Einrichtung zum Messen der Schrumpfung von rechteckigen Proben aus Textilmaterial
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Messen der Schrumpfung von rechteckigen Proben aus Textilmaterial, insbesondere von Tricotstoffen. Bei solchen Materialien sucht man Angaben zu erhalten über das Ausmass der Schrumpfung bei Benetzung, um daraus die Verwendbarkeit des Materials oder die Wirksamkeit von Massnahmen zur Verminderung der Schrumpfung beurteilen zu können.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Messanordnung und den Messvorgang zu vereinheitlichen, um zuverlässig vergleichbare Resultate zu erhalten.
Sie ist gekennzeichnet durch einen Rahmen, einen oberen, zum Festklemmen des einen Randes der Materialprobe am Rahmen bestimmten Querbalken, einen unteren, zum Festklemmen des zum genannten Rand parallelen Randes der Materialprobe bestimmten, losen Querbalken und mindestens eine am Rahmen befestigte, in Verschieberichtung des losen Querbalkens verlaufende Skala, wobei der genannte lose Querbalken eine während des Schrumpfens sich entlang der Skala verschiebende Ablesekante bildet.
Im folgenden soll die erfindungsgemässe Einrichtung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert werden.
Fig. 1 ist eine Ansicht eines Ausführungsbeispiels und
Fig. 2 eine perspektivische Skizze der unteren Partie desselben Beispiels.
Fig. 3 ist ein Grundriss und
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausgestaltung des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 und 2, wobei zwei verschiedene Lagen des Rahmens strichpunktiert angedeutet sind.
Der Rahmen 1 der Einrichtung nach Fig. 1 und 2 besteht aus zwei Seitenleisten 2 und der Querleiste 3.
Zum Umhertragen der Einrichtung sind zwei Fingergriffe 4 vorgesehen. Der obere, zum Festklemmen des einen Randes der rechteckigen Mate, rialprobe 5 am Rahmen 1 bestimmte Querbalken ist mit 6 bezeichnet, und der untere, lose Querbalken, welcher zum Festklemmen des zum genannten Rand parallelen Randes der Materialprobe 5 bestimmt ist, setzt sich aus den beiden Leisten 7 und 8 zusammen.
Zwei Skalen 9 sind mittels der Bolzen 10 und 11 an den Seitenleisten 2 befestigt. Die Skalen 9 weisen zwei Längsschlitze auf, in denen die Bolzen 10 bnv.
11 laufen, so dass sich die Skalen in ihrer Längsrichtung verschieben lassen. Die Verschiebung erfolgt durch je eine Rändelschraube 12, welche im Bolzen 11 sitzt und mit einer Eindrehung in die geschlitzte Aufbiegung 13 der Skala eingreift.
In der Querleiste 3 und in der Leiste 7 sitzt je eine Reihe von zugespitzten Stiften 19, für die im Querbalken und in der Leiste 8 entsprechende Bohrungen vorgesehen sind. In den Enden der Leiste 7 sitzt je ein Haken 16, der durch eine Öffnung 17 in der Leiste 8 hindurchgreifen kann. In der Leiste 8 sind zwei federnde Hebel 15 mittels ihrer rechtwinklig umgebogenen Enden und dem Bolzen 14 verankert. Diese Hebel können in die durch die Leiste 8 hindurchgreifenden Haken 16 eingehängt werden, wobei die Leiste 7 infolge des Federdruckes der Hebel 15 gegen die Leiste 8 gepresst wird. In genau gleicher Weise kann auch der Querbalken 6 gegen die Querleiste 3 des Rahmens 1 gepresst werden; die Haken 16 sind dabei im Rahmen, die Hebel 15 und die Bolzen 14 im Querbalken 6 befestigt.
Zum Vornehmen einer Messung wird zunächst der eine Rand der rechteckigen Materialprobe 5 zwischen dem Querbalken 6 und der Querleiste 3 am Rahmen festgeklemmt. Hierauf wird der gegenüberliegende, parallele Rand. der Materialprobe zwischen die Leisten 7 und 8 geklemmt, wobei die Stifte 19 die Materialprobe durchstechen und ein Ausrutschen ihrer Ränder verhindern. Wird der Rahmen nun in aufrechte Lage gebracht, so belastet der untere lose Querbalken die Materialprobe mit seinem Gewicht.
Je nach Messvorschrift können an den Haken 20 noch Zusatzgewichte angehängt werden. Die Leiste 8 überdeckt teilweise die beiden Skalen 9 und bildet eine Ablesekante 8a. Es ist von Vorteil, in dieser Ausgangslage die beiden Skalen mittels der Rändelschrauben so zu verschieben, dass die Ablesekante auf einen runden Skalenwert zeigt.
Nach diesen Vorbereitungen wird nun die Materialprobe, beispielsweise ein Tricotstoff, in der vorgeschriebenen Weise benetzt, wobei sich die zu messende Schrumpfung des Materials einstellt. Der an der Probe 5 hängende untere Querbalken wird etwas hochgezogen und die Ablesekante 8a verschiebt sich um den Betrag der Schrumpfung längs der Skalen 9. Nach einiger Zeit wird die Schrumpfung zum Stillstand kommen und der Messwert lässt sich als Differenz zum anfänglich eingestellten runden Skalenwert ablesen. Die Messung liesse sich natürlich auch mit nur einer Skala 9 ausführen, doch ist es möglich, dass bei bestimmten Materialien die Schrumpfung nicht über die ganze Probenbreite gleich ist, so dass vorteilhaft mit zwei Skalen gearbeitet wird und als Messwert der Mittelwert der beiden Ablesungen genommen wird.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, kann man die Probe auch auf die doppelte erforderliche Breite zuschneiden und dabei zwei seitliche Bahnen von je einem Viertel der Breite umfalten. Je nach dem zu messenden Material wird sich gleichzeitig mit der Längsschrumpfung auch eine seitliche Einschnürung der Probe, der sogenannte Einzug, einstellen, wie aus Fig. 1 hervorgeht. Dieser Einzug ist voraussichtlich in der Mitte der freien Länge der Materialprobe am grössten. Um mit der vorliegenden Einrichtung auch diese Grösse messen zu können, ist der Rahmen mit zwei zu den Skalen 9 senkrecht verlaufenden Skalen 21 versehen. Sie sind in ihrer Längsrichtung auf einem Steg 3a des Rahmens 1 mit Hilfe von ähnlichen Mitteln wie die Skalen 9 verschiebbar.
Der Abstand der Skalen 21 vom oberen Querbalken 6 entspricht etwa der halben freien Länge der Materialprobe zwischen den beiden festzuklemmenden Rändern.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 und 4 enthält als Hauptbestandteil eine mit der anhand der Fig. 1 und 2 beschriebenen Messeinrichtung identische Einrichtung. In den Fig. 3 und 4 ist deshalb nur der Rahmen 1 strichpunktiert angedeutet. Ein Sockel 25 dient als Unterlage für den Rahmen 1 beim Einlegen der Materialprobe. Er weist drei Erhebungen 26, 27 -und 28 auf, die der Form des Rahmens und der Leiste 7 entsprechen, wie aus Fig. 3 hervorgeht. Werden der genannte Rahmen und die Leiste richtig eingelegt, so sind sie in ihrer gegenseitigen Lage fixiert. Der Rahmen, die Leiste und die drei Erhebungen bilden nun eine ebene Fläche, auf denen die Materialprobe glatt aufliegt, worauf diese mittels des Querbalkens 6 und der Leiste 8 festgeklemmt wird.
Auf diese Weise mit Hilfe des Sockels 25 durchgeführt, ist das Festklemmen von verschiedenen Materialproben mit gleichbleibender freier Länge a gewährleistet.
In eine Ausnehmung im hinteren Teil des Sockels 25 kann ein Flüssigkeitsbehälter eingesetzt werden, welcher durch Anschläge 35 gegen seitliches Verschieben gesichert ist. Nach erfolgtem Einsetzen der Materialprobe im Rahmen 1 kann die ganze Messeinrichtung in vertikaler Lage in den mit der Benetzungsflüssigkeit gefüllten Behälter 30 eingesetzt werden.
Diese Eintauchlage ist t aus Fig. 4 ersichtlich: Der Rahmen 1 wird dabei durch senkrechte Nuten 32 innen an den schmalen Seitenwänden des Behälters geführt. Die vordere Seitenwand 31 ist aus durchsichtigem Material gefertigt, so dass durch sie hindurch die Materialprobe in eingetauchter Lage beobachtet werden kann. Ein innen an der Wand 31 befestigtes Thermometer 34 dient zur Überwachunng der Temperatur des Benetzungsbades.
Nach genügender Benetzung der Materialprobe wird der Rahmen aus den Führungsnuten 32 bzw. aus dem Bad herausgehoben und in die Nuten 33 eingesetzt. Diese letzteren Nuten reichen jedoch nicht bis in die Flüssigkeit hinab. In sie eingesetzt, steht der Rahmen über dem Flüssigkeitsspiegel und ragt über den Behälter hinaus, in weicher Lage die Messeinrichtung und die Probe abtropfen können.
Der Behälter 30 ist im Sockel 25 nur lose eingesetzt und lässt sich somit zum Umschütten der Flüssigkeit und zum Reinigen leicht herausnehmen.
Wenn sich auch das Messen der Schrumpfung mit der Einrichtung nach Fig. 1 und 2 allein ohne weiteres durchführen lässt, so wird doch besonders durch die Ausgestaltung nach Fig. 3 und 4 der einheitliche Ablauf des Messvorganges gewährleistet. Jedenfalls lassen sich mit den beschriebenen Einrichtungen für verschiedene Materialproben zuverlässig vergleichbare Messresultate auf bequeme Weise erzielen.
Device for measuring the shrinkage of rectangular samples made of textile material
The present invention relates to a device for measuring the shrinkage of rectangular samples of textile material, in particular of tricot fabrics. In the case of such materials, one seeks to obtain information about the extent of the shrinkage upon wetting in order to be able to assess the usability of the material or the effectiveness of measures to reduce the shrinkage.
The present invention aims to standardize the measuring arrangement and the measuring process in order to reliably obtain comparable results.
It is characterized by a frame, an upper cross bar intended to clamp one edge of the material sample to the frame, a lower cross bar intended to clamp the edge of the material sample parallel to said edge, and at least one loose cross bar attached to the frame in the direction of displacement of the loose one Crossbar running scale, said loose crossbar forming a reading edge which is displaced along the scale during the shrinkage.
In the following, the device according to the invention will be explained in more detail with reference to the accompanying drawings.
Fig. 1 is a view of an embodiment and
Fig. 2 is a perspective sketch of the lower part of the same example.
Fig. 3 is a plan view and
4 shows a perspective view of a further embodiment of the embodiment according to FIGS. 1 and 2, two different positions of the frame being indicated by dash-dotted lines.
The frame 1 of the device according to FIGS. 1 and 2 consists of two side strips 2 and the transverse strip 3.
Two finger grips 4 are provided for carrying the device around. The upper, for clamping one edge of the rectangular mate, rialprobe 5 intended transverse bar is denoted by 6, and the lower, loose transverse bar, which is intended for clamping the edge of the material sample 5 parallel to said edge, consists of the two strips 7 and 8 together.
Two scales 9 are attached to the side strips 2 by means of the bolts 10 and 11. The scales 9 have two longitudinal slots in which the bolts 10 bnv.
11 so that the scales can be moved lengthways. The shift is carried out by a knurled screw 12, which sits in the bolt 11 and engages with a recess in the slotted bend 13 of the scale.
In the cross bar 3 and in the bar 7 there is a row of pointed pins 19, for which corresponding bores are provided in the cross bar and in the bar 8. A hook 16, which can reach through an opening 17 in the bar 8, is seated in each of the ends of the bar 7. Two resilient levers 15 are anchored in the bar 8 by means of their ends bent at right angles and the bolt 14. These levers can be hung into the hooks 16 reaching through the bar 8, the bar 7 being pressed against the bar 8 as a result of the spring pressure of the lever 15. In exactly the same way, the crossbar 6 can also be pressed against the crossbar 3 of the frame 1; the hooks 16 are fixed in the frame, the levers 15 and the bolts 14 in the crossbeam 6.
To take a measurement, one edge of the rectangular material sample 5 is first clamped between the crossbar 6 and the crossbar 3 on the frame. This is where the opposite, parallel edge becomes. of the material sample is clamped between the strips 7 and 8, the pins 19 piercing the material sample and preventing its edges from slipping. If the frame is now brought into an upright position, the lower loose crossbeam loads the material sample with its weight.
Depending on the measurement specification, additional weights can be attached to the hook 20. The bar 8 partially covers the two scales 9 and forms a reading edge 8a. In this initial position, it is advantageous to move the two scales using the knurled screws so that the reading edge points to a round scale value.
After these preparations, the material sample, for example a tricot, is wetted in the prescribed manner, with the shrinkage of the material to be measured being set. The lower crossbar hanging on the sample 5 is pulled up a little and the reading edge 8a shifts by the amount of the shrinkage along the scales 9. After a while, the shrinkage will stop and the measured value can be read off as the difference to the initially set round scale value. The measurement could of course also be carried out with just one scale 9, but it is possible that with certain materials the shrinkage is not the same over the entire sample width, so that it is advantageous to work with two scales and to use the mean of the two readings as the measured value .
As can be seen from FIG. 2, the sample can also be cut to twice the required width and, in the process, folded over two lateral strips, each one quarter of the width. Depending on the material to be measured, a lateral constriction of the sample, the so-called indentation, will occur simultaneously with the longitudinal shrinkage, as can be seen from FIG. 1. This indentation is likely to be greatest in the middle of the free length of the material sample. In order to also be able to measure this size with the present device, the frame is provided with two scales 21 running perpendicular to the scales 9. They are displaceable in their longitudinal direction on a web 3 a of the frame 1 with the aid of means similar to those of the scales 9.
The distance between the scales 21 and the upper crossbar 6 corresponds to approximately half the free length of the material sample between the two edges to be clamped.
The embodiment according to FIGS. 3 and 4 contains, as the main component, a device identical to the measuring device described with reference to FIGS. 1 and 2. In Figs. 3 and 4, therefore, only the frame 1 is indicated by dash-dotted lines. A base 25 serves as a base for the frame 1 when inserting the material sample. It has three elevations 26, 27 and 28, which correspond to the shape of the frame and the bar 7, as can be seen from FIG. If the frame and the bar are inserted correctly, they are fixed in their mutual position. The frame, the bar and the three elevations now form a flat surface on which the material sample rests smoothly, whereupon it is clamped by means of the crossbar 6 and the bar 8.
Carried out in this way with the aid of the base 25, the clamping of different material samples with a constant free length a is guaranteed.
A liquid container, which is secured against lateral displacement by stops 35, can be inserted into a recess in the rear part of the base 25. After the material sample has been inserted in the frame 1, the entire measuring device can be inserted in a vertical position into the container 30 filled with the wetting liquid.
This immersion position can be seen from FIG. 4: The frame 1 is guided through vertical grooves 32 on the inside of the narrow side walls of the container. The front side wall 31 is made of transparent material so that the material sample can be observed through it in the immersed position. A thermometer 34 attached to the inside of the wall 31 is used to monitor the temperature of the wetting bath.
After the material sample has been sufficiently wetted, the frame is lifted out of the guide grooves 32 or from the bath and inserted into the grooves 33. However, these latter grooves do not extend down into the liquid. Inserted into it, the frame stands above the liquid level and protrudes beyond the container, in which the measuring device and the sample can drip off.
The container 30 is only loosely inserted in the base 25 and can thus be easily removed for pouring the liquid over and for cleaning.
Even if the measurement of the shrinkage can easily be carried out with the device according to FIGS. 1 and 2 alone, the design according to FIGS. 3 and 4 ensures the uniform sequence of the measuring process. In any case, with the described devices for different material samples reliably comparable measurement results can be achieved in a convenient way.