Einrichtung zur Toleranzprüfung wenigstens einer Abmessung eines Werkstückes
Es ist bereits eine Einrichtung zur Prüfung der Abmessungen von Werkstücken bekannt, bei welcher unter Verwendung einer nach zwei Koordinaten ver stellbaren Sonde auf einem Aufzeichnungsstreifen die zu prüfenden Grössen des Werkstückes festgestellt und registriert werden.
Es ist auch bereits bekannt, die so gemessenen Grössen dadurch mit den zugehörigen Sollgrössen zu vergleichen, dass man vor der Untersuchung eines Werkstückes auf seine tatsächlichen Abmessungen ein fehlerfreies Werkstück untersucht und auf den so erhaltenen Aufzeichnungsstreifen dann in einer zweiten Messreihe die Abmessungen des zuerst erwähnten zu untersuchenden und möglicherweise mit Fehlern behafteten Werkstückes registriert.
Ferner ist es bekannt, die Sollwerte auf den Auf zeichnungsstreifen statt durch Untersuchung eines fehlerfreien Werkstückes dadurch aufzutragen, dass man den Registrierstreifen auf dem Aufzeichnungsstreifen nacheinander in diejenigen Lagen bringt, die den Soliwerten entsprechen und nach Erreichung jeder einzelnen Lage eine entsprechende Markierung auf dem Aufzeichnungsstreifen anbringt. Die so gewonne- nen Sollwertmarkierungen kann man dann nach Un tersuchung des zu prüfenden Werkstückes mit den Istwerten vergleichen.
Es ist ausserdem bekannt, Toleranzwerte für alle nacheinander zu messenden Istwerte von einer besonderen Trommel, auf der die Toleranzwerte markiert sind, im Verlaufe der Registrierung der verschiedenen Istwerte auf den Aufzeichnungsstreifen zu übertragen, so dass der Aufzeichnungsstreifen dann ebenfalls eine Beurteilung der Istwerte auf ihre zulässigen bzw. nicht mehr zulässigen Abweichungen erlaubt.
Die beiden an erster Stelle genannten Verfahren sind sehr umständlich und zeitraubend, während das an dritter Stelle genannte Verfahren die Bereitstellung einer neuen Trommel für jede neue zu prüfende Art von Werkstücken erfordert.
Durch die Erfindung soll nun eine Einrichtung zur Toleranzpriifung angegeben werden, die mit geringerem Zeitaufwand für die Untersuchung von beliebigen Werkstücken vorbereitet werden kann, ohne die Bereitstellung von neuen, besonders für die zu untersuchenden Werkstücke herzustellenden Teilen, wie von obengenannten Tnommeln, zu enfordem.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Tole ranzprüfungwenigstens einer Abmessung eines Werkstückes, bei der das Werkstück von einem Messfühler abgetastet wird und die ermittelten Werte von einer Registriereinrichtung aufgezeichnet werden, unter Verwendung einer Programmsteuereinrichtung zur quali tativen und quantitativen Steuerung der Bewegung des Messfühlers, und besteht darin, dass die Steuereinrichtung sowohl eine Einstellung des Messfühlers auf eine für eine anschlie¯ende Abtastbewegung geeignete Ausgangslage steuert als auch während der Abtastbewegung des Messfühlers beim Überlaufen eines Be zugspunktes für die zu prüfende Abmessung ein Be zugssignal liefert.
Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes ; im einzelnen bedeuten :
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf eine Einrichtung zur Toleranzpr fung von Abmessungen eines Werkstückes,
Fig. 2 teilweisNe einen Schnitt und teilweise eine Seitenansicht des Programmgebers 71 nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Vorderansicht, eines Teils der Einrich- tung nach Fig. 2, gesehen in Richtung der Pfeile 3-3 in Fig. 2,
Fig. 4 eine Draufsicht einer der Betragsteuerein- heiten, und zwar CDL der Einrichtung nach Fig. 1,
Fig. 5 einen Schnitt dieser Betragsstewereinheit entlang der Luie 5-5 in Fig.
4,
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie 6-6 in Fig. 5,
Fig. 7 und 8 die elektrische Schaltung der Einrich tung nach Fig. 1,
Fig. 9 ein Schaltbild erstens einer Betragssteuereinheit, die anstelle der in Fig. 4 gezeichneten Einheit Verwendung finden kann, Tindi zweitens ein weiteres Beispiel der elektrischen Schaltung,
Fig. 10 einen Schnitt eines Teils der Einheit nach Fig. 9 und
Fig. 11 einen Schnitt entlang der Linie 11-11 in Fig. 10.
In der Beschreibung und den Zeichnungen sind dieselben Bezugszeichen für Elemente verwendet worden, die einander entsprechen, gleichartige Elemente sind jedoch durch einen angehängten, verschiedenen Buchstaben, einen Akzent oder einen anderweitigen Index von dem Bezugszeichen verschieden, das die Gesamtheit aller dieser Elemente bezeichnet. Die Be schreibung soll so verstanden werden, daf3, solange der dazugehörige Text nicht etwas anderes fordert, die Beschreibung eines bestimmten Elementes auch für jedes andere, gleich genannte und bezeichnete Element gelten soll.
In Fig. 1 ist auf einer Grundplatte 20 ein fester Block 21 angebracht, auf dem ein longitudinal verschiebbare Block 22 angeordnet ist. Die Blöcke 21 1 und 22 bilden den unteren und den oberen Teil einer Schwalbenscbwanfzführung, von der in Fig. 1 nur die Ränder 23 und 24 zu sehen sind. Der Block 22 wird durch die Drehung einer Achse 25L verschoben, die in den von der Grundplatte nach oben stehenden Lagerstützen 26 und 27 gelagert ist.
Sie setzt sich an ihrem rechten Ende in eine Leitspindel 28 fort, dieineinen sich vom Block 22 nach unten erstreckenden Vorsprung (nicht dargestellt) mit einer Gewinde bohpung eingreift. Der Block 22 kann entweder langsam oder schnell in Längsrichtung der Platte 20 bewegt werden, indem man der Achse 25L entsprechend eine schnelle oder langsame Drehbewegung erteilt.
Wird eine schnelle Drehbewegung gewünscht, so wird die Achseducheinen;Elaktromotor FML mit drei Anschlüssen und umkehrbarer Drehrichtung angetrie- ben, der an die Achse über ein mechanisches Getriebe angekuppelt ist, das z. B. aus einem Zahnrad 29 mit grossem Durchmesser, das durch den Motor angetrieben wird und das seinerseits wieder ein Zahnrad 30 mit mittlerem Durchmesser, das auf der Achse 25L angeordnet ist, treibt, bestehen kann.
Falls eine langsame Drehung der Achse 25L gewünscht wird, wird diese von einem entsprechenden Elektromotor SML angetrieben, der an sie über ein mechanisches Getriebe angekuppelt ist, das beispielsweise aus einem Zahnrad 31 mit kleinem Durchmesser bestehen kann, welches vom Motor angetrieben wird und das seinerseits wiederum das Zahnrad 30 mit mittlerem Durchmesser treibt. Da die Motoren FML und SML in ihrer Drehrichtung umkehrbar sind, kann der Block 22 in longitudinaler Richtung entweder vorwärts (nach rechts in Fig. 1) oder rückwärts (nach links in Fig. 1) schnell oder langsam bewegt werden.
Der longitudinal bewegbare Block 22 ist seinerseits wiederum die Grundplatte für eine Anordnung für eine transversale Bewegung. Diese Anordnung enthält einen unteren Block 40, der auf dem Block 22 angeordnet ist, und einen oberen Block 41, der oberhalb des Blockes 40 liegt und in bezug auf diesen verschoben werden kann. Die Blöcke 40 und 41 bilden zusammen wiederum eine Schwalbenschwanzführung, von der in Fig. 1 nur die beiden Innenränder 42 und 43 sichtbar sind.
Die transversale Bewegung des Blockes 41 erfolgt durch eine Antriebseinrichtung, die eine Achse 25T, die Lagerstützen 26'und 27', die die Achse 25T drehbar lagern, eine Leitspindel 28'als eines Ende der Achse, reversible Motoren SMT, FMT mit drei Anschlüssen und die Getriebe 29', 30', 31', die die Motoren SMT und FMT derart an die Achse 25T kuppeln, dass die Achse wahlweise langsamer durch den Motor SMT oder schneller durch den Motor FMT gedreht werden kann, enthält. Diese eben ge nannten Einzelteile werden nicht im einzelnen beschrieben, da sie in ihrer Ausführung und Anordnung den bereits in Verbindung mit der longitudinalen Bewegung des Blockes 22 beschriebenen Elementen entsprechen.
Den transversal beweglichen Block 21 kann wie den Block 22 entweder eine Vorwärtsbewegung (nach oben in Fig. 1) oder eine Rückwärtsbewegung (nach unten in Fig. 1), sowohl mit schneller als auch mit langsamer Drehung erteilt werden, indem man zum Antrieb der Achse 25T einen der Motore SMT oder FMT einschaltet und sie entsprechend der gewünschten Drehrichtung nach vorwärts oder nach rückwärts in der richtigen Weise speist.
Die in Fijg. 1 dargestellte Einrichtung ist eine Einrichtung zur Toleranzprüfung von Abmessungen eines Werkstückes, wie beispielsweise des Teils 50, der zwischen den gehärteten Spitzen 51 und 52 gelagert ist. Zur Ausführung des gewünschten Messvorganges trägt der Block 41 einen Halter 53, in dem federnd ein Messfühler 54 gelagert ist, an dessen freiem Ende sich eine Tastkugel 55 befindet. Die federnd nachgiebige Lagerung ist so ausgebildet, dass sie die Tastkugel 55 in einem festen, genau bestimmten Abstand vom Halter 53 hält, wenn sich die Kugel nicht in Berührung mit dem Teil 50 befindet, dal3 sie jedoch dem Messfühler 54 ein federndes Nachgeben nach rückwärts in bezug auf den Halter 53 ermöglicht, wenn die Kugel im Verlauf ihrer transversalen Bewegung den Teil 50 berührt.
Genauere Einzelheiten über die federnde Lagerung des Messfühlers 54 in dem Halter 53 können aus dem USA-Patent Nr. 2 697 879 (William S. Tandler u. a.) entnommen werden. Der Messfühler 54 ist seinerseits wiederum federnd ausgebildet, so dass die Kugel 55 in bezug auf den Halter 53 in longitudinaler Richtung nachgeben kann, wenn die Kugel im Verlaufe ihrer longitudinalen Bewegung eine Oberfläche des Teils 50 berührt.
Die Messung eines Toleranzabstandes einer ¯rtlichen FlÏche des Teils 50 von einem Bezugspunkt erfolgt durch eine Verschiebung desjenigen der Blöcke 22 und 41, der eine Verschiebung der Kugel 55 in Richtung auf die FlÏche, die zur Messung herange- zogen werden soll, entsprich ; diese Bewegung wird so lange aufrechterhalten, bis die Tastkugel 55 die betreffende Fläche berührt. Die Kugel 55 und der Teil 50 sindl beide in einen, Sondenstromikreis geschaltet und wirken elektrisch gesprochen als die beiden Kontakte eines Schalters, der sich schliesst, wenn die Kugel 55 den Teil 50 berührt und so im Augenblick der Berührung ein elektrisches Signal liefert.
Während dieses Signal eine Anzeige der Stellung darstellt, bei welcher eine Berührung erfolgt, mu¯ diese Stellungsanzeige jedoch, um eine sinnvolle Mass- angabe des Abstandes zu der zu prüfenden FlÏche zu ergeben, in die Abstandsanzeige von einer Anfangs stellung Bezugspunkt umgewandelt werden, die als Messgrösse zur Kontrolle dieser dient, oder in eine Abstandsangabe von einer zweiten Bezugsstellung, die nur speziell für eine oder mehrere der zu messenden Flächen verwendet wird. Der Ausdruck Bezugslage oder Bezugsstellung wird im folgenden f r die als Nullpunkt benutzteAnfangsstellung verwendet, ausser, wenn aus dem zugehörigen Text etwas anderes hervorgeht.
Die erwähnte Bezugslage kann als eine bestimmte Stellung der Tastkugel 55 angesehen werden, es ist aber auch möglich, den Ausdruck Bezugslagep für eine bestimmte Stellung des Blocks 22 im Falle einer longitudinalen Bewegung oder einer bestimmten Lage des Blockes 41 in bezug auf eine transversale Bewegung zu verwenden. Dies ist deshalb m¯glich, da es nur eine einzige Stellung f r den Block 22 und eine einzige Stellung für den Block 41 gibt, bei welchen es möglich ist, mittels der Bewegungen, die diese Blöcke e ausführen k¯nnen, die Kugel 55 in die Bezugslage zu bringen.
Es ist zweckmässig, die Bezugslage im Hinblick auf diese einzig möglichen Stellungen der Blöcke 22 und 41 zu definieren, so dass getrennte Angaben im Hinblick auf die Bszugslage für die loagi- tudinale und die transversale Koordinate gemacht werden können.
Die erwähnte Abstandsanzeige wird durch die Verwendung einer Schreiberanordnung 56 (Fig. 8) erhalten, die in eine longitudinale Schreibereinheit 57 und eine transversale Schreibereinheit 57'unterteilt ist. Die Einheit 57 enthält ein stromempfindliches
Registrienpapier 59, das heil3t ein Papier, wie es z. B. unter dem Warenzeichen Teledeltos bekannt ist und auf dem durch den Durchgang von elektrischem Strom eine Aufzeichnung erhalten werden kann. Das Regi strierpapier wird so unter einem Schreibstift 58 vorbeigef hrt, da¯ die Bewegung zwischen Streifen und Stift einen Teil der Gesamtbewegung wiedergibt, durch welche der Block 22 die Tastkugel 55 in Berührung mit der zu messenden Fläche bringt.
Wenn die Kugel 55 die FlÏche berührt, und das erwähnte Signal enzeu) gt, bewirkt dieses Signal, dass der Schreib- stift eine Marke auf dem Papier anbringt, die der Berührung entspricht. Der Schreibstift wird ebenfalls unter Spannung gesetzt, so dass eine zweite Marke auf dem Registrierpapier entsteht, wenn der Block 22 beispielsweise eine sekundäre, longitudinale Bet- zugslage erreicht. Der Betrag des Abstandes auf dem Streifen, zwischen der Marke, die der sekundären Bezugslage entspricht und der Marke, die bei der Berührung des Teils 50 durch die Kugel 55 erzeugt wurde, ist eine Massangabe, aus der durch einfache Rechnung die Abweichung des Abstandes der zu pr fenden Fläche des Teils 50 von dem vorgegebenen Wert erhalten werden kann.
Zur Aufzeichnung der Ergebnisse, die durch einen transversalen Messvorgang erhalten worden ; sind, kann eine gleichartige Einrichtung Verwendung finden.
Nähere Einzelheiten solcher Aufzeichnungsanord nungen, die f r eine Verwendung in Verbindung mit der Einrichtung nach Fig. 1 geeignet sind, können aus den USA-Patentschriften. Nm. 2 697 879, 2 697 880 und 2699068 entnommen werden.
In Fig. 1 stellen die Punkte 60 bis 68 Endpunkte einer typischen Reihe von Messwegen dar (die durch die gestrichelten Linien dargestellt sind), die von der Tastkugel 55 bei der Abtastung und Prüfung von ver schiedenen Flächen des Teils 50 durchlaufen werden.
Aus der Lage der Punkte 60 bis 68 ist ersichtlich, dass Einstellungsvorgänge, die die Tastkugel 55 in eine Vorbereitungsstellung vor dem eigentlichen Pr fvorgang bringen, mit Stellungen abwechseln, bei denen die Kugel 55 örtliche Flächen des Teils 50 zur Messung abtastet. Aus der bisherigen Beschreibung ist ersichtlich, dass jede Verstellung der Tastkugel 55 durch vier alternative Angaben bestimmt ist, nämlich longitudinal oder transversal, schnell oder langsam, vorwärts oder rückwärts, oder f r die Voreinstellung oder die Messung.
Der aufeinanderfolgenden Einstellvorgange, die die Kugel 55 von einer Stellung am Punkt 60 zu der gezeichneten Stellung bringen, kön- nen also durch die oben erwähnten Bewegungangaben qualitabnv umsichrieben werden, wie es in der unten stehenden Tabelle angegeben ist :
Transversal Transversal (T) Schnell (F) Vorwärts (F) Voreinstellung (S)
Longitudinal (L) Langsam (S) Rückwärts (B) Messung (P) 60 nach 61 L F F S 61 nach 62 T S F P 62 nach 61 T F B S 61 nach 63 L F F S Transversal (T) Schnell (F) Vorwärts (F) Voreinstellung (S)
Longitudinal (L) Langsam (S) Rückwärts (B) Messung (P) 63 nach 64 T F F S 64 nach 65 L S B P 65 nach 66 L F F S 66 nach 67 T F F S 67 nach 68 L S B P 68 zur gezeich- neten Lage L F F S
Eine solche Folge von Arbeitsvorgängen, wie sie beispielsweise in der oben stehenden Tabelle aufge- zeichnet ist,
wird von der Einrichtung nach Fig. 1 der Reihe nach automatisch in Abhängigkeit von aufein- anderfolgenden Gruppen von Steuersignalen ausgeführt, die von einer Programmierungseinheit erzeugt werden. Diese Einheit kann aus einem gelochten Band 70 und der dazugehörigen Ablesevorrichtung 71, wie in Fig.
1 dargestellt, bestehen, es kann auch eine andere, geeignete Programmierungseinheit Verwen- dung finden, in der vorbestimmte, verschlüsselte Angaben (die entweder in der Programmierungseinheit gespeichert sein können oder dieser laufend zugeführt werden), nacheinander in Steuersignale umgesetzt werden, die in der programmgesteuerten Einrichtung die verschiedenen Arbeitsvorgänge entsprechend den ver schlüsselten Angaben auslösen.
Obwohl die Programmierungseinheit an sich keinen Teil der Erfindung darstellt, soll zur Erleichterung des Verständnisses der Arbeitsweise der Einrichtung nach Fig. 1 eine kurze Beschreibung der Einzelheiten einer geeigneten Programmierungseinheit gegeben werden. Das in Fig. 2 und 3 dargestellte Band 70 ist entlang seiner Mittellinie mit einer durchlaufenden Perforation 75 versehen. Jedes Perforationsloch markiert die Lage eines Codezeichens auf dem Band, die Codezeichen bestehen dabei aus einer Gruppe von vier Codelöchern 76a bis 76d, die vorhanden oder nicht vorhanden sein können und die, wenn sie alle vorhanden sind, von links nach rechts die in Fig. 3 gezeichneten Lagen einnehmen.
In jedem Codezeichen bestimmt ein Codeloch 76a, wenn es vorhanden ist, eine longitudinale Bewegung für den durch das Codezeichen bestimmten Arbeitsvorgang und umgekehrt bewirkt die Abwesenheit eines Loches an dieser Stelle eine transversale Bewegung für diesen Arbeitsvor- gang. Die Anwesenheit oder Abwesenheit eines Codeloches 76b bestimmt die schnelle bzw. langsame Bewegung während dieses Arbeitsvorganges. Durch die Anwesenheit oder Abwesenheit eines Codeloches 76c wird eine Vorwärtsbewegung bzw. eine Rückwärtsbewegung ausgelöst. Die Anwesenheit oder Abwesenheit eines Codeloches 76d bestimmt, ob eine Voreinstellung oder eine Messung erfolgen soll.
Das Band 70 bewegt sich auf einem Weg, der durch eine Rückplatte 80, zwei auf der Platte 80 angeordnete, seitliche Führungsschienen 82 und 83 und eine Deckplatte 84 (Fig. 2) gebildet wird. Das Band 70 wird nach oben durch die Führung Schritt für Schritt durch ein Zahnrad 85 bewegt, dessen Zähne 86 durch einen Schlitz 87 in der Rückplatte 80 reichen und in die Löcher 75 des Bandes eingreifen.
Bei jedem Vorschub des Bandes 70 wird ein neues Codezeichen auf dem Band durch einen oberen Schlitz 88 in der Rückplatte zugänglich, wobei die Anwesenheit oder Abwes, enheit jedes einzelnen der Löcher 76s bis 76d des im Schlitz befindlichen Codezeichens durch vier entsprechende Fühler 90a bis 90d festgestellt wird, die durch den Schlitz 88 hindurch beweglich angeordnet sind und in Richtung auf das Band oder von diesem weg verschoben werden können.
Die Bewegung des Zahnrades 85 und der Fühler 90 ist durch den in Fig. 2 dargestellten Mechanismus synchronisiert. In diesem Mechanismus befindet sich eine normalerweise stromlose Programmschrittspule PS, die intermittierend unter Strom gesetzt wird, so dass die Ankerstange 91 nach abwärts gezogen wird.
Bei dieser Bewegung der Ankerstange schlägt eine an ihr befindliche Nase gegen einen einpoligen Kleinumschalter PSS, wodurch der bewegliche Kontakt des Kleinschalters augenblicklich umgelegt wird, so daB der bewegliche Kontakt einen normalerweise geschlossenen Stromkreis öffnet und einen normalerweise offenen Stromkreis schliesst. Weitere Einzelheiten der Wirkungsweise des Kleinschalters PSS werden später noch erläutert werden.
Als Zweites wird durch die Abwärtsbewegung der Ankerstange 91 bewirkt, dal3 ein an ihr befindlicher Stift 95 an eine Hebelplatte 96 anschlägt, die um den n, Stift 97 drehbar gelagert ist. Die der Platte 96 erteilte Drehbewegung bewirkt, dass der Vorderteil der Platte von unten gegen die nach rückwärts herausstehenden, waagrechten Arme von vier Winkelhebeln lOOa bis lOOd, die um eine Achse 101 drehbar gelagert sind und die so hintoreinanderliagen, dass in Fig. 2 nur der vorderste Winkelhebel lOOa zu sehen ist.
Die Winkelhebel 100a bis 100d tragen jeweils die entsprechenden Fühler 90a bis 90d. Durch das Anschlagen der Hebelplatte 96 gegen die Winkelhebel werden diese geningfügig um den Stift 101 nach rückwärts gedreht, so dass die Fühler vom Band 70 zurückgezo- gen werden. Dementsprechend kann dann das Band 70 frei um einen Schritt weiter gezogen werden, so dass ein neues Codezeichen unter den Schlitz 88 zu liegen kommt.
Nachdem das neue Codezeichen in diese Lage gebracht worden ist, wird die Spule PS wieder stromlos gemacht, so dass sich die Ankerstange 91 nach oben bewegen kann und die Hebelplatte 96 die Winkel- hebel wieder freigibt. Wenn die Winkelhebel freigegeben werden, führt jeder von ihnen unter dem Zug einer Feder 105a-105d um die Achse 101 eine geringfügige Drehbewegung nach vorne aus. Bei dieser Drehbewegung bewegen sich die zugehörigen Fühler 90 in Richtung auf das Band 70. Wenn ein F hler auf ein Codeloch im Band trifft, kann der Fühler durch das Band hindurchtreten, so dass der zuge hörige Winkelhebel die maximal f r diesen Hebet mögliche Drehung nach vome ausführen kann.
Wenn sich anderseits an der einem bestimmben Hebel entsprechenden Stelle des Bandes, kein Codeloch befin- det, schlägt der F hler auf der Oberfläche des Bandes an und der dazugehörige Winkelhebel kann seine maximal mögliche Vorwärtsdrehbewegung nicht ausführen.
Die die Fühler 90a bis 90d tragenden Winkelhebel arbeiten mit vier Paaren elektrischer Kontakte zusammen. Das erste Kontaktpaar It (longitudinaltransversal) gehört, wie aus Fig. 2 ensichtlich ist, zu dem Winkelhebel 100a, welcher den Fühler 90a tragt ; diese Kontakte werden geschlossen bzw. bleiben geöffnet, wenn sich der Winkelhebel 100a vollständig bzw. nicht vollständig nach vorne drehen kann, in AbhÏngigkeit davon, ob der F hler 90a auf ein Codeloch 76a im Band trifft oder nicht. Von den Fühlern 90b bis 90d werden entsprechende Kontakte fs (fast- slow = schnell-langsam), fb (forward-back = vor wärts-rückwärts) und sp (station-probe = Voreinstellung-Messung) in gleicher Weise gesteuert.
Die vier erwähnten Kontaktpaare dienen, wenn sie durch die F hle 90a bis 90d betätigt werden, zur Ubersetzung jedes Codezeichens auf dem Band 70 in die entspre- chenden elektrischen Signale, die, wie später noch im einzelnen beschrieben werden soll, die Einrichtung nach Fig. 1 derart steuern, dass sie den dem Codezeichen entsprechenden Arbeitsvorgang ausführt.
Das schrittweise Vocrücken das Bandes 70 wird folgendermassen bewirkt : Wenn die Hebelplatte 96 bei Erregen der Spule PS geschwenkt wird und die Winkelhebel 100a bis 100d dadurch nach rückwärts dreht, dreht sie gleichzeitig damit auch einen Winkel- hebel 110 nach rückwästs, der ebenso wie die Hebel 100a bis 100d um die Achse 101 drehbar gelagert ist.
Der Winkelhebel 110 trÏgt an seinem unteren Ende eine schwenkbar angeordnete Kralle 111, die durch eine Spiralfeder im Eingniff mit einem Zahn 113 eines Klinkenrades 114 geh, alten wird. Die Rückwärts dpehung des Winkelhebels 110 bewirkt eine Verschie- bung der Kralle 111, die das Klinkenrad 114 um einen Zahn weiterschaltet, wobei dieses anschliessend durch die Sperrklinke 115 festgehalten wird. Der von dem Klinkenrad 114 ausgeführte Drehschritt wird auf das Zahnrad 85 durch eine Achse 116 übertrafen, auf der'dasKlinkenradunddasZahnradangebrachtsind.
Das Zahnrad 85 schiebt das Band 70 dementspre- chend um einen Schritt weiter, wie bereits im vorstehenden beschrieben wurde. Wird die Spule PS stromlos, so l¯s sich die Schwenkplatte 96 vom Winkelhebel 110, so da¯ sich dieser unter der Wirkung einer Zugfedler 117 nach vorne drehen kann, wobei die Kralle 111 wieder in die Ausgangslage gebracht wird, so dass sie das Klinkenrad 114 beim nächsten Impuls einen weiteren Schritt weiterschalten kann.
Nachdem.nunbes.chrie.ben.worden ist, in welcher Weise elektrische Steuersignale erzeugt werden, die die Art des Arbeitsvorganges bestimmen, den die Einrichtung nach Fig. 1 ausführt, ist es nun notwendig, die Art und Weise zu betrachten, auf welche eine Steuerung oder Messung der quantitativen Ausf h mng des eingestellten Arbeitsvorganges erfolgen kann.
In Abhängigkeit davon, wie weit der Block 22 verschoben werden muss, kann die wirkliche Ver drehung dej Achse 25L in der Praxis aus weniger als einer ganzen Umdrehung, aus einer oder mehreren vollständigen Umdrehungen oder schliesslich aus einer odermehrerenvollständigenUmdrehungenplus einem B, ruchteil einer ganzen Umdrehung bestehen.
Die Bezugslage der Tastkugel 55 in der longitudinalen Richtung und die Verschiebungen der Kugel in dieser Richtung, können also, wie beschrieben, jeweils eine Bezugsstellung und eine entsprechende Verschiebung des Blockes 22 in longitudinaler Richtung hergestellt werden ; weiterhin können diese Be zugsstellung und die Verschiebung des Blockes 22 in gleicher Weise in eine Winkelbezugsstellung und eine Wmkelverdrehung von dieser letztgenannten Bezugsstellung der Achse 25L bersetzt werden;
es ist deshalb offensichtlich, dass die Winkelbezugsstellung der Achse bei den Tolaranzmessungen als Ersatz für die Bezugssitellung der Tastkugel 55 und die Winkelver- drehungen) der Achse 25L als Ma¯ für die Verschie- bungen der Kugel 55 in longitudinaler Richtung von ihner Bezugsstellung aus dienen kann.
Unabhängig vom wirklichem Betrag der Winkel- verdrehung der Achse 25L von ihrer Bezugsstellung existieren zwei Verfahren zur Messung dieser Verdrehung. Das erste Verfahren, das als angenähertes oder rohess. Verfahren bezeichnet werden soll, besteht darin, jeder vollen Umdrehung der Achse eine Einheit zuzuordnen und die wirkliche Winkelverdre- hung der Achse durch die nächstliegende ganze Um drehung auszudrücken. Dieses erste Verfahren ist zweckmϯig, wenn die Kugel 55 relativ weit verschoben werden muss, wie es z.
B. bei der Voreinstellung nötig ist, und wobei der Betrag der Verschiebung der Kugel 55, wie er durch die Umdrehungen der Achse 25L gemessen wird, nicht mit gro¯er Genauigkeit festgestellt wenden muss. Das zweite Verfahren, das alls Feineinstellungsverfahren bezeichnet werden soll, besteht darin, eine ganze Umdrehung der Achse in eine gro¯e Anzahl von Winkeleinheiten zu unterteilen und die wirkliche Winkelverdrehung der Achse in diesen Winkeleinheiten zu messen. Dieses zweite Verfahren ist dann zweckmässig, wenn es, beispielsweise beim Messen,, nötig ist, die durch die Umdrehungen der Achse 25L gemessene Verschiebung der Tastkugel exakt festzustellen.
Es soll festgestellt werden, dass die zwei beschriebenen Verfahren gut zusammen verwendet werden können, wenn der Block 22 relativ weit verschoben werden muss und diese Verschiebung zur gleichen Zeit mit erheblicher Genauigkeit bestimmt werden soll. In diesem Fall wird der Block in zwei Schritten verschoben, wobei während des ersten Schrittes eine grobe Messung der Winkelverdrehung der Achse 25 erfolgt, durch die festgestellt werden kann, wenn sich der Block 22 angenähert in der gewünschten Endlage befindet und wobei während des zweiten Schrittes das Feineinstellverfahren der Winkelverdrehung der Achse 25L angewendet wird, durch welches der Betrag genau bestimmt wird, um welchen der voreingestellte Block 22 in seiner Lage nachgestellt werden muss, da¯ er genau in die gewünschte Endlage kommt.
Im vorstehenden wurde das Verfahren behandelt, durch welches sowohl eine grobe als auch eine feine Messung der Winkelverdrehung der Achse 25L von ihrer Winkelbezugslage durchgeführt werden kann, um quantitative Angaben über die longitudinale Verschiebung der Tastkugel 55 von ihrer Bezugslage zu erhalten, es ist klar, dass dieselben. Pdmzipien auf die transversale Bewegung durch die Achse 25T angewendet werden können und dass eine grobe und eine feine Messung der Winkelverdrehung dieser letztge- nannten Achse von einer Winkelbezugslage in gleicher Weise für eine quantitative Messung der Verschiebung der Tastkugel 55 in der transversalen Richtung von einer Bezugslage aus dienen kann.
Für die Grobmessung der Winkelverdrehung der Achse 25L ist auf dieser Achse eine Schnecke 120 angebracht, die ein Zahnrad 121 derart antreibt, dass dieses Zahnrad bei 80 Umdrehungen der Achse 25L eine volle Umdrehung ausführt. Das Zahnrad 121 treibt seinerseits eine Achse 122L, die in den von der Grundplatte 20 nach oben stehenden Lageratützen 123 und 124 drehbar gelagert ist und die mechanisch an ihrem freien Ende an eine für die Grobmessuag der longitudinalen Verschiebung bestimymte Scheibenr brommel CDL angekoppelt ist, die mit einem entspre- chenden Schrittschalter CSL zusammenwirkt.
Diese Scheibentrommel CDL ist in der Praxis die Einheit, die eine angenäherte Messung der Winkelverdrehung der Achse 25L aus. ihrer r Winkelbezugslage bewirkt.
Die Feinmessung der Winkelverdrehung der Achse 25L wird durch eine für die Feinmessung der longitudinalen Verschiebung vorgesehene Scheibentrommel VDL bewirkt, die mechanisch mit der Achse an deren freiem Ende gekuppelt ist. Die Scheibentrommel VDL wirkt mit einem entsprechenden Schrittschalter VSL zur Feinmessung zusammen.
Die Grobmessung der Winkelverdrehung der Achse 25T, die eine transversale Bewegung bewirkt, van ihrer Winkelbezugslage geschieht durch eine Sche, ibentrommel CDT für eine Grobmessung der transversale Verschiebung, die mechanisch an die Achse 25T über ein Getriebe angekuppelt ist, welches die Teile 120', 121'122T, 123'und 124'enthält.
Diese Elemente sind die Gegenstücke sowohl im Aufbau als auch in der Arbeitsweise zu den Elementen mit den entsprechenden Bezugszeichen, die die Ge triebavorrichtung zur Verbindung der Achse 25L mit der Scheibentrommel CDL bilden. Die Feinmessung der Winkelverdrehung der Achse 25T geschieht durch eine Scheibentrommel VDT für eine Feinmes- sung der transversalen Verschiebung, die mechanisch an das freie Ende der Achse 25T angekuppelt ist.
Mit den Scheibentrommeln CDT und VDT wirken wiederum die entsprechenden Schritthalter r CST, welche für eine Grobmessung der transversalen Verschiebung g dienen und der Schritthalter VST, welcher für eine Feinmessung der transversalen Verschiebung vorgesehen ist, zusammen.
Die Scheibentrommeln CDL, VDL, CDT und VDT sind sowohl im Aufbau als auch in, der Arbeitsweise im wesentlichen gleich. Dementsprechend wird nur die Scheibentrommel CDL genauer beschrieben ; die Einzelteile dieser letztgenannten Scheibentrommel sind in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellt. Wie aus diesen Figuren, ersichtlich ist, ist am freien Ende der Achse 122L ein konzentrischer Rotor 130 aus Isoliermate- rial angebracht, der radial zur Aufnahme einer diinnen Messingplatte 131 (Fig. 6) geschlitzt ist. Die Platte 131 erstreckt sich axial in der Längsrichtung des Rotors und ausserdem radial von der Oberfläche des Rotors bis zur Achse 122L, durch welche sie mit Masse in Verbindung steht.
Der Rotor 130 wird von einer Mehrzahl von Wählerscheiben 132a bis 132f konzentrisch umgeben. Betrachtet man beispielsweise die Scheibe 132a, so ist aus Fig. 6 ersichtlich, dass diese Wählerscheibe aus einer isolierenden Ringscheibe 134a und einem elektrisch leitenden Ring 135a besteht, welcher konzentrisch an der Ringscheibe 134a befestigt ist. Der elektrisch leitende Ring 135a hat denselben Innendurchmesser, wie die isolierende Ringscheibe 134a, jedoch einen kleineren Aussendurchmesser als letztere.
Im Ring 135a ist ein Schlitz 136a vorgesehen, dieser Schlitz hält einen elektrischen Kontaktfühller 137a, der sich radial nach innen erstreckt und ber die Oberfläche des Rotors 130 gleibet. Die anderen Wählerscheiben 132b bis 132f sind in derselben Weise aufgebaut wie die Scheibe 132a.
Die axiale Lagerung für die Scheiben 132a bis 132f besteh, t aus einer IsoJierstoffplatte 140, die auf der Grundplatte 20 angebracht ist, einer senkrechten Endplatte 141, die mittels Schrauben 142 am einen Ende der Platte 140 befestigt ist und einer anderen senkrechten Endplatte 143, die in bezug auf die Platte 140 horizontal verschiebbar ist.
Die Endplatten 141 und 143 besitzen entsprechende kreisförmige Durchbrüche 144, 145, die so in ihnen angeordnet sind, dass diese Öffnungen denselben Durchmesser besitzen, wie der Innendurchmesser der Scheiben 132a bis 132f. Die zwei Endplatten können mittels zweier Schraubenbolzen 146 zusammengehalten werden, die sich axial durch die Platte 141, auf gegen berliegenden Seiten der Scheiben 132a bis 132f und durch die Platte 143 erstrecken und auf denen je eine Mutter r 147 (Fig. 4) sitzt. Durch entsprechende Justie- rung der Muttern 147 auf den Schraubenbolzen 146 können die verschiedenen Scheiben, aus denen die Scheibentrommel besteht, mit jedem gewünschten Druck zusammengepresst werden.
Die Scheiben 132a bis 132f werden jeweils radial von einer Mehrzahl von elektrisch leitenden Schuhen 150a bis 150 f getragen, die auf der Isolierstoffplatte 140 ruhen und die in axialer Richtungdurcheine Mehrzahl von isolierenden Abstandshaltern 151a bis 151f getrennt sind. Der Schuh 150a, der die Scheibe 132a trägt, besteht, wie am besten aus Fig. 6 ersichtlich ist, aus einem waagrechten Teil 152a und zwei senkrechten Teilen 153a, 154a, die sich von den Enden des horizontalen Teils 152a derart nach oben erstrecken, dass der Schuh 150a etwa die Form einer Gabel erhält. Das Teil 153a besitzt eine Abschrägung 155a, die vom oberen Ende dieses Teils nach desisen innerer Seite verlÏuft, das Teil 154a besitzt eine ent sprechende Abschrägung 156a.
Die Abschrägungen 155a und 156a tragen die Scheibe 132a, indem sie e eine V-f¯rmige Lagerung bilden, auf welcher der Lei terring 135a der Scheibe cuht. Die Abaohmgungen 155a und 156a ergeben ebenso einen elektrischen Kontakt mit dem Leiterring 135a, so dass ein Stromfluss durch den Schuh 150a und den Leiterring 135a zu dem Kontaktf hler 137a möglich ist. Die anderen Scheiben 132b bis 132f sind in entsprechender Weise durch einen gleichartigen Schuh gelagert und mit diesem elektrisch verbunden.
Es ist w nschenswert, da¯ die Scheiben 132a bis 132f in der Drehrichtung justierbar sind, beispielsweise dadurch, dass man. einen Stift oder ein anderes spitzes Justierwerkzeug in eine von den verschiedenen Kerben 160a, die sich am Umfang des Isolierringes 134a befinden, einsetzt und dann durch das Werkzeug eine entsprechende Verdrehung der Scheibe ausf hrt. Zur : selben Zeit muss die Wählescheibe 132a fest genug auf dem Schuh 150a ruhen, damit eine unerwünschte Drehung der Scheibe verhindert wird.
Diese zwei Erfordernisse werden durch die Verwen- dung eines Tragb gels 161a erf llt, der mit zwei hakenartigen Teilen 162a, die die Schraubenbolzen 146 teilweise umfassen, an diesen befestigt ist und der sich zwischen sieinen Enden über und um den Leitermng 135a erstreckt und dessen obere gebogene UmfangsflÏche ber hrt. Der B gel 161a bt auf den Ring 135a eine derartige Kraft aus, dass der Ring fest auf den Abschrägungen 155a und 156a ruht, und dass es zur selben Zeit möglich ist, die Scheibe 132a durch die Anwendung einer mässigen Kraft durch ein Justierwerkzeug und die Kerben 160a des Isolierringes 134a zur Justierung zu verdrehen.
Die Scheiben 132a bis 132f werden nacheinander ausgewählt, um. eine grobe quantitative Lagesteuerung oder eine grobe quantitative Lageanzeige für jeweils eine Mehrzahl von Grobeinstellungen der longitudinalen BewegungsvorgÏnge vorzunehmen, die in bezug aufeinander hintereinander erfolgen, jedoch in der Aufeinanderfolge durch andere Arten von Einstell- vargängen getrennt sein können. Zur Ausführung der aufeinanderfolgenden Auswahl der Scheibe, sind die Schuhe 150a bis 150f, wie aus Fig.
4 ersichtlich ist, durch entsprechende Leitungen 170a bis 170t mit dem Schrittschalter CSL f r eine grobe, longitudinale Eiinstellung verbunden, wie später noch genauer beschrieben werden wird, der Schrittschalter CSL schaltet seinerseits die Scheiben 132a bis 132f derart in den Stromkreis der Einrichtung nach Fig. 1, dass jede Scheibe einten grob gemessenen, longitudinalen Bewe- gungsvorgamg steuert, so wie diese Bewegungsvorgänge nacheinander in dem Programm der Einrichr tung vorgesehen sind.
Zur Betrachtung der Arbeitsweise der Scheiben 132a bis 132f sei angenommen, da¯ sich dann, wenn sich die Achse 25L (Fig. l) in der erwähnten Winkel- bezugsstellung befindet, die Messingplatte 131 des Rotors 130, wie in Fig. 6 dargestellt, an der Ober seitie das Rotors liegt und exakt senkrecht steht. Diese Stellung für die Platte 131 soll als Winkel-Null- Stellung bezeichnet werden.
Wenn sich die Achse 25L aus ihrer Bezugslage herausdreht, entfernt sich ebenso die Platte 131 aus ihrer Winkelnullstellung, die Winkelverdrehung der Platte 131 beträgt aber nur 1/80 der der Achse 25L, da durch das Schnecken- getriebe 120 und 121 (Fig. 1) eine 80 : 1-Untersletzung zwischen der Achse 25L undderAchse122L die die Platte 131 dreht, ergibt. Daraus ergibt sich, dass achtzig volle Umdrehungen der Achse 25L einer vollen Umdrehung der Platte 131 von ihrer Winkel- nuHsteHumg wieder zurück zu dieser Winkelnull- stellung entsprechen.
Es soll nun angenommen werden, dass der longi tudinale Bowegungsvorgang, der durch die Drehung g der Achse 25L bewirkt wird, nur eine grobe Messung des quantitativen Betrages erfordert, um den die Achse 25L aus ihrer Winkelbezugslage herausge dreht werden nmss, um diesen Bewegungsvorgang auszuführen, und ! es soll weiterhin angenommen wenden, dass die Scheibe 132a fiir die Grobmessung der Einstellung dieses speziellen Arbeitsvorganges ausersehen wurde.
Bevor die Einrichtung nach Fig. 1 unter der automatischen Steuerung der Programmierungsembeit in Betrieb genommen wird, wird zur Vorbereitung im Laufe des Justierungsvorganges die e Scheibe 132a so weit vordreht, dass der Kontaktfühler 137a aus der Winkelhullage der Platte 131 um einen derartigen Winkel herausgedreht ist, dass dieser angenähert der Winkelvordrebung der Achse 25L entspricht, die von der Wimbellaige Null ausgehend zur Ausführung des gewünschten Arbeitsvorganges nötig ist.
Wird dieser Arbeitsvorgang dann wirklich ausgeführt, so bewirkt die Bewegung der Achse 25L, die über die Achse 122L auf den Rotor 130 und die Platte 131 übertragen wird, dass diese Platte sich immer mehr dem Kontaktfühler 137a nähert, bis sie elektrischen Kone takt mit diesem Fühler macht Diese Kontaktgabe erzeugt, wie später noch näher beschrieben werden wird, ein elektrisches Signal, durch welches die Dre hung der Achse 25L beendet wird. Unter diesen Bedingungen ist die Kugel 55 dann für diesen speziellen Arbeitsvorgang um einen solchen Batrag longitudinal verschoben worden, wie er durch die Einstellung der Schwibe 132a eingestellt war.
Die anderen Scheiben 132b bis 132f dienen dazu, entsprechende grob dimensionierte, transversale Bewegungsvorgänge in der gleichen Weise, wie eben in Verbindung mit der Scheibe 132a beschrieben wurde, zu steuern. Jede Scheibe wird vor dem Einschalten der Einrichtung nach Fig. 1 so einjustiert, dass der Kontaktfühler der Scheibe um einen. solchen Winkel verdreht ist, dass sich der entsprechende Bewegungs- ablauf ergibt, der durch die Scheibe gesteuert werden soll.
Diese Justierung kann durch Lösen der End- platten 141 und 143 geschehen, wodurch die einzelnen Scheiben mittels eines Justierwerkzeuges verhält- n'ismässtig leicht verdreht werden können und durch anschliessendes Wiodenf estziehen der Platten 141 und 143, so da¯ die Scheiben nach der Juserung m ihrer Lage festgeMfemmt sind.
Wenn dann anschliessend die Einrichtung nach Fig. 1 automatisch, gesteuert durch die Programmierungseinheit, läuft, werden die Schei- ben 132a bis 132f elektrisch eine nach der anderen mit der Einriichtung nach Fig. 1 verbunden, wobei sie wiederum die entsprechenden lüngitudmalen Bewe- gungsvorgÏnge steuern, die die Machine gemäss dem Programm ausführen soll.
Bezüglich der Arbeitsweise der Scheiben 132a bis 132f soll bemerkt werden, dass die Achse 25L unter der Steuerung dieser Scheiben nicht notwendig eine Mehrzahl von exakt ganzen Umdrehungen von ihrer Ausgangsliage aus ausführt, normalerweise soll auch gar nicht versucht werden, die Scheiben so ein zustellen, dass eine Bewegung mit einer solchen Ge- nauigkeit erfolgen kann. Alles, was von diesem Schei- ben verlangt wird, ist die Bewegung der Achse 25L so zu steuern, dass sie m¯glichst nahe an die gew nschte, ganze Umdrehungszahlhinkommt ; die Scheiben können dabei leicht so justiert werden, dass das erreicht wird.
Es soNebensofestgestelltwerden,dassdie Achse 25L zwischen den Arbaitsvorängen, die nacheinander von den Scheiben 132a bis 132f ausgelöst werden, nicht notwendig in die WimkelnullsteUung zurückge- f hrt werden muss. Dies ist deshalb der Fall, da die Tastfühler der Scheiben so eingesteltt sind, dass sie der Verdrehung der Achse 25L von ihrer Winkel- mullstellung weg entsprechen.
Auf diese Weise wird bei jedem, grob eingestellten, longitudinalen Bewe gungsvorgang der Kontaktfühler der wirksamen Scheibe die Drehung der Achse bei der Stellung an halten, die der richtigen Winkelverdrehung von ; der WinkeInuIIsteHung weg entspricht, gleich, ob die Achse bei der Winkelnullstellung mit dem Bewegungsvorgang beginnt oder nicht.
Die zur Grobeinstellung der transversalenBewe- gung dienendeScheibentrommelCD7"steuertdie transversalien EinsteUvorgänge in derselben Weise, wie die ScheibentrommeD CDL diie longitudinalen Einstellvorgänge.
Die zur Feineinstellung der transversalen Bewegung dienende Scheibentrommel VDT und die zur Feineinstellung der longitudinalen Bewegung dienende Scheibentrommel FDL steuern im derselben Weise die Einstellvorgänge, wie die Scheibentrommel CDL, mit Ausnahme folgender Unterschiede : Beispielsweise macht erstens in der zur Feineinstellung dienenden ScheibentrommelFDLdieKontaktplatte des aus Isolierstoff bestehendenRotors eine ganze Umdrehung für jede Umdrehung der Achse 25L.
Daraus ergibt sich, dass die einzelnen Scheiben der Trommel FDL so eingestellt werden k¯nnen, da¯ ihre Kontaktfühler,entsprechendihrerVerdrehung von der Winkelnulls. tellung, eine genaue Messung der WinkelbewegungderAchse251, in Bruchteilen einer einzigenUmdrehungausführenkönnen. Eine Winkel- bewegung der Achse um diesen geringen Betrag entspricht einer'sehrkleinenlongitudinalenVerschie- bung des Blockes 41 und damit der Tastkugel 55.
WÏhrend die Scheibentrommel VDL in der gleichen Weisewiedie.Scheibentrommel CDL zur Steuerung von EinsteNvorgängen dienen kann, kann als zweiter Unterschied die Scheibentrommel FDL ebenso bei MessvorgängenVerwendungfinden, bei welchen An ziaigen der AbweichungendergemessenenStellen des Teils50vonbeispielsweiseeinemmaximalemTole- ranzwert,derfürdiesenTeilvorgeschrieben,worden war, erhalten werden.
Bei diesen Pr fvorgÏngen werden die Feineinstel1 scheibennicht zur ErzeugungeinesSteuersignals verwendet, welches die Bewegung des Blockes 41 (für eine transversale Bewegung) oder des Blockes 22 (f r eine longitudinale Bewegung) beendet, wenn die sich bewegenden Unterlageblöcke die vorherbestimmte Stellung erreicht haben. Anstelle davon werden andere Mittel zur Beendigung der Bewegung der Blöcke ver- wendetund die Feinem & teHscheibendienennun dazu, ein Signal zu e, rzeugen, das angibt, wenn sich die Tastkugel 55 in einer Stellung befindet, die einer sekundären Bezugslage für die zu prüfende Stelle des Teils 50 entspricht.
Dieses Anzeigesignal wird jedoch von denFeineinstellscheibeninderselbenWeise erzeugt wie das Steuersignal bei den Grobeinstellschei- ben. In anderen Worten, wird jede Feineinstellscheibe so verdreht, dass der Kontaktfühl, er von der Winkel- nullstellung um einen derartigen Winkel verschoben ist, dass die Kontaktplatte des Rotors durci'veine Berührung mit dem Kontaktfühler ein Signal erzeugt, wenn die Tastkugel 55 in der sekundären Bezugslage angekommen ist, die für den Prüfvorgang eingestellt wurde, f r dendieseScheibedient.
Die Anzeigesignale, die von der FeineinsteU- scheibederScheibentrommelP"DLz. B. erzeugt werden, werden, wie beschrieben, dem Scheibstift 58 (Fig. 8) zugeführt, so da¯ dieser eine Marke auf dem Registrieirpapier 59 erzeugt, die der sekundären Be zugslage für die betreffende Stelle des, Teils 50 entspricht, die im Verlauf der verschiedenen Prüfvor- gÏnge, an denen die Scheiben derScheibemtrommel VDL teilhaben, geme, ssen wird.
Die Marken, die den sekundÏren Bezugslagen entsprechen, k¯nnen dann, wie bereits beschrieben wurde, mit den Marken ver- glichen werden, die auf dem Registrierpapier durch die BerührungderTastkugel 55 mit der zu prüfenden SteMeentstehen, wobei die Abweichung dieser zu prü- fenden Stelle von dem zugehörigen Sollwert bestimmt werden kann.
Daraus ist also ersichtlich, dass die einzelnen ! Fein- einstellscheiben in einer Scheibentrommel zur Festlegung einer Mehrzahl von Stellungen dienen k¯nnen, die den entspre, chenden Toleranzwerten der einzelnen Bereiche eines mechanischen Werkstückes von unre- gelmässiger Form entsprechen !. Da jede FeineinsteN- scheibe besonders justiert werden kann, ist es möglich, bei verschiedenen Gelegenheiten dieselbe Scheibentrommel als Toleranzmass für eine grosse Anzahl von mechanischen Teilen zu verwenden, die die verschiedensten Formen haben können.
Die einzeln, en Scheibentrommeln CDT, VDT, CDL, VDL sind elektrisch mit der Einrichtung nach Fig.lüberelektrischeSchaltungenverbunden,die in Fig. 7 und 8 dargesteltt sind. In den Zeichnungen bedeuten Kontaktpaare, die offen oder geschlossen dargestelltsind (was der Abwesenheit oder der Anwesenheit eines diagonalen Schrägstriches durch die Kontakte entspricht) den Zustand, wenn die die Kontakte betätigende Relaiswicklung stromlos, ist. Femer sollen alle Federn, die in den Zeichnungen als Wendel dargestellt und zur Betätigung der Schalter vorgesehen sind, Druckfedem sein.
In Fig. 7 bezeichnen ! die Bezugszeichen 180 und 181 zwei Wechselstromleitungen eines Stromnetzes, die zur Stromzufuhr zu den verschiedenenStrom- kreisendienen.. Der automatische Prognammablauf der r Einfichtung nach Fig. 1 wird durch Drücken des ¸Start¯-Schalters 182a im Schemafeld 182 eingeleitet, wodurch die Relaiswicklung HR unter Strom gesetzt wird.
Bei Einschaltung dieser Wicklung wird der Kaon- takt HR1 geschlossen und damit ein Haltestromkreis vervollständigt, ferner wird der Kontakt HR2 ge schlossen,durchdendieBandtransporteindchtung und Ablesespule PS, die bereits in Verbindung mit Fig. 2 beschrieben wurde, unter Strom gesetzt wird.
WenndieSpulePer.ragtwird,wirdderKlemscbalter PSS betätigt, so tdass der bewegliche Kontakt 183 dieses KileinschaltersvoneinernormalenStellung am festen Kontakt 184 auf den Kontakt 185 umschnappt.
Die Berührung der Kontakte 183 und 185 setzt die Relaiswicklung MR unter Strom.
Bei Erregung der Wicklung MR wird der Kontakt MR1 und damit ein Sdbstbaltekreisfürdieses Relais geschlossen. Als zweite Wirkung öffnet das Relais MR bei Erregung den normalerweise geschlossenen Kontakt MR2, wodurch die Spule PS stromlos wird.
Drittens wird durch die Erregung der Wicklung MR ein Kontakt MR3 geschlossen, das mit dem. festen Kontakt 184 des, Kleinschatters PSS verbunden ist.
Wenn die Spule PS, wie beschrieben, stromlos wird, schnappt der bewegliche Kontakt 183 vom Kontakt 185 zurück zum Kontakt 184, wodurch eine Anlauf rolaiswicklung IR über den nun geschlossenen Kontakt MR3 unter Strom gesetzt wird. Das Relais IR schliessteinenKontakt7R1,wodurch die zu den MotorengehörigenStromkreise unter Spannung gesetzt werden.
Währendidessen hat die Erregung dear Spule PS eine WeiterfübrungdesBandes70bewirkt,wodurch ein neues. Codezeichen in die Ableaesteüung gebracht wurde, so dass der Arbeitsvorgang, der durch die Codelöcber dieses neuen Codezeichens angegeben wird, durch die Fühler 90s bis 90d (Fig. 3) abgelesen werden kann. Die Fühler 90a bis 90d tasten das ent- sprechende Codezeicben des Bandes 70 ab, wodurch die entsprechenden Kontakte It, fs, fb oder sp geschlossen werden.
Wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, sind d, iese letztgenannten Kontakte in einem Schemateil
190 dargestellt, der Relaisspulen LT, FS, FB und'SP enthält, die dazu dienen, den. durch das, Codezeichen befohlenen Arbeitsvorgang in der Einrichtung nach Fig. 1 einzuleiben.
Wenn also die Wicklung LT strom- losbleibt,erfolgteinelongitudinaleBewegung, wenn sie aber unter Strom gesetzt wird,erfolgteinetrans- versale Bewegung ; bei Stromlosbleiben der Wicklung FS erfolgt eine schnelle Bewegung, bei Unterstrom- satzungeinelangsameBewegung ; ein @ Stromlosbleiben oder Unter-Stromgesetzt-Werden der Wicklung FB bewirkt eine Vorwärts-bzw. Rückwärtsbewegung und die Wickliung SP ergibt ohineStrom einen Einstellvor- gang und bei Unber-Stirom-Setzen einen Me¯vorgang.
Alle diese Auswahlvorgänge erfolgan vor der. Schlie- ssung des Relaisko. ntaktes IR1.
Es soll nun angenommen werden, dal3 der Ambeits- vorgang, der durch die Codegruppe befohlen wird, ein Eimstellvorgang ist, der durch eine longitudinale, schnelle VorwÏrtsbewegung gekennzeichnet ist, dieser
Fall tritt dann ein, wenn keine der Wicklungen LT, FS, FB oder SP unter Strom gesetzt werden. Wenn sich der ReMskontakt/R1schliesst, wird die Wick lung FR eines Schnellrelais in dem Schemateil 195 unter Strom gesetzt. Die Erregung der Wicklung FR bewirkt folgende Vorgänge : Zuerst werden die Kon takte FR l geschlossen und ein Haltesftromkreis f r die Wicklung FR vervollständigt.
Als Zweites. schlie- ssen sich, die KonitakteFR2,wodurchSpannungüber den Punkt 196 und die Kontakte FB1, LTl an den
Motor FML f r eine schnelle Longitudinalbewegung in VoTwärtsrichtumfggelangt.AlsDrittes,offnem sich diie Kontakte FR3 und trennen den Verbindungs, punkt 197 von dem Verbindungspunkt 196. Viertens schliessen sich die Kontakte FR4 und verbinden einen Gleichrichter S, einen Widerstand R und einen Kon densator C in Reihe zwischen die Leitungen 180 und 181.
Als Folge dieses letztgenannten Schaltvorganges wird der Kondensator C mit Gleichspannung aufgeladen, diese Ladung wird, wie später noch beschrieben werden wird, für eine dynamische Bremsung der schnellen Motoren verwendet. Als Fünftes, öffnen sich die Kontakte FR5 in d'em Schemateil 182 und unter breche. n die Stromzufuhr zur Wicklung MR. Wenn MR stromlos wird, ¯ffnen sich die Kontakte MR3, wodurch die Wicklung7Rstromlos wird und die Kontakte IR1 ge¯ffnet werden. Im Schemateil 182 erfo'$t nichts bis zum Ende des Eins tellvorganges.
Wie bereits erwÏhnt, bewirkt die Schliessung der Kontakte FR2 die Zufuhr von Spannung zu dem Motor FML, da im vorliegenden Fall angenommen worden war, dal3 der gewählte EinsteIIvorgangdurch eine longiudinaleVorwärtsbewegunggekennzeichnet ist.
Wenn anstelle einer VorwÏrtsbewegung eine R ck wärtsbewegung ausgewählt worden wÏre, würde die Wicklung FB dementsprechend unter Spannung gesetzt worden sein, wodurch die Kontakte FB1 ge öffnet und die Kontakte FB2 gescMosseniworden wären, in diesem Fall wurde der Motor FML durch die Kontakte FB2 und die Kontakte LT2 (die geschlossen sind, da angenommen worden war, dass die Wicklung LT stromlos ist) gespeist werden, so da¯ der Motor FML in Rückwärtsrichtung zu taufen w rde.
Wenn anstelle einer löngitudinalen Bewegung eine transversale Bewegung ausgewählt worden wÏre, würde die Wicklung LT entsprechend dieser Wahl unter Strom gesetzt worden sein und die Kontakte LT1 und LT2 würden geöffnet und die Kontakte LT3 und LT4 würden geschlossen werden, die zu entgegengesetzten Seiten) des Motors FMT für eine schnelleTransversatbewegungführen ;
in diesem Falle würde der Motor FMT mit Spannung vom Verbin dungspunkt 196 gespeist werden, derart, dass er vorwärts oder rückwärts läuft, in Abhängigkeit davon, welcher der Kontakte FBI oder FB2 in diesem Zeit- punktgeschlossenist. Auf diese Weise, erlaubt also die Relaisanordhunig,indemdieschnellenVerstell- bewegungensteuerndenSchemateil 195 die Einstel- lung einer schnellen Bewegung, die entweder longitudinal oder transversal oder vorwÏrts oder r ck wärts verläuft.
Unter der ursprünglichen Annahme einer schnellen longitudinalen Vorwärtsbewegung fährt der Motor FML fort in Vorwärtsrichtung zu laufen, bis diese Bewegungdurch die Offnung der Kontakte FD1, die in Serie mit den Kontakten FR l liegen und dem Haltekreis für das Relais FR angehören, unterbro- chen wird'. Es ist jedoch notwendig, vor der Betrach- tung der Folgen der Offnung der Kontakte FD1 einen Einblick in die Vorgänge zu bekommen, die zur Off nung dieser letztgenannten Kontakte führen ; hierfür wird auf die Fig. 8 Bezug genommen.
Die Fig. 8 zeigt unter anderem schematisch die verschiedenen Schaltkreise, die mit den Scheiben" trommeln CDT, CDL, VDT und FDL zusammen- wirken. Unter spezieller Bezugnahme auf die Schei- bentrommel CDL zeigt Fig. 8, wie Fig. 4, die Wähler- scheiben 132a bis 132f, die mit dem Schrittschalter CSL für eine grobe Longitudinalbewegung über die Leitungen 170a bis 170f verbunden sind.
Innerhalb des Schrittschalters CSL endigen die Leitungen 170a bis 170f an entsprechenden Kon ! takten 200, die wahl- weiseeiner nach dem anderen mit dem beweglichen Kontakt 201 verbundenwerdenkönnen. Der bewegliche Kontakt 201 wird von einem der Kontakte zum anderen durch ein Klinkenrad 202 schrittweise weitergeschaltet.
Das Klinkenrad 202 wird durch einen Schaltarm 203 jeweils um einen Zahn weitergedreht, der r Schaltann 203 erstreckt sich in seiner vollen Länge aus der Spule DS, wenn diese stromlos ist, er wird jedoch magnetisch in d, i, e Spule hineingezogen, wenn diese unter Strom gesetzt wird, so dass der Schaltarm das Klinkenrad 202 wiederum um einen weiteren Zahn weiter drehen kann, wenn die Spule DS wiederstromloswird. Der bewegliche Kontakt 201 ist mit einem Verstärker 204 in einem Schemateil 205 ber die Karntakte LT5 verbunden, die geschlossen sind, wenn die Wicklung LT (Fig. 7) stromlos ist, wie es bei dem angenommenen Einstellvorgang der Fall ist.
In gleicher Weise, wie eben beschrieben, können die Scheiben der Scheibentrommel CDT wahlweise nacheinander an den Eingang des Verstärkers 204 über die Kontakte LT6 angeschaltet werden, die geschlossen sind, wenn die Wicklung LT erregt ist.
Au± diese Weise werden die Scheibentrommeln CDL und CDT ge. meinsam dem Verstärkerkreis 204 zugeordnet. In gleicher Weise gehören die Scheiben trommeJ ; n KDT und DL gemeinsam zu dem Verstärker 204'im Schemateil 205'.
Entsprechend der ursprünglichen Annahme, dass der Einstellvorgangauseinerschnellen,longitudinalen Vorwärtsbewegung bestehen soll, ist die Scheiben trommel CDL die Trommel, die f r die Steuerung de, s Einsbell, vorganges herangezogen wird. Die Einschaltung der Scheibentrommel CDL wird durch die folgendenVorgängeerreicht.Erstenswirddurch die Erregung der Wicklung FR (Fig. 7) ein Paar Kontakte FR6 geschlossen,, durch welche der Verstärker 204 mit einer B Spannung aus einer entsprechenden Quelle gespeist wird.
Als Zweites wird bei der Erregung der Wicklung FR ein Kontaktpaar FR7 geschlossen, so dal3 die Schaltspule DS im Schrittschalter CSL unter Strom gesetzt wird und den Schaltarm 203 zur Vorbereitung der Weiterbewegung des Klinkenradies 20Q des Schrittschalters CSL um einen Zahn am Ende des Einstellvorganges, zur ckzieht.
Dass die Scheibentrommel CDL f r eine longitudinale Bewegung und nicht die Scheibentrommel CDT f r eine transversale Bewegung angeschaltet wird, rührt daher, dal3 die Wicklung LT (Fig. 7) bei der angenommenen Einstellung stromlos bleibt. Bei stromloser Wicklung LT sind die Kontakte TL5 geschlossen und verbinden die Scheibentrommel CDL mit dem Verstärker 204, während die Kontakte LT6 offen sind und die Scheibentrommel CDT von diesem Verstär- ker trennen.
Ebenso bleiben die Kontakte LT7 ge schlossen, so dass die Spule DS tuber die Kontakte FR7 Strom erhält, während die Kontakte LT8 offen bleibe, und damit verhindern, dass die Schaltspule der Scheibentrommel CST uber den nun geschlosse- nen Kontakt FR 8 Spannung erhält.
Es soll nun angenommen werden, dass der ge wünschteEinstellvo.rgangmiteinerschneiten,Ibngi- tudinalen Vorwärtsbewegung als FolgederDrehung des Motors FML (Fig. 7) stattfindet. Diese Drehung erfolgt so lange, bis die Scheibe der Scheibentrommel CDL (Fig. 8), die mit dem Verstärker 204 verbunden ist, dadurch geerdet wird, dasszwischendem Kontaktfühler dieser Scheibe und der im Rotor befindlichen Kont. aktplatte, die sich innerhalb der ScheibentrommelCDLdreht, eine Berührung erfolgt.
Wenn die erwähnte Scheibe auf diese Weise geerdet wird,fliessteinStromimpulsdurch den Verstärker 204, daieser Stromimpuls erre, gt augenblsicklich die Gleichspannungsrelaiswickhing FD.
Die Relaiswicklung FD bewirkt, wenn sie unter Strom gesetzt wird, dass d ! ie normalerweisegeschlos- senen Kontakte FD1 (Fig. 7) geöffnet werden und damit den Haltekreis für die Wicklung FR unterbrechen. Wenn die Wicklung FR durch die Unter brechungdesHaltekreises,stromloswird,geschieht folgendes : Als erstes öffnet sich der Kontakt FR1 und unterbricht den Haltekreis für die Wicklung FR.
Als Zweites öffnet sich der Kontakt FR2 und unterbricht die Wechselstromzufuhr zum Motor FML. Als Drittes schliessen sich die Kontakte FR3, wodurch ein Gleichstrom von dem aufgeladenen Kondensator C durch den Motor FML fliessen kann, und diesen Motor dadurch dynamisch bremst. Als Viertes öffnen sich die Kontakte FR4, so dass verhindert wird, dass ein Strom durch den Gleichrichter S zum Motor FML fliesst, während dieser Motor dynamisch abgebremst wird. Fünftens schliessen sich die Kontakte FR5 wieder, so dass der Stromkreis durch die Spule PS zur Foftschaltung des Bandes in dem Programm schrittrelaiskreis geschlossen wird.
Wenn die Spule PS auf diese Weise wieder unter Strom gesetzt wird, beginnt ein neuer Arbeitszyklus, indem das Band 70 (Fig. 3) einen Schritt weitergeschaltet wird undeinneuesCodezeiohenindieAbles- stellung kommt. Dieser neue Arbeitsvorgang läuft in genau derselben Weise, wie bereits beschrieben wurde, ab und die automatische Programmierung der Maschine nach Fig. 1 wird fortgesetzt, bis das Programm durch die Betätigung des ((Stop -Schalters
182b im Schemateil 182 beendet wird.
Die Erklärung betraf bisher die Wirkungsweise des Schemateils 195 für schnelle Fühlerbewegung.
Dieser Schnellkreis wird ausschliesslich für Voreinstellungsvorgänge benützt. Wenn langsame Einstellvorgänge gewünscht werden, wird der Schemateil 225 verwendet. Diese Langsam-Einrichtung kann Verwendungfinden,sowohl,wenndielangsame Bewegung ein Einstellvorgang oder auch ein Messvorgang ist.
Es soll nun angenommen werden, dass ein langsamer Einstellvorgang ausgeführt werden soll. Der langsame Kreis 225 wird anstelle des schnellen Kreises 195 durch die Wirkung der Wicklung FS ausgewählt, die bei einem langsarnen Einstellvorgang erregt wird. Bei Erregung der Wicklung FS öffnen sich die Kontakte FS1 und schalten den Teil 195 von der Stromzufuhr ab, ferner schliessen sie die Kontakte FS2, wodurch der Teil 225 zur Voreinstellung mit der Betriebsspannung versorgt wird.
Eine Betrachtung der Fig. 7 und 8 zeigt, dass die Elemente SR, SR1, SR2, SR5 bis SR8, FB3, FB4, LT9 bis LT16, SD und SD1 in ihrem Aufbau und in ihrer Wirkungsweise jeweils den bereits beschriebenen Elementen FR, FR1, FR2, FR5 bis FR8, FB1, FB2, LT1 bis LT8, FD und FD1 entsprechen. Dementsprechend werden die Arbeitsvorgänge, wenn eine langsame Voreinstellung erfolgen soll, durch den Motor SML für eine langsame, longitudinale Bewegung oder durch den Motor SMT für eine langsame Transversalbewegung in genau derselben Weise ausgeführt, wie durch die Motore FML oder FMT bei der schnellen Bewegung.
Wenn der Langsamkreis 225 in Verbindung mit einem Messvorgang verwendet wird, wobei der Teil 50 (Fig. 1) geprüft wird, sind die VorgÏnge, die im Langsamkreis 225 und anderswo stattfinden, etwas von denen verschieden, die bei einer Voreinstellung ablaufen. Es ist deshalb notwendig, zu überlegen, wie, elektrisch gesprochen, ein Messvorgang ausgeführt wird.
Wenn der betrachtete Arbeitsvorgang ein Me¯vorgang ist, wird diese Tatsache durch die Erregung der Wicklung SP angezeigt. Durch die Erregung der Wicklung SP werden die Kontakte SP1 geöffnet, so dass der Teil 195 nicht mit Spannung verbunden werden kann, während der Teil 225 zwar nicht über die Kontakte FS2 mit Spannung versorgt werden kann, jedoch über die Kontakte SP2, die durch die Erregung der Wicklung SP geschlossen werden.
Nach dem Schliessen der Kontakte SP2 werden die Kontakte IR1 als Folge der Relaisbetätigung im Teil 182 geschlossen. Wenn diese Kontakte IR1 schliessen, fliesst Strom durch die Kontakte SP2 und setzt die Wicklung PH unter Strom.
Die Erregung der Wicklung PH bewirkt folgendes : Erstens werden die Kontakte PH1 und damit ein Selbsthaltekreis für die Wicklung PH geschlossen.
Zweitens schliessen sich die Kontakte PH2, wodurch Spannunlg vom Venbiadungspunikt 226 an den Motor SML oder den Motor SMT gelangen kann., in Abhfämgtgkeitdavon;,welcherdieserMotoce für die Ausführung des Messvorganges, aus ! gewählt wind. Drittens schliessen sich die Kontakte PH3 zur Vorbereitung der Inbetriebnahme eines Zeit- motors T.
Als Viertes werden die Korltakte PH4 im Verstärkerteil 205 (Fig. 8) für langsame Bewegungen geschlossen und schalten damit den Ver stanker 204'so, dal3 er anstatt der Relaiswicklung SD den Schreibstift 58 oder den Schreibstift 58'be tätigt. Als Fünftes werden die Kontakte PH5 (im Teil 182) geöffnet, wodurch wiederum die Kontakte IR1 durch eine Reihe von Vorgängen im Teil 182, die schon beschrieben wurden, geöffnet werden. Weiterhin bewirkt die Erregung der Wicklung PH eine Schliessung der Kontakte PH7 und PH8, die parallel zu den Kontakten SR7 bzw.
SR8 (Fig. 8) geschaltet sind, damit das Klinkenrad in demjenigen Schrittschalter VLS oder VST, welcher für den Messvorgang verwendet wird, nach Beendigung des Messvor- ganges um einen Schritt weitergeschaltet wird. Dieses Weiterschalten des Klinkenrades nach dem Mess- vorgang erfolgt in derselben Weise wie nach einem Voreinstellvorgang.
Wie bereits erwähnt, bewirkt ein Schliessen der Kontakte PH2 die Zufuhr von Spannung zum Motor SML oder SMT vom Verbindungspunkt 226. Die Spannung fliesst dabei anfänglich über die Kontakte SP3, die während des Messvorganges wegen der Erregung der Wicklung SP bei diesem Arbeitsvorgang geschlossen sind, zu einem Verbindungspunkt 227. Von dem Verbindungspunkt 227 wird die Spannung wahlweise zum Motor FLM oder SMT in genau derselben Weise geschaltet, wie bei einem Voreinstellvorgang.
Es soll angenommen werden, dass für den betrachteten Prüfvorgang die Spannung dem Motor SML für eine langsame Longitudinalbewegung zugeführt wird derart, dass dieser Motor in der Vorwärtsrichtung läuft. Diese Drehung erfolgt so lange, bis der Block 22 so weit verschoben ist, dass die Tastkugel 55 (Fig. 1) den Teil 50 berührt (siehe Teil 231 in Fig. 8). Wenn das geschieht, wird ein elektrisches Signal, das die Kontaktgabe anzeigt, erzeugt (wie im USA-Patent Nr. 2 697 879 beschrieben) und an einen Verstärker 230 (Fig. 8) gelegt, wodurch ein Stromimpuls am Ausgang des Verstärkers auftritt.
Wenn die Bewegung zur Messung longitudinal verläuft, wird dieser Stromimpuls dem Schreibstift 58 durch die Kontakte LT17 (die zu oder offen sind, wenn die Bewegung longitudinal bzw. transversal erfolgt) zugeführt, so dass dieser Stift auf dem Registrierpapier 59 eine Marke erzeugt, die das Auftreten der Berührung zwischen der Tastkugel 55 und dem Teil 50 anzeigt. Wenn die Prüfbewegung transversal verläuft, wird der Ausgangsstrom des Ver stärkers 230 dem Schreibstift 58'über die Kontakte LT18 zugefiihrt (die offen oder zu bei longitudinaler bzw. transversaler Bewegung sind), wodurch der Stift 58'auf dem Registrierstreifen 59'eine Marke erzeugt, die das Auftreten der erwähnten Berührung anzeigt.
Ausserdem wird durch den Stromimpuls eine Relaiswicklung P im Teil 231 unter Strom gesetzt. Das Relais mit der Wicklung P muss eine Selbsthaltewicklung besitzen.
Die Erregung der Wicklung P bewirkt folgendes : Erstens werden die Kontakte Pl (Fig. 7) geöffnet und unterbrechen die Stromzufuhr vom Verbindungspunkt 227 zum Motor SML, der für den betrachteten Prüfvorgang als im Betrieb befindlich angenommen worden war. Zweitens werden die Kontakte P2 geschlossen, wodurch ein anderer Stromkreis für die Speisung des Motors entsteht, dieser andere Stromkreis verläuft vom Verbindungspunkt 226 durch die geschlossenen Kontakte P2 und die Kontakte SP4, die geschlossen sind, weil die Wicklung SP während eines Messvorganges unter Strom ist. Die Stromzufuhr durch den neuen Stromzweig erfolgt zu der anderen Seite des Motors SML, die der entgegengesetzt ist, über die der Motor vorher Spannung erhalten hat.
In anderen Worten, wenn der Motor ursprünglich durch die Kontakte FB3 an seiner linken Seite gespeist wurde, so dass er ursprünglich eine Vorwärtsdrehung ausführte, erhält der Motor nun über den anderen Stromkreis Strom an der rechten Seite durch die Kontakte FB5, so dass er sich nun rückwärts dreht. Anderseits, wenn der Motor SML ursprünglich an der rechten Seite durch die Kontakte FB4 Strom erhalten hatte, erhält er bei der Spei- sung durch den anderen Stromzweig über die Kontakte FB6 an der linken Seite Strom, so dass die ursprüngliche Rückwärtsbewegung nur in eine Vor wärtsbewegung des Motors geändert wird.
Daraus ergibt sich, dass die Betätigung der Kontakte PI und P2 die Drehrichtung des Motors SML gegen über der ursprünglichen Drehrichtung umkehrt, gleich, ob sie vorwärts oder rückwärts war, so dass die Tastkugel 55 wieder vom Teil 50 abgehoben wird.
Die Erregung der Relaiswicklung P (Fig. 8) bewirkt als Drittes das Schliessen der Kontakte P3, die einen Stromkreis durch die bereits geschlossenen Kontakte PH3 zum Zeitmotor T schliessen. Infolge der Vervollständigung dieses Stromkreises beginnt der Zeittmo. tor für eine bestimmte Zeitspanne zu laufen, während der die Tastkugel 55 weiter vom Teil 50 zurückbewegt wird. Am Ende dieser Zeitspanne schliesst der Zeitmotor einen Schalter TS, wodurch eine Relaiswicklung TR unter Strom gesetzt wird.
Die Erregung dieser Wicklung bewirkt folgendes : Erstens werden die Kontakte TR1 (Fig. 8) geöffnet, wodurch die Relaiswicklung P stromlos wird. Die KontakteT.R1müssendemgemäss in dem oben er wähnten Selbsthaltestromkreis dieses Relais liegen.
Zweitens öffnen sich die Kontakte TR2 (Fig. 7) und machen die Relaiswicklunig PH stromlos. Das Unterbrechen der Stromzufuhr zur Wicklung P und PH stellen in dem Langsamkreis 225 die Be, dingung wieder her, die vorlag, bevor der betrachtete Messvor- gang begann. Zusätzlich bewirkt das Stromljoswer- de, n der Wicklung PH ein Schliessen der Kontakte PH5 im Teil 182, wodurch in der Programmschritt- einrichtung ein neuer Arbeitszyklus eingeleitet wird, durch den ein neues Codezeichen auf dem Band 70 (Fig. 3) indieAblesestellunggebrachtwird.
Im Verlaufe des Messvorganges arbeitet die ScheibentrommelPDL(Fig. 8) in derselben Weise, wie bereits vorher in Verbindung mit der Scheibentrommel CDL, während eines Einstellvorganges be schrieben wurde. Eine entsprechende Scheibe der Scheibentrommel FDL bewirkt also, dass vom Ver stärker 204 ein Ausgangssignal erzeugt wird, wenn dieTastkugel 55 ihre sekundäre. Bezugsstellung f r den betrachteten, speziellen Prüfvorgang erreicht.
Dieses Ausgangssignal vom VerstÏrker 204' wird ber die geschlo & senenKontakteP2?4 und LT17 dem Schreibstift 58 zugeführt, wodurch dieser Stift auf dem Registrierstreifen 59 eine Marke erzeugt, die die sekundäre Bezugslage für den Messvorgang anzeigt.
Der Abstand auf dem Registrierstreifen zwischen der Marke, die der. sekundÏren Bezugslage entspricht und der Marke, die dem wirklichen Kontakt zwischen der Tastkugel 55 und dem Teil 50 entspricht, ergibt ein Mass der Abweichung der berühr- ten FlÏche des Teils 50 von einem festgelegten Toleranzwent für diese berührteStelle.Beispielsweise kann die erwähntesekundäreBezugslageeine Lage f r die Tastkugel sein, die einen exakt bekannten, vorher- bestimmten Abstand (in der Richtung vom Teil 50 weg) von der Lage hat, die die gemessene Fläche des Teils 50 einnehmenwürde, wenn diese Fläche in ihrer Abmessung exakt einem maximalen Toleranz- wert entspricht,
der vorher f r diese FlÏche festgelegt worden war. Indem man vom wirklichauftreten- den Abstand zwischen den zwei Marke. auf dem Registrierstreifen den Bruchteil des Abstandes abzieht, der dem erwÏhnten, bekannten, vorherbestimmten Abstand entspricht, erhält man als Ergebnis einen Abstand, der der wirklichen Abweichung der gemes senen Flächen von ihrer maximal zulässigen Toleranz entspricht. Auf diese Weise ist e, moglich, durch die Feineinstellscheibenlongitudinale und transversale Grenzlinienzudefinieren, mit denen der Teil 50 im Hinblick auf maximal zulässige oder anderweitige Toleranzetn,diefürdiesesTeilfestgelegtworden waren, verglichen werden kann.
GewünschtenfaHs kann an die Stelle der Scheiben in de. ScheibentrommelCDL eine einzige Scheibe treten ; diese Scheibe muss dann so betrieben werden, dass sie dieselben aufeinanderfolgenden Stellungs- angaben liefert, wie es die verschiedenen Scheiben der Scheibentrommel CDL tun. In gleicher Weise kann an die Stelle der Scheibentrommeln CDT, VDL und VDT eine einzige Scheibe treten. Der Ersatz der vier erwähnten Scheibentrommeln durch jeweils eine einzige Scheibe ist durch eine Abwandlung der bereits beschriebenen Einrichtung möglich, die im fol gendennunbeschriebenwerdensoll.
In Fig. 9 ist der Relaisteil190der Fig. 8 in einer Form dargestellt, die dahingehend abgeändert wurde, dass die Stromkreise nicht nur die Kontakte It, fs, fb, sp und die dazugehörigen Relaiswicklungen. LT, FS, FB und-STenthalten,sondern auch zusätzlich dazu einen weiteren Satz von vier Kontakte : n qa, qb, qc und qd mit den zugehörigen Relaiswickhmgein QA, QB, QC, QD. Die Kontakte qa bis qd sind, wie die Kontakte lt bis sp entsprechenden Codel¯chern zugeordnet, die innerhalb der Codezeichen auf dem Band 70 (Fig. 3) eine besondere Lage einnehmen.
Bei Verwendung der Einrichtung nach Fig. 9 besteht jedes Codezeichen auf dem Band 70 aus einer Anwesenheit- AbwesenheitPermutation von acht Co, delöchern, wobei die ersten vier Codielöcher 76a bis 76d wie bisher die beschriebenen Angabens. für die Art der Bewegung des Arbeitsvorgangesbestimmen, der durch dieses Codezeicben gesteuert wind.
Die venbleibenden vier Codelöcher entsprechen den Kontakten qa bis qd un, diese vier Codelöcher bewirken, in Abhängigkeit von ihrer Anwesenheit oder Abwesenheit, dass die Kontakte qa bis qd dementsprechend eine geöffnete oder eine geschlossene Stellung einnehmen (in gleicher Weise, wie in Verbindung mit den Kontakten lt bis sp beschrieben wurde), wodurch dann elektrische Signale erzeugt werden,'diedasquantitiveMassange- ben, das für den ausgewählten Arbeitsvorgang bestimmt wurde.
Jedle Offen-Geschlossen-Permutation der vier Kontakte qa bis qd wird in einem'AnalogweBtdurch ein Digital-Analog-Netzwerk umgesetzt, das acht Widerstände rl bis r8 enithält, die in, Serie an der Sekundärwicklung 250 eines Transformators 251 liegen, dessen Primärwicklung 252 an der. Stromzuführung 180 und 181 liegt. Das Übersetzungsver- hältnis zwischlen der Primärwicklung 252 und der Sekundärwicklung 250 ist derart gewählt, dass am Widefstand'snetzwerkflbis r8 etwa 10 Volt liegen.
Die Widerstände rl bis r8 in diesem Netzwerk haben der Reihenfolge nach relativ zueinander die Widerstandswerte 1, 2, 2, 5, 1, 2, 2, 5. Die Widerstande r1 bzw. r5 sind parallel, zu einem normalerweise offe- nen Kontaktpaar QA 1 bzw. einem normalerweise geschlossenen Kontaktpaar QA2 geschaltet. Diese beidenKontaktpaare werden durch die Relaiswick- lung QA betätigt. In gleicher Weise sind die Widerstände r2 bzw. r6 piarallel zu den normalerweise offenen bzw. geschlossenen Kontakten QB1 bzw.
QB2 geschaltet, die von der Wicklung QB betätigt werden ; die Widerstände r3 bzw. r7 liegen parallel zu den normalerweise offenen bzw. geschlossenen KontaktenssClbzw. < 3C2,betätigtdurchdieWick- lung QC und die Widerstände r4 bzw. r8, sind schlliesslich parallel zu den normalerweise offenen bzw. geschlossenen Kontakten QD1 bzw. QD2 ge schalltet, die durch die Relaiswicklung QD betÏtigt werden.
Wenn keine der Wicklungen QA, QB, QC oder QD erregt ist, sind die Widerstände r5 bis, r8 samit lich durch die Kontakte QA2, QB2, QC2, QD2 kurzgeschlossen, so dass die an dem Widerstandsnetzwerk liegenden 10 Volt dar Sekundärwicklung 250 vollständig an dem Teil des Netzwerkes liegen, welches die Widerstände rl bis r4 enthält. Der Ver binchingspuntkt260derWidersländer4.undr5besittzt dadurch also einen Wert von Null Volt relativ zum Anschvusspunkt 261 des Widerstandsnetzwerkes, an dessen Ende, wo der Widerstand r8 liegt.
Der Gesamtwiderstand des Netzwerkes beträgt zehn Ein heiten, diese Zahl ergibt slich aus der Summe der Werte 1, 2, 2 5, die die Relativwerte der nicht kurzgeschlossenen Widerstände rl bis r4 darstellen.
Es sei nun angenommen, dass ein bestimmtes. Code zeichen vom Band 70 (Fig. 3) abgelesen wird', dass ein Schliessen derKontakteabewirkt, die Kontakte qb, qc und qd jedoch offen lässt. Durch das Schlie ssen der Kontakte qa wird die Rellaiswicklung QA unter Strom gesetzt, wodurch die Kontakte QA1 ge- schl'ossen und gIeichzeitig die Kontakte QA2 geoffnet werden.
Durch das Schliessen der Kontakte QA1 wird der Widerstand rl kurzgeschlossenunddamit eine Widerstandseinheit aus dem Gesamtwiderstand, der oberhalbdesVerbindumgspunktes260liegt,so dal3 oberhalb dieses Punktes noch neun Widerstands- einheiten verbleiben. Das Offnen der Kontakte QA2 bewirkt die Einschaltung des Widerstandes r5 in den sonst kurzgeschlossenen Teil des Netzwerkes unter halbdesVerbindungspunktes260,sodassnun eine Widerstandseinheit in Form des Widerstandes r5 in dem NetzwerkunterhalbdiesesVerbindungspunktes erscheint.
Da durch die Kontakte QA2 in das Netz werkderselbeBetragdesWiderstandeseingefügt wird, als er durch die Kontakte QA1 ausgeschaltet wunde, bleibt der GesamtbetragdesWideratandesdes Netzwerks unverändert. Anderseits wird aber, durch das Zusammenwirken der Kontakte QA1 und QA2 die Widerstandsverteilung oberhalb und unterhalb des Verbindungspunktes260geändert,nämlichvoneiner ers, ten Verteilun. g, wo alle zehn Einheiten, oberhalb und keine unterhalb dieser Verbindung lagen, zu einer Verteilung, wo neun Widerstandseinheiten ober- halb und eine Widerstandseinheit unterhalb dieser Verbindung liegt.
Daraus ergibt sich, dass 1 Volt des gesamten, zehn Volt betragenden Spannungsabfalls des Widerstandsnetzwerkes nun zwischen dem Ver bindungspunkt 260 unddemAnschluss 261 erscheint.
Durch Erregung von geeigneten Wicklungen QA, QB, QC uns QD ist es möglich, in einer, der be schriebenen Weise gleichen Art, eine Spannung an den Verbindungspunkt 260 in bezug auf den Anschlu¯ 261 zu erzeugen, die in Ein-Volt-Schritten be liebig im Bereich zwischen null und zehn Volt liegt.
Diese verschiedenen Spannungwertc entsprechen verschiedenen quantitativen Werten der Verschiebung oder Einstellung, die entsprechenden Einstfellvongän- gen durch die Codezeichen auf dem Band 70 zuge ordnet sind.
Während das Netzwerk zur Umsetzung von Di gitalwerten in AnalogwerteanbandeinesBeispiels beschrieben wurde, das die Auswahl eines beliebigen Spannungwertes aus zehn verschiedenenSpannungen erlaubte, wird selbstverstÏndlich in der Praxis das Netzwerk normalerweise so ausgelegt sein, dass es eine wesentlich gr¯¯ere Anzahl (beispielsweise 100 oder 1000) von SpaanungswenSen einzustellen ge- stattet, die voneinander der Reihe nach um eine Span nungseinheit verschieden sind.
Eine am Verbindungspunkt 260 erscheinende Spannung kann in eine Verschiebung oder in eine Stellungsanzeige durch eine der vier Servoeinheiten CUL, CUT, VUL und VUT umgewandelt werden, die anstelle der Einheiten CDL, CSL, CDT, CST,
VDL, VSL, VDT bzw. VST der Fig. 8 Verwendung finden können.
Wie aus, Fig. 9 ersichtlich ist, wird eine anfängliche Wahl unter diesen vier Servoein- heiten durch die Relaiswicklung FS getroffen. Wenn füreinenschnellenArbeitsvorgangdieseWicklung stromlos bleibt, bleiben die Kontakte FS3, FS4 und FS5 geschlossen, während die Kontakte FS6, FS7 und FS8 offenbleiben, so dass die zwei GrobeinsteliF einheiten CUL und CUT ausgewählt werden, wäh- rend die zwei Feinme¯einheiten VUL und V UT aus geschaltet blleiben. Anderseits, wenn die Relaiswick- lung FS für einen langsamen Arbeitsvorgang unter Strom gesetzt wird,
werden die Feinmesseinheiten
VUL und VUT ausgewähSt werden, während die GrobmessservoeinheitenCJ7.LundC!7T von der Wahl ausgeschlossen sind. Auf diese Weise kann durch die SchnelI-Langsam-ReIaiswickhingFselbst eine Wahl zwischen den Grobmesseinheiten und den Feinmesseinheiten getroffen werden.
Unabhängig davon, welche WaM durch die Wick lung FS getroffen wurde, ist dieser Stromkreis weiterhin durch die Longitudinal-Transversal-Relais-Wick- lung LT unterbrochen. Betrachtet man nun die Grob- messein : heiten CUL und CUT, so bleiben, wenn für einen speziellen Arbeitsvorgang die Wicklung LT stromlos bleibt, was für eine longitudinale Bewegung zutrifft, die Kontakte LT19, LT20 und LT21 geschlossen, wahrend die Kontakte LT22, LT23 und LT24 offen bleiben.
Diese Einstelilung der erwähnten Kontakte bewirkt die Wahl einer grob einstellenden., longitudinal!verschiebendenServoeinheitCC/Lanstatt der entsprechendengrobeinstellenden Einheit CUT, welche für transversale Bewegungen vorgesehen ist, vorausgesetztnatürlich,dassdiese Gruppe von zusam mengesetzten Einheiten bereits vorher durch die Relaiswickl ! ung FS ausgewahlt wurde. Anderseits wind, wenn die Wicklung LT für einen bestimmten Einstellvorgangunter Strom gesetzt wird, was einem Transversalbewegungsvorgang entspricht, die Einheit CUT anstelle CUL ausgewÏhlt.
In gleicher Weise ist die Wicklung LT so ausgebildet, dal3 sie die Kontakte LT25 bis LT30 steuern kann und wahlweise einer der Feinmessservoeinhei. ten VUL oder VUT auswählen kann., vorausgesetzt, dass die letztegenannte Gruppe zusammengehörige Einheiten bereits vorher durch die Wicklung FS zum Anbeiten ausersehen wurden.
Es sei nun angenommen, dass durch die Wicklungen FS und LT die Grobmessservoeinheit CUL für longitudinale Bewegung als die für den speziellen Arbeitsvorgang zu verwendende Einheit ausgewähit wurde. Infolge dieser Auswahllaufennunfolgende Vorgänge ab : Als Erstes wird über die Kontakte FS3 und LTl9 ein Widerstanfd 265 mit veränderlichem Abgriff parallel zu dem Widerstandsnetzwerk rl bis r8 geschaltet. Zweitens wird einer der Ein gangsanschlüsse eines Servorverstärkers 266 über die Kontakte LT20 und FM an den Verbindungspunkt 260 gelegt.
Als Drittes wird ein Servomotor 267 in der Einheit CUL über einen Stromkreis, der die Kon takte LT21 und FS5 enthält, an die Betriebsstrom- leitungen 180 und 181 gelegt.
Innerhalb der Servoeinheit C {7L ist der andere Eingangsanschluss des Servoverstärkers 266 mit dem Schleifkontakt 270 des Widerstandes 265 venbunden.
Dieser Schleifer kann mechanisch am Widerstand 265 durch den Servomotor 267 auf und ab bewegt werden. Der Servomotor 267 liefert auch d'urch eine Achse 271 eine mechanische Eingangsgrösse an eineEinscheiban-Lageanzeige-Vorrichtung272, die später noch im einzelnen beschrieben werden wird.
Die Grobmessservoeinbeit für longitudinale Ver schiebungen CUL arbeitet in der folgenden Weise : Durch das Anschalten des Widerstandes 270 parallel zum Netzwerk der Widerstände rl bis r8 in der be schriebenen Weise, wird ein Bnückenkreis gebildet, wobei die TeiledesNetzwerkesoberhalbundunter- halb des Verbindungspunktes 260 und die Teile des Widerstandes 265 oberhalb und unterhalb des Abgriffes 270 die vier Zweige der Brückebilden. Jede Verstimmung der Widerstände der Brücke ergibt eine dementsprechende Spannung zwischen dem Ver bindungspunkt 260 und dem Schleifer 270.
Die Anwesenheit einer solchen Verstimmungsspannung bewirkt, dass der Servoverstärker 266 den Servomotor 267 so lange in Betrieb setzt, bis dieser den Schleifer 270 um einen ents. prechenden Betrag in einer entsprechenden Richtung verschiebt, so dass die Brücke abgeglichen ist. Während der Servomotor 267 den Schleifer 270 bewegt, treibt er gleichzeitig die Lageanzeigevorrichtung 272 an, so dal3 die Richtung und der Betrag von deren Bewegung der Rich- tung und dem Betrag der Bewegung entspricht, die der Schleifer 270 ausführt. Auf diese Weise wird die Lageanzeigevorrichtung 272 entsprechend der am Verbindungspunkt 260 auftretenden Spannung justiert.
Der Wert dieser Spannung ist, wie bereits vorstehend erwähnt, bestimmt durchdieOffen-G & scMossen- Permutation der Kontakte qa, qb, qc, qd und diese Offen-Geschlossen-Permutatio, n ist ihrerseits wiederum bestimmt durch die Anwesenheit-Abwesenheit- Permutation, die in Formen der die Quantität bestimmenden Codelocher des Codezeichens vorliegt, welches den Einstellvorgang steuert.
Man kann also auf diese Weise eine Information für eine quantitative Stellungsangabe in Ja-Nein-Form (digital) durch entsprechende Codel¯cher auf dem Band speichern, anschliessend kann man die durch die Codelöcber dargestellte Information mittels der Vorrichtung 272 in eine analoge Verschiebungsangabe umgesetzt werden, mit welcher die Verschiebung, die in der Einrichtung nach Fig. 1 vorgenommen wird, verglichen werden kann.
Die anderen Servoeinheiten CUT, VUL und VUT arbeiten, wenn sie ausgewählt werden, in der gleichen Weise, wie es f r die Einheit CUL in Verbindung mit einer analogenVerschiebungs-(Stellungs-)Anzeige beschrieben wurde ; die so angezeigte Verschiebung wird f r Einstell-oder Prüfzwecke mit der Verschiebung verglichen, die im Laufe eines Arbeitsvorganges wirklich in der Einrichtung nach Fig. 1 auftritt.
Der Aufbau der Lageanzeigevorrichtung 272 der Servoeinbeit C ! 7L ist in den Fig. 10 und 11 dargestellt. Wie sich aus der folgenden Beschreibung noch näher ergeben wird, ist der Aufbau der Einrichtung 272 und die in Fig. 6 bezeichnete Einscheiben-Anordnung in vieler Hinsicht ähnlich.
Die zwei Anor, dnun- gen unterscheidensich im Hinblick darauf, dass die Scheibe 132a der Fig. 6 in einer bestimmten, von Hand einjustieren Winkellage während des gesamten Programms der Einstellvorgänge, die von der Ma schine nach Fig. 1 ausgeführt werden, festlgehalten wird, während die analoge Scheibe in der Einrichtung 272 für jeden Einstellvorgang, für welchen die Servoeinheit CUL Verwendung findet, auf eine verschiedene Winkelstellung selbsttätig eingestellt wird.
In der Vorrichtung 272 trägt die Achse 122L, wie in Fig. 6, einen Rotor 300 aus Isoliermaterial', der radial geschlitzt ist, um eine dünne Kontaktplatte 301 im Schlitz aufzunehmen. Der Rotor ist, wie bei Fig. 6, von einer Scheibe 302 umgeben, die aus einem Isolierring 303 und einem dazu konzentrischen Leiter- ring 304 besteht, der mit einem radialen Schlitz 305 versehen ist, in dem ein Kontaktf hler 306 liegt, der sich radial nach innen erstreckt und übler die Um, f ängstliche des Isolierstoffrotors 300 gleiten kann,.
Der grundsätzliche Unterschied zwischen der Anordnung nach Fig. 10 und 11 und der Anordnung nach Fig. 6 besteht in der Art und Weise, wie die Scheibe montiert und wie ein elektrischer Kontakt mit dem Leiterring hergestellt ist. In, der Anordnung nach Fig. 10 und 11 wird die Scheibe 302 von einem Zahnrad 310 getragen, welches auf der Achse 122L frei drehbar angeordnet ist, sich jedoch in axialer Richtung nicht verschieben kann. Das Zahnrad 310 wird über ein Ritzel 311 angetrieben, welches seiner seitswiederumübereinemechanischeKupplung zwischen dem Ritzel und der Achse 271 vom Servo, moto° 267 (Fig. 9) gedreht werden kann.
Der elek trische Anschluss des Leiterringes 304 der Scheibe 302 wird mittels einer Bürste 312 hergestellt, die von einem Sockel 313 oberhalb der Grundplatte 20 getragen wird.
Der Servomotor 267 in der Servoeinheit CUL dreht bei dem Abgleichen der Brücke in der Servoeinheit die Scheibe 302 über die Achse 172, das Ritzet 311 und das Zahnrad 310 und bewirkt da- durch eine Verstellung des. KontaktfüMers306, um einen gewissen Winkelbetrag von der Winkelnull- stellung der Kontaktplatte 301. Dieser Betrag der Winkelverdrehung entspricht in der bereits beschriebenen Weise dem Betrag der Wmkelverschiebung der Achse 25L (in Fig. 1) von ihrer Bezugsstellung, die die Achse für den speziellen Arbeitsvorgang ausführen muss, der durch die Servoeinheit CUL gesteuert werden soll.
Die Einstellung des Kontaktfühlers der Scheibe findet statt, bevor der Motor FML, wie beschrieben, unter Strom gesetzt wird. Wenn der Motor Betriebsspannung erhält, wird durch ihn die Achse 25L gedreht, in gleicher Weise dreht sich die Kontaktpl, atte 301, bis sie den Kontaktfühler 306 erreicht.
In diesem Augenblick wird ein elektrisches Signal auf dieselbe Weise, wie mittels, der Kontaktplatte 130 und dem Kontaktfühler 137 in der Anordnung nach Fig.'6 erzeugt. Dieses elektrische Signal wird dem Verstärkerteil 205 (Fig. 8 und 9) für die schnelle Bewegung zugeführt, wodurch in der bereits beschriebenen Weise die Drehung der Ach, se 25L beendigt wird.
In der gleichen Weise können auch die Lageanzeigevorrichtungen der Servoeinheiten CUT, VUL und VUT zum Vergleichen von programmierten Ver schiebung & wertenfür die verschiedenen Anbeitsvor- gänge mit den wirklichen benützt werden, die ausgewählt worden waren und die wirklich in der Einrich- tung nach Fig. 1 während dieser Einstellvorgänge ablaufenden Verschiebungen dienen.
Wie bei den Scheibentrommeln werden auch die Einscheiben Lageanzeigevorrichtungen der Servoeinheiten CUL und CUT nur in Verbindung mit Voreinstellvorgän- gen verwendet, während die Einscheibenvorrichtungen der Servoeinheiten V UL und VUT sowohl für Vor- einstellvorgänge als auch für Messvorgänge Verwendung finden können.
Eine Einscheibenanordnung der in Fig. 10 und 11 gezeigten Art erlaubt die photographische Aufzeichnung der bei den Prüfvorgängen erhaltenen Er gebnisse. Wenn beispielsweise ein longitudinaler Pr fvorgang abläuft, wird von der Lageanzeigevorrich- tung der Servoeinheit VUL ein elektrisches Signal erzeugt, wenn die sich drehende Kontaktplatte dieser Vorrichtung deren Kontaktfühler erreicht. Dieses elektrische Signal kann dazu verwendet werden, ein Bild von der momentanen Winkellage der Kontaktplatte durch Belichtung eines Films Films einer Kamera herzustellen, wobei nach jeder Belichtung der Film automatisch um eine Bildbreite weitergerückt wird.
Die Kamera wird dann ein zweites Mal auf das elektrische Signal hin betätigt, das bei der Berührung der Tastkugel 55 und des Teils 50 entsteht, so dass die momentane Winkelstellung der sich drehenden Kon taktplatte in dem Moment aufgenommen wird, wo die Kontaktgabe erfolgt. Die Winkeldifferenz zwischen den zwei photogprapbisch aufgezeichneten Stellungen der Kontaktplatte ist ein Ma¯ des Betrages der Abweichung der gemessenen FlÏche des Teils 50 von einem vorherbestimmten Toleranzwert für diese Fläche.
Anderseits kann auch die Achse, die den Isolierrotor der Lageanzeigevorrichtung trägt, als Eingang für eine Zählvorrichtung dienen, beispielsweise einen mechanischen Zähler, während die Kamera durch die erwähnten elektrischen Signale betätigt wird, und die Anzeige dieses Zählers registriert, einmal, wenn die Kontaktplatte der Lageanzeigevorrichtung den Kontaktfühler der Einrichtung erreicht und em zweites Mal, wenn die Kugel 55 mit dem Teil 50 Kontakt macht.
Die vorstehende Besch. reibung soll so verstanden werden, dass sie nur ein Ausführungsbeispiel der Er findungbeschreibt und dass der Erfindungsgedanke auch dementsprechend Ausführungsbeispiele umfasst, die in Form oder Ausführung von den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen abweichen kann. So können beispielsweise jeweils zwei Scheiben bei dem Prüfvorgang Verwendung finden, durch die die Grössenverhältnisse einer zu prüfenden Fläche des Teils 50 in bezug auf zwei vorher bestimmte Toleranzwerte gemessen werden können, wie zum Beispiel eine Maximumtoleranz und eine Minimum toleranz anstatt nur in bezug auf einen einzigen Toleranzwert.
Ebenso kann die beschriebene Anordnung dahingehend abgewandelt werden, dass für die Einstellt-oderPrüfvorgänge eine Lageanzeigevorrich tung mittels einer Scheibe f r die vertikale Dimension vorgesehen wird, genauso wie f r die longitudi nale un. d die transversale Dimension.