Leuchtmelder für elektrische Überwachungsanlagen Zur Überwachung von Fabrikationsanlagen, Kraftwerken, Rangieranlagen und dergleichen werden einzelne Teile oder Räume derselben mit überwa- chungsorganen, wie z. B. Thermostaten, Manometern, Spannungsmessern, Stellungsanzeigern, versehen, wel che bei einer über- oder Unterschreitung der zulässi gen Temperatur, des zulässigen Druckes, der zulässi gen Spannung oder bei einer Stellungsänderung eines zu überwachenden Teiles einen Alarmkontakt betäti gen, welcher dann einen Leuchtmelder und/oder eine akustische Signaleinrichtung in Funktion setzt.
Solche Anlagen werden in der Regel von .einem Kontroll raum aus überwacht, zu welchem Zwecke die Leucht- melder zu einem Block zusammengefasst und in eine Schalttafel oder in ein Schaltpult eingebaut werden. Die Erfindung bezieht sich auf einen Leuchtmelder für diesen Zweck.
Die Erfindung betrifft einen Leuchtmelder für elektrische überwachungsanlagen, mit einer bis drei Signallampen, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dass er ein Gehäuse von rechteckigem Querschnitt besitzt, welches an seinem vorderen Ende einen nach aussen abstehenden Flansch und in seinem hintersten Teil innen an seinen Breitseiten je eine Tragleiste be sitzt, welche Tragleisten an ihrer nach aussen, d. h.
nach hinten zu liegenden Seite je eine Reihe von Rasten für an den rechteckigen Grundriss aufweisenden Füssen der Lampenfassungen an zwei einander gegenüberlie genden Seiten vorgesehene Führungsnockenauf weisen, welche zwischen den Tragleisten in das Gehäuse hineinragenden Lampenfassungen durch ein mittels Schrauben am Gehäuse befestigtes rahmenartiges Bodenstück aus elektrisch isolierendem Material, mit ihren Führungsnocken je in zwei einander gegenüber liegenden Rasten der Tragleisten liegend, im Gehäuse festgehalten sind, dass das Gehäuse nach vorne durch einen an seiner Frontseite ein Fenster aufweisenden, an ihm verrastet festgehaltenen Deckel abgeschlossen ist,
und dass zur Befestigung des Gehäuses mit allen in und an ihm angeordneten Teilen in einer dem Querschnitt des Gehäuses entsprechenden Öffnung der Frontplatte einer Schalttafel oder der Pultplatte eines Schaltpultes, an deren Vorderseite der Flansch des in die genannte Öffnung eingeschobenen Gehäu ses anzuliegen bestimmt ist, zwei an den Schmalseiten des Gehäuses anliegende Bügel vorgesehen sind, wel che mit ihren vorderen Enden an der Rückseite der genannten Frontplatte der Schalttafel oder der Pult platte des Schaltpultes anzuliegen bestimmt sind und deren hintere,
rechtwinklig abgebogene Enden in Ausnehmungen des Bodenstückes eingreifen und in diesen mittels Schrauben befestigt sind.
Dieser Leuchtmelder für elektrische überwa- chungsanlagen, welcher wahlweise mit einer, mit zwei oder mit drei Signallampen bestückt sein kann, zeich net sich durch einfachen konstruktiven Aufbau aus und lässt sich in einfacher Weise in die Frontplatte einer Schalttafel oder in die Pultplatte eines Schalt pultes einbauen.
Ausserdem lässt er sich, ohne dass seine äussere Form oder Grösse geändert werden muss, den verschiedensten Verwendungszwecken an passen, so dass die Überwachungsperson im Kontroll raum ein eindeutiges, klares Bild des jeweiligen Be triebszustandes aller Teile und/oder Räume einer Fabrikationsanlage, eines Kraftwerkes, einer Rangier- anlage oder dergleichen erhält und über das Auftre ten von Gefahren an irgend einer Stelle und deren Behebung orientiert wird.
In der Zeichnung sind eine beispielsweise Aus führungsform des Erfindungsgegenstandes und Ein- zelheiten derselben dargestellt. Es zeigen Fig. 1 einen Schnitt durch einen Leuchtmelder für elektrische Überwachungsanlagen nach der Linie I-1 in der Fig. 2 ; Fig. 2 eine Seitenansicht des Leuchtmelders nach der Fig. 1, zum Teil im Schnitt;
Fig. 3 eine Ansicht des Gehäuses dieses Leucht- melders nach Abnahme des Bodenstückes in Rich tung des Pfeiles A in der Fig. 2 gesehen ; Fig. 4 einen Längsmittelschnitt durch das Boden stück dieses Leuchtmelders in grösserem Masstab ; Fig. 5 eine Ansicht des Bodenstückes nach der Fig. 4 von der Aussenseite her gesehen ; Fig. 6 einen axialen Schnitt durch eine Lampen fassung dieses Leuchtmelders im Masstab der Fig. 4 und 5 ;
Fig. 7 eine Ansicht der Lampenfassung nach der Fig. 6 von der Rückseite her gesehen; Fig. 8 eine Seitenansicht dieser Lampenfassung ; Fig. 9 eine Ansicht des Fensters des Deckels dieses Leuchtmelders von der Innenseite her gesehen, im Masstab der Fig. 4 bis 8, und Fig. 10 einen Schnitt durch dieses Fenster nach der Linie X-X in Fig. 9.
Der dargestellte Leuchtmelder für elektrische Überwachungsanlagen besitzt ein Gehäuse 1 von rechteckigem Querschnitt, welches aus Metall besteht und dessen Oberfläche zweckmässig vergütet, z. B. matt vernickelt oder verchromt ist, welches gegebe nenfalls aber auch aus Kunststoff bestehen kann. Dieses Gehäuse 1 besitzt an seinem vorderen Ende einen nach aussen abstehenden Flansch la und innen, nahe seinem hinteren Ende, an seinen Breitseiten je eine Tragleiste 1b, in deren nach aussen, d. h. gegen das hintere Ende des Gehäuses 1 zu liegender Seite je eine Reihe von Rasten l c, im dargestellten Falle deren fünf, vorgesehen sind, welche zur Aufnahme von Nocken an den nachstehend beschriebenen Lam penfassungen bestimmt sind.
Das Gehäuse 1 besitzt ferner in seiner unteren Breitseite-ein Belüftungsfen ster 1d und in seinen beiden Schmalseiten je ein Entlüftungsfenster 1e zur Wärmeableitung.
Vorne ist das Gehäuse 1 dieses Leuchtmelders durch einen Deckel abgeschlossen, welcher einen Deckelrahmen 2 besitzt, der auf das Gehäuse 1 auf- gepasst ist und auf dessen vorderem Rand aufsitzt. Dieser Deckelrahmen 2 ist am Gehäuse 1 durch zwei in dieses eingreifende, an seinen Breitseiten sitzende federnde Lappen 2a, welche je einen Sperrzahn 2b, der in eine Ausnehmung 1 f in der betreffenden Breitseite des Gehäuses 1 einrasten kann, aufweisen, verrastet festgehalten. Der Deckelrahmen 2 besteht zweck- mässig aus Kunststoff, z. B.
Polystyrol, der durch scheinend sein kann, zweckmässig aber vollständig lichtundurchlässig ist. Der Deckelrahmen 2 ist vorne durch ein in ihn eingesetztes Fenster 3, welches die Form einer flachen Schale aufweist, abgeschlossen, welches mittels einer an seinem vorderen Rand vor gesehenen Kehle 3a in einen nach innen vorstehenden Flansch 2c des Deckelrahmens 2 eingepasst ist.
Die Sichtfläche des aus klardurchsichtigem Plexiglas (eingetragene Marke) bestehenden Fensters 3 ist von einem innenseitig an ihm angebrachten facettierten Rand 3b umgeben, damit die Sichtfläche bei der Be- leuchtung des Fensters 3 eine auffallend glitzernde Einfassung erhält. In das schalenförmige Fenster 3 ist, innerhalb des facettierten Randes 3a, eine Matt scheibe 4 aus < ; Plexiglas eingelegt, an deren Rück seite eine Klarscheibe 5, ebenfalls aus Plexiglas >, anliegt, auf welche eine gefärbte, vorzugsweise gelbe Klarscheibe 6 folgt.
Das Fenster 3, die Mattscheibe 4 und die Klarscheiben 5 und 6 sind im Deckelrah men 2 durch einen Innenrahmen 7 gehalten, welcher am hinteren Rand seiner Breitseiten je einen nach aussen abstehenden, federnden Nocken 7a besitzt, welche Nocken 7a beim Einschieben des Innenrah mens 7 in den Deckelrahmen 2 in Schlitze 2d in den Breitseiten des letzteren einrasten. Die Klarplatte 5 kann mit einer Beschriftung oder mit Schaltzeichen versehen sein, welche bei nicht beleuchtetem Fenster 3 infolge der vor dieser Klarscheibe 5 liegenden Matt scheibe 4 nicht sichtbar ist oder sind, und nur bei Beleuchtung des Fensters 3 in Erscheinung tritt oder treten.
Nach Zurückdrücken der Sperrzähne 2b der federnden Lappen 2a des Deckelrahmens 2 von aus sen kann der Deckelrahmen 2 mitsamt dem Fenster 3, den Scheiben 4, 5 und 6 und dem Innenrahmen 7 vom Gehäuse 1 abgenommen werden.
Die Lampenfassungen 8 für die Signallampen 9 dieses Leuchtmelders besitzen einen Fuss 8a von rechteckigem Grundriss, welcher an zwei gegenüber liegenden Seiten je einen Führungsnocken 8b besitzt, welche Führungsnocken 8b in die Rasten l c der Führungsleisten 1 b des Gehäuses 1 passen. In den Fuss 8a jeder Lampenfassung 8 sind die zwei An- schlussklemmen <B>8e,</B> welche je mit einem abgefederten Kontaktstift 8d versehen sind, eingesetzt.
Die mit ih ren Führungsnocken 8b in die Rasten 1 c der Trag leisten 1b des Gehäuses 1 eingreifenden, zwischen den Tragleisten 1 b in das Gehäuse 1 hineinragenden Lampenfassungen 8 werden durch ein am hinteren Ende des Gehäuses 1 anliegendes und mittels vier Schrauben 10 an diesem befestigtes rahmenartiges Bodenstück 11 aus elektrisch isolierendem Material, z. B. Polystyrol, festgehalten. Dieses Bodenstück 11 besitzt aussenseitig in seiner Längsmitte eine in seiner Längsrichtung verlaufende Trennwand 11a, welche die zwei nach hinten vorstehenden Anschlussklem- men 8c voneinander trennt und so einen wirksamen Schutz gegen Kurzschlüsse bildet.
Der beschriebene Leuchtmelder kann einzeln oder in beliebiger. der Zahl der zu überwachenden Organe entsprechender Anzahl in eine Schalttafel oder ein Schaltpult eingebaut werden. Zu diesem Zwecke ist in der Frontplatte der Schalttafel oder der Pultplatte des Schaltpultes eine entsprechende Öffnung vorgese hen, in welche das Gehäuse 1 eines Leuchtmelders eingeschoben wird.
Jeder Leuchtmelder liegt mit dem Flansch la seines Gehäuses an der Vorderseite der Front- oder Pultplatte P an und wird an dieser durch zwei an den Schmalseiten des Gehäuses 1 anliegende Bügel 12 gehalten, deren vorderes Ende innenseitig an der Front- oder Pultplatte P anliegt und deren hin tere, rechtwinklig abgebogene Enden 12a je in einer Ausnehmung llb des Bodenstückes 11 eingreifen und in dieser mittels einer Schraube 12b befestigt sind.
Die vorderen Enden der Bügel 12 sind mit Vorteil mit Längenmarken versehen, welche ein Ab längen dieser Bügel 12 entsprechend der Dicke der jeweiligen Front- oder Pultplatte P ohne zeitraubende Messarbeit ermöglichen. Um bei zu einem Block zu- sammengefassten Leuchtmeldern eine irreführende Lichtwirkung aus dem Gehäuse 1 eines Leuchtmel- ders in das Gehäuse eines diesem benachbarten Leuchtmelders zu vermeiden,
sind die Entlüftungs fenster 1e des Gehäuses zweckmässig durch innensei- tig desselben im Abstand von ihnen angeordnete oder an den Bügeln 12 sitzende, in der Zeichnung nicht dargestellte Abdeckungen abgeblendet.
Der beschriebene Leuchtmelder kann mit einer, mit zwei oder mit drei Signallampen und entsprechend mit einer, mit zwei oder mit drei Lampenfassungen bestückt sein.
Ist der Leuchtmelder mit nur einer Signallampe 9 versehen, so wird deren Lampenfassung 8 so in das Gehäuse 1 eingesetzt, dass die Führungsnocken 8b ihres Fusses 8a je in der mittleren Rast 1c der Tragleisten 1b des Gehäuses 1 liegen. Die Glühlampe 9 wird dabei eingeschaltet, wenn ein Alarmkontakt, der durch einen Thermostaten, ein Manometer oder dergleichen betätigt wird, geschlossen wird und sie leuchtet so lange, bis dieser Alarmkontakt wieder geöffnet wird.
Die elektrische Schaltungsanordnung für die Signallampe 9 kann aber auch so ausgebildet sein, dass beim Schliessen des Alarmkontaktes die Signallampe im Blinklicht aufleuchtet, um dann, wenn die erforderlichen Gegenmassnahmen getroffen sind, auf Ruhelicht umgeschaltet zu werden und erst auszulöschen, wenn das Überwachungsorgan den Alarmkontakt wieder geöffnet hat.
Ist der Leuchtmelder mit zwei Signallampen 9 bestückt, so werden deren Lampenfassungen 8 so in das Gehäuse 1 eingesetzt, dass die Führungsnocken 8b ihrer Füsse 8a beidseitig in den zweitäussersten Rasten 1c der beiden Tragleisten 1b des Gehäuses 1 liegen. Zweckmässig werden dabei zwei Glühlampen verschiedener Farben, z. B. rot und grün, verwendet. Die elektrische Schaltungsanordnung kann dabei so getroffen sein, dass beim Schliessen eines Alarmkon taktes, welcher durch ein Überwachungsorgan, z. B. einen Thermostaten, ein Manometer, einen Span nungsmesser, betätigt wird, geschlossen wird, die rote Signallampe aufleuchtet, die - die z.
B. gelb gefärbte Scheibe 6 ändert dies nicht wesentlich - die Sicht fläche des Fensters 3 rot aufleuchten lässt. Sind hier auf Massnahmen zur Rückführung der zu überwa chenden Zustandsgrösse getroffen worden, wird ein Quittierschalter betätigt, der die rote Signallampe 9 ausschaltet und dafür die grüne Signallampe 9 ein schaltet, welche nun so lange brennt und die Sicht fläche des Fensters 3 grün aufleuchten lässt, bis die zu überwachende Zustandsgrösse wieder den zulässi gen Wert erreicht hat und der Alarmkontakt vom Überwachungsorgan wieder unterbrochen wird.
Ist der Leuchtmelder mit drei Signallampen 9 bestückt, so werden deren Fassungen 8 so in das Gehäuse 1 eingesetzt, dass die Führungsnocken 8b ihrer Füsse 8a je in den äussersten und in den mitt leren Rasten 1c der Tragleisten 1b des Gehäuses 1 liegen. Es werden dabei zweckmässig drei verschie denfarbige Signallampen verwendet, vorzugsweise eine rote, eine weisse und eine grüne. Alle oder auch nur eine oder zwei Signallampen 9 können mit einer Blinkeinrichtung versehen sein, um gegebenen falls eine auffälligere Anzeige zu erhalten.
Die elek trische Schaltungsanordnung für die drei Signallam pen und allenfalls eine mit dem Leuchtmelder kom binierte akustische Signaleinrichtung kann zweck- mässig so ausgebildet sein, dass sich z. B. der fol gende Funktionsverlauf ergibt 1. Stufe: Beim Schliessen des durch das über wachungsorgan, z. B. einen Thermostaten, ein. Ma nometer, einen Spannungsmesser, betätigten Alarm kontaktes wird die weisse Signallampe 9 im Blinklicht eingeschaltet und gleichzeitig ertönt das akustische Signal, z. B. eine Hupe, eine Glocke. Die Sichtfläche des Fensters 3 leuchtet gelb auf und ist dabei von einer auffällig glitzernden Einfassung umgeben ; 2.
Stufe : Das akustische Signal wird ausgeschaltet und mittels eines Quittierschalters wird bewirkt, dass die weisse Signallampe aus- und die rote Signallampe eingeschaltet wird. Die Sichtfläche des Fensters 3 leuchtet dabei trotz der gelb gefärbten Scheibe 6 rot auf ; 3. Stufe: Es werden Massnahmen getroffen, um die zu überwachende Zustandsgrösse in den zulässi gen Grössenbereich zurückzubringen und die Gefahr zu beheben. Durch eine weitere Schaltfolge wird da bei die rote Signallampe aus- und wieder die weisse Signallampe eingeschaltet, was bewirkt, dass die Sichtfläche des Fensters 3 gelb, aber nunmehr im Ruhelicht aufleuchtet ; 4.
Stufe : Wenn in der Folge die zu überwachende Zustandsgrösse wieder in den zulässigen Grössenbe- reich zurückgebracht ist, wird durch das überwa- chungsorgan der Alarmkontakt wieder unterbrochen und dies bewirkt, dass die grüne Signallampe einge schaltet wird, wodurch angezeigt wird, dass die Ge fahr behoben ist und die Anlage wieder normal arbei tet. Die grüne Signallampe wird hernach durch Quittierung mittels eines Druckknopfschalters zum erlöschen gebracht.
Die elektrische Schaltungsanordnung für die Si gnallampen des Leuchtmelders und gegebenenfalls die akustische Signaleinrichtung kann sehr vielgestal tig ausgebildet sein und jedem vorkommenden Fall angepasst werden, so dass die überwachungsperson an der Schalttafel oder am Schaltpult jederzeit ein zuverlässiges Bild der Arbeitsweise der Fabrikations anlage, des Kraftwerkes, der Rangieranlage oder der gleichen ersieht und auf da oder dort auftretende Gefahren sofort aufmerksam gemacht wird und recht zeitig entsprechende Gegenmassnahmen in die Wege leiten kann.