CH364463A - Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Durchmischung und Belüftung von Schlamm und Flüssigkeit, wie Abwasser - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Durchmischung und Belüftung von Schlamm und Flüssigkeit, wie AbwasserInfo
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Description
Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Durchmischung und Belüftung von Schlamm und Flüssigkeit, wie Abwasser Zur Belüftung von Flüssigkeiten und Schlämmen, insbesondere Abwasser, sind Verfahren bekannt, bei denen das Abwasser die Luft an seiner Oberfläche aus der Atmosphäre aufnehmen soll, und man war bedacht, das Wasser umzuwälzen, damit immer neue Wasserteile an der Oberfläche mit der atmosphäri schen Luft in Berührung kommen.
Die bekannten Verfahren dieser Art haben sich nicht bewährt. Die Aufnahme des Sauerstoffs erfolgt nur sehr langsam und nicht in dem Masse, wie dies für die Zwecke der Abwasserreinigung wünschens- wert ist. Wirkungsvoller sind schon Verfahren, bei denen das Wasser versprüht wird. Bekannt sind fer ner Druckluftverfahren in ihren verschiedenen Va rianten, zum Teil mit Benutzung von Rührpaddeln zum Umwälzen des Beckeninhaltes.
Auch bei diesen Verfahren mit Druckluft hat es sich gezeigt, dass die Belüftung häufig nicht aus reichend ist. Die Wirkung kann hier aber wesentlich verbessert werden, wenn bereits belüftetes Wasser zurückgepumpt und dem frischen Wasser zugeführt wird.
Das Verfahren zur Durchmischung und Belüf tung von Schlamm und Flüssigkeit, wie Abwasser, besteht erfindungsgemäss darin, dass die einem Bek- ken zugeleiteten, zu behandelnden Produkte im Kreis lauf mittels einer Schleudervorrichtung durch die Luft geworfen, mittels einer im Schleuderweg ange ordneten Schikane zerteilt, in einem Behälter aufge fangen und zum Zuleitungsbecken im selbsttätigen Fluss zurückgeleitet werden. Der Vorgang kann so oft wiederholt werden, bis die Sauerstoffanreicherung erreicht ist, die man haben will.
Die Erfindung baut auf der Erkenntnis der Ur sache des teilweisen Versagens der bekannten Ver fahren auf und macht von neuen Erkenntnissen Ge- brauch, dass, wenn man in relativ kurzer Zeit einen Abbau der Verschmutzungen und des Schlammes und ihre Mineralisierung erreichen will, die Durch mischung und Belüftung nicht nur des Wassers, son dern auch des Schlammes besonders intensiv sein muss und insbesondere Belebtschlamm möglichst zer brochen und durchgearbeitet sein muss. Der Schlamm wird zerteilt, damit er Sauerstoff aufnimmt und für die Arbeit der Bakterien vorbereitet ist. Bisher ist einer bewussten intensiven Sauerstoffanreicherung des Schlammes keine Beachtung geschenkt worden.
Das Ergcbnis des Verfahrens ist ein klarer Ablauf und ein Schlamm etwa körniger Struktur, der sich relativ leicht vom Wasser trennen lässt.
Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Durch führung des erfindungsgemässen Verfahrens ist da durch gekennzeichnet, dass ein Behandlungsbecken mittels einer Trennwand in zwei Beckenteile ver schiedener Tiefe unterteilt ist, wobei beide Becken teile miteinander verbunden und im tieferen Becken teil der Zulauf und eine Schleudervorrichtung ange ordnet sind, und dass oberhalb des Beckens ein min destens einreihiges Gitter sich befindet, das Ganze derart,
dass die Schleudervorrichtung die zu behan delnden Produkte über die Trennwand hinweg und durch das Gitter hindurch im Wurf in das zweite Beckenteil fördert. Um ein gutes Fliessen und eine Intensivierung der Durchmischung zu erreichen, soll der Beckenboden im zweiten Beckenteil hinter der Trennwand hoch liegen und soll zum Schlamm sumpf des ersten Beckenteiles hin abfallen. Als Wurf vorrichtung kann eine Scheibe, eine Walze oder ein Rad benutzt werden.
Die Zeichnung stellt zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Einrichtung dar.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch und Fig. 2 eine Draufsicht auf eine besonders vor teilhafte Beckenform.
Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt und Fig. 4 einen Querschnitt durch ein zweites Aus führungsbeispiel.
Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform eines Teiles des Gitters.
Das Becken 1 des ersten Beispiels hat einen rechteckigen Grundriss und ist durch eine Quer wand 2 und eine Längswand 3 in drei Beckenteile unterteilt. Der Beckenteil 4 ist ein tiefer Trichter, in den die Zuleitung 5 für das zu behandelnde Produkt einmündet.
In Höhe des Flüssigkeitsspiegels läuft eine vom Elektromotor 6 angetriebene, mit Durchbre- chungen 7 versehene, schräggestellte Scheibe 8 um, die das zu behandelnde Produkt über die Trennwand 2 hinweg in den Beckenteil 9 schleudert. Hinter der Trennwand 2 sitzt ein Gitter 10, durch das das zu behandelnde Produkt bei seinem Hindurchschleu- dern zerteilt wird.
Die Scheibe hat einen zylinder- förmigen Ansatz 11, mit dessen Hilfe, gegebenen falls mit zusätzlichen Flügeln, ein Ansaugen des zu behandelnden Produktes erfolgt. Der Boden 12 des Auffangsraumes 9 fällt von der Trennwand 2 aus in Richtung auf die Wand 13 des Beckens schräg ab. Die tiefste Stelle dieses Beckenteiles 9 liegt aber hö her als die tiefste Stelle des Beckenteiles 4. Der Beckenteil 4 und der Beckenteil 9 sind über das dritte Beckenteil 14 miteinander verbunden, dessen Boden 15 sich von der tiefsten Stelle des Becken teiles 9 zur tiefsten Stelle des Beckenteiles 4 abwärts neigt.
Der Durchtritt zum Beckenteil 4 erfolgt durch die Öffnung 16 in der Wand 3. Durch die Schrägen der Böden der Beckenteile 9 und 14 ist gewährlei stet, dass der mittels der Scheibe 8 in den Becken teil 9 hinübergeschleuderte Schlamm und das Ab wasser im Kreislauf zum Beckenteil 4 zurückfliessen. Der Ablauf des behandelten Produktes kann durch einen überlauf 17 erfolgen. Der abgesetzte Schlamm wird mittels eines Schlammablassrohres 18 abgezo gen.
Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3 und 4 findet die Verbindung zwischen dem Beckenteil 19, in dem die Schleudervorrichtung 20 umläuft, und dem Auffangbeckenteil 21 in der Nähe des Bodens 22 statt. Die Trennwand 23 ist in der Nähe des Bodens in Richtung nach dem Beckenteil 19 abgebogen, und es entsteht dadurch ein Kanal 24. Der Boden 22 des ganzen Beckens fällt auch hier vom Beckenteil 21 zum Beckenteil 19 schräg ab.
Zur zusätzlichen Druckluftbelüftung können zu beiden Seiten rechts und links der Trennwand 23 noch Düsenköpfe 25 mit einer Druckluftzuführungs- leitung 26 angeordnet sein. Die übrige Ausbildung der Einrichtung entspricht sinngemäss dem Becken beispiel nach den Fig. 1 und 2.
In der Fig. 5 ist eine Ausführungsform eines Teils des Gitters gezeigt. Die winkelförmigen Stäbe 27 bilden die erste Reihe des Gitters und die Flach stäbe 28 die dahinterliegende zweite Reihe. Die kontinuierliche Durchmischung und Belüf tung von Schlamm und Flüssigkeit, wie Abwasser, er folgt in den beschriebenen Beispielen dadurch, dass das dem Becken 4 bzw. 19 zugeführte, zu behan delnde Gut von der Schleuder 8 bzw. 20 über die Trennwand 2 bzw. 23 und durch das Gitter 10 in den Beckenteil 9 bzw. 21 geschleudert wird. Da durch würde sich das Niveau im Teil 9 bzw. 21 ge genüber dem Niveau im Teil 4 bzw. 19 heben.
Der Niveauunterschied wird aber dadurch ausgeglichen, dass eine innere Verbindung 14, 16 bzw. 24 zwi schen den beiden Becken besteht. Dieses Zurück- fliessen wird noch zusätzlich durch den Höhenunter schied der beiden Beckenböden gefördert.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur kontinuierlichen Durchmischung und Belüftung von Schlamm und Flüssigkeit, wie Abwasser, dadurch gekennzeichnet, dass die einem Becken zugeleiteten, zu behandelnden Produkte im Kreislauf mittels einer Schleudervorrichtung durch die Luft geworfen, mittels einer im Schleuderweg angeordneten Schikane zerteilt, in einem Behälter aufgefangen und zum Zuleitungsbecken im selbsttäti gen Fluss zurückgeleitet werden.II. Einrichtung zur Durchführung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Behandlungsbecken mittels einer Trenn wand in zwei Beckenteile verschiedener Tiefe unter teilt ist, wobei beide Beckenteile miteinander ver bunden und im tieferen Beckenteil der Zulauf und eine Schleudervorrichtung angeordnet sind, und dass oberhalb des Beckens ein mindestens einreihiges Gitter sich befindet, das Ganze derart, dass die Schleudervorrichtung die zu behandelnden Produkte über die Trennwand hinweg und durch das Gitter hindurch im Wurf in das zweite Beckenteil fördert. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass das Gitter auf der Trennwand angeordnet ist. 2.Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass das Gitter, von der Schleuder vorrichtung aus gesehen, hinter der Trennwand ange ordnet ist. 3. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Beckenboden im zweiten Beckenteil zum Schlammsumpf des ersten Becken teiles hin abfällt (Fig. 3). 4.Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass das Gitter aus einer Reihe senkrecht im Abstand voneinander angeordneter Winkelstäbe besteht, deren Kanten gegen die Schleu dervorrichtung gerichtet sind, und aus Flachstäben, die im Abstand hinter den Lücken zwischen den Winkelstäben liegen (Fig. 5).
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Also Published As
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