CH365796A - Selbstabgleichender Kompensator - Google Patents

Selbstabgleichender Kompensator

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CH365796A
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CH7016459A
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Inventor
Joho Benno
Original Assignee
Landis & Gyr Ag
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R17/00Measuring arrangements involving comparison with a reference value, e.g. bridge
    • G01R17/02Arrangements in which the value to be measured is automatically compared with a reference value
    • G01R17/06Automatic balancing arrangements
    • G01R17/08Automatic balancing arrangements in which a force or torque representing the measured value is balanced by a force or torque representing the reference value

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Description


  



  Selbstabgleichender Kompensator
Die Erfindung betrifft einen selbstabgleichenden Kompensator, welcher als Gleichstromverstärker oder als Messwertumformer für   Messzwecke,    vorzugsweise für Fernmesszwecke, geeignet ist.



   Selbstabgleichende Kompensatoren enthalten ein richtkraftloses Messwerk, z. B. ein richtkraftloses Galvanometer oder ein   Ferrarismesswerk,    dem die zu messende Grösse zugeführt wird. Dieses Messwerk ist mit einer Abtastvorrichtung versehen, welche einen Verstärker steuert. Der Verstärker liefert einen Gleichstrom, welcher auf das Messwerk mechanisch oder elektrisch zurückwirkt und die Wirkung der Eingangsgrösse kompensiert. Je nach der Art, wie der Ausgangsstrom des Verstärkers auf das Eingangsmesswerk zurückwirkt, werden verschiedene Schaltungen unterschieden. Bei der Drehmomentkompensationsschaltung durchfliesst der Ausgangsstrom des Verstärkers ein zweites Messwerk, welches mit dem   Eingangsmesswerk    mechanisch verbunden ist und zu diesem ein Gegendrehmoment erzeugt.

   Die   Lindeck-      Rothe-Schaltung    und die Saugschaltung enthalten beide je ein einziges Messwerk, und zwar ein richtkraftloses Galvanometer, dem die Eingangsgrösse, die in diesem Falle eine Gleichspannung oder ein Gleichstrom ist, zugeführt wird und an welchem der Ausgang des Verstärkers elektrisch angeschlossen ist. Im stationären Zustand ist bei selbstabgleichenden Kompensatoren der Ausgangsstrom des Verstärkers zur Eingangsgrösse proportional und kann dabei praktisch ohne Rückwirkung auf die Eingangsgrösse Anzeigegeräte betätigen und über grosse Entfernungen geführt werden.



   Bei den bekannten selbstabgleichenden Kompensatoren werden zwei Varianten unterschieden, und zwar eine, bei welcher der Nullpunkt des Ausgangsstromes des Verstärkers am Anfang des vom Ausgangsstrom überstreichbaren Bereiches liegt, und eine zweite, bei welcher sich dieser Nullpunkt in der Mitte des Bereiches befindet. Die erste Variante hat den Nachteil, dass der Ausgangsstrom des Verstärkers nie ganz Null ist, da ein Verstärker auch in gesperrtem Zustand einen minimalen Reststrom aufweist.



  Bei einer Eingangsgrösse Null wird daher durch den Reststrom das Messwerk langsam in der betreffenden Richtung bis an einen vorhandenen Anschlag bewegt.



  Erreicht nun die Messgrösse plötzlich einen von Null abweichenden Wert, so muss das Messwerk vom Anschlag zuerst in die dem Nullpunkt entsprechende Lage gebracht werden, um dann über diese hinaus sich bewegend eine dem Messwerk entsprechende Lage einzunehmen. Das hat eine Verzögerung des Kompensationsvorganges und eine beträchtliche   Uber-    schwingung des Messwerkes zur Folge, da dieses   wäh-    rend des Anlaufweges kinetische Energie sammelt.



  Die zweite Variante weist diesen Nachteil nicht auf.



  Bei Messungen von Messgrössen mit nur einer Pola  rität    wird jedoch durch die Mittellage des Nullpunktes der nutzbare Bereich in unwirtschaftlicher Weise eingeschränkt, da nur weniger als die Hälfte des vom Ausgangsstrom überstreichbaren Bereiches für den Messzweck verwendet werden kann.



   Die vorliegende Erfindung betrifft einen selbstabgleichenden Kompensator mit mindestens einem Messwerk, auf das neben der Messgrösse der ein   Anzeigegerät    betätigende Ausgangsstrom eines Ver  stärkers    einwirkt und dadurch gekennzeichnet ist,   dal3    der Nullpunkt des Ausgangsstromes den von diesem Ausgangsstrom bestreichbaren Bereich in zwei ungleich grosse Teile teilt.



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. 



   Es zeigen :
Fig.   1    ein Schaltschema eines selbstabgleichenden Kompensators in Drehmomentkompensationsschaltung,
Fig. 2 eine Ausführung der dazugehörigen Messwerke,
Fig. 3 bis 7 Diagramme zur Erläuterung der Funktion der erfindungsgemässen Einrichtung.



   In der Fig.   1    wird den Eingangsklemmen 1 ein zu messender Gleichstrom i zugeführt, welcher die Spule 2 eines richtkraftlosen Messwerkes durchfliesst. Diese Spule ist mit einer nicht dargestellten Abtastvorrichtung, z. B. der Fahne eines Bolometers, verbunden, durch welche in bekannter Weise eine gegenläufige Veränderung des Widerstandswertes zweier Wider  stände    3 und 4 verursacht wird. Die Widerstände 3, 4 sind mit Widerständen 5,6 und einem Potentiometer 7 zu einer Strombrücke geschaltet, an welche ein durch Transistoren 8 bis 11 und Widerstände 12 bis 19 gebildeter Gegentaktverstärker angeschlossen ist.

   An den durch die Kollektoren der Transistoren 10 und 11 gebildeten Ausgang des Gegentaktverstärkers ist die Reihenschaltung einer Spule 20 eines weiteren richtkraftlosen Messwerkes, eines   Anzeige-    galvanometers 21 und eines Widerstandes 22, angeschlossen. Die beschriebene Schaltung ist mit den Polen   +,-einer    Gleichspannungsquelle verbunden.



   In der Fig. 2 ist eine Ausführung der die Spulen 2 und 20 enthaltenden   Messwerke    dargestellt. Diese Spulen sind mit Hilfe von Rohrstücken 23 auf einem mit einer Achse 24 drehbaren Waagebalken 25 befestigt. Sie befinden sich im Magnetfeld je eines Dauermagneten 26 bzw. 27. Durch den Balken 25 sind die beiden Spulen 2 und 20 miteinander mechanisch verbunden, so   dal3    das durch den Ausgangsstrom ii des Gegentaktverstärkers in der Spule 20 erzeugte Drehmoment dem durch den Strom i in der Spule 2 erzeugten Drehmoment entgegenwirkt und dieses kompensiert. Die Schwenkbewegung des Balkens 25 ist durch Anschläge 28 begrenzt.



   In der Fig. 3 sind die Werte der Widerstände 17,18,19 und der   Widerstandskombination    20 bis 22 in Abhängigkeit von einer Parametergrösse    x angegeben, wobei I-, und 1-4-, die Absolut  +s    werte des grössten Ausgangsstromes des Verstärkers in beiden Richtungen sind. Liegt der Nullpunkt des Ausgangsstromes des Verstärkers am Anfang des vom Ausgangsstrom überstreichbaren Bereiches, ist der   Sollwert I, = 0    und demzufolge x = 0. Liegt der Nullpunkt des Ausgangsstromes des Verstärkers in der Mitte des Bereiches, so sind die Absolutwerte von   I¯s    und   I+,    gleich, so dass x= 1 ist. Im Diagramm ist mit   Rl7 bis Rs9 der    Verlauf der Widerstandswerte der Widerstände 17 bis 19 bezeichnet.



     R    ist die Summe der Widerstände der Teile 20, 21,22 und der zugehörigen Leitung. Es ist daraus ersichtlich, dass bei x   =    1   R17 = RI8    und   Rl      =      0    ist.



  In allen anderen Fällen   ist R, 7    immer grösser als die Summe von   RI8    und   R, 9. Die    Werte der Widerstände 17 bis 19 können aus folgenden Formeln rechnerisch ermittelt werden :
EMI2.1     
    R18 Ri       R19      =    R   (1x2) R18 (1X)    wobei x =    s       U    : Speisespannung    lm : maximal zulässiger    Strom des Transistors
10 bzw. 11
Um : minimale Spannung zwischen der Lei tung + und dem Kollektor von 10 bzw.



   11 (welche auftritt, wenn der Kollektor strom den   Wert l, l, hat)      
R I-Um  ''m
RA= (R29+R2l+R22+RLeitlmg)   
In der Fig. 4 ist der Verlauf des Ausgangsstromes   il    bei einer bekannten Einrichtung mit einem Sollwert der Parametergrösse x = 0 in Abhängigkeit von der Winkellage des Waagebalkens 25 (Fig. 2) dargestellt.   sol    und   4    sind die den beiden Anschlägen 28 entsprechenden Ausschläge, zwischen   cep2    und   çs liegt    der eigentliche Arbeitsbereich. Zwischen   fl    und 2 ist der Ausgangsstrom il praktisch gesperrt, bis auf einen minimalen Reststrom   lt.

   Zwischen/2 und W3    wird der Ausgangsstrom vom   Wert I ;    auf den Nenn  endwert 1+ gesteuert. tuber hinaus wächst der    Strom zunächst weiter an und erreicht den   Sättigungs-    wert   l+5.    Der bei dieser Einrichtung unvermeidliche   Reststrom IR hat    zur Folge, dass bei einem Messwert Null der Waagebalken 25 mit den beiden Spulen 2 und 20 langsam bis an den   Anschlag    bewegt wird.



   Fig. 5 zeigt den zeitlichen Verlauf des Ausgangsstromes   il    bei einer der Fig. 4 entsprechenden Einrichtung im Falle einer plötzlichen Anderung des Messwertes von 0 auf einen beliebigen, im Messbereich liegenden Wert. Zwischen t = 0 und t   =    to besteht eine Totzeit, während welcher der Verstärker nicht reagiert, da der Waagebalken 25 in Fig. 2 zuerst die Winkellagen zwischen   q,,,    und   SP2    durchlaufen muss. Erst nachdem der Waagebalken 25 die Winkelstellung   S    erreicht hat, folgt ein Anstieg des Ausgangsstromes mit anschliessendem Überschwingen, bis bei t =   tl    der endgültige Wert des Ausgangsstromes il erreicht wird.

   Die Totzeit und die infolge des grossen   Uberschwingens    erforderliche Beruhigungszeit sind ungünstig. 



   In der Fig. 6 ist der Verlauf des Ausgangsstromes einer erfindungsgemässen Einrichtung mit einer Parametergrösse x = 0,1 dargestellt. Der kleinste Wert des Ausgangsstromes il ist in diesem Fall nicht ein   Reststrom IR,    sondern ein negativer Sättigungsstrom   1¯5-Der    Waagebalken 25 wird bei dieser Einrichtung beim Messwert Null nicht gegen den Anschlag bei   (p,    bewegt, sondern verharrt in der Stellung   cep2,    da der im Bereich zwischen den Stellungen   çl    und   q-,    fliessende negative Ausgangsstrom eine Bewegung des Waagebalkens 25 mit den Spulen 2 und 20 in der Richtung zur Stellung   t2    bewirkt.

   Da sich der Waagebalken bei einem Messwert Null jederzeit in der richtigen Ausgangslage befindet, entfällt bei einer plötzlichen Änderung des Messwertes die in der Fig. 5 in Erscheinung tretende Totzeit und das mit dieser   zusammenhängende Uberschwingen.    Der entsprechende zeitliche Verlauf des Ausgangsstromes   il    ist in der Fig. 7 dargestellt. Wie aus dieser Fig. 7 ersichtlich ist, reagiert der erfindungsgemässe selbstabgleichende Kompensator in der Nullage viel schneller und genauer auf Anderungen des Messwertes als die bekannten Einrichtungen, bei denen sich der Nullpunkt des Ausgangsstromes am Anfang des   über-    streichbaren Bereiches befindet.

   Durch die Verlegung des Nullpunktes ist bei der erfindungsgemässen Einrichtung eine geringfügige Verschiebung des Messbereiches verursacht, welche sich, wie aus einem Vergleich zwischen den Fig. 5 und 6 ersichtlich ist, bei Messungen von Messwerten mit nur einer Pola  rität    praktisch nicht auf den verfügbaren Messbereich auswirkt. Das ist wieder ein bedeutender Vorteil gegenüber den bekannten Einrichtungen, bei denen sich der Nullpunkt in der Mitte des vom Ausgangsstrom überstreichbaren Bereiches befindet.



  Ausserdem hat die erfindungsgemässe Einrichtung bei einer Messgrösse, welche verschiedene Polaritäten mit ungleichen Nennendwerten für jede Polarität annehmen kann, den Vorteil, dass der vom Ausgangsstrom überstreichbare Bereich besser diesen Nennendwerten angepasst werden kann. In einem solchen Fall wird der Parameter x nicht wie beim   beschrie-    benen Beispiel, das sich auf Messgrössen mit nur einer Polarität bezieht, in der Gegend von 0,1 gewählt, sondern kann einen beliebigen, vorteilhaften Wert annehmen. Bei der bekannten Einrichtung, bei welcher der Nullpunkt in der Mitte des vom Ausgangsstrom überstreichbaren Bereiches liegt, wäre je nach der Grösse der ungleichen Nennendwerte der Bereich der einen oder der anderen Polarität und damit auch die ganze Einrichtung schlecht ausgenutzt.



   Selbstverständlich ist die Anwendung des Erfindungsgedankens nicht auf den beschriebenen Verstärker und die Drehmomentkompensationsschaltung beschränkt. Bei der   Lindeck-Rothe-Schaltung    und bei der   Saugschaltung    wird die Spule 20 in Fig.   1    durch einen Widerstand ersetzt, und der über diesem entstandene Spannungsabfall wird zusammen mit der Eingangsgrösse je nach der Schaltung in an sich bekannter Weise einem einzigen Messwerk zugeführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Selbstabgleichender Kompensator mit mindestens einem Messwerk, auf das neben der Messgrösse der ein Anzeigegerät betätigende Ausgangsstrom eines Verstärkers einwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass der Nullpunkt des Ausgangsstromes den von diesem Ausgangsstrom bestreichbaren Bereich in zwei ungleich grosse Teile (0-1¯g, l+s) teilt.
    UNTERANSPRUCH Selbstabgleichender Kompensator nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Verstärker ein Gegentaktverstärker mit zwei selbstän- digen Arbeitsstrompfaden dient, wobei der eine Arbeitsstrompfad einen Widerstand (17), der zweite eine Reihenschaltung zweier Widerstände (18,19) enthält, wobei der Widerstandswert des ersten Widerstandes (17) grösser ist als die Summe des Widerstandswertes der Widerstände der Reihenschaltung, und dass der Ausgangsstrompfad (20,21,22) die Verbindungsleitung des ersten Widerstandes (17) und des betreffenden Verstärkerelementes (10) mit dem Zwischenpunkt der Widerstände der Reihenschaltung verbindet.
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