CH364358A - Verfahren zur Herstellung eines Werkstoffes und die nach diesem Verfahren erhaltenen Erzeugnisse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Werkstoffes und die nach diesem Verfahren erhaltenen Erzeugnisse

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Publication number
CH364358A
CH364358A CH4723657A CH4723657A CH364358A CH 364358 A CH364358 A CH 364358A CH 4723657 A CH4723657 A CH 4723657A CH 4723657 A CH4723657 A CH 4723657A CH 364358 A CH364358 A CH 364358A
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CH
Switzerland
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rubber
vulcanized
waste
sub
moldings
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Application number
CH4723657A
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English (en)
Inventor
Trachta Josef
Pluhacek Rudolf
Original Assignee
Trachta Josef
Pluhacek Rudolf
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Publication date
Application filed by Trachta Josef, Pluhacek Rudolf filed Critical Trachta Josef
Publication of CH364358A publication Critical patent/CH364358A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L19/00Compositions of rubbers not provided for in groups C08L7/00 - C08L17/00
    • C08L19/003Precrosslinked rubber; Scrap rubber; Used vulcanised rubber

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Floor Finish (AREA)
  • Separation, Recovery Or Treatment Of Waste Materials Containing Plastics (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description


  
 



   Verfahren zur Herstellung eines Werkstoffes und die nach diesem Verfahren erhaltenen Erzeugnisse
Es wurde bereits versucht, Holz durch neue, leicht zugängliche Werkstoffe zu ersetzen. Diese Werkstoffe haben sich jedoch in der Praxis nicht bewährt, da sie sich schwer bearbeiten lassen, gegen Wärme und Feuchtigkeit geringe Widerstandsfähigkeit aufweisen und ihre Anschaffungskosten gross sind. Deshalb wurde von ihrer Verwendung Abstand genommen.



   Es wurde   gefundcn,    dass ein Werkstoff geschaffen werden kann, der diese Nachteile nicht aufweist.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung des Werk stoffes ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch aus Textilmaterial und Gummi, weicher hauptsächlich von vermahlenen Luftreifen gekriegt ist, mit einem flüssigen oder festen Bindemittel vermengt und die erhaltene Masse bei einem Druck von 250 bis 300 Atmosphären und einer Temperatur von   150     verformt wird.



   Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens kann das beim Mahlen von alten Pneus erhaltene Material oder der bei der Herstellung von Gummischuhen, Gummistiefeln und bei der Erzeugung von vulkanisiertem oder nicht vulkanisiertem gummiertem Textilmaterial gewonnene anfallende Abfall verwendet werden. Die gewählte Gattung des Textilabfalles, gegebenenfalls ein Gemisch von Abfällen, entweder zerrissen, zermahlen oder im ursprünglichen Zustand, mit einem Gehalt von kleinstückigem Gummiabfall, wird mit einem flüssigen Bindemittel getränkt, gegebenenfalls mit einem festen Bindemittel, z. B. Formaldehyd (Phenol-Formaldehydharz), Natronlauge, Wasserglas oder Latex gemischt.



   Die Gattung des verwendeten Textilabfalles beeinflusst die Eigenschaften der Platten bzw. Körper, die aus diesem Material hergestellt werden und somit die Qualität der Erzeugnisse. Dies bedeutet, dass je nach Verwendungszweck des Erzeugnisses die Gattung des Textilabfalles oder der Anteil der einzelnen Abfälle im Gemisch gewählt werden.



   In Gummifabriken, Gummierungsanlagen und bei der Erzeugung von Gummistiefeln, Schläuchen usw., häufen sich bedeutende Mengen der besagten Abfälle an. Dieselben wurden bisher vernichtet, z. B. verbrannt, wodurch ihr bedeutender bisher unerkannter Wert verloren ging. Dadurch, dass dieser Abfall nach dem Verfahren gemäss der Erfindung in Platten bzw.



  Körper von verschiedenen Profilen, verschiedener Dicke, Härte und Elastizität verarbeitet wird, wird Holz erspart, das einen kostbaren Rohstoff darstellt.



  Die gewonnenen Platten oder Körper stellen einen neuen Grundrohstoff zur Herstellung von Kisten, Füllungen, Isolierfussbodenfliessen, Fenster usw. dar. Dieselben können auch zum Bau von Wochenendhäuschen und verschiedenen anderen Bauzwecken verwendet werden.



   Die Plattenoberfläche kann je nach Bedarf und Zweck bearbeitet werden. So kann man z. B. bereits bei der Erzeugung Flachsabfall oder ein anderes geeignetes Material dem Werkstoff beimengen. Sonst kann die Oberflächenbearbeitung durch Spritzen von Farbe, Kunststoff oder Aufkleben von verschiedenen anderen bekannten Erzeugnissen, z. B. Linoleum, Sperrholz, Parketten usw. ausgeführt werden.



   Die Herstellung von Platten bzw. Körpern ist höchst einfach und billig, da der billigste Abfall verarbeitet wird und billige, leicht zugängliche, in genügender Menge zur Verfügung stehende Bindemittel verwendet werden.



   Bei der erfindungsgemässen Herstellung kann dem mit einem Bindemittel getränkten Gemisch ein Blähstoff zugesetzt werden.



   Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können Kordfäden als Ausgangsmaterial verwendet werden. Die Kordfäden werden in der   Herstellung von Regeneratgummi aus alten Gummireifen durch deren Zermahlen und Reissen gewonnen, worauf der zermahlene Gummi gesiebt wird und die Fäden abgesaugt werden. Die Kordfäden werden mit einem das Bindemittel bildenden härtebaren Pressmaterial getränkt oder gemischt und in ihre endgültige Form entweder ununterbrochen oder intermittierend gepresst.



   Beim Trennen der Kordfäden von der Gummimasse des Reifens können verschiedene Fadenlängen, vorzugsweise 20 bis 50 mm, durch eine geeignete Regelung des groben und feinen Mahlens erzielt werden.



   Nachdem die Kordfäden in einer härtebaren Flüssigkeit getränkt wurden, werden sie einer Trocknung unterzogen und in eine Form gebracht, in welcher sie unter einem Druck von 250 bis 300 Atmosphären und einer Temperatur von etwa   150"C    zu dem gewünschten Erzeugnis gepresst werden. Das aus den Kordfäden oder Kordabfall bereitete Ausgangsmaterial kann in der Form an einer oder an beiden Seiten mit einer Schicht von geeignetem Material z. B. gemahlener Rinde, ausgelaugter Gerbrinde, Flachs- oder   Hanfabfall,    oder mit einem anderen organischen Stoff bedeckt werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass das Ausgangsmaterial in der Form an einer oder beiden Seiten mit vulkanisierten oder nicht vulkanisierten Gewebestücken versehen wird.



   Es kann auch eine Schicht von vulkanisierten oder nicht vulkanisierten Gewebestücken in der Form an einer oder beiden Seiten mit Schichten des aus den Kordfäden bereiteten Ausgangsmaterials versehen werden.



   Die Oberflächenbehandlung der hergestellten Gegenstände kann in jeder beliebigen Weise, wie oben erwähnt, vollzogen werden, z. B. durch Anbringung einer Schicht von Furnier oder einer anderen geeigneten Masse, durch   Gpritzbehandlung    oder der Gegenstand kann einen Oberflächenfinish durch Sandstrahlen, Kaolinbehandlung usw. erhalten.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung eines Werkstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch aus Textilmaterial und Gummi, welcher hauptsächlich von vermahlenen Luftreifen gekriegt ist, mit einem flüssigen oder festen Bindemittel vermengt und die erhaltene Masse bei einem Druck von 250 bis 300 Atmosphären und einer Temperatur von 150"C verformt wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass vermahlene Luftreifen und andere Gummischuhwerkabfälle oder Abfälle von gummiertem, vulkanisiertem oder nicht vulkanisiertem Textilmaterial verwendet werden.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel Formaldehyd, Phenol-Formaldehydharz, Natronlauge, Wasserglas oder Latex verwendet wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangsmaterial aus alten Gummireifen durch Mahlen und Reissen derselben und Abziehen der Gummimasse erhaltene mit Gummi behaftete Kordfäden verwendet werden und dass dieses Material mit einem härtbaren, das Bindemittel bildenden Pressstoff getränkt oder vermischt und entweder ununterbrochen oder intermittierend verformt wird.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Kordfäden verschiedenartiger Fadenlänge, vorzugsweise von 20 bis 50 mm, verwendet werden.
    5. Verfahren nach Unteransprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kordfäden nach dem Tränken mit einem flüssigen, härtbaren Bindemittel behandelt und unter einem Druck von 250 bis 300 Atmosphären und bei einer Temperatur von etwa 1500 verformt und die Formlinge einer Oberflächenbehandlung unterworfen werden.
    6. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse bei der Verformung in der Form an einer oder an beiden Seiten mit einer Schicht von Flachsoder Hanfabfall oder gemahlener Rinde oder ausgelaugter Gerbrinde oder einem anderen organischen Material bedeckt wird.
    7. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse bei der Verformung in der Form an einer oder beiden Seiten mit Stücken von vulkanisiertem oder nicht vulkanisiertem Gewebe versehen wird.
    8. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schicht von vulkanisierten oder nicht vulkanisierten Gewebestücken an einer oder beiden Seiten mit Schichten des aus Gummiabfall oder Kordfäden bereiteten Ausgangsmaterials versehen wird.
    9. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass die Formlinge an einer oder beiden Seiten mit einer Schicht von Sperrholz oder Furnier versehen werden.
    10. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass die Formlinge mit einem durch Spritzen aufgetragenen Oberflächenfinish versehen werden.
    11. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass die Formlinge durch Sandstrahlen oder durch Kaolinbehandlung oberflächenbehandelt werden.
    PATENTANSPRUCH II Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestelltes Erzeugnis.
CH4723657A 1956-06-15 1957-06-13 Verfahren zur Herstellung eines Werkstoffes und die nach diesem Verfahren erhaltenen Erzeugnisse CH364358A (de)

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CS211356 1956-06-15

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Publication Number Publication Date
CH364358A true CH364358A (de) 1962-09-15

Family

ID=5357278

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CH4723657A CH364358A (de) 1956-06-15 1957-06-13 Verfahren zur Herstellung eines Werkstoffes und die nach diesem Verfahren erhaltenen Erzeugnisse

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CH (1) CH364358A (de)
ES (1) ES236053A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2130393A1 (de) * 1971-03-19 1972-11-03 Orszagos Gumiipari Vallalat
FR2735780A1 (fr) * 1995-06-21 1996-12-27 Hamon Jean Francois Nouveau materiau composite a base de caoutchouc

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2130393A1 (de) * 1971-03-19 1972-11-03 Orszagos Gumiipari Vallalat
FR2735780A1 (fr) * 1995-06-21 1996-12-27 Hamon Jean Francois Nouveau materiau composite a base de caoutchouc

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ES236053A1 (es) 1958-05-01

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