Fernschreibkodezeichen-Speicherstreifen Die Erfindung bezieht sich auf Fernschreibkode- zeichen-Lochstreifen, die gemäss den Aufzeichnungen bzw. deren Aufzeichnungen sortierfähig sein sollen. Die gespeicherten Kodezeichen sind dabei einem für die telegraphische übertragung geeigneten Mehrfach kode mit beispielsweise<B>5</B> bis<B>10</B> charakteristischen Schritten zugeordnet.
Es ist bekannt, auf derartige Speicherstreifen ausser den durch Lochung gespeicherten Kodezeichen die diesen Zeichen entsprechenden Schriftzeichen auf- zud,rucken sowie zusätzliche Markierungen etwa an einem Rande vorzunehmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen solchen Streifen besonders übersichtlich zu gestalten und seine Sortierfähigkeit zu erleichtern. Die Sor tierung kann dabei manuell oder mechanisch, etwa auch mit optischen Hilfsmitteln, vorgenommen wer den.
Die Erfindung besteht darin, dass ein Streifen der obengenannten Art auf eine vorbestimmte Länge begrenzt ist und einen sowohl den lesbaren Schrift zeichen als auch den Sortiermarkierungen Platz ge währenden Abstand der Kodelochreihen vom oberen und/oder unteren Band aufweist.
In einer bevorzugten Ausführungsform besitzt der Streifen eine einer genormten Blattbreite entspre chende Länge. Die Streifenlänge kann auch einem ganzen Vielfachen einer genormten Blattbreite ent sprechen. Dabei ist der Streifen vorzugsweise in<B>Ab-</B> ständen einfacher Blattbreiten faltbar.
Im folgenden sind zwei Ausführungsformen der Erfindung beschrieben und in der Zeichnung darge stellt. Dabei zeigen: Fig. <B>1</B> eine sortierfähige Lochstreifenkarte mit einer Nachrichtenspeicherung in einer Zeile in na türlicher Grösse, Fig. 2 eine zur Faltung vorbereitete Lochstreifen- karte grösserer Länge und Breite mit einer Nach richtenspeicherung in zwei Zeilen und mit bereits aufgebrachten Sortierlochungen.
Die Lochstreifenkarte nach Fig. <B>1</B> besteht aus widerstandsfähigem Karton. Sie ist in der bei Loch karten üblichen Weise am Speicheranfang oben ab geschrägt. Die Karte ist für eine beliebig oft wieder holbare Wiedergabe der ganzen Nachricht oder von Teilen davon geeignet. Die Lochstreifenkarte ist durch die aufgebrachten Lochkombinationen 2 des Fünfer-Alphabets samt Transportperforationen<B>3</B> zur Verwendung in Fernschreiblochstreifen-Sendem ge eignet. Die Lochkombinationen 2 und die Transport löcher<B>3</B> sind zu diesem Zweck in der für Fern schreiblochstreifen üblichen Verteilung und Grösse ausgeführt.
Um insbesondere bei der Sortierung der Streifen von Hand die aufgedruckten, den Lochkom binationen zugeordnetenSchriftzeichen leichtlesen zu können, ohne-übeireinanderhegende Streifen weit gegen einander verschieben zu müssen, ist die Beschriftung nahe dem oberen Rand der Streifenkarte aufgedruckt, wobei jedes Schriftzeichen genau über seinem zuge ordneten Kodezeichen liegt. Das untere Drittel der Streifenkarte ist für das Aufbringen von Sortier- markierungen beliebiger Art freigehalten. Die Länge der Lochstreifenkarte beträgt angenähert 210 mm (entsprechend der Breite des Formats<B>DIN A</B> 4).
Sie ist jedoch ein ganzes Vielfaches einer Teilung der Transportperforation, wobei die ersten und letzten Transportperforationslöcher einen Abstand vom Rand besitzen, der einer halben Teilung entspricht.
Es ist iin Rahmen der Erfindung auch möglich, insbesondere ]deine Steuermarkierungen am oberen Rand der Streifenkarte anzubringen. Für den Fall, dass es mit Rücksicht auf entsprechend beschaffene Auswerteeinrichtungen notwendig ist, die Steuer- und Sortiermarkierungen nur am oberen Rand anzu ordnen, so ist es vorzuziehen, statt am oberen Rand am unteren Rand des Streifens die den Kodezeichen entsprechenden Schriftzeichen aufzudrucken.
Die Lochstreifenkarte <B>5</B> nach Fig. 2 unterschei det sich von der nach Fig. <B>1</B> insbesondere dadurch, dass auf ihr die Kodezeichenlochungen in zwei Zei len<B>6</B> und<B>7</B> angeordnet sind. Die zur Lochzeile<B>6</B> gehörigen Schriftzeichen sind dabei über dieser Zeile und die zur Lochzeile<B>7</B> gehörigen unter dieser un teren Zeile aufgedruckt. Ausserdem ist diese Loch- streifenkarte doppel so lang wie jene nach Fig. <B>1</B> gewählt. Die Wahl der Länge hat jedoch nichts mit der zweizeiligen Anordnung zu tun.
Die Lochstrei- fenkarte weist genau in der Mitte eine vorbereitete Faltstelle auf. Diese Faltstelle ist zwischen zwei Kodezeichen gelegt. Genügt die gegenüber jener nach Fig. <B>1</B> doppelte Länge der Lochstreifenkarte nicht oder soll säe auf eine andere Normallänge ab gestimmt werden, so sind gegebenenfalls entsprechend mehr Faltungen durchzuführen.
Die in Fig. 2 ferner eingezeichneten Sortiermar- kierungen können in der gleichen Weise auch bei der Lochstreifenkarte nach Fig. <B>1</B> verwendet sein. Es ist<B>in</B> vielen Fällen zweckmässig oder sogar er forderlich, sie gewissen Zeilenphasen der Lochstrei- fenkarte zuzuordnen bzw. sie in gewissen verein barten Abständen vom Anfang oder Ende der Karte oder auch von einem vereÜnbarten Zeichen etwa in einem Abstand, der einer gewissen ganzen Zahl von Lochteilungen entspricht, in Streifenrichtung ge zählt, anzubringen.
Typengruppenwechselzeichen erscheinen im Text als Zwischenräume. Die Erfahrung lehrt, dass in der Regel bei<B>82</B> Lochungen nicht mehr als<B>13</B> derartige Zeichen vorkommen. Wenn man daher<B>82</B> Lochun gen auf einer Lochstreifenkarte von 210 mm Länge vorsieht, so entspricht das unter dieser Vorausset zung mit Sicherheit einer Zeile von üblicherweise <B>69</B> Zeichen bei Blattschrift. Wählt man eine Loch- streifenkartenlänge von<B>297</B> mm, so lassen sich<B>116</B> Lochreihen unterbringen, was einer Blattschrift von 104 Zeichen gleichkommt.
Werden bestimmte Auszüge aus der Lochstrei- fenkarte beispielsweise auf telegraphischem Wege auf andere Lochstreifenkarten übertragen, so ist es zweckmässig, für bestimmte Zwecke Lochstreifen- karten mit bestimmten Merkmalen, z. B. farbige Karten, zu wählen, wobei eine Farbe etwa für die statistische Erfassung des Lagerbestandes, eine an dere für Buchhaltungszwecke oder für Produktions- oder Maschinensteuerung usw., dienen kann.
Im Rahmen der Erfindung sind noch verschie dene Veränderungen in der Ausgestaltung der Spei- cherstreifenkarte möglich. So können die Lochungen andere Formen haben oder als Schuppenlochungen ausgebildet sein. Dadurch wird die Verwaltungsmög lichkeit einer Lochstreifenkartei durch Blinde er leichtert. Der Streifen kann statt aus Karton auch aus filmartigem, schwer zerreissbarem Kunststoff be stehen. Bei Bedarf kann die Lochstreifenkarte auch einen Vordruck tragen, der etwa aus Linien und Überschriften besteht. Sie kann auch zusätzlich per foriert sein.