CH366637A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glasplättchen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von GlasplättchenInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glasplättchen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel lung von Glasplättchen, die als Steinehen für Mosaik arbeiten bzw. als Fliesen für Fussboden- und Wand beläge oder dergleichen benutzt werden können. Die Fläche dieser Glasplättchen beträgt z. B. ungefähr 1 bis 25 em2 (im allgemeinen etwa 4 bis 5 cm2) bei einer Dicke von ungefähr 0,2 bis ,1 cm.
Bei den bisher bekannten Verfahren zur Herstel lung solcher Glasplättchen wird zuerst eine grosse, mit einem Rillenraster versehene Glasplatte hergestellt, die dann - meistens von Hand aus - längs ihrer Rillen zu kleineren Glasplättchen zerbrochen wird. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, dass die gewonnenen Glasplättchen sehr unregelmässig ge zackte Ränder aufweisen. Kreisförmige, ovale, stern förmige oder vieleckige z.
B. fünf-, sechs- oder acht eckige Glasplättchen können mit diesem bekannten Verfahren überhaupt nicht oder nur mit grossen Schwierigkeiten und mit einem bedeutenden Material verlust hergestellt werden, da sich die grosse Glasplatte nur längs gerader durchlaufender Rillen brechen lässt.
Bei den bisher z. B. aus der Trinkglasherstellung bekannten Pressformverfahren wird ferner jeder her zustellende Glasgegenstand in einem einzigen Verfah- rensschritt gepresst und da jeder Posten geschmolzener Glasmasse in der Pressform unter Pressdruck bis zur teilweisen Erhärtung verbleiben muss, können mit den bekannten, nach diesem Verfahren arbeitenden Glas pressformmaschinen Arbeitsgeschwindigkeiten von höchstens 1000 bis 2000 Stück in der Stunde erzielt werden.
Diese Nachteile werden nun nach der Erfindung dadurch behoben, dass die Glasplättchen einzeln in je einer Form im Pressverfahren hergestellt und in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Pressstufen je weils kurzzeitig gepresst werden. Den einzelnen Glasplättchen kann dadurch ohne Schwierigkeit und ohne Materialausfall jede beliebige Form verliehen werden.
Die Ränder der Glasplättchen sind ferner vollkommen regelmässig. Gleichzeitig wird auch eine für die wirtschaftliche Anwendung einer solchen Einzelherstellung der Glasplättchen erforder- liche, möglichst grosse Produktionsgeschwindigkeit erzielt, das heisst es können möglichst viele einzelne Glasplättchen in der Zeiteinheit z.
B. ungefähr 8000 bis 12000 Glasplättchen in der Stunde hergestellt werden. Durch die Aufteilung bzw. Wiederholung des Pressvorganges ist es nämlich möglich, das Verweilen der Glasplättchen in der Pressform unter Pressdruck in jeder aufeinanderfolgenden Pressstufe ganz bedeu tend herabzusetzen, wodurch der Arbeitsrhythmus und infolgedessen die Stückleistung der Pressformmaschine wesentlich erhöht werden.
Eine weitere wesentliche Steigerung der Produk- tionsgeschwindigkeit kann noch dadurch erzielt wer den, dass die Glasplättchen nicht - wie bei den bisher üblichen Glaspressverfahren - von oben nach unten durch einen :
darüberliegenden, auf und ab bewegten Stempel, sondern von unten nach oben gegen einen darüberliegenden ortsfesten Gegenstempel durch An heben der Form und durch anschliessendes Hoch drücken eines den Boden der Form bildenden Press- stempels gepresst werden.
Dadurch ist es nämlich möglich, den Pressstempel gleichzeitig auch als Vor richtung zum Ausstossen der fertigen Glasplättchen aus der Pressform zu benutzen. Dadurch kann der Entnahme- und Abgabevorgang der fertigen Plättchen wesentlich beschleunigt werden, da das durch Hoch drücken des Pressstempels aus der Pressform gehobene Glasplättchen einfach abgestreift oder vorzugsweise weggeblasen werden kann.
Die Erfindung sieht auch eine Vorrichtung zur Durchführung des vorstehend beschriebenen Einzel herstellungsverfahrens der als Fliesen, Mosaiksteinen oder dergleichen zu verwendenden Glasplättchen vor. Diese Vorrichtung besteht aus einer vollautomatischen Glaspressformmaschine mit intermittierend umlaufen der Pressformen-Fördervorrichtung, die die Press- formen eine nach der anderen schrittweise in ge schlossener Bahn durch eine Beschickungsstation, zwei oder mehrere aufeinanderfolgende Pressstationen,
mindestens eine Kühlstation und eine Abgabestation transportiert. Vorzugsweise ist jede Pressform in verti kaler Richtung beweglich auf der umlaufenden Förder- vorrichtung gelagert und der Formenboden ist durch einen ebenfalls in vertikaler Richtung beweglichen Pressstempel gebildet, wobei die Form in jeder Press- station zwischen einem darüberliegenden ortsfesten Gegenstempel und einer darunterlie:
genden Pressvor- richtung zu liegen kommt, welch letztere zuerst die Form anhebt und gegen den darüberliegenden Gegen stempel andrückt und dann den Pressstempel hoch drückt.
In der Zeichnung ist beispielsweise eine erfin dungsgemässe Pressformma.schine für kleine Glasfliesen dargestellt, es zeigen: Fig.1 und 2 zwei verschieden geformte Glasfliesen in schaubildlicher Darstellung und in ungefähr natür licher Grösse, Fig.3 eine Pressformmaschine in Aufsicht, mit darüber angeordnetem Glasschmelzofen im Schnitt, Fig.4 eine schematische Draufsicht der Press- formmaschine,
Fig. 5 und 6 zwei verschiedene Arbeitsstellungen der Pressvorrichtung, in senkrechtem Schnitt, Fig. 7 die abgewickelte Pressformmaschne nach Fig. 3 und 4 im Aufriss und teilweise im Schnitt; diese Figur veranschaulicht die einzelnen aufeinande.rfol= genden Verfahrensschritte zur Herstellung einer Glas fliese, Fi,8 eine abgewandelte Ausführungsform der Pressform im Schnitt.
Die dargestellte Glasfliesen-Pressformmaschine weist einen waagrechten Tisch 1 auf, der um eine vertikale Achse intermittierend umläuft. Der Tisch ist auf einem Gestell 3 drehbar gelagert und wird durch ein an sich bekanntes Getriebe 4 absatzweise gedreht. Die Bewegung des Getriebes 4 ist über ein Kegelradpaar 5 von der motorangetriebenen Haupt welle 6 der Maschine abgeleitet.
Der intermittierend urilaufende Tisch 1 weist einen Kranz vertikalsr, durchgehender, kegelförmiger Löcher 7 auf. In jedem Loch 7 ist mit einem unteren kegelförmigen Ansatz 108 eine Pressform höhenver stellbar gelagert. Der Boden jeder Form 8 besteht aus einem höhenverstellbaren Pressstempel 9, dessen mittlerer, abwärts gerichteter Stiel 109 aus dem unte ren Ansatz 108 der Form 8 vorspringt.
Jede Pressforrn 8 ist zur Herstellung einer einzigen Glasfliese 10 be stimmt und ihr Hohlraum weist im Grundriss einen dem erwünschten Glasfliesenprofil entsprechenden Umriss auf. Es können dadurch ohne Schwierigkeiten Glasfliesen verschiedenster Umrissformen hergestellt werden, wie z. B. rechteckige Fliesen (Fig. 1), sechs- ecki@ge oder im allgemeinen vieleckige Fliesen (Fig. 2) oder sogar runde bzw. ovale Fliesen.
Die Tiefe jeder Pressform 8 ist etwas grösser als die Dicke der herzu stellenden Glasfliesen 10. Anstelle. jeder einfachen Pressform 8 kann auch eine Mehrfachform benutzt werden, die z. B. aus zwei, zwar zu einem einzigen Körper zusammengefassten, jedoch untereinander ge trennten Einzelformen besteht, so dass jede einzelne Glasfliese stets in einer entsprechenden gesonderten Pressform hergestellt wird.
Die Abmessungen der herzustellenden Glasfliesen 10 sind im Vergleich zu den gewöhnlichen Fussboden fliesen oder Kacheln sehr klein, obwohl sie innerhalb verhältnismässig weiten Grenzen schwanken können. Im allgemeinen beträgt jedoch die Fläche jeder Glas fliese durchschnittlich etwa 3 bis 5 cm2 bei einer Dicke von etwa 0,3 cm.
Der absatzweise umlaufende Tisch 1 transportiert die Pressformen 8 eine nach der anderen schrittweise im Kreise durch mehrere aufeinanderfolgende Ar- beitsstationen <I>A</I> bis<I>Y</I> (Fig.4 und 7), die in der Drehrichtung des Tisches 1 (siehe Pfeil in Fig. 4) aus einer Beschickungsstation A., mehreren Setzstationen B bis E, mindestens zwei und vorzugsweise drei Press- stationen F,<I>G, H</I> mehreren Kühlstationen<I>I</I> bis<I>S,
</I> einer Abgabestation T und einigen weiteren Pressform- Vorbereitu.ngsstationen <I>U</I> bis<I>Y</I> bestehen.
In der Beschickungsstation A wird aus einem darüberliegenden Glasschmelzofen 11 ein Posten ge schmolzener Glasmasse entnommen und durch einen Trichter 12 in die Pressform 8 fallen gelassen (Fig. 3). Der Schmelzofen 11 ist als Wannenofen mit einem Schmelzraum 11, einem Mischungs- und Läute rungsraum 211 und einem Entnahmeraum 311 aus gebildet.
Die im Schmelzraum gewonnene Glas- schmelze ergiesst sich über die Schwelle 13 in den Mischungsraum 211, wo sie bei einer etwas geringeren Temperatur durch einen eingetauchten, vertikalen und um seine Achse umlaufenden Stab 14 aus feuer festem Material umgerührt wird. In diesem Ofen raum 211 können der GlasschmL-lze die allenfalls er forderlichen Zusatz- bzw. Füllstoffe 15, wie Sand oder dergleichen beigemischt werden.
Diese Zusatz stoffe 15 werden vorzugsweise dem umlaufenden senkrechten Rührstab 14 entlang durch einen um diesen vorgesehenen oberen Spalt 16 aus einem über dem Schmelzofen 11 angeordneten und zu dem Rühr- stab konzentrischen Beschickungstrichter 17 in den Schmelzofen 11 rieseln gelassen. Aus dem Entnahme raum 311 des Schmelzofens 11 wird die Glasschmelze bei noch geringerer Temperatur durch ein unteres kegelförmiges Abzapfloch 18 mit Hilfe einer an sich bekannten Schervorrichtung 19 tropfweise ausgelas sen.
Die absatzweise wirkende Schervorrichtung 19 ist mit der intermittierenden Drehbewegung des Ti sches 1 synchronisiert, so dass jeder Glasschmelze tropfen durch den Trichter 12 in eine neue Pressform 8 fällt. Ein vertikaler, in dem Entnahmeraum<B>311</B> des Schmelzofens 11 angeordneter, zu dem Abzapfloch 18 koaxialer und dauernd um seine Achse umlau fender Stab 20 aus feuerfestem Material hält die Glasschmelze im Bereich des Abzapfloches in Be wegung.
Der Stab 20 ist in vertikaler Richtung ein stellbar gelagert und bestimmt je nach dem Abstand seines unteren kegelförmigen Endes vorn Abzapfloch 18 die Dicke des aus diesem Loch austretenden und durch die Schervorrichtung 19 absatzweise unter brochenen Stranges geschmolzener Glasmasse.
Die Pressform 8 mit der eingegossenen Glas schmelze 110 durchläuft zuerst die Stationen B bis E, in denen sich die Glasschmelze<B>110</B> in der Form setzt und sich auf die Presstemperatur abkühlt. Anschlie ssend durchläuft die Form 8 die drei aufeinander folgenden Pressstationen F,<I>G, H.</I> In jeder Pressstation kommt die Form 8 zwischen einem :darüberliegenden, ortsfesten und auf einem Ständer 21 gelagerten Ge genstempel 22 und einer unter dem Tisch 1 auf dem Maschinengestell 3 angeordnzten Pressvorrichtung 23 zu liegen.
Der Gegenstempel 22 ist auf einer als Kugelkopfzapfen ausgebildeten vertikalen Einstell schraube 24 befestigt. Die Pressvorrichtun,g 23 besteht aus einer vertikalen, ortsfesten Führung 25 (Fig. 5), in we=lcher ein Hebekopf 26 verschiebbar gelagert ist. Auf diesen Hebekopf 26 stützt sich mittels einer Feder 27 ein darüberliegender und in der Führung 25 ver schiebbarer Hohlkolben 28 ab. Zwischen dem Hebe kopf 26 und dem Hohlkolben 28 ist eine Teleskop führung 126, 128 vorgesehen.
In dem Hohlkolben 28 ist ein Presskolben 29 verschiebbar gelagert, der sich ebenfalls mittels einer Feder 30 auf den Hebekopf 26 abstützt. Der Hebekopf 26 wird durch eine Kurven scheibe 31 auf und ab bewegt, auf welche sich der untere Hebekopfzapfen 226 mittels einer Rolle 32 unter Einwirkung einer zwischen dem Maschinen gestell 3 und einem Teller 33 des Hebekopfzapfens 226 eingespannten Feder 34 abstützt.
Sobald die Form 8 in der Pressstation F bzw. G, H stehen bleibt, wird der Hebekopf 26 durch die Kurvenscheibe 31 zusammen mit dem Hohlkolben 28 und dem Presskolben 29 hochgedrückt, wobei zu nächst der Hohlkolben 28 mit dem unteren Ansatz 108 der Pressform 8 in Eingriff kommt, diese von dem Tisch 1 hebt und gegen den Barüberliegenden orts festen Gegenstempel 22 drückt (Fig. 6). Während der weiteren Aufwärtsbewegung des Hebekopfes 26 wird der Presskolben 29 mittels der Feder 30 angehoben.
Der Presskolben 29 kommt dadurch mit dem unten aus dem Pressformenansatz 108 vorspringenden Stiel 109 des Pressstempels 9 in Eingriff und drückt diesen Stempel 9 hoch, so dass dieser die nunmehr teigige Glasmasse 110 gegen den ortsfesten Gegenstempel 22 presst (Fig. 7).
Der Hohlkolben 28 bleibt dabei in seiner angehobenen und die Form 8 gegen den Gegenstempel 22 fest andrückenden Stellung stehen und der Hebekopf 26 bewegt.sich relativ zu diesem Hohlkolben 28 unter Zusammendrücken der Feder 27 und Ineinanderschiebender Teleskopführung 126, <B>128.</B> Bei der anschliessenden, durch die Feder 34 be wirkten Abwärtsbewegung des Hebekopfes 26 sinkt zuerst der Presskolben 29 und dann der Hohlkolben 28 ab,
wodurch zunächst der Pressstempel 9 abwärts geführt und dann :die Pressform 8 auf den Tisch 1 abgelegt wird. Die in den drei Pressstationen F,<I>G, H</I> vorgesehenen Pressvorrichtungen 23 können durch eine einzige gemeinsame und z.
B. auf der Hauptwelle 6 der Maschine befestigte Kurvenscheibe 31 (Fig. 3) oder durch getrennte, auf verschiedenen und unter einander bzw. mit der Hauptwelle 6 gekuppelten Wellen 106 befestigte Kurvenscheiben 31 (Fig.7) angetrieben werden. Die Kurvenscheiben 31 können auch durch hydraulische oder pneumatische Druck vorrichtungen ersetzt werden.
Der vorstehend beschriebene Pressvorgang wieder halt sich in jeder :der aufeinand'erfolgenden Press- stationen F,<I>G, H,</I> wobei er jeweils eine äusserst kurze Dauer aufweist, das heisst jeweils für eine sehr kurze Zeit bzw.
schlagartig erfolgt. Es ist dadurch möglich, die Pressformen 8 sehr schnell weiterzubefördern, das heisst der Tisch 1 kann mit einer sehr grossen Ge- schwindigkeit, die im allgemeinen etwa 8000 bis 12000 Teildrehungen in der Stunde beträgt, schritt- weise weitergedreht werden, was eine entsprechend hohe Stückleistung der Pressformmaschine Dur Folge hat.
Würde man dagegen die Pressung der Glasfliese 10 in einem einzigen Schritt, das heisst in einer ein zigen P:ressstation vornehmen, .so müsste man die Glasmasse für eine bedeutend längere Zeit in der Pressform 8 unter Pressdruck belassen, und zwar so lange,
bis sich die Glasmasse auf die zur Vermeidung von Schrumpfungen und Verformungen nach Auf heben des Pressdruckes erforderliche Temperatur ab gekühlt hat.
Dieses verhältnismässig lange Verweilen jeder Pressform 8 in der einzigen Pressstation würde die Drehgeschwindigkeit des Tisches 1 und mithin auch den Produktionsrhythmus der Maschine wesent lich herabsetzen.
Die einzelnen aufeinanderfolgenden Pressungen der Glasfliese 10 erfolgen vorzugsweise mit einem von der Pressstation zu der nächstfolgenden fort schreitend abnehmenden Pressdruck, z. B. etwa 300 kg in der :ersten Pressstation F, 150 kg in der zweiten Station G und :etwa 80 kg in der dritten Pressstation H.
Es soll dadurch vermieden werden, dass die in der einen Pressstation bereits weitgehend erhärteten Teile der Glasfliese in der nächstfolgenden Station zer brochen werden. Der Pressdruck in jeder Pressstation wird durch die Feder 30 in der zugeordneten Press- vorrichtung 23 bestimmt und kann durch Höhenver stellung des entsprechenden Gegenstempels 22 ein gestellt werden. Die Gegenstempel 22 können durch Blasluft (Düse 35) abgekühlt werden.
Nach Verlassen der letzten Pressstation H durch laufen die Formen 8 mit den bereits gepressten und geformten Glasfliesen 10 die Kühlstationen<I>I</I> bis<I>S,</I> die fast den halben Umfang des Tisches 1 einnehmen und in denen sich die Glasfliesen allenfalls unter Einwirkung von Blasluft (Düsen 36) abkühlen.
Dabei laufen die Stiele 109 der Pressstempel 9 auf dem ersten Abschnitt 137 einer unterhalb des Tisches auf dem Gestell 3 angeordneten Leitschiene 37, welche die Stiele 109 und mithin auch die Pressstempel 9 so weit anhebt, dass die Glasfliesen 10 in den Formen 8 ihre bei der Pressung eingenommene Stellung beibe halten bzw. in diese Stellung gehoben werden, das heisst sich mit ihrer Oberfläche fluchtend zu dem obren Rand der Pressformen 8 einstellen (Fig. 7).
Es wird dadurch eine bessere Abkühlung der Glasfliesen 10 erreicht und es werden auch Verformungen der zum Teil noch plastischen Glasfliesen vermieden.
Bei dem Übergang von der letzten Kühlstation S in die Abgabestation T läuft der Stiel 109 des Press- stempels 9 auf einen höher gelegenen Abschnitt 237 der Leitschiene 37 auf. Der Pressstempefi 9 wird da durch so weit hochgedrückt, dass die Glasfliese 10 ganz aus der Pressform 8 gehoben wird und in der Abgabestation T abgestreift oder durch einen radial nach aussen gerichteten Luftstrom (Düse 38) weg geblasen werden kann.
Die weggeblasenen Glasfliesen 10 fallen auf eine Gleitebene 39 oder auf ein Förder band, das sie durch einen nicht dargestellten Tem- periertunnel transportiert.
In den Stationen U bis Y wird die leere Pressform 8 zur Aufnahme eines neuen Postens geschmolzener Glasmasse vorbereitet. In den Stationen<I>U, V, W</I> wird die Form 8 durch Blasluft (Düsen 40) von all fälligen Glassplittern, Glasstaub oder dergleichen .ge reinigt, wobei der Pressstempel 9 vorzugsweise durch den Leitschienenabschnitt 237 in seiner gehobenen Stellung gehalten wird (Fig. 4 und 7).
Um die Durch lüftung der Form 8 zu erleichtern, kann diese eine innere seitliche Nut 41 und davon ausgehende radiale Löcher 42 aufweisen (Fig. 8). Die Nut 41 wird durch den abgesunkenen Pressstempel 9 abgedeckt und beim Anheben des Pressstempels 9 freigelegt.
Die Düsen 40 blasen die Luft seitlich durch die Löcher 42 in die Pressform 8 unterhalb des angehobenen Pressstempels 9 ein. In der Station X wird in die Pressform 8 kurz zeitig ein auf und ab bewegter Finger 43 eingeführt, der die eventuell in ihrer angehobenen Stellung stehen gebliebenen Pressstempel 9 niederdrückt.
Das erfindungsgemässe Einzelherstellungsverfahren der Glasfliesen 10 gestattet es, die mit dem Press- stempel 9 in Berührung kommende und beim Ein bauen der Glasfliesen die Unterseite derselben bil dende Fliesenfläche mit im Querschnitt schwalben- schwanzförmigen oder ähnlichen Nuten bzw. Rippen zu versehen, die die Haftfestigkeit der Glasfliesen an der zur Herstellung des Fliesenbelages benutzten Mör telschicht ganz bedeutend erhöhen.
Zu diesem Zweck kann der Pressstempel 9 auf seiner Oberfläche eine oder mehrere, untereinander parallele Rippen 209 bzw. Nuten mit schwalbenschwanzförmigem oder ähnlichem Querschnitt aufweisen (Fig. 8), die vor zugsweise radial zu dem Tisch 1 verlaufen und sich von einem Rand zu dem anderen des Stempels 9 erstrecken.
Die mit einem solchen Stempel 9 gepresste und von diesem nicht abhebbare Glasfliese 10 wird in der Abgabestation T seitlich in Richtung der durch laufenden Stempelnuten oder -rippen 209 vom Stempel 9 abgestreift.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von Glasplättchen für Mosaikarbeiten bzw. Boden- und Wandbeläge, da durch gekennzeichnet, dass die Glasplättchen (10) einzeln in je einer Form (8) im Pressverfahren her gestellt und in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Pressstufen (F,<I>G,</I> H) jeweils kurzzeitig gepresst wer den. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Glasplättchen in den aufein- ande.rfolgenden Pressstufen <I>(F, G, H)</I> einem von Stufe zu Stufe abnehmenden Pressdruck unterworfen wer den.2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glas plättchen von unten nach oben gegen einen Barüber liegenden ortsfesten Gegenstempel (22) durch An heben der Pressform (8) und durch anschliessendes Hochdrücken eines den Boden der Form bildenden Pressstempe-ls (9) gepresst werden.3. Verfahren nach Patentanspruch 1 und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasplättchen nach der Pressung und während der anschliessenden Abkühlung durch Anheben des Pressstempels (9) in ihrer während der Pressung ein genommenen Stellung in der Pressform (8) gehalten werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die fertigen Glasplättchen durch Hochdrücken des Presss:tempels (9) aus der Pressform (8) gehoben und abgestreift bzw. weggeblasen werden.PATENTANSPRUCH I1 Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer vollautomatischen Glaspressformma- schine besteht, die eine intermittierend umlaufende Pressformen-Fördervorrichtung (1) aufweist, welche die Pressformen (8) eine nach der anderen schrittweise in geschlossener Bahn durch eine Beschickungsstation (A), mindestens zwei aufeinanderfolgende Presssta- tionen <I>(F, G, H),</I> mindestens eine Kühlstation (1 bis S) und eine Abgabestation (T) transportiert. UNTERANSPRÜCHE 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass jede Pressform (8) in vertikaler Richtung beweglich auf der umlaufenden Fördervor richtung (1) gelagert und deir Boden der Form durch einen in vertikaler Richtung beweglichen Pressstemepel (9) gebildet ist, wobei in jeder Pressstation (F, G, H) über der Form ein ortsfester Gegenstempel (22)und unter der Form eine Pressvorrichtung (23) ange ordnet sind, welch letztere zuerst die Form (8) anhebt und gegen den Gegenstempel (22) andrückt und dann den Pressstempel (9) hochdrückt. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unter anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass jede Press- form (8) einen durch die umlaufende Fördervorrich- tung (1) greifenden und auf der Unterseite derselben vorspringenden Ansatz (108) aufweist, wähnend der Pressstempel (9) einen unteren, durch den Pressformen- ansatz (108) durchgeführten und auf dessen Unter seite vorspringenden Stiel (109) besitzt. 7.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und den Unteransprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressvorrichtung (23) aus einem auf und ab beweglichen Hebekopf (26) besteht, auf den sich ein Hohlkolben (28) und ein in diesem angeordneter Presskolben (29) unter Zwischenschaltung von Federn (27, 30) abstützen, wobei der Hohlkolben mit dem unteren Ansatz (108) der Pressform (8) und der Press- kolben mit dem unteren Stiel (109) des Pressstempels (9) zusammenwirken. B.Vorrichtung nach Patentanspruch Il und den Unteransprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die ortsfesten Gegenstempel (22) in vertikaler Richtung einstellbar gelagert sind und durch Blasluft- düsen (35) abgekühlt werden. 9.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und den Unteransprüchen 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Be-reich der Kühlstationen (1 bis S) unterhalb der umlaufenden Fördervorrichtung (1) eine Leit schiene (37, 137) angeordnet ist, die auf die Stiele (109) der Pressstempel einwirkt und diese so weit hochdrückt, dass die Glasplättchen (10) in der Press- form (8)in ihre bei der Pressung eingenommene Stellung angehoben werden bzw. diese Stellung bei behalten. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und den Unteransprüchen 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass in den Kühlstationen (1 bis S) gegen die Press- form (8) gezichtete _Blasluftdüsen (36) angeordnet sind. 11.Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Abgabestation (T) die Leitschiene (37) einen erhöhten Abschnitt (237) aufweist, der die Pressstempel (9) so weit hochdrückt, dass die Glas plättchen (10) ganz aus der Pressform (8) gehoben worden, wobei in der Abgabestation Mittel zum Ab streifen der Glasplättchen von der Pressform vorge sehen sind. 12.Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und den Unteransprüchen 5 bis 11, dadurch .gekennzeichnet, dass in der Abgabestation (T) eine Blasluftdüse .(38) angeördnet ist, die seitlich nach aussen gegen die Oberfläche der Pressform (8) gerichtet ist und das aus der Form gehobene Glasplättchen (10) wegbläst. 13.Vorrichtung nach Patentanspruch 11 und den Unteransprüchen 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass in den zwischen der Abgabestation (T) und der Beschickungsstation<I>(A)</I> vorgesehenen Stationen<I>(U,</I> <I>V,</I> W) auf die Pressform (8) gerichtete und zux Reini gung derselben dienende Blasluftdüsen (40) ange ordnet sind.
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| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE575748A (de) |
| CH (1) | CH366637A (de) |
| ES (1) | ES247638A1 (de) |
-
1959
- 1959-02-10 CH CH6934259A patent/CH366637A/de unknown
- 1959-02-14 ES ES0247638A patent/ES247638A1/es not_active Expired
- 1959-02-16 BE BE575748A patent/BE575748A/fr unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ES247638A1 (es) | 1960-10-16 |
| BE575748A (fr) | 1959-08-17 |
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