CH364757A - Verfahren zum Färben oder Bedrucken von textilen Gebilden aus Acrylnitrilpolymersiationsprodukten - Google Patents

Verfahren zum Färben oder Bedrucken von textilen Gebilden aus Acrylnitrilpolymersiationsprodukten

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CH364757A
CH364757A CH6700458A CH6700458A CH364757A CH 364757 A CH364757 A CH 364757A CH 6700458 A CH6700458 A CH 6700458A CH 6700458 A CH6700458 A CH 6700458A CH 364757 A CH364757 A CH 364757A
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/70Material containing nitrile groups
    • D06P3/72Material containing nitrile groups using dispersed dyestuffs
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description


  Verfahren zum Färben oder Bedrucken von     textilen    Gebilden  aus     Acrylnitrilpolymerisationsprodukten       Die Bedeutung der     Polyacrylnitrilfaser    hat in den  letzten Jahren stark zugenommen. Man ist deshalb be  müht, neue Farbstoffe und neue Färbeverfahren für  diese Faser zu finden. Grössere Bedeutung hat nur  das Färben mit basischen Farbstoffen erlangt, weil  man mit     Dispersionsfarbstoffen    höchstens helle Töne  erhält und das     Cupro-Ionenverfahren    technisch um  ständlich ist.

   Das Färben mit basischen Farbstoffen  ist dagegen verhältnismässig einfach und liefert Fär  bungen mit recht hohen allgemeinen     Echtheiten,    ins  besondere ausgezeichneten     Nassechtheiten    und sehr  guter Lichtechtheit. Es hat aber den Nachteil, dass es  sehr schwierig ist, egale Färbungen und Drucke, vor  allem in hellen Tönen, zu erzielen.  



  Es wurde nun gefunden, dass bestimmte     Disper-          sionsfarbstoffe,    die mindestens eine     Sulfoxydgruppe     im Molekül enthalten, sehr gut zum Färben oder Be  drucken von textilen Gebilden geeignet sind, die aus       Acrylnitrilpolymerisaten    oder     -mischpolymerisaten     bestehen oder diese enthalten.  



  Diese Farbstoffe vereinigen in sich die Vorteile  der basischen Farbstoffe, nämlich ihre grosse Affinität  zur     Polyacrylnitrilfaser    und     ihre    ausgezeichneten  Licht- und     Nassechtheiten,    mit denen der     Dispersions-          farbstoffe,    die auch in hellsten Tönen     einwandfrei     egalisieren.  



       Sulfoxydgruppen    enthaltende     Farbstoffe    sind zwar  bekannt. Sie sind zum Färben von Fasern aus     Cellu-          losederivaten    und Polyamiden vorgeschlagen worden.    Da jedoch     zahlreiche    Farbstoffe für     Cellulosederivate     und Polyamide nicht zum Färben von     Acrylnitrilpoly-          merisaten    verwendet werden können, war das Ergeb  nis des erfindungsgemässen     Verfahrens    nicht zu er  warten.

   Dieses Ergebnis ist     vielmehr    überraschend,       weil    die entsprechenden, an Stelle der     Sulfoxydgruppe     eine     Sulfid-    oder     Sulfongruppe    enthaltenden Farb  stoffe keine Affinität zu     Acrylnitrilpolymerisaten     haben.  



  Die     erfindungsgemäss    zu verwendenden Farbstoffe  sind frei von     Carbonsäure-    und     Sulfonsäuregruppen     und enthalten mindestens     einmal    im Molekül den  Rest       Ri-SO-R2,     worin     R1    einen     Alkylenrest     und     R2    einen     Alkylrest    bedeuten.  



  Man färbt vorzugsweise aus wässeriger, vorzugs  weise schwach saurer Suspension und     in    Gegenwart  von     nichtionogenen    oder     anion-    oder     kationaktiven          Dispergiermitteln    bei erhöhter Temperatur. Man     kann          selbsverständlich    die Färbung auch im geschlossenen  Gefäss bei erhöhter Temperatur und unter Druck  durchführen. Die gefärbten Materialien können einer  Hitzenachbehandlung, z. B. Dämpfen oder Erhitzen  auf Temperaturen über 100  C, oder     einer    Nachbe  handlung mit Säuren, Aldehyden, z. B.

   Formaldehyd,  oder     Oxydationsmitteln    oder     anionaktiven        Mitteln     unterzogen werden. Die Färbungen und Drucke     auf          Polyacrylnitrilfasermaterial    weisen gute Licht-,      Wasch-, Wasser-, Walk-, Schweiss-, Meerwasser-,       Plissier-    und     Thermofixierechtheiten    auf. Die erhal  tenen Färbungen sind auch in hellsten Tönen sehr  egal.

   Mit den     definitionsgemässen    Farbstoffen lassen  sich auch Mischgewebe, welche einen     Polyacrylnitril-          faseranteil    enthalten, sehr gut färben, wobei Wolle,  Baumwolle und     Viscose        reserviert    werden.    In den folgenden Beispielen     sind    unter Teilen  Gewichtsteile und unter Prozenten Gewichtsprozente       zu    verstehen. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden  angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  35 Teile des Farbstoffes der Formel  
EMI0002.0010     
    20 Teile     dinaphthylmethandisulfonsaures    Natrium,  20 Teile     eines        Fettalkoholsulfonates    und  25 Teile wasserfreies     Natriumsulfat     werden     innig    vermahlen. 1 Teil des so erhaltenen  Präparates wird in 3000 Teilen Wasser von Zimmer  temperatur suspendiert.

   In die mit 5 Teilen Essig  säure sauer gestellte Färbeflotte geht man mit<B>100</B>  Teilen     vorgereinigtem        Polyacrylnitrilgewebe    bei 50        ein,        erhöht    die Temperatur im Verlauf einer halben       Stunde    bis zum Kochen und färbt noch während einer  Stunde bei Kochtemperatur. Anschliessend spült man  das gefärbte Material und seift es während 20 Minu  ten in einem kochenden Bade, das 1     g/1    eines nicht-         ionogenen    Waschmittels enthält.

   Nach dem Spülen  und Trocknen erhält man ein     kräftig    rot egal ge  färbtes Gewebe von guten Licht-, Wasch-, Wasser-,  Walk-, Schweiss-, Meerwasser-, Plissier- und     Thermo-          fixierechtheiten.     



  Färbungen mit ähnlichen     Echtheitseigenschaften     erhält man, wenn man beispielsweise folgende     Azo-          farbstoffe    einsetzt:  
EMI0002.0029     
  
EMI0002.0030     
  
    Farbton <SEP> der
<tb>  R4 <SEP> x <SEP> y <SEP> R5 <SEP> R6 <SEP> Färbungen <SEP> auf
<tb>  Polyacrylnitril  fasern
<tb>  4-Nitrophenyl <SEP> H <SEP> H <SEP> Methyl <SEP> -CHz-CH.- <SEP> SO-CH3 <SEP> rot
<tb>  do. <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> -CH.- <SEP> CH2 <SEP> SO-CH2 <SEP> CH, <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> H <SEP> H <SEP> Äthyl <SEP> -CH,- <SEP> CH2 <SEP> SO-CH2 <SEP> CH, <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> H <SEP> H <SEP> Propyl <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> H <SEP> H <SEP> 2'-Cyanäthyl <SEP> do. <SEP> scharlach
<tb>  do. <SEP> H <SEP> H <SEP> 2'-Acetoxyäthyl <SEP> do.

   <SEP> do.
<tb>  2,4-Dicyanphenyl <SEP> H <SEP> H <SEP> Äthyl <SEP> -CH.- <SEP> CH2- <SEP> SO-CH2 <SEP> CH, <SEP> rot
<tb>  Thiazolyl <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> orange
<tb>  Benzothiazolyl <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  5-Nitrothiazolyl <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> violett
<tb>  6-Nitrobenzo- <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> rot
<tb>  thiazolyl
<tb>  6-Methylsulfonyl- <SEP> H <SEP> H <SEP> - <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  benzothiazolyl       
EMI0003.0001     
  
    Farbton <SEP> der
<tb>  R4 <SEP> x <SEP> Ro <SEP> Färbungen <SEP> auf
<tb>  Y <SEP> R# <SEP> Polyacrylnitril  fasern
<tb>  6-Dimethyl- <SEP> H <SEP> H <SEP> Äthyl <SEP> -CH2 <SEP> CH2 <SEP> SO-CH2 <SEP> CH3 <SEP> rot
<tb>  sulfamidobenzo  thiazolyl
<tb>  6-Methyl- <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do.

   <SEP> do.
<tb>  sulfamidobenzo  thiazolyl
<tb>  6-Methoxybenzo- <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> Scharlach
<tb>  thiazolyl
<tb>  6-Methylbenzo- <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  thiazolyl
<tb>  5-Acetylthienyl <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> violett
<tb>  3-Nitro-5-acetyl- <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> blau <SEP> .
<tb>  thienyl
<tb>  2-Chlorphenyl <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> gelb
<tb>  2-Trifluormethyl- <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  phenyl
<tb>  2-Nitrophenyl <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> rot
<tb>  2,4,6-Trinitro- <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  phenyl
<tb>  2,4-Dichloro- <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> orange
<tb>  phenyl
<tb>  2,4-Dinitrophenyl <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  4-Nitrophenyl <SEP> Methyl <SEP> Methyl <SEP> do. <SEP> do.

   <SEP> rot
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> Methoxy <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> Chlor <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> Scharlach
<tb>  do. <SEP> Brom <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> Acetyl- <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> rot
<tb>  amino
<tb>  do. <SEP> CF3 <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> Scharlach
<tb>  do. <SEP> H <SEP> H <SEP> -CH2 <SEP> CH2 <SEP> SO-CH2 <SEP> CH3 <SEP> do. <SEP> rot <SEP> .
<tb>  do. <SEP> H <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  4-Chlorphenyl <SEP> H <SEP> H <SEP> Äthyl <SEP> do. <SEP> orange
<tb>  4-Cyanophenyl <SEP> H <SEP> <B>11</B> <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do.

         
EMI0004.0001     
  
    Farbton <SEP> der
<tb>  R4 <SEP> x <SEP> y <SEP> R5 <SEP> Ro <SEP> Färbungen <SEP> auf
<tb>  Polyacrylnitril  fasern
<tb>  4-Methyl- <SEP> H <SEP> H <SEP> Äthyl <SEP> -CH2 <SEP> CH.- <SEP> SO-CH.- <SEP> CH3 <SEP> orange
<tb>  sulfonylphenyl
<tb>  4-Dimethyl- <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  sulfamidophenyl
<tb>  4-Methyl- <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  sulfamidophenyl
<tb>  4-Trifluormethyl- <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  phenyl
<tb>  4-Nitro-2-chlor- <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  phenyl
<tb>  4-Nitro-2,6- <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> braun
<tb>  dichlorphenyl
<tb>  4-Nitro-2-brom- <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do. <SEP> orange
<tb>  phenyl
<tb>  4-Nitro-2-cyan- <SEP> H <SEP> H <SEP> do. <SEP> do.

   <SEP> do.
<tb>  phenyl       <I>Beispiel 2</I>  Man beschickt eine     Hochtemperaturfärbeappara-    Angaben von Beispiel 1 hergestellten     Färbepräpa-          tur    mit einer Suspension von 1 Teil des nach den     rates,    welches 35     II/o    des Farbstoffes der Formel  
EMI0004.0007     
    enthält, in 3000 Teilen Wasser von Zimmertempe  ratur und 5 Teilen Essigsäure. 100 Teile Garn aus       Polyacrylnitrilstapelfaser    werden in die Färbeflotte  bei 50  eingelegt. Man verschliesst die Apparatur,  erhitzt sie auf 130      (Innentemperatur)    und färbt  während 1/2 Stunde unter Druck bei 130 .

   Man erhält  ein     kräftig    leuchtend blau egal gefärbtes Material  von ausgezeichneten Echtheitseigenschaften.  



  Färbungen ähnlicher     Echtheitseigenschaften    er-    hält man, wenn man beispielsweise folgende     Anthra-          chinonfarbstoffe    einsetzt:  
EMI0004.0014     
    
EMI0005.0001     
  
    <B>w</B>
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<tb>  b <SEP> v  <SEP> Ö <SEP> @ <SEP> Ö <SEP> @ <SEP> Ö         <I>Beispiel 3</I>  1 Teil des nach den Angaben von Beispiel 1 hergestellten Färbepräparates mit dem Farbstoff der Formel  
EMI0006.0001     
    wird in 3000 Teilen Wasser von Zimmertemperatur  und 5 Teilen Essigsäure suspendiert.

   200 Teile  Färbegut, bestehend aus einem Mischgewebe aus       60        %        Polyacrylnitril        und        40        %        Wolle,        werden        in        die     Flotte bei 60  eingelegt. Man erhöht die Temperatur  im Verlauf einer     1/9    Stunde bis zum Kochen und  färbt noch 1 Stunde bei Kochtemperatur. Anschlie  ssend wird das gefärbte Material gespült und während    20 Minuten in einem kochenden Bade geseift, das  1     g/1    eines     nichtionogenen    Waschmittels enthält.

   Nach  dem Spülen und Trocknen erhält man ein kräftig       grünstichiggelb    gefärbtes Gewebe, dessen Wollanteil  reserviert ist.  



  Färbungen mit ähnlichen Echtheitseigenschaften  erhält man, wenn man beispielsweise folgende Farb  stoffe einsetzt:  
EMI0006.0016     
  
EMI0006.0017     
  
    Farbton
<tb>  R15 <SEP> Rls <SEP> R17 <SEP> R18 <SEP> der <SEP> Färbungen <SEP> auf
<tb>  Polyacrylnitrilfasern
<tb>  Methyl <SEP> Äthyl <SEP> Äthyl <SEP> Cyan <SEP> grünstichig <SEP> gelb
<tb>  Äthyl <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> Methyl <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> Propyl <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> Butyl <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> Äthyl <SEP> -COO-CH3 <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> do. <SEP> -COO-C2H5 <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> do. <SEP> -COO-CACN <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> do. <SEP> -COO-C2H4C1 <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> do.

   <SEP> -502 <SEP> CH3 <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> do. <SEP> -502-e <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> do. <SEP> -502-<B> < #D</B>.-CH3 <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> do. <SEP> -502-C1 <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> do. <SEP> -SO2--@-Cl <SEP> do.
<tb>  C1
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> do. <SEP> -SO2
<tb>  do.
<tb>  <B>CD</B>         <I>Beispiel 4</I>  1 Teil des nach den Angaben von Beispiel 1 hergestellten Färbepräparates     mit    dem Farbstoff der  Formel  
EMI0007.0002     
    wird in 3000 Teilen Wasser von Zimmertemperatur  und 10 Teilen Essigsäure suspendiert.

   200 Teile  Färbegut, bestehend aus einem Mischgewebe aus       60        %        Polyacrylnitril        und        40        %,        Baumwolle,        werden     in die     Färbeflotte    bei 55  eingelegt. Man färbt hierauf    1/2 Stunde unter Druck bei 125 . Man erhält ein  kräftig     rotstichig    gelb egal gefärbtes Material, dessen       Baumwollanteil    reserviert ist.  



  Färbungen ähnlicher Echtheitseigenschaften erhält  man, wenn man z. B. folgende Farbstoffe einsetzt:  
EMI0007.0014     
  
EMI0007.0015     
  
    Farbton
<tb>  Rls <SEP> R20 <SEP> R21 <SEP> der <SEP> Färbungen <SEP> auf
<tb>  Polyacrylnitrilfasern
<tb>  -CH2 <SEP> CH2-SO-CH<B>,#--</B>CH, <SEP> H <SEP> H <SEP> gelb
<tb>  do. <SEP> -CH3 <SEP> H <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> -C2H5 <SEP> H <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> do: <SEP> -CH3 <SEP> do.
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> -O-C2H5 <SEP> rotstichig <SEP> gelb
<tb>  do. <SEP> do. <SEP> -O-CH3 <SEP> do.
<tb>  -CHe <SEP> CH2-SO-CH2 <SEP> CH, <SEP> -CHe <SEP> CH2-SO-CH,#-CH, <SEP> H <SEP> gelb
<tb>  CH3
<tb>  -CH. <SEP> CH-SO-CHe <SEP> CH3 <SEP> <B>-C2H5</B> <SEP> -CH3 <SEP> do.

         ferner den Farbstoff der Formel  
EMI0007.0016     
    <I>Beispiel 5</I>  30 Teile des nach den Angaben von Beispiel 1 hergestellten Färbepräparates mit dem Farbstoff der  Formel  
EMI0007.0017     
      werden mit 50 Teilen     Thiodiglykol    und 10 Teilen  Essigsäure in heissem Wasser suspendiert. Diese Sus  pension wird mit     Tragantverdickung    60:1000     zu     1000 Teilen     druckfähiger    Paste verrührt. Das damit  bedruckte Gewebe aus     Polyacrylnitril    wird 30 Minu-         ten    im Sterndämpfer gedämpft. Die Dämpfung kann  auch im Kessel bei 0,5 atü durchgeführt werden.  Die Lichtechtheit und die Reibechtheit des so erhal  tenen egalen blauen Drucks sind sehr gut.

      <I>Beispiel 6</I>  Färbt man     Polyacrylnitrilgewebe    nach den Angaben des Beispiels 1 in neutraler bis schwach saurer  Flotte mit einem     Farbstoff    der Formel  
EMI0008.0009     
    oder der     Formel     
EMI0008.0011     
    so erhält man kräftige egale Gelbtöne von ausgezeichneten Echtheitseigenschaften.    <I>Beispiel 7</I>  Sehr schöne egale rote     Drucke    erhält man nach den Angaben des Beispiels 5 unter     Verwendung    des  Farbstoffes der Formel  
EMI0008.0014     
    während     mit    dem     Farbstoff     
EMI0008.0017     
    blaue Drucke erhalten werden.

      Bei     Verwendung    des Farbstoffes der     Formel     
EMI0008.0020     
    erhält man nach den Angaben von Beispiel 5 sehr brillante und volle orangefarbene egale Drucke von  sehr guten Echtheitseigenschaften.      <I>Beispiel 8</I>  Färbt man     Polyacrylnitrilgewebe    nach den Anga-     gemisch,    bestehend aus einer blauen Komponente  ben der Beispiele 1 oder 2 mit einem Farbstoff- der     Formel     
EMI0009.0004     
    oder       (Kupferphthalocyanin)        (-S02        NH-CH2        CH2        SO-CH2        CH3)

  4     und einer gelben Komponente der Formel  
EMI0009.0011     
    so erhält man ein kräftiges und brillantes egales Grün  von hervorragenden Echtheitseigenschaften.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Färben oder Bedrucken von textilen Gebilden, die aus Acrylnitrilpolymerisaten oder -mischpolymerisaten bestehen oder diese ent halten, dadurch gekennzeichnet, dass man von Car- bonsäure- und Sulfonsäuregruppen freie Farbstoffe verwendet, die mindestens einmal im Molekül den Rest -R1-SO-R23 enthalten, worin R1 einen Alkylenrest und R, einen Alkylrest bedeuten. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Gemische aus zwei oder mehreren derartigen Dispersionsfarbstoffen einsetzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Azofarbstoffe verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Styrylfarbstoffe verwendet.
CH6700458A 1958-12-06 1958-12-06 Verfahren zum Färben oder Bedrucken von textilen Gebilden aus Acrylnitrilpolymersiationsprodukten CH364757A (de)

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