CH366817A - Bogenschneidemaschine mit einer automatischen Abführeinrichtung - Google Patents
Bogenschneidemaschine mit einer automatischen AbführeinrichtungInfo
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- B26D1/01—Cutting through work characterised by the nature or movement of the cutting member or particular materials not otherwise provided for; Apparatus or machines therefor; Cutting members therefor involving a cutting member which does not travel with the work
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Description
Bogenschneidemaschine mit einer automatischen Abführeinrichtung An bekannten Bogenschneidemaschinen für Pa pier, Karton, Pappe und dergleichen ist der Anschlag sattel parallel zum Schneidemesser fest gelagert. In dieser Richtung wird der Anschlagsattel auf das ge wünschte Format eingestellt und bildet so eine format genaue, rechtwinklige Rückenstütze, an die das Schn;.ide.gut angeschlagen wird.
Das zum Schneiden bestimmte Material wird von der Bedienungsseite aus in die Maschine gelegt und nach dem Schnitt aus dieser wieder an der Bedienungsseite herausgenom men. Um diese Manipulation mit dem Schneidegut zu erleichtern, ist die Tischplatte mancher Schneidema schinen mit Luftpolstern ausgestattet.
Es ist auch eine an dem Anschlagsattel ange brachte Auswerfervorrichtung bekannt, welche nach dem Schnitt das Vorschieben des Schneidegutes in der Richtung zum Bedienenden bewirkt, um Unfälle, die sich aus der Manipulation unter dem Messer der Schneidemaschine ergeben können, vorzubeugen.
In einem begrenzten Verwendungsbereich, das heisst zum Beschneiden kleiner Formate, wie fertiger Buchblöcke, wo keine besonders hohe Forderung an die Genauigkeit des Schnittes gestellt wird, ist der Anschlagsattel auch anders gestaltet worden. Um das Entnehmen des beschnittenen Schneidegutes von der Rückseite der Maschine zu ermöglichen, sind an be sonderen Schneidemaschinen, z. B. an Dreischneidern, solche Anschlagsättel bekannt, die gleichzeitig als Ausleger arbeiten, oder solche, welche durch eine Schwingbewegung hochgehoben werden.
Zur Erzielung eines genauen Schnittes können jedoch vorläufig nur solche Schneidemaschinen ver wendet werden, welche einen festen Anschlagsattel haben, also solche, welche bloss von der einen Seite bedient werden. Der Arbeitsvorgang des Schneidens auf normalen Schneidemaschinen verlief bisher folgendermassen:
Der Arbeiter stellt den Anschlagsattel auf das ge wünschte Format ein, erfasst die Papierbogen von der Plattform, auf welcher sie in Stapelfonm vorbereitet sind, und stapelt bzw. legt sie in die Maschine knapp an den Anschlagsattel bis zu einer bestimmten Höhe. Sodann präzisiert er die Einstellung des Anschlag sattels und lässt den Schneidemechanismus an.
Nach vollzogenem Schnitt muss er das zerschnittene oder beschnittene Schneidegut unter dem Messer wieder herausnehmen, und das bedeutet, dass während dieser Zeit die eigentliche Tätigkeit der Schneidemaschine blockiert ist. Es ist bekannt, dass diese Vorgänge sehr beschwerlich sind und dies hauptsächlich deshalb, weil die zu beschneidende Einlage manchmal bis 40 kg wiegt. Beim Herausnehmen erhöht sich der Anstren gungsgrad noch dadurch, dass das Schneidegurt vom Standort des Arbeiters entfernt ist und dieser sich vorbeugen muss.
Des weitexen besteht hier eine grosse Unfallgefahr, denn der Arbeiter greift mit den Hän den unter das Messer der Schneidemaschine, wobei der Motor in Tätigkeit ist und der Schneidevorgang bloss durch die Kupplung blockiert ist.
Beim eigent lichen Ablegen des Schneidegutes auf den Stapel ent steht meistens eine weitere Anstrengung dadurch, dass der Arbeiter das Schneidegut über oder unter das Arbeitsniveau stapeln muss.
Die Erfindung bezweckt, diese Mängel zu besei- tigen und bei Einhaltung einer grossen Genauigkeit und einer maximalen Ausnutzung der Kapazität der Bogenschneidemaschine eine kontinuierliche Abfüh rung des Schneidegutes aus .der Maschine zu ermög lichen.
Sie erniedrigt dadurch die Anstrengung des Arbeiters auf ein Minimum, gewährleistet Sicherheit während der Arbeit und erhöht wesentlich die Pro duktivität.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass hinter dem Schneidemesser in Richtung des Schneide- gutabtransportes Nuten im feststehenden Tisch vor gesehen sind, die über die Tischoberfläche aufheb- und absenkbare Bandförderer für den Schneidegut- transport aufnehmen und dass der Anschlagsattel für den Durchgang des Schneidegutes durch einen Me chanismus heb- und senkbar angeordnet ist,
wobei das Anheben und Absenken des Anschlagsattels durch die Bewegung des Schneidegutpressstempels über eine Steuereinrichtung auslösbar ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht einer Abführeinrichtung bei einer Bogenschneidemaschine und Fig. 2 die Form der Nuten in der Tischplatte.
Der Anschlagsattel 5 mit senkrechtem Hub und Längsverschiebung ist von zwei Seiten geführt, wo durch eine hohe Stabilität erzielt wird, welche einen festen Anschlag des Schneidegutes und einen genauen Schnitt ermögl i cht.
Die obere Führung des Anschlagsattels 5 gewähr leistet der feste Rahmen 10, welcher über dem Tisch 4 der Schneidemaschine angeordnet ist. Auf diesem Rahmen 10 ist in der Längsrichtung verschiebbar der Support 8 gelagert, welcher mittels zweier in vertikaler Richtung durchschiebbaren, durchlaufenden Leisten 7 den Anschlagsattel 5 trägt.
Unten ist der Anschlag- sattel 5 zu beiden Seiten des Tisches 4 durch Füh rungsschienen 25 längsgeführt, auf welchen sich die Rollen 6 abwälzen, die eine reibungsarme Längsver schiebung gewährleisten.
Die Längsverschiebung des Anschlagsattels 5 be wirkt eine Spindel 9, die über dem Tisch 4 angeordnet ist. Den einwandfreien Hub des Anschlagsattels 5, gemeinsam mit den Führungsschienen 25, aus der Lage<I>A</I> in die Lage<I>B</I> gewährleisten die seitlichen Rahmen 16, welche über den Hebel 17 an die Hy draulik der Schneidemaschine angeschlossen sind.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Nach dem Schnitt, welchem die Pressung der in die Maschine eingelegten Schneidegutsehicht 1 vor ausgeht, wird das Schneidegut automatisch durch die Pressvorrichtung 3 gelöst, welche bei der Aufwärts bewegung mit dem Kontakt 23 auf den Kontakt 24 stösst, durch welchen der Stromkreis der elektro magnetischen Spule 21 geschlossen wird.
Durch die Bewegung des Kerns der Spule 21, welcher mit der Zugstange des hydraulischen Ventils 20 verbunden ist, wird die Zufuhr der Druckflüssigkeit zum Kolben des hydraulischen Zylinders 19 geöffnet. Die Kolben stange 18 überträgt bei ihrem Zug nach unten die Bewegung über den doppelarmigen Hebel 17 auf die seitlichen Rahmen 16, welche mittels der Führungs schienen 25 den Anschlagsattel 5 aus der Lage A nach B heben, also so hoch,
dass der Weg für das geschnittene Schneidegut 1 freigegeben wird. Die Hubhöhe wird mittels des Anschlages 26 und des Sicherheitsventils 27 reguliert.
Bei der Bewegung der beiden seitlichen Rahmen 16 nach oben, das heisst beim Heben des Anschlag sattels 5, wird auch der Bandförderer 12 aus der Ruhestellung in die Arbeitsposition, das heisst um 2 bis 4 nun über das Niveau des Tisches 4 gehoben. Dadurch wird das geschnittene oder beschnittene Schneidegut 1 gehoben und unter einer ständigen oder unterbrochenen Bewegung nach rückwärts auf die Stapelvorrichtung befördert, ohne dass der Arbeiter das Schneidegut mit den Händen berühren muss.
Während der ganzen Manipulationszeit mit dem Schneidegut, also vom Einlegen bis zum Moment der Abführung, ist der Bandförderer 12 in Ruhestellung. Er ist hinter dem Schneidemesser 2 unter das Niveau der oberen Kante des Tisches 4 abgesenkt. In der Platte des Tisches 4 sind nämlich Nuten 28 (Fig. 2) angeordnet, in denen die Transportbänder 12 gelagert sind. Die Nuten 28 sind in einer zum Schneidemesser 2 senkrechten Ebene geführt, und zwar in solchen gegenseitigen Abständen, die kleiner sind als der kleinste Abstand des Anschlagsattels 5 zur Messer schneide 2. Diese Anordnung der Nuten 28 ermöglicht das selbständige Abführen auch der auf der Maschine zu schneidenden kleinsten Formate.
Die Form der Nuten 28, ihre Abrundung und die Entfernung ihrer Seitenwände (die Grösse des Nuten schlitzes) sind derart gelöst, dass sie eine glatte Mani pulation mit dem Schneidegut 1 ermöglichen. Sie beschränken und verhindern weder das übliche An drehen des Schneidegutes 1 um 90 respektive 180 noch das Verschieben desselben quer zur Längsrich tung der Nuten, noch .die Seitenorientierung des Schneidegutes und ähnliches. Den Forderungen dieser Arbeitsvorgänge entsprechend wird auch die Dicke der Transportbänder 12 gewählt.
In der Arbeitsstellung des Bandförderers 12 kann die Richtung des abgeführten Schneidegutes 1 je nach dem, wie es die Stapelung erfordert, nach rechts oder links orientiert werden. Dieser Effekt wird dadurch erzielt, dass die Transportbänder 12 am Anfang oder am Ende ihrer Bahn in der Platte des Tisches 4 im Spielraum der Nutenschlitze einzeln oder im ganzen an einen Rand des Nutenschlitzes herangeschoben werden.
Das Herausschieben des Bandförderers 12 über das Niveau des Tisches 4 erfolgt automatisch mittels der Rahmen 16, welche mit ihren Armen beim gleich zeitigen Heben auf die Regulierhülsen 14 anstossen. Die erforderliche Hubhöhe des Bandförderers 12 über das Niveau des Tisches 4 ist durch die Hülsen 14 regulierbar, welche längs der senkrechten Leisten 13a des Tragrahmens des Transporteurs 13 verschiebbar sind. Die Fixierung der Hülse 14 erfolgt durch die Schraube 15.
Nach dem Durchgang des geschnittenen Schneide gutes 1 wird die Pressvorrichtung 3 etwas herabge lassen, damit die Kontakte 23, 24 getrennt werden. Durch die Unterbrechung des Stromkreises unter bleibt -die Wirkung der elektromagnetischen Kraft in der Spule 21, wodurch die Hydraulik wieder in Tätig keit versetzt wird. Die Kolbenstange 18 des hydrau lischen Zylinders 19 geht hoch, und durch die Hebel 17, Rahmen 16 und Schienen 25 gelangt der An schlagsattel 5 aus der Lage<I>B</I> nach<I>A,</I> das heisst in die Arbeitsstellung.
Diese Bewegung des Anschlagsattels 5 nach unten eilt der Bewegung der Pressvorrichtung voraus und ermöglicht eine Kontinuität der Arbeit.
Die Kontaktunterbrechung wird auch durch den Handschalter 22 erzielt, der unter dem Manipulations- teil des Tisches 4 angeordnet ist.
Bei der Änderung des Formats ändert sich die Lage des Anschlagsattels 5 in der Längsrichtung der art, dass nach der Abführung des Schneidegutes 1 und der Unterbrechung des Kontaktes in der bereits be schriebenen Weise mittels des Einstellrades 11 eine neue Entfernung ingestellt wird.
Der Vorteil der Einrichtung liegt darin, dass die zum Schneiden des Papiers erforderliche Arbeitszeit ungefähr auf die Hälfte herabgesetzt wird, denn sie ermöglicht ein kontinuierliches Verfahren zum Schnei den auf einen völlig genauen und festen Anschlag.
Durch die Einrichtung ändert sich der bisherige Arbeitsvorgang eines dauernden Wechsels der Dimen sionen und dadurch einer ungenauen Einstellung der Anschlagleiste beim Schneiden des Schneidegutes in einen Vorgang zum Schneiden grosser Posten auf eine gleichmässige, genau bestimmte und im Verlauf des Schneidens unveränderliche Dimension, was einen grossen Vorteil insbesondere bei der Weiterbehand lung des Schneidegutes darstellt. Dabei ermöglicht die Konstruktion der den Bandförderer enthaltenden Nuten auch das Schneiden mit einer Drehung der Schneidgutschicht,
so dass die mit der beschriebenen Einrichtung ausgestattete Schneidemaschine fähig ist, alle Vorgänge einer normalen Schneidemaschine aus zuführen, wobei zudem die Produktivität gesteigert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Bogenschneidemaschine mit einer automatischen Abführeinrichtung von beschnittenem oder zerschnit tenem Papier oder einem andern Material in einer zum Schneidemesser senkrechten Richtung, die einen verstellbaren Anschlagsattel. sowie eine Pressvorrich- tung zum Niederhalten des Scluieidegutstapels wäh, rend des Schneidens aufweist, dadurch gekennzeich net, dass hinter dem Schneidemesser (2) in Richtung des Schneide,gutabtransportes Nuten (28) im fest stehenden Tisch (4) vorgesehen sind, die über die Tischoberfläche aufheb- und absenkbare Bandför derer (12) für den Schneideguttransport aufnehmen und dass der Anschlagsattel (5) für den Durchgang ,des Schneidegutes (1) durch einen Mechanismus heb und senkbar angeordnet ist, wobei das Anheben und Absenken des Anschlagsattels (5) durch die Bewe gung des Schneidegutpressstempels (3) über eine Steuereinrichtung (20, 21, 23, 24) auslösbar ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Bogenschneidemaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem heb- und senkbaren Rahmen (16) der Maschine die Führungs organe (6, 25) des Anschlagsattels (5) montiert sind, wobei zum Verstellen des Anschlagsattels ein von einer über dem Tisch im festen Rahmen (10) ge lagerten Führungsschraube (9) längsverschiebbarer Support (8) vorgesehen isst, in dem mit dem A.nschlab sattel (5) fest verbundene Schiebeleisten (7)höhen verstellbar geführt sind. z. Bogenschneidemaschine nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vertikale Hub des Rahmens (16) und damit des Anschlagsattels (5) über Schwenkhebel von einer durch ein Schaltventil (20) und ein Sicherheitsventil (27) gesteuerten Hydraulik (19)betätighar und entsprechend der Dicke der Schneidegutschichtdurch eine verstellbare Auslösung des Sicherheitsventils (27) regelbar ist. 3.Bogenschneidemaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der die Bandförderer (12) aufnehmenden Nuten (28) kleiner als der kleinste Abstand des Anschlagsattels (5) zur Messerschneide (2) ist, so dass bei jeder Schneidegut lage die selbsttätige Abführung ,der auf der Maschine zu schneidenden kleinsten Formate möglich ist. 4.Bogenschneidemaschine nach Unteranspruch 3, dadurch; gekennzeichnet, dass die Bänder des För derers (12) am Anfang undloder am Ende ihrer Bahn zum Drehen und Querverschieben des Schneidegutes (1) am Tisch quer zur Längsrichtung der Nuten (28) verschiebbar angeordnet .sind, und dass die freien Längskantender Nuten (28) zum ungehinderten Be wegen des Schneidegutes abgerundet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH6111958A CH366817A (de) | 1958-06-27 | 1958-06-27 | Bogenschneidemaschine mit einer automatischen Abführeinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH6111958A CH366817A (de) | 1958-06-27 | 1958-06-27 | Bogenschneidemaschine mit einer automatischen Abführeinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH366817A true CH366817A (de) | 1963-01-31 |
Family
ID=4523417
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH6111958A CH366817A (de) | 1958-06-27 | 1958-06-27 | Bogenschneidemaschine mit einer automatischen Abführeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH366817A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0333670A3 (de) * | 1988-03-11 | 1991-06-12 | Carlo Riva | Druckbalkenvorrichtung für eine Papierstapel-Schneidmaschine |
-
1958
- 1958-06-27 CH CH6111958A patent/CH366817A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0333670A3 (de) * | 1988-03-11 | 1991-06-12 | Carlo Riva | Druckbalkenvorrichtung für eine Papierstapel-Schneidmaschine |
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