CH364143A - Elektrische Andreh-Schaltvorrichtung an einer Brennkraftmaschine, insbesondere für ein Kraftfahrzeug - Google Patents

Elektrische Andreh-Schaltvorrichtung an einer Brennkraftmaschine, insbesondere für ein Kraftfahrzeug

Info

Publication number
CH364143A
CH364143A CH6522458A CH6522458A CH364143A CH 364143 A CH364143 A CH 364143A CH 6522458 A CH6522458 A CH 6522458A CH 6522458 A CH6522458 A CH 6522458A CH 364143 A CH364143 A CH 364143A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
transistor
internal combustion
combustion engine
voltage
capacitor
Prior art date
Application number
CH6522458A
Other languages
English (en)
Inventor
Paule Kurt
Original Assignee
Bosch Gmbh Robert
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bosch Gmbh Robert filed Critical Bosch Gmbh Robert
Publication of CH364143A publication Critical patent/CH364143A/de

Links

Landscapes

  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)

Description


      Elektrische        Andreh-Schaltvorrichtung    an einer     Brennkraftmaschine,     insbesondere     für    ein     Kraftfahrzeug       Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische       Andreh-Schaltvorrichtung    an einer     Brennkraftma-          schine,        insbesondere    für ein Kraftfahrzeug, dessen       Andrehmotor    aus einer Batterie gespeist wird und im  Betriebsstromkreis dieses Motors ein elektromagne  tisches Schaltschütz hat, das durch Schliessen eines  Schalters mit der Batterie verbunden wird und dann  den Betriebsstromkreis schliesst.  



  Bei bekannten Schaltvorrichtungen, die als     An-          lasssp,-rren    dienen, wird     entweder    die Klemmenspan  nung der Lichtmaschine oder der im Ansaugrohr der       Brennkraftmaschine    entstehende Unterdruck zur Be  tätigung von elektromagnetischen Relais oder von  mechanischen Schalteinrichtungen verwendet.

   Diese  sollen während des     Anlassvorgangs        dien        Andrehmotor     so lange eingeschaltet halten, bis die     Brennkraft-          maschine    eine vorgegebene     Mindestdrehzahl    erreicht  hat und dann den Betriebsstromkreis des     Andreh-          rnotors    unterbrechen. Ausserdem soll mit diesen An  lass-Sperrvorrichtungen das Einschalten des Betriebs  stromkreises des     Andrehmotors    verhindert werden,  solange sich die     Brennkraftmaschine    noch dreht.

   Dies  ist insbesondere dann schwierig, wenn die     Brennkraft-          maschine    trotz abgeschalteter Zündung oder Brenn  stoffzufuhr nur noch infolge ihrer Massenschwung  kraft bis zum Stillstand weiterläuft. Bei Verwendung  von elektromagnetischen Relais, die an die     Lichtma-          schinenspannung    angeschlossen sind, muss dafür ge  sorgt werden, dass die     Einschaltstellung    für kurze Zeit  über denjenigen Zeitpunkt hinaus aufrechterhalten  bleibt, in dem die     Lichtmaschinenspannung    die Halte  spannung des Relais unterschreitet, damit inzwischen  die     Brennkraftmaschine    völlig zum Stillstand kommen  kann.

   Derartige Verzögerungseinrichtungen verteuern  die Anlage erheblich.    Es ist denkbar, die     Steuerung    der     Anlass-Sperrvor-          richtung    durch eine elektrische Stromquelle zu be  werkstelligen, die einen impulsförmigen Spannungs  verlauf hat und bei jeder Umdrehung der     Brennkraft-          maschine    wenigstens einen     Steuerimpuls        liefert.    Diese  Impulse sollen in einem integrierenden Zeitglied zur  Erzeugung einer Steuerspannung für ein     Hilfsrelais     gespeichert werden,

   dessen Schaltkontakte im Strom  kreis des dem     Andrehmotor    vorgeschalteten     Schalt-          schützes    angeordnet sind. Ein besonders einfacher  Aufbau und eine zuverlässige Wirkungsweise ermög  licht eine Schaltvorrichtung, die gemäss der Erfindung  ausser einem mit seinen Arbeitskontakten im Steuer  stromkreis des Schaltschützes angeordneten     Hilfsrelais     wenigstens einen Transistor enthält, der dem Hilfs  relais vorgeschaltet und an einen Impulsgeber ange  schlossen ist, dessen Frequenz mit der Drehzahl der       Brennkraftmaschine    steigt, während die Länge     seiner     Impulse drehzahlunabhängig ist,

   und bei welcher  Schaltvorrichtung     darüberhinaus    ein integrierendes  Zeitglied vorgesehen ist, durch welches das     Hilfsrelais     unterhalb einer gegebenen Mindestdrehzahl der     Brenn-          kraftmaschine    geschlossen gehalten wird.  



  Bei     Brennkraftmaschinen    mit einer     Hochspan-          nungszündanlage    kann man die beim Öffnen und  Schliessen des     Zündunterbrechers    impulsförmig sich  ändernde Spannung an der Primärwicklung der     Zünd-          spule    zur Steuerung der Schaltvorrichtung verwenden.  Bei     Dieselmaschinen    dagegen steht eine solche Span  nung nicht ohne weiteres zur Verfügung.

   Man kann  jedoch durch einen von der Nockenwelle der     Brenn-          kraftmaschine    gesteuerten und zusammen mit einem  Widerstand an die zum Betrieb des     And'rehmotors    er  forderliche Batterie angeschlossenen Unterbrecher in  einfacher Weise eine sich im Takte der Maschinen-           drehzahl        impulsförmig    ändernde     Spannung    erzeugen.

    Die Verwendung von Transistoren bringt dabei den  erheblichen     Vorteil    mit sich, dass zum     Integrieren    der  Steuerimpulse     verhältnismässig    kleine Kondensatoren  ausreichen und     trotzdem        eine    genügend lange Ver  zögerungszeit erzielt wird, über die der     Andrehmotor     während des Auslaufvorgangs der     Brennkraftmaschine     gesperrt bleibt.  



  In der Zeichnung sind als Ausführungsbeispiele  der Erfindung zwei     Anlass-Sperrvorrichtungen        an    einer  zum Betrieb mit Hochspannungszündung     bestimmten          Brennkraftmaschine    dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt ein Schaltschema des ersten Ausfüh  rungsbeispiels, während     in          Fig.    2 ein Ausschnitt aus dem Schaltschema einer  anderen     Anlass-Sperrvorrichtung    dargestellt ist.  Beim ersten Ausführungsbeispiel ist zum Anwer  fen der mit 10     bezeichneten        Brennkraftmaschine    ein  Anlasser 11 vorgesehen, in dessen Betriebsstromkreis  ein     Anlasserschütz    12 liegt.

   Das     Schütz    hat eine Ma  gnetisierungsspule 13 und einen beweglichen Schalt  arm 14, der     mit    einem feststehenden Arbeitskontakt  15     zusammenwirkt.    Der Schaltarm 14 und der Ar  beitskontakt 15     liegen    im Zuge einer an den Pluspol       einer        12-Volt-Batterie    17     angeschlossenen    Zufüh  rungsleitung 18, an die ausserdem ein handbetätigter  Zündschalter 20 angeschlossen ist. Dieser führt     zu     einer     Hilfsleitung    21.

   An die     Hilfsleitung    21 ist die  Primärwicklung 23 einer     Zündspule    angeschlossen,  die mit einem     Unterbrechernocken    24 und einem Ver  teiler 25 zusammenarbeitet. Der Verteiler hat eine  umlaufende Verteilerelektrode 26, an die die     sekun-          därseitige        Hochspannungswicklung    27 der Zündspule  angeschlossen ist. Am     Umfang    des Verteilers sind  vier feststehende Elektroden 28 gleichmässig verteilt  angeordnet und mit je einer der vier Zündkerzen 29  der     Brennkraftmaschine    über ein     Zündkabel    30 ver  bunden.

   Der besseren     übersichtlichkeit    halber ist in  der Zeichnung nur das zum ersten Zylinder der       Brennkraftmaschine        führende    Zündkabel dargestellt.  



  Der mit dem Verteiler 25     auf    einer gemeinsamen,  mit der Nockenwelle der     Brennkraftmaschine        gekup-          pelten        Antriebswelle    33     sitzende        Unterbrechernocken     24 arbeitet     mit    einem     Unterbrecherhebel    34 zusam  men, dessen feststehender Kontakt 35 an eine mit  dem Minuspol der Batterie 17 verbundene Leitung 36  angeschlossen ist.

   Parallel zu dem aus dem     Unterbre-          cherhebel    34 und dem feststehenden Unterbrecher  kontakt 35 bestehenden     Zündunterbrecher    der Hoch  spannungszündanlage     liegt    ein Zündkondensator 37.  Bei jedem     öffnen    und     Schliessen    des Unterbrechers  entsteht an dem gemeinsamen Verbindungspunkt der  Primärspule 23, der Sekundärwicklung 27, des Unter  brecherhebels 34 und des Zündkondensators 37 eine  sich     impulsförmig    ändernde Spannung mit etwa     recht-          eckförmigem    Verlauf.

   Diese Spannung ist zur Steue  rung der im folgenden     näher    beschriebenen     Anlass-          Sperrvorrichtung    verwendet.  



  Die     Anlass-Sperrvorrichtung        enthält    ein     Hilfs-          relais    40     mit    einem     Arbeitskontaktpaar,    das von    einem beweglichen Schaltarm 41 und     einem    Fest  kontakt 42 gebildet wird.

   Ausserdem gehören     zur    An  lass-Sperrvorrichtung zwei     Germaniumtransistoren     vom     p-n-p-Typ,    von denen der in der Zeichnung mit  T2 angedeutete zweite Transistor mit seiner     Kollek-          torelektrode    K2 an das eine Ende der zum     Hilfsrelais     40 gehörenden     Magnetisierungsspule    43 angeschlos  sen ist, deren anderes Ende mit der Minusleitung 36  verbunden ist.

   Die     Emitterelektrode    E2 des Transi  stors T2 liegt über einen     Emitterwiderstand    45 von  30 Ohm an einem der beiden nicht näher bezeich  neten Kontakte eines von Hand     betätigbaren    Druck  knopfschalters 46, dessen anderer Kontakt mit der       Hilfsleitung    21 verbunden ist. Zum Anlassen der       Brennkraftmaschine    wird der in seiner Ruhestellung       geöffnete        Handschalter    46 eingelegt und verbindet  dann die     Emitterelektrode    des Transistors T2 mit dem  Pluspol der Batterie 17, sofern der     Zündschalter    20  geschlossen ist.

   Dadurch kann die     Magnetisierungs-          wicklung    43 über den Transistor T2 mit einem zum  Schliessen des Arbeitskontaktes 41, 42 des Hilfsrelais  40     erforderlichen    Strom versorgt werden, so dass auch  das     Anlasserschütz    12 in seine Anzugsstellung ge  bracht und der Anlasser 11 über den Schützenkontakt  15, 14 den zum Anwerfen der     Brennkraftmaschine     erforderlichen Strom     erhält.    Dies ist jedoch nur     möb     lieh,

       wenn    der zwischen der Basis B2 des Transistors  T2 und der     Hilfsleitung    21 angeordnete Elektrolyt  kondensator 47 von etwa 200     pF    eine Ladespannung  aufweist, die grösser ist als der am     Emitterwiderstand     45 beim Einlegen des Druckknopfes 46 entstehende  Spannungsabfall. Der Kondensator 47 wirkt nämlich  als integrierendes Zeitglied für die an der Sekundär  wicklung 23 der Zündspule abgenommenen und durch  den Transistor T1 verstärkten Impulse. Je schneller  die     Brennkraftmaschine    läuft, um so rascher folgen  die Impulse aufeinander und setzen die Spannung am  Kondensator 47 herunter, bis diese schliesslich nicht  mehr ausreicht, den Transistor T2 in stromleitendem  Zustand zu halten.

   Das     Hilfsrelais        fällt    dann ab und       schaltet    den Anlasser über das ebenfalls     öffnende          Anlasserschütz    aus.  



  Der Transistor     T1    liegt mit seiner Basis B1 über  einen Kondensator 50 von 1     ,uF    und einem mit diesem  in Reihe geschalteten     Dämpfungswiderstand    51 von  25     K-Ohm    am Verbindungspunkt der Primärwick  lung 23 und der Hochspannungswicklung 27 der  Zündspule.

   Bei jedem Schliessen des     Unterbrecher-          kontaktes    34, 35 erhält dieser Verbindungspunkt das  Potential der Minusklemme der Batterie 17, so dass  der in diesem Augenblick praktisch ungeladene Kon  densator 50 sich über die Plusleitung 18, den     Zünd-          schalter    20 sowie einen in der     Emitterzuleitung    des  Transistors T1 liegenden Gleichrichter 53 und die       Emitterbasis-Strecke    aufladen     kann.    Dieser vom     Emit-          ter    El zur Basis<I>B 1</I> des Transistors<I>T l</I> fliessende  Strom hat zur Folge, dass der Transistor     T1    leitend  wird.

   Sein von der     Kollektorelektrode    KI über     einen     Arbeitswiderstand 54 fliessender     Kollektörstrom        J1     erzeugt dann am Widerstand 54 einen Spannungs-           abfall,        während        gleichzeitig    sich ein Teil der Ladung  des Kondensators 47 über den     stromleitenden    Tran  sistor T1 ausgleicht. Die dadurch entstehende Span  nungsabsenkung am Kondensator 47 wird um so  grösser, je schneller die an der Primärwicklung 23  der Zündspule abgenommenen Impulse aufeinander  folgen.

   Wenn die an der Basis<I>B2</I> des Transistors<I>T2</I>  wirksam werdende     Spannung    des Kondensators 47  schliesslich so klein geworden ist, dass der vom     Emit-          ter    E2 zur Basis B2 fliessende Steuerstrom des Tran  sistors T2 nicht mehr ausreicht, die     Magnetisierungs-          wicklung    43 mit einem ausreichenden Strom zu ver  sorgen, fällt das Hilfsrelais 40 ab und schaltet über  das     Anlasserschütz    12 den Anlasser 11 aus.  



  Der besondere Vorteil der beschriebenen     Anlage     besteht darin, dass die Dauer der die Entladung des  Kondensators 47 bewirkenden, vom Transistor T1  erzeugten Impulse durch die Grösse des Widerstandes  51 und die Grösse des Kondensators 50 bestimmt und  daher von der Drehzahl der     Brennkraftmaschine    un  abhängig ist, während die Pausen zwischen den ein  zelnen Impulsen mit steigender Drehzahl kürzer wer  den und demzufolge der Kondensator 47 über den  Widerstand 54 nicht mehr so stark nachgeladen wer  den kann, dass die während der Impulse entzogene  Ladung voll ersetzt wird.

   Der von der Verbindungs  leitung zwischen dem Kondensator 50 und der Basis  B1 des Transistors T1 zur Hilfsleitung 21     führende     und in dieser Richtung stromdurchlässige Gleichrich  ter 55     stellt    bei dem beschriebenen Vorgang sicher,  dass sich der Kondensator 50 während der     öffnungs-          zeit    des Unterbrechers 34, 35 auch bei hohen Dreh  zahlen der     Brennkraftmaschine        annähernd    vollständig  entladen kann und die beim     Öffnen    des Unterbrechers  entstehenden Spannungssprünge unterdrückt werden.  



  Da der Batterie 17 während des     Anlassvorgangs     ein sehr starker Strom entnommen wird, kann es ins  besondere in der kalten Jahreszeit vorkommen, dass  die Batteriespannung     kurzzeitig    bis auf     die        Hälfte     ihres Nennwertes abfällt.

   Da in diesem Fall die Ge  fahr besteht, dass die Batteriespannung dann nicht  mehr ausreicht, um das     Hilfsrelais    40 in     seiner    Ein  schaltstellung zu halten, ist auf dem     Hilfsrelais    eine  Stromspule 44 vorgesehen, die mit der     Magnetisie-          rungsspule    43 auf den gleichen nicht dargestellten  Eisenkern gewickelt und so     in    den über den Kon  takt 41, 42     geführten    Stromkreis des     Anlasserschützes     12 eingeschaltet ist,

   so dass der in der Stromspule 44  fliessende Steuerstrom des Schaltschützes den über die  Wicklung 43 gehenden     Kollektorstrom    des Tran  sistors T2     unterstützt    und das Relais 40 trotz er  heblicher Spannungsabsenkung der Batterie in seiner  Anzugsstellung hält.  



  Die in der     Emitterzuleitung    liegende, vorzugsweise  aus Silizium bestehende Kristalldiode 53 soll bei still  stehender     Brennkraftmaschine    verhindern, dass der  Transistor T1 einen hohen Ruhestrom     führt,    weil  sonst der als integrierendes Zeitglied wirkende Kon  densator 47 nicht auf seiner vollen Ladung gehalten    würde und dann der zweite Transistor T2 beim Star  ten das     Hilfsrelais    40 nicht mehr erregen könnte.  



  Die Kristalldiode 53 kann entfallen, wenn der  Transistor T1 aus     Silizium    besteht.  



  Bei der beschriebenen Anlage erreicht man da  durch, dass der Handschalter 46 hinter dem gemein  samen     Anschlusspunkt    der Spule 44 und des positiven  Pols des Kondensators 47 in die Zuführungsleitung  zur     Emitterelektrode    E2 des Transistors T2 einge  schaltet ist, eine wesentliche Verkürzung der An  sprechzeit des     Hilfsrelais    40, weil beim Betätigen des  Druckknopfschalters 46 der Kondensator 47 bereits  aufgeladen ist, sofern sich der     Zündschalter    20 in  seiner Schliessstellung befindet.

   Wenn man in     Ab-          änderung    der     dargestellten    Schaltung den positiven  Pol des Kondensators 47 zusammen mit einem Wick  lungsende der Spule 44 an den gleichen Kontakt des       Druckknopfschalters    46 legt, an den der     Emitter-          widerstand    45 des Transistors T2 angeschlossen ist,  kann man zusätzlich eine     Einschaltverzögerung    erzie  len, weil dann der Kondensator 47 beim     Einlegen     des     Druckknopfschalters    46 ungeladen ist und sich  erst auf eine ausreichende     Spannung    über den Wider  stand 54     aufladen    muss,

   bis der Transistor T2 strom  leitend werden und das     Anlasserschütz    12 in die  Einschaltstellung     bringen    kann. Eine solche Schaltung  ist besonders dann     vorteilhaft,        wenn    man eine auto  matische, mit dem     Schliessen    des Zündschalters 20  in Tätigkeit tretende     Anlassvorrichtung        schaffen    will,  durch welche die     Brennkraftmaschine    10 erneut ge  startet wird, wenn diese z. B. wegen zu grosser Be  lastung und     gleichzeitiger    unzureichender Brennstoff  zufuhr stehengeblieben ist.  



  Derartige Anlagen können besonders dort Bedeu  tung haben, wo mit der     Brennkraftmaschine    ein Stark  stromgenerator verbunden ist. In diesem Falle kann  der Zündschalter 20 als     Ruhekontaktschalter        eines     elektromagnetischen     Spannungsrelais    ausgebildet sein,  das an zwei Phasenleitungen eines     Starkstromnetzes     liegt und so lange offen gehalten wird, als zwischen  den     Starkstromleitungen    die erforderliche Spannung  vorhanden ist.

   Wenn dann beispielsweise durch eine  Betriebsstörung im     Starkstromnetz    die Spannung ab  sinkt oder     zusammenbricht,    wird der Schalter ge  schlossen und die     Brennkraftmaschine    angeworfen.  Diese kann dann den Starkstromgenerator     antreiben     und diesen zur Erzeugung des Notstromes veranlas  sen. Gleichzeitig mit dem Schliessen des     Zündschalters     20     können    Starkstromschalter betätigt werden,     mit     deren     Hilfe    die seither am Netz betriebenen Ver  braucher auf den Generator umgeschaltet werden.  



  Beim zweiten     Ausführungsbeispiel    erfolgt die  Steuerung der mit zwei Transistoren T3 und T4 aus  gerüsteten Sperrvorrichtung durch eine dritte Wick  lung 56, die sich     zusammen    mit     einer        Primärwicklung     57 und     einer    Hochspannungswicklung 58 auf dem  gemeinsamen, mit 59 angedeuteten Kern einer     Zünd-          spule    befindet.

   Die Primärwicklung 57 liegt in Reihe  mit     einem        Zündunterbrecher,    dessen beweglicher      Schaltarm 60 mit der Minusklemme einer Starter  batterie 61 verbunden ist und von einem Unter  brechernocken 64     gesteuert    wird, der mit einem Ver  teiler 65 mit umlaufender     Verteilerelektrode    66 auf  einer gemeinsamen Antriebswelle 63     sitzt.    Bei jedem  Öffnen und Schliessen des     Zündunterbrechers    entsteht  in der dritten Wicklung 56 der Zündspule ein Span  nungsstoss,

   der von der     Drehzahl    der     Brennkraft-          maschine    praktisch unabhängig ist und von dem  Transistor T3 verstärkt wird, wenn er die     in        Fig.    2  mit einem Pfeil angedeutete     Richtung    hat.

   Die ver  stärkten Impulse werden in dem     als        Zeitglied    dienen  den Kondensator 67 dadurch integriert, dass dem bei  stillstehender     Brennkraftmaschine    und eingelegtem  Zündschalter 68 auf die volle Batteriespannung auf  geladenen Kondensator bei jedem der in der ange  gebenen Pfeilrichtung induzierten     Spannungsstösse     über den Transistor T3 kurzzeitig ein Teil seiner  Ladung     entzogen    wird.

   Wenn zum Einschalten des  Anlassers der Druckknopf 70 eingelegt und dadurch  die     Emitterelektrode    des Transistors T4 über ihren       Emitterwiderstand    71 an die positive Klemme der       Starterbatterie    angeschlossen wird, fliesst zunächst in  folge der am Kondensator 67 von 200     ,ecF    liegenden  Spannung ein hoher     Kollektorstrom    über die Wick  lung 73 des Hilfsrelais, dessen aus einem Schaltarm 75  und einem feststehenden Kontakt 76 bestehender  Arbeitskontakt im Betriebsstromkreis eines in     Fig.    2  nicht dargestellten     Anlasserschützes    liegt.

   Der zu die  sem Schütz fliessende Schaltstrom J ist in     Fig.    2 mit  einem Pfeil angedeutet. Er geht über eine Haltespule  80, die     zusammen    mit der Wicklung 73 auf einem  gemeinsamen Kern     sitzt.    Diese Hilfsspule verhindert,  dass das     Hilfsrelais    bei zu niedriger Batteriespannung       flattert    und bewirkt, dass es während des     Anlassens     so lange fest in seiner Einschaltstellung gehalten wird,  bis die     Brennkraftmaschine    anspringt.

   Es schaltet erst  aus, wenn die     Brennkraftmaschine    mit so hoher Dreh  zahl läuft, dass die in der Wicklung 56 der Zündspule  entstehenden Steuerimpulse sehr rasch aufeinander  folgen und dadurch den Kondensator 67 auf eine  wesentlich niedrigere Spannung bringen. Wenn näm  lich die vom Transistor T3 verursachten Entlade  stromstösse rasch genug aufeinander folgen, kann der  Kondensator in den     zwischen    den Impulsen liegenden  Pausen nicht ausreichend nachgeladen werden, so  dass seine Spannung sinkt und der Transistor T4 des  Hilfsrelais nicht mehr in seiner     Einschaltstellung    zu  halten vermag. Dieses fällt dann ab und schaltet dabei  das     Anlasserschütz    und den Anlasser aus.  



  Da die Stärke der Entladung des Kondensators  67 von der Grösse des     Kollektorwiderstandes    82 ab  hängt, empfiehlt es sich, diesen veränderlich zu ma  chen und auf einen mittleren Wert von etwa 5     K-Ohm          einzustellen.    Man kann dann diejenige Drehzahl, bei  der die     Anlass-Sperrvorrichtung    den Anlasser aus  schaltet, mit     Hilfe    des Widerstands 82 einstellen.  



  Selbstverständlich kann man in der bereits beim  ersten Ausführungsbeispiel angedeuteten Weise Vor  richtungen anbringen, durch welche der Schalter 70    selbsttätig in seiner Einschaltstellung gehalten wird,       solange    der Zündschalter 68 geschlossen ist, oder     auf     den Druckknopfschalter 70     ganz    verzichten und die  dargestellte Schaltvorrichtung dazu benutzen, den An  lasser selbsttätig wieder einzuschalten, wenn die       Brennkraftmaschine    stehengeblieben ist.

   Wenn die       Brennkraftmaschine    bei geöffnetem Zündschalter  längere Zeit stillgestanden hat und durch Einlegen  des Zündschalters 68 gestartet wird, wirkt sich der  Kondensator 67 so aus, dass nach dem Einlegen des       Zündschalters    68 erst etwa 1 Sekunde vergehen muss,  bis der Kondensator 67 so weit aufgeladen ist, dass  das     Anlasserschütz    über das Hilfsrelais 74 und den  vorher gesperrten Transistor T4 in seine Einschalt  stellung gelangt.

   Wenn jedoch die     Brennkraftmaschine     bei geschlossenem Zündschalter aus dem Lauf heraus  stehenbleibt, vergeht nur etwa die Hälfte dieser Ver  zögerungszeit zwischen demjenigen Zeitpunkt, an dem  die     Brennkraftmaschine    ihren     Stillstand    erreicht hat  und demjenigen Zeitpunkt, bei dem der Anlasser  selbsttätig wieder eingeschaltet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Elektrische Andreh-Schaltvorrichtung an einer Brennkraftmaschine, deren Andrehmotor aus einer Batterie gespeist wird und im Betriebsstromkreis die ses Motors ein* elektromagnetisches Schaltschütz hat, das durch Schliessen eines Schalters mit der Batterie verbunden wird und dann den Betriebsstromkreis des Andrehmotors schliesst, gekennzeichnet durch ein mit seinen Arbeitskontakten im Steuerstromkreis des Schaltschützes angeordnetes Hilfsrelais (40) und durch wenigstens einen Transistor, der dem Hilfsrelais vor geschaltet und an einen Impulsgeber angeschlossen ist, dessen Frequenz mit der Maschinendrehzahl steigt,
    während die Länge seiner Impulse drehzahlunab hängig ist, sowie durch ein integrierendes Zeitglied, durch welches das Hilfsrelais unterhalb einer ge gebenen Mindestdrehzahl der Brennkraftmaschine ge schlossen gehalten wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass wenigstens zwei Transistoren (T1 und T2) vorgesehen sind, von denen der auf den zweiten, dem Hilfsrelais vorgeschalteten Transistor (T2) einwirkende erste Transistor (T1) mit seiner Steuerelektrode über ein differenzierendes Zeitglied an eine im Takte der Drehzahl der Brennkraftma- schine sich ändernde Spannung angeschlossen ist. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, mit zwei Transistoren vom p-n-p-Typ, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem zweiten Transistor und dem ersten Transistor ein Konden sator von 50 bis 250 ZiF angeordnet ist, der mit seinem einen Pol an der Steuerelektrode (B2) des zweiten Transistors und an der mit dieser verbun denen und über einen Arbeitswiderstand an die Minusklemme einer Betriebsstromquelle angeschlos- senen Kollektorelektrode des ersten Transistors liegt,
    während sein anderer Pol an die Plusklemme der Betriebsstromquelle angeschlossen ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das differenzierende Zeitglied wenigstens einen Kon densator (50) enthält, der in die Anschlussleitung der an der impulsförmigen Spannung angeschlossenen Steuerelektrode (B1) des ersten Transistors einge schaltet ist. 4. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das differenzierende Zeitglied aus einem Kondensator (50) und einem mit diesem in Reihe geschalteten Ladewiderstand (51) besteht. 5.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelektrode (B1) des Transistors mit der Plusklemme der Betriebsstrom quelle (17) über einen Gleichrichter (55) verbunden ist. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in die Emitterzuleitung des aus Germanium bestehenden ersten Transistors (T1) ein Gleichrichter, vorzugsweise ein Kristallgleichrichter (53) eingeschaltet ist. 7.
    Vorrichtung nach Patentanspruch dadurch ge kennzeichnet, dass das Hilfsrelais (40) ausser einer an den zweiten Transistor angeschlossenen Haupt wicklung (43) noch eine diese in ihrer Wicklung unter stützende Haltewicklung (44) aufweist, über die der Betriebsstrom des Schaltschützes (12) des Anäreh- motors (11) geführt ist. B.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass ein zur Betätigung des Andreh- motors vorgesehener Handschalter (46) in der Emit- terzuleitung des zweiten Transistors (T2) angeordnet ist. 9.
    Vorrichtung nach Patentanspruch an einer Brennkraftmaschine mit einer Hochspannungszündan- lage, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelektrode des ersten Transistors (T1) an eine mit der Hochspan nungszündanlage magnetisch gekoppelte Wicklung (23, 56) angeschlossen ist.
CH6522458A 1957-11-09 1958-10-20 Elektrische Andreh-Schaltvorrichtung an einer Brennkraftmaschine, insbesondere für ein Kraftfahrzeug CH364143A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB0046727 1957-11-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH364143A true CH364143A (de) 1962-08-31

Family

ID=6968019

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH6522458A CH364143A (de) 1957-11-09 1958-10-20 Elektrische Andreh-Schaltvorrichtung an einer Brennkraftmaschine, insbesondere für ein Kraftfahrzeug

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH364143A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3100464A1 (de) Plasmastrahlzuendvorrichtung
DE2242325C3 (de) Zündanlage für Brennkraftmaschinen mit einem Magnetzünder
DE2208045A1 (de) Einrichtung zur steuerung und kontrolle des andrehmotors einer brennkraftmaschine
DE3316447A1 (de) Steuersystem fuer eine gluehkerze eines motors mit innerer verbrennung
DE102004032373B4 (de) Elektromagnetischer Hilfsantrieb und Vorrichtung zur Verschiebung eines Antriebselements mit einem solchen elektromagnetischen Hilfsantrieb
DE1539212B2 (de) Zuendanlage fuer brennkraftmaschinen
DE2153655C2 (de) Stromversorgungseinrichtung für ein Kraftfahrzeug
DE1576328B1 (de) Thyristorsteuereinrichtung fuer elektromagnetische Einspritzduesen
EP0827569A1 (de) Induktive zündeinrichtung
DE2533046A1 (de) Zuendeinrichtung fuer brennkraftmaschinen
CH364143A (de) Elektrische Andreh-Schaltvorrichtung an einer Brennkraftmaschine, insbesondere für ein Kraftfahrzeug
AT207176B (de) Elektrische Anlaßsperrvorrichtung für Andrehmotoren von Brennkraftmaschinen
DE2648517C2 (de) Überwachungsschaltung für eine zu einer Brennkraftmaschine gehörende Zündeinrichtung
DE2815780A1 (de) Einrichtung zum steuern eines elektrischen schaltungsteils bei brennkraftmaschinen
DE1072841B (de)
DE2920273A1 (de) Magnetzuendsystem fuer einen verbrennungsmotor
DE1464049B2 (de) Zündeinrichtung für Brennkraftmaschinen
DE1928365C3 (de) Vorrichtung zum Einschalten und selbsttätigen Wiederausschalten des elektrischen Anlassers von Brennkraftmaschinen
DE2833474C2 (de)
DE1539228C3 (de)
DE1802930U (de) Elektrische schaltvorrichtung fuer brennkraftmaschinen, insbesondere von kraftfahrzeugen.
DE1965152A1 (de) Elektronisches Zuendsystem
DE1563101C3 (de)
DE1464049C (de) Zündeinrichtung fur Brennkraftmaschi nen
DE1092785B (de) Vorrichtung zum automatischen Abschalten der Motorbremse von Kraftfahrzeugen