CH366414A - Vorrichtung zum Verteilen von Düngemitteln oder gekörntem Gut - Google Patents
Vorrichtung zum Verteilen von Düngemitteln oder gekörntem GutInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
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Description
Vorrichtung zum Verteilen von Düngemitteln oder gekörntem Gut Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Verteilen von Düngemitteln oder gekörntem Gut mit einem Vorratsbehälter für das zu verteilende Gut, der über einem um eine vertikale Achse drehbaren Verteilerteil montiert ist und in dem Hilfsmittel zum Zuführen des Gutes aus dem Vorratsbehälter zum Verteilerteil vorgesehen sind. Mit der Vorrichtung soll das Gut aus dem Vorratsbehälter zum Verteilerteil in regulierbarer Menge zugeführt werden, die konstant gehalten werden kann, ohne Rücksicht auf die Konsistenz des Gutes und auf die Drehgeschwindigkeit der Vorrichtung. Die Erfindung ist gekennzeichnet durch ein Mundstück, das mit seinem oberen Ende eine Aus trittsöffnung des Vorratsbehälters umgibt und mit seinem unteren Ende einen nach oben erweiterten Zuführungsbehälter umgibt, der ebenfalls drehbar um eine vertikale Achse angeordnet ist und ferner durch wenigstens eine regulierbare Offnung in der Wandung des genannten Mundstückes, so dass das Gut im Zuführungsbehälter durch die Offnung zum drehbar um die Achse des Zuführungsbehälters angeordneten Verteilerteil zugeführt wird. Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 ist ein Seitenriss der Vorrichtung gemäss der Erfindung ; Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie II-II gemäss Fig. 1 ; Fig. 3 ist ein Schnitt in vertikaler, axialer Richtung durch die Vorrichtung, wobei Teile desselben weggebrochen sind, und Fig. 4 ist ein horizontaler Schnitt nach der Linie IV-IV gemäss Fig. 3. In den Zeichnungen bezeichnet 1 einen Stütz- rahmen, der mit der Anhängeverkettung eines Schleppers verbunden werden kann und der einen Bolzen 2 und aufrechte Streben 3 zur Verbindung der unteren Glieder und des oberen Gliedes dieser Verkettung besitzt. Der Rahmen 1 enthält einen oberen horizontalen Ringteil 4, in dem ein Vorratsbehälter 5 für das zu verteilende Gut angeordnet ist. Der Behälter 5 ist mit einem trichterförmigen unteren Teil 6 mit einer Auslassöffnung 7 versehen. Das untere Ende des genannten Trichters 6 erstreckt sich frei in das kegelstumpfförmige obere Ende 8 eines sonst zylindrischen Mundstückes 9, das schwenkbar um eine vertikale Achse A in einem ringförmigen Teil 10 des Stützrahmens 1 angeordnet ist. Ein nach oben erweiterter Zuführungsbehälter 11, der zweckmässig kegelstumpfförmig ist, ist drehbar um die vertikale Achse A montiert und so angeordnet, dass der untere Teil des Mundstückes 9 das obere offene Ende des Behälters 11 umgibt. In der Wandung des Mundstückes 9 befindet sich eine zweckmässig quadratische Offnung 12, deren untere Rand kante nahezu auf gleicher Höhe mit dem oberen Rand des Zuführungsbehälters 11 ist. Zur Regulierung der Öffnung 12 ist ein Verschlussteil 13 in Form eines Schiebers gleitbar in Vertikalführungen 14, die auf dem Mundstück 9 an jeder Seite der Öffnung 12 befestigt sind, montiert. Der Schieber 13 kann in vertikaler Richtung verstellt werden und verringert oder vergrössert den Querschnitt der Offnung 12 entsprechend. Damit die Öffnung 12 in der Mitte eine grössere Höhe besitzt als an beiden Seiten, hat der Schieber 13 eine konkave untere Kante. Es kann auch mehr als eine regulierbare Öffnung im Mundstück 9 vorgesehen werden. Zur Betätigung des Schiebers 13 ist ein zweiarmi- ger Hebel auf einem Zapfen 15 gelagert, der in den radial verlaufenden Armen 16 auf dem Mundstück 9 befestigt ist. Der innere kürzere Arm 17 des Hebels läuft in ein rundgeformtes Ende 17'in einem U-förmigen Teil 18 auf dem Schieber 13 aus. Der äussere längere Arm 19 arbeitet mit einer Skala 20 so zusammen, dass der Öffnungsquerschnitt genau durch Bewegung des Armes 19 in vertikaler Richtung eingestellt werden kann. Ein radial ausgerichteter Hebel 21 ist mit Hilfe eines Kreuzstückes 22 auf der Unterseite der Arme 16 befestigt und dient zur Drehung des Mundstückes 9 im Stützring 10 zwecks Einstellung der Lage der Öffnung 12 in diesem in bezug auf die Fahrrichtung der Maschine. Dieser Hebel 21 kann mit einer nicht dargestellten Skala zusammenarbeiten und zeigt die genannte Lage an. Die Verteilungsvorrichtung weist einen hohlen, kegelstumpfförmigen Verteilerteil 23 auf, der das 'untere Ende des Mundstückes 9 umgibt. Dieser Teil 23 ist mit dem Zuführungsbehälter 11 mit Hilfe einer Anzahl Winkelarme 24 verbunden, die gleichmässig um den-Umfang desselben verteilt sind. Am oberen Ende dieses Teils 23 befindet sich ein äusserer Flansch 25, dessen Oberseite 25'einen spitzen Winkel mit der Achse des genannten Teils entsprechend der gewählten Austrittsrichtung des auszustreuenden Gutes bildet. liber dem Teil 23 ist ein kegelstumpfförmiger Schirm 26 mit einer oberen Öffnung 27 montiert, durch den das Mundstück 9 frei hindurchgehen kann. Die Wandung des Schirmes 26, der vorzugsweise aus Blech hergestellt ist, bildet einen Winkel zur Horizontalen, entsprechend demjenigen der Oberseite 25' des Flansches 25 und ist auf dem letzteren befestigt ; zwischen dieser Fläche 25'und dem Schirm 26 sind Abstandhalter 28 angebracht, so dass ein ringförmiger Zwischenraum 29 gebildet wird. Der Schirm 26 besitzt einen grösseren Aussendurchmesser als der Teil 23, dient als Stauvorrichtung und leitet das von diesem Teil ausgeworfene Gut genau in der gewünschten Richtung ohne Rücksicht auf die Drehzahl der Verteilervorrichtung. Auf der Unterseite des Schirmes 26 und gleichmässig um dessen Umfang herum verteilt, ist eine Anzahl Verteilerflügel 30 befestigt, die sich vom äusseren Rande des Schirmes und nach den Abstandhaltern 28 hin, wie dargestellt, erstrecken. Der Zuführungsbehälter 11 ist auf einer Hohlwelle 31 montiert, die drehbar um eine vertikale Achse in einem Getriebekasten 32 im Rahmen 1 angeordnet ist. Auf dieser Welle 31 ist ein Kegelrad 33 befestigt, das in ein Kegelrad 34 auf einer hori- zontalen Welle 35 eingreift, die im Kasten 32 gelagert ist. Das Vorderende der Welle 35 tritt nach aussen aus dem Kasten heraus, so dass die Welle in bekannter Weise mit der Zapfwelle des Schleppers verbunden werden kann. Eine vertikale Welle 36 ist drehbar in der Hohl- welle 31 und einem Lager 37 am Boden des Kastens 32 untergebracht und geht mit ihrem oberen Ende durch eine Öffnung im Boden des Zuführungsbehäl- ters 11 hindurch. An diesem oberen Ende ist eine Mutter 38 aufgeschraubt, die beispielsweise durch Anschweissen am unteren Ende eines Rührwerkteils 39 befestigt ist, das sich nach oben durch das Mundstück 9 hindurch erstreckt und danach parallel zur Innenoberfläche des Trichters 6 und zweckmässigerweise nahe an dieser, wie dargestellt. Die Welle 36 wird durch ein Stirnrad 40 auf der Welle 35 angetrieben, das mit einem Leerlaufgetrieberad 41 in Eingriff steht, welches drehbar auf einem Zapfen 42 gehalten wird. Ein Kegelrad 43, das mit dem Getrieberad 41 fest verbunden oder mit diesem aus einem Stück hergestellt ist, steht mit dem auf der Welle 36 befestigten Kegelrad 44 in Eingriff. Die Obertragung ist so gewählt, dass sich der Zuführungsbehälter 11 mit grösserer Geschwindigkeit als die Antriebswelle 35 dreht, während der Rührwerkteil 39 sich mit beträchtlich geringerer Geschwindigkeit als diese Antriebswelle bewegt. Der Rührwerkteil 39 dient dazu, um ein Festsetzen des Gutes im Vorratsbehälter zu verhindern. Wenn die Vorrichtung in Betrieb ist, drehen sich der Zuführungsbehälter 11 und der Verteilerteil 23 mit derselben Geschwindigkeit, und das Gut fliesst aus dem Behälter 5,6 durch die Austrittsöffnung 7 desselben in das Mundstück 9 und den Zuführungs- behälter 11. Infolge der Zentrifugalkraft strömt das Gut an der auseinandergehenden Wandung des Be hälters 11 entlang nach oben und geht durch die Öff- nung 12 hinaus auf die innere konische Oberfläche des Verteilerteils 23, von dem es durch die Zentrifugalkraft ausgeworfen und gegen den Schirm 26 geschleudert wird, der das Gut durch den Zwischenraum 29 und zwischen den Flügeln 30 auswirft. Durch diese Anordnung wird das Gut immer im selben Winkel zur Horizontalen ausgeworfen und dabei über einen gleich grossen Bereich des Feldes ohne Rücksicht auf die Drehzahl des Verteilers verteilt. Die Menge des durch die Öffnung 12 des Ver teilerteils zugeführten Gutes kann durch Einstellung der Offnung 12 genau reguliert werden. Die Verteilung von trockenem, gekörntem Gut ist von einer mehr oder weniger grossen Staubbildung begleitet. Um diesen Staub zu entfernen und ihn auf das Feld zu verteilen, ist eine Anzahl von Fächerflügeln 45 an der Oberseite des Schirmes 26 zur Erzeugung eines auswärtsgerichteten Luftstromes über dem ausgeworfenen Gut angeordnet. Um diesen Luftstrom parallel zum Strom des Gutes zu steuern, kann ein fester Schirm 46 über diesen Flügeln 45, wie in gestrichelter Linie in Fig. 3 dargestellt, montiert werden. Wenn ein mehr oder weniger klebriges Gut verteilt werden soll, kann es vorkommen, dal3 das Gut an der Wandung des Mundstückes 9 und auch im Behälter 11 kleben bleibt, so dass dieser mit einer mehr oder weniger grossen Menge des Gutes ange füllt ist, wodurch die Zuführung durch die Offnung 12 ungleichmässig wird. Um diesen Nachteil zu vermeiden, ist zweckmässig eine Rührstange 47 von quadratischem Querschnitt mit dem Behälter 11 verbunden, die vertikal nach oben am Rande des Behälters und in der Nähe der Innenfläche des Mundstückes 9 hervorgeht. Das obere Ende der Stange erstreckt sich über die obere Randkante der Öffnung 12 hinaus. Beim Drehen des Behälters 11 läuft diese Stange 47 an der Innenoberfläche des Mundstückes entlang und entfernt daran anhaftendes Gut. Gleichzeitig hilft die Stange, das Gut in dem unteren Teil des Mundstückes 9 in Bewegung zu bringen. Um eine Anhäufung von klebrigem Gut im Behälter 11 zu vermeiden, ist ein Abstreifer fest mit dem Mundstück 9 verbunden. Dieser Abstreifer besteht aus einem Arm 48, der etwas geneigt ist, um dem Umriss des Behälters 11 mit dem notwendigen Bewegungsabstand zu folgen. Der Arm besitzt einen vertikalen Teil 49, dessen oberes Ende an der Wandung des Mundstückes montiert ist, so dass die Rührstange 47 zwischen dem vertikalen Teil und der Oberfläche hindurchgehen kann, wenn sich der Be hälter 11 dreht. Dadurch, dass der Arm 48 nahe an der inneren Oberfläche des Behälters 11 angebracht ist, wird das Gut daran gehindert, sich anzuhäufen und am Behälter anzuhaften, wodurch eine Störung in bezug auf die beabsichtigte Versorgung durch die Offnung 12 vermieden wird. Da Stoffe von verschiedener Konsistenz mit verschiedener Geschwindigkeit durch die Verteilervorrichtung hindurchgehen, kann die Mittelachse des ausgestreuten Gutes hinsichtlich der Bewegungsrichtung der Vorrichtung seitlich versetzt werden. Durch die Einstellmöglichkeit des Mundstückes 9 kann eine solche Versetzung durch entsprechendes Drehen des Mundstückes korrigiert werden. Die Einstellmöglichkeit gestattet es auch, die Ausstreurichtung nach jeder Seite der Bewegungsrichtung der Vorrichtung zu leiten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Verteilen von Düngemitteln oder gekörntem Gut mit einem Vorratsbehälter (5,6) für das zu verteilende Gut, der über einem um eine vertikale Achse (A) drehbaren Verteilerteil (23) montiert ist und in dem Hilfsmittel (39) zum Zuführen des Gutes aus dem Vorratsbehälter zum Verteilerteil vorgesehen sind, gekennzeichnet durch ein Mundstück (9), das mit seinem oberen Ende eine Aus trittsöffnung (7) des Vorratsbehälters (5,6) umgibt und mit seinem unteren Ende einen nach oben erweiterten Zuführungsbehälter (11) umgibt, der ebenfalls drehbar um die genannte vertikale Achse (A) angeordnet ist und ferner durch wenigstens eine regulierbare Öffnung (12) in der Wandung des genannten Mundstückes (9), so dass das Gut im Zufuhrungs- behälter (11)durch die Offnung (12) zum Verteilerteil (23) zugeführt wird.UNTERANSPRUCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteilerteil (23) mit einem kreisrunden Stauteil (26) versehen ist, der eine nach unten in einem spitzen Winkel zur Horizontalen geneigte Fläche aufweist und dazu dient, ohne Rück- sicht auf die Drehgeschwindigkeit des Verteilerteils (23) dem Gut beim Ausstreuen eine vorbestimmte Austrittsrichtung zu erteilen.2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandnug des Mundstückes (9) mit einer Mehrzahl regulierbarer Öffnungen (12) versehen ist.3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen schieberartigen Verschlussteil (13) besitzt, der gleitbar auf dem Mundstück (9) montiert ist.4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Mundstück (9) um die genannte vertikale Achse (A) schwenkbar ist.5. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteilerteil einen mit dem Zuführungsbehälter (11) verbundenen rotierenden Körper (23) und einen kreisförmigen, kegelstumpfartigen Schirm (26) mit einem äusseren Durchmesser, der grösser als der des Körpers (23) ist, besitzt und der über dem Körper angeordnet und an diesem mit Hilfe von Abstandhaltern (28) befestigt ist, so dass ein ringförmiger Zwischenraum (29) zwischen dem Körper (23) und dem Schirm (26) vorhanden ist.6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilerflügel (30) auf der Unterseite des Schirmes (26) befestigt sind und sich vom Aussenrand desselben in den Zwischenraum (29) erstrecken.7. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ver teilerkörper (23) kegelstumpfförmig ist.8. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführungsbehälter (11) mit der Hohlwelle (31) fest verbunden ist, die durch ein Ubertragungsgetriebe (33,34) mit der Antriebswelle (35) in Verbindung steht.9. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie Hilfsmittel (39) zum Rühren des Gutes im Mundstück (9) und im Vorratsbehälter (5,6) besitzt.10. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 8 und 9, gekennzeichnet durch eine koaxiale und drehbar in einer Bohrung der Hohlwelle (31) angeordnete Rührwerkswelle (36) und ein tuber- tragungsgetriebe (43,44) das die Rührwerkswelle (36) mit der Antriebswelle (35) verbindet, wobei die Rühr- werkswelle (36) mit einer Geschwind'igkeit umläuft, die geringer als diejenige der Hohlwelle (31) mit dem Zufiihrungsbehälter (11) ist.11. Vorrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine Rührvorrichtung (47) im Zufüh- rungsbehälter (11), die sich nach oben zum äusseren Rande desselben und dicht an der Innenoberfläche des Mundstückes erstreckt.12. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, gekennzeichnet durch eine Stange (47) von quadratischem Querschnitt, die axial zum Zuführungsbehälter (11) vom äusseren Rande desselben absteht und deren oberes Ende sich nahezu in gleicher Höhe mit der oberen Randkante der Zuführungs- öffnung (12) des Mundstückes (9) befindet.13. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Abstreifer (48,49) im Zuführungsbehälter (11) dicht an dessen Innenoberfläche besitzt.14. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 13, gekennzeichnet durch einen an der Wandung des Mundstückes befestigten Arm (48).
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