CH365995A - Packung, welche einen zur Abgabe bestimmten flüchtigen Stoff enthält - Google Patents

Packung, welche einen zur Abgabe bestimmten flüchtigen Stoff enthält

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CH365995A
CH365995A CH6318958A CH6318958A CH365995A CH 365995 A CH365995 A CH 365995A CH 6318958 A CH6318958 A CH 6318958A CH 6318958 A CH6318958 A CH 6318958A CH 365995 A CH365995 A CH 365995A
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Howard Baker Arthur
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Description


  
 



  Packung, welche einen zur Abgabe bestimmten flüchtigen Stoff enthält
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Packung, welche einen zur Abgabe bestimmten flüchtigen Stoff enthält, wie z. B. ein pestizides Mittel oder einen anderen Stoff, welcher bei normalen Temperatur- und Druckverhältnissen in fester Form vorliegt.



   Bis jetzt sind solche Stoffe in Lösung oder in Suspension in die Luft verstreut worden. Das Lösungsmittel oder der flüssige Träger sind dann verdampft und die Einzelteilchen des flüchtigen Stoffes blieben dann in der Luft suspendiert oder fielen auf einer Oberfläche nieder. Diese Verwendungsformen sind deshalb z. B. für ein pestizides Mittel unwirtschaftlich, weil das Lösungsmittel oder ein anderes flüssiges Trägermaterial nicht wieder zurückgewonnen werden kann und auch deshalb, weil besondere Vorrichtungen zum Versprühen der Flüssigkeit vorgesehen werden müssen. Im weiteren ist diese Art der Verstreuung unvorteilhaft, weil der Hauptteil der genannten Verwendungsform aus dem unwirksamen flüssigen Träger besteht.



   Eine weitere bekannte Verwendungsform von pestiziden Mitteln, die zur Verstreuung vorgesehen sind, besteht darin, dass sie in Behältern in Lösung gehalten werden, die unter Druck stehen. Diese Behälter sind mit einem Ventil und einem Sprühkopf versehen, der zur Verstreuung der Flüssigkeit dient.



  Diese Gebrauchsform ist jedoch ziemlich teuer, da neben dem flüssigen Träger ein Treibgas, wie z. B.



       Freon      (eingetragene Marke), verwendet werden muss. Im weiteren muss der Behälter gasdicht sein und mit einem relativ teuren Ventil und Sprühkopf versehen sein. Dabei ist dieser Behälter normalerweise nur für einmaligen Gebrauch vorgesehen. Ein weiterer Nachteil beim Gebrauch einer Trägerflüssigkeit besteht darin, dass diese ebenfalls leicht flüchtig sein muss. Dieser Umstand macht es notwendig, dass für lange Lagerung gutdichtende und deshalb teure Behälter verwendet werden müssen.



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine Packung, welche einen zur Abgabe bestimmten flüchtigen Stoff enthält, und dadurch gekennzeichnet ist, dass in einem Behälter mit undurchlässigen Wänden ein fester, inerter, nicht flüchtiger, Poren aufweisender Träger vorhanden ist, der mit einem flüchtigen, festen Stoff derart imprägniert ist, dass er sich verflüchtigt, wenn ein Strom eines inerten gasförmigen Stoffes über und durch den Träger geleitet wird.



   Gemäss der vorliegenden Erfindung kann die Trägerflüssigkeit vermieden werden. Die erfindungsgemässe Packung kann praktisch unbeschränkt lange gelagert werden.



   Der feste Poren aufweisende Träger muss nicht unbedingt steif sein. Er kann z. B. aus Glas- oder Baumwolle oder einem ähnlichen Fasermaterial bestehen, welches bei gegebener Faserdicke eine relativ grosse Oberfläche aufweist. Der Träger kann auch aus Filterpapier, Kreppapier, Reliefpapier oder Wellpappe bestehen, welches Material so zusammengerollt oder -gefaltet ist, dass es Poren aufweist, durch welche Luft oder ein anderer gasförmiger Stoff geblasen werden kann. Der Träger kann weiter auch aus Einzelteilen, wie z. B. aus einem Granulat bestehen, dessen Einzelteile porös oder undurchlässig sind, wie z. B. Vermiculit oder Glasperlen, aber zwischen sich Poren freilassen.



   Der Träger kann in einem Behälter untergebracht sein, welcher zweckmässigerweise rohrförmig ist und dessen eines Ende so gestaltet ist, dass es an einen Apparat angeschlossen werden kann, der einen Strom eines inerten, gasförmigen Stoffes erzeugt und dessen anderes Ende eine Öffnung aufweist, um den verflüchtigten Stoff zusammen mit dem gasförmigen   Stoff austreten zu lassen. Die zur Verwendung kommenden Materialien sind dabei   zweckmässig    derart beschaffen, dass sie auch einem Strom eines gasförmigen Stoffes mit erhöhter Temperatur ausgesetzt werden können. Wenn die Packung zur Verstreuung von pestiziden Mitteln verwendet wird, beträgt die im Maximum verwendete Temperatur, ungefähr 2000 C, da die meisten der gewöhnlich gebrauchten pestiziden Mittel wie z. B.

   DDT (Dichlor-Diphenyl  Trichlor-Athan),    BHC (Benzolhexachlorid), Dehydro Essigsäure, Aldrin und Dieldrin sich oberhalb dieser Temperatur ganz oder teilweise zersetzen.



   Unter pestiziden Mitteln versteht man insektizide, germizide, bakterizide und fungizide Mittel. Als poröses Trägermaterial kommt weiter eine Glasfasermatte oder ein Glasfasergewebe in Frage, da Glas sich im wesentlichen inert verhält gegenüber allen bekannten pestiziden Mitteln und anderen zur Verstreuung in Luft vorgesehenen Stoffen. Im Weiteren sind Glasfasern in solchen Feinheiten erhältlich, die bei gegebener Dicke und Dichte eine relativ grosse Oberfläche aufweisen. Glasfasern können deshalb für die meisten zur Verstreuung vorgesehenen Stoffe verwendet werden. Um mit der erfindungsgemässen Pakkung eine gleichförmige Abgabe zu gewährleisten, empfiehlt es sich, darauf zu achten, dass die den Träger bildende Glaswolle oder -Matte von einheitlicher Dichte ist, da sich sonst undurchlässige Stellen bilden, an denen sich das durchströmende Gas aufstaut.

   Dadurch sinkt die Ausbeute, d. h. es wird pro Zeiteinheit weniger und weniger gleichmässig, flüchtiger Stoff abgeben.



   Als Trägermaterial kann auch feiner Wellkarton verwendet werden. In diesem Falle wird es so zu einem Zylinder zusammengerollt, dass die Rinnen parallel zur Rollenachse liegen. Dadurch entstehen parallel zur Rollenachse liegende Hohlräume. Derart wird ein Träger mit gleichmässigem Querschnitt und homogener innerer Oberfläche erhalten.



   Die Art in welcher der flüchtige Stoff auf den Träger gebracht wird, hängt sowohl von der Natur des flüchtigen Stoffes als auch von derjenigen des Trägers ab. Eine einfache Art besteht darin, den Träger in den flüchtigen, geschmolzenen Stoff einzutauchen und den   Überschuss    nachher herauszuschütteln. Als weitere Möglichkeit kommt das Eintauchen des Trägers in eine Lösung des flüchtigen Stoffes in einem flüchtigen Lösungsmittel mit anschliessendem Abdampfen desselben in Frage. Im Zusammenhang mit der letztgenannten Methode ist es besonders vorteilhaft, den Träger nach dem Eintauchen mit einem Strom warmer Luft auszublasen, so dass sich das Lösungsmittel verflüchtigen kann.

   Es ist weiter möglich, den Träger in eine heisse, möglichst gesättigte Lösung des flüchtigen Stoffes einzutauchen, um durch Abkühlung einen Niederschlag des flüchtigen Stoffes auf der Oberfläche des Trägers zu bewirken.



   Die Wahl der besonderen Form des Poren aufweisenden Trägers hängt stark vom benötigten Ausstoss und von dem zur Verstreuung gelangenden Material ab. Wenn z. B. eine Packung aus einer 5 cm langen und 4 cm dicken Rolle von feiner Wellpappe, die mit 23 g Dehydro-Essigsäure überzogen worden ist, zusammen mit einem Apparat verwendet wird, wie er in der schweizerischen Patentschrift Nr. 363521 beschrieben ist und welcher im Leerlauf 25 Liter Luft pro Minute und zusammen mit der erfindungsgemässen Packung noch 23,5 Liter pro Minute liefert, dann kann von den 23 g flüchtigem Material 17 g in 30 Minuten verstreut werden.



   Der Apparat dient nicht zur Abgabe von Arzneimitteln.



   In ähnlicher Weise wird ein Poren aufweisender Körper verwendet, welcher aus 100 Scheiben Glasfasergase zu einem Zylinder von 4 cm Durchmesser und 3 cm Länge zusammengesetzt ist und welcher auf seiner Oberfläche ungefähr 11 g Dehydro-Essigsäure enthält. Mit Hilfe des obengenannten Apparates waren diese 11 g in 7 Minuten verstreut. Ein Beispiel einer Packung gemäss der Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung gezeigt, wobei:
Fig. 1 einen Längsschnitt einer Packung ; und
Fig. 2 eine Aufsicht auf das Austrittsende der geöffneten Packung zeigt.



   In diesen Figuren weist der Behälter 1 undurch  lästige    Wände und einen kreisförmigen Querschnitt auf. Dieser Behälter kann aus jedem geeigneten Material, wie z. B. Aluminium oder starkem Karton bestehen. Er weist an einem Ende einen peripheren Flansch 2 auf. Der Behälter 1 enthält einen festen, inerten, nicht flüchtigen Träger 3, welcher aus feiner Wellpappe besteht, wie Fig. 2 zeigt. Dabei ist das gewellte Papier 4 wechselweise mit glattem Papier 5 geschichtet. Dabei werden konzentrische Ringe von Passagen 6 gebildet, wobei ein im wesentlichen gleichmässiger Querschnitt entsteht. Die Durchgänge 6 erstrecken sich dabei als Poren parallel zur Achse des Behälters 1.



   Der Träger 3 ist mit einem flüchtigen Stoff, wie z. B. einem pestiziden Mittel beladen und befindet sich innerhalb des Behälters 1. Das eine Ende des zylindrischen Behälters ist z. B. durch einen Deckel 7 verschlossen, welcher auf der Austrittsöffnung des Behälters aufgesteckt ist. Das andere Ende kann z. B. durch eine zerreissbare Membran 8 verschlossen sein. Derart verschlossen ist die Packung von fast unbeschränkter Haltbarkeit und zwar unabhängig von der Flüchtigkeit des sich darin befindlichen flüchtigen Stoffes. Zur Öffnung des Behälters wird die Membran 8 zerrissen und entfernt. Die geöffnete Packung kann dann in einem Apparat verwendet werden, wie er in der obengenannten schweizerischen Patentschrift beschrieben ist. Wenn der dort beschriebene Apparat gebrauchsfertig ist, wird der Deckel 7 weggenommen und nach Gebrauch der Vorrichtung wieder aufgesetzt.

   Beim Gebrauch der beschriebenen Packung kann anstelle des Deckels 7 eine Vorrichtung mit variabler Öffnung aufgesetzt werden, z. B. eine solche mit einem Irisdiaphragma. Nach Gebrauch kann dann diese Vorrichtung wieder entfernt  und Deckel 7 wieder aufgesteckt werden. Was die innere Form des Trägers anbetrifft, so kann er auch z. B. so gestaltet sein, dass er eine Vielzahl von röhrenförmigen Gliedern aufweist, die im Querschnitt gleichmässig verteilt sind, und im wesentlichen parallel zur Längsachse des Trägers liegen. Diese Glieder dürfen bis zu einem gewissen Grade auch schlangenförmig angeordnet sein. Der Träger kann weiter auch eine zellenförmige Struktur, ähnlich einem Schwamm, aufweisen und aus einem expandierten künstlichen Harz oder einem Sintermaterial, wie z. B. gesinterten Glasteilchen bestehen.

   Der Sinterglasträger kann dabei mit dem ebenfalls aus Glas bestehenden Behälter verschmolzen sein. Der Träger kann steif,   halbsteif    oder flexibel sein. Zweckmässig ist er aber zum mindesten selbsttragend. Beim Gebrauch der beschriebenen Packung, zweckmässig mit der in der oben erwähnten Patentschrift beschriebenen Apparatur kann ein Ausstoss des flüchtigen Stoffes erzielt werden, der im wesentlichen eine konstante Konzentration aufweist, bis der ganze getragene Stoff verbraucht ist. Dies ist selbst nach längerer Lagerung möglich.



  Wenn   z.B.    pestizide Mittel in Trägerflüssigkeiten längere Zeit gelagert werden, scheiden sie häufig aus der Trägerflüssigkeit aus und sind selbst durch heftiges Schütteln nicht wieder homogen darin zu verteilen. Eine homogene Abgabe ist demgemäss nachher natürlich auch nicht möglich.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Packung, welche einen zur Abgabe bestimmten flüchtigen Stoff enthält, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Behälter mit undurchlässigen Wänden ein fester, inerter, nicht flüchtiger, Poren aufweisender Träger vorhanden ist, der mit einem flüchtigen, festen Stoff derart imprägniert ist, dass sich der flüchtige Stoff verflüchtigt, wenn ein Strom eines inerten, gasförmigen Stoffes über und durch den Träger geleitet wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Packung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter rohrförmig ist und dessen eines Ende einen Anschluss für einen Apparat, der einen Strom eines inerten gasförmigen Stoffes erzeugt, besitzt, und dessen anderes Ende eine oeffnung aufweist, um den verflüchtigten Stoff zusammen mit dem gasförmigen Stoff austreten zu lassen.
    2. Packung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus Fasermaterial besteht.
    3. Packung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus Glasfasern besteht.
    4. Packung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus einem zylindrisch, mit Zwischenräumen aufgeweckelten Papier besteht.
    5. Packung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus Wellpappe besteht.
    6. Packung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus Kreppapier besteht.
    7. Packung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus Reliefpapier besteht.
    8. Packung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus Einzelteilen besteht, die porenförmige Struktur aufweisen.
    9. Packung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus Einzelteilen besteht, die selbst undurchlässig sind.
    10. Packung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger eine Längsgliederung und somit in der Längsrichtung Durchgänge aufweist.
    11. Packung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der flüchtige Stoff ein pestizides Mittel ist.
    12. Packung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das pestizide Mittel Dichlor-Di phenyl-Trichlor-Athan ist.
    13. Packung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das pestizide Mittel Benzolhexachlorid ist.
    14. Packung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das pestizide Mittel Dehydro Essigsäure ist.
    15. Packung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das pestizide Mittel Aldrin ist.
    16. Packung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das pestizide Mittel Dieldrin ist.
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