Hochgarage Es sind bereits verschiedene Arten von Hoch garagen vorgeschlagen worden, unter anderem eine, bei der auf beiden Seiten der nach Art einer doppel gängigen Wendel ausgebildeten, vom Einbahnverkehr zu befahrenden Auf- und Abfahrtsrampen die Abstell plätze angeordnet sind, wobei nach jeder halben Win dung die Auf- und Abfahrtsrampe durch je einen Quergang miteinander verbunden sind. Diese Art der Anordnung der Rampen und Abstellplätze ergibt eine günstige Platzausnützung, da kein besonderer Raum für die Aus- und Einfahrten der Abstellplätze erfor derlich ist, sondern letztere unmittelbar von den Ram pen aus zugänglich sind.
Die Quergänge zwischen den Auf- und Abfahrts rampen ermöglichen ein Verlassen der Garage auf kürzestem Wege, ohne die Einfahrtsrampe bis zum oberen Ende befahren zu müssen. Diese Rampen haben den Vorteil, dass ein Kreuzen der Fahrbahnen vermieden wird.
Der Bau dieser bekannten Garage kann auf ver schiedene Weisen, so in Stahlbeton oder auch als Stahlkonstruktion erfolgen. Bei der letzteren Bauweise wird das Tragwerk der Hochgarage mittels durchlau fender, horizontaler und vertikaler Träger verschie denster Abmessungen gebildet. Die Erstellung solcher Hochgaragen in Stahlbauweise ist jedoch noch sehr teuer, da einmal die Herstellung verschiedener den jeweiligen Erfordernissen angepasster einzelner Träger mit grossem Aufwand an Zeit sowie Kosten verbun den ist und der Transport langer Träger schwierig ist, ferner der Aufbau der Stahlkonstruktion noch erheb lichen Arbeitsaufwand erfordert.
Die Erfindung hat sich deshalb eine besondere Bauweise von Hochgaragen zur Aufgabe gemacht, die von billig herzustellenden, leicht transportablen und einfach zusammenzubauenden Teilen ausgehen soll. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Hochgarage aus zwei Teilen besteht, die mindestens bezüglich der Rampenanordnung identisch, jedoch um 180 relativ zueinander horizontal versetzt ange ordnet sind und seitlich aneinanderstossen, und dass die beiden Teile als Tragwerk, übereinander- und in der Höhe versetzt, hintereinandergestellte Balken mit zwei Fussstützen aufweisen, zwischen denen sich,
auf ihren Kopfstücken beidseitig aufliegend, Platten er strecken.
Die Aufteilung der Hochgarage in zwei, z. B. im wesentlichen gleiche Teile hat den Vorteil, dass die einzelnen Träger sich nicht über die ganze Garage breite, sondern nur über die Breite des entsprechen den Garageteils erstreckt. Jeder der beiden Teile der Garage nimmt jeweils eine Rampe und die beiderseits derselben angeordneten Abstellplätze auf. Die zweck mässig im wesentlichen vollständige Übereinstimmung der beiden Teile gestattet es für diese, insbesondere für das Tragwerk, gleiche Bauelemente vorzusehen. Sämtliche Träger können unter sich gleich sein und aus je einem Stahlträger bestehen, der in der Fabrik in Serie und dementsprechend mit grösster Wirtschaft lichkeit hergestellt werden kann.
Auch der Transport dieser Träger bringt infolge der verhältnismässig ge ringen Länge keine wesentlichen Schwierigkeiten mit sich.
Die vorgefertigten Stahlträger können an der jeweiligen Baustelle entsprechend der Gebäudeform zusammengestellt und miteinander verbunden werden, und zwar vorzugsweise mittels Schrauben, wodurch sich auch die Möglichkeit ergibt, die gesamte Hoch garage ohne weiteres wieder abzubauen, gegebenen falls abzutransportieren und an anderer Stelle wieder aufzubauen. Die vorteilhaft aus vorgefertigten Platten bestehenden, leicht geneigten Decken, auf denen die Rampen und die Abstellplätze angeordnet sind, kön nen ebenfalls mittels eines einzigen Typs einer in der Fabrik vorgefertigten Platte,
z. B. einer Spannbeton- platte, gebildet sein.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
Fig.l zeigt einen Horizontalschnitt nach der Linie E-E in Fig. 3.
Fig.2 zeigt einen Querschnitt nach der Linie D-D in Fig. 1.
Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt nach der Linie F-F in Fig. 1.
Die dargestellte Garage hat eine im Grundriss rechteckförmige Gestalt. Sie weist eine Auffahrts rampe 1 und eine Abfahrtsrampe 2 auf. Beide Ram pen 1, 2 sind im Einbahnverkehr zu befahren und nach Art einer doppelgängigen Wendel mit je auf beiden Seiten angeordneten Abstellplätzen 4 ausge bildet.
Die Garage besteht aus zwei Teilen<I>A</I> und<I>B,</I> die im wesentlichen, vor allem bezüglich der Ram penanordnung, identisch, jedoch um 180 relativ zu einander horizontal versetzt angeordnet sind und seit lich längs der vertikalen Längsmittelebene C anein- anderstossen. Nach jeder halben Windung sind die Auf- und Abfahrtsrampen jeweils durch einen Quer gang 3 miteinander verbunden.
Das Tragwerk eines jeden Teils<I>A</I> bzw.<I>B</I> setzt sich aus mit je zwei Fuss stützen 7 versehenen Balken 5 aus Stahl zusammen, die alle unter sich gleich sind und beidenends mit einem waagrechten Tragarm 6 versehen sind und vor zugsweise Doppel-T-förmigen Querschnitt aufweisen.
Die Füsse 7 können nach unten konisch zulaufen. Die Stahlträger 5, 6 haben zweckmässigerweise eine Länge von etwa 16 m, wobei die die Füsse über- kragenden Teile 6 etwa 3,20 m betragen. Die vorge- fertigen Stahlträger sind übereinandergestellt, wobei ihre Füsse 7 jeweils mit dem Kopfstück des unteren Trägers mittels Schrauben 9 verbunden sind.
Mehrere solcher Einheiten übereinandergestellter Träger sind in einem vorbestimmten Abstand hintereinanderge- stellt, wobei jedoch eine Versetzung in der Höhe, entsprechend der Steigung der Rampen, notwendig ist. Der Abstand zwischen den hintereinandergestell- ten Trägern wird vorzugsweise so gewählt, dass jeweils zwischen den Füssen der Träger zwei Abstellplätze Raum finden, z. B. 5 m. In Fig. 1 sind die freien Enden der Fussstützen 7 durch Kreuze 10 angedeutet.
Wie aus der linken oberen Ecke der Fig. 2 und der Fig. 1 hervorgeht, sind zwischen den Stahlträgern auf den Kopfstücken 6 beidseitig aufliegende, aneinander stossende vorgefertigte Platte 8 angeordnet. Die Plat ten 8 haben, um ein zu hohes Stückgewicht zu ver meiden und einen leichten Transport und leichten Einbau zu ermöglichen, vorzugsweise eine Breite von nur 50 cm und eine Dicke von 16 cm. - Die Eigen art der Rampenanordnung ergibt, dass die beiden Teile<I>A</I> und<I>B</I> in der Mitte und an den beiden Schmalseiten in der Höhe übereinstimmen, während sie dazwischen infolge der entgegengesetzten Steigung in der Höhe versetzt sind, wie dies Fig. 2 zeigt.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, sind die Abstellplätze in einem rechten Winkel gegen die Abfahrtsrampen gestellt, wodurch sich eine noch bessere Platzaus nutzung ergibt, da für die Aus- und Einfahrt an den Abstellplätzen nicht so viel Raum erforderlich ist.
Bei anderen als rechteckigen Grundrissen der Garage können sich gewisse Abweichungen in der Ausbildung des Teils<I>A</I> und des Teils<I>B</I> ergeben, wobei jedoch die Rampenanordnung im wesentlichen gleich bleibt, nur eventuell ein Teil der vorgefertigten Stahlträger eine andere Abmessung bekommt.