- ben und in einer in Flucht mit der Formkammer liegenden Stapeleinrichtung aneinandergereiht wer den. 11. Anlage zur Ausführung des Verfahrens ge mäss Patentanspruch 1, bestehend aus einer Form teilfertigungsvorrichtung mit einer Formkammer und einer Stapeleinrichtung zur Aufnahme der Formteile aus der Formkammer, dadurch gekennzeichnet, dass zum Abschliessen der Formkammer (5) auf der der Stapeleinrichtung (4) abgekehrten Seite eine als Mo dellbrett (12, 13) dienende Endwand vorgesehen ist, welche durch die Formkammer schiebbar ist, während die andere Endwand (11) aus einem Modellbrett (11) besteht, das von einer Schliesslage, in der es die Formkammer (5) auf der der Stapeleinrichtung (4) zugekehrten Seite abschliesst,
    in eine Offenlage be wegbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das der Stapeleinrichtung abge kehrte Modellbrett (12, 13) nach dem Einfüllen des Formmaterials vorerst unter Zusammenpressen des Formmaterials in Richtung auf die andere Endwand (11) zu vorgeschoben und danach zusammen mit der Formkammer in entgegengesetzter Richtung zum Trennen des hergestellten Formteils von der letzt genannten Endwand (11) zurückgezogen und alsdann diese entfernt wird, wonach das erste Modellbrett nach Vorschieben der Formkammer bis an die Stapel einrichtung heran zum Ausstossen des Formteils durch die Formkammer hindurchgeschoben wird. 2.
    Anlage gemäss Patentanspruch Il, dadurch ge kennzeichnet, dass das erstgenannte Modellbrett (12, 13) über die Schliesslage des anderen Brettes (11) hinaus verschiebbar ist, damit der freiliegende Giess hohlraum des letzten auf die Stapeleinrichtung (4) gebrachten Formteils (10) nach Wiederverschluss der Formkammer (5) zum Einlegen eventueller Kerne zu gänglich ist.
CH6312558A 1957-08-30 1958-08-21 Verfahren zur Herstellung von Gussformen sowie Anlage zur Ausübung dieses Verfahrens CH364078A (de)

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