CH367165A - Verfahren zur Herstellung von Sorbinsäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sorbinsäure

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CH367165A
CH367165A CH4693157A CH4693157A CH367165A CH 367165 A CH367165 A CH 367165A CH 4693157 A CH4693157 A CH 4693157A CH 4693157 A CH4693157 A CH 4693157A CH 367165 A CH367165 A CH 367165A
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crotonaldehyde
acid
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sorbic acid
ketene
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CH4693157A
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Hans Dr Fernholz
Eberhard Dr Mundlos
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Hoechst Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/09Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides from carboxylic acid esters or lactones

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Sorbinsäure
Es ist ein Verfahren zur Herstellung von Sorbinsäure bekannt, bei dem man Keten an Crotonaldehyd in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels und eines sauren, vorzugsweise eines   BortrifLuorid-Kata-    lysators anlagert und ein Lakton erhält, das sich durch Behandlung mit einer starken Säure in Sorbinsäure überführen, lässt.   



   Es wurde nun   gefunden, dass bei Durchführung    der Reaktion von Keten mit Crotonaldehyd in Gegenwart von   fettsaure    Salzen zweiwertiger   tfbergangsW    metalle als Katalysator ein Produkt entsteht, das sich überraschenderweise nicht oder nur unwesentlich durch die oben erwähnte Behandlung mit einer starken Säure in Sorbinsäure umwandeln lässt, aus dem jedoch - ohne dass der Katalysator vorher abgetrennt   wird - Sorbinsäure    in besserer Ausbeute als bei dem bisher bekannten Verfahren erhalten werden kann, wenn man dieses Produkt zuerst alkalisch verseift und danach mit einer starken Säure behandelt.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Sorbinsäure ist dadurch gekennzeichnet, dass man Keten und Crotonaldehyd bei einer Temperatur von mindestens 200 C in Gegenwart mindestens eines   SalF    zes mindestens eines zweiwertigen Übergangsmetalls mit einer Fettsäure als Katalysator und mindestens eines   Lösungsnrittels      umsetzt,    das Lösungsmittel mit etwaigem überschüssigem Crotonaldehyd abdestilliert, den dabei anfallenden, noch katalysatorhaltigen Polyester mit einer starken Base behandelt und die entstandene basische Lösung durch Zugabe mindestens einer starken Säure bei erhöhter Temperatur in Sorbinsäure überführt.



   Die Eigenschaften des in der ersten Stufe des vorliegenden Verfahrens erhaltenen neuen Produktes, das offenbar von dem bei dem bekannten Verfahren auftretenden Lakton verschieden ist, sprechen für das Vorliegen eines Esters, dessen Molekulargewicht etwa zwischen 1000 und 3000 liegt. Es handelt sich wahrscheinlich um einen Polyester, der während der Reaktion des Ketens mit Crotonaldehyd aus dem   sich intermediär bildenden Lakton n entsteht. Dieser    Polyester, der nach dem vorliegenden Verfahren in praktisch quantitativer Ausbeute erhalten wird, lässt sich nicht oder nur unwesentlich durch Behandlung mit starker Säure in Sorbinsäure verwandeln.



   Als Katalysatoren zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens kommen z. B. die fettsauren Salze von Cadmium, Eisen, Nickel, Quecksilber, Kobalt oder Zink oder Gemische solcher Salze in Frage, vorzugsweise solche, deren Fettsäurerest   W18    Kohlenstoffatome enthält. Da die Sorbinsäure vielfach für die Konservierung von Lebensmitteln verwendet wird, ist es ratsam, die Salze solcher   Über-      gangsmetalie    zu verwenden, die für den Menschen ungiftig sind, um für den Fall, dass noch geringe Spuren dieser Metalle im Endprodukt enthalten sein sollten, jede Gefährdung auszuschliessen. Besonders vorteilhaft ist die Verwendung von fettsauren Zinksalzen, insbesondere von Zinkisobutyrat oder Zinkisovalerianat.

   Als weitere Salze kommen beislpielsweise die der Buttersäure, Valeriansäure,   eMethyl-    buttersäure, Diäthylessigsäure,   2-Athylcapronsäure,    Stearinsäure, Palmitinsäure oder Ölsäure in Frage.



  Die Katalysatoren werden im allgemeinen in Mengen zwischen 0,1 und   5 0/o,    vorzugsweise zwischen 0,5 und   2 O/a    der Gewichtsmenge des eingesetzten Crotonaldehyds verwendet, jedoch kann man in einzelnen Fällen auch grössere oder kleinere Mengen anwenden.



   Als für die Reaktion geeignete Lösungsmittel kommen aromatische, aliphatische und alicyclische Kohlenwasserstoffe oder deren Derivate in Frage. Im einzelnen seien genannt: Hexan, Heptan, Octan, Benzol,   Toluol, Xylol, Cyclohexan, Methylenchlorid, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, ChlorbenzoL, Nitrobenzol und so weiter. Vielfach ist es auch   zweck-    mässig, äquimolare Mengen von Keten und Crotonaldehyd, in dem der Katalysator gelöst ist, zu verwenden. In diesem Falle verläuft die Umsetzung aber nicht ganz vollständig, da kleine Anteile des Crotonaldehyds unumgesetzt zurückbleiben.

   Ferner ist es besonders vorteilhaft, die Reaktion bei einer Temperatur zwischen 25 und   35"C    auszuführen; allerdings kann man auch, wenn es gewünscht wird, bei höherer Temperatur, zweckmässig nicht über   50"C,    arbeiten, wenn hierbei die Ergebnisse im allgemeinen auch nicht ganz so gut sind. Bei einer tieferen Temperatur als etwa 200 C verläuft die Reaktion langsam und unvollständig.



   Bei der alkalischen Verseifung des Polyesters, die zweckmässig zwischen 60 und 1000 C vorgenommen wird, und die z. B. durch Erhitzen von wenigen Minuten bis zu einer Stunde mit   10-40 /o iger    Natronlauge beispielsweise auf   90-100  C    leicht durchführbar ist, fällt eine klare, bräunlich gefärbte Lösung an, die vornehmlich der verwendeten Base entsprechende Salze ungesättigter Oxycarbonsäuren enthält. Durch Zugabe von Säure fallen die freien Oxysäuren grösstenteils aus. Diese können durch weitere Wärmebehandlung mit einer starken wässrigen Säure - zweckmässig bei Temperaturen von   80-150"C,    z.

   B. unterhalb   1000 C,    beispielsweise durch einstündiges Erhitzen auf   90-100     C in   20-300/oliger    Schwefelsäure oder in   15-25 0/oiger      Salzsäure - dehydrati-    siert werden'. Gegebenenfalls kann man die Säurebehandlung auch unter   Überdruck    ausführen. Aus der dabei in praktisch quantitativer Ausbeute anfallenden rohen,   helibraun    bis gelb gefärbten Sorbinsäure lassen sich etwa   900/0 an    reiner, farbloser Sorbinsäure gewinnen.



   Zur Verseifung des in der ersten Verfahrensstufe angefallenen Polyesters eignen sich z. B. die starken Basen Natronlauge, Kalilauge, Calciumhydroxyd und Barytlauge. Zur Säurebehandlung der mit den genannten Laugen erhaltenen Lösung kommen starke Säuren, beispielsweise Salzsäure, Schwefelsäure, Benzolsulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure usw. oder Gemische von Säuren in Frage.



   Das vorliegende Verfahren stellt gegenüber dem bekannten Verfahren eine wesentliche Verbesserung der   Sorbinsäure-Herstellung    aus Reaktionsprodukten von Keten mit Crotonaldehyd dar. Ein Vorteil liegt in seiner wesentlich einfacheren Ausführung, so dass es   besonders    für die grosstechnische Herstellung der Sorbinsäure von grosser wirtschaftlicher Bedeutung ist.



   Beispiel
In ein mechanisch   gerührte    oder in anderer geeigneter Weise bewegtes Gemisch aus 800 g Crotonaldehyd. 1200   cm3      Toluoyl    und 8 g Zink-isovalerianat werden bei einer Temperatur zwischen 25 und 350 C 420 g Keten eingeleitet. Der Überschuss an Crotonaldehyd (100 g) und das Toluol werden im Vakuum abgezogen. Als Rückstand werden 1150 bis 1250 g Polyester in Form einer hochviskosen, braungefärbten Flüssigkeit erhalten, die noch etwas Toluol enthält. In die Gesamtmenge des Produktes werden 1400 g 35    /Oiger    Natronlauge gegeben und nach Aufhören der exothermen Reaktion 1400 g Wasser. Das Gemisch wird dann eine Stunde unter Rühren auf   90-100  C    erhitzt, wobei sich eine klare, braungefärbte Lösung bildet.

   In die erkaltete Lösung werden 2900 g   800/obige    Schwefelsäure eingerührt und    unter weiterem Rühren eine Stunde auf 9 O100 C 90-100"C    erhitzt. Nach dem Erkalten fallen 1100 g einer meist   hellbraun gefärbten, etwa 90.  /oigenl RohFSorbin-    säure an, die in geeigneter Weise, z. B. durch Destillation mit einem Glykol oder   Monoalkylglykoläther    gereinigt werden kann.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Sorbinsäure aus Keten und Crotonaldehyd, dadurch gekennzeichnet, dass man Keten und Crotonaldehyd bei einer Temperatur von mindestens 20"C in Gegenwart mindestens eines Salzes mindestens eines zweiwertigen tÇber- gangsmetalls mit einer Fettsäure als Katalysator und mindestens eines Lösungsmittels umsetzt, das Lösungsmittel mit etwaigem überschüssigem Crotonaldehyd abdestilliert, den anfallenden, noch katalysatorhaltigen Polyester mit einer starken Base behandelt und die entstandene basische Lösung durch Zugabe mindestens einer starken Säure bei erhöhter Temperatur in Sorbinsäure überführt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung von Keten mit Crotonaldehyd bei einer Temperatur zwischen 25 und 35"C durchführt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Katalysator in einer Menge von 0,1-5 O/o, bezogen auf das Gewicht des eingesetzten Crotonaldehyds, verwendet wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dler Katalysator in einer Menge von 0, 5-2 /o, bezogen auf das Gewicht des eingesetzten Crotonaldehyds, verwendet wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator Zinksalze verwendet werden.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel überschüssigen Crotonaldehyd verwendet.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein für die Reaktion inertes Lösungsmittel verwendet wird.
    7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die mit einer starken Säure versetzte Lösung auf Temperaturen von 80 bis zu 1500 C erhitzt wird.
CH4693157A 1956-06-07 1957-06-05 Verfahren zur Herstellung von Sorbinsäure CH367165A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1282645B (de) * 1964-12-01 1968-11-14 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Sorbinsaeure und deren Alkali- und Erdalkalisalzen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1282645B (de) * 1964-12-01 1968-11-14 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Sorbinsaeure und deren Alkali- und Erdalkalisalzen

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