CH365048A - Verfahren zum Färben von Mischungen aus Polyesterfasern und Wolle - Google Patents

Verfahren zum Färben von Mischungen aus Polyesterfasern und Wolle

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CH365048A
CH365048A CH142060A CH142060A CH365048A CH 365048 A CH365048 A CH 365048A CH 142060 A CH142060 A CH 142060A CH 142060 A CH142060 A CH 142060A CH 365048 A CH365048 A CH 365048A
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Ciba Geigy
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/82Textiles which contain different kinds of fibres
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Description


  Verfahren     zum        Färben    von     Mischungen    aus Polyesterfasern und Wolle    Beim Färben von Mischungen aus Polyester  fasern und Wolle nach dem sogenannten Zweibad  Färbeverfahren, gemäss welchem in einem ersten  Färbebad der Polyesteranteil mit     Dispersionsfarbstof-          fen    von der Art der     Acetatseidefarbstoffe    und dann  in einem zweiten Färbebad der Wollanteil     mit        Woll-          farbstoffen    gefärbt werden,

   zieht bekanntlich jeweils  ein Teil der     Dispersionsfarbstoffe    oberflächlich auf  die Wolle und schmutzt damit diese in     unerwünschter     Weise an. Durch diese     Wollanschmutzung    der     Disper-          sionsfarbstoffe,    die weder nass-, noch licht-, noch       reibecht    ist, wird die Färbung des Mischgespinstes  ih ihren     Gesamtechtheiten    nachteilig beeinflusst.  



  Man hat deshalb schon vorgeschlagen, nach dem  Färben des Polyesteranteils und vor dem Färben  des Wollanteils eine Zwischenreinigung des mit dem       Dispersionsfarbstoff    angeschmutzten Wollanteils vor  zunehmen, bei welcher die     Polyester/wolle-Mischun-          gen    mit Natrium- oder     Zinkformaldehydsulfoxylat     enthaltenden     Reinigungsbädern    behandelt werden.

    Durch eine derartige, reduktive Zwischenreinigung  lassen sich je nach den     verwendeten        Farbstofftypen     die auf dem Wollanteil haftenden     Dispersionsfarb-          stoffe    wieder einigermassen entfernen, und zwar ist  der Reinigungseffekt bei Verwendung von     Disper-          sionsfarbstoffen    der     Azoreihe    in der Regel besser als  bei Verwendung von     anthrachinoiden        Dispersions-          farbstoffen,    da bei letzteren die     Wollanschmutzung     nicht entfernt,

   sondern     lediglich    im Farbton verändert  wird, was ein anschliessendes Färben der Wolle auf  die vorliegende Nuance des     Polyesteranteils    unmög-         lich    machen kann. Da ferner     trotz    gründlichem  Spülen und     Nachbehandeln        mit    Wasserstoffsuper  oxydlösung meistens Reste des     Reduktionsmittels    auf  der Faser verbleiben,

   können bei der nachfolgenden  Färbung des Wollanteils reduktionsempfindliche       Wollfarbstoffe        mindestens    teilweise zerstört werden  und unerwünschte     Änderungen    in der Nuance und  in den     Echtheiten    eintreten.  



  Es wurde nun gefunden, dass das Färben von  Mischungen aus Polyesterfasern und Wolle nach dem       sogenannten    Zweibad - Färbeverfahren wesentlich  bessere Resultate     liefert,    wenn für die Zwischen  reinigung des mit dem     Dispersionsfarbstoff    ange  schmutzten Wollanteils anstelle der bisherigen     Hilfs-          mittel        bestimmte    stickstoffhaltige     Polyglykolverbin-          dungen    der weiter unten angegebenen Art ver  wendet werden.  



  Die vorliegende     Erfindung        betrifft        somit    ein  Verfahren zum Färben von Mischungen aus Poly  esterfasern und Wolle nach dem     Zweibad-Färbe-          verfahren,    bei welchem nach dem Färben des Poly  esteranteils mit     Dispersionsfarbstoffen    und vor dem  Färben des Wollanteils mit     Wollfarbstoffen    eine  Zwischenreinigung des mit dem     Dispersionsfarbstoff     angeschmutzten     Wollanteils    vorgenommen wird, das  dadurch     gekennzeichnet    ist, dass für die Zwischen  reinigung des angeschmutzten Wollanteils wässerige  Bäder verwendet werden,

   die wasserlösliche,     stick-          stoffhaltige        Polyglykolverbindungen    enthalten, welche  der Formel  
EMI0001.0065     
      worin     R1    einen     aliphatischen    Kohlenwasserstoffrest  mit mindestens 12     Kohlenstoffatomen,        R2-CO-          den        Acylrest    einer Fettsäure mit mindestens 12       Kohlenstoffatomen,    m eine ganze Zahl im Werte von  höchstens 2 und p und q ganze Zahlen bedeuten,  wobei die     Summe    p     +    q     mindestens    10 und höch  stens 100,

   vorzugsweise 10 bis 70, beträgt, ent  sprechen, oder deren     Salze    oder     quaternären        Ammo-          niumsalze.    Es können auch     Gemische    von zwei oder  mehr Verbindungen der angegebenen Art verwendet  werden.  



  Das Färben des Polyesteranteils der auf 100       Teile    der     Polyester/Wolle-Mischung    beispielsweise  45 bis 60 Teile betragen kann, kann nach der für       100%        Polyesterfasern        üblichen        Methode        mit        Disper-          sionsfarbstoffen    von der Art der     Acetatseidefarb-          stoffe    unter Zusatz von schwach quellenden     Hilfs-          mitteln,    sogenannten     Carriers,    wie z.

   B.     Diphenyl,     o- oder     p-Phenylphenol,        Diphenylamin,        halogenier-          ten        Kohlenwasserstoffen,    wie Chlorbenzol, aroma  tischen     Carbonsäuren    oder deren     Alkyl-,        Aralkyl-          oder        Arylestern,    wie     Benzoesäure,        Salicylsäure,          Benzoesäure-    oder     Salicylsäuremethylestern    u. a.

   m.,  und zweckmässig auch von wirksamen     Dispergiermit-          teln,    erfolgen. Nach dem Färben des Polyesteranteils  werden die     Polyester/Wolle-Mischungen,    die bei  spielsweise in Form von Garn, Web- oder Wirkwaren  vorliegen können, üblicherweise gründlich gespült.  



  Die anschliessende Zwischenreinigung des mit  dem     Dispersionsfarbstoff    angeschmutzten Wollanteils  wird beim vorliegenden Verfahren zweckmässig in  der Weise     vorgenommen,    dass die     Polyester/Wolle-          Mischungen    während einiger Zeit, z. B. 30 bis 60  Minuten, bei erhöhten Temperaturen von     etwa    50  bis 100  mit wässerigen Bädern behandelt werden,    welche die wasserlöslichen, stickstoffhaltigen     Poly-          glykolverbindungen    der angegebenen Art in einer  Menge von etwa 1 bis 3 g pro Liter enthalten. Mit  Vorteil arbeitet man mit schwach sauren Reinigungs  bädern.  



  Nach dem Spülen kann dann in einem zweiten  Färbebad der Wollanteil mit geeigneten     Wollfarb-          stoffen    nach den für Wolle gebräuchlichen Färbe  methoden gefärbt werden. Es kommen hierfür die  üblichen Farbstoffe in Betracht, z.

   B. saure     Woll-          farbstoffe,        Chromierfarbstoffe,    komplexe Chrom  verbindungen von     Monoazofarbstoffen,    in welchen  1 Atom Chrom komplex an 1 Molekül     Azofarb-          stoff    gebunden ist, oder wasserlösliche     Reaktivfarb-          stoffe,    Besonders geeignete Wollfarbstoffe sind bei  spielsweise die komplexen Metallverbindungen, vor  zugsweise komplexen Chrom- oder     Kobaltverbin-          dungen    von     Monoazofarbstoffen,

      in welchen ein  Atom der genannten Metalle komplex an zwei Mole  küle     Azofarbstoff    gebunden ist und das Molekül der  Komplexverbindung von     Carbonsäure-    und     Sulfon-          säuregruppen    frei ist oder höchstens eine einzige der  artige Gruppe enthält. Mit diesen Farbstoffen wird  Wolle bekanntlich in der Regel aus schwach saurem,  z. B. essigsaurem bis neutralem Bade, gefärbt.  



  Die gemäss dem vorliegenden Verfahren für die  Zwischenreinigung verwendbaren wasserlöslichen,  stickstoffhaltigen     Polyglykolverbindungen,    die in  Form ihrer freien Basen der oben angegebenen all  gemeinen Formel (1) entsprechen, sind entweder be  kannt oder können nach an sich bekannten Metho  den hergestellt werden.  



  Die wasserlöslichen, stickstoffhaltigen     Polyglykol-          verbindungen,    welche sich von     monoacylierten        Tri-          methylendiaminen    ableiten und der Formel  
EMI0002.0078     
    entsprechen, worin     R1    einen     aliphatischen    Kohlen  wasserstoffrest mit mindestens 12     Kohlenstoffatomen,          Rz    CO- den     Acylrest    einer Fettsäure mit min  destens 12     Kohlenstoffatomen    und p und q ganze  Zahlen bedeuten, wobei die Summe p + q mindestens  10 und höchstens 100,     vorzugsweise    10 bis 70,

   be  trägt, können hergestellt werden, indem man ein       Monoalkyl-    oder     -alkenyltrimethylendiamin    der For  mel  
EMI0002.0088     
    worin     R1    einen     aliphatischen    Kohlenwasserstoffrest  mit mindestens 12     Kohlenstoffatomen    bedeutet, mit  mindestens 12     Kohlenstoffatomen        enthaltenden    Fett  säuren oder deren funktionellen Derivaten     acyliert     und an das so erhaltene Monoalkyl-monoacyl-tri-         methylendiamin    in einem     Molekularverhältnis    von  1 : 10 bis etwa 1 : 100     Äthylenoxyd    anlagert.  



  Als Beispiele für     Monoalkyl-    oder     -alkenyl-          trimethylendiamine    der Formel (3) seien vor allem  solche Verbindungen erwähnt, deren Kohlenwasser  stoffrest     R1        unverzweigt    ist, keine oder höchstens  eine bis zwei Doppelbindungen aufweist und eine  gerade Zahl von 12 bis 22     Kohlenstoffatomen    ent  hält, also     Trimethylendiamine    der Formel (3), deren       aliphatischer    Kohlenwasserstoffrest     R1        unverzweigt     ist und die     Zusammensetzung          -C,H@,        _..,

  y-+3     besitzt, wobei x eine ganze gerade Zahl im Werte  von mindestens 12 und höchstens 22 und y eine  solche im     Werte    von höchstens 3 bedeutet, wie       N-Dodecyl-,        N-Tetradecyl-,        N-Hexadecyl-,        N-Oeta-          decyl-,        N-Eikosyl-,        N-Dokosyl-,        N-Octadecenyl-    oder           Octodecadienyl-propylendiamin,    sowie Gemische  derartiger     N-substituierter        Trimethylendiamine.     



  Zur     Acylierung    dieser     Diamine    werden Fett  säuren oder deren die entsprechenden     Acylreste    ab  gebende funktionelle Derivate, wie Chloride, ver  wendet, welche mindestens 12 und     vorzugweise     höchstens 22     Kohlenstoffatome    enthalten. Auch diese  Verbindungen weisen zweckmässig keine Verzweigun  gen, höchstens eine bis zwei     Kohlenstoff-Kohlenstoff-          Doppelbindungen    und eine gerade Zahl von min  destens 12 und höchstens 22     Kohlenstoffatomen    auf.

    Als Beispiele für derartige Fettsäuren seien     Laurin-          säure,        Myristinsäure,        Palmitinsäure,        Stearinsäure,          Arachinsäure,        Behensäure,    Ölsäure sowie Gemische  aus oder mit einem hauptsächlichen Gehalt an der  artigen Säuren, wie     Kokosfettsäure    und technische       Stearinsäure,    erwähnt.  



  Die     Acylierung    der Verbindungen der Formel  (3) mit den     höhermolekularen    Fettsäuren kann in an  sich bekannter Weise ausgeführt werden, z. B. indem  man in einem     inerten,    hochsiedenden     Lösungsmittel     die beiden Reaktionskomponenten im Molekular  verhältnis 1 : 1 miteinander erhitzt und das bei der    Umsetzung entstehende Wasser fortlaufend     abdestil-          liert.     



  An die so erhältlichen     Acylverbindungen    wird  dann     Äthylenoxyd    angelagert, und zwar bis zur Auf  nahme von mindestens 10 und höchstens etwa  100     Mol        Äthylenoxyd    auf 1     Mol    der     Acylverbin-          dung.     



  Die Umsetzung der     Acylaminoverbindungen    mit  dem     Äthylenoxyd    erfolgt vorteilhaft bei erhöhter  Temperatur und unter Ausschluss von Luftsauer  stoff, zweckmässig in Gegenwart geeigneter Kataly  satoren, z. B. geringer Mengen     Alkalimetall,    Alkali  hydroxyd,     Alkalicarbonat    oder     Alkaliacetat.     



  Die     Polyglykolverbindungen    können auch erhal  ten werden, indem man in die     Acylamine        Polyglykol-          ätherketten    mit     Hilfe    von Verbindungen einführt, die  solche Ketten schon     enthalten.    Als Verbindungen  dieser Art eignen sich insbesondere     Polyglykoläther-          halogenide.     



  Weitere     stickstoffhaltige        Polyglykolverbindungen,     welche ebenfalls für die Zwischenreinigung des mit  dem     Dispersionsfarbstoff    angeschmutzten Wollanteils  herangezogen werden können, entsprechen der For  mel  
EMI0003.0050     
    worin     R1    einen     aliphatischen    Kohlenwasserstoffrest  mit mindestens 12     Kohlenstoffatomen    und p und q  ganze Zahlen bedeuten, wobei die Summe p + q  mindestens 10 und höchstens 100, vorzugsweise 10  bis 70, beträgt.  



  Zu diesen Produkten gelangt man, wenn man in  bekannter Weise in primäre Monoamine der Formel  
EMI0003.0054     
    worin     R1    einen     aliphatischen    Kohlenwasserstoffrest  mit mindestens 12     Kohlenstoffatomen    bedeutet,  mit Hilfe von     Äthylenoxyd        Polyglykolätherketten     einführt, bis das     Umsetzungsprodukt    durchschnittlich  mindestens 10 und höchstens 100     -CH#-CH,--0-          Gruppen    enthält.  



  Wie weiter oben angegeben, können an Stelle  der wasserlöslichen freien Basen der Formel (1) auch  deren     Salze    mit Säuren oder deren     quaternären    Am  moniumsalze verwendet werden. Als Salze mit Säuren  kommen beispielsweise die Acetate in Betracht. Zu  den ebenfalls verwendbaren     quaternären    Ammonium-         salzen    gelangt man in bekannter Weise dadurch, dass  man die freien Basen der Formel (1) bzw. der For  meln (2) und (4) z.

   B. mit     alkylierenden    oder     aral-          kylierenden        Mitteln,    wie     Dimethylsulfat,    Äthyl  bromid,     Benzylchlorid    oder     p-Chlorbenzylchlorid,     zweckmässig     in    der Wärme, z .B. bei 90 bis 120 ,  reagieren lässt.  



  Als Beispiele von wasserlöslichen stickstoff  haltigen     Polyglykolverbindungen    der angegebenen  Art, die für das vorliegende Verfahren besonders ge  eignet     sind,    seien genannt:  Das     Anlagerungsprodukt    aus 1     Mol        Arachidyl-          amin    und 70     Mol        Äthylenoxyd,    das Produkt aus  1     Mol        techn.        Stearylamin    und 35     Mol        Äthylenoxyd,     weiterhin die Produkte, die erhalten werden,

   wenn  man das     Acylierungsprodukt    aus 1     Mol        Ölsäure    und  1     Mol    eines     handelsüblichen        Alkyl    -     trimethylen-          diamins,    in welchem eine     Aminogruppe    den der  Sojafettsäure entsprechenden Kohlenwasserstoffrest  aufweist, mit 16, 30, 50 oder 70     Mol        Äthylenoxyd     umsetzt,

   oder wenn man an das     Acylierungsprodukt     aus 1     Mol    eines handelsüblichen     Oleyl-trimethylen-          diamins    und 1     Mol        Stearinsäure    40     Mol        Äthylenoxyd     anlagert, und das     quaternäre        Ammoniumsalz    der  Formel  
EMI0003.0109     
      worin die Summe p + q 30 beträgt,     R2-CO-    den       Acylrest    der     Ölsäure    darstellt und     R1    den der Soja  fettsäure entsprechenden Kohlenwasserstoffrest be  deutet.  



  Aus der französischen Patentschrift Nr. 1160052  ist es bekannt, mit Hilfe von wasserlöslichen stick  stoffhaltigen     Polyglykolverbindungen,    die der oben  angegebenen Formel (4) entsprechen,     Wollfärbungen     abzuziehen.  



  In der schweizerischen Patentschrift Nr. 318357  werden wasserlösliche     stickstoffhaltige        Polyglykol-          verbindungen,    welche der Formel (2) entsprechen,  z. B. als     Egalisiermittel    und insbesondere als Weich  machungsmittel vorgeschlagen.  



  Beim Verfahren der vorliegenden     Erfindung    wer  den die stickstoffhaltigen     Polyglykolverbindungen     nach dem Färben des     Polyesteranteils    mit     Disper-          sionsfarbstoffen    und vor dem Färben des Wollanteils  mit     Wollfarbstoffen    für die Zwischenreinigung des  mit dem     Dispersionsfarbstoff    angeschmutzten     Woll-          anteils    eingesetzt.

   Erfindungsgemäss wird mit     Hilfe     der     Polyglykolverbindungen    in einfacher Weise prak  tisch vollständig eine     Wollanschmutzung        entfernt,     und zwar unter weitestgehender Schonung der     Woll-          faser    und ohne dass dabei der     Dispersionsfarbstoff          in    nennenswerter Menge von den     Polyesterfasern     abgezogen wird. Das hier beanspruchte Verfahren  ist neu und die damit erzielbaren günstigen Resultate  konnten nicht vorausgesehen werden.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten Teile  Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und  die Temperaturen sind, wie in der vorangehenden  Beschreibung,     in.    Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  <I>Färben des Polyesteranteils:</I>  100 Teile eines Mischgespinstes aus 50 Teilen  Wolle und 50     Teilen    Polyesterfaserstoffen     (Poly-          terephthalsäureglykolesterfasern)    werden während 15  Minuten bei 50  in     einem    Bad behandelt, das 1000  Teile Wasser, 1 bis 2 Teile     Natriumsalz    der     N-Benzyl-          ,u-heptadecylbenzimidazoldisulfonsäure    und 3 bis 5  Teile     Diammoniumphosphat    enthält.

   Hierauf werden  dem Bad 3 bis 5 Teile     o-Oxydiphenyl    als     Natrium-          salz    zugegeben, und die Temperatur wird während  15 Minuten bei 50  gehalten.     Anschliessend    wird dem  Bad ein gut     dispergiertes    Gemisch zugegeben, das  0,5 Teile des     Dispersionsfarbstoffes    der Formel  
EMI0004.0044     
    0,12 Teile des     Dispersionsfarbstoffes    der Formel  
EMI0004.0046     
    und 0,14 Teile des     Dispersionsfarbstoffes    der Formel  
EMI0004.0048     
    enthält,

   und das Färbebad mit Wasser auf 4000 Teile       verdünnt.    Man bringt das Färbebad innerhalb     1/z     Stunde zum Kochen und färbt während 1 bis     11,!,     Stunden bei     Kochtemperatur.    Dann wird warm und  kalt gespült.  



  <I>Zwischenreinigung:</I>  Das gut gespülte Mischgespinst, dessen Polyester  anteil rotbraun gefärbt und dessen Wollanteil mit  den     Dispersionsfarbstoffen    angeschmutzt ist, bringt  man nun in ein Reinigungsbad, das aus 1000 Teilen  Wasser, 3 Teilen einer     stickstoffhaltigen        Polyglykol-          verbindung,    deren Herstellung weiter unten beschrie  ben ist, und 1 Teil     40o/oige    Essigsäure besteht. Man  treibt hierauf das Bad innerhalb etwa 30 Minuten  zum Kochen und hält es 30 Minuten bei Koch  temperatur. Dann wird warm und kalt gespült.  



  Durch diese Behandlung wird die     Woll-          anschmutzung    weitgehend entfernt.  



  <I>Färben des Wollanteils:</I>  Man löst 0,12 Teile der     Kobaltkomplexverbin-          dung,    die auf 1 Atom Kobalt 2 Moleküle des     Azo-          farbstoffes    der Formel  
EMI0004.0064     
    enthält, 0,18 Teile der     Kobaltkomplexverbindung,     die auf 1 Atom Kobalt 2 Moleküle des     Azofarb-          stoffes    der Formel  
EMI0004.0068     
    enthält, und 0,7 Teile der     Chromkomplexverbindung,     die auf 1 Atom Chrom 2 Moleküle des     Azofarb-          stoffes    der Formel    
EMI0005.0001     
    enthält,

   in 4000 Teilen Wasser und geht mit dem    Mischgespinst bei 40 bis 50  in das so erhaltene  Färbebad ein. Alsdann gibt man 4 Teile Ammonium  sulfat zu, treibt     innert    1/2 Stunde zum Kochen und  färbt 3/4 Stunden kochend. Zuletzt wird das Misch  gespinst mit kaltem Wasser gespült und getrocknet.  



  Das so behandelte Mischgespinst besitzt eine  gute braunrote     Ton-in-Ton-Färbung,    die eine hohe  Nass-, Licht- und Reibechtheit aufweist.  



  Die für die Zwischenreinigung verwendete stick  stoffhaltige     Polyglykolverbindung    entspricht der For  mel  
EMI0005.0005     
    worin     R,-CO-    den     Acylrest    der Ölsäure darstellt,       R1    den der Sojafettsäure entsprechenden Kohlen  wasserstoffrest bedeutet und die Summe p + q 16  beträgt, und kann wie folgt hergestellt werden:

    92 Teile (1     Mol)    eines handelsüblichen     Trimethy-          lendiamins,    in welchen eine     Aminogruppe    den der  Sojafettsäure entsprechenden Kohlenwasserstoffrest  aufweist, 70,5 Teile Ölsäure (1     Mol),    0,7 Teil     p-To-          luolsulfonsäure    und 200 Teile     Xylol    werden unter  Durchleiten von Stickstoff 15 Stunden lang sieden  gelassen, wobei das entstehende Wasser mit     Hilfe     eines geeigneten     Abscheiders    fortlaufend entfernt  wird. Im     Abscheider    befinden sich alsdann etwa 4  Teile Wasser.

   Das     Xylol    wird darauf im Vakuum    wegdestilliert. Im Reaktionsgefäss verbleiben 156,6  Teile des     Acylierungsproduktes.     



  95,5 Teile (1     Mol)    des erhaltenen Produktes wer  den in Gegenwart von 1 Teil fein zerkleinertem  Natrium im Stickstoffstrom auf<B>160</B> bis 170  erhitzt,  worauf man     Äthylenoxyd    in fein verteiltem Gasstrom  einleitet, bis 106 Teile (16     Mol)    aufgenommen wor  den sind, was nach 3 bis 4 Stunden der Fall ist.  



  <I>Beispiel 2</I>  Man verfährt wie in Beispiel 1 beschrieben, ver  wendet aber für die Zwischenreinigung anstelle der  dort angegebenen stickstoffhaltigen     Polyglykolver-          bindung    die gleiche Menge einer der nachstehenden  Verbindungen der Formel         R2    C O     R,          H-(-O-CH2-CHa-)q        N-CH2-CH2-CH2-N          (CH2        CH2-O    )p H    worin     R2-CO-    den     Acylrest    der Ölsäure darstellt,       R1    den der Sojafettsäure entsprechenden Kohlen  wasserstoffrest bedeutet und die Summe p + q 30,    50 oder 70 beträgt,

   oder die gleiche Menge des     qua-          ternären        Ammoniumsalzes    der Formel  
EMI0005.0039     
    worin     R2    CO- den     Acylrest    der Ölsäure darstellt,       R1    den der Sojafettsäure entsprechenden Kohlen  wasserstoffrest bedeutet und die Summe p + q 30  beträgt, das wie folgt hergestellt werden kann:

    19,85 Teile (1     Mol)    des Produktes, das durch  Anlagerung von 30     Mol        Äthylenoxyd    an das     Acyhe-          rungsprodukt    aus 1     Mol    Ölsäure und 1     Mol    eines  handelsüblichen     Alkyl-trimethylendiamins,    in wel  chem eine     Aminogruppe    den der Sojafettsäure ent-    sprechenden Kohlenwasserstoffrest aufweist, erhalten  wurde, werden     mit    1,4 Teilen (etwa 1,1     Mol)        Di-          methylsulfat    unter Stickstoff 8 Stunden auf einem  siedenden Wasserbad umgesetzt.

    



  Man erhält auf diese Weise gefärbte Misch  gespinste, die ähnlich gute Eigenschaften besitzen  wie das nach dem vorhergehenden Beispiel behan  delte Mischgespinst.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Färben von Mischungen aus Poly esterfasern und Wolle nach dem Zweibad-Färbe- verfahren, bei welchem nach dem Färben des Poly- esteranteils mit Dispersionsfarbstoffen und vor dem Färben des Wollanteils mit Wollfarbstoffen eine Zwischenreinigung des mit dem Dispersionsfarbstoff angeschmutzten Wollanteils vorgenommen wird, da durch gekennzeichnet, dass für die Zwischenreinigung des angeschmutzten Wollanteils wässerige Bäder verwendet werden, die wasserlösliche,
    stickstoff haltige Polyglykolverbindungen enthalten, welche der Formel EMI0006.0011 worin R1 einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit mindestens 12 Kohlenstoffatomen, R2-CO- den Acylrest einer Fettsäure mit mindestens 12 Kohlenstoffatomen, m eine ganze Zahl im Werte von höchstens 2 und p und q ganze Zahlen bedeuten,
    wobei die Summe p + q mindestens 10 und höch stens 100 beträgt, entsprechen, oder deren Salze oder quaternären Ammoniumsalze. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man wässerige Bäder verwendet, die pro Liter 1 bis 3 g der stickstoffhaltigen Poly- glykolverbindung enthalten.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man stickstoffhaltige Polyglykol- verbindungen verwendet, die in Form der freien Base der im Patentanspruch angegebenen Formel entpre- chen, worin die Summe p + q 10 bis 70 beträgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die freien Basen der im Pa tentanspruch angegeben Formel verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man quaternäre Ammoniumsalze von Basen der im Patentanspruch angegebenen For mel verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man für die Zwischenreinigung schwach saure, wässerige Bäder verwendet und die Behandlung bei erhöhten Temperaturen von 50 bis 100 durchführt.
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