Türschloss Die Erfindung betrifft ein Türschloss, das nach Münzeinwurf geöffnet werden und insbesondere als Türschloss mit automatischer Kassen-Kontrolle z. B. gemäss schweizerischem Patent Nr. 276276 ausgebil det sein kann. Das Schloss hat türinnenseitig einen von der Türinnenseite her betätigbaren Sperriegel, bei dessen Betätigung ein auf der Aussenseite der Tür erscheinendes Frei- und Besetzt-Zeichen mitbetätigt wird.
Bei einem Schloss dieser Art ist der Nachteil ge geben, dass bei von innen verriegelter Tür auf der Aussenseite der Tür das an ihr erscheinende Besetzt Zeichen übersehen werden kann. Trotzdem lässt sich dabei in den Münzschlitz eine Münze einwerfen, die jedoch das Öffnen des Türschlosses in diesem Fall nicht ermöglichen soll und auch nicht ermöglichen kann. Dies ist sehr misslich, weil die in den Sammel- behälter eingefallene Münze dann oft verloren ist.
Der Erfinder hat sich die Aufgabe gestellt, die sen 17belstand mit möglichst einfachen Mitteln zu beheben und zu erreichen, dass überhaupt keine Münze eingeworfen werden kann, solange die Türe geschlossen und von innen verriegelt ist. Gemäss der Erfindung ist zu diesem Zweck hinter dem Münz einwurfschlitz ein Sperrglied so angeordnet, dass es sich in Abhängigkeit von der den Sperriegel betä- tigenden Bewegung beim Schliessen des Riegels auto matisch hinter den Einwurfschlitz legt und ebenso bei seinem Öffnen automatisch auch wieder aus die ser den Schlitz sperrenden Stellung geführt wird.
Hierfür ergeben sich konstruktiv verschiedene Möglichkeiten. Besonders zweckmässig ist es, wenn man den Schlitz in seiner Längsrichtung durch einen inseits des Schlitzes liegenden, von oben nach unten und umgekehrt bewegbaren Schieber zum Abdecken und Freigeben kommen lässt, wobei dieser Schieber in zwei seitlichen Führungen auf- und abgleiten kann und durch die den Innenriegel betätigende Bewegung zweckentsprechend mitverschoben wird.
Es kann aber auch eine Konstruktion gewählt sein, bei der die Abdeckung und Freigabe des Münzeinwurfschlitzes durch einen hinter ihm liegenden Schwenkhebel vor genommen wird, der vorzugsweise zweiarmig ausge führt ist und von einem mit der Drehhandhabe des Innenriegels betätigten Nocken so verschwenkt wird, dass er in der einen Stellung den Münzeinwurfschlitz hinten abdeckt und in der anderen Stellung diesen Schlitz freigibt.
Die Erfindung ist nachstehend anhand von Zeich nungen an zwei Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen Fig. 1 ein der Erfindung entsprechendes Tür- schloss von aussen gesehen mit Blick auf den Münz einwurfschlitz mit darüber befindlichen Frei bzw.
Besetzt -Zeichen ; Fig. 2 einen vertikalen Längsschnitt durch dieses Schloss nach der Schnittlinie II-II in Fig. 1 ; Fig. 3 das Schloss in seiner von innen verriegel ten Besetzt-Stellung ; Fig. 4 und 5 Teilansichten einer anderen Kon struktion der Vorrichtung zur Sperrung des Münz einwurfschlitzes.
Das in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Türschloss, welches zweckmässig noch mit einer automatischen Kassen-Kontrolle ausgestattet ist, wie sie dem schweizerischen Patent Nr. 276276 entspricht, hat einen Münzeinwurfschlitz 1. An diesen Schlitz schliesst sich innenseitig ein abgekapselter Münz kanal 2 an, der zum eigentlichen Schlosskasten 3 führt, in dem jene Mechanik an sich bekannter Art eingebaut ist, die durch die eingeworfene Münze be tätigt wird, um dann das Schloss durch Niederdrük- ken der aussen an der Tür befindlichen Klinke 4 öffnen zu können.
Die von innen wieder geschlos- sene Tür lässt sich dann von innen durch einen Rie gel 5 sperren, welcher durch Drehen des Knebels 6 vor- und zurückgeschoben werden kann. Im zurück geschobenen Zustand erscheint auf der Aussenseite der Tür das Zeichen Frei . Bei geschlossener Tür erscheint dagegen das Besetzt -Zeichen. Diese Zeichen befinden sich auf einer Drehscheibe 7, wel che beim Vor- und Zurückschieben des Riegels 5 in Richtung des Pfeils 8 bzw. 9 (vgl. Fig. 1 und 3) eine Vierteldrehung ausführt. Auf dieser Scheibe 7 ist an einem Zapfen 10 ein Lenker 11 gelenkig angebracht. Dieser Lenker trägt an seinem anderen Ende, eben falls durch ein Gelenk 12 verbunden, hängend einen Schieber 13.
Dieser Schieber ist in seinem oberen Bereich geführt zwischen zwei Zapfen 14 und 15. In seinem unteren Bereich gleitet der Schieber in zwei seitlichen Führungen 16 und 17. Im Bereiche zwischen diesen Führungen 16 und 17 befindet sich der Münzeinwurfschlitz 1. Dieser ist durch den Schieber 13 freigegeben, wenn der Riegel 5 zurück gezogen ist, wie dies Fig. 1 darstellt und ohne weiteres erkennen lässt. Bei vorgeschobenem Riegel und, von der Türinnenseite her gesehen, im Uhr zeigerdrehsinn gedrehter Scheibe 7 nimmt der Schie ber 13 seine tiefste Stellung ein, in der er den Münz einwurfschlitz 1 abdeckt, so dass also bei vorge schobenem Innenriegel 5 nie eine Münze eingeworfen werden kann.
Die Führungsleisten 14 und 15 sowie die Füh rungsleisten 16 und 17 sind auf der Innenseite der den Schlitz 1 enthaltenden Abdeckplatte 18 getragen. Auf der Platte 18 ist ausserdem noch ein Stutzen mit Schlüsselloch 19 für einen Vierkantstecks hlüs- sel vorhanden, um den Riegel 5 im Bedarfsfall auch von aussen öffnen zu können. Nach Fig. 4 und 5 findet die Abdeckung des Münzeinwurfschlitzes durch einen zweiarmigen Hebel 20 statt, der auf der Innenseite der Abdeckplatte 18 auf seinem Zapfen 21 schwenkbar gelagert ist.
Der obere Teil 20a die ses Hebels legt sich gegen eine Kurvenscheibe 22, die auf der Drehachse 23 des Riegelbetätigungs- knebels 6 sitzt und eine Nase 24 hat. Mittels dieser Nase wird der Hebel 20 zweckdienlich so ver- schwenkt, dass er bei geöffnetem Riegel 5 mit seinem untern Teil 20b hinten neben dem Münzeinwurf- schlitz 1 liegt und bei vorgeschobenem Riegel 5 die sen Schlitz innen abdeckt, wie dies in Fig. 4 bzw. 5 dargestellt ist. Dadurch ist das Einwerfen einer Münze bei vorgeschobenem Riegel 5 wunschgemäss unmöglich gemacht.