CH365434A - Einrichtung zum Anlassen und Bremsen von Elektromotoren, insbesondere von Bahn- und kranmotoren - Google Patents

Einrichtung zum Anlassen und Bremsen von Elektromotoren, insbesondere von Bahn- und kranmotoren

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CH365434A
CH365434A CH6406358A CH6406358A CH365434A CH 365434 A CH365434 A CH 365434A CH 6406358 A CH6406358 A CH 6406358A CH 6406358 A CH6406358 A CH 6406358A CH 365434 A CH365434 A CH 365434A
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Otto Dr Ing Grebe
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Licentia Gmbh
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Description


      Einrichtung    zum     Anlassen    und Bremsen von Elektromotoren,  insbesondere von Bahn-     und        Kranmotoren       Bei vielen elektromotorischen Antrieben wird ne  ben der häufig vorhandenen elektrischen Bremse  regelmässig auch eine mechanische Bremse, ins  besondere als Haltebremse, vorgesehen. So z. B. ist  es bei Kranen üblich, gleichzeitig mit dem Hub  motor einen elektromagnetischen oder elektrohydrau  lischen Bremslüfter einzuschalten, der die mecha  nische Haltebremse anhebt und dadurch die Hub  bewegung durch den Hubmotor freigibt. Bei Abschal  tung des Hubmotors wird auch der Bremslüfter span  nungslos, fällt unter der Einwirkung eines Gewichtes  oder einer Feder ab und bringt dadurch die mecha  nische Bremse zur Wirkung.  



  Auch bei elektrischen Triebfahrzeugen wird neben  einer elektrischen Bremsung in der Form der Wider  stands-Kurzschluss- oder Nutzbremsung eine mecha  nische Bremse angewandt. Diese mechanische Bremse  dient hier als Bremse für die unteren Geschwindig  keitsbereiche, wenn die elektrische Bremsung an  Wirksamkeit verliert, und ferner als Haltebremse.  Die mechanische Bremse ist aber ausserdem so be  messen,     d'ass    sie allein bei etwaigem Ausfall der  elektrischen Bremse das Fahrzeug aus voller Ge  schwindigkeit zum Stehen bringen kann. Aus Sicher  heitsgründen wird daher oft für diese mechanische  Bremse ein anderes Betätigungsmittel, z. B. Druck  luft, verwendet.  



  Es ist schon eine Schaltmaschine mit einer Mehr  zahl von Starkstromkontakten zur Herstellung ver  schiedener Schaltungen, beispielsweise     beim    Anlassen  und elektrischen Bremsen von Bahnmotoren, Kran  motoren und dergleichen, vorgeschlagen worden. Zur       Betätigung    jedes einzelnen Starkstromkontaktes bzw.  jeder Kontaktgruppe ist ein besonderer     kleiner    hydrau  lischer Kolben vorgesehen, dessen Zylinderblock     mit     dem dazugehörenden Steuerkolben und einem Steuer-         elektromagneten    eine     gleichbleibende    Baueinheit bil  det.

   Aus solchen Baueinheiten kann eine Schalt  maschine zur Durchführung der     jeweils    gewünschten  Schaltungen     (Anfahr-    und Bremsschaltungen,     Reihen-          und    Parallelschaltungen     usw:)    zusammengesetzt wer  den. Die Steuerelektromagnete der einzelnen hydrau  lischen Kolben werden durch eine Steuerwalze in  der jeweils notwendigen Reihenfolge     erregt.    Bei  Erregung jedes Steuerelektromagneten wird das Druck  mittel unter den zugehörigen hydraulischen Kolben  geleitet, der seinerseits den oder die zugehörigen  Starkstromkontakte entgegen der Wirkung einer star  ken Gegenfeder schliesst.

   Zur     Druckmittelversorgung     ist eine für alle Baueinheiten gemeinsame Druck  mittelpumpe, vorzugsweise eine Zahnradpumpe, vor  gesehen. Als Druckmittel dient vor     allem    Öl mit  einem einstellbaren Druck von 10 bis 35 atü je nach  Grösse der Kontaktkraft bei gleichbleibendem Bau  element.  



  Die     Erfindung        betrifft        eine    Einrichtung zum An  lassen und Bremsen von Elektromotoren, insbeson  dere von Bahn- und Kranmotoren, mit in einem Ge  häuse vereinigten elektrohydraulischen einheitlichen  Betätigungselementen für die einzelnen Starkstrom  kontakte.     Erfindungsgemäss    ist die elektrohydrau  lische Vorrichtung gekennzeichnet durch die Vereini  gung dieser elektrohydraulischen Vorrichtung mit  einer mechanischen, durch ein Druckmittel betätigten  Bremse.

   Zweckmässig wird eine Bremse     verwendet,     deren Bremsbeläge von einem durch das     Druckmittel     betätigten Kolben auf die Bremstrommel gedrückt  und bei Wegfall des Druckes durch eine     Lüftfeder     von der Bremstrommel weggezogen werden. Auf diese  einfache Weise wird eine zweckmässige Anlass- und  Bremsvorrichtung     geschaffen,    und es entsteht eine  vollwertige Steuereinrichtung, die durch geeignete           Zusammensetzung    der erwähnten Bauelemente in der  Lage ist, alle vorkommenden Steueraufgaben zu  bewältigen, und die ferner mit einer zuverlässig wir  kenden Bremse versehen ist. Als mechanische Bremse  kann der Einfachheit halber, ähnlich wie beim Auto,  eine Backenbremse vorgesehen sein.

   Durch Einwir  kung des     Druckmittels    werden deren Bremsbeläge  durch den Kolben eines Bremszylinders gespreizt und  damit gegen die Bremstrommel gedrückt, wenn durch  Erregung des Steuerelektromagneten die hydraulische  Steuereinrichtung, z. B. ein durch den Magnetanker  betätigter Steuerschieber, das Druckmittel in den  Bremszylinder leitet. Bei Wegfall des Druckes durch  Entleeren des Druckschlauches bei     Entregung    des  Steuerelektromagneten werden die Bremsbeläge durch  eine Feder von der Bremstrommel abgezogen. Statt  der Backenbremse kann jedoch auch jede andere Art  von Bremsen verwendet werden, wie z. B. Scheiben  bremsen, Bandbremsen usw.  



  In der     Zeichnung    sind Ausführungsbeispiele der  Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigt       Fig.    1 eine Ausführungsform, bei der zur Brems  betätigung das in der elektrohydraulischen Vorrich  tung ohnehin vorhandene Drucköl dient.     Fig.    2 zeigt  eine andere Ausführungsform, bei der Luft zur Be  tätigung der Bremse verwendet wird.  



  Bei der Ausführungsform     Fig.    1 besteht die elek  trohydraulische Vorrichtung aus einem Elektromotor  1, der von ihm angetriebenen     Zahnradölpumpe    2 in  dem Gehäuse 3, ferner aus der notwendigen Zahl  von Starkstromkontakten 4. In dem Gehäuse 3 sind  die einzelnen, zur Betätigung der Starkstromkontakte  dienenden, oben erwähnten, aber nicht gezeichneten  Baueinheiten     aneinand'ergereiht    eingebaut. Die nur  angedeuteten Starkstromkontakte 4 selbst     befinden     sich ausserhalb des Gehäuses 3 und sind meist mit       Funkenkammern    versehen.

   Zu der mit der elektro  hydraulischen Vorrichtung vereinigten Bremseinrich  tung gehören ein     Bremsdruckschl'auch    5, ein üblicher  Bremszylinder 6 mit zwei Kolben und die beiden  Bremsbacken 7, die durch eine     Lüftfeder    8 gelüftet  werden. Die Bremsbacken 7 befinden sich innerhalb  einer nicht dargestellten Bremstrommel an deren  Antrieb.  



  Wird im Verlauf der Betätigung eines nicht dar  gestellten Antriebsmotors durch die elektrohydrau  lische Vorrichtung eines Bremsung vorgenommen,  das heisst die zur Betätigung der Steuerelektromagnete  dienende     Steuerwalze    in die Bremsstellung gedreht,  so wird der     Druckmitteleinlass    zu dem Bremsschlauch  5 freigegeben. Das Druckmittel spreizt die beiden  Kolben in dem Bremszylinder 6 und drückt dadurch  die Bremsbacken 7 gegen die Innenseite der nicht  dargestellten Bremstrommel.  



  Eine     Ausführung    dieser Art ist deshalb beson  ders einfach, weil das Drucköl zur Betätigung der  Bremse in der     elektrohydraulischen    Vorrichtung ohne  hin bereits vorhanden ist. Sollten gelegentlich Beden  ken dagegen bestehen, das Öl der elektrohydraulischen  Vorrichtung auch der mechanischen Bremseinrich-         tung    zuzuführen, so kann für den Bremsteil eine be  sondere     Bremsflüssigkeit    oder auch Druckluft ver  wendet werden. Im ersten Falle schliesst der Kol  ben des Einheitselementes, der jetzt eingebaut bleibt,  das Öl der elektrohydraulischen Vorrichtung ge  gen die besondere     Bremsflüssigkeit    ab, die, z. B.

    wie bei der hydraulischen Autobremse, mit Rück  sicht auf die eventuell auftretenden tiefen Tem  peraturen ausserhalb der elektrohydraulischen Vor  richtung einen tieferen Stockpunkt als das<B>öl</B>  der elektrohydraulischen Vorrichtung haben muss.  Im zweiten Falle, der in     Fig.    2 dargestellt ist, muss  ein hydraulischer Zylinder besonderer     Bauart    9, das  heisst mit grossem Hub, einen Luftzylinder 10 be  tätigen, der die Druckluft für die Bremsbetätigung bei  jedem Bremshub erzeugt. Die letztere Anordnung hat  den Vorteil, dass nur eine sehr     dünne    Luftleitung 5'  benötigt wird, wobei ein Kunststoffschlauch ver  wendet werden kann, der leicht zu verlegen ist.

   In  folge des grossen Hubes des Luftzylinders 10 kann  bei jeder Bremsbetätigung Luft von Atmosphären  druck durch die Öffnung 12 eintreten. Nach dem  Gesetz P - V =     Const    wird erst im letzten Teil des  Hubes der nötige Luftdruck erzeugt, der die Bremse  gegen die     Lüftfeder    8 betätigt. Damit der Luft  kolben 16, der mittels der Stange 17 mit dem     Öl-          kolben    18 fest verbunden ist, immer in die Null  stellung, das heisst bis hinter die     Einlassöffnung    12  zurückgeht, ist eine Feder 11 eingebaut.

   Der Ölkolben  18 wird über das Steuerventil 14 mit dem Steuer  magneten 13     beaufschlagt.    15 ist die gemeinsame Öl  druckleitung der Schaltmaschine, an die auch alle  anderen Kontaktbetätigungen angeschlossen sind.  



  Die in     Fig.    1 und 2 gezeichneten Bremsen sind  beim Bremsen mit dem Druckmittel     beaufschlagt,     während die Feder 8 die Bremsbacken 7 lüftet,  sobald das Druckmittel (Öl oder Luft) aus dem  Bremszylinder 6 zurückfliessen kann. Diese Brems  art entspricht der, wie sie bei der hydraulischen  Autobremse üblich ist. Deshalb wird sie hauptsächlich  bei elektromotorischen Fahrzeugantrieben Verwen  dung finden. Bei Hebezeugen ist aus Sicherheits  gründen der umgekehrte Weg üblich: eine Feder  oder ein Gewicht bremst und der Bremslüfter, das  heisst im vorliegenden Fall der Bremszylinder, lüftet  die Bremse, wenn der Antrieb eingeschaltet wird.  Damit wird erreicht, dass z. B. bei Wegfall der Span  nung die Bremse immer einfällt.

   Eine solche Brems  anordnung entsteht durch Abwandlung der     Fig.    1  oder 2, wenn man die Anordnung so trifft, dass die  beiden Bremsbacken 7 nicht von innen her an einer  aussen liegenden Bremstrommel, sondern von aussen  her an einer innen liegenden Bremstrommel angreifen,  wie es seit langem bei Kranbremsen üblich ist.  



  Im übrigen kann eine Bremsregelung angewandt  werden mittels einer von der Läuferspannung des  Antriebsmotors abhängigen, die Regelbremse     be-          tätigenden    elektrohydraulischen     Verstellvorrichtung.     Dabei wird im     Druckölkreis    der     elektrohydraulischen          Verstellvorrichtung    eine Regeldrossel vorgesehen,      die von der Läuferspannung des     Hauptantriebsmotors     betätigt wird und die den auf den Stehkolben der  Regelbremse wirkenden Öldruck regelt. Die der  Regeldrossel zugeführte Läuferspannung ist betriebs  mässig z. B. mittels eines veränderlichen Widerstandes  einstellbar.

   Ausserhalb der Regelbremsung wird die  Regeldrossel von der Läuferspannung abgeschaltet  und an das Hauptnetz angeschlossen. Die     Kennlinie     der Regeldrossel bestimmt das Verhalten der Regel  drehzahl, und es ist ein Vorteil dieser Anordnung,  dass man sie mit bekannten Mitteln so beeinflussen  kann, dass eine     astatische    oder eine statische Dreh  zahlregelung mit einstellbarer Lastabhängigkeit mög  lich ist. Ferner kann jeder beliebige     Sollwert    der  Regeldrehzahl im Betrieb mit Hilfe eines Sollwert  einstellers eingestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zum Anlassen und Bremsen von Elek tromotoren, insbesondere von Bahn- und Kran motoren, mit in einem Gehäuse vereinigten elektro hydraulischen einheitlichen Betätigungselementen für die einzelnen Starkstromkontakte, gekennzeichnet durch die Vereinigung dieser elektrohydraulischen Vorrichtung mit einer mechanischen, durch ein Druckmittel betätigten Bremse. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bremse verwendet ist, deren Bremsbeläge von einem durch das Druckmittel be- tätigten Kolben auf die Bremstrommel gedrückt und bei Wegfall des Druckes durch eine Lüftfeder von der Bremstrommel weggezogen werden. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bremse verwendet ist, deren Bremsbeläge durch eine mechanische Kraft auf die Bremstrommel gedrückt und bei Entstehen des Druk- kes von einem durch ein Druckmittel betätigten Kol ben von der Bremstrommel abgezogen werden. 3. Einrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Beaufschlagung des Bremskolbens das in der elektrohydraulischen Vorrichtung vorhandene Druck- öl dient.
    4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Beaufschlagung des Kolbens der Bremse eine besondere Bremsflüssigkeit verwendet wird, die durch einen Kolben in der elektrohydraulischen Vorrichtung komprimiert wird. 5. Einrichtung nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Beaufschlagung des Kolbens der Bremse Druck luft dient, die bei jedem Brems- bzw. Lüfthub unter Verwendung von atmosphärischer Luft von einem besonderen Luftzylinder erzeugt wird, der elektro hydraulisch betätigt wird.
CH6406358A 1957-10-02 1958-09-16 Einrichtung zum Anlassen und Bremsen von Elektromotoren, insbesondere von Bahn- und kranmotoren CH365434A (de)

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US2417524A (en) * 1944-01-14 1947-03-18 Goodman Mfg Co Fluid operated control system
GB674825A (en) * 1946-12-16 1952-07-02 Robey & Co Ltd Improvements in or connected with winding engines, winches and the like

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