CH364139A - Einspritzanlage insbesondere zum Einspritzen von Kraftstoff in das Saugrohr von fremdgezündeten Brennkraftmaschinen - Google Patents
Einspritzanlage insbesondere zum Einspritzen von Kraftstoff in das Saugrohr von fremdgezündeten BrennkraftmaschinenInfo
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Description
Einspritzanlage insbesondere zum Einspritzen von Kraftstoff in das Saugrohr von fremdgezündeten Brennkraftmaschinen Die Erfindung betrifft eine Einspritzanlage, ins besondere zum Einspritzen von Kraftstoff in das Saugrohr von fremdgezündeten Brennkraftmaschinen, mit einer Pumpe, die ständig Kraftstoff über ein Überströmorgan zu ihrer Saugseite fördert, wobei vor dem überströmorgan ein zur Einspritzung be stimmter Teilstrom abgezweigt äst.
Bei einer bekannten Anlage dieser Art wird zur Änderung der je Zeiteinheit eingespritzten Kraftstoff menge der Kraftstoffdruck vor den offenen Ein- spritzdüsen geändert. Dies wird durch Änderung des Öffnungsdruckes des Überströmorganes erreicht. Der Nachteil bei dieser Anordnung besteht darin, dass zur Erzielung einer linearen Änderung der Kraft stoffmenge der Druck quadratisch geändert werden muss.
Da nun aber der Druck bei grosser Menge wegen der Beanspruchung der Teile der Anlage nicht beliebig hoch gewählt werden darf, ergibt sich bei der kleinsten einzuspritzenden Kraftstoffmenge ein sehr niedriger Druck, so dass die im Saugrohr der Brennkraftmaschine auftretenden Druckunterschiede die Regelung der Kraftstoffmenge unzulässig stark beeinflussen können. Daher ist bei kleinen Einspritz- mengen eine einwandfreie Regelung der Einspritz menge durch Änderung des Öffnungsdruckes des Überströmorganes nicht gewährleistet.
Bei einer an deren bekannten Anlage der eingangs beschriebenen Art wird zur Änderung der eingespritzten Kraftstoff menge die Öffnungszeit der geschlossenen Einspritz düsen verändert. Um bei Mehrzylinderbrennkraft- maschinen eine gleichmässige Verteilung auf die ein zelnen Zylinder zu erhalten, muss in diesem Fall die Öffnungszeit jeder einzelnen Einspritzdüse ge steuert werden. Dazu ist aber eine verhältnismässig teuere Anlage erforderlich.
Eine genaue Steuerung der Öffnungszeit macht ausserdem bei hohen Dreh- zahlen beachtliche Schwierigkeiten, da beispielsweise bei elektrisch gesteuerten Einspritzdüsen die Ge nauigkeit der Zeitsteuerung durch die Ansprechzeit der die Einspritzdüse betätigenden Elektromagnete begrenzt ist. Aufgabe der Erfindung äst es nun, die geschil derten Nachteile der bekannten Anlage zu vermeiden.
Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass im Weg des vor dem L7berströmorgan abweisen den Teilstroms eine Drosselstelle mit einstellbarem Durchflussquerschnitt angeordnet ist und dass der Druck hinter der Drosselstelle an einer mindestens annähernd ebenso grossen Fläche des beweglichen Gliedes des überströmorganes in Schliessrichtung angreift wie der in Öffnungsrichtung auf das beweg liche Glied des überströmorganes wirkende Druck vor jener Drosselstelle.
Wenn das Druckgefälle, welches durch die Dros selstelle im Kraftstoffstrom erzielt wird, bei allen Betriebszuständen konstant gehalten wird, hat bei der Anlage im Gegensatz zu der oben zuerst be schriebenen bekannten Anlage der Kraftstoffdruck vor den Düsen keinen Einfluss auf die Einspritz- menge. Diese ist lediglich von der Grösse des an der Drosselstelle jeweils eingestellten Durchflussquer- schnitts abhängig.
Diese Abhängigkeit ist dann völ lig linear, wenn die Fläche des beweglichen Gliedes des überströmorganes, an welcher der vor der Dros selstelle herrschende Druck angreift, genau gleich bemessen ist wie diejenige Fläche dieses Gliedes, auf die der hinter der Drosselstelle herrschende Druck einwirkt.
Gegenüber der oben an zweiter Stelle beschrie benen bekannten Anlage fällt die sehr umfangreiche Einrichtung zur Steuerung der Öffnungszeit der Ein- spritzdüsen weg, da nur die Drosselstelle. zu steuern ist.
Sofern bei der Anlage der zur Einspritzung be stimmte Teilstrom sich in mehrere zu je einer Ein spritzöffnung führende Zweigströme aufteilt, wird: auch bei einer kleinen zur Brennkraftmaschine ge förderten Kraftstoffmenge eine genaue Verteilung auf die einzelnen Düsen gewährleistet, wenn gemäss einer speziellen Ausführungsform dieser Anlage jede der Einspritzöffnungen durch je einen Schieber ge steuert wird,
der dem auf ihn in Öffnungsrichtung wirkenden Kraftstoffdruck des Zweigstromes eine ebenso grosse Angriffsfläche bietet wie einem auf ihn in Schliessrichtung wirkenden, in gleicher Grösse an allen Schiebern angreifenden hydraulischen Druck.
Auf der Zeichnung sind in den Fig. 1 und 2 je ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Er findung schematisch dargestellt. Fig. 3 zeigt ebenfalls schematisch eine Einzelheit des Beispiels nach Fig. 2 in grösserem Massstab.
Eine Kraftstofförderpumpe 1, die in einem Kraft- stoffbehälter 2 untergebracht ist, saugt Kraftstoff an und fördert diesen durch eine Leitung 3 zu einem überströmorgan 4 mit Schieber 5.
Ein Teil des an gesaugten Kraftstoffes fliesst durch eine Leitung 6 zurück zum Kraftstoffbehälter. Vor dem Überström organ 4 zweigt eine Leitung 7 ab, durch die ein zur Einspritzung bestimmter Teilstrom des angesaugten Kraftstoffes zu einer Drosseleinrichtung 9 geführt wird, deren bewegliches Drosselglied 10 den Durch fussquerschnitt der Drosselstelle 11 dieser Drossel einrichtung zu ändern gestattet. Hinter der Drossel stelle 11 führt eine Leitung 12 zu einem Verteiler stück 14.
Von diesem gehen Zweigleitungen 15, 16, 17, 18 zu offenen Einspritzdüsen 20, 21, 22, 23. Durch diese Düsen wird der Kraftstoff in die zu den einzelnen Zylindern der nicht dargestellten Brenn- kraftmaschine führenden Abschnitte der Saugleitung 24 eingespritzt.
Hinter der Drosselstelle 11 der Drosseleinrich tung führt ausserdem eine Leitung 25 zu dem Über strömorgan 4, und zwar in den eine Feder 26 ent haltenden Raum des überströmorganes. Der Schie ber 5 des überströmorganes bietet dem von der Kraftstoffpumpe 1 geförderten Kraftstoff und dem von der Drosseleinrichtung 9 kommenden Kraftstoff jeweils eine gleich grosse Angriffsfläche.
Das Drosselglied 10 für die Drosselstelle 11 wird durch eine nur schematisch angedeutete Regelenn- ricbtung 27 so eingestellt, dass die Brennkraftma- schine die jeweilig erwünschte Kraftstoffmenge zu geführt erhält.
Stellt die Regeleinrichtung 27 einen grösseren Durchflussquerschnitt an der Drosselstelle 11 ein, so fliesst der Brennkraftmaschine eine grössere Kraft stoffmenge je Zeiteinheit zu. Diese grössere Kraft stoffmenge erzeugt jedoch vor den Einspritzdüsen 20 bis 23, deren Durchflussquerschnitt gleichbleibt, einen höheren Druck, der sich sowohl hinter der Dros- selstelle 11 als auch in dem die Feder 26 enthalten den Raum des überströmorganes 4 einstellt. Dadurch wird der Schieber 5 in Schliessrichtung stärker be lastet.
Demzufolge erhöht sich auch der in öffnungs- richtung wirkende, vor dem Schieber und damit auch vor der Drosselstelle 11 herrschende Pumpen druck um den gleichen Betrag, so dass der Druck unterschied vor und hinter der Drosselstelle 11 konstant bleibt. Somit ändert sich die Menge, welche durch die Drosselstelle 11 fliesst, linear mit der Ände rung des Durchflussquerschnittes der Drosselstelle 11.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind die mit dem Beispiel nach Füg. 1 übereinstim menden Teile mit den gleichen Ziffern bezeichnet. Das Verteilerstück 34 des zweiten Ausführungsbei spiels enthält am Beginn von Zweigleitungen 35, 36, 37, 38 Drosselstellen 41, 42, 43, 44. Die Zweig leitungen führen zu Einspritzdüsen 45, 46, 47, 48, die unter sich gleich sind und von denen eine in Fig. 3 schematisch im Schnitt dargestellt ist. Jede der Einspritzdüsen enthält einen zylindrischen Schie ber 49, der ein das Düsengehäuse durchdringendes Spritzloch 50 steuert und an dessen beiden gleich grossen Stirnflächen Kraftstoffdruck angreift.
Auf die eine dieser Stirnflächen wirkt der in der zugehörigen Zweigleitung, z. B. 35, herrschende Kraftstoffdruck ein, und auf die andere der Kraft stoffdruck, der in einer zu allen Einspritzdüsen füh renden Leitung 51 herrscht. Diese Leitung ist an ein Druckreduzierorgan 52 angeschlossen, in dem ein durch eine Feder 53 belasteter Schieber 54 ge führt ist, der eine Ringnut 55 aufweist. In der in Fig. 2 gezeichneten Stellung des Schiebers steht die Ringnut mit einer in das Druckreduzierorgan mün denden Leitung 56 in Verbindung.
Die Leitung 56 zweigt von der Leitung 3, also vor dem überström organ 4 ab. Ein im Schieber 54 verlaufender, abge winkelter Kanal 57 verbindet die Ringnut 55 mit einem mit 58 bezeichneten Raum im Reduzierorgan, an den die Leitung 51 angeschlossen ist. Vom Kanal 57 zweigt ein Drosselkanal 60 zu dem die Feder 53 enthaltenden Raum 61 ab, von dem eine Leitung 62 zum Behälter 2 zurückführt.
Die Abmessungen des Drosselkanals 60 sind so gewählt, dass im Raum 58 auch noch bei der klein sten je Zeiteinheit eingespritzten Kraftstoffmenge ein Druck verbleibt, der etwas kleiner ist als der Druck in den Zweigleitungen 35, 36, 37, 38, also vor den Einspritzdüsen 45, 46, 47, 48. Die Feder 53 des Druck- reduzierorgans ist so bemessen, dass während des Betriebes der Anlage der Schieber 54 stets eine Lage einnimmt, in der seine Nut 55 mit der Lei tung 56 verbunden ist.
Durch diese Anordnung wird erreicht, dass alle Einspritzdüsen beim gleichen Druck öffnen, und zwar auch dann, wenn die Durchmesser der einzelnen Schieber 49 nicht genau gleich gross sein sollten, denn der in Schliessrichtung auf die Schieber 49 wirkende hydraulische Druck ist bei jedem Einspritz- vorgang für alle Einspritzdüsen übereinstimmend.
Die Drosselstellen 41 bis 44 bewirken auch bei der kleinsten je Zeiteinheit durchfliessenden Kraft stoffmenge einen Druckabfall, der so bemessen ist, dass der in das Verteilerstück 34 strömende Kraft stoff in gleiche, zu den einzelnen Einspritzdüsen füh rende Zweigströme unterteilt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einspritzanlage, insbesondere zum Einspritzen von Kraftstoff in das Saugrohr von fremdgezündeten Brennkraftmaschinen, mit einer Pumpe, die ständig Kraftstoff über ein überströmorgan zu ihrer Saug seite fördert, wobei vor dem überströmorgan ein zur Einspritzung bestimmter Teilstrom abgezweigt ist, dadurch gekennzeichnet,dass hu Weg des Teil stroms eine Drosselstelle mit einstellbarem Durch- flussquerschnitt angeordnet ist und dass der Druck hinter der Drosselstelle an einer mindestens annä hernd ebenso grossen Fläche des.beweglichen Glie des des überströmorganes in Schliessrichtung angreift wie der in Öffnungsrichtung auf das bewegliche Glied des überströmorganes wirkende Druck vor jener Drosselstelle.UNTERANSPRÜCHE 1. Einspritzanlage nach Patentanspruch, bei der der Teilstrom sich in mehrere zu je einer Einspritz- stelle führende Zweigströme (35-38) aufteilt, da- durch gekennzeichnet, dass jede der Einspritzstellen durch je einen Schieber gesteuert wird, der dem auf ihn in Öffnungsrichtung wirkenden Kraftstoffdruck des Zweigstromes eine ebenso grosse Angriffsfläche bietet wie einem auf ihn in Schliessrichtung wirken den,in gleicher Grösse an allen Schiebern angreifen den hydraulischen Druck. 2. Einspritzanlage nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der auf die Schieber wir kende hydraulische Schliessdruck über ein Druck- reduzierorgan (52) von dem vor dem überström organ herrschenden Kraftstoffdruck abgeleitet wird. 3.Einspritzanlage nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass mindestens nahe dem Beginn jedes Zweigstromes jeweils eine Drosselstelle (41-44) vorgesehen ist und der hydraulische Wider stand jeder dieser Drosselstellen mindestens annä- hernd gleich ist.4. Einspritzanlage nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass mindestens nahe dem Beginn jedes Zweigstromes jeweils eine Drosselstelle (41-44) vorgesehen ist und der hydraulische Wider stand jeder dieser Drosselstellen mindestens annä- hernd gleich ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (2)
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| DE1244470B (de) * | 1964-03-18 | 1967-07-13 | Tecalemit Ges M B H Deutsche | Brennstoffeinspritzsystem fuer Brennkraftmaschinen mit Saugleitungseinspritzung |
| US3949713A (en) | 1973-01-19 | 1976-04-13 | Regie Nationale Des Usines Renault | Electronic fuel injection system for internal combustion engines |
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1958
- 1958-04-22 CH CH5860358A patent/CH364139A/de unknown
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