CH366598A - Verfahren zum Zünden von gleichstromgespeisten Leuchtröhren und Zündschalter zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Zünden von gleichstromgespeisten Leuchtröhren und Zündschalter zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zum Zünden von gleichstromgespeisten Leuchtröhren und Zündschalter zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Zünden von gleichstromgespeisten Leuchtröhren, z. B. von Niederdruck-Gasentladungslampen, an deren Kolbenwand sich ein Belag aus fluoreszieren dem Material befindet, und auf einen Zündschalter zur Durchführung des Verfahrens.
Wenn Leuchtröhren mitGleichstrom,insbesondere Gleichstrom relativ niedriger Spannung, betrieben werden sollen, bietet die Zündung besondere Pro bleme.
So ist z. B. bei der Beleuchtung von Eisenbahn waggons, deren Beleuchtungsnetz üblicherweise durch eine Akkumulatorenbatterie gespeist wird, weshalb es nicht :erwünscht ist, Spannungen von über etwa 60=84 Volt zu verwenden, die Zündung der Leuchtröhren mit bedeutenden Schwierigkeiten verbunden.
Bei den allgemein beliebten und deshalb am meisten verwen deten Glimmentladungs-Zündschaltern setzt bei so geringen Spannungen die Glimmentladung nicht ein, und d'iesel'ben können daher in solchen Fällen über haupt nicht verwendet werden. Es 'ist deshalb an- lässlich der Speisung der Leuchtröhren mit solchen geringen Gleichspannungen bekannt, solche Schal tungen zu verwenden, bei denen die Tathode der Leuchtröhre zwecks Ermöglichung der Zündung der Röhre vor der Zündung aufgeheizt werden kann.
Bei den meislverbreiteten solchen Schaltungen gelangt ausser einem ohmischen Stabilisierungswiderstand auch noch ein ebenfalls ohmischer Kathodenanheiz- widerstand zur Verwendung.
Nach dem Zünden. der Röhre soll aber bekanntlich: die Kathodenheizung nicht fortgesetzt werden, da deren Stromverbrauch nach dem Zünden der Röhre nur eine überflüssige Stromvergeudung bedeutet, und hauptsächlich auch deshalb, weil die derart fortgesetzte Heizung durrch Überlastung der Kathode die Lebensdauer der Leuchtröhre verringern würde.
Bei den meisten bis her bekannten solchen Zündschaltungen wird die Unterbrechung des Kathodenstromkreises mittels eines besonderen, handbetätigten Schalters bewerk stelligt, wodurch aber die Schaltanordnung verwickelt und nicht ganz einfach zu behandeln: sein, wird.
Es russ nänflich zuerst mittels eines Schalters der ganze Stromkreis eingeschaltet werden, und hienach erfolgt die Einschaltung der Kathodenheizung ,mittels eines handbetätigten Druckknopfschalters, mittels welchem die Kathodenheizung so lange aufrechterhalten wird, bis die Röhre gezündet hat.
Man russ daher den Druckknopf so lange niedergedrückt halten, bis die Röhre stabil' deuchtet. Bei anderen bekannten Schal- tungen wird die Röhre mittels, eines in einer Selbst induktionsspule erzeugten Spannungsstosses gezündet, doch ist diese Spule ziemlich umfangreich, schwer und teuer und diese Art der Zündung nicht genügend sicher, so dass oft ein Flackern der Röhre bis zum stabilen Brennen bemerkbar ist, weil der Kathoden- -Anheizstromkreis oft vorzeitig unterbrochen wird.
Die Erfindung bezweckt die Vereinfachung der Zündung von gleichstromgespeisten Leuchtröhren und die Vermeidung der genannten Nachteile.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren 'zum Zünden von gleichstromgespeisten Leuchtröhren, bei welchem eine die Röhre speisende Gleichstromquelle, ein Schalter, ein Stabilisierungswiderstand, der mit der Anode der Leuchtröhre in Reihe geschaltet wird, und ein zweiter Widerstand, der mit der Kathode .der Röhre in Reihe geschaltet wird und die Anheizstrom- stärke der Kathode beeinflusst, verwendet werden,
wobei die eine Stromzuführung der Kathode der Leuchtröhre unmittelbar an den negativen Pol der Gleichstromquelle angeschlossen wird, während die andere Stromzuführung der Kathode unter Zwischen- schaltung des die Anheizstromstärke der Kathode beeinflussenden Widerstandes und die Anode unter Zwischenschaltung des Stabilisierungswiderstandes mit dem Schalter verbunden wird,
der anderseits an den positiven Pol der Gleichstromquelle angeschlos sen wird, welches Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass der Kathodenanheizstrom selbsttätig nach erfolgter Zündung der Leuchtröhre ausgeschaltet wird, indem mit dem die Anheizstromstärke der Ka thode beeinflussenden Widerstand der Kontakt eines Relais in Reihe geschaltet wird, das in seiner Ruhe lage den Kathodenanheizstromkrei.s geschlossen hält und unter Einwirkung des Betriebsstromes der Leuchtröhre den Kathoden-Anheizstromkreis unter bricht.
Dabei kann beispielsweise ein thermisches oder ein elektromagnetisches Relais verwendet werden, und es kann .der Einfachheit halber mindestens einer der Widerstände mit dem Relais zu einer Einheit zusammengebaut sein.
Besonders vorteilhaft kann das Verfahren unter Verwendung des erfindungsgemässen Zündschalters durchgeführt werden, welcher gekennzeichnet ist durch einen luftdicht abgeschlossenen und evakuier ten oder gasgefüllten Kolben, der mit mindestens drei Stromzuführungen versehen ist und zwei Wider- standswendeln verschiedenen Widerstandes, die zweckmässig Wolframdrahtwendel!n sind, und min destens eine Bimetallelektrodeenthält,
die in ihrer Ruhelage mit einem der Widerstände in elektrisch leitender, kontaktschliessender Verbindung steht und derart angeordnet ist, dass sie unter Einwirkung der in mindestens einer der Widerstandswendeln entwik- kelten Joule-Wärme diese kontaktschliessende Ver bindung unterbricht.
Anhand der Zeichnung sollen nachstehend Aus- führungsbeispiele des erfindungsgemässen: Verfahrens näher erläutert werden.
Die Fig. 1, 2 und 5 zeigen Schaltungen, welche zum Zünden von Leuchtröhren verwendet werden können, und die Fig. 3 und 4 zeigen beispielsweise Ausführungs formen des -erfindungsgemässen Zündschalters. Hiebei betrifft Fig. 1 eine solche Anordnung, bei welcher ein Bimetallschalter 14, 15 (Thermorelais) und zwei Widerstände zu einer baulichen Einheit zu sammengefasst sind, und zwar zum Zündschalter ge mäss Fig. 3.
Fig. 2 veranschaulicht eine solche Anord nung, bei welcher der Bimetallschalter und ein Stabi- lisierungswiderstand eine bauliche Einheit bilden, während der Widerstand im Heizstromkreis der Ka thode für sich eine Einheit bildet.
Die Wirkungsweise der Schaltanordnung gemäss Fig. 1 ist die folgende: Wenn der Schalter 16 ge schlossen wird, wird hiedurch der Heizstromkreis der Kathode 18 der Leuchtröhre 11 geschlossen. Der Strom fliesst vom positiven Pol der Stromquelle 17 durch den Schalter 16, den Kathoden-Heizvorwider- stand 13, das hakenartige Glied 15 und die Bimetall- lamelle, im folgenden Bimetallelektrode 14 genannt, zur Kathode 18 und von dort zum negativen Pol der Stromquelle.
Infolge ihrer in der Zeichnung dar gestellten Schaltung zündet .die Röhre 11, sobald ihre Kathode 18 auf die erforderliche Betriebstemperatur aufgeheizt worden ist. Der Betriebsstrom der Röhre wird durch den Widerstand 12 begrenzt, dessen eines Ende an die Anode 19 der Leuchtröhre und dessen anderes Ende durch den Schalter 16 an den positiven Pol der Stromquelle 17 angeschlossen ist.
Unter Ein wirkung der im Stabilisierungswiderstand 12 und der im Kathodenheizvorwiderstand 13 entwickelten Joule- Wärme wird die B.knetallelektrode 14 erhitzt, und an lässlich ihrer hiedurch verursachten Verbiegung un terbricht das hakenartige Glied 15 den Heizstrom kreis dier Kathode.
Da der Widerstand 12 ständig durch den Betriebsstrom der Leuchtröhre durchflos sen wird, verbleibt die Bimetallelektrode 14 während des Brennens der Leuchtröhre 11 ständig warm und daher in verbogenem Zustand, in welchem der Ka- thodenheizstromkreis der Leuchtröhre unterbrochen ist.
Wird nun die Leuchtröhre mittels des Schalters 16 ausgeschaltet, fliesst kein Strom mehr durch den Widerstand 12, die Bimetall@elektrod'e 13 kühlt sich daher ab und das Glied 15 gelangt mit dem Ende des Widerstandes 13 wieder in stromleitende Verbin dung. Sobald diese Kontaktschliessung erfolgt ist, kann durch Schliessung des Schalters 16 die Leucht röhre wieder gezündet werden.
Die Wirkungsweise der Schaltanordnung gemäss Fig. 2 ist mit der oben beschriebenen identisch, da an derselben die Tatsache, dass der Heizvorwider- stand 13 der Kathode eine besondrere Einheit bildet und demnach zur Beheizunig der Bimetallelektrode 14 überhaupt nicht beiträgt, prinzipiell nichts ändert.
Die Verwendung dieser Schaltanordnung kann z. B. in solchen Fällen vorteilhaft sein, wenn infolge besonderer Umstände die Gefahr besteht, dass sich die Bimetallelektrode unter Einwirkung der im Wi derstand 13 allein entwickelten Wärme, das heisst noch bevor .die Leuchtröhre 11 gezündet hätte, ver biegend, den: Kathodenheizstromkreis vorzeitig unter bricht.
Normalerweise ist diese Gefahr nicht vorhan den, da es keine Schwierigkeiten verursacht, die An ordnung derart zu wählen, dass die kontaktöffnende Erhitzung der Bimetallelektrode nur unter Einwir kung der in beiden Widerständen entwickelten Wärme und daher erst nach dem Zünden der Leuchtröhre erfolgt.
Der in Fig.3 dargestellte Zündschalter besitzt den mit Stickstoff gefüllten Glaskolben 21, der am aus z. B. Kunststoff bestehenden Sockel 22 befestigt ist und die Walframdrahtwendeln 23 und 24 enthält. Die Bimetal'felektrodte 25 ist zwischen den oben genannten Wendeln angeordnet und an ihrem beweg lichen Ende mit dem hakenförmigen Kontaktglied 26 versehen, welches aus einem Metalldraht besteht und an die Bimetallelektrode angeschweisst sein kann. Die Wendel 23 wird durch den, aus z.
B. Molybdändraht oder Nickel bestehenden Träger 27 und die Wendel 24 durch den ähnlichen Träger 28 gehaltert, an denen ihre oberen Enden befestigt sind. Die unteren Enden der Wendeln 23 bzw. 24 sind mittels der Stromzufüh rungen 32 bzw. 33 an die Kontaktstifte 37 bzw. 35, die Bimetallelektrode 25 mittels der Stromzuführung 34 an den Kontaktstift 36 angeschlossen, der Kon taktstift 38 besizt keinen Anschluss, ist daher leer .
Die Träger 27 und 28 und das ortsfeste Ende der Bimetallelektrode sind im Fuss 39 des Schalters be festigt, wobei der Träger 28 und damit .das obere Ende der Wendel 24 ebenfalls mit dem Kontaktstift 37 verbunden sind. Die Drähte 40 und 41 dienen zum Stützen der Wolframdrahüwendeln und sind anein ander mittels der Glasperle 42 befestigt.
Die Wirkungsweise des Zündschalters gemäss Fig. 3 kann am einfachsten erläutert werden, wenn man sich diesen Zündschalter in die an Fig. 1 dar gestellte Schaltung .eingefügt vorstellt, da ja der Zündschalter die in Fig. 1 mit 13 und 12 bezeich neten Widerstände nebst dem dort mit 14, 15 be zeichneten Bimetallrelais mit hakenartigem Glied ent hält.
Die Wolframdrahtwendeln 23 bzw. 24 entspre chen den Widerständen 13 bzw. 12, die Bimetald@- elektrode 25 und das hakenartige Glied 26 den Glie dern 14 bzw. 15 der Fig. 1. Wenn daher der Schalter 16 der Fig. 1 geschlossen wird, fliesst der Strom durch die Wendel 23, der Bimetallelektrode 25 und das Kontaktglied 26 und heizt die Kathode 18 der Röhre 11 (Fig. 1) an.
Sobald die Röhre 11 zündet, fliesst ihr Betriebsstrom durch die Wendel 24 und daher wird die Bimetallelektrode 25 nun derart erhitzt, dass sie mittels des Gliedes 26 den Heizstromkreis der Ka thode unterbricht. Durch die Wendel 24 fliesst aber der Betriebsstrom von der Anode 19 der Röhre weiter, die Bimetallelektrode bleibt daher im warmen, ver bogenen Zustand, solange die Leuchtröhre 11 brennt, und daher bleibt während dieser Zeit der Heizstrom- kreis der Kathode 18 unterbrochen, die Wendel 23 kann sich also abkühlen.
Wird der Schalter 16 ge öffnet, erlischt die Leuchtröhre 11, die Wendel 24 erhält nicht mehr Strom, kühlt sich ab, erwärmt die Bimetallelektrode 25 nicht mehr und dieselbe schliesst daher mittels des Gliedes 26 den Kontakt zwischen dem Träger 27 bzw. der Bimetallelektrode und der Wendel 23. Hienach kann also durch Schlie ssen des Schalters 16 die Kathode 18 wieder angeheizt und die Leuchtröhre 11 gezündet werden.
Die Verwendung von Widerständen in der Form von Wolframdrahtwendeln ist deshalb vorteilhaft, weil dieselben- eine stark positive Widerstandscharak teristik aufweisen und daher weitgehend imstande sind, allfällige Schwankung der Betriebsspannung auszugleichen.
Die Bimetallelektrode 25 ist so angeordnet, dass sie sich bei Erwärmung gegen die Wendel 23 hin bewegt, mit welcher sie in der Ruhelage in kontakt schliessender Verbindung steht. Damit ist dafür ge sorgt, dass die Bimetallelektrode 25 unter keinen Um- ständen mit der Wendel 24 in Berührung kommen und dieselbe kurzschliessen kann,
wodurch ein Aus brennen der Leuchtröhre verursacht werden könnte. In der Ruhelage der Bimetallelektrode 25 berührt das hakenförmige Glied 26 den Träger 27 auf der von der Bimetallelektrode abgewandten Seite.
Es .ist klar, dass das obere Ende der Wendel 24 auch mit denn Kontaktstift 36 verbunden sein könnte, wobei dann kn Betrieb dieser Kontaktstift mit dem positiven Pol der Gleichstromquelle verbunden und der Strom in umgekehrter Richtung durch die Rei henschaltung der Wendel 23 und der Bimetallelek- trode 25 fliessen würde. Das obere Ende der Wendel könnte aber auch gesondert aus dem Zündschalter herausgeführt, das heisst mit einem vierten Kontakt stift verbunden sein.
Der Glaskolben 21 könnte auch evakuiert oder mit Wasserstoff gefüllt sein.
Der in Fig. 4 der Zeichnung veranschaulichte Zündschalter mit zwei Bimetallelektroden besitzt den mit Stickstoff gefüllten Glaskolben 100, der unten den üblichen, z. B. aus Kunststoff bestehenden Sok- kel 200 trägt.
Dieser Sockel isst in der Zeichnung mit strichpunktierten Linien angedeutet, damit die inner halb desselben befindlichen Teile klargezeigt werden können. Die Wolframdrahuvendel 300 dient als Ka- thodenheizvorwiderstand und die Wolframdrähtwen- del 400 als Stabilisierungswiderstand. Durch diese Wendel 400 wird die Birnetallelektrod'e 500 erhitzt,
die zwecks Veranschaulichung der dahinterliegenden Konstruktionsteile mit strichpunktierten Linien an gedeutet worden ist. Die andere Bimnetallelektrode 600 wird durch die Wendel 300 erhitzt. Die Bimetall elektrode 500 trägt an ihrem freien Ende das haken förmige Kontaktglied 70 und die Bimnetallielektrode 600 das ebenfalls hakenförmige Kontaktglied 80.
Das Bezugszeichen 90 bezeichnet einen HalteTun@gs- draht der Wendel 300 und das .Bezugszeichen 101 einen anderen Halterungsdraht, der zur Versteifung dient und einen Halterungsdraht der Wendel 400 bil det.
Das Bezugszeichen 110 bezeichnet den gemein- samen Haliterungsdraht der Bimetallelektxode 600 und der Wendel 300, das Bezugszeichen 120 den Halterungsdraht der B.imetallelektrodt 500. Die An schlussleitung 130 verbindet den Halterungsdraht 90 mit dem Kontaktlstift 170, die Anschlussleitung 140 den Halterungsdraht 110 mit dem Kontaktstift 180.
Die Anschlussleitung 150 verbindet den Halterungs- draht 120 mit dem Kontaktstift 190, und die An- schlussleitung 160 verbindet den Haliterungsdraht 101 mit dem Kontaktstift 201.
Diese Verbindungsleitun- gen führen durch den üblich geformten Quetschfuss 220 des Zündschalters, in welchem die Halterun,gs- drähte gasdicht eingeischmolzen sind.
Die einzelnen Teile des Zündschalters werden miteinander mittels der Glasperlen 280 und 290 verbunden, die mit den Halterungsdrähten 230 und 240, ferner 260 und 270 in Verbindung stehen und die Wendell'n 300 bzw. 400 werden auch durch die Halterungsdlähte 250 bzw.
301 festgehalten. Die Wirkungsweise dieses Zündschalters kann ebenfalls am .einfachsten erläutert werden, wenn man sich diesen Zündschalter in die an Fig. 1 der Zeich- nung dargestellte Schaltung eingefügt vorstellt.
Die ser Zündschalter gehört nämlich zu der in dieser Figur dargestellten Schaltanordnung und enthält den an dieser Figur dargestellten Stabilisierungswiderstand 12 in Form der Wendel 400 und den Kathodenheiz- vorwiderstand 13 der vorgenannten Figur in Form. der Wendel 300.
Der wesentliche Unroenschied ist, dass die Bimetallel'ektrode 14 der vorgenannten Figur nebst dem Kontaktglied 15 doppelt vorhanden ist.
Falls nun desr Schalter 16 der obergenannten Fig. 1 geisehlossen wird:, fliesst der Strom durch die Wendel 300 und das Kontaktglied 80 und,
erhitzt daher die Kathode der Leuchtröhre. Nach dem Zünden der Leuchtröhre hört die Berührung zwischen dem ha kenartigen Kontaktglied 80 der Bimetallelektrode 600 und dem hakenartigen Kontaktglied 70 der Bimetall- elektrode 500 auf, hiedurch wird also der Kathoden- anheizstrom, unterbrochen. Der Betriebsstrom,
der Röhre erhitzt aber nun die Wendel 400 und hiedurch die Bimetallel!ektrode 500, wodurch deren haken- artiges Kontaktglied 70 sich vom anderen hakenarti gen Kontaktglied 80 noch weiter entfernt.
Dem zufolge können sich :diese Kontaktgliedier selbst dann nicht wieder berühren, wenn die Bimetallelaktrode 600 infolge ihrer Abkühlung wieder in ihre ursprüng liche Lage zurückzukehren trachtet, die sie jedoch unter Einwirkung der durch die Wendel 400 entwi'k- keltenWärme nicht ganz erreicht.
Beim Öffnen -des Schalters 16 :der vorerwähnten Fig. 1 hört die Erhit zung der Wendel 400 auf, die durch dieselbe erhitzte Bimetallelektrode 500 kühlt sich ab und schliesst da durch den Kathodenanheizstromkreis wieder. Sobald dies erfolgt ist, kann die Leuchtröhre durch Schliessen des vorerwähnten Schalters 16 wieder gezündet wer den.
Bei der an Fig. 5 der Zeichnung veranschaulich- ten Schaltskizze ist, wie irr Fig. 1, der negative Pol der die Leuchtröhre 11 speisenden Gleichstromquelle 17 an die Kathode 18 und der positive Pol dieser Gleichstromquelle an den Schalter 16 angeschlossen. Beim Schliessen des Schalters 16 fliesst daher Strom zum Kontaktpaar 800 des elektromagnetischen Re lais, dessen Magnetspule 900 Strom aber nur mach dem Zünden der Röhre 11 erhält.
Demzufolge berüh- ren sich jetzt noch die Kontakte des Kontaktpaares 800 und der Strom fliesst durch dieselben, dem Ka- thodenheizvorwiderstand 13 und der Kathode 18 zum negativen Pol der Gleichstromquelle.
Durch die Spule 900 und den Stabilisierungswiderstand 12 erhält aber gleichzeitig die Anode 19 der Röhre 11 Spannung, und die Röhre zündet daher sofort, nachdem die Ka thode 18 auf die zur ausreichenden Emission dersel ben erforderliche Temperatur erhitzt worden ist.
Nun fliesst aber der Betriebsstrom der Röhre durch den Widerstand 12 und die Spule 900, das Mais zieht an, trennt daher die Kontakte des Kontaktpaares 800 voneinander und unterbricht hiedurch den: Katho- denh,-izstrom der Reihre 11 sofort.
Da der Wider stand: 12 eine stark positive Charakteristik aufweist, fliesst beim Zünden der Röhre ein dien stabilen Be triebsstrom desselben übersteigender Strom durch die Spule 900, wodurch energisches Anziehen des Relais gesichert ist. Solange der Schialter 16 gefsahlossen bleibt, brennt die Röhre 11, bei Öffnung dieses Schal ters wird aber die Spule 900 stromlos und die Kon takte des Kontaktpaares 800 berühren einander da her nun wieder.
Der Schalter 16 kann, demnach so fort wieder geschlossen und hiedurch die Röhre 11 ohne jegliche Verzögerung sofort wieder gezündet werden.
In dem in der Zeichnung dargestellten Ausfüh rungsbeispiel sind die aus Wolframdrahtwendeln be stehenden Widerseändie 13 und 12 in einem gemein- :sauren, vorteilhaft mit Stickstoff, Wasserstoff oder einem Gemisch derselben gefüllten Kolben 850 ein gebaut.
Falls der Widerstand 12 mit der Spule 900 vereinigt bzw. durch dieselbe gebildet wird:, kann zwecks ausreichender Kühlung dieser Spule der Ma gnetkreis des Relais reibst der Spule mit Kühlrippen oder dergleichen für natürliche Luftkühlung versehen werden. Ein weiterer Vorteil dieser Ausführungsform be steht darin, dass durch den Widerstand der Spule 900 des Relais keine zusätzlichen Energieverluste ver ursacht werden,
da diese Spule derart bemessen ist, dass der zur Stabilisierung der Leuchtröhre 11 erfor derliche Widerstandswert sich aus der Summe der Widerstände dieser Magnetwicklung 900 und des Stabilisierungswiderstandes 12 ergibt, da ja diese Spule mit dem Widerstand stets in Reihe geschaltet ist. Falls die Spannung der Stromquelle 17 z. B. 110 Volt beträgt und die Röhre 11 einen Energiever brauch von 20 Watt aufweist, kann die Summe der Widerstände 12 und 900 z. B. etwa 154 Ohm betra gen, womit der Betriebsstrom der Röhre 11 auf etwa 0,35 Ampere stabilisiert wird.
Hiebei beträgt der betriebswarme Wert des Widerstandes 12 etwa 147 Ohm und der im kalten Zustand gemessene Wider stand der Spule 900 etwa 7 Ohm. Der Wert des Widerstandes 13 kann etwa 142 Ohm und der Wider stand des Heizkörpers der Elektrode 18 etwa 15 Ohm betragen, beide im betriebswarmen Zustand gernes sen.
Diese Zahlenwerte und, deren Verhältnis zuein ander, das bei obigem Beispiel im Anodenkreis etwa 1 :20 und im Heizstromkreis etwa 1 : 10 beträgt, hängen aber auch von der tatsächlichen Brennspan- nung der Röhre 11 ab, bei der bekanntlich eine Tole ranz von etwa 10 Volt zulässig ist, und: sind des halb der jeweils verwendeten Röhre<B>11</B> zweckmässig entsprechend anzupassen.
Die Erfindung ist selbstverständlich keineswegs auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausfüh- rungsbeiispiele beschränkt, da auch zahlreiche andere Ausführungsformen möglich sind und vorteilhaft sein können. So z.
B. kann bei der Anordnung gemäss Fig.2 oder 5 der Widerstand 13 aus einer Glüh- Lampe bestehen, die sofort nach dem Einschalten des Schalters 16 aufleuchtet, usw.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Zünden von gleichstromgespei- sten Leuchtröhren, unter Verwendung einer die Röhre speisenden Gleichstromquelle (17), eines Schalters (16), .eines Stabilisierungswiderstandes (12), der mit der Anode der Leuchtröhre in Reihe ge schaltet wird, und eines zweiten Widerstandes (13),der mit der Kathode der Röhre in Reihe geschaltet wird und die Anheizstromsroärke der Kathode beein- flusst, wobei die eine Stromzuführung der Kathode der Leuchtröhre unmittelbar an den negativen Pol der Gleichstromquelle (17) angeschlossen wird,wäh rend die andere Stromzuführung der Kathode unter Zwischenschaltung dies die Anheizstromstärke der Kathode beeinflussenden Widerstandes (13) und die Anode der Leuchtröhre unter Zwischenschaltung des Stabilisierungswiderstandes (12) mit dem Schalter (16) verbunden wird, der anderseits an den positiven Pol der Gleichstromquelle (17) angeschlossen wird, dadurch gekennzeichnet,dass der Kathodenanheizstrom selbsttätig nach erfolgter Zündung der Leuchtröhre ausgeschaltet wird, indem mit dem die Anheizte stromstärke der Kathode beeinflussenden Widerstand.(13) der Kontakt eines Relais in Reihe geschaltet wird, das in seiner Ruhelage den Kathoden Anheiz- stromkreis geschlossen hält und unter Einwirkung des Betriebsstromes der Leuchtröhre den Kathoden- Anheizstromkreis unterbricht.<B>11.</B> Zündschalter zur Durchführung des Verfah- rens gemäss I, gekennzeichnet durch einen luftdicht abgeschlossenen und evakuierten oder gasgefüllten Kolben (21), der mit mindestens drei Stromzuführungen (35, 36, 37) versehen ist und zwei Widerstandswendeln (23, 24) verschiedenen Wider- standes und mindestens eine Bi'.metallelektrode (25) enthält,die in ihrer Ruhelage mit einer der Wider standswendeln (2.3) in elektrisch leitender, kontakt- schliessender Verbindung steht und derart angeordnet ist, dass sie unter Einwirkung der in mindestens einer der Widerstandswendeln. entwickelten Joule-Wärme diese kontaktschliessende Verbindung unterbricht. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass ein thermisches Relais mit einer Bimetalielektrode (14) verwendet wird, die minde stens durch die im Stabilisierungswiderstand (12) durch den Betriebsstrom der Leuchtröhre nach dem Zünden der Röhre entwickelte Wärme erhitzt wird. 2.Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, dass ein Stabilisierungswiderstand (12) und ein thermisches Relais (14, 15) verwendet wer den, die zu einer Einheit zusammengebaut sind. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass sowohl der StabilisIerungswid:er- stand. (12) wie der Kathodenanheizwiderstand (13) mit dem thermischen Relais (14, 15) zu einer Einheit zusammengebaut sind. 4.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass ein. elektromagnetisches Relais (800, 900) verwendet wird, das sowohl mit dem die Anheizstromstärke der Kathode der Leuchtröhre be einflussenden Widerstand (13) wie mit denn SSttabili- sierungswiderstand (12) in Reihe geschaltet wird, und dessen Kontaktpaar (800)in der stromlosen Ruhe lage des Relais den Kathodenanheizstromkreis ge schlossen hält, denselben aber infolge der elektro- magnetischen Wirkung des nach dem Zünden durch die Leuchtröhre fliessenden Betriebsstromes öffnet.5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Relais mit einer gekühlten Magnetspule verwendet wird, die den Stabilisierungs- wnd'erstand bildet. 6.Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge- kennzeichnet, dass zwei als Wolframdrahitwendeln (23, 24) ausgebildete Widerstände verwendet werden, die in einem mit Stickstoff und/oder Wasserstoff ge- füllten, gemeinsamen Kolben. (21) angeordnet sind.7. Zündschalter nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das ortsfeste Ende der Bimetall- elektrode (25) nebst denn, einen Ende der mit der Bimetallelektrode keinen Kontakt schliessenden Wi- derstandswendel (24) an eine dar Stromzuführungen (36) und das andere Ende derselben Wendel (24)an eine andere Stromzuführung (35) angeschlossen ist, während eine dritte Stromzuführung (37) an die mit der Binietallolektrode einen Kontakt schliessende Wendel (23), und zwar an das zum Kontaktschliessen dienenden Ende entgegengesetzte Ende dieser Wen- d, ,1, angeschlossen ist. B.Zündschalter nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Ende beider Widerstands wendeln (23, 24) an eine gemeinsame Stromzufüh- rung (37), das andere Ende der mit der Bimetall- elektrode (25) keinen Kontakt schliessenden;Wendel (24) an eine zweite Stromzuführung (35) und das ortsfeste Ende der Bimetallelektrode (25) an eine dritte Stromzuführung (36) angeschlossen sind.9. Zündschalter nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch vier Stromzuführungen, von denen je eine an<B>je</B> ein Ende der mit der Bim:etallelektrode (25) keinen Kontakt schliessenden Widerstandswendel (23), die dritte Stromzuführung ,an d!as ortsfeste Ende der BimetaUblektrode (25), und die vierte Strom- zuführung an dasjenige Ende der anderen Wider- standswendel (24) angeschlossen ist, welches mit der Bimetallellektrode (25)nicht in kontaktschliessende Berührung gelangen kann. 10. Zündschalter nach Patentanspruch II, gekenn- zeichnet durch ein am beweglichen; Ende der Bi- metaNelektrode (25) angeordnetes, hakenartig aus- gebildetes Kontaktschlussglied (2.6).11. Zündschalter nach Patentanspruch; Il, da durch gekennzeichnet, dass seine zwischen dien zwei Widerstandswenden (23, 24) angeordnete Bitnetall- elektrode (25) sich unter Einwirkung der Wärme ge- gen die mit ihr in der Ruhelage in elektrisch leitender, kontaktschliessender Verbindung befindliche Wendel (23) hin bewegt. 12.Zündschalter nach den Unteransprüchen 10 und 11, gekennzeichnet durch eine solche Anord nung des an dem beweglichen Ende der Bimetallelek- trode (25) befindlichen hakenartigen Gliedes (26), dass dasselbe in der Ruhelage des Zündschalters einen. Träger (27) der einen Widerstandswendel an dier zur Bimetalfelektrode entgegengesetzt liegenden Seite dieses Trägers berührt. 13.Zündschalter nach Patentanspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass ihr Kolben (21) als Füll gas Stickstoff enthält. 14. Zündschalter nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass derselbe zwei Bimetall- elektroden (500, 600) enthält, die derart angeordnet sind, dass jede derselben vorwiegend nur durch eine der Widerstandswendeln (300, 400) erhitzt wird, und dass sich die freien, mit je einem Kontaktglied (70, 80)versehenen Enden der Bimetallelektroden anläss- lich ihrer Erwärmung voneinander entfernen.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| HUEE000456 | 1957-06-01 | ||
| HUEE000468 | 1957-07-17 | ||
| HUEE000472 | 1957-07-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH366598A true CH366598A (de) | 1963-01-15 |
Family
ID=27270173
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH5711958A CH366598A (de) | 1957-06-01 | 1958-03-17 | Verfahren zum Zünden von gleichstromgespeisten Leuchtröhren und Zündschalter zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH366598A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7196360B2 (en) | 2001-02-08 | 2007-03-27 | Semiconductor Energy Laboratory Co., Ltd. | Light emitting device |
| US7579089B2 (en) | 2000-12-28 | 2009-08-25 | Semiconductor Energy Laboratory Co., Ltd. | Luminescent device |
-
1958
- 1958-03-17 CH CH5711958A patent/CH366598A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7579089B2 (en) | 2000-12-28 | 2009-08-25 | Semiconductor Energy Laboratory Co., Ltd. | Luminescent device |
| US7196360B2 (en) | 2001-02-08 | 2007-03-27 | Semiconductor Energy Laboratory Co., Ltd. | Light emitting device |
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