CH364917A - Einrichtung mit wenigstens einem durch Fluidumdruck betätigbaren Kolbenschieber - Google Patents

Einrichtung mit wenigstens einem durch Fluidumdruck betätigbaren Kolbenschieber

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CH364917A
CH364917A CH4735257A CH4735257A CH364917A CH 364917 A CH364917 A CH 364917A CH 4735257 A CH4735257 A CH 4735257A CH 4735257 A CH4735257 A CH 4735257A CH 364917 A CH364917 A CH 364917A
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Heinrich Glaettli Hans
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Description


  Einrichtung mit wenigstens einem durch     Fluidumdruck        betätigbaren    Kolbenschieber    Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrich  tung mit wenigstens einem durch     Fluid'umdruck        be-          tätigbaren    Kolbenschieber; diese     Einrichfung    kann  insbesondere ein logisches     Grundelement    für hydrau  lisch oder pneumatisch betätigte Steuer- und     Regi-          strieraggregate    für Rechen- und Datenverarbeitungs  anlagen zur Verarbeitung von in digitaler Form dar  gestellten Werten bzw. Informationen darstellen.  



  Prinzipiell kann in einem hydraulischen oder  pneumatischen System, in welchem bewusst auf -die  Anwendung elektrischer oder elektronischer Bauele  mente verzichtet wird, Information analog zur Elek  tronik durch Druck (Spannung) oder Strömung  (Strom) dargestellt werden. Der oder die in der vor  liegenden     Einrichtung    zur Anwendung kommenden,  beweglichen, durch     Fluidumdruck        betätigbaren    Kol  benschieber haben beispielsweise ihr elektromechani  sches     Analogon    in dem oder den Schaltsätzen der  bekannten Relais.

   Die vorliegende     Einrichtung    kann  in der gleichen Weise und zur     Erfüllung    gleicher  Zwecke in der Praxis eingesetzt werden wie Relais  oder äquivalente elektronische Elemente und Schal  tungen.  



  Bei den meisten heute bekannten Steuer- und     Re-          gistrieraggregaten    erfolgt die Übertragung der am Ein  gang meist ausschliesslich in mechanischer     Form        zur     Verfügung stehenden Betätigungsimpulse auf die  eigentlichen Steuer- oder     Registrierelemente    minde  stens teilweise     mechanisch    oder nach Durchführung  einer entsprechenden Umwandlung elektrisch bzw.  elektronisch.

   Demgegenüber     ermöglicht    die vorlie  gende Erfindung die direkte und ausschliesslich pneu  matische oder hydraulische, d. h. durch Fluidum  druck erfolgende Betätigung von Steuer- oder     Regi-          strierelementen,    wobei jedwede Umwandlung mecha  nischer in elektrische Grössen (Signale) und umge  kehrt, die erwiesenermassen     aufwendig    und kostspielig    ist, überflüssig wird.

   Die Erfindung bezweckt vor  allem die Schaffung     einer        Steuereinrichtung    der ein  gangs genannten Art mit - gegenüber den     bekannten     rein mechanischen Ausführungen - grösserer Ar  beitsgeschwindigkeit, grösserer     Flexibilität,    geringeren  Herstellungskosten und grösserer Betriebssicherheit  sowie mit - gegenüber z. B.     elektrischen    oder elek  tronischen     Ausführungen    - weitgehender Unemp  findlichkeit gegenüber äusseren Einflüssen, z. B. ex  treme Temperaturen und     Temperaturschwankungen,     elektromagnetische Störungen,     Korpuskularstrahlung     usw.  



  Gemäss der Erfindung     besitzt    die vorliegende Ein  richtung wenigstens einen durch     Fluidumdruck        be-          tätigbaren    Kolbenschieber mit treibenden Flächen und  steuernden Kanten, dessen     Führungskanal    durch Ver  bindungskanäle derart mit Leitungen unterschied  lichen     Fluidumdruckes        in        Verbindung    gebracht wer  den kann, dass das     abwechselnde    Anschliessen des       Führungskanals    an diese     Leitungen:

      den Schieber  zyklisch in eine     Mehrzahl    von verschiedenen Gleich  gewichtslagen     bringt.     



  Im folgenden ist die     Erfindung    an     Hand    der bei  liegenden Zeichnung, die schematisch einige Ausfüh  rungsbeispiele von     hydraulisch    betätigten Steuer- und       Registriereinrichtungen    zeigt, näher     erläutert.        Anhand     der im folgenden     näher    beschriebenen Ausführungs  beispiele wird gezeigt, wie relaisartige Schalt- und  Steuervorgänge     mit    den     Mitteln    der Hydraulik bzw.

    Pneumatik ausführbar sind unter Anwendung beweg  licher, durch     Fluidumdruck        betätigbarer    Kolbenschie  ber.     Hierbei    wird unter  Fluidum  eine flüssiges oder       gasförmiges    Medium (z. B.

   Wasser oder Luft) ver  standen.     In.    der Zeichnung zeigt:       Fig.    1 ein als     Stellorgan    wirkendes Steuerelement,  das einen beweglichen Kolbenschieber umfasst, der  sich     in        einem        hydraulischen        Stromkreis        selbsttätig    in      vorbestimmte Gleichgewichtslagen einzustellen ver  mag,

         Fig.    2 bis 5 eine aus zwei Steuerelementen mit  je     zwei        Einstellagen    aufgebaute Zelle eines     mehr-          stelligen    binären Schieberegisters zum stellenweisen  Verschieben von Information in vier Arbeitsposi  tionen,       Fig.    6 schaubildlich eine praktische Ausführungs  form der in     Fig.    2 bis 5 dargestellten Zelle,       Fig.    7     eine    Variante zu der in     Fig.    2 bis 5 darge  stellten .Zelle mit Selbststabilisierung eines Kolben  schiebers,

         Fig.    8 zwei aus je zwei Steuerelementen mit je  fünf Einstellagen aufgebaute Zellen eines     quinären     Schieberegisters,       Fig.    9 einen asymmetrischen, aus drei Steuerele  menten mit je zwei Einstellagen aufgebauten Zähler       modulo    2     (Binärzähler),          Fig.    10 einen von den     Schieberegisterzellen    nach       Fig.    8 abgeleiteten     Zähler        modulo    5     (Quinärzähler),

            Fig.    11 bis 15 fünf verschiedene Ausführungsfor  men eines     Multivibrators.     



  Bei allen im folgenden beschriebenen Einrichtun  gen werden Kolbenschieber hydraulisch bzw. pneu  matisch betätigt. Das Grundschema eines Steuerele  mentes ist in     Fig.    1 dargestellt; es hat hier die Wir  kung eines     Stehorgans.    Mit 1 ist ein Führungskanal  bezeichnet, dessen beide Enden über einstellbare  Drosseln 2 und 3 an die Druckseite einer Fluidum  quelle angeschlossen sind. In dem Führungskanal 1  ist ein Kolben 4 verschiebbar angeordnet, dessen Kol  benstange     zur    Stellungsanzeige oder zur Abgabe einer  Steuerbewegung     fluidumdicht    aus dem Kanal 1 her  ausgeführt ist.

   An den Führungskanal 1 sind Verbin  dungskanäle oder     Zweigleitungen        a,   <I>b,</I> c und<I>d</I> an  geschlossen. Beispielsweise sei angenommen, dass die  Zweigleitungen<I>a,</I> c und<I>d</I> geschlossen sind und dass  die Zweigleitung b an die zur     Fluidumquelle    zurück  führende     Rücklaufleitung    angeschlossen ist. Solange  der Kolben 4 die Zweigleitung b abdeckt, ist das  System in Ruhe, wobei die Drücke beidseits des Kol  bens 4 einander gleich sind.

   Wird nun der Kolben 4  leicht nach links verschoben, so dass er die Zweiglei  tung b freigibt, kommt es zur Strömung des Fluidums  durch die Drossel 3 in die Zweigleitung b; die Drossel  3 bewirkt dabei auf der in     Fig.    1 rechten Kolbenseite  einen     Druckabfall.    Die so geschaffene     Druckdifferenz     in den beidseits des Kolbens 4 liegenden Räumen des  Führungskanals verschiebt den Kolben 4 in seine  Ausgangslage zurück, in welcher er die Zweigleitung b  abdeckt. Der Druck auf der rechten Kolbenseite wird  dadurch wieder erhöht und das System bleibt wieder  in Ruhe. Analoges gilt für     eine    Verschiebung des  Kolbens 4 nach rechts.

   Der Kolben 4 stellt sich somit  jeweils selbsttätig so ein,     dess    er die mit der Rück  laufleitung verbundene Zweigleitung abdeckt; er be  findet sich somit in stabilem Gleichgewicht.  



  In den im folgenden beschriebenen Einrichtungen  wird das vorangehend erläuterte Grundprinzip dazu       verwendet,    ein oder mehrere Steuerelemente durch    einen Steuerimpuls in eine der     Steuerung    weiterer Ele  mente oder der Registrierung des Impulses dienende  Stellung zu bringen.  



  Ein erstes Anwendungsbeispiel ist in     Fig.    2 bis 6  dargestellt; diese Figuren zeigen eine aus zwei     Schie-          bervorrichtungen    6 und 7 mit je zwei Einstellagen  der Kolbenschieber 8 aufgebaute     Schieberegisterzelle.     Zum Zwecke der Schaffung eines mehrstelligen binä  ren Schieberegisters stelle man sich vor, dass dieser  Zelle weitere gleiche Zellen vor- und nachgeordnet  seien. In aus der Rechenmaschinentechnik her be  kannten Schieberegistern können Informationen re  präsentierende Daten (z. B. Binärziffern) von einer  Zelle zur nächsten transferiert ( geschiftet ) werden.  Eben diese Funktion des Informationstransfers kann  mit Hilfe der im folgenden beschriebenen Zelle ge  leistet werden.  



  Unter Bezugnahme auf     Fig.    2 umfasst die Schiebe  registerzelle zwei     Schiebervorrichtungen    6 und 7. Die       Führungskanäle    dieser Vorrichtungen 6 und 7 ent  halten je einen doppelten Kolbenschieber 8, weicher  der Einstellung in zwei voneinander unterscheidbare  Lagen fähig ist, nämlich in eine obere Lage, die z. B.  die Binärinformation   1  , und in eine untere Lage,  die dann in entsprechender Weise die Binärinforma  tion  0  darstellen möge. Während     geradzahlig    be  zeichnete (2n)     Schiebervorrichtungen    (z.

   B. 6) soge  nannte Hauptstufen des Schieberegisters darstellen,  leisten die     ungeradzahlig    bezeichneten (2n + 1)     Schie-          bervorrichtungen    (z. B. 7) die Funktion der sogenann  ten Zwischenstufen. In einem Schieberegister muss  man bekanntlich über eine Zwischenstufe gehen, wenn  man binäre Information von einer Hauptstufe auf  die nächste übertragen will.  



  In der in     Fig.    2 dargestellten     Schieberegisterzelle     sind die Führungskanäle der     Schiebervorrichtungen    6  und 7 an beiden Enden über einstellbare Drosseln 9  und 10 mit der     Hochdruckleitung    einer     Fluidumquelle     verbunden. Ausserdem stehen die beiden Führungs  kanäle durch zwei Verbindungskanäle 11 und 12       miteinander    in Verbindung. Ausserhalb bzw. inner  halb der Anschlüsse der     Verbindungskanäle    11, 12  an die beiden Führungskanäle der Steuerelemente 6  und 7 sind die letzteren mit einer gemeinsamen Rück  laufleitung 13, in der Niederdruck     herrscht,    verbun  den.

   Die Steuerung der     Schieberegisterzelle    erfolgt  mittels einer nicht gezeichneten, als Impulsgenerator  wirkenden     Fluidumquelle,    die über Leitungen 14 und  15 an die beiden Steuerelemente 6 und 7     anschliessbar     ist. Es sei angenommen, dass zunächst die Leitung 14  mit der     Rücklaufleitung    13     verbunden    und die Lei  tung 15 abgeschlossen oder mit der Hochdruckleitung  der     Fluidumquelle    verbunden sei, das heisst, dass die  Leitung 14 unter Niederdruck und die Leitung 15  unter Hochdruck stehen möge.

   Wie     Fig.    2 erkennen  lässt, steuert dann die     geradzahlig    bezeichnete     Schie-          bervorrichtung    6 die nächstfolgende     ungeradzahlig     bezeichnete     Schiebervorrichtung    7 so, dass beide Vor  richtungen die gleiche Stellung einnehmen.

   Das heisst  im vorliegenden Fall: Wenn die beiden Kolbenschie-           ber    8 die in     Fig.    2 gezeigte, ungleiche Lage einneh  men, wobei sich der Schieber 8 der Vorrichtung 6  in seiner oberen (Binärwert<B> l )</B> und der Schieber 8  der Vorrichtung 7 in seiner unteren (Binärwert  0 )  Endlage befinden, dann herrscht beidseits des Schie  bers 8 der Vorrichtung 6     Hochdruck    (man beachte,  dass die Leitung 8b der Vorrichtung 6, die zur links       benachbarten,    nicht gezeichneten Zelle führt, ent  weder abgeschlossen ist oder auch unter Hochdruck  steht). Der Schieber 8 der Vorrichtung 6 bleibt somit  in Ruhe.

   Demgegenüber steht entsprechend obiger  Annahme die     Rücklaufleitung    13 durch die     Leitungen     14 und 11 mit dem oberhalb des Schiebers 8 der  Vorrichtung 7 liegenden Raum in Verbindung; in die  sem Raum herrscht somit Niederdruck, und der Schie  ber 8 der Vorrichtung 7 wird nach     oben    in die strich  punktiert angedeutete Lage bewegt. Beide Vorrichtun  gen der Zelle nehmen somit     jetzt    die gleiche Stellung  ein (vergleiche     Fig.    3), in welcher sie die Binärwerte    1   repräsentieren.  



  Man stelle sich vor, dass anschliessend die Rück  laufleitung 13 mit der Leitung 15 verbunden und die  Leitung 14 abgeschlossen oder mit der Hochdruck  leitung der     Fluidumquelle    verbunden werde. Das  heisst, dass durch in     Fig.    3 nicht gezeichnete Mittel  eine Umschaltung vorgenommen werde, so dass jetzt  die Leitung 15 unter Niederdruck und die Leitung 14  unter Hochdruck stehen möge. Nun ist an Hand von       Fig.    3 zu erkennen, dass die Schieber 8 der Vorrich  tungen 6 und 7 von dieser Umschaltung unbeeinflusst  bleiben, und zwar unabhängig davon, in welchen  Endstellungen sich die beiden Kolbenschieber 8 ge  rade befinden.

   Dagegen wird durch die Leitung 15  und den zwischen den beiden     Hälften    des Schiebers 8  der Vorrichtung 7 liegenden Raum die Rücklauf  leitung 13 mit der Leitung 8a der Vorrichtung 7 ver  bunden, welche zur Vorrichtung 6 der rechts benach  barten Zelle führt. Dabei sei angenommen, der Schie  ber 8 der Vorrichtung 6 dieser nicht gezeichneten,  nächstfolgenden Zelle befinde sich in der unteren  Endlage (Binärwert      0 ),    wie sie zum besseren Ver  ständnis mit strichpunktierten Linien für den Schieber  8 der Vorrichtung 6 der gezeichneten Zelle darge  stellt ist. Somit entsteht oberhalb des Schiebers 8 der  Vorrichtung 6 der genannten rechts benachbarten  Zelle ein     Druckabfall,    und der Schieber 8 wird in  seine obere Endlage verschoben.

   Somit nimmt der  Schieber 8 der Vorrichtung 6 der benachbarten Zelle  nun die gleiche Lage ein wie die Vorrichtungen 6  und 7 der gezeichneten Zelle (Binärwert<B> l ).</B>  



  In ähnlicher Weise arbeitet die Einrichtung, wenn  sich der Schieber 8 der Vorrichtung 6 in der unteren       (Binärwert     0 ) und der Schieber 8 der Vorrichtung  7 in der oberen (Binärwert<B> 1 )</B> Endlage befinden  (vergleiche     Fig.    4). Wird durch nicht gezeichnete Um  schaltmittel die     Rücklaufleitung    13 mit der Leitung  14 verbunden, während die Leitung 15 geschlossen  bleibt oder mit der Hochdruckleitung der Fluidum  quelle verbunden ist, so steht die unter     Niederdruck     stehende     Rücklaufleitung    13 über die Leitung 14, den    zwischen den     Hälften    des.

   Schiebers 8 der Vorrich  tung 6 geschaffenen Raum und die Leitung 12 mit  dem unterhalb des Schiebers 8 der Vorrichtung 7 lie  genden Druckraum     in    Verbindung. An der Drossel 10  entsteht somit ein Druckabfall, so dass der Schieber 8  der Vorrichtung 7 in seine untere Endlage (Binärwert   0 ) verschoben wird. Die Vorrichtung 6     steuert    dem  nach die Vorrichtung 7 so, dass letztere die gleiche  Lage (Binärwert  0 ) wie die Vorrichtung 6 einnimmt  (vergleiche     Fig.    5).  



  Wird anschliessend wieder so     umgeschaltet,    dass  die     Rücklaufleitung    13 mit der Leitung 15 verbunden  ist, während die Leitung 14 geschlossen oder mit der  Hochdruckleitung der     Fluidumquelle    verbunden ist,  so ist aus     Fig.    5 ersichtlich, dass die beiden Vorrich  tungen 6 und 7 in Ruhe bleiben und     sich    gegenseitig  nicht beeinflussen. Dagegen steht nun die Rücklauf  leitung 13 durch die Leitung 15 und den zwischen  den beiden Hälften des Schiebers 8 der Vorrichtung 7  liegenden Raum mit der Leitung 8b der Vorrichtung 7  in Verbindung, die zur Vorrichtung 6 der nicht ge  zeichneten, rechts benachbarten Zelle führt.

   Es sei  angenommen, dass der Schieber 8 der Vorrichtung 6  der nächstfolgenden Zelle sich in seiner oberen     End-          lage        (Binärwert   <B> l )</B>     befinde,    wie sie zum besseren  Verständnis mit strichpunktierten Linien für die Vor  richtung 6 der gezeichneten Zelle dargestellt ist. Es  entsteht nun     unterhalb    des     Schiebers    8 der Vorrich  tung 6 der genannten, rechts benachbarten     Zelle    ein  Druckabfall, so dass der Schieber 8 dieser Vorrichtung  6 in seine untere Endlage verschoben wird, in der er  den Binärwert  0  repräsentiert.

   Somit steuert die  Vorrichtung 7 einer     Zelle    die Vorrichtung 6 der  nächstfolgenden Zelle so, dass diese Vorrichtung 6  die gleiche Stellung einnimmt wie die beiden Vorrich  tungen 6 und 7 der vorangehenden Zelle und somit  den gleichen Binärwert repräsentiert.  



  Aus dem Vorangehenden ist ersichtlich, dass in  der einen     Anschlussstellung    der     Rücklaufleitung    13 an  eine der Leitungen 14 und 15 die erste     (geradzahlig     bezeichnete)     Schiebervorrichtung    der gleichen Zelle  steuert, während in der     anderen        Anschlussstellung    der       Rücklaufleitung    13 an eine der Leitungen 14 und 15  die zweite     Schiebervorrichtung    einer Zelle die erste       Schiebervorrichtung    der nächstfolgenden Zelle steuert.

    Somit wird bei einem     aufeinanderfolgenden    Wechsel  der Anschlüsse der beiden Leitungen 14, 15 an die       Rücklaufleitung    13 eine in einer Zelle mit den     Schie-          bervorrichtungen   <I>2n</I> und<I>2n + 1</I> enthaltene Binär  information in die nächste Zelle mit den     Schiebervor-          richtungen        2h   <I>+ 2</I> und<I>2n + 3</I> übertragen, wie es der  Funktion eines Schieberegisters entspricht.    In     Fig.    6 ist schaubildlich eine praktische Aus  führungsform der an Hand der     Fig.    2 bis 5 beschrie  benen Zelle dargestellt. Sie besteht aus einem Block,  z.

   B. aus  Plexiglas      (eingetragene    Marke),     Giessharz     oder einem     andern    geeigneten     Kunststoff,    in welchem  die notwendigen Kanäle vorgesehen     sind,    wobei die  Drosseln 9, 10 in den Druckleitungen durch mit koni-           schen    Enden versehene Schrauben     gebildet    sind. Auch  die Kolbenschieber 8 bestehen zweckmässig aus Kunst  stoff, während als Betriebsmedium z. B. Wasser ver  wendet werden kann.  



       Ein    spezielles Merkmal der vorangehend beschrie  benen Registerzelle besteht darin, dass sich die     gerad-          zahligen        Schiebervorrichtungen    (2n) während des er  sten halben Betätigungszyklus für kleine Verschiebun  gen in     indifferentem    Gleichgewicht befinden, während  sich die     ungeradzahligen        Schiebervorrichtungen     (2n + 1) während des zweiten halben Zyklus im in  differenten Gleichgewicht befinden.

   Steht genügend  Zeit zur     Verfügung,    so kann eine durch eventuelle un  gleiche     Leckverluste    verursachte einzige stabile  Gleichgewichtslage eingenommen werden, was zu  einer unerwünschten     Änderung    der der Zelle aufge  drückten Information führen kann. Um dies zu ver  meiden, sollte die minimale Umschaltfrequenz einen  bestimmten Wert nicht unterschreiten.  



  Ein weiteres Beispiel einer     Schaltregisterzelle,    bei  der jedoch keine untere     Frequenzgrenze    zu beachten  ist, ist in     Fig.    7 dargestellt. Die dargestellte Zelle     be-          sitzt    wiederum zwei     Schiebervorrichtungen    16 und 17,  die über einstellbare Drosseln 18, 19 mit der Druck  seite der     Druckfluidumquelle    in Verbindung stehen.

    Die mit der     ungeradzahligen        Schiebervorrichtung     der vorangehenden Zelle verbundene Vorrichtung 16  ist durch die Verbindungskanäle 20 und 21 mit der       ungeradzahligen        Vorrichtung    17 der Zelle verbunden.  Anderseits können die beiden     Schiebervorrichtungen     durch die Leitungen 22, 23, 24, 25 und 26 über  einen Hilfsschieber 27 mit der gemeinsamen Rück  laufleitung 28 bzw. mit den vom Impulsgenerator  kommenden Leitungen 29 und 30 verbunden werden.

    Der Hilfsschieber 27 liegt ebenfalls in einer Druck  fluidumleitung zwischen- zwei einstellbaren Drosseln       31,_.32.    Wenn die Leitung 29 mit der     Rücklauflei-          tung    28 verbunden ist, während die     Leitung    30 ge  schlossen oder mit der Hochdruckseite der Druck  quelle verbunden ist,     dann        steuert    die Vorrichtung 16  die Vorrichtung 17     derart,    dass     letztere    die gleiche  Stellung wie die     Vorrichtung    16 einnimmt. Ist z. B.

    der Schieber der Vorrichtung 17 in der mit strich  punktierten Linien     angedeuteten    unteren Lage, wäh  rend der Schieber der Vorrichtung 16 die ausgezogen  gezeichnete Lage einnimmt, dann strömt an der Dros  sel 18 der     Vorrichtung    17 vorbei Fluidum durch den  Kanal 20 und die Leitung 25 in die     Rücklaufleitung     28. Dadurch entsteht an der Drossel 18 ein Druck  abfall, der bewirkt, dass der Schieber der Vorrichtung  17 so weit hochgezogen wird, bis er den oberen  Arm des Verbindungskanals 20 abdeckt, so dass nun  die beiden Vorrichtungen 16 und 17 die     gleiche    Stel  lung einnehmen.

   Dabei ist zu beachten, dass die Vor  richtung 16, während sie die     Vorrichtung    17 in der  genannten Weise     steuert,    selbsttätig im stabilen  Gleichgewicht gehalten ist; würde sich z. B. der Schie  ber der Vorrichtung 16 etwas nach unten bewegen,  so könnte     Fluidum    an seiner Drossel 18 vorbei durch  den Verbindungskanal 20     und    die Leitung 25 der    vorgeordneten     Schiebervorrichtung    (2n-1) in die       Rücklaufleitung    gelangen, so dass der Schieber der  Vorrichtung 16 durch den an der Drossel 18 ent  stehenden Druckabfall in die, gezeichnete Ausgangs  lage zurückgezogen wird.

   Wenn     anschliessend    die Lei  tung 29 geschlossen und die Leitung 30 an die Nie  derdruckseite der Druckquelle bzw. an die Rücklauf  leitung angeschlossen wird, verschiebt der an der  Drossel 32 auftretende     Druckabfall    den Hilfsschieber  27 derart nach rechts     (strichpunktierte    Lage), dass  die Vorrichtung 17 zwar selbst stabil in ihrer Gleich  gewichtslage     verharrt,    dagegen durch die Leitung 26  über den Kanal 20 der nächstfolgenden Vorrichtung  16 der benachbarten Zelle diese Vorrichtung 16 so  mit der     Rücklaufleitung    28 verbindet, dass diese eben  falls in die von der Vorrichtung 17 eingenommene  Gleichgewichtslage gebracht wird; die Vorrichtung 16  der gezeichneten Zelle bleibt davon unbeeinflusst.

   Bei  dieser Ausbildung der einzelnen Zelle wird demzu  folge erreicht, dass die jeweils die Steuerfunktion aus  übende     Schiebervorrichtung    selbsttätig stabil in ihrer  Gleichgewichtslage verharrt; auch bei sehr kleiner  Betätigungsgeschwindigkeit kann sich demnach die  vom Register aufgenommene Information nicht un  erwünscht     verändern.     



       Fig.    8 zeigt ein Paar von benachbarten Zellen  eines     5-Stellungs-Schieberegisters.    Jede Zelle besitzt       zwei        Schiebervorrichtungen    34, 35 mit je einem zwei  teiligen, in fünf verschiedene Gleichgewichtslagen       bringbaren    Kolbenschieber. Die Schieber sind in der       Schieberteilung    entsprechend unterteilten Drucklei  tungen (Führungskanälen) 33     derart    angeordnet, dass  der den kleineren     Schieberteil    36 enthaltende Lei  tungsabschnitt über Drosseln 37, 38 an eine Hoch  druckleitung 39 angeschlossen ist.

   Der letztgenannte  Leitungsabschnitt jeder     Schlebervorrichtung    einer je  den Zelle ist durch fünf Verbindungskanäle 40 bis  44 mit dem den grösseren     Schieberteil    enthaltenden       Druckleitungsabschnitt    der vorangehenden Schieber  vorrichtung verbunden;

   das freie Ende dieser zweit  genannten Leitungsabschnitte der     geradzahligen        Schie-          bervorrichtungen    aller Zellen ist mit der einen und  das freie Ende der entsprechenden     Leitungsabschnitte     der     ungeradzahligen        Schiebervorrichtungen    mit der  andern von zwei abwechslungsweise mit der Rück  laufleitung     verbindbaren    Steuerleitungen 46, 47 ver  bunden.

   Der grössere     Schieberteil    jeder     Schiebervor-          richtung    ist hohl und gegen die zugeordnete Steuer  leitung 46 bzw. 47 hin offen, wobei eine     Wandöffnung     45 in diesem     Schieberteil    zum Zusammenwirken mit  den Verbindungskanälen 40 bis 44 vorgesehen ist.  Im Prinzip entspricht die Arbeitsweise dieses Schiebe  registers jener der in den     Fig.    2 bis 7 gezeigten Re  gister. Wird z.

   B. die Leitung 46 mit der Rücklauf  leitung verbunden, so strömt Fluidum aus der Hoch  druckleitung 39 durch die Drossel 37 der zweiten  Vorrichtung 35, den Kanal 41, die     Öffnung    45 im  Schieber der ersten Vorrichtung 34 und die Leitung  46, wobei an der Drossel 37 ein Druckabfall ent  steht. Dadurch wird der Schieber der Vorrichtung 35      in seiner Leitung (Führungskanal) so weit verschoben,  bis sein Teil 36 den Kanal 41 absperrt. Die Vor  richtung 34 bleibt während dieses Steuervorganges  in Ruhe.

   Wird anschliessend die Leitung 47 an die  Rücklauf- oder     Niederdruckleitung    angeschlossen, so  strömt Fluidum an der Drossel 38 der ersten Vor  richtung 34 der nächstfolgenden Zelle vorbei durch  den Kanal 43, die sich davor     befindliche    Öffnung 45  im Schieber und die Leitung 47 in die     Rücklauflei-          tung,    wodurch an der genannten Drossel 38 ein  Druckabfall auftritt. Dadurch wird der Schieber der  ersten Vorrichtung 34 dieser zweiten Zelle so weit  verschoben, bis sein Teil 36 den Kanal 43     abschliesst.     Somit nimmt nun die erste Vorrichtung 34 der zwei  ten Zelle die gleiche Gleichgewichtslage ein wie die  erste Vorrichtung 34 der ersten Zelle.

   Auch hier gilt  aber, dass zum einwandfreien Funktionieren des Re  gisters eine untere Grenze der Umschaltfrequenz nicht  unterschritten werden darf, da die steuernde     Schie-          bervorrichtung    sich jeweils nur in     indifferentem     Gleichgewicht befindet.  



  Eine weitere Anwendungsmöglichkeit des hier in  Frage stehenden Betätigungsverfahrens ist in den       Fig.    9 und 10 dargestellt.     Fig.    9 zeigt einen unsym  metrischen     Zweistellungszähler.    Dieser Zähler stellt  an sich eine Kombination der Schieberegister nach  den     Fig.    2 und 7 dar;

   er besitzt drei     dreiteilige        Schie-          bervorrichtungen    48, 49 und 50, wobei der zentrale  Impulsgenerator durch die Vorrichtung 50 ersetzt ist,  während die Vorrichtung 48 die gleiche Funktion wie  eine     Schiebervorrichtung    der     Schieberegisterzelle    nach       Fig.    2 und die Vorrichtung 49 die gleiche Funktion  wie die entsprechende     Schiebervorrichtung    der       Schieberegisterzelle    nach     Fig.    7 ausübt. Die Zelle be  sitzt zwei Leitungen 51, 52, zwei Leitungen 53, 54  und zwei     Rücklaufleitungen    55, 56.  



  Die Wirkungsweise kann, ausgehend von der in       Fig.    9 gezeigten unteren Stellung der einzelnen     Schie-          bervorrichtungen    wie folgt beschrieben werden: Vor  erst sei die Leitung 51 an die     Rücklaufleitung    ange  schlossen, während die Leitung 52 geschlossen ist.  Da an den äusseren Stirnseiten der Kolbenschieber  kein Druckabfall eintreten kann, bleiben alle drei       Schiebervorrichtungen    in Ruhe. Anderseits zeigt der  vollausgezogene Pfeil a, dass die Leitung 53 über den  Innenraum der Vorrichtung 50 mit der     Rücklauflei-          tung    55 verbunden ist, während die Leitung 54 ge  schlossen bleibt.

   Wird anderseits die Leitung 52 an  die     Rücklaufleitung    angeschlossen, während die Lei  tung 51 geschlossen wird, so entsteht sowohl oberhalb  des Schiebers der Vorrichtung 48 als auch oberhalb  des Schiebers der Vorrichtung 50 (gestrichelte Pfeile b  und     e)    ein     Druckabfall,    so dass die Schieber dieser  beiden     Schiebervorrichtungen    in ihre obere, strich  punktiert angedeutete Endlage verschoben werden,  während die Vorrichtung 49 in Ruhe bleibt. Der Pfeil  d zeigt an, dass die Leitung 53 wiederum an die       Rücklaufleitung    55 angeschlossen wird, während die  Leitung 54 geschlossen bleibt.

   Wird anschliessend er  neut die Leitung 51 mit der     Rücklaufleitung    verbun-    den und die Leitung 52 geschlossen, so entsteht auf  der Unterseite des Schiebers der     Vorrichtung    50  (Pfeil e) ein Druckabfall und der Schieber dieser Vor  richtung wird in seine untere Endlage     zurückgescho-          ben.    Durch die Verbindung     gemäss    Pfeil     f    wird auch  die Oberseite des Schiebers der Vorrichtung 49 mit  der     Rücklaufleitung    55 verbunden, so dass nun auch  der Schieber dieser Vorrichtung     in    seine obere     End-          lage    verschoben wird.

   Der Schieber der     Vorrichtung     48 bleibt     während    dieses Steuervorgangs unbeeinflusst  in seiner oberen     Endlage.        Anderseits    zeigt     Pfeil    g, dass  wiederum die Leitung 53 über das Innere der Vor  richtung 50 mit der     Rücklaufleitung    55 in Verbin  dung steht, während die Leitung 54 geschlossen bleibt.

    Wird     anschliessend    erneut die Leitung 51 geschlos  sen und die Leitung 52 mit der     Rücklaufleitung    ver  bunden, so wird offenbar durch den auf der Oberseite  des Schiebers der Vorrichtung 50 erzeugten Druck  abfall (Pfeil c) der Schieber der Vorrichtung 50 wie  der in seine obere     Endlage        verschoben.    Dabei     kommt     gemäss Pfeil h auch die Unterseite des Schiebers der  Vorrichtung 48 über die Innenräume der beiden Vor  richtungen 49 und 50     mit    der     Rücklaufleitung    55     in     Verbindung, so dass durch den entstehenden Druck  abfall der Schieber der Vorrichtung 48 in seine untere  Endlage verschoben wird,

   während der Schieber der  Vorrichtung 49 unbeeinflusst in     seiner    oberen Endlage  verbleibt. Dabei ist zu beachten, dass nun gemäss Pfeil  i die Leitung 54 durch den Innenraum der Vorrich  tungen 49 und 50 mit der     Rücklaufleitung    55 verbun  den ist,     während    die Leitung 53 geschlossen bleibt.       Wenn    anschliessend die Leitung 51 wieder an die       Rücklaufleitung    angeschlossen und die Leitung 52 ge  schlossen wird, dann entsteht gemäss Pfeil e auf der  Unterseite des Schiebers der Vorrichtung 50 wieder  ein diesen Schieber in seine untere Endlage verschie  bender Druckabfall.

   Gemäss Pfeil k steht nun auch  die Unterseite des Schiebers der Vorrichtung 49 durch  den Innenraum der Vorrichtungen 48 und 50 mit der       Rücklaufleitung    55 in Verbindung, so dass nun auch  der Schieber der Vorrichtung 49 in seine untere     End-          lage    zurückgeschoben wird, während der Schieber der  Vorrichtung 48 unbeeinflusst in seiner unteren     End-          lage    verbleibt. Wie zu Beginn steht jetzt auch die  Leitung 53 gemäss Pfeil g wieder mit der Rücklauf  leitung 55 in Verbindung, während die Leitung 54  geschlossen bleibt.

   Nach Ablauf des beschriebenen  Arbeitszyklus befinden sich somit die Schieber     aller          Schiebervorrichtungen    wieder in ihrer unteren Endlage.  



  Dabei ist zu beachten, dass die     Schiebervorrich-          tungen    nur dann in stabilem Gleichgewicht sind, wenn  die Leitung 51 an die     Rücklaufleitung    angeschlossen  ist, während die Schaltzeit in den andern Phasen,  in welchen die Leitung 52 an die     Rücklaufleitung     angeschlossen ist, einen gewissen Wert nicht über  schreiten darf, damit Informationsverluste vermieden  werden.

   Ferner ist aus dem Vorangehenden ersicht  lich, dass aus     zwei        Einlassimpulsen    nur     ein        einziger          Auslassimpuls    resultiert, während die Dauer der Ein  lass- und     Auslassimpulse    jeweils gleich ist.      Der in     Fig.    10 gezeigte     Fünfstellungszähler    kann  vom     Fünfstellungs-Schieberegister    gemäss     Fig.    8 ab  geleitet werden. Die gezeichnete Zelle besitzt     zwei          Schiebervorrichtungen    57, 58 mit je einem zweiteili  gen Kolbenschieber.

   Der kleinere     Schieberteil    57a  der ersten     Schiebervorrichtung    57 wirkt mit fünf       Kanälen    59, 60, 61, 62 und 63 zusammen,     mit    wel  chen anderseits auch der hohle, eine seitliche Öffnung  64 aufweisende     Schieberteil    58b der zweiten Schiaber  vorrichtung 58 zusammenwirkt; der kleinere Schieber  teil 58a der zweiten     Schiebervorrichtung    wirkt seiner  seits mit Kanälen 59 bis 63 zusammen, mit welchen  auch der grössere, hohle     Schieberteil    57b der ersten       Schiebervorrichtung    zusammenwirkt.

   Die die kleine  ren     Schieberteile    57a,<I>58a</I> enthaltenden Druckleitun  gen     (Führungskanäle)    stehen     beidenends        mit    der       Druckfluidumquelle    in Verbindung, während das  äussere Ende des den grösseren     Schieberteil    57b der  ersten     Schiebervorrichtung        enthaltenden    Leitungsteils       (Führungskanal)    über den Kanal 65 und das innere  Ende des den grösseren     Schieberteil    58b der zweiten       Schiebervorrichtung    enthaltenden Leitungsteils über  den Kanal 66 mit einem Steuerschieber 67 verbunden  sind,

   der den Anschluss der     Kanäle    65 und 66 an  eine     Rücklaufleitung    68 steuert. Wird z. B.     mittels    des  Steuerschiebers 67 die     Rücklaufleitung    68 mit dem  Kanal 66 verbunden, so wird durch den     Schieberteil     58b der zweiten Vorrichtung 58 und dessen Öffnung  64 hindurch über den Kanal 60 auf der Innenseite des       Schieberteils    57a der ersten Vorrichtung 57 ein  Druckabfall erzeugt, der den Schieber der ersten  Vorrichtung 57 so weit in der Zeichnung nach rechts  verschiebt, bis der ihm zugeordnete     Kanal    60 durch  den     Schieberteil        57a    überdeckt ist.

   Die     Öffnung    64  des     Schieberteils    57b der ersten     Vorrichtung    57  kommt dabei vor dem zugeordneten Kanal 62 zu lie  gen. Wird     anschliessend    durch den Steuerschieber 67  die     Rücklaufleitung    68 wieder mit dem Kanal 65 ver  bunden, so entsteht über den Kanal 65, den hohlen       Schieberteil    57b der ersten     Vorrichtung    57 mit seiner  Öffnung 64 und den Kanal 62 auf der Aussenseite  des     Schieberteils    58a der zweiten Vorrichtung 58 ein  Druckabfall, durch welche der Schieber der     zweiten     Vorrichtung 58 in der Zeichnung so weit nach rechts  verschoben wird,

   bis der     Schieberteil    58a den Kanal  62 überdeckt.  



  Eine weitere Gruppe von Anwendungsbeispielen  ist in den     Fig.    11 bis 15     dargestellt,    welche verschie  dene     Ausführungsformen    von     Multivibratoren    zeigen.  Das einfachste Beispiel eines     Multivibrators    mit Zwei  weg-     Schiebervorrichtungen    ist in     Fig.    11 dargestellt.  Der     Multivibrator    besitzt zwei     Druckleitungseinlässe     69, 70, welche je über zwei     Drosseln    zu den beiden  Enden der beiden     Schiebervorrichtungen    71, 72 füh  ren.

   Die Bohrungen dieser Vorrichtungen     enthalten     je einen zweiteiligen Schieber und     sind    einerseits mit       Rücklaufleitungen    73, 74 und     anderseits    unter sich  durch Kanäle 75, 76, 77 und 78 verbunden. Die  Wirkungsweise dieses     Multivibrators    ergibt sich ohne  weiteres aus der Zeichnung. Angenommen, die Schie-         ber    der Vorrichtungen 71 und 72     befinden    sich in der  gezeichneten Stellung. Demzufolge steht die Druck  leitung 70 über den Kanal 77 mit der     Rücklauflei-          tung    73 in Verbindung.

   Durch den am rechten Ende  des Schiebers der Vorrichtung 72 entstehenden  Druckabfall wird dieser Schieber nach rechts in die  strichpunktiert angedeutete Lage verschoben. Da  durch hat der Schieber dieser Vorrichtung 72 die Ver  bindung der Druckleitung 69 am linken Ende der  Vorrichtung 71 vorbei durch den Kanal 75 mit der       Rücklaufleitung    74 hergestellt; der dabei am Schieber  der Vorrichtung 71 auftretende Druckabfall bewirkt  ein Verschieben dieses Schiebers nach     links    in die  strichpunktiert angedeutete Lage. Dabei wurde der  Kanal 75 wieder überdeckt, doch steht nun die Druck  leitung 69 am linken Ende der Vorrichtung 72 vor  bei durch den Kanal 76 mit der     Rücklaufleitung    73  in Verbindung.

   Demzufolge bewirkt der links dem  Schieber der Vorrichtung 72 auftretende Druckabfall  ein Verschieben dieses Schiebers zurück in seine linke  Endlage; er gibt dadurch dem Druckfluidum aus der  Leitung 70 über den Kanal 78 den Weg in die Rück  laufleitung 74 frei. Der dabei rechts des Schiebers  der Vorrichtung 71 auftretende Druckabfall bewirkt       ein        Rückverschieben    dieses Schiebers in seine rechte  Endlage, wonach das beschriebene Arbeitsspiel von  neuem beginnt.    Versuche haben gezeigt, dass die mit solchen       Multivibratoren    erreichbaren Frequenzen weitgehend  von der Grösse der Drosselöffnungen abhängen. Diese       Drosseln    sind     deshalb    zweckmässig einstellbar ausge  bildet.

      In     Fig.    12 ist eine Variante zur vorangehend be  schriebenen Ausführungsform beschrieben. Auch die  ser     Multivibrator    besitzt zwei je einen     zweiteiligen     Schieber aufweisende     Zweiweg-Schiebervorrichtun-          gen    79, 80. Die Enden der Bohrung der Vorrichtung  79 sind je über eine einstellbare Drossel mit einer       Rücklaufleitung    81 und über je einen Kanal 82 bzw.  83 mit dem Mittelteil der Bohrung der Vorrichtung  80 verbunden, während die Enden der Bohrung der  Vorrichtung 80 je über eine Drossel mit einer Druck  leitung 84 und über je     einen    Kanal 85 bzw. 86 mit  dem Mittelteil der Bohrung der Vorrichtung 79 ver  bunden sind.

   Ausgehend von der gezeichneten Lage  der Schiebevorrichtungen stellt sich der Betrieb wie  folgt: Die Druckleitung 84 steht einerseits am rechten  Ende des Schiebers der Vorrichtung 80 vorbei durch  den Kanal 86 und über den Innenraum der Vorrich  tung 79, und anderseits über den Innenraum der  Vorrichtung 80 durch den Kanal 82 am linken Ende  des Schiebers der Vorrichtung 79 vorbei mit der       Rücklaufleitung    81 in Verbindung.

   Dabei entsteht  sowohl rechts des Schiebers der Vorrichtung 80 als  auch links des Schiebers der Vorrichtung 79 ein  Druckabfall, wodurch der Schieber der Vorrichtung  80 in seine (strichpunktiert angedeutete) rechte     End-          lage    und der Schieber der Vorrichtung 79 in seine  (strichpunktiert angedeutete) linke     Endlage    verscho-      bei werden. Nun steht die Druckleitung 84 einerseits  über den Innenraum der Vorrichtung 80 über den  Kanal 83 am rechten Ende des Schiebers der Vor  richtung 79     vorbei,    und anderseits am linken Ende  des Schiebers der Vorrichtung 80 durch den Kanal  85 über den Innenraum der Vorrichtung 79 mit der       Rücklaufleitung    81 in Verbindung.

   Dabei entsteht  sowohl rechts des Schiebers der Vorrichtung 79 als  auch links des Schiebers der Vorrichtung 80 ein  Druckabfall, wodurch der Schieber der Vorrichtung  79 in seine rechte Endlage und der Schieber der Vor  richtung 80 in seine linke Endlage zurückverschoben  werden; der beschriebene Arbeitszyklus     beginnt    dann  von neuem.  



  Der     volumetrische    Wirkungsgrad der beiden be  schriebenen     Multivibratoren    ist zwar kleiner als     500/0,     wenn maximale Frequenz     gewünscht    wird; doch wird  dieser Nachteil durch die einfache und kompakte Bau  art mit minimalen Kanallängen und den störungsfreien  Lauf mehr als nur kompensiert.  



  Eine spezielle Ausführungsform eines     Multivibra-          tors    ist in     Fig.    13 dargestellt. Dieser     Multivibrator    be  sitzt zwei     Schiebervorrichtungen    87 und 88 mit je  einem dreiteiligen Schieber. Die Bohrung der Vor  richtung 87 steht über drei Kanäle 89, 90, 91 mit  der     Rücklaufleitung    92 in Verbindung, während die  Bohrung der Vorrichtung 88 über drei Kanäle 93, 94  und 95 mit der Druckleitung 96 in Verbindung steht.  Die Kanäle 90, 91 und 93, 94 enthalten je eine ein  stellbare Drossel. Ausserdem sind die beiden Schieber  vorrichtungen unter sich durch vier Kanäle 97, 98, 99  und 100 miteinander verbunden.

   Die Wirkungsweise  dieses     Multivibrators    ist folgende: Damit der gezeich  nete     Multivibrator    in Betrieb gesetzt werden kann,  muss einer der Schieber aus seiner Gleichgewichts  lage heraus bewegt werden. So werde z. B. der Schie  ber der     Vorrichtung    87 nach rechts in seine strich  punktiert angedeutete Lage verschoben. Demzufolge  steht die Druckleitung 96 einerseits durch den Kanal  95, den Innenraum der Vorrichtung 88, den Kanal  100, den Innenraum der     Vorrichtung    87 und den  Kanal 91, und anderseits durch den Kanal 94, den  Innenraum der Vorrichtung 88, den Kanal 98, den  Innenraum der Vorrichtung 87 und den     Kanal    89  mit der     Rücklaufleitung    92 in Verbindung.

   Dadurch  entsteht sowohl links des rechts aussen liegenden       Schieberteils    der Vorrichtung 87 als auch links des  mittleren     Schieberteils    der Vorrichtung 88 ein Druck  abfall, wodurch der Schieber der Vorrichtung 87 in  seine gezeichnete linke Endlage und der Schieber der  Vorrichtung 88 in seine strichpunktiert angedeutete  linke Endlage verschoben werden. Dadurch kommt  die Druckleitung 96 einerseits durch den Kanal 95,  den Innenraum der     Vorrichtung    88, den Kanal 99,  den Innenraum der Vorrichtung 87 und den Kanal  90, und anderseits durch den Kanal 93, den Innen  raum der Vorrichtung 88, den Kanal 97, den Innen  raum der Vorrichtung 87 und den Kanal 89 mit der       Rücklaufleitung    92 in Verbindung.

   Der in der Folge  sowohl rechts des links aussen liegenden     Schieberteils       der Vorrichtung 88 als auch rechts des mittleren       Schieberteils    der Vorrichtung 87 entstehende Druck  abfall verschiebt den Schieber der Vorrichtung 88 in  seine gezeichnete rechte     Endlage    und den Schieber  der Vorrichtung 87 in seine strichpunktiert angedeu  tete rechte Endlage. Das beschriebene Arbeitsspiel  beginnt von neuem.  



  Bei der letztbeschriebenen Ausführungsform kön  nen     zusätzliche        Schiebervorrichtungen    zur Abgabe  von     Auslasssignalen    eingebaut werden, ohne dass die       Anordnung    der das Funktionieren des     Multivibrators     erforderlichen Kanäle geändert werden muss. Ausser  dem bleibt im Gegensatz zu den erstbeschriebenen       Multivibratoren    die Zunahme der trägen Masse auf  einem Minimum. Die obere     Grenze    der treibenden       Querschnittsflächen    ist ausschliesslich durch den     Schie-          berdurchmesser    gegeben.

   Versuche haben ferner ge  zeigt, dass diese Ausführungsform die     höchste    Wir  kungsgrösse<I>M =</I>     v2        #   <B><I>Ah</I></B> ergibt (bei konstantem Druck),  wobei<I>v</I> die     Frequenz    und<B>Ah</B> den Hub der Schieber  bedeutet. Bei einem Versuch wurde als Betriebs  medium Wasser von 2,10     kg/cm2    verwendet; dabei  wurden 116     Schwingungen    pro Sekunde bei einem  Hub von 5 mm erreicht. Dieser     Multivibrator    ist  ausserdem nicht     resonant.    Durch Vermeidung scharfer  Kanalbiegungen lassen sich in der Praxis noch be  deutende Verbesserungen erreichen.

   Der letztbeschrie  bene     Multivibrator        kann    als hydraulischer Transfor  mator mit relativ kleinem     übersetzungsverhältnis    oder  als Kupplung zwischen verschiedenen Fluida verwen  det werden. Es ist auch denkbar, diesen     Multivibrator     als Wechselstromgenerator für einen     hydraulischen          Synchronmotor    zu verwenden. Bei     maximaler    Fre  quenz beträgt der     volumetrische    Wirkungsgrad etwa       50 /o,    was z. B. für Signalgeneratoren ohne weiteres  genügt.

   Ein besserer     volumetrischer    Wirkungsgrad       kann    bei Verwendung von     zwei    getrennten Druckquel  len oder besonderer Mittel zur     Energiespeicherung     (z. B. Federn, Zellen mit Gaskompression usw.) er  reicht werden.  



  An Hand von     Fig.    14 ist im folgenden ein Aus  führungsbeispiel eines     Multivibrators    mit zwei Dop  pelzweiweg-Schiebervorrichtungen beschrieben. Die  beiden     Schiebervorrichtungen    101 und 102     besitzen    je  einen dreiteiligen Schieber. Die Bohrungen der Vor  richtungen 101 und 102 stehen je sowohl mit einer  Druckleitung 103 bzw. 104 als auch mit einer Rück  laufleitung 105 bzw. 106 in Verbindung. Ausserdem  sind die Bohrungen der beiden Vorrichtungen durch  acht     Kanäle    107, 108, 109, 110, 111, 112, 113 und  114     miteinander    verbunden.

   Die Wirkungsweise ist  dabei die folgende: Bei der gezeichneten Lage der  Schieber steht die Druckleitung 104 durch den Innen  raum der Vorrichtung 102 über den Kanal 107 mit  dem linken Bohrungsende und die     Rücklaufleitung     106 durch den Innenraum der Vorrichtung 102 über  den Kanal<B>113</B> mit dem rechten Bohrungsende der  Vorrichtung 101 in Verbindung. Der Druckunter  schied beidseits des Schiebers der Vorrichtung 101  bewirkt ein Verschieben dieses Schiebers nach rechts      in die strichpunktiert angedeutete Endlage; der Schie  ber der Vorrichtung 102 bleibt so lange in Ruhe.

    Nun steht die Druckleitung 103 durch     dien    Innenraum  der Vorrichtung<B>101</B> über den Kanal 112 mit dem  rechten Bohrungsende, und die     Rücklaufleitung    105  durch den Innenraum der Vorrichtung 101 über den  Kanal 110 mit dem linken Bohrungsende der Vor  richtung 102 in Verbindung. Der Druckunterschied  beidseits des Schiebers der Vorrichtung 102 bewirkt  ein Verschieben dieses Schiebers der Vorrichtung 102  nach links in die strichpunktiert angedeutete     End-          lage;    der Schieber der Vorrichtung 101 bleibt solange  in Ruhe.

   Anderseits steht nun die Druckleitung 104  durch den Innenraum der Vorrichtung 102 über den  Kanal 114 mit dem rechten Bohrungsende, und die       Rücklaufleitung    106 durch den Innenraum der Vor  richtung 102 über den Kanal<B>108</B> mit dem linken  Bohrungsende der Vorrichtung<B>101</B> in Verbindung.  Durch den beidseits des Schiebers der Vorrichtung  101 herrschenden Druckunterschied wird in der Folge  der Schieber der Vorrichtung 101 in seine gezeich  nete Ausgangslage nach links zurückgeschoben. Nun  steht die Druckleitung 103 durch dien Innenraum der  Vorrichtung 101 über den Kanal 111 mit dem linken  Bohrungsende, und die     Rücklaufleitung    105 durch  den     Innenraum    der Vorrichtung 101 über den Kanal  109 mit dem rechten Bohrungsende der Vorrichtung  102 in Verbindung.

   Durch den beidseits des Schiebers  der Vorrichtung 102 herrschenden Druckunterschied  wird     in    der Folge der Schieber der     Vorrichtung    102  in seine gezeichnete Ausgangslage nach rechts zurück  geschoben. Der beschriebene Arbeitszyklus beginnt  dann von neuem.  



  Beim     letztbeschriebenen        Multivibrator    wird zum  Betätigen der Schieber der volle zwischen Einlass und  Rücklauf herrschende     Druckunterschied    verwendet.  Der     volumetrische    Wirkungsgrad kann bei dieser Bau  art gegen     10011/o    erreichen. Dagegen müssen hier  längere Verbindungskanäle zwischen den Schieber  vorrichtungen in Kauf genommen werden.  



  Ein letztes Ausführungsbeispiel eines     Multivibra-          tors    ist in     Fig.    15 dargestellt. Es     handelt    sich dabei  um     eine    Weiterentwicklung des beim     Multivibrator     nach     Fig.    11     angewendeten        Prinzips.    Hier steuern die       Drosseln    nicht die Druckleitungen, sondern Rücklauf  leitungen 115 und 116, während die zweiteiligen Schie  ber der beiden     Schiebervorrichtungen    117 und 118 die  Druckleitungen 119 bzw. 120 steuern.

   Die Bohrungen  der beiden Vorrichtungen 117, 118 sind durch vier Ka  näle 121, 122, 123 und 124 miteinander verbunden.  Ausgehend von der gezeichneten Lage der Schieber ist  die Wirkungsweise dieses     Multivibrators    die folgende:  Vorerst steht die Druckleitung 120 durch das Innere  der Vorrichtung<B>118</B> über den     Kanal    121 mit der       Rücklaufleitung    115 in Verbindung. Dadurch ent  steht links vom     Schieber    der     Vorrichtung    117 ein  Druckabfall, der diesen Schieber in die strichpunk  tiert angedeutete     linke    Endlage verschiebt. Der Schie  ber der Vorrichtung<B>118</B> bleibt während dieser Zeit    in Ruhe.

   Nun steht die     Druckleitung    119 durch den  Innenraum der Vorrichtung 117 über den Kanal 124  mit der     Rücklaufleitung    116 in Verbindung. Dadurch  entsteht rechts vom Schieber der Vorrichtung 118  ein Druckabfall, der diesen Schieber in die strich  punktiert angedeutete Lage verschiebt, während der  Schieber der Vorrichtung<B>1.17</B> in Ruhe bleibt. Da  gegen steht nun die Druckleitung 120 durch den In  nenraum der Vorrichtung<B>118</B> über den Kanal 122  mit der     Rücklaufleitung   <B>115</B> in Verbindung. Dadurch  entsteht rechts vom Schieber der Vorrichtung 117 ein  Druckabfall, der diesen Schieber in die gezeichnete  rechte Endlage verschiebt, während der Schieber der  Vorrichtung 118 in Ruhe bleibt.

   Nun steht die Druck  leitung<B>119</B> durch den Innenraum der Vorrichtung  117 über den Kanal<B>123</B> mit der     Rücklaufleitung   <B>116</B>  in     Verbindung.    Dadurch entsteht links vom Schieber  der Vorrichtung 118 ein Druckabfall, der diesen  Schieber in seine gezeichnete linke Endlage zurück  verschiebt. Der beschriebene Arbeitszyklus beginnt  nun von neuem.  



  Die Grösse der Drosselöffnungen spielt auch hier  zur Erreichung grosser Frequenzen eine wesentliche  Rolle. Auf der einen     Schieberseite    bildet sich jeweils  ein erheblicher Druck, während auf der andern Seite  ein Druckabfall entsteht. Es hat sich anderseits ge  zeigt, dass bei voller Drosselöffnung die grösste Fre  quenz erreichbar ist; dagegen kann in diesem Fall  das Anlaufen der Vorrichtung Schwierigkeiten verur  sachen. Ausserdem konnte festgestellt werden, dass  beim praktischen Betrieb etwa die folgenden Verhält  nisse vorliegen: Es werde wiederum von der in     Fig.    15  gezeichneten Lage der Schieber ausgegangen. Die  Hochdruckleitung 120 steht mit dem linken Boh  rungsende der Vorrichtung 117 in Verbindung, d. h.  der Schieber der Vorrichtung 117 wurde unmittelbar  vorher nach rechts bewegt.

   Für das Umschalten der  Druckleitung<B>119</B> vom Kanal 124 auf den     Kanal    123  wurde eine gewisse Zeit benötigt. In der Zwischen  zeit herrscht immer noch Druck links vom Schieber  der Vorrichtung 117 und bewirkt ein     Beschleunigen     des Fluidums in dem zur     Rücklaufleitung   <B>115</B> füh  renden Kanal. Wenn die Druckleitung 119 mit dem  rechten Bohrungsende der Vorrichtung<B>118</B> verbun  den ist, steigt der Druck in der     Bohrung    der Vorrich  tung 118, während gleichzeitig der Druck     in    der Boh  rung der Vorrichtung 117 sinkt zufolge der Trägheit  des unmittelbar vorher beschleunigten Fluidums.

   Da  durch     erfolgt    ein besonders rasches Verschieben des  Schiebers der Vorrichtung 117 nach links bei relativ       kleinem    Druck.  



  Im     vorangehenden    wurde stets angenommen, dass  mindestens zwei     Schiebervorrichtungen    mit je einem  in je mindestens zwei Gleichgewichtslagen     bringbaren     Kolbenschieber (d. h. Organen mit treibenden Flächen  und steuernden Kanten) vorgesehen sein müssen. Es  versteht sich aber, dass auch Lösungen denkbar sind  mit nur einem Kolbenschieber, der vier verschiedene  Gleichgewichtslagen, z. B. zwei     Hubendlagen    und       zwei    verschiedene Drehlagen, einnehmen kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung mit wenigstens einem durch Fluidum druck betätigbaren Kolbenschieber, gekennzeichnet durch mindestens einen Kolbenschieber mit treiben den Flächen und steuernden Kanten, dessen Füh rungskanal durch Verbindungskanäle derart mit Lei tungen unterschiedlichen Fluidumdruckes in Verbin dung gebracht werden kann, dass das abwechselnde Anschliessen des Führungskanals an diese Leitungen den Schieber zyklisch in eine Mehrzahl von verschie denen Gleichgewichtslagen bringt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sie mindestens eine Schiebezelle be sitzt, die mindestens zwei Schiebervorrichtungen mit je einem in mindestens zwei Gleichgewichtslagen bringbaren, mindestens zweiteiligen Kolbenschieber aufweist, deren Führungskanäle unter sich und mit einer Druckquelle verbunden und abwechselnd an eine Rücklaufleitung anschliessbar sind. 2.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass sie mehrere, hintereinandergeschal- tete Schiebezellen besitzt, wovon jede zwei Schieber vorrichtungen mit je einem in zwei Gleichgewichts lagen bringbaren, zweiteiligen Kolbenschieber auf weist, deren Führungskanäle beidenends an eine Druckquelle angeschlossen und durch Verbindungs kanäle unter sich und mit den zunächstliegenden Füh rungskanälen der benachbarten Zellen verbunden sind, wobei eine Rücklaufleitung abwechselnd derart an den Führungskanal der einen bzw.
    andern Schie- bervorrichtung jeder Zelle anschliessbar ist, dass bei an die erste Schiebervorrichtung angeschlossener Rücklaufleitung ein Steuerimpuls über diese erste Schiebervorrichtung, die zweite Schiebervorrichtung der Zelle so steuert, dass der Schieber der zweiten Schiebervorrichtung in die der vom Schieber der ersten Schiebervorrichtung eingenommenen Gleichge wichtslage entsprechende Gleichgewichtslage verscho ben wird,
    und dass dann bei an die zweite Schieber vorrichtung angeschlossener Rücklaufleitung ein Steuerimpuls über diese zweite Schiebervorrichtung, die erste Schiebervorrichtung der nächstfolgenden Zelle so steuert, dass der Schieber dieser Vorrichtung in die der vom Schieber der genannten zweiten Schie- bervorrichtung eingenommenen Gleichgewichtslage entsprechende Gleichgewichtslage verschoben wird (Fig. 2 bis 6). 3.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass sie mehrere, hintereinandergeschal- tete Schiebezellen besitzt, wovon jede zwei Schieber vorrichtungen mit je einem in zwei Gleichgewichts lagen bringbaren, dreiteiligen Kolbenschieber auf weist, deren Führungskanäle beidenends an eine Druckquelle angeschlossen und durch Verbindungs kanäle unter sich, mit den zunächstliegenden Füh rungskanälen der benachbarten Zellen und mit dem Führungskanal einer Hilfsschiebervorrichtung mit dreiteiligem Kolbenschieber verbunden sind,
    wobei der Führungskanal der Hilfsschiebervorrichtung bei- denends ebenfalls an eine Druckquelle angeschlossen und ausserdem mit einem Impulsgenerator verbunden ist, das Ganze derart, dass die vom Impulsgenexator kommenden Impulse die Hilfsschiebervorrichtung so steuern, dass abwechselnd eine Rücklaufleitung so an den Führungskanal der einen bzw.
    der andern Haupt schiebervorrichtung jeder Zelle angeschlossen wird, dass bei an die erste Hauptschiebervorrichtung an geschlossener Rücklaufleitung ein Steuerimpuls über diese erste Vorrichtung, die zweite Hauptschiebervor- richtung der Zelle so steuert, dass der Schieber dieser zweiten Vorrichtung in die der vom Schieber der er sten Hauptschiebervorrichtung eingenommenen Gleich gewichtslage entsprechende Gleichgewichtslage ver schoben wird,
    und dass dann bei an die zweite Haupt schiebervorrichtung angeschlossener Rücklaufleitung ein Steuerimpuls über diese zweite Vorrichtung, die erste Hauptschiebervorrichtung der nächstfolgenden Zelle so steuert, dass der Schieber dieser Vorrichtung in die der vom Schieber der genannten zweiten Haupt schiebervorrichtung eingenommenen Gleichgewichts lage entsprechende Gleichgewichtslage verschoben wird, während die erste Hauptschiebervorrichtung der erstgenannten Zelle unbeeinflusst bleibt (Fig. 7). 4.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Mehrzahl von hinterein- andergeschalteten Schiebezellen besitzt, wovon jede zwei Schiebervorrichtungen mit je einem in eine Mehrzahl von Gleichgewichtslagen bringbaren, zwei teiligen Kolbenschieber aufweist, wobei die beiden Schieberteile in separaten Führungskanälen geführt sind, wovon je der eine beidenends an eine Druck quelle angeschlossen ist,
    dass ferner Verbindungs- kanäle den einen Führungskanal der ersten Schie- bervorrichtung einer Zelle mit dem andern Füh rungskanal der zweiten Schiebervorrichtung der vor angehenden Zelle und den andern Führungskanal der ersten Schiebervorrichtung der Zelle mit dem einen Führungskanal der zweiten Schiebervorrichtung der gleichen Zelle verbinden,
    wobei eine Rücklaufleitung abwechselnd derart an das eine Ende des andern Führungskanals der ersten und zweiten Schiebervor- richtung der Zelle anschliessbar ist, dass bei an die erste Schiebervorrichtung der Zelle angeschlossener Rücklaufleitung ein Steuerimpuls über den genannten andern Führungskanal dieser ersten Schiebervorrich- tung und den genannten einen Führungskanal der zweiten Schiebervorrichtung die letztere so steuert,
    dass der Schieber dieser zweiten Vorrichtung in eine der vom Schieber der ersten: Schiebervorrichtung ein genommenen Gleichgewichtslage entsprechende Gleich gewichtslage verschoben wird, und dass dann bei an die zweite Schiebervorrichtung der Zelle angeschlos sener Rücklaufleitung ein Steuerimpuls über den an dern Führungskanal dieser zweiten Vorrichtung und den genannten einen Führungskanal der ersten Schie- bervorrichtung der nächstfolgenden Zelle diese letzt genannte Vorrichtung so steuert,
    dass der Schieber dieser Vorrichtung in eine der vom Schieber der ge nannten zweiten Schiebervorrichtung eingenommenen Gleichgewichtslage entsprechende Gleichgewichtslage verschoben wird (Fig. 8).
    5. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass sie eine Schiebezelle mit drei hin- tereinandergeschalteten Schiebervorrichtungen besitzt, die je einen in zwei Gleichgewichtslagen bringbaren, dreiteiligen Kolbenschieber aufweisen, deren Füh rungskanäle beidenends an eine Druckquelle ange schlossen und durch Verbindungskanäle unter sich und mit einer Rücklaufleitung verbunden sind, wobei der Führungskanal der zweiten Schiebervorrichtung an zwei Leitungen (51, 52)
    und der Führungskanal der dritten Schiebervorrichtung an zwei andere Lei tungen (53, 54) angeschlossen ist, und eine Steuer vorrichtung vorgesehen ist, mittels welcher abwech selnd die eine oder andere der erstgenannten Leitun gen (51, 52) derart an die Rücklaufleitung anschliess- bar ist, dass während eines vollständigen, durch die Aufeinanderfolge der unterschiedlichen Gleichge wichtslagen der drei Kolbenschieber bestimmten Ar beitszyklus je zwei Einlassimpulsen ein Auslassimpuls zugeordnet ist (Fig. 9).
    6. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Schiebezelle mit zwei hintereinandergeschalteten Schiebervorrichtungen be sitzt, die je einen in mehrere Gleichgewichtslagen bringbaren, zweiteiligen Kolbenschieber aufweisen, wobei jeder Kolbenschieberteil in einem separaten Führungskanal arbeitet,
    dass ferner die Führungs kanäle des einen Kolbenschieberteils der beiden Schie- bervorrichtungen je beidenends an eine Druckquelle angeschlossen und zwischen ihren Enden durch eine der Zahl der Gleichgewichtslagen entsprechende An zahl von Verbindungskanälen mit dem andern Füh rungskanal des andern Kolbenschieberteils der be- nachbarten Schiebervorrichtung verbunden sind, wäh rend das eine Ende der genannten andern Führungs kanäle der beiden Schiebervorrichtungen in den Füh rungskanal eines Steuerorgans münden,
    mittels wel chem abwechselnd die genannten andern Führungs kanäle der beiden Schiebervorrichtungen derart an die Rücklaufleitung anschliessbar sind, dass die beiden Schiebervorrichtungen abwechselnd die einander zu geordneten Gleichgewichtslagen eines durch die Auf einanderfolge der unterschiedlichen Gleichgewichts lagen der Kolbenschieber bestimmten Arbeitszyklus durchlaufen (Fig. 10). 7.
    Einrichtung nach Patentanspruch, die als Multi vibrator ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein Schieberaggregat mit vier unter schiedlichen Gleichgewichtslagen besitzt, das einer seits an eine Druckquelle und anderseits an eine Rücklaufleitung anschliessbar ist und solche Verbin dungskanäle aufweist, dass im Betrieb der Einrichtung die vier Gleichgewichtslagen durch Eigensteuerung des Schieberaggregats zyklisch durchlaufen werden. B.
    Einrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, dass sie zwei Zweiweg-Schiebervorrich- tungen aufweist, die einerseits an mindestens eine Druckleitung und anderseits an mindestens eine Rück laufleitung angeschlossen sind und die durch Kanäle derart unter sich verbunden sind, dass ihre Schieber gegenläufig zwischen zwei Endlagen hin und her schwingen und dabei abwechselnd die eine bzw. an dere Schiebervorrichtung an die Druckleitung und an die Rücklaufleitung anschliessen. 9.
    Einrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass von den beiden Kanalgruppen, welche die Schiebervorrichtungen mit einer Drucklei tung bzw. einer Rücklaufleitung verbinden, wenig stens die Kanäle der einen Gruppe einstellbare Dros seln enthalten.
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