CH365759A - Auf Windungs- und Stufenkurzschlüsse ansprechende Schutzeinrichtung einer aus Stufen- und Haupttransformator bestehenden Einphasentransformatorgruppe von Triebfahrzeugen - Google Patents
Auf Windungs- und Stufenkurzschlüsse ansprechende Schutzeinrichtung einer aus Stufen- und Haupttransformator bestehenden Einphasentransformatorgruppe von TriebfahrzeugenInfo
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Description
Auf Windungs- und Stufenkurzschlüsse ansprechende Schutzeinrichtung einer aus Stufen- und Haupttransformator bestehenden Einphasentransformatorgruppe von Triebfahrzeugen Im Schweizerpatent Nr.
331744 ist eine auf Win- dungs- und Stufenkurzschlüsse ansprechende Schutz einrichtung bei Einphasentransformatorgruppen von Triebfahrzeugen beschrieben, bei denen ein an der Fahrdrahtspannung liegender Stufentransformator über die Hochspannungsstufenschalteinrichtung einen Haupttransformator mit festem iUbersetzungsverhält- nis speist und bei dem Mittel vorgesehen sind, mittels denen das Amperewindungsgleichgewicht der durch den Abgriff der Regeleinrichtung auf der Stufenwick lung gebildeten beiden Teile,
nämlich des Teiles zwi- schen Fahrdraht und Abgriff sowie des Teiles zwi schen Abgriff und Erde überwacht und bei Störung dieses Gleichgewichts die Abschaltung des Transfor mators veranlasst wird. Dabei wurde vorgeschlagen, zwei auf das Produkt Spannung und Wirkstrom an sprechende Induktionsmessgeräte zu verwenden, deren Triebsysteme mechanisch gekuppelt waren und gege benenfalls gemeinsam einen Auslösekontakt betätigen.
Dem einen Messwerk wurde dabei der Strom zuge führt, der zwischen dem erdseitigen Wicklungsende der Regelwicklung und dem Knotenpunkt abgenom men wird, den die Erdleitung mit dem erdseitigen Ende der Hochspannungswicklung des Haupttrans formators und dem erdseitigen Wicklungsende der Regelwicklung bildet. Dem zweiten Messwerk dagegen wurde der Strom zugeführt, der über einen Wandler zwischen dem vorgenannten Knotenpunkt und Erde abgenommen wurde. An die zweiten Wicklungen der Induktionsmesswerke wurde jeweils die der Windungs- zahl proportionale Spannung der beiden Teile der Regelwicklung angelegt.
Solche Schutzeinrichtungen arbeiten im allgemei nen zufriedenstellend, doch sind die verwendeten Ferrarismesswerke für einen rauhen Betrieb, wie dieser auf Lokomotiven, wegen der dort vorkommenden dauernden Erschütterungen, nicht sehr geeignet. Auf gabe der Erfindung ist es daher, eine Schutzeinrich tung anzugeben, die von den Erschütterungen des Fahrbetriebes völlig unbeeinflusst bleibt.
Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass anstelle von Induktionsmesswerken zwei den Halleffekt ausnutzende Multiplikatoren verwendet werden, die die Leistungen der zwei durch den Ab- griff der Stufenschalteinrichtung gebildeten Teile der Stufenwicklung messen und die Messwerte der beiden Multiplikatoren in einem Relais verglichen werden, das im Falle der Nichtgleichheit der von den Multi plikatoren gelieferten Messwerte anspricht und da durch einen angeschlossenen Auslösekontakt betätigt.
Anhand der Fig. 1 bis 3 und insbesondere der Fig. 1, die ein Schaltbild einer gemäss der Erfindung ausgeführten Schutzeinrichtung als Ausführungsbei spiel wiedergibt, wird die Erfindungserläutert: 1 ist die in Sparschaltung ausgeführte Wicklung des Regeltransformators R. Das eine Wicklungsende 10 des Regeltransformators ist über den Stromab nehmer 2 an den Fahrdraht 3 angeschlossen, während das andere Ende 20 über die Leitungen 9 und 4 mit der Erde E verbunden ist. Mit 5 sind die Stufen anzapfungen des Regeltransformators angedeutet, an denen der bewegliche Stufenschalter (angedeutet durch Kontakt 6) entlangschaltbar ist.
Der Stufen schalter selbst ist über die Leitung 7 mit der Hoch spannungswicklung 8 des Haupttransformators H verbunden. Das Ende der Hochspannungswicklung ist über die Leitung 9 mit der Wicklung 1 verbunden bzw. über die daran angeschlossene Leitung 4 an Erde gelegt. 11 ist die Niederspannungswicklung des Haupttransformators. An diese sind über die Lei tungen 12 und 13 die Fahrzeugmotoren M ange schlossen. Mit 21 und 22 sind Multiplikatoren, die den Halleffekt auszunutzen gestatten, bezeichnet. Mit den Multiplikatoren wird der Amperewindungsbetrag oder statt dessen auch die Eigenleistung der durch den Abgriff der Regeleinrichtung in zwei Abschnitte auf geteilten Regelwicklung gemessen.
Die Multiplika toren bestehen je aus einer Erregerwicklung 211 bzw. 221 und einem Hallgenerator 210 bzw. 220. Der mit seinem einen Ende an Erde liegende Haugenerator 210 des Multiplikators 21 wird von einem Strom gespeist, der ihm über die Leitung 23 zufliesst und der von einem Stromwandler 24 geeigneten über- setzungsverhältnisses abgenommen wird. Der Strom wandler 24 ist zwischen dem Wicklungsende 20 der Regelwicklung 1 und dem Knotenpunkt 25 ange schlossen, den die Leitung 9 mit der Leitung 4 bildet.
Der Hallgenerator 220 des Multiplikators 22 dagegen wird von einem Stromwandler 26, der in die Leitung 4 eingeschaltet ist und der selbst wieder einseitig an Erde liegt, über die Leitung 27 mit Strom versorgt. Die Spannungsspule 211 des Multiplikators 21 wird von der Sekundärspule 30 eines Spannungswandlers 28, dessen Primärwicklung 29 parallel zur Nieder spannungswicklung 11 des Haupttransformators liegt, über die Leitung 31 mit Spannung versorgt. Diese Spannung ist proportional der Spannung U1 des Regeltransformators.
Durch diese Schaltung erübrigt sich ein hochspannungsmässig isolierter Spannungs- wandler. Die Spannungsspule 221 des Multiplikators 22 erhält ihre Spannung über einen entsprechend übersetzten Spannungswandler 33, dessen sekundäre Wicklung in Reihe lieb mit der Wicklung 35 des Spannungswandlers 28. Der Spannungsspule 221 des Multiplikators 22 wird mit dieser Schaltung eine der Spannung U bis Ui bzw. der Windungszahl des obe ren Abschnitts der Regelwicklung proportionale Span nung zugeführt.
Der Spannungswandler 33 ist an eine sekundäre Hilfswicklung 32 angeschlossen. Diese Hilfswicklung 32 ist auf dem gleichen Eisenkern wie die Regelwicklung 1 aufgebracht. Durch diese Schal tung wird wieder erreicht, dass man auf einen hoch spannungsmässig isolierten Spannungswandler verzich ten kann.
Je nach dem Aufbau des Transformators wird man mit den Multiplikatoren vorzugsweise die Wirk leistung oder die Blindleistung, die bei einem Trans formatorfehler als Fehlerleistung auftritt, messen. Es hat sich gezeigt, dass bei Fehlern im Stufenteil von Lok-Transformatoren, deren Regelwicklung in Lagen wicklung ausgeführt ist, die Fehlerleistung vorwiegend ohmisch, anderseits bei Ausführung der Stufenwick lung in Scheibenwicklung die Fehlerleistung stärker induktiv ist.
Da ein Multiplikator ursprünglich die Blindlei stung misst, muss man zur Erfassung der Wirkleistung besondere Vorkehrungen treffen, um den Fluss der Erregerspule etwa in Phase mit der erregenden Span nung zu bringen. Dies kann dadurch geschehen, dass man einen entsprechend grossen Widerstand W1 bzw. W2 in Reihe mit den Spulen 211 bzw. 221 der Multi plikatoren legt. Die beiden Hallgeneratoren 210 und 220 der Multiplikatoren 21 und 22 sind über die Leitungen 40, 41 miteinander verbunden.
Zwischen diesen bei den Leitungen ist die Erregerspule eines Schaltrelais 42 sowie eine dieser vorgeschaltete Drosselspule 43 eingeschaltet. Mit 44 ist der bewegliche Relaiskontakt angedeutet, der beim Auftreffen auf seinen festen Gegenkontakt 45 einen Auslösestromkreis schliesst, durch den der Transformator abgeschaltet wird. Die Einrichtung arbeitet folgendermassen: Bei ungestörtem Betrieb, also solange am Transformator das Amperewindungsgleichgewicht herrscht bzw. die Leistungen der durch den Abgriff des Stufenschalters gebildeten zwei Teile der Regelwicklung gleich sind, liefern die beiden Multiplikatoren 21 und 22 gleiche Messwerte und das Relais 42 spricht nicht an.
Tritt dagegen ein Fehler am Transformator auf, z. B. ein Windungs- oder Stufenkurzschluss, dann sind die Lei stungen der beiden Regelwicklungsteile nicht mehr gleichgross. Die von den Multiplikatoren gelieferten Messwerte weichen nun voneinander ab und das Relais 42 spricht an, wobei der Relaiskontakt 44 sich auf den festen Gegenkontakt 45 auflegt, den ange schlossenen Auslösestromkreis schliesst und damit die Abtrennung des gesamten Transformators bewirkt.
Die Schutzeinrichtung kann ohne weiteres, und zwar dadurch, dass man das Relais 42 entsprechend unempfindlich macht, so ausgelegt werden, dass etwaige kleinere Fehlerströme, die z. B. durch den Magnetisierungsstrom des Regeltransformators auf treten oder die kurzzeitig beim überschalten von einer Stellung zur nächsten auftreten oder die durch die Belastung der Regelwicklung durch die auf dem glei chen Schenkel sitzende sekundäre Hilfswicklung 32 der Hilfsbetriebe sich ergeben, eliminiert werden, und zwar deshalb, weil die im Fehlerfalle zu erwartende Leistung ein Mehrfaches dieser vorgenannten Lei stung beträgt.
Selbstverständlich lassen sich bei der erfindungsgemässen Schutzeinrichtung die gleichen Massnahmen wie beim Hauptpatent angegeben, gleich falls durchführen, indem man die durch die Hilfs betriebe in die Messung gelangenden Fehler dadurch kompensiert, dass man die Hilfsbetriebsströme auf der Niederspannungsseite mit einem Stromwandler wieder so rückübersetzt, dass diese, wenn sie am Ende der Stufenwicklung wieder zugeführt werden, den pri mären Hilfsbetriebsstrom aus dem Kreis der Ober spannung absaugen.
Der Multiplikator liefert eine Hallspannung, die proportional dem Produkt des durch den Hallgene- rator geschickten Stromes und des Flusses in den Spulen 211 bzw. 221 sowie des cos des Phasen winkels cp zwischen Strom und Fluss ist. Damit hat man im allgemeinen eine Gleichspannung sowie eine Wechselspannung doppelter Frequenz und bei sin 9p = 1 nur diese Wechselspannung.
Um zu erreichen, dass das Relais 42 nur auf das Gleichstromglied des Messwertes anspricht und nicht auf das Glied der doppelten Netzfrequenz, wobei das Relais abwech- selnd schliessen und öffnen würde, kann man in Reihe mit der Spule 42 des Relais eine Drossel 43 legen. Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, kann man auch mit ge trennten Spulen 42' und 42" für das Relais 42 arbei ten. Diese Schaltungen können z. B. dann vorteilhaft sein, wenn der innere Widerstand des Hallgenerators klein gegenüber dem Widerstand der Relaisspulen sein sollte.
Selbstverständlich kann neben der erfin dungsgemässen Schutzeinrichtung auch noch ein Dif- ferenzstromschutz bekannter Art an dem Haupt transformator vorgesehen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Auf Windungs- und Stufenkurzschlüsse anspre chende Schutzeinrichtung einer Einphasentransfor- matorgruppe von Triebfahrzeugen, bei der ein an der Fahrdrahtspannung liegender Stufentransformator über die Hochspannungsregeleinrichtung einen Haupt transformator mit festem Übersetzungsverhältnis speist und Mittel vorgesehen sind, mittels denen das Am- perewindungsgleichgewicht der durch den Abgriff der Regeleinrichtung auf der Stufenwicklung gebildeten Abschnitte,nämlich des Abschnitts zwischen Fahr draht und Abgriff sowie des Abschnitts zwischen Ab griff und Erde überwacht und bei Störung dieses Gleichgewichts die Abschaltung des Transformators veranlasst wird, dadurch gekennzeichnet, dass<I>zwei</I> den Halleffekt ausnutzende Multiplikatoren (21 und 22) die Leistungen der zwei durch den Abgriff der Stufenschalteinrichtung gebildeten Teile der Stufen wicklung (1) messen und die Messwerte der beiden Multiplikatoren in. einem Relais (42) verglichen wer den,das im Falle der Nichtgleichheit der von den Multiplikatoren zu liefernden Messwerte anspricht und dadurch einen angeschlossenen Auslösekontakt (44, 45) betätigt. UNTERANSPRUCH Schutzeinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe mit der Relaisspule (42) eine Drossel (43) geschaltet ist.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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| DE1085569B (de) | 1953-11-14 | 1960-07-21 | Siemens Ag | Auf Windungs- oder Stufenkurzschluesse ansprechende Schutzeinrichtung fuer aus Regel- und Haupttransformator bestehende Einphasentransformatoren auf Triebfahrzeugen |
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1957
- 1957-01-24 DE DE1957S0052036 patent/DE1234776B/de active Pending
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- 1958-01-20 CH CH5486258A patent/CH365759A/de unknown
Also Published As
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