CH364156A - Verfahren zum Überziehen eines Metalls mit einem anderen Metall nach dem Diffusionsverfahren - Google Patents

Verfahren zum Überziehen eines Metalls mit einem anderen Metall nach dem Diffusionsverfahren

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CH364156A
CH364156A CH5023957A CH5023957A CH364156A CH 364156 A CH364156 A CH 364156A CH 5023957 A CH5023957 A CH 5023957A CH 5023957 A CH5023957 A CH 5023957A CH 364156 A CH364156 A CH 364156A
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CH5023957A
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Dorner Henrik
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Chrome Alloying Company Limite
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C10/00Solid state diffusion of only metal elements or silicon into metallic material surfaces
    • C23C10/28Solid state diffusion of only metal elements or silicon into metallic material surfaces using solids, e.g. powders, pastes
    • C23C10/34Embedding in a powder mixture, i.e. pack cementation

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Description


  Verfahren     zum        Überziehen        eines    Metalls mit einem anderen Metall  nach dem     Diffusionsverfahren       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zum     überziehen    eines Metalls mit     .einem        anderen     Metall nach dem Diffusionsverfahren, wobei das zu  überziehende Metall, z. B. ein     Eisenmetall,    in     einem     geschlossenen Behälter in Gegenwart eines Halo  genid's des     überzugsmetalls    erhitzt und     anschliessend     gekühlt wird.

   Das     ,erfindungsgemässe        Verfahren    ist  dadurch     gekennzeichnet,        dass    mindestens während  der     Abkühlperiode    des Behälters     unter        Zutritt        eines          incrten    Gases, das heisst eines Gases, das weder oxy  dierend noch reduzierend wirkt und an keinem der  für den Verfahrensablauf massgeblichen     Vorgänge     teilhat, in den Behälter     gearbeitet    wird. Als     über-          zugsmetall    kann z. B. Chrom     verwendet    werden.

    



  Im     allgemeinen        wird    das     Halogenid    des     Überzugs-          metalls    im Behälter durch Reaktion des Überzugs       me.talls    mit einem anderen     Halogenid    hergestellt, z. B.  einem     Ammoniumhalogenid,    wie     Ammoniumjodid..     



  Beim Diffusionsverfahren wird     gewöhnlich        ein     Behälter verwendet, der, z. B.     :duirch        Schweissen,    voll  ständig geschlossen und gasdicht, oder aber abge  dichtet ist. Kästen zum     Abdichten    weisen     meistens     einen     Deckel    mit einer     Rinne    zur Aufnahme     einer     Dichtungsmasse auf, wobei als .solche     beispielsweise     Glas verwendbar ist, welches bei der     Arbeitstempe-          ratur    schmilzt, aber bei     gewöhnlicher    Raumtempe  ratur fest ist.  



  Es wurde gefunden, dass in einem Verfahren der  vorgenannten Art bedeutende     Druckänderungen    im  Behälter auftreten. Diese verlaufen folgendermassen:  A) Der     Überdruck    im     Behälter        steigt    bis zu  einem     Maximalwert    an, bevor der Behälter die     Be-          triebstemp:eratur    erreicht.

   Alsdann fällt     der        Druck     bis zum     Atmosphärendruck    ab und fällt langsam       weiter    unter     Atmosphärendruck,    während die Tem  peratur im     Behälter    immer     noch    steigt.    B) Dieser Unterdruck erreicht unter Umständen       eineu        kurzzeitigen    Maximalwert.  



  C) In     einem        vollsnändsg        zugeschweissten,    gas  dichten Kasten bleibt der     Unterdruck,        nachdem    :er       einmal    erreicht ist, bestehen, wogegen     in    einem bloss  abgedichteten Gefäss     vorerwähnter    Art der     Unter-          druck        kleiner    ausfällt und .diskontinuierlich verläuft,

    indem der Druck zwischen     Atmosphärendruck    und       Unterdruck        in        Perioden    von der Grössenordnung von       Minuten        schwankt.     



  Es wurde auch festgestellt, dass,     wenn    der während  des     Abkühlvorganbes        dies    Behälters     auftretende    Unter  druck durch     Einführen        eines        inerten    Gases: in den  Behälter ausgeglichen wird (bei     vollständig        gasdicht     zugeschweissten Kästen),     wedier    die     zu        überziehenden     Artikel noch die benützte     Behandlungsmischung    oxy  diert werden. Als     inertes    Gas     kann:    z.

   B.     Stickstoff     oder     Argon,    verwendet werden.     Anderseits    hat sich       gezeigt,        d'ass    in bloss     abgedichteten        Kästen:    ein be  trächtlicher Prozentsatz :der Artikel     oxydiert    wurde,  hauptsächlich solche     Artikel:,    welche zuoberst und     in          unmittelbarer    Wandnähe im Behälter untergebracht  waren.

   Dabei ist :der Verlust an     überzugsmetall    in der  obersten Schlicht der     Behandilungsmischung    infolge  der     :eintretenden        Oxydation    sehr     beträchtlich.    Dies       isst    auf :

  das periodische     Einddringen    von Ofengasen       zurückzuführen,    welche     infolge    des im Behälter auf  tretenden     Unterdruckes        eindringen        können,    wobei     der     in     @diesen    Gasen noch verbleibende     Sauerstoff        die     Oxydation bewirkt.  



       Wenn    solche abgedichtete Kästen     abgekühlt    wer  den,     ohne    dass dabei ein     inertes    Gas     eingeführt        wird,     ist der     Anteil:    an     missfarbigen    und     fehlerhaften    Arti  keln und das Ausmass an     Oxydation    des     überzugs-          metall.s    bedeutend grösser.  



       Eitb        weiterer        Nachteil    des     begrenzten        Abschluss-          vermögens    der     Dichtungsmasse    bei     abgedichtetem    Be-      kälter ergibt sich daraus, dass die Ofengase, welche  in den Behälter     eintreten,    verschiedene     Kohlenstoff-,     Schwefel-     und    andere Verbindungen enthalten, je  nach dem     Heizöltyp,    welcher     verwendet.    wurde.

   Diese       Verbindungen        werden    vom Behälterinhalt absorbiert,       verunreinigen    die     Behandlungsmischung    und     behin-          dern    die Reaktion.  



  Es hat sich     gezeigt,    dass diese Nachteile durch das       Verfahren    gemäss der vorliegenden     Erfindung    beho  ben werden können. Das     inerte    Gas kann unmittel  bar in den Behälter     eingeführt    werden. Es kann aber  auch von selbst     eindringen;    indem der den Kasten  umgebende     Rauem    das     inerte    Gas aufweist.  



  Die Durchführung des Verfahrens kann     unter     Benützung eines Behälters erfolgen, der mittels einer  Rohrleitung an eines oder     mehrere    Manometer und  an     .eine        oder    mehrere     Quellen        inerter    Gase     ange-          schlossen    wird.

   Der während des Prozesses sich     ein-          stellende    Unterdruck im     Behälter    kann beibehalten  werden; hingegen während der     Abkühlpenode    ist er  am besten zu kompensieren.     Für        beide    Zwecke kann  entweder dasselbe Gas     verwendet    werden, z. B.     Stick-          stoff    oder Argon.

   Es     können    aber auch für     dien        He'iz-          prozess    und für die     Abkühlperiode    verschiedene     inerte     Gase verwendet werden.  



  Ein Vorteil der vorstehend     erwähnten    Anlage be  steht darin,     dass    jede Abweichung vom normalen       Versauf    der     Druckänderungen    eine frühzeitige An  zeige eines     aufgetretenen    Mangels darstellt.     Wenn     z. B. der Druck nicht in der üblichen Weise beim  Beginn des     Behandlungszyklus    ansteigt, dann weist  dieser Umstand auf einen undichten Behälter, z. B.  auf einen gesprungenen     Behälterkasten,    hin.

   Es kann       dann    noch rechtzeitig     eingegriffen    und der schad  hafte Behälter aus dem Ofen herausgenommen wer  den, bevor der Behälterinhalt Schaden     gelitten    hat.  Falls der Druck     im    Behälter in einem späteren  Stadium -des     Behandlungszyklus        anormal    wird, z. B.

         kein        Unterdruck    auftritt, .dann ist auch dies     ein        Indiz          dafür,        .dass    die     Behälterwandung    undicht geworden  ist durch     irgendeine    Beschädigung während .des Pro  zesses.

   Es     können    .dann die nötigen     Schritte    unter  nommen werden, um .den     Behandlun,gsprozess    sofort       zu    unterbrechen und durch Schaffung Beines     kleinen          überdruckes    im     Behälter    während des     Abkühlpro-          zessies,    z. B. durch     Ein'f'ühren    von Stickstoff in den       Behälter.    So kann der     Behälterinhalt        gerettet    und  damit     ,die    wertvolle     Ofenheizung    ausgenützt werden.

    Das     gilt    in gleicher     Weise    für einen vollständig zuge  schweissten, gasdichten Kasten, wie auch für einen       zusammengesetzten    Behälter mit eingesetzter     Dich-          tungsmasse.     



  Es kann     d'as        inerte    Gas dem Behälter während  der     Abkühlperiode    auch dadurch     zugeführt    werden,  dass der Behälter zum Abkühlen     in        einen    Kessel bzw.

    eine Hülle oder eine andere     Kammer        eingesetzt        wird,     irr welchem     eine    Atmosphäre     eines        inerten    Gases       während    der     'ganzen        Abkühlperiode        aufrechterhal-          ten    wird. Diese Kammer kann eine Glocke     sein,     r welche über den Behälter gestülpt wird.

   Es     kann       aber auch 'eine mit einer Türe versehene Kammer       Verwendung    finden, durch welche .ein     inertes    Gas,  wie z. B.     Stickstoff    :oder Argon,     hindurchgeführt    wird.  



       Vorzugsweise    wird der im Behälter herrschende       Druck    auf Atmosphärendruck oder sogar auf     Über-          druck    gebracht.  



       Wenn    auch als     überzugsmetall    vorzugsweise  Chrom und Chromlegierungen Verwendung finden,  so können trotzdem auch andere     überzugsmetalle     verwendet werden, z. B.     Aluminium,        Vanadium,     Wolfram,     Molybdän,    Nickel, Titan,     Zirkon,    Zinn,  Zink, Blei, Antimon,     Bismut,    Kobalt, Mangan, Be  ryllium und     Silizium    bzw. Legierungen der genannten  Stoffe.  



  Als zu     überziehendes    Metall kommt vorzugs  weise ein Eisenmetall in Betracht, wie Eisen oder  Stahl.     Jedoch        können    auch andere Metalle, wie  Nickel, Kupfer und Legierungen, überzogen werden.  



  In     welcher    Weise sich Druckänderungen ein  stellen, geht aus folgendem Versuch hervor:  Flachbleche, perforierte Bleche, Ringe, Schrau  ben und     Muttern    aus weichem Stahl werden in.     eine     Mischung gepackt, welche zwei     Gewichtsteile        Ferro-          chrom    und einen Gewichtsteil Kaolin     aufweist,    zu       welchem        0,

  1        %        seines        Gewichtes        Jod        hinzugefügt     wurde in Form von     Ammoniumjodid.    Das Ganze  wurde in einen Stahlkasten verpackt, welcher unge  fähr 60 cm lang, 30 cm breit und 30 cm tief war.  Ein Deckel wurde auf den Kasten rufgesetzt und  dichtschliessend angeschweisst.

   Das verwendete     Fe'rro-          chrom        enthielt        ungefähr        65         /o        Chrom,        0,1%        Kohlen-          stoff    und ungefähr     411/o        Silizium,    wobei der Rest aus  Eisen bestand,.  



  Zwei Manometer, welche ausserhalb des Ofens  angeordnet waren, wurden an den     Kasten    mittels  einer     Stahlrohrleitung    angeschlossen. Die Rohrl'e'itung  wurde durch die Vorderwand des Kastens     hindurch-          geführt,    und zwar unmittelbar unter dem Deckel. Vor  dem     Einsetzen-    des Kastens in den heissen Ofen  wurde die ganze Einrichtung auf     Gasdichtheit    geprüft,  und zwar unter Überdruck. Eines der Manometer  war in<B><U>kg</U></B> M2     kalibriert,    zum Ablesen der höheren       Drücke,    welche hauptsächlich beim Beginn des Pro  zes:se,s auftreten.

   Das andere Manometer war in       Zentimeter-Wassersäule        kali'b.riert    und zum Anzeigen  sowohl der     niedrigen    über- und unteratmosphärischen       Drücke.    Durch eine     geeignete    Anordnung von Ven  tilen war es möglich, jederzeit mit einem     beliebigen          der    beiden     Manometer    für sich allein zu arbeiten  und ferner den Kasten     völlig    von übermässigem     Innen-          druck    zu entlasten.  



  Der Kasten wurde     m    einen auf 600  C vorge  heizten     Ofen        eingesetzt,    welcher für eine Betriebs       temperatur    von 980 C     eingerichtet    war. Die vor  erwähnte Rohrleitung wurde in einer Nut     unterhalb     der Ofentüre eingeführt. Die     Messinstrumente    waren'  ungefähr 60 cm von der Ofentüre entfernt und gegen       Hitzeeinwirkung    abgeschirmt.  



  Der Druck im Behälter stieg auf 0,49     kg/cm2     innerhalb 15 Minuten. Proben des Gases wurden      dem Behälter entnommen, wodurch ein Druckabfall  auf 0,42     kg/cm     eintrat. Dieser Druck wurde während  90 Minuten gehalten, während, welcher Zeit :die Ofen  temperatur auf     900     C stieg. In diesem Stadium be  gann der Druck zu fallen. 15 Minuten später, das  heisst 2 Stunden nach dem Beginn des Prozesses,  wies d     ,r    Behälter Atmosphärendruck auf,     wähnend     die Ofentemperatur auf 925  C angestiegen war.

   Von  hieran fiel: der Druck im Kasten langsam unter       Atmosphärendruck    und innerhalb 40     Minuten    zeigte  das     Wasserdruck-Manometer        einen    Unterdruck von  38 cm Wassersäule an, wobei der     Kasten.        eine    Tem  peratur von 980  C aufwies, was, durch ein     optisches          Pyrometer    festgestellt wurde.

   Der Druck fiel weiter  ab, und zwar vorerst ziemlich schnell und später  etwas langsamer, bis 2 Stunden später das Manometer       :einen    Unterdruck von 78 .cm     Wassersäule    gegen  über     Atmosphärendruck    anzeigte, wobei die Tempe  ratur ständig auf 980  C blieb. Das     Manometer    blieb  ständig auf diesem Wert für die     restliche    Zeit :des  Prozesses, das heisst weitere 4 Stunden.    Nach     Herausnahme    des     Kastens    aus, dem Ofen  zeigte es sich,     dlass    dieser sich .stark     verworfen    hatte.

    Nach     Öffnen    :des     Kastens    wurde festgestellt, dass  sowohl die Behandlungsmischung als auch die be  handelten Artikel frei von jeder Oxydation waren.  Der Chromgehalt der Mischung,     die    im obersten Teil  des Kastens     lag,    war in der Hauptsache der     gleiche     wie der Chromgehalt einer Probe,     die    aus:     dem,    mitt  leren, Teil :des Kastens entnommen wurde.

   Im ersteren       Fall        betrug        der        Chromgehalt        41,6        %        und        im        letzteren          Fall        41,8:1/e.    Alle     behandelten        Artikel    waren von  gleichmässiger, silbengrauer Farbe.

   Die     Dicke    der       ch,roml:egierten        Oberflächenschicht,    welche in Salpe  tersäure     unlöslich    war,     betrug    0,0625 mm bei allen  Proben, welche von den unterschiedlichsten Stellen  innerhalb des Kastens entnommen     wurden.       <I>Beispiel</I>  Es wird vorerst der Verlauf eines Prozesses in  einem abgedichteten Kasten ohne Zutritt von     inerten     Gasen dargelegt:

   Flachbleche, perforierte     Bleche,     Ringe, Schrauben und     Muttern,    alle     aufs    weichem  Stahl, wurden     in    eine Mischung gepackt, welche  zwei     Gewichtsteile        Ferrochrom    und     einen    Gewichts,  teil Kaolin aufwies,     zu    welchem 0,1     Gew        II/u    Jod in    Form von     Ammoniwmjodid        hinzugefügt        wurde.    Das  Ganze     wurde    in ein     Kasten-Aggregat    gebracht,

   wel  ches     .einen        inneren    Kasten,     einen    Teller und     eine     Glocke aufwies. Der innere     Kasten        hatte    eine     Länge     von 53 cm, eine Breite von 25 cm     :und        .eine    Tiefe  von ebenfalls 25 cm. Es wurde auf den Teller     ge-          setzt.    Dieser hatte     eine    Länge von, 85 cm,     eine        Breite     von 35 cm und eine Tiefe von 10 cm.

   Der     innere     Kasten wurde durch Überstülpen der Glocke bis zum       Aufsetzen    derselben auf .dem     Teller        eingehüllt.    Die  Glocke hatte     eine    Länge von 58 cm,     :

  eine    Breite  von 28 cm und     eine    Tiefe von 30 cm.     Eine    Rohr  leitung, wie oben erwähnt, wurde durch die vordere  Wand der Glocke in den Raum zwischen der Glocke  und dem     inneren    Kasten     einsgeführt    und mit den in  Beispiel 1     aufgeführten    beiden     Manometern        verbun-          den.    Der Kasten wurde mittels einer     Dichtungsmasse     in     Form    von schmelzbarem Glas     abgedichtet.    Drei  Ofengänge wurden     vorgenommen,    die sich,

   vonein  ander     ausschliesslich    durch die Höhe der Anfangs  temperatur     unterscheiden.    Diese Anfangstemperatur  war     gleich    der     Raumtemperatur    im     ersten    Falle, der  Temperatur     von:    410 bzw. 800  C im zweiten und       dritten,    Falle.  



       Während    der drei Ofengänge ergab sich ein  maximaler Überdruck im Kasten von 38 cm Wasser  säule     in    allen drei Fällen.     Unterschiedlich    war<B>ledig-</B>  lich die Zeit bis zum Erreichen:     dieses.    Druck  maximums, wobei natürlich der     längste        Zeitintervall     im Falle 1     eintrat,    wo der Ofen vom     kalten.        Zustande     aus     aufgeheizt    wurde, wogegen der     kürzeste        Zeit-          intervall    im 3.

   Fall eintrat, wo der Ofen am stärksten  vorgeheizt war. Der     Druckabfall    bis zum Atmosphä  rendruck .dauerte in allen     Fällen        ungefähr    gleich     lang.          Ein    weiterer Druckabfall trat in jedem .der drei     Fälle     auf, und zwar auf angenähert dasselbe Druckmini  mum, entsprechend einem Unterdruck von 35 bis.  38 cm Wassersäule.

   In jedem Falle trat     nach    Errei  chen des Druckminimums von 38 cm     Wassersäule          Unterdruck    eine     kontinuierliche        Druckänderung    auf,  indem der Druck     plötzlich    auf     Atmosphärendruck          anstieg    (das heisst .der     Manometerzeiger        ging    auf     den.     Nullpunkt     zurück),

      worauf der Druckabfall wieder       einsetzte    bis zum Erreichen des     genannten        Minimums.     Dieser Zyklus wiederholt sich ungefähr alle 2     Minu-          ten.    Die     nachstehende        Zahlentafel        zeigt    den Zeit  unterschied     und    die Identität der Drücke.

    
EMI0003.0143     
  
    <I>Zahlentafel</I>
<tb>  Ofentemperatur <SEP> beim <SEP> Zeit <SEP> bis <SEP> zum <SEP> Auftreten <SEP> Zeitspanne <SEP> bis <SEP> zum <SEP> Abfallen <SEP> Zeitspanne <SEP> für <SEP> den
<tb>  Einsetzen <SEP> des <SEP> Kastens <SEP> des <SEP> Druckmaximums <SEP> von <SEP> 38 <SEP> cm <SEP> des <SEP> Druckes <SEP> auf <SEP> atmosph. <SEP> Druck <SEP> Druckabfall <SEP> auf <SEP> 35-38 <SEP> cm
<tb>  in <SEP> den <SEP> Ofen <SEP> Wassersäule <SEP> und <SEP> zugehörige <SEP> und <SEP> zugehörige <SEP> Ofentemperatur <SEP> Wassersäule <SEP> Unterdruck
<tb>  Ofentemperatur
<tb>  Raumtemperatur <SEP> 3 <SEP> Std. <SEP> 5 <SEP> Min. <SEP> 910 C <SEP> 1 <SEP> Std. <SEP> 55 <SEP> Min. <SEP> 1010  <SEP> C <SEP> 1 <SEP> Std. <SEP> 25 <SEP> Min.
<tb>  410 C <SEP> 2 <SEP> Std. <SEP> 20 <SEP> Min. <SEP> 920  <SEP> C <SEP> 2 <SEP> Std. <SEP> 25 <SEP> Min.

   <SEP> 980  <SEP> C <SEP> 1 <SEP> Std. <SEP> 25 <SEP> Min.
<tb>  800  <SEP> C <SEP> 1 <SEP> Std. <SEP> 980  <SEP> C <SEP> 1 <SEP> Std. <SEP> 40 <SEP> Min. <SEP> 980  <SEP> C <SEP> 1 <SEP> Std. <SEP> 20 <SEP> Min.       Nach     Herausnahme    des Kastens     und,    Öffnen des  selben zeigte es sich, dass die oberste Mischungs-         schicht        bis    zu einer Tiefe von 2,5 cm     unterhalb    der  Oberfläche     chromärmer    war als bei Proben,

   die im           Zentrum    des Kastens entnommen     wunden.    Der  Chromverlust durch andere     Einflüsse    als den     Diffu-          sionsvorgang    in die behandelten Artikel     hinein,        war     hauptsächlich     verursachet    durch die     Überführung    von       metallischem    Chrom in Chromoxyd :durch     Sauerstoff,     welcher während und nach der Ofenbehandlung     in     den Kasten     eingedrungen    war.

   Jede Abnahme im  Gehalt an säurelöslichem Chrom war ein Mass für  die in der Mischung     auftretendie    Oxydation. Die Pro  ben wurden auf Chromgehalt     (schwefels.äurelösliches          Chrom:)        analysiert    und es wurde gefunden, dass     in          einem    Fall aus dem obersten     Teil    der Mischung       entnommene    Proben 8,75     "/o    Chrom     enthielten.    Die  oberste Schicht bis zu einer Tiefe von 2,5 cm im  Kasten     enthielten        37,6011/o    Chrom.

   Die Mischung       aus        dem        zentralen        Teil        des        Kastens        enthielt        41,24        %     Chrom.

   Mit     andern    Worten, es ergab sich an der       Oberfläche    der     Mischung    ein Verlust von     8011/o     Chrom, bis     zu.        einer    Tiefe von 2,5     cm    ein Verlust       von        ungefähr        10%        Chrom,        im        Vergleich        zum        zen-          tralen    Teil des Kastens..     Ähnliche    Resultate wurden  in .den beiden andern Ofengängen erreicht.  



       Hinsichtlich    der behandelten Artikel wurde fest       gesiiel        ,t,        dass    im allgemeinen die in der Nähe der  Kastenwände sich     befindlichen    Artikel ebenso wie  die sich oben     befindlichen    Artikel nur teilweise in  die     Oberfläche    der Artikel hinein     diffundiertes    Chrom       aufwiesen.        Daneben    ergab     eine        Prüfung    leere Stellen.

    Diese leeren Stellen     beruhten    auf dem     Eindringen     von     Ofengassen    in den Kasten. Ferner zeigten die an  den     erwähnten        Stellen    sich     befindlichen    Artikel<B>be-</B>  trächtliche     Entfärbungen,    welche auf Oxydation       zurückzuführen    waren.

   Diese Artikel mussten in jedem  Fall als Ausschuss angesprochen     werden.    Der Pro  zentsatz dieses     Ausschusses    belief sich auf     10-20 /o.     Die Dicke der     chromlegierten        Oberflächenschicht,     welche in Salpetersäure unlöslich     war,    betrug 0,05     mm     im     Durchschnitt,    natürlich mit Ausnahme der schad  haften     Teile,    oder von     Artikelteilen,

      die sich wäh-         rend    der Behandlung in der Nähe der schadhaften       Teile    befunden haben und     eine    unterschiedliche Dicke       aufwiesen,        die    sich ungefähr auf 0,025 mm hielt.  



  Bei Wiederholung der Ofengänge, aber unter       entsprechender        Einleitung    von Stickstoff in den       Kasten    während der Behandlung     und        Abkühlung    des  Kastens meiner     Stickstoff-Atmosphäre,    wurden da  gegen ähnlich gute     Resultate    erzielt, wie sie im oben  beschriebenen Versuch angegeben worden     sind.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum überziehen eines Metalls mit einem andern Metall nach dem Diffusionsverfahren, wobei das zu überziehende Metall in einem geschlos senen Behälter in Gegenwart :eines Halogenides des überzuäg;etall.s erhitzt und anschliessend gekühlt wird, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens wäh rend der Abkühlperiode des Behälters unter Zutritt eines in:erten Gases in den Behälter gearbeitet wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Eisenmetall mit Chrom über zogen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Behälter mittels einer Dich tungsmasse abgedichtet und an mindestens ein Mano- meter und an eine Quelle mindestens eines inerten Gases angeschlossen wird, und dass während des Prozesses der sich .einstellende Unterdruck beibehalten wird, während der Abkühlpe:riode jedoch kompen- siert wird.
    3. Verfahren nach. Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass das inerte Gas dem Behälter wäh rend der Abkühlperiode durch Unterbringen des Be hälters in eine Kammer zugeführt wird, in welcher eine Atmosphäre de inerten Gases während der gesamten Abkühlperiode aufrechterhalten wird.
CH5023957A 1956-09-21 1957-09-06 Verfahren zum Überziehen eines Metalls mit einem anderen Metall nach dem Diffusionsverfahren CH364156A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1257526B (de) * 1962-12-20 1967-12-28 Deutsche Edelstahlwerke Ag Pulvergemisch fuer das Diffusionssilizieren von Stahllegierungen und Legierungen aufNickel- und/oder Kobaltbasis

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1257526B (de) * 1962-12-20 1967-12-28 Deutsche Edelstahlwerke Ag Pulvergemisch fuer das Diffusionssilizieren von Stahllegierungen und Legierungen aufNickel- und/oder Kobaltbasis

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