CH366630A - Verfahren zur Herstellung von Aminosäuregemischen für Ernährungszwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aminosäuregemischen für Ernährungszwecke

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CH366630A
CH366630A CH5011157A CH5011157A CH366630A CH 366630 A CH366630 A CH 366630A CH 5011157 A CH5011157 A CH 5011157A CH 5011157 A CH5011157 A CH 5011157A CH 366630 A CH366630 A CH 366630A
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CH
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amino acids
hydrolysis
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amino acid
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CH5011157A
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Johannes Dr Med Wretlind Arvid
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Wretlind Karl Arvid Johannes D
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/185Acids; Anhydrides, halides or salts thereof, e.g. sulfur acids, imidic, hydrazonic or hydroximic acids
    • A61K31/19Carboxylic acids, e.g. valproic acid
    • A61K31/195Carboxylic acids, e.g. valproic acid having an amino group

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Aminosäuregemischen        für    Ernährungszwecke    Die therapeutische     Verwendung    von     Aminosäu-          ren    ist während der letzten Jahre mehr und mehr  gestiegen. Klinisch sind     Aminosäuren    im wesentlichen  in Form von sämtliche wichtigen     Aminosäuren    ent  haltenden Präparaten verabreicht worden. Indikatio  nen für die Verwendung von     Aminosäurepräparaten     sind unter anderem vorhanden, wenn eine     enterale     oder     perorale    Nahrungszufuhr aus irgend einem  Grunde nicht möglich ist.

   Es wurde nämlich fest  gestellt, dass Körpereiweiss aufgebaut werden kann,  wenn     Aminosäuren        parenteral    injiziert werden, ein  Vorgang, der an sich dem normalen Prozess gleicht,  jedoch mit dem Unterschied, dass die     Aminosäuren     in dem     einen    Falle vom Darm in das Blut gelangen  und im anderen Falle direkt intravenös verabreicht  werden.  



  Für die therapeutische Verwendung gibt es ver  schiedene     Aminosäurepräparate.    In gewissen Fällen  verwendet man ein Gemisch reiner     Aminosäuren.     Wegen des hohen Preises der einzelnen, reinen       Aminosäuren    ist die Verwendung dieses letztgenann  ten Präparates sehr begrenzt. Gewöhnlich verwendet  man     Aminosäurepräparate,    die durch Hydrolyse von  Eiweissstoffen, wie Kasein, erhalten worden sind. Die  Hydrolyse wird entweder mit Mineralsäuren oder mit  Enzymen durchgeführt. Bei der Säurehydrolyse wer  den freie     Aminosäuren    erhalten. Die Säurehydrolyse  hat jedoch verschiedene Nachteile.

   Erstens wird die  lebenswichtige und durchaus notwendige Amino  säure,     Tryptophan,    zerstört und darum muss diese  Säure dem     Hydrolysat        zugesetzt    werden. Zweitens  wird das     wachstumfördemde        Strepogenin    zerstört.

         Ferner    macht es technisch grosse Schwierigkeiten,  die für die Hydrolyse verwendete Säure zu     entfernen.     Die enzymatische Hydrolyse, die     meistens    verwendet  wird, ergibt ein Präparat, das freie     Aminosäuren,     aber ausserdem immer eine gewisse Menge     Peptide       enthält, was darauf     zurückzuführen    ist, dass die enzy  matische Hydrolyse nicht so vollständig wie die  Säurehydrolyse ist.

   Bei der     Enzymspaltung    werden  keine     Aminosäuren    zerstört und das     wachstumför-          dernde        Strepogenin    bleibt zurück. Es gibt mehrere  verschiedene Arten von     Aminosäurepräparaten,    die  durch enzymatische Hydrolyse hergestellt worden  sind. Der wichtigste Unterschied zwischen diesen  Präparaten ist der     Hydrolysegrad,    das heisst der  Gehalt an freien     Aminosäuren    im Präparat. Mehrere       Aminosäurepräparate    enthalten weniger als     500/u    der       Aminosäuren    in freier Form.

   Der Hauptteil der       Aminosäuren        liegt    daher als     Peptide    vor. Bei den       Aminosäurepräparaten,    die mehr als     500/u    der       Aminosäuren    in freier Form enthalten, sind auch  gewisse Unterschiede sowohl im Hinblick auf den  Gehalt an freien     Aminosäuren    als auch auf den  Reinigungsgrad vorhanden. Gewisse enzymatische       Kaseinhydrolysate    werden ohne weitere Reinigung  verwendet.

   In anderen     Fällen    sind durch enzymati  sche Hydrolyse hergestellte     Aminosäurepräparate     einem     Dialyseverfahren    unterworfen worden, um un  erwünschte hochmolekulare     Peptide    zu entfernen.

   Die       Entfernung    von     hochmolekularen,        pyrogenen    Sub  stanzen, nicht     digeriertem        Eiweiss    und hochmoleku  laren     Peptiden,    die allergische oder     anaphylaktische     Reaktionen hervorrufen können, hat sich als äusserst  wichtig erwiesen, um das häufige Auftreten von  Nebenwirkungen zu     verringern.     



  Beim Erwärmen einer unreinen, aus technischen  Eiweissstoffen, wie Kasein, hergestellten Lösung von       Aminosäuren    und     Peptiden,    wie es     in    der     Praxis          erforderlich    ist, tritt eine     Dunkelfärbung    des Prä  parates infolge     Zersetzung    gewisser lebenswichtiger       Aminosäuren,    unter anderem     Tryptophan,    auf. Durch  das erfindungsgemässe Verfahren wird dieser Nach  teil vermieden.

        Das     Verfahren    gemäss     vorliegender    Erfindung  zur Herstellung von gegebenenfalls     Peptide    enthalten  den und insbesondere intravenös zu verabreichenden       Aminosäuregemischen    durch enzymatische Hydrolyse  von Eiweissstoffen und anschliessende Dialyse bei  erhöhten     Temperaturen    ist dadurch gekennzeichnet,       dass    die     Eiweissstoffe    von     Verunreinigungen,    wie  Fetten, Kohlehydraten und anderen Verunreinigun  gen, bereits vor der Hydrolyse befreit werden.

   Die  als     letzte    Verfahrensstufe erfolgende Dialyse wird       zweckmässigerweise    in einem Temperaturbereich von  etwa 70  C bis zum Siedepunkt, z. B. bei 82-90  C,  vorgenommen, kann aber auch bei einer niedrigeren  Temperatur vor sich gehen.  



  <I>Beispiel 1</I>  1000 Liter Magermilch werden unter Rühren mit       10-n-Salzsäure    versetzt, bis ein     pH-Wert    von 4,6  erhalten wird. Der erhaltene Niederschlag von  Kasein wird     abfiltriert    und     mit    400 Liter destillier  tem Wasser gewaschen.  



  Darauf wird das unreine Kasein in 1000 Liter       destilliertem    Wasser unter Zusatz von 10-n Natrium  hydroxydlösung bis zu einem     pH-Wert    von 8 unter  Rühren gelöst. Nach Filtrieren wird das Kasein aufs  neue mit     Salzsäure    in der oben angegebenen Weise  gefällt und der     abfiltrierte    Niederschlag gewaschen.  Das     Auflösen    und Ausfällen wird noch zweimal wie  derholt. Um ein gutes Produkt zu erhalten, müssen  alle Stufen unter aseptischen Bedingungen ausgeführt  werden. Darauf wird die erhaltene feuchte Kasein  fällung dreimal mit absolutem Alkohol in Mengen  von 200 Liter gewaschen. Dann wird das Kasein  durch Kochen mit 200 Liter absolutem Alkohol  extrahiert.

   Nach Filtrieren wird das Verfahren noch  zweimal wiederholt. Nach dem Trocknen wird das  Präparat mit kochendem Äther in Mengen von 150  Liter     extrahiert.    Nach Filtrieren wird die Äther  extraktion zweimal wiederholt. Durch dieses Ver  fahren erhält man ein von Kohlehydraten und Fetten  freies Kasein, das sich für die Herstellung der ge  nannten     Aminosäurepräparate    eignet. Die Enzym  präparate, die für die enzymatische Hydrolyse ver  wendet werden, werden durch Fällung mit Aceton  gereinigt.  



  Die Hydrolyse und die Dialyse werden in der  folgenden     Weise    vorgenommen: 50 kg gereinigtes  Kasein werden zu 1000 Liter Wasser zugesetzt, und  es wird so viel     10-n-Natriumhydroxydlösung    zuge  geben, dass ein     pH-Wert    von 7-8,5 erhalten wird.    Darauf werden 0,3 kg mit     Aceton    behandeltes Pan  kreaspulver und 0,1 kg mit Aceton gefälltes     Poly-          peptidasepräparat    aus Darmschleimhaut zugeführt.  Als Konservierungsmittel wird     Toluol    verwendet.  Das Gemisch lässt man bei 37  C stehen, bis keine  weitere Erhöhung des     Aminostickstoffs    erfolgt.

   Die  Lösung wird dann auf etwa 200 Liter eingeengt und  wird beispielsweise mit     semipermeablen    Membranen,  z. B.     Cellophan-Membranen,    gegen destilliertes Was  ser bei einer Temperatur zwischen 70  C und dem  Siedepunkt,     vorzugsweise    bei 82-90 , dialysiert. Das       Dialysat    wird auf eine geeignete Konzentration ver  dünnt und steril filtriert. Nach biologischer Prüfung  kann das in dieser Weise erhaltene     Aminosäureprä-          parat    als intravenös zu verabreichendes     Nahrungs-          mittel    für Menschen verwendet werden.  



  <I>Beispiel 2</I>  500 Liter     Blutserum    oder Blutplasma werden mit  dem gleichen Volumen Wasser verdünnt und mit  Essigsäure auf einen     pH-Wert    von 5 gestellt. Darauf  wird die Lösung unter Rühren auf 80  C erhitzt. Das  ausgefällte Eiweiss wird     abfiltriert    und wird     mit    gro  ssen Mengen destilliertem Wasser von einer Tem  peratur von 50  C gewaschen. Jedes Waschen erfolgt  durch     Aufschwemmung    des Eiweisses in vier Volu  men destilliertem Wasser. Die Temperatur wird zwei  Stunden auf 50  C unter Rühren gehalten. Nach Ab  filtrieren wird der Niederschlag in     Natriumhydroxyd     wie in Beispiel 1 gelöst und das Ausfällen und Wa  schen noch fünfmal wiederholt.

   Dann wird eine  Alkohol- und Ätherextraktion, wie in Beispiel 1  beschrieben wurde,     ausgeführt.    Auch die Hydrolyse  und die Dialyse werden in ähnlicher Weise durch  geführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Aminosäuregemi- schen für Ernährungszwecke durch enzymatische Hydrolyse von Eiweissstoffen und nach der Hydro lyse erfolgende Dialyse bei erhöhten Temperaturen, dadurch gekennzeichnet, dass die Eiweissstoffe vor der Hydrolyse von Verunreinigungen befreit werden. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Eiweissstoffe vor der Hydro lyse von Fetten und Kohlehydraten befreit werden.
CH5011157A 1956-09-10 1957-09-03 Verfahren zur Herstellung von Aminosäuregemischen für Ernährungszwecke CH366630A (de)

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