CH366674A - Verfahren zum Zuführen des elektrischen Stromes zu einer Anode eines Aluminiumelektrolyseofens - Google Patents

Verfahren zum Zuführen des elektrischen Stromes zu einer Anode eines Aluminiumelektrolyseofens

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CH366674A
CH366674A CH7016659A CH7016659A CH366674A CH 366674 A CH366674 A CH 366674A CH 7016659 A CH7016659 A CH 7016659A CH 7016659 A CH7016659 A CH 7016659A CH 366674 A CH366674 A CH 366674A
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Switzerland
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sep
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anode
bolts
power supply
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CH7016659A
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Johannes Dipl Ing Schmitt
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Aluminium Ind Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/06Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of aluminium
    • C25C3/08Cell construction, e.g. bottoms, walls, cathodes
    • C25C3/12Anodes

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Description


  Verfahren zum Zuführen des     elektrischen        Stromes    zu einer     Anode     eines     Aluminiumelektrolyseofens       Im Schweizer Patent Nr. 344219 ist ein     Verfahren     zur Herstellung einer selbstbackenden, kontinuier  lichen Anode für     Aluminiumelektrolyseöfen    beschrie  ben, nach welchem die kontinuierliche Anode durch  Aufsetzen und Zusammensetzen von     ungebackenen,     mechanisch verfestigten (also block- oder     strangge-          pressten    oder auch gestampften) Blöcken aus Kunst  kohlemischung hergestellt wird, wobei zwischen den  zu verbindenden Flächen ein Bindemittel angeordnet  wird.

   Die     Kunstkohlemasse    wird so     zusammengesetzt,     dass die     Kohleblöcke    bei der Verkokung durch die  Ofenwärme nicht verlaufen, wie es die in     stückiger     Form zugesetzte     Kunstkohlemasse    bei den bekannten       Aluminiumelektrolyseöfen    mit selbstbackender Anode  (den sogenannten     Söderbergöfen)    tut. Die Blöcke er  weichen, ohne im wesentlichen ihre Form zu ver  lieren.  



  Dem Fachmann ist     bekannt,'auf    welche Weise er  den Temperaturpunkt erhöhen kann, bei welchem  eine z. B. aus zerkleinertem Koks und Steinkohlen  teerpech zusammengesetzte     Kunstkohlemasse    zu flie  ssen beginnt. Man erreicht dieses Ziel in erster Linie  durch     Herabsetzung    des Pechgehaltes.

   Von Einfluss  ist auch die Korngrösse des Kokses; je gröber das  Korn, desto niedriger der     Erweichungspunkt.    Als  Bindemittel für das Kleben der Blöcke kommen  Massen aus kohlehaltigem Material in Frage, deren       Gehalt        an        Pech        25        bis        100        %        beträgt.        Man        kann        die     übliche     Söderbergmasse    verwenden, also eine Masse,

    die einen höheren Pechgehalt enthält als die Masse  der hier verwendeten     ungebackenen    Blöcke. Das  Bindemittel ist ein     kohlenstoffhaltiges    Material, das  eine geringere Viskosität hat als die Kunstkohle  mischung der Blöcke, das heisst das bei verhältnis  mässig niedrigeren Temperaturen zu fliessen     beginnt.       Ein solches Material kann in breiigem oder flüssigem  Zustand durch Giessen in die Fugen zwischen den  Blöcken eingebracht oder auf die obere Seite der  Blöcke ausgebreitet werden. Es füllt auch etwaige  Hohlräume an der Oberfläche der     ungebackenen     Blöcke leicht aus. Man kann es auch in festem Zu  stand verwenden, z. B. als Pulver.

   Es     kann        dann    als  solches auf die horizontalen Verbindungsflächen in  einer Schichtdicke von beispielsweise 5 bis 30 mm  aufgestreut werden, bevor eine neue Blocklage auf  gesetzt wird, während die lotrechten Fugen zwischen  den Blöcken mit diesem Pulver     ausgestampft    werden.  Beim Erwärmen der Blöcke im Aluminiumelektrolyse  ofen erwärmt sich dieses Pulver ebenfalls,     schmilzt     und füllt dann sämtliche     Hohlräume    aus.

   Ein solches  Pulver für die horizontalen Verbindungsflächen be  steht beispielsweise aus 38     0/a    Pechkoks, 10     o/9        Reinst-          koks    und     52,1/o        Mittelhartpech        (Erweichungspunkt     etwa 80  C) und weist folgende Kornzusammensetzung  auf:

    1,68 bis 3,36 mm     101/o     0,84   1,68 mm     161/o          0,42          0,84        mm        16%     0,21   0,42 mm     1611/o     0,105   0,21 mm     140/9     0   0,105 mm     281/o     Die trockene Klebemasse für die lotrechten Fugen  soll vorzugsweise eine gröbere Körnung aufweisen. Es  kommt z.

   B. folgende Zusammensetzung in Frage:  57,6 0/0 Pechkoks,       14,4        %        Reinstkoks        und          28,0        %        Mittelhartpech              (Erweichungspunkt    etwa 80  C), und folgende Kör  nung:

         1,68        bis        3,36        mm        16%     0,84   1,68 mm     281/o          0,42          0,84        mm        28%     0,21   0,42 mm     2811/o     Unter Umständen kleben die Blöcke aneinander ohne       Klebstoffzwischenschicht.     



  Die Zusammensetzung der     Kunstkohlemischung     der Blöcke, z. B. aus zerkleinertem Koks und Stein  kohlenteerpech, die für den Aufbau von Anoden zu  verwenden sind, entspricht derjenigen der normalen,  für den     Aluminiumofenbetrieb    gebräuchlichen Anoden  vor dem Brennen (Backen), das heisst, der Gehalt der  Kohlenmasse an Pech als Bindemittel soll etwa 16  bis 20 0/0 betragen.  



  <I>Beispiele für</I>     Blockanoclenmassen          1.        Blockanodenmasse        bestehend        aus        rund        70        %          Pechkoks        und        30        %        Steinkohlenreinstkoks        mit     Hartpech als Bindemittel.  



  a)     Zusammensetzung    der Masse:  
EMI0002.0031     
  
    Prozentualer
<tb>  Kokssorte <SEP> Siebeinteilung <SEP> Anteil <SEP> an <SEP> der
<tb>  nach <SEP> Tyler
<tb>  Gesamtmasse
<tb>  Pechkoks <SEP> 1,68 <SEP> bis <SEP> 3,36 <SEP> mm <SEP> <B>80/0</B>
<tb>    <SEP> 0,21 <SEP>   <SEP> 1,68 <SEP> mm <SEP> 30%
<tb>    <SEP> 0 <SEP>   <SEP> 0,21 <SEP> mm <SEP> <B>191/0</B>
<tb>  Steinkohlen  reinstkoks <SEP> 1,68 <SEP>   <SEP> 3,36 <SEP> mm <SEP> 3%
<tb>    <SEP> 0,21 <SEP>   <SEP> 1,68 <SEP> mm <SEP> <B>81/0</B>
<tb>    <SEP> 0 <SEP>   <SEP> 0,21 <SEP> mm <SEP> 14%
<tb>  Bindemittelzusatz:
<tb>  Hartpech <SEP> <B>181V0</B>
<tb>  <B>1000/0</B>       b) Eigenschaften des Hartpeches:

         Erweichungspunktnach        Krämer-Sarnow        860C          Verkokungsrückstand    600/0       Anthrazenölunlösliches        14%          Benzolunlösliches        44%     z.     Blockanodenmasse    bestehend aus 55 0/0, Pechkoks,       30,%        Steinkohlenhochtemperaturkoks        und        15        0/0     Anodenabfällen mit Hartpech als Bindemittel.

    
EMI0002.0046     
  
    a) <SEP> Zusammensetzung <SEP> der <SEP> Masse:
<tb>  Prozentualer
<tb>  Kokssorte <SEP> Siebeinteilung <SEP> Anteil <SEP> an <SEP> der
<tb>  nach <SEP> Tyler
<tb>  Gesamtmasse
<tb>  Pechkoks <SEP> 1,68 <SEP> bis <SEP> 3,36 <SEP> mm <SEP> <B>711/o</B>
<tb>    <SEP> 0,21 <SEP>   <SEP> 1,68 <SEP> mm <SEP> 24 <SEP> 0/0
<tb>    <SEP> 0 <SEP>   <SEP> 0,21 <SEP> mm <SEP> 140/9
<tb>  Steinkohlenhoch  temperaturkoks <SEP> 1,68 <SEP>   <SEP> 3,36 <SEP> mm <SEP> <B><I>5010</I></B>
<tb>    <SEP> 0,21 <SEP>   <SEP> 1,68 <SEP> mm <SEP> <B>90/0</B>
<tb>    <SEP> 0 <SEP>   <SEP> 0,21 <SEP> mm <SEP> <B>10"/@</B>
<tb>  Anodenabfälle
<tb>  Mahlgut <SEP> 0 <SEP>   <SEP> 3,36 <SEP> mm <SEP> 1211h,
<tb>  Bindemittelzusatz:
<tb>  Hartpech <SEP> <B>190/0</B>
<tb>  <B>1000/0</B>       b) Eigenschaften des Hartpeches:

    wie bei     Blockanodenmasse    1.  



  Anoden werden vorzugsweise aus mindestens  zwei Blöcken aus     Kohlemasse    zusammengesetzt, die  nebeneinander angeordnet werden. Das gesamte       Kohlepaket    wird     zweckmässigerweise    durch einen  eisernen Rahmen     eingefasst,    in dem es im ganzen auf  wärts oder abwärts gleiten kann. Die Anode kann  auch ohne Rahmen gebildet sein.  



  Der     horizontale    Abstand, mit dem die Kohle  blöcke nebeneinander gelegt werden, kann 5 bis  50     mm    und sollte     zweckmässigerweise    10 bis 40 mm  betragen.  



  Die     Stromzuführung    zur Anode kann durch lot  recht angeordnete, runde Stahlbolzen erfolgen, wobei  als Löcher für die Bolzen halbzylindrische     Ausneh-          mungen    dienen können, die auf den entsprechenden  sich jeweils gegenüberliegenden     Vertikalbolzen    je  zweier     nebeneinanderliegenden        Kohleblöcke    ausge  spart sind. Im Betrieb haben sich jedoch Schwierig  keiten ergeben, so dass es in der Folge für vorteil  hafter gefunden worden ist, den Strom durch waag  rechte oder gegenüber der Horizontalen geneigte       Metallbolzen    der Anode seitlich zuzuführen.  



  Die Zuführung des Stromes durch seitliche     Bolzen     bei selbstbackenden Anoden für die Aluminiumelek  trolyse ist an sich bekannt. Bei diesen Anoden ist die       Elektrodenmasse    z. B. in einem Aluminiummantel  enthalten, der selbst innerhalb einer gewissen Höhe  durch einen Eisenrahmen umfasst ist. Im Rahmen und  im Aluminiummantel sind Öffnungen vorgesehen,  durch die hindurch die seitlichen     Stromzuführungs-          bolzen    in die noch weiche,     ungebackene    Elektroden  masse schräg nach unten eingestossen werden.

   Diese       Stromzuführungsbolzen    bestehen üblicherweise aus  Stahl, sind beispielsweise 65 cm lang und von 70 auf      50 mm im Durchmesser verjüngt, am vorderen Ende  zugespitzt und am hinteren Ende flach gestaltet und  verkupfert. Der     flache    Teil wird mit     Hilfe    von bieg  samen Aluminiumbändern über eine     Stromzuführungs-          stange    (Anodenstange) mit der     Stromsammelschiene     verbunden.

   Nur die beiden untersten Reihen dieser  auswechselbaren     Bolzen    reichen in den gebackenen  Teil der Anode und sind an die     Stromsammelschiene     angeschlossen, die     darüberliegenden    Reihen nicht.  Nach Massgabe des     Abbrennens    der Elektrode im  Schmelzbad und deren Absenken wird die Verbin  dung der untersten Bolzen mit der     Stromzuführungs-          stange    gelöst; die     Bolzen    werden sodann aus der  Anode gezogen und weiter oben wieder eingesetzt. Die  nächste bisher nicht angeschlossene     Bolzenreihe    wird  mit der     Stromzuführungsstange    verbunden.

   Bei dieser  Ausführung wird die Anode am Eisenrahmen aufge  hängt; die seitlichen Kontaktbolzen dienen nur zur  Stromzuführung.  



  Es gibt verschiedene andere Ausführungsformen  von kontinuierlichen selbstbackenden Anoden mit  seitlicher Stromzuführung für die Aluminiumelektro  lyse im     Fluoridbad,    wie sie jetzt allgemein üblich ist.  Es ist auch bekannt, die Elektrode an den seitlichen  Kontaktbolzen aufzuhängen, so dass diese das Ge  wicht der Elektrode tragen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zum Zuführen  des elektrischen Stromes zu einer kontinuierlichen,  selbstbackenden, aus     ungebackenen    und mechanisch       verfestigten        Kunstkohleblöcken    zusammengesetzten  Anode für     Aluminiumelektrolyseöfen    durch seitliche,  zweckmässig waagrechte, oder gegenüber der Hori  zontalen leicht geneigte     Kontaktbolzen    ist dadurch  gekennzeichnet, dass die Kontaktbolzen mindestens  der jeweils untersten Reihe elektrisch leitend und  zugleich mechanisch tragend mit den     Stromzufüh-          rungsstangen    verbunden werden, während diejenigen  der jeweils darüber befindlichen Reihen, z.

   B. 10 bis  40 cm, vorzugsweise 15 bis 25 cm höher liegenden  Reihen, oder Reihe lediglich elektrisch leitend mit  Hilfe von flexiblen Leitern an die     Stromzuführungs-          stangen    angeschlossen werden.  



  Bei diesem Verfahren ist der Umstand berück  sichtigt, dass auf einer gewissen Höhe der Anode die  Verkokung der     Kunstkohlemasse    noch nicht völlig  beendet ist. Sind die Kontaktbolzen in dieser Höhe  mit den     Stromzuführungsstangen    starr und daher  tragend verbunden, so kann es vorkommen, dass die       Bolzenlöcher        aufgeweitet    werden und der elektrische  Kontakt zwischen     Kohleblock    und     Kontaktbolzen    be  einträchtigt wird.

   Bei der erfindungsgemässen Anord  nung besteht diese Gefahr nicht, da die elektrische  Verbindung der Kontaktbolzen mit den     Stromzufüh-          rungsstangen    durch flexible Leiter gewährleistet ist,  so dass diese Kontaktbolzen am Tragen der Anode  nicht teilnehmen. Als flexible Leiter dienen beispiels  weise Bündel von Aluminium- oder Kupferbändern.  



  Die elektrisch leitende und mechanisch tragende  Verbindung der Kontaktbolzen der unteren Reihen  bzw. Reihe kann durch Verschraubung der Anoden-    Stangen mit den üblicherweise verkupferten     Bolzen-          köpfen    bewerkstelligt werden.  



  Die Löcher für die Aufnahme der     Kontaktbolzen     werden vorzugsweise bei der Herstellung der Blöcke  aus     ungebackener        Kunstkohlemasse    erzeugt. Zweck  mässigerweise werden in jeden     Kohleblock    jeweils  zwei     Bolzenlöcher    übereinander angeordnet; es kön  nen aber im     Kohleblock    auch mehr als zwei Bolzen  löcher übereinander oder auch nur ein     Bolzenloch    je       Kohleblock    vorgesehen sein. Besonders grosse Kohle  blöcke können z.

   B. mit vier     Bolzenlöchern    versehen  sein, von denen zwei in der unteren     Hälfte    und zwei  in der oberen     Hälfte    angeordnet sind.  



  Im Verlaufe des     Absenkens    der Anode nach Mass  gabe ihres Verbrauches werden die oberen, frisch auf  gelegten Blöcke unter dem Einfluss der hohen Tempe  ratur     im        Aluminiumelektrolyseofen    langsam erwärmt.  Während dieser Erwärmung wird der     Erweichungs-          punkt    der Masse durchschritten. Der Block zerfliesst  zwar nicht beim Durchschreiten des     Erweichungs-          punktes    und behält im wesentlichen seine Form bei.

    Die Dimensionen der     Bolzenlöcher    können sich jedoch  unter Umständen leicht     verändern',    so dass die später  eingeführten     Kontaktbolzen    selbst unter     Zuhilfenahme     eines Anstriches der     Bolzen,    z. B. aus einem Gemisch  von Graphit und Pech, nicht mehr an den Wandun  gen der     Bolzenlöcher    genügend eng anliegen und der  Stromübergang mangelhaft wird.  



  Aus diesem Grunde werden nach einem weiteren       Ausführungsbeispiel    der Erfindung in die Bolzen  löcher der     ungebackenen    Blöcke Füllkörper aus ge  eignetem Werkstoff eingesetzt. Zu diesem Zweck  haben sich Füllkörper aus Aluminium sehr gut be  währt. Diese Füllkörper dienen dazu, die Form des       Bolzenloches    zu erhalten, bis die Verkokung genü  gend weit fortgeschritten ist.

   Ist dieser Zustand  erreicht, bei dem sich weder die Form des Blockes  noch diejenige des     Bolzenloches    mehr ändern     kann,     werden die Füllkörper herausgenommen und an ihrer  Stelle die     Kontaktbolzen        eingesetzt.    Diese bestehen  meistens aus Stahl und haben einen abgeflachten,  verkupferten     Anschlusskopf,    der     erfindungsgemäss    zu  nächst mit     Hilfe    von flexiblen Leitern an die Strom  zuführung angeschlossen und später, wenn die Bolzen  reihe die unterste Lage erreicht hat, mit den Strom  zuführungsstangen elektrisch leitend und mechanisch  tragend verbunden wird.  



  Die     Fig.    1 bis 4 veranschaulichen zwei     Ausfüh-          rungformen    des erfindungsgemässen Verfahrens, wobei  die     Anschlussteile    in zwei senkrecht zueinander  stehenden Ansichten dargestellt sind, in den     Fig.    2  und 4 teilweise im Schnitt. Die Anode ist nur teil  weise dargestellt. Es     sind    die Anodenblöcke 1, 2  und 3 erkennbar, ebenso die Klebestellen 4.

   In den  oberen     Bolzenlöchern    stecken Füllkörper 5 aus Alu  minium, die mit der Seitenfläche der Blöcke bündig  abschliessen und an ihrem Kopfende Stege 6 auf  weisen, die den Ansatzpunkt für ein     Werkzeug    bil  den, mit dessen     Hilfe    die Füllkörper später heraus  gedreht werden. In     Fig.    2 sind die Füllkörper 5 wie      auch die Stahlbolzen 7, 8 und 9 nicht in ihrer ganzen  Länge von z. B. 65 cm gezeichnet. Sie dringen z. B.  40 cm tief in die Anodenblöcke. Im unteren     Bolzen-          loch    des Blockes 2 sind bereits     Kontaktbolzen    7 an  Stelle des     Aluminiumfüllkörpers    eingesetzt.

   Diese       Kontaktbolzen    7 sind jedoch noch nicht elektrisch  angeschlossen, wie der     Fig.    1 zu entnehmen ist. Die       Kontaktbolzen    8 bilden die zweitunterste Reihe und  sind mit Hilfe von aus Aluminiumbändern bestehen  den     flexiblen    Leitern 11 an die     Stromzuführungs-    und  Aufhängungsstangen elektrisch angeschlossen, aber  mit diesen nicht tragend verbunden. Dagegen sind  die     Kontaktbolzen    9 der untersten Reihe starr und  daher sowohl elektrisch leitend als auch mechanisch  tragend mit den     Stromzuführungsstangen    12 ver  schraubt.

   Letztere sind oben an die     Stromsammel-          schienen    angeschlossen. Die Anode wird daher mit       Hilfe    der Kontaktbolzen 9 und der     Stromzuführungs-          stangen    12 getragen.

   Erst wenn die Anode so weit  verbraucht ist, dass die     Kontaktbolzen    9 herausgezo  gen und weiter oben an Stelle von     Aluminiumfüllkör-          pern    eingesteckt werden müssen, werden die Kontakt  bolzen 8, deren Reihe nun die unterste Lage erreicht  hat, mit dem untersten Ende der     Stromzuführungs-          stangen    12 mechanisch tragend verbunden, während  die     Kontaktbolzen    7 an die flexiblen Stromleiter 11  angeschlossen werden.  



       Fig.    3 und 4 zeigen eine andere Ausführungs  form der Verbindung der     Kontaktbolzen.    Die Kon  taktbolzen 8 werden mit Hilfe von flexiblen Strom  leitern 13 an die     Stromzuführungsstange    14 elektrisch  leitend angeschlossen, aber mit dieser nicht tragend  verbunden, während die     Kontaktbolzen    9 das Ge  wicht der Anode tragen.  



  Die unteren     Kontaktbolzen    werden üblicherweise  dann aus der Anode herausgezogen, wenn ihr Ab  stand vom     Schmelzbad    nur noch wenige Zentimeter  beträgt.  



  Es sind immer mehrere übereinander liegende       Kontaktbolzenlagen    an die     Stromzuführungsstangen     (Anodenstangen) gut elektrisch leitend angeschlossen,  wobei mindestens eine Lage lediglich elektrisch lei  tend angeschlossen ist und eine oder mehrere dar  unter befindliche Lagen die Anode tragen.  



  Es hat sich als     vorteilhaft    herausgestellt, die  Blöcke in der Höhe so gegeneinander versetzt anzu  ordnen, dass der eine Block gegenüber dem benach  barten um eine halbe Blockhöhe höher bzw. niedriger  angeordnet ist. Bei dem Aufstocken jeder neuen  Blocklage bleibt diese     zinnenartige    Anordnung der  Anodenoberfläche jeweils erhalten.  



  Es wird z. B. in dem Augenblick aufgestockt,  wenn die Anode unten so weit abgebrannt ist, dass  nur noch 4 bis 5 Blocklagen vorhanden sind.  



  Bei dem Pressen der Blöcke aus     ungebackener     Masse werden     vorteilhafterweise    in jeden Block zwei,  vier oder noch mehr     Bolzenlöcher    in der vorgesehenen  Anordnung     miteingepresst,    z. B. genau in der Mitte  der unteren     Hälfte    und in der Mitte der oberen       Hälfte.    Infolgedessen werden die Kontaktbolzen jeder    Reihe auf gleicher Höhe zu liegen kommen, da zu  einer     Strombolzenreihe    abwechselnd der Kontakt  bolzen des unteren Loches eines Blockes zum Kon  taktbolzen des oberen Loches des benachbarten  Blockes gehört und umgekehrt.

   Auf diese Weise wird  erreicht, dass immer nur die waagrechte Fuge bei  jedem zweiten Block dem     Schmelzfluss    ausgesetzt ist,  wenn die untere Fläche der Anode bis zur Fuge ab  gebrannt ist. Die     Fig.    5 und 6 veranschaulichen diese  Verhältnisse. Aus     Fig.    6 geht hervor, wie weit die       Bolzen    in die Kohlenblöcke beispielsweise hineinrei  chen. Ausserdem erkennt man, dass in diesem Bei  spiel die     Kohleblöcke    auch waagrecht gegeneinander  versetzt sind.  



  Selbstverständlich kommen auch Blöcke in Frage,  welche die gesamte Breite oder die gesamte Länge  der Anode einnehmen. Bei rechteckigen Anoden mit  länglichem Querschnitt, wie sie üblich sind, können  die     Stromzuführungsbolzen    entweder nur an den bei  den Längsseiten oder aber zusätzlich auch an den  Stirnseiten angeordnet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Zuführen des elektrischen Stromes zu einer kontinuierlichen, selbstbackenden, aus mecha nisch verfestigten und ungebackenen Kunstkohle blöcken zusammengesetzten Anode eines Aluminium elektrolyseofens durch seitliche Kontaktbolzen, da durch gekennzeichnet, dass die Kontaktbolzen minde stens der jeweils untersten Reihe elektrisch leitend und zugleich mechanisch tragend mit den Stromzu- führungsstangen verbunden werden,
    während die Kontaktbolzen der jeweils darüber befindlichen Rei hen oder Reihe lediglich elektrisch leitend mit Hilfe von flexiblen nichttragenden Leitern an die Strom zuführungsstangen angeschlossen werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwei oder mehr übereinander lie gende seitliche Löcher in den Kunstkohleblöcken für die Aufnahme der Kontaktbolzen bereits in den Blöcken aus ungebackener Kunstkohlemasse vorhan den sind. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunst kohleblöcke in der Höhe gegeneinander versetzt sind. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Füllkörper die Löcher in den Kunstkohleblöcken ausfüllen, bis die Kunstkohlemasse so weit gebacken ist, dass eine Deformation der Löcher unter dem Druck der dar über befindlichen Anode nicht mehr eintreten kann, worauf die Füllkörper herausgezogen und an ihre Stelle die Kontaktbolzen eingesetzt werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllkörper aus Aluminium bestehen.
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