CH364554A - Vorrichtung zur Durchführung von unter der Einwirkung einer mit Wechselstrom betriebenen Gasentladung ablaufenden Prozessen - Google Patents

Vorrichtung zur Durchführung von unter der Einwirkung einer mit Wechselstrom betriebenen Gasentladung ablaufenden Prozessen

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CH364554A
CH364554A CH4303557A CH4303557A CH364554A CH 364554 A CH364554 A CH 364554A CH 4303557 A CH4303557 A CH 4303557A CH 4303557 A CH4303557 A CH 4303557A CH 364554 A CH364554 A CH 364554A
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CH4303557A
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Berghaus Bernhard
Bucek Hans
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Berghaus Elektrophysik Anst
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J37/00Discharge tubes with provision for introducing objects or material to be exposed to the discharge, e.g. for the purpose of examination or processing thereof
    • H01J37/32Gas-filled discharge tubes
    • H01J37/32009Arrangements for generation of plasma specially adapted for examination or treatment of objects, e.g. plasma sources
    • H01J37/32018Glow discharge

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Description


  Vorrichtung zur Durchführung von unter der Einwirkung einer     mit    Wechselstrom  betriebenen Gasentladung ablaufenden Prozessen    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine  Vorrichtung zur Durchführung von     Gasentladungs-,     insbesondere von     Glimmentladungsprozessen,    bei  spielsweise zur Oberflächenbehandlung von metalli  schen Werkstücken.  



  Derartige Prozesse werden bekanntlich     in    Ent  ladungsgefässen, bei grösseren Leistungen in metalli  schen Gefässen durchgeführt, die eine dem     jeweiligen     Zweck entsprechende Gasatmosphäre enthalten und  geeignete     Elektrodeanordnungen    im Inneren aufwei  sen, zwecks Erzeugung einer     elektrischen    Gas- bzw.  Glimmentladung bei Zuführung genügend hoher  Spannungen zu den Elektroden. Bei der Oberflächen  behandlung von Werkstücken oder anderem Behand  lungsgut, etwa einer     Schmelze,    bildet meist das Be  handlungsgut eine der Elektroden und ist über eine  isolierte Stromdurchführung mit einem Pol der Span  nungsquelle verbunden.  



  Zur Durchführung der genannten Gas- und       Glimmentladungsprozesse    wird häufig den Elektro  den Gleichspannung     zugeführt,    wobei das Behand  lungsgut meist als Kathode, in gewissen Fällen aber  auch als Anode arbeitet. Zur Erzielung besonderer  Effekte wird die Gleichspannung auch     periodisch     ein- und ausgeschaltet oder zwischen einem höheren  und einem niedrigeren Wert periodisch aufeinander  folgend umgeschaltet, wobei die     Hochleistungsnnter-          valle    kürzer oder länger als die Zwischenintervalle  sein können.

   Häufig wird den Elektroden auch tech  nischer Wechselstrom von 50 Hz     zugeführt,    meist  einphasig, bei entsprechender     Elektrodenanordnung     aber auch mehrphasig. Auch diese     Wechselspannung     kann     impulsartig    ein- und ausgeschaltet werden oder  in aufeinanderfolgenden Intervallen einen höheren  bzw. niedrigeren     Amplitudenwert    besitzen.

      In der Vergangenheit wurden     gelegentlich    bereits  Unterschiede in der     Wirksamkeit        eines    mit     Gleich-          oder    mit     Wechselspannung        betriebenen    Gas- bzw.       Glimmentladung    beobachtet. Jedoch konnten aus  den jeweiligen Ergebnissen nicht ermittelt werden,  worauf der Unterschied beruht und     gewöhnlich     wurde empirisch festgestellt, ob Gleich- oder Wechsel  spannung für einen bestimmten durchzuführenden  Prozess geeigneter sei.  



  Auf Grund von systematisch durchgeführten Un  tersuchungen hat sich aber nunmehr gezeigt, dass  sich bei Verwendung von Wechselstrom durch An  passung der Frequenz des Wechselstroms an den  jeweils durchzuführenden Prozess     wesentlich    bessere  Ergebnisse erzielen lassen. Die     erfündungsgemässe     Vorrichtung zur Durchführung von Prozessen, die  in     einem    Entladungsgefäss unter Einwirkung einer  mit Wechselstrom betriebenen Gasentladung ablau  fen,     kennzeichnet    sich dadurch, dass Mittel vorgese  hen sind, welche es erlauben, die Frequenz der spei  senden Wechselspannung zu verändern.  



  Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der  Erfindung an Hand der Figur näher erläutert.  



  Das     im        Prinzipschema    gezeichnete Ausführungs  beispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung zeigt  ein     Glimmentladungsgefäss    1 aus Metall mit den  Gaszufuhr- und     Gasabsaugleitungen    2 bzw. 3 und  dem im Inneren isoliert aufgehängten Werkstück 4,  das z. B. in bekannter Weise in der     Glimmentladung     an der Oberfläche nitriert und gehärtet werden soll.  Hierzu wird im Gefäss 1     eine    stickstoffhaltige Atmo  sphäre, z.

   B. aus 30     Vol.o/o-,    Stickstoff und 70     Vol        9/o          Wasserstoff,    bei einem Druck im Bereich von etwa  1 bis 100 mm     Hg        geschaffen,    wobei zu     Beginn    des  Prozesses     zweckmässigerweise    zwischen 1 bis 10 mm       Hg    Druck eingestellt und der Druck dann erst er-      höht wird. Das Werkstück 4 ist über die     isoliert        im     Gefäss 1 angeordnete Stromdurchführung 5 mit dem  einen Ende der Sekundärwicklung 6 verbunden.

   An  der Sekundärwicklung wird durch den Abgriff 7 eine  Spannung der     gewünschten    Höhe abgenommen, bei  spielsweise zwischen 400 und 600 Volt, und über  eine weitere isoliert im Gefäss 1 angebrachte Strom  durchführung 8 mit der Gegenelektrode 9 im Gefäss  1 verbunden. Entsprechend der zwischen dem Werk  stück 4 und der Gegenelektrode 9 herrschenden  Spannung bildet sich zwischen ihnen eine elektri  sche Glimmentladung aus. Da hier von der     @Sekun-          därwicklung    6 eine Wechselspannung geliefert wird,  bildet das Werkstück 4 abwechselnd die Kathode  bzw. die Anode in der Entladung.  



  Ausser der Sekundärwicklung 6 weist der Trans  formatorkern 10 hier zwei in Reihe geschaltete Pri  märwicklungen     lla    bzw.     llb    auf, die im vorliegen  den Ausführungsbeispiel gleiche     Windungszahl    be  sitzen. Gespeist werden die beiden Primärwicklun  gen     abwechselnd    aus den am Drehstromnetz 14 an  geschlossenen Gleichrichtern 12a bzw. 12b über die  Schaltorgane 13a bzw. 13b, die im einfachsten Fall  als     Ein/Aus-Schalter,    bei grösseren Leistungen aber  als steuerbare elektronische Ventile ausgebildet sind.  Die Öffnung oder Schliessung der Schaltorgane 13a,  13b     erfolgt    über das Steuergerät 15 im Gegentakt  und mit einem zeitlich veränderbaren Rhythmus.

    Also entsteht, bei gleichem     Windungssinn    der Pri  märwicklungen 11a, 11b und der angedeuteten Rich  tung der Ströme     i"    und     ib,    im Kern 10     ein    in seiner  Richtung wechselnder     Magnetfluss,    der in der Sekun  därwicklung 6 die gewünschte     Wechselpannung     erzeugt.  



  Natürlich handelt es sich bei der Sekundärspan  nung nur dann um eine     einwellige        Sinusspannung,     wenn durch eine entsprechende     Halbwellensteuerung     der Schaltorgane 13a, 13b, die beiden Primärströme       1a    und     ib    sich im gemeinsamen Mittelleiter 16 zu  einem     sinusförmigen    Primärstrom     i,    addieren. An  dernfalls enthält die Sekundärspannung mehr oder  weniger Oberwellen, was aber in vielen Fällen nicht       unerwünscht    ist.  



       Wesentlich    ist, dass die beschriebene Apparatur  bei geeigneter Ausbildung des Steuergerätes 15 eine  einfache     Frequenzänderung    der Betriebswechsel  spannung an der Sekundärwicklung 6 ermöglicht.  Dabei lässt sich ein relativ hoher Wirkungsgrad dieser       frequenzvariablen    Stromversorgung erzielen und bei  genügend grosser     Dimensionierung    des     Transforma-          torkerns    10 auch ein Betrieb mit sehr niedrigen Fre  quenzen, beispielsweise bis zu 0,1 Hz ermöglichen.

    Die einfache und rasche     Frequenzänderung    gestaltet  die Wahl einer für den     jeweiligen    Zweck besonders  günstigen periodischen     Glimmentladungsbeaufschla-          gung    des Behandlungsgutes. Es können auch zwei  oder     mehr    unterschiedliche     Frequenzen    nacheinan  der oder     abwechselnd        innerhalb    vorgegebener Zeit  intervalle verwendet werden. Dabei kann, falls er  wünscht, auch die Betriebsspannung zusammen mit    der Frequenz geändert werden.

   Schliesslich besteht  auch die Möglichkeit, die Überbrückung des     Klem-          menpaares    17 zu entfernen und     eine    Gleichspan  nungsquelle mit der Sekundärwicklung 6 in Reihe zu  schalten, also die in ihrer Frequenz einstellbare Wech  selspannung einer Gleichspannung zu überlagern.  



  Bei systematischen Untersuchungen hat sich ge  zeigt, dass tatsächlich durch die abwechselnde     katho-          dische    und     anodische    Behandlung eines Werkstücks  eine Oberflächenveredelung erzielen lässt, die bei       Gleichspannungsbetrieb    nicht oder nur bei längeren  Behandlungszeiten bzw. bei höherer Energie erreich  bar sind.

   Anscheinend ist die aufeinanderfolgende  Beeinflussung der     Werkstückoberfläche    durch das  bei     kathodischem    Betrieb entstehende     Ionenbombar-          dement    bzw. das bei     anodischem    Betrieb auftretende  Elektronenbombardement von Bedeutung in bezug  auf die Art der gebildeten Oberflächenzone. So wurde  beispielsweise bei der     Nitrierung    von ;Stahloberflä  chen mit einer günstigen Frequenz der Wechsel  spannung, eine besonders gleichmässige Härtung  längs der gesamten     Werkstückoberfläche    erzeugt.

   Bei       Vergleichsversuchen    wurden gleichartige Werkstücke  bei jeweils gleicher Temperatur und Gaszusammen  setzung sowie bei gleichem Gasdruck jeweils 25  Stunden mit Gleichspannung bzw. mit angenähert       sinusförmiger    Wechselspannung von etwa 20 Hz be  handelt. Ein Vergleich der     Nitrierschichten    ergab  zwar angenähert gleiche Oberflächenhärte der unter  schiedlich behandelten Werkstücke, aber bei der  mit Wechselspannung nitrierten Probe eine merk  lich grössere     Nitriertiefe    und anscheinend auch eine  bessere Verzahnung der gehärteten Oberflächen  schicht mit dem Kernmaterial.

   Die     Duktilität    der  Schicht bei der mit Wechselspannung behandelten  Probe scheint auch günstiger zu sein, jedenfalls ergab  bei     ähnlichen    Versuchen mit     Feuerwaffenrohren    die  mit Wechselspannung nitrierte Innenwandung     eine     bessere Verschleissfestigkeit.  



  Soweit bisher ermittelt werden konnte, lässt sich  für verschiedene Legierungen und Werkstoffe     jeweils     ein optimaler Frequenzbereich bei     Wechselspannungs-          betrieb        auffinden,    was sich durch einfache Vergleichs  messungen an beispielsweise 6 Proben feststellen  lässt, die unter sonst gleichen Bedingungen z. B.  mit Frequenzen von     0,1/1'10/50(100j200    Hz behan  delt werden. Ist das so ermittelte günstigste     Frequenz-          gebiet    bekannt, dann kann mit einigen weiteren Pro  ben dessen Umgebung genauer überprüft werden,  und die optimale Frequenz festgestellt werden.

   Dabei  handelt es sich um einfache, in jedem metallurgi  schen Betrieb übliche Routine-Prüfungen, die dem  Fachmann geläufig sind.  



  Es hat sich auch als     vorteilhaft    erwiesen, bei kom  plizierten     Werkstücken    und z. B. bei engen Rohren die  optimale Behandlungsfrequenz erneut     festzustellen,     selbst wenn das günstigste     Frequenzgebiet    für die  betreffende Legierung     bereits    bekannt ist. Beispiels  weise hat sich ergeben, dass bei engen und langen  Bohrungen für die     Innenwandungen    eine andere Fre-           quenz    optimal ist als für die Aussenwandungen. Von  Vorteil ist     hierbei    auch eine abwechselnde Behand  lung mit zwei Frequenzen, die in kürzeren oder län  geren Abständen zur Anwendung kommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Vorrichtung zur Durchführung von Prozessen, die in einem Entladungsgefäss unter Einwirkung einer mit Wechselstrom betriebenen Gasentladung ablau fen und vorzugsweise zur Oberflächenbehandlung von metallischen Werkstücken in einer Gasatmo sphäre mit einzudiffundierenden Stoffen dienen, da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, welche es erlauben, die Frequenz der speisenden Wechselspannung zu verändern. 1I. Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenz in vorbestimmten Zeitintervallen geändert wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um der Wechselspannung eine Gleichspannung zu über lagern. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenz der speisenden Wechselspannung in einem zwischen 0,1 und 300 Hz liegenden Bereich veränderbar ist. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Transformator vorgesehen ist, dessen Sekundärseite mit den im Entladungsgefäss vorgesehenen Elektroden verbunden ist, und des sen Primärseite an eine Stromversorgungseinrichtung angeschlossen ist, die im Transformatorkern einen Wechselfluss veränderbarer Frequenz erzeugt. 4.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 3, gekenn zeichnet durch eine zweiteilige Primärwicklung, deren beide Wicklungsteile über je ein Schaltorgan mit einer Gleichstromquelle verbunden sind, sowie durch ein die beiden Schaltorgane periodisch im Gegen takt betätigendes Steuerorgan. 5. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, gekenn zeichnet durch ein Steuerorgan mit veränderbarem Betätigungsrhythmus. 6. Vorrichtung nach den Unteransprüchen 2 und 5. 7. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zusammen mit der Frequenz auch die Betriebsspannung geändert wird.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2476143A1 (fr) * 1980-02-20 1981-08-21 Fours Indls Cie Procede de traitement thermochimique de pieces par bombardement ionique et dispositif pour la mise en oeuvre du procede
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