CH367130A - Schotterkorb - Google Patents
SchotterkorbInfo
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Description
Schotterkorb Für Ufer- oder Lawinenschutzbauten, insbeson dere für Wildbachverbauungen, werden vielfach Drahtkörbe verwendet, die mit Schotter gefüllt wer den. Früher wurden solche Schotterkörbe aus Draht netzen hergestellt, die aus verzinktem Draht gefloch ten waren. Da Drahtnetzgeflechte zu geringe Festigkeit haben, wurden auch schon Schotterkörbe aus Draht gittern mit an den Kreuzungspunkten verschweissten Drähten vorgeschlagen.
Aus solchen Drahtgittern gebogene Schotter körbe sind zwar steifer als Drahtnetzkörbe, erfordern jedoch wegen ihrer sperrigen Form sehr viel Trans portraum.
Anderseits bieten Körbe aus einzelnen, normalen Gitterfeldern, die an ihren Stosskanten durch Binde draht miteinander gelenkig verbunden sind, nur eine geringe Festigkeit, weil die randseitigen Gitterdrähte sehr stark auf Biegung beansprucht werden, beson ders wenn mehrere Körbe zu einer grossen Einheit vereinigt werden sollen.
Für verschiedene Bauzwecke ergibt sich nun aber häufig die Notwendigkeit, aneinanderstossende, vor zugsweise übereinanderliegende Schottenkörbe so mit einander zu verbinden, dass<I>eine</I> gegenseitige Ver schiebung nicht möglich ist, bzw. ist es in Einzel fällen sogar erwünscht, auch eine kraftschlüssige Ver bindung zwischen den Körben zu schaffen. Dies ist nur dadurch möglich, dass durch irgendwelche Mass- nahmen den Drähten, aus welchen die Schottenkörbe bestehen, nachträglich eine Kontinuität durch Zu sammenschliessen der verschiedenen Körbe erteilt wird.
Es ist üblich, solche Schottenkörbe nebeneinander zu legen und ähnlich wie bei der Kantenverbindung an den einzelnen Schottenkörben die an den Kanten benachbarter Körbe liegenden parallelen Enddrähte mit einem Bindedraht zu umwinden. Diese Verbin dungsweise hat den Nachteil, dass die parallel zu einander liegenden randseitigen Gitterdrähte die ein zige Kraftverbindung herstellen und somit nur durch ihren eigenen geringen Biegewiderstand der Verfor mung entgegen wirken.
Bei einer Anzahl von Verwendungszwecken, wo die Schotterkörbe übereinander liegen und ähnliche Aufgaben zu erfüllen haben, wie z.
B. bei der Her stellung von Stützmauern, ist es erwünscht, eine bes sere kraftschlüssige Verbindung zwischen den ein zelnen Schotterkorbelementen herzustellen, und zwar vorteilhaft dadurch, dass die den Schotterkorb be grenzenden Randdrähte zweier neben- oder überein ander liegender Schotterkörbe kraftschlüssig mitein ander verbunden werden.
Eine solche kraftschlüssige Verbindung kann aber nicht einfach durch Zusam menbinden der Enddrähte der Gitterfelder der Schot tenkörbe hergestellt werden, weil dadurch die Schweisstellen zu stark beansprucht werden und einer solchen Belastung nicht standhalten würden.
Die Erfindung bezweckt, einen Schottenkorb zu schaffen, der in sich wesentlich steifer und fester ist als die bisher bekannten Gitterkörbe und bei dem eine Verbindung zwischen mehreren Körben in zuver lässiger Weise möglich ist. Bei einem Schottenkorb mit Gitterfeldern aus Scharen einander kreuzender Drähte, die an den Kreuzungsstellen miteinander ver- schweisst sind, umgreifen gemäss der Erfindung die Enden der Gitterdrähte hakenförmig die Randdrähte und sind mit diesen verschweisst.
Durch die hakenförmige Umbiegung der Gitter drahtenden um diese Randdrähte und die zusätzliche Verschweissung wird eine direkte Kraftübertragung von Korb zu Korb ermöglicht. Insbesondere werden infolge der Umfassung der Randdrähte durch die Gitterdrähte die Schweisstellen entlastet, so dass Auftrennungen nicht zu befürchten sind.
Vorzugsweise werden die an den Kanten des Korbes aneinandergrenzenden Randdrähte der Gitter felder durch beide Randdrähte gemeinsam umschlin gende Verbindungsmittel miteinander verbunden. Beispielsweise können zu diesem Zweck um die Randdrähte Drahtwendel aufgewunden werden.
Die gelenkige Verbindung der Gitterfelder an den Kanten durch gemeinsame Umwindung der beiden verstärkten Randdrähte ermöglicht einen räumsparen den Transport der Schotterkörbe mit einwärts ge klappten Gitterfeldern.
Die fertigen Gitterfelder werden zweckmässig mit einem die Gitter- und Randdrähte sowie alle Ver bindungsstellen bedeckenden korrosionsfesten Über- zug versehen, um bei den verlegten Körben eine Zer störung durch Korrosion zu verhindern.
Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung des erfindungsgemässen Schotterkorbes im Verband mit gleichartigen Schotterkörben. Diese Verwendung ist dadurch gekennzeichnet, dass je zwei benachbarte Schotterkörbe durch Kupplungsstäbe vereinigt sind. die mit zu den Randdrähten rechtwinkelig verlau fenden Gitterdrähten durch die Gitterdrähte und die Kupplungsstäbe gemeinsam umschliessende Verbin dungsmittel verbunden sind.
Die Kupplungsstäbe können durch an beiden En den hakenförmig abgewinkelte Drahtstücke gebildet sein, die mit parallel verlaufenden Gitterdrähten be nachbarter Schotterkörbe verbunden sind. Durch diese Kupplungsart können in der Korboberfläche verlaufende Zugkräfte übertragen werden.
Bei einer anderen Ausführungsform können die Kupplungsstäbe durch im Schotterkorb diagonal ver laufende Drähte gebildet werden, die über Rand drähte eines Gitterfeldes vorstehen, um diese Rand drähte in die Ebene des anschliessenden Gitterfeldes eines benachbarten Korbes gebogen und an ihren freien Enden hakenförmig abgewinkelt sind. Bei die ser Anordnung der Kupplungsstäbe können Schub kräfte zwischen Ober- und Unterseite der Körbe auf genommen werden.
Die Kupplungsdrähte können mit den Gitter drähten durch Bindedrähte oder Blechschellen ver bunden werden.
In den Zeichnungen sind einige Ausführungsbei spiele der Erfindung und ihre Wirkungsweise veran schaulicht.
Fig. 1 zeigt eine schaubildliche Darstellung des erfindungsgemässen Schotterkorbes.
Die Fig. 2 und 3 zeigen die Verbindung zweier Schotterkörbe durch eine Klammer in einer Ansicht bzw. einem Querschnitt durch ein Gitterfeld.
In Fig. 4 ist eine andere Art dieser Verbindung dargestellt. In Fig. 5 ist die Art der Kraftübertragung an dem Beispiel einer aus den erfindungsgemässen Schotter körben aufgebauten Stützmauer dargelegt.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Schotterkorb sind die in jedem Gitterfeld einander kreuzenden und an ihren Kreuzungsstellen a durch Widerstandsschweis- sung miteinander verbundenen Drähte 1 und 2 der beiden Scharen an ihren Enden um die Randdrähte 3 hakenförmig gebogen und mit diesen ausserdem durch Schweissung verbunden.
Am zusammengestell ten Schotterkorb werden jeweils die beiden längs einer Kante zusammenstossenden Gitterfelder durch ein Verbindungsmittel zusammengehalten, das bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel durch eine Drahtwendel gebildet wird, die um die beiden Rand drähte der zusammenstossenden Gitterfelder gewun den ist.
Hierbei können die Gitterfelder entweder über haupt erst an der Verwendungsstelle zusammen gesetzt werden oder sie können am Herstellungsort vorläufig nur mit dem Bodenteil zusammengehängt und am Verwendungsort zum fertigen Schotterkorb verbunden werden. In beiden Fällen wird nur wenig Transportraum benötigt.
Die Gitterteile sind mit einem die Stäbe samt Stabenden sowie die Kreuzungsstelle samt den Ver- schweissungen einheitlich bedeckenden Schutzbelag gegen Korrosion bedeckt. Dieser Schutzbelag kann auf einfache Weise durch Tauchen des fertig ge- schweissten und zugeschnittenen Gitters in ein aus dem Schutzmittel bestehendes Bad, z. B. Zinkbad oder eine Kunststofflösung, hergestellt werden. Eben so können die Verbindungswendel gegen Korrosion geschützt und zweckmässig aus feuerverzinktem Draht hergestellt sein.
Als Material für das geschweisste Wandungs- gitter eignet sich vorzugsweise gezogener Draht aus schweissbarem Kohlenstoffstahl mit einer Festigkeit von ca. 4000 kg/cm=.
Die Fig. 2 bis 4 zeigen die Verbindung von zwei übereinander liegenden Schotterkörben. Nach den Fig. 2 und 3 werden zur Herstellung der Verbindung Kupplungsstäbe 5 verwendet, die an beiden Enden 6 hakenförmig abgewinkelt sind. Der Stab 5 ist durch Bindedraht 7, 7' an den Gitterdrähten 1, 1' der Schotterkorbwände befestigt, wobei die Umwicklung zweckmässig von den Randdrähten 3 bzw. 3' bis zu den Hakenenden 6, 6' reicht. Statt Bindedraht kön nen auch Blechschellen verwendet werden, welche den Stab 5 und die Gitterdrähte 1 bzw. 1' umfassen.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform ragt aus dem unteren Schotterkorb ein Diagonaldraht 8 über den Randdraht 3' nach aussen und ist mit dem Endteil 8' um diesen in die Ebene der Gitterdrähte 1 des darüberliegenden Schotterkorbes gebogen und am Ende 6 hakenförmig abgewinkelt. Die Verbin dung des Kupplungsteiles 8' mit dem Gitterdraht 1 ist wieder durch Bindedraht 7 hergestellt. Die Stärke der Diagonaldrähte ist vorzugsweise gleich der Stärke der Drähte zu wählen, aus welchen die Gitterfelder des Schotterkorbes hergestellt sind.
Fig. 5 zeigt eine aus erfindungsgemässen Schot terkörben<I>a, b, c, d</I> und e hergestellte Stützmauer. Auf die einzelnen Schotterkorblagen <I>a, b,</I> c wir ken die Erddrücke E , Er" E,. Da zur Füllung der Schotterkörbe loses, verschiebliches Material verwen det wird, können die Körbe einer Deformation durch den Erddruck praktisch keinen Widerstand entgegen setzen.
Durch die Kupplungsstäbe 11 wird die Schub kraft im Schotterkorb in eine Zugkomponente in Richtung des Kupplungsstabes 11 und in eine Druck komponente, die durch das Füllmaterial aufgenom men werden kann, zerlegt, so dass die Aufnahme der Schubkräfte gewährleistet ist.
Der Kupplungsstab 11, der diagonal durch den Korb<I>b</I> verläuft, übernimmt aus dem Korb<I>a</I> die Schubkraft E und ausserdem den auf dem Füllmate- rial des Korbes b lastenden Schub E" und überträgt beide Schubkräfte auf die Sohle des Korbes b.
Analog gilt dies auch für den Korb c.
Im Korb<I>a</I> wird so die Schubkraft ER, im Korb<I>b</I> die Kraft E"+Eb" im Korb c die Kraft E +EG+E, und durch die Sohle der Stützmauer die Kraft E" + El, + E,. aufgenommen.
Die hierdurch wesentlich formhältiger gewordene Stützmauer erhält ausser dieser Schubbelastung durch den Erddruck auch ein Biegemoment, welches auf der erdseitigen Oberfläche der Körbe Zug und auf der luftseitigen im Füllmaterial Druck erzeugt. Durch Kupplungsstäbe 12 ist es nun möglich, die senkrecht stehenden Stäbe des Schotterkorbes zur Aufnahme des Zuges kraftschlüssig zusammenzubinden.
Schliesslich kann durch die Kupplungsstäbe 13 der letzte Schotterkorb c mit den die Fundament sohle bildenden Schotterkörben d und e so verbun den werden, dass ein gewisses Biegemoment aus der Mauer in die Sohle übertragen werden kann.
Durch die Kupplungsstäbe 14 kann die Funda- mentsohle eine Biegefestigkeit und durch die Kupp lungsstäbe 15 eine Schubfestigkeit erhalten, so dass auch die Fundamentsohle eine Biegung übernehmen kann.
Selbstverständliche Voraussetzung für die Wirk samkeit der zugübertragenden Kupplungsstäbe ist 1. eine sorgfältige Packung des Füllmaterials, um die Druckübertragung mit einem Minimum an Verformung zu gewährleisten<B>;</B> 2. eine einwandfreie und mit einem Minimum an Verformung verbundene Kraftübertragung zwi schen den Zugstäben der einzelnen Körbe. Letzteres ist aber nur durch die verformungs- lose Übertragung über die den Querdraht ringförmig umschliessenden Stäbe möglich.
Die erfindungsgemässen Schotterkörbe können, ähnlich wie Ziegel im Mauerwerk, auch versetzt ne ben- und übereinander angeordnet werden, so dass ohne weiteres auch ganze Sperrdämme errichtet wer den können, wobei Lehrgerüste vollkommen entbehr lich sind. Ausserdem wird eine starke Verankerung am Grund erzielt, wodurch ein Wegschwemmen oder Zerreissen der Schotterkörbe durch starke Strömung, anstossendes Treibholz oder dergleichen verhindert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Schotterkorb mit Gitterfeldern aus Scharen ein ander kreuzender Drähte, die an den Kreuzungsstel len miteinander verschweisst sind, dadurch gekenn zeichnet, dass die Enden der Gitterdrähte die Rand drähte hakenförmig umgreifen und mit diesen ver- schweisst sind.11. Verwendung des Schotterkorbes nach Patent anspruch I, im Verband mit gleichartigen Schotter körben, dadurch gekennzeichnet, dass je zwei benach barte Schotterkörbe durch Kupplungsstäbe vereinigt sind, die mit zu den Randdrähten rechtwinklig ver laufenden Gitterdrähten durch die Gitterdrähte und die Kupplungsstäbe gemeinsam umschliessende Ver bindungsmittel verbunden sind.UNTERANSPRÜCHE 1. Schotterkorb nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Kanten des Korbes aneinandergrenzenden Randdrähte der Gitterfelder durch beide Randdrähte gemeinsam umschlingende Verbindungsmittel miteinander verbunden sind. 2. Schotterkorb nach Patentanspruch 1 und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Randdrähte umschlingenden Verbindungsmittel Drahtwendel sind.3. Schotterkorb nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitter- und Randdrähte mit einem auf das fertige Gitterfeld aufgebrachten, alle Verbindungsstellen bedeckenden korrosionsfesten Überzug versehen sind. 4.Verwendung des Schotterkorbes nach Patent- anspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupp lungsstäbe durch an beiden Enden hakenförmig ab gewinkelte Drahtstücke gebildet sind, die mit paral lel verlaufenden Gitterdrähten benachbarter Schotter körbe verbunden sind. 5.Verwendung des Schotterkorbes nach Patent anspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupp lungsstäbe durch im Schotterkorb diagonal verlau fende Drähte gebildet sind, die über Randdrähte eines Gitterfeldes vorstehen, um diese Randdrähte in die Ebene eines anschliessenden Gitterfeldes eines benachbarten Korbes gebogen und an ihren freien Enden hakenförmig abgewinkelt sind. 6.Verwendung des Schotterkorbes nach Patent anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupp lungsstäbe mit den Gitterdrähten durch Bindedrähte verbunden sind, die von den Randdrähten bis zu einem hakenförmig abgewinkelten Ende der Kupp lungsstäbe um diese und die Gitterdrähte gewickelt sind. 7. Verwendung des Schotterkorbes nach Patent anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupp lungsstäbe mit den Gitterdrähten durch von den Randdrähten bis zu einem hakenförmig abgewinkel ten Ende der Kupplungsstäbe reichende Blechschellen verbunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH6288558A CH367130A (de) | 1958-08-13 | 1958-08-13 | Schotterkorb |
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| CH367130A true CH367130A (de) | 1963-01-31 |
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Cited By (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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-
1958
- 1958-08-13 CH CH6288558A patent/CH367130A/de unknown
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