CH366700A - Vorrichtung zur Übertragung von Drehbewegungen - Google Patents

Vorrichtung zur Übertragung von Drehbewegungen

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CH366700A
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CH6735158A
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Gruenbaum Heinrich
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Gruenbaum Heinrich
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Description


  
 



  Vorrichtung zur Übertragung von Drehbewegungen
Die vorliegende Erfindung   betrifft    eine   VorrichW    tung zur Übertragung von Drehbewegungen, verbunden mit   Drehzahlschlupf    und ihm proportionalem Leistungsverlust.



   Vorrichtungen dieser Art sind bekannt und finden überall dort Anwendung, wo ein genau definiertes Drehmoment unter   Akzeptierung    eines durch Dreh  zahlschlupf    verursachten Leistungsverlustes verlangt wird. So z. B. in Vorrichtungen zum Aufwickeln eines Bandes auf Trommeln. Für diese   Bedarfsfälle    sind, neben elektrischen und mechanischen   Schlupfkupp-    lungen, auch unter Verwendung von hydrodynamischen Systemen arbeitende Vorrichtungen in Form von Schaufelrädern bekannt. Diesen haftet jedoch der grosse Nachteil ihrer Unbrauchbarkeit für geringe Drehzahlen an; ausserdem ist das vom letztgenannten System entwickelte Drehmoment stark drehzahlabhängig und durch keine äusseren Steuermittel beeinflussbar.



   Die Vorrichtung nach der Erfindung ist frei von diesem Nachteil und erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass mit einer im gleichen Sinne wie der Schlupf sich ändernden Drehzahl eine hydrostatische Pumpe angetrieben wird, deren Förderleistung sich in einer hydraulischen Drossel in Wärme umsetzt.



   In der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Vorrichtung dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 schematisch und teilweise im Schnitt die Vorrichtung nach der ersten Ausführung und
Fig. 2 eine andere Ausführung der Vorrichtung in der Ansicht, teilweise geschnitten.



   Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung zur Übertragung von Drehbewegungen stellt eine spezielle Bauform einer hydrostatischen Pumpe, eine Kugel  Kolbenpumpe,    dar, bei welcher unter Berücksichtigung eines Schlupfes die Drehbewegung des Zahnrades 1 auf die Welle 2 übertragen wird. Diese Welle 2 ist in den Ständern 6, 7 frei drehbar gelagert und trägt zwischen den Ständern ein lose auf ihr drehbares Zahnrad 1, das von auf der Welle 2 festsitzenden Gehäusehälften 4, 5 flankiert ist.



   Der Körper des Zahnrades 1 besitzt in gleichem Abstand von seiner Achse mehrere zu der Welle 2 achsparallele Bohrungen la, in denen je eine Kugel 3 als Kolben verschiebbar angeordnet ist. Alle diese Kugeln 3 stützen sich nach der einen Seite auf einem Kurvenring 4a ab, der auf der Innenseite der Gehäusehälfte 4 angeordnet ist und einen Teil derselben bildet. Bei einer relativen Verdrehung des   Zahn, rades    1 gegenüber der Gehäusehälfte 4 rollen die Kugeln 3 unter axialer Verschiebung in ihren Bohrungen la auf dem besagten Kurvenring 4a. Ihre volle axiale Verschiebung hin und zurück in ihrer Bohrung la, das heisst ihren vollen   Hin- und    Herhub, erfährt die Kugel 3 bei 3600 gegenseitiger Verdrehung   der    Teile 1 und 4.



   Die Gehäusehälfte 5 bildet in Verbindung mit der Mantelfläche der Welle 2 und dem Zahnrad 1 in bekannter, nicht näher dargestellter Art zwei Kammern bzw. hydraulische Räume, nämlich einen Saugraum 5a und einen   Druckraum    5b, welche nebst den weiter unten angeführten Leitungen und hohlen Tei   len der Vorrichtung g mit Hydrauliköl gefüllt sind. Mit    dem   Saugrauan    stehen die   Aufnahmeboh, rungen    la für alle diejenigen Kugeln 3 in Verbindung, die, bei drehendem Zahnrad   1    entsprechend ihrer Lage   zum    Kurvenring 4a, in Fig. 1 nach links, und mit dem Druckraum die   A, ufnahmebohrungen    la für alle die jenigen Kugeln, die in Fig. 1 nach rechts verschoben werden.

   Auf diese Weise wird bei drehendem Zahnrad 1 ein   Ölumlauf    entsprechend den eingezeichneten Pfeilen erzielt. Aus der   Druckkammer      5b    der Ge  häusehälfte 5 gelangt das Öl über einen Kanal 2a der Welle 2 in eine Ringnut 6a des Ständerfusses 6.



  In die Kammer Sa gesogen wird das   Öl    hingegen aus einer Ringnut 7a des   Ständerfusses    7 über einen weiteren Kanal 2b in der Welle 2. Der Kreislauf des Öls ist schliesslich über einen mit der Nut 6a verbundenen Rohrkrümmer 8, ein Drosselventil 9, einen Kühler 10 und einen mit der Nut 7a verbundenen   Rohrkrümmer    11 in der genannten Reihenfolge geschlossen.



   Bei Auftreten eines durch Belastung verursachten Schlupfes in der beschriebenen Vorrichtung, das heisst eines die Schlupfdrehzahl darstellenden Drehzahlunterschiedes zwischen dem Zahnrad 1 und der Welle 2, wird das Zahnrad 1 gegenüber dem Gehäuse 415 eine relative Drehbewegung ausführen, wobei die als Kolben wirkenden Kugeln 3 in beschriebener Weise in Funktion treten und einen   Ölkrelslauf    in der dargestellten Pfeilrichtung hervorrufen. Je grösser der Schlupf, also die Drehzahldifferenz zwischen Eintrieb und Austrieb ist, um so grösser wird auch die Förderleistung der Pumpe. Dementsprechend wird um so mehr   Öl    durch das Drosselventil 9 fliessen und auch der Leistungsverlust steigen. Durch die Drosselung wird im Öl Wärme erzeugt, die im anschliessenden   Kühler r 10 wieder abgeführt wird.   



   Durch Beeinflussung des Drosselventils 9 kann sehr genau und auch bei geringsten Drehzahlen ein ganz bestimmtes Drehmoment für die Kraftübertragung eingestellt werden, weil das vom Zahnrad 1 auf Welle 2 übertragene Drehmoment von der Kraft abhängt, mit welcher die Kolbenpumpe das   Öl    durch das Ventil 9   hindurchdrücken    muss; es ist also dem Öldruck proportional. Die beschriebene und dargestellte   Übertragungsvorrichtung    wäre z. B. mit einer schleifenden   Reibscheibenkuppinug    zu vergleichen, deren Anpressdruck während des Betriebes verändert bzw. eingestellt werden kann.



   Bei Verwendung einer hydrostatischen Pumpe und beispielsweise eines federbelasteten Drosselventils 9 kann man erreichen, dass das übertragene Drehmoment bei allen Drehzahlen und bei jeder   Schlupfgrösse    fast konstant bleibt. Auch lässt sich durch eine ständige feinfühlige Beeinflussung des Drosselventils, etwa mit Hilfe von Elektromagneten, das Drehmoment in der Kraftübertragung stufenlos bzw. fast stufenlos und in weitesten Grenzen entsprechend den Betriebsbedingungen verändern.



   Das Drosselventil 9 ist in Fig. 1 als primitiver, von Hand zu betätigender Hahn dargestellt. Zur Lösung der meisten in der Praxis vorkommenden   Antriebs    probleme mit der Forderung nach einem den sich ständig verändernden   Betriebsbedingungen    anzupassenden Drehmoment wird es nötig sein, statt eines solchen Hahnes ein Ventil zu verwenden, welches mit Hilfe von hydraulischen, pneumatischen oder elektrischen Mitteln in an sich bekannter Art mehr oder weniger geschlossen oder geöffnet wird.

   Bei der Wahl eines elektromagnetisch oder elektromotorisch betätigten Ventils wird zweckmässigerweise eine   elektro-    nische Steuerung zur Anwendung kommen, welche in   Abhänglgkeit    von verschiedenen elektrischen Grö ssen funktioniert, beispielsweise von der Spannung eines durch die anzutreibende Maschine mitgenommenen Tachogenerators. Herangezogen werden können auch Werte, die von Druckmessern, Feuchtigkeitsmessern oder anderen Gebern   herrühren.   



   Bedingt die Vorrichtung nach Fig. 1 eine Sonderbauart der hydrostatischen Pumpe, so findet bei der Vorrichtung nach Fig. 2 eine normale handelsübliche Pumpe sowie ein mechanisches Differentialgetriebe Verwendung. Bei dieser Vorrichtung erfolgt der Antrieb auf eine Keilriemenscheibe 12, welche auf zwei Abschlussdeckeln 13 und 14 montiert ist und um die Welle 16 auf Kugellagern 13a,   1 4a    frei drehbar ist.



  Von der Scheibe 12 wird ein im Innern derselben angeordneter, ebenfalls auf Kugellagern laufender Träger 15 mitgenommen, welcher zwei Planeten-Kegelräder 22 trägt. Diese Räder 22 kämmen einerseits mit    einem Kegelrad 23, welches verdrehungssicher r auf    der Welle 16 der anzutreibenden Vorrichtung 17, z. B. ein Zahnradgetriebe, sitzt, und anderseits mit einem Kegelrad 24, welches über eine elastische Kupplung 20, 21 mit der Welle 18 einer normalen handelsüblichen   Zahnradpumpe    19 verbunden ist. Die Saug- und Druckseiten der Pumpe 19 sind in nichtgezeichneter Weise über die gleichen Elemente 8, 9, 10, 11, wie in Fig. 1 gezeigt, miteinander verbunden.



   Denkbar ist anstelle des Kegelraddifferentials auch ein   Planetengetriebe    mit Stirnradverzahnung.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Übertragung von Drehbewegun- gen, verbunden mit Drehzahlschlupf und ihm proportionalem Leistungsverlust, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer im gleichen Sinne wie der Schlupf sich ändernden Drehzahl eine hydrostatische Pumpe angetrieben wird, deren Förderleistung sich in einer hydraulischen Drossel in Wärme umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet t durch eine hydrostatische Pumpe, die als Übertragungselement der Drehbewegung unmittelbar in den Kraftfluss eingeschaltet ist (Fig. 1).
    2. Vorrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch ein Differentialgetriebe, dessen eines Ausgangselement die hydrostatische Pumpe antreibt (Fig. 2).
CH6735158A 1958-12-15 1958-12-15 Vorrichtung zur Übertragung von Drehbewegungen CH366700A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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ITMI20121177A1 (it) * 2012-07-04 2014-01-05 Marcora S P A Impianto per la lavorazione di materiale laminato od in generale materiale in foglio da bobina

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
ITMI20121177A1 (it) * 2012-07-04 2014-01-05 Marcora S P A Impianto per la lavorazione di materiale laminato od in generale materiale in foglio da bobina
WO2014006462A1 (en) * 2012-07-04 2014-01-09 Marcora S.P.A. Plant for processing laminated material or in general sheet material from a coil

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