CH366550A - Verfahren zur Herstellung basisch substituierter Phthalazine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung basisch substituierter Phthalazine

Info

Publication number
CH366550A
CH366550A CH5943358A CH5943358A CH366550A CH 366550 A CH366550 A CH 366550A CH 5943358 A CH5943358 A CH 5943358A CH 5943358 A CH5943358 A CH 5943358A CH 366550 A CH366550 A CH 366550A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
parts
phthalazine
phthalazines
production
weight
Prior art date
Application number
CH5943358A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz-Joachim Dr Engelbrecht
Dieter Dr Lenke
Mueller Hildegard
Original Assignee
Hydrierwerk Rodleben Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hydrierwerk Rodleben Veb filed Critical Hydrierwerk Rodleben Veb
Priority to CH5943358A priority Critical patent/CH366550A/de
Publication of CH366550A publication Critical patent/CH366550A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D237/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings
    • C07D237/26Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D237/30Phthalazines
    • C07D237/32Phthalazines with oxygen atoms directly attached to carbon atoms of the nitrogen-containing ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung basisch     substituierter        Phthalazine       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung von basisch substituierten     Phthal-          azinen    der     Formel     
EMI0001.0006     
    In dieser Formel bedeutet R einen     Aralkylrest,     der     gegebenenfalls    in     Parastellung    durch ein Chlor  atom oder die     Methoxygrappe        substituiert    sein kann.  



  Die neuen Verbindungen werden     erfindungsgemäss     erhalten, indem man in     1-Stellung        halogenierte          Phthalazine    der Formel  
EMI0001.0016     
    mit     f-Dimethylaminoäthylalkohol    in Form seiner       Alkaliverbindung    umsetzt. In dieser Formel steht       Hal    für ein Halogenatom.  



  Als Ausgangsstoffe für das Verfahren kommen  beispielsweise folgende     Phthalazinderivate    in Be  tracht:         1-Chlor-4-benzyl-phthalazin,          1-Chlor-4-p-chlorbenzyl-phthalazin,          1-Brom-4        p-methoxybenzyl        phthalazin.     



  Zur Durchführung der Kondensation, die nach an  sich bekannten Methoden erfolgt,     lässt    man z. B. auf  die Lösung eines     Alkalimetalls        in    überschüssigem       ;B-Dimethylaminoäthanol    das     halogenierte        Phthalazin     in     äquimolekularen    Mengen (bezogen auf     Alkali-          metall)        zunächst    unter Rühren und Kühlen einwirken  und     vervollständigt    dann die Reaktion durch mehr  stündiges Erhitzen bei der Siedetemperatur des       Aminoalkohols.    Man kann auch so verfahren,

   dass  man den     Aminoalkohol    in Gegenwart eines mit  Wasser nicht mischbaren organischen     Lösungsmittels,     z. B.     Benzol,        Toluol    oder     Xylol,    mit der     äquimoleku=     Laren Menge eines     Alkaliamids,    vorzugsweise     Na-          triumamid,    wie üblich behandelt und nach Beendi  gung der     Ammoniakentwicklung    bei Siedetemperatur  des Lösungsmittels mit dem     halogenierten        Phthalazin     umsetzt.  



  Die Aufarbeitung der Reaktionsprodukte erfolgt  in     üblicher    Weise, beispielsweise durch Auswaschen  der Reaktionslösung     mit    Wasser oder durch Aus  ziehen derselben mit einem mit Wasser nicht misch  baren     Lösungsmittel,    z. B. Äther oder Benzol, und  Waschen der Lösung mit Wasser. Die Gewinnung  der Endprodukte kann entweder durch Vakuumdestil  lation oder     Überführung    in geeignete     Salze    vor  genommen werden. Die freien Basen lassen sich  auch in     üblicher    Weise     quaternisieren.     



  Die als Ausgangsstoffe verwendeten     Phthalazin-          derivate    sind nach bekannten     Verfahren        erhältlich,     z. B. durch Behandlung von in     4-Stellung        aralkyl     substituierten     Phthalazonen    mit     Phosphoroxychlorid.     Die     in        4-Stellung    substituierten     Phthalazone    selbst      können nach gleichfalls bekannten     Methoden    gewon  nen werden, z.

   B. durch Kondensation von     Hydrazin          mit        Benzalphthalid,        p-Chlorbenzalphthalid,        p-Meth-          oxybenzalphthalid.     



  Die nach dem beanspruchten Verfahren erhält  lichen Verbindungen stellen     wertvolle    Arzneimittel  dar, die     in    der Literatur bisher nicht beschrieben  sind. Bekannt sind     lediglich    basisch substituierte       Bis-alkyläther    des     Pyridazins        (Helv.        Chim.    Acta 37  [1954], 121 ff.) sowie basisch     substituierte    Mono  äther des     Phthalazons        (1-Oxo-1,2-dihydrophthalazin),

       die zusätzlich am     Amidstickstoff    basisch     substituiert     sind     (DAS   <B>1005</B> 072). Die bekannten Verbin  dungen, von denen die     letztgenannten        analgetische,          antipyretische    und     antiphlogistische    Wirkung auf  weisen, unterscheiden sich wesentlich von den nach  der vorliegenden     Erfindung        erhältlichen    Stoffen, und       zwar    sowohl bezüglich ihrer chemischen     Konstitu-          tion    als auch ihrer pharmakologischen Eigenschaften.

    Es wurde nämlich gefunden, dass sich die neuen Ver  bindungen im Gegensatz zu den     erwähnten    bekann  ten Stoffen vor allem durch     histaminolytische,          spasmolytische    und     lokalanästhetische    Wirksamkeit  auszeichnen, wobei insbesondere die starke, spezifi  sche und langanhaltende     Antihistaminwirkung    der  neuen Verbindungen hervorzuheben ist. Von bereits  bekannten, ähnlich wirkenden Stoffen weichen sie in  ihrer     Konstitution    weitgehend ab und stellen     somit     einen neuen Typ     hochwirksamer        Antihistaminica    dar.

    Sie lassen sich auch zur Herstellung von Penicillin  salzen     mit    Depotwirkungen verwenden.  



  <I>Beispiel 1</I>  8,9 Gewichtsteile     ss-Dimethylaminoäthylalkohol,     gelöst in 75     Volumteilen        Xylol,    werden mit 4 Ge  wichtsteilen     Natriumamid    unter Rühren so lange auf  dem Wasserbad erhitzt, bis kein Ammoniak mehr  entweicht.

   Nach dem Abkühlen auf etwa     1011C     werden hierzu     allmählich    25,5 Gewichtsteile     1-Chlor-          4-benzyl-phthalazin,    F.<B>1520</B> C [hergestellt durch Er  hitzen von     4-Benzyl-phthalazon-(1)    mit     Phosphoroxy-          chorid]    zugegeben und das Gemisch einige Stunden  auf etwa 1400 C erhitzt.     Anschliessend    wird vom       Kochsalz        abgenutscht    und die     Xylollösung        mit     Wasser gewaschen.

   Nach dem     Abdestillieren    des Lö  sungsmittels     hinterbleiben    25,8     Gewichtsteile        1-(ss          Dimethylaminoäthoxy)-4-benzyl-phthalazin    (Kp     o,5    201  bis<B>2080</B> C), dessen Hydrochlorid bei     178a    C     schmilzt.     Das     Jodmethylat    der Base hat einen     Schmelzpunkt     von     186a    C.

      <I>Beispiel 2</I>  2,3 Gewichtsteile metallisches Natrium werden in  einem     Gemisch,    bestehend aus 20 Gewichtsteilen         ,B-Dimethylaminoäthylalkohol    und 100     Volumteilen          Toluol,    zur     Auflösung    gebracht und unter Kühlen  auf     -f-   <B>100</B> C und Rühren allmählich mit 30 Ge  wichtsteilen 1-     Chlor-4-p-methoxybenzyl    -     phthalazin     [hergestellt durch Erhitzen von     4-p-Methoxybenzyl-          phthalazon-(1),    F. 196  C, mit     Phosphoroxychlorid]     versetzt. Anschliessend wird einige Stunden zum Sie  den erhitzt.

   Nach dem Abkühlen wird mit Wasser  gewaschen und die     Toluolschicht    getrocknet. Nach       Abdestillieren    des     Toluols    werden 21,3 Gewichtsteile  1-     (ss    -     Dimethylaminoäthoxy)    - 4 - p -     methoxybenzyl-          phthalazin        (Kpo,l.5    219-226  C) erhalten.  



  Analog hierzu werden aus 50 Gewichtsteilen  -     Dimethylaminoäthylalkohol,    1,2 Gewichtsteilen  metallischem Natrium und 18 Gewichtsteilen     1-Brom-          4    - p -     chlorbenzyl    -     phthalazin    [hergestellt durch Er  hitzen von     4-p-Chlorbenzylphthalazon-(1),    F. 218  C,  und     Phosphorpentabromid],    14,5 Gewichtsteile 1-(ss  Dimethylaminoäthoxy) - 4 -     p-chlorbenzyl-phthalazin          (Kp,a,s        218-222a    C) erhalten, dessen Hydrochlorid  bei     239-240a    C     schmilzt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung basisch substituierter Phthalazine der Formel EMI0002.0100 in der R einen Aralkylrest bedeutet, der gegebenen falls in Parastellung durch ein Chloratom oder die Methoxygruppe substituiert ist, dadurch gekennzeich net, dass man in 1-Stellung halogenierte Phthalazine der Formel EMI0002.0107 mit ss-Dimethylaminoäthylalkohol in Form seiner Alkaliverbindung umsetzt, wobei Hal für ein Halo genatom steht.
CH5943358A 1958-05-13 1958-05-13 Verfahren zur Herstellung basisch substituierter Phthalazine CH366550A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH5943358A CH366550A (de) 1958-05-13 1958-05-13 Verfahren zur Herstellung basisch substituierter Phthalazine

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH5943358A CH366550A (de) 1958-05-13 1958-05-13 Verfahren zur Herstellung basisch substituierter Phthalazine

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH366550A true CH366550A (de) 1963-01-15

Family

ID=4522329

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH5943358A CH366550A (de) 1958-05-13 1958-05-13 Verfahren zur Herstellung basisch substituierter Phthalazine

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH366550A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1989007599A3 (en) * 1988-02-09 1989-10-19 Univ Georgia State Novel diazines and their method of preparation
US4963676A (en) * 1988-02-09 1990-10-16 Georgia State University Foundation, Inc. Di-substituted phthalazines

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1989007599A3 (en) * 1988-02-09 1989-10-19 Univ Georgia State Novel diazines and their method of preparation
US4963676A (en) * 1988-02-09 1990-10-16 Georgia State University Foundation, Inc. Di-substituted phthalazines

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2130030A1 (de) Fungizide und bakterizide Mittel
AT391866B (de) Verfahren zur herstellung neuer s-triazolo (1,5-a) pyrimidine
CH366550A (de) Verfahren zur Herstellung basisch substituierter Phthalazine
CH417630A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen cyclischen 2,3-O-Acetalen und 2,3-O-Ketalen von Butantetrolestern
DE1046626B (de) Verfahren zur Herstellung basisch substituierter Phthalazine
DE936747C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyrimidinderivaten und deren Salzen
DD158848A5 (de) Substituierte phenyl-trazolyl-vinyl-ketone,verfahren zu ihrer herstellung sowie ihre verwendung als fungizide
AT255409B (de) Verfahren zur Herstellung neuer substituierter Benzimidazolderivate und ihrer Salze
AT248416B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten Hydrazinverbindungen und deren Salzen
AT234691B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Piperidinderivaten
AT367041B (de) Verfahren zur herstellung neuer aminosubstituier- ter 4,5,6,7-tetrahydro-1h (oder 2h)-indazole und deren saeureadditionssalzen sowie optischen isomeren hievon
DE3020113A1 (de) 2-(1-naphthyl)piperidin-derivat, dessen herstellung sowie die verwendung als antimykotika
DE1670976C3 (de) N-Trityl-imidazole
AT239209B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen bicyclisch substituierten Aminoalkanen sowie deren Salzen und quaternären Ammoniumverbindungen
AT289809B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Morphanthridinen sowie von ihren Säureadditionssalzen
AT276382B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Phenylisoindolderivaten und deren Salzen
AT347424B (de) Verfahren zur herstellung von neuen tertiaeren aminen sowie deren saeureadditionssalzen
AT278818B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen N-(Cycloalkyloxy-alkyl)-piperazinderivaten, ihren Salzen und quartären Derivaten
AT307434B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Pyrimidin-Derivate und ihrer Salze
AT238197B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Triazolidinen
AT275525B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridyl-dihydroisochinolinen und von deren Salzen
AT218520B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Piperidin- und Tetrahydropyridinderivaten
AT360991B (de) Verfahren zur herstellung neuer 1-alkyl-4- phenylpiperidinderivate und von deren salzen und optisch aktiven verbindungen
AT367042B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 4,5-dihydro-1h (oder 2h)-indazolen und deren saeureadditions- salzen sowie optischen isomeren hievon
AT276380B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Phenylisoindolderivaten und deren Salzen