CH367219A - Biegsames, dehnbares, glimmerhaltiges Isolierband und Verwendung desselben - Google Patents

Biegsames, dehnbares, glimmerhaltiges Isolierband und Verwendung desselben

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CH367219A
CH367219A CH5415057A CH5415057A CH367219A CH 367219 A CH367219 A CH 367219A CH 5415057 A CH5415057 A CH 5415057A CH 5415057 A CH5415057 A CH 5415057A CH 367219 A CH367219 A CH 367219A
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insulating
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CH5415057A
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K Heasley Charles
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Minnesota Mining & Mfg
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/02Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of inorganic substances
    • H01B3/04Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of inorganic substances mica

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Insulating Bodies (AREA)

Description


  Biegsames, dehnbares,     glirnmerhaltiges        Isolierband    und Verwendung desselben    Bei der Isolierung von elektrischen Leitern und  Gruppen davon sind die Dicke und die Arten von  isolierendem Material oftmals von ausserordentlicher  Wichtigkeit. Die geringste Dicke an isolierendem       überzug    in     übereinstimmung    mit einer hinreichen  den     Isolierungsstärke    wird im allgemeinen im Interesse  von Einsparungen von oft knappem Raum und Ge  wicht gewünscht. Isolierband ist physikalisch betrach  tet vorzugsweise zäh und fest. Einheitlicher Aufbau  verringert bei der Isolierung Abfall und ist sehr er  wünscht.

   Ein glattes Äusseres ist insbesondere wichtig,  wenn     komplizierte    Leiterformen vorliegen, so z. B.  die verwickelt geformten Spulen von elektrischen  Motoren und Generatoren, welche gleichmässig und  dicht aneinander und in die dafür vorgesehenen  Schlitze und Stützen passen müssen. Es werden daher  Isoliermaterialien gewählt, welche im Bereich wirt  schaftlicher     Tragbarkeit    Isolierschichten bilden, die  an allen Punkten die bestmöglichen Kombinationen  von elektrischen und anderen gewünschten Eigen  schaften besitzen.  



  Eines der besten und wirksamsten Isoliermateria  lien ist Glimmer. Die Durchschlagsfestigkeit dieses  Materials ist hoch; seine Dauerbeständigkeit gegen  über Spannungen ist fast     beispielslos.    Die     Form,        in     welcher Glimmer für     Isolierungszwecke    verwendet  wird, hängt zum Teil von den besonderen Verwen  dungszwecken ab, für welche er verwendet werden  soll. Wo die isolierende Schicht eben sein soll und  nicht wesentlichen Biegungen unterworfen sein soll,  werden gewöhnlich Schichten von     Glimmerpapier     gebraucht. Wenn jedoch anderseits das Glimmer ent  haltende Isoliermaterial während einiger Verwen  dungsstufen biegsam sein soll, wie z.

   B. wenn es in  Bandform zum Einwickeln und Umwinden von Lei  tern gebraucht werden soll, dann ist das verhältnis  mässig brüchige     Glimmerpapier    ungeeignet. Es müs-         sen    dann biegsamere Materialien aus Glimmer ver  wendet werden.  



  Eine Art von biegsamem     Glimmermaterial,    wel  ches beim Isolieren von Leitern     mittels    Bändern wei  ten Gebrauch gefunden hat, z. B. indem man das Ma  terial in schmalen Bändern um die Leiter wickelte,  wobei man teilweise ein überlappen eintreten liess, ist  als     Spaltglimmerband    bekannt. Der     glimmerhaltige     Bestandteil dieses Materials wird aus Glimmerblätt  chen erhalten, welche in relativ dünne Schuppen mit  Abmessungen in der Grössenordnung von 19,05 bis  38,10 mm zerkleinert oder gespalten werden. Diese  Schuppen werden     einzeln    auf eine biegsame, selbst  tragende Unterlage, wie z. B. Papier, lackierten Batist  oder ähnliches Material, aufgeklebt, wobei sie sich  überlappen.

   Auf diese Weise wird eine biegsame       Glimmerbahn    erhalten.  



  Ein anderes biegsames,     glimmerhaltiges        flächen-          förmiges    Material setzt sich zusammen aus sehr fein  zerteilten, äusserst dünnen einzelnen<U>Glimmerblätt-</U>  chen, welche mittels Verfahren, die denen     ähnlich    sind,  die bei der Papierherstellung aus Faserbrei angewen  det werden, in papierähnliches Material übergeführt  werden. Dieses flächenförmige Material ist selbst  tragend in dem Sinne, dass es gehandhabt werden  kann, ohne dass es auseinanderfällt, wenn man es ver  nünftig und sorgfältig behandelt. Es ist jedoch sehr  zerbrechlich. Seine Zerreissfestigkeit ist sehr gering.

    In diesem papierähnlichen Material sind die Glimmer  blättchen viel kleiner als in dem     obgenannten        Spalt-          glimmerband.     



  Diese biegsamen, oben beschriebenen Isoliermate  rialien aus     Glimmer    zeigen an sich gute elektrische  Eigenschaften. Es ist jedoch schon seit langem be  kannt, dass diese biegsamen     Glimmermaterialien    bei  irgendwelcher Dehnung brechen oder plötzlich zer  reissen, wobei eine Verschlechterung der elektrischen      Eigenschaften eintritt. Daher konnten früher     Isolie-          rungsplatten    oder Bänder aus biegsamem     Glimmer     nicht gedehnt oder gestreckt werden, ohne dass sie  dabei gebrochen wären.  



  Bekanntlich werden ferner harzartige Massen in  Verbindung mit biegsamen, Glimmer enthaltenden  Unterlagen zum Isolieren von Leitern mittels Bän  dern verwendet. Die harzartigen Massen dienen, wenn  sie gehärtet sind, dazu, die Isolierung zu verstärken  und zu vereinheitlichen und diese an dem zu isolie  renden Körper haftend zu machen. Bis vor kurzem  wurden die Harze fast ausschliesslich getrennt in flüs  siger Form durch Imprägnierung des biegsamen     Glim-          merbandes    zugesetzt, das um den zu isolierenden Lei  ter oder die Leiter gewunden wurde, worauf man  das Harz härtete. Solche Verfahren sind jetzt noch  in Verwendung. Die Imprägnierung wird durch  Vakuumimprägnierung erleichtert, welche häufig in  Verbindung mit Druckformen verwendet wird.

   Noch  früher wurden Glimmer enthaltende Bänder beschrie  ben, in welchen die zu verwendende harzartige Ver  bindung beim Umwickeln von Leitern im Band selbst  in Form eines stabilen, in der Hitze     härtbaren    Harzes  vorlag.  



  Ein Beispiel der letzteren Art von Glimmer ent  haltenden Bändern, in welchen jede der oben erwähn  ten Arten von biegsamen     Glimmerschichten    verwen  det werden können, findet sich in dem USA-Patent  Nr. 2707204 von     Richardson    und     Zavist    (übertragen  auf die General     Electric        Company,    New York). Es  wird auf dieses Bezug genommen.

   Wo eine starke  Spannung auf dieses Band angewendet werden soll,  benützen     Richardson    und     Zavist    ein nicht dehnbares  verstärkendes Gewebe von länglichen Glasfasern, um  eine Dehnung zu     verhindern.    Wenn diese Bänder  keine Verstärkung enthalten, so müssen sie beim  Wickeln vorsichtig behandelt werden, um jegliche in  Betracht kommende Dehnung zu vermeiden, welche  das Band brechen würde.  



  Den auf dem Gebiete der Isolierung bisher ent  wickelten biegsamen,     glimmerhaltigen,        flächenförmi-          gen    Isoliermaterialien     haften    zahlreiche gewichtige  Nachteile an, insbesondere wenn man die oben ge  nannten Anforderungen berücksichtigt, die zur Erzie  lung einer optimalen Wirkung bei isolierenden über  zügen gestellt werden. Diese     Isoliermaterialien    erfüllen  in befriedigender Weise ihren Zweck, wenn sie in  Form von Isolierbändern zum Umwickeln von gerad  linigen Leitern verwendet werden. Wenn harzhaltige  Bänder verwendet werden, ist es oft sogar überflüssig,  eine     Vakuumimprägnierung    mit zusätzlichem Harz  vorzunehmen.

   Die bisher gebräuchlichen     glimmer-          haltigen    Bänder weisen jedoch sowohl hinsichtlich  der Verfahrenstechnik als auch hinsichtlich der erziel  ten Resultate Nachteile auf, wenn sie zum Überziehen  von Leitern mit     komplizierteren    Formen, z. B. von  Ankerwicklungen für elektrische Motoren, verwendet  werden. Da sich die bekannten     glimmerhaltigen    Bän  der nicht merklich strecken oder dehnen lassen, ohne  zu reissen, sind sie ausserstande, sich der Form von    kompliziert und ungleichmässig gekrümmten Leiter  oberflächen innig anzuschmiegen. Statt sich der zu  überziehenden Oberfläche innig anzuschmiegen, knit  tern und falten sich gewisse Teile des Bandes.

   Auf  diese Weise entstehen in der Isolierschicht zwischen  den Falten unerwünschte Hohlräume. Im allgemeinen  ist es nur durch Anwendung von Hilfsmassnahmen,  z. B. durch Verwendung von entsprechend ausge  bildeten Formen, die das Isolierband unter hohem  Druck anpressen, und/oder durch Vakuumimprägnie  rung mit Harzen, möglich,     hohlraumfreie    Isolierungen  zu     erhalten.    Die Anwendung von hohen Drücken  kann Brüche oder die Ausbildung von schwachen  Stellen im gefalteten     Glimmermaterial,    sofern solche  nicht bereits vorhanden sind, zur Folge haben. Zur  Abkürzung der Wicklungsoperationen sind umständ  liche Apparaturen erforderlich.

   In jedem Fall haben  das Knittern und die Faltenbildung des Bandes zur  Folge, dass in der Isolierung verdickte Stellen und  sonstige Unregelmässigkeiten auftreten. Das Ausmass  der Verdickungen nimmt mit zunehmender Anzahl  der     Isolierbandlagen    zu, so dass die Isolierüberzüge  unnötig dicke Stellen aufweisen. Es ergeben sich  daraus nicht nur erhöhte Kosten und Materialver  geudung, sondern auch grosse Schwierigkeiten, wenn  es sich darum handelt, bestimmte Toleranzen bezüg  lich der Abmessungen einzuhalten.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft ein biegsames  Isolierband.  



  Das biegsame und dehnbare, zum Umwickeln von  elektrischen Leitern dienende Isolierband, das aus  einer papierähnlichen Folie     feinst    verteilter Glimmer  teilchen und einer faserigen, dehnbaren Verstärkungs  bahn als Unterlage, die mit Hilfe eines bei Lager  temperatur stabilen, in der Wärme     härtbaren    Kunst  harz-Bindemittels miteinander verklebt sind, besteht,  zeichnet sich gemäss der vorliegenden Erfindung da  durch aus, dass die Verstärkungsbahn ein dehnbarer  synthetischer Faserkörper ist und dass das eine bieg  same     Kunstharzmischung    darstellende Bindemittel die  Verstärkungsbahn und auch das     Glimmerpapier    so  durchsetzt, dass das Band eine über seine Breite  gleichförmige Dehnbarkeit von mindestens 10 % auf  weist,

   ohne     dass    das Band reisst.  



  Die vorliegende Erfindung wird nun anhand von  Ausführungsbeispielen unter Hinweis auf die beilie  gende Zeichnung erläutert. In der Zeichnung bezeich  nen gleiche Überweisungszeichen in den verschiedenen  Ansichten entsprechende Teile. Aus Gründen der  Anschaulichkeit sind in den Figuren die Abmessun  gen der einzelnen Elemente entstellt worden.

   In der  beiliegenden Zeichnung zeigt:       Fig.    1 einen Teil eines Schnitts durch ein Kunst  harz und Glimmer enthaltendes Isolierband,       Fig.2    eine Ansicht des in     Fig.    1 dargestellten  Bandes in auf einen Träger aufgerollter Form und       Fig.3    eine perspektivische Ansicht eines Teils  einer Ankerspule eines bei hoher Temperatur und  hoher Spannung arbeitenden     Wechselstrommotors,         welche Spule teilweise mit dem in     Fig.    1 gezeigten  Isolierband umwickelt worden ist.  



  Das in     Fig.    1 gezeigte     glimmerhaltige    und     kunst-          harzhaltige    Bandmaterial 10 weist eine dünne, papier  ähnliche Schicht 11 auf, die fein zerteilte, sehr dünne  einzelne     Glimmerschuppen    besitzt. Die papierähn  liche     Glimmerschicht    ist mit einem streckbaren     anpass-          baren    Verstärkungsband 12 verbunden, das die  Eigenschaften besitzt, unter der Einwirkung einer  Zugkraft, wie sie beim Ziehen von Hand ausgeübt  wird, z.

   B. von der Grössenordnung von 4,5 bis 6,8 kg  pro mm, anfänglich um einen Betrag von     mindestens     etwa 10<B>Oh,</B> über seine ursprüngliche Länge gleich  mässig streck- oder dehnbar zu sein. Die papier  ähnliche Schicht 11 ist praktisch vollständig mit einer  beständigen, vorübergehend in der Wärme fliessbaren,  durch Wärme     aushärtbaren,    streckbaren und bieg  samen Harzmischung 13 getränkt und ausgefüllt, die  die papierähnliche Schicht 11 mit dem Trägerband  12 verbindet.  



  Ein papierähnliches     flächenförmiges    Material der  obengenannten Art kann z. B. nach einem der     im     USA-Patent     Nr.2549880    beschriebenen Verfahren  erhalten werden. Bei diesen Verfahren wird Blatt  glimmer gemahlen oder gebrochen, worauf die ge  mahlenen Partikel auf eine Temperatur erhitzt wer  den, die einerseits genügt, um eine Spaltung der       Glimmerpartikel    zu bewirken, anderseits jedoch unter  der kritischen Temperatur liegt, bei welcher eine voll  ständige     Dehydratisierung    des Glimmers stattfinden  würde. Der Blattglimmer kann z. B. auf 800  C erhitzt  werden. Die erhitzten Partikel werden dann zwecks  Abkühlung rasch in eine     Natriumkarbonatlösung    ein  getaucht.

   Der Glimmer wird dann von der Lösung  abgetrennt und, nachdem man ihn hat abtropfen las  sen, während etwa 1 Stunde in eine 5      /aige        Salz-          säurelösung    eingetaucht. Die erhaltenen fein zerteil  ten, sehr dünnen Schuppen werden in Wasser ge  waschen und     suspendiert.    Es wird nun ein papier  ähnliches Blatt erzeugt, indem man die Schuppen aus  ihrer Suspension auf einem papierbildenden Draht  netz abtrennt und das zerbrechliche, jedoch selbst  tragende und biegsame, kontinuierliche, poröse,  papierähnliche Blatt vom Tragnetz ablöst und trock  net.

   Ein für den vorliegenden Zweck sehr gut geeig  netes     papierähnliches        Glimmerblattmaterial    mit einem  Gewicht von 1,95 g pro Blatt von 101,6     mm    auf  152,4 mm und einer Dicke von 0,10 mm ist gegen  wärtig unter der Bezeichnung      Samica     (eingetragene  Marke der     Samica    Corporation of     Rutland,        Vermont)     im Handel erhältlich.  



  Das     glimmerhaltige,    harzhaltige, flächenförmige  Material 10 wird     zweckmässigerweise    auf einem bieg  samen Trägerelement 15 erzeugt, von welchem es  sich vor dem Gebrauch beim Isolieren von elek  trischen Leitern und dergleichen leicht abtrennen lässt.  Wenn das     glimmerhaltige    flächenförmige Material 10  mit dem Trägerelement 15 verbunden ist, wird es       zweckmässigerweise,    wie dies in     Fig.    2 gezeigt ist, zu  einer Rolle aufgerollt, in welcher sich die Aussenfläche    des     flächenförmigen    Materials mit dem Träger 15 der  nächstfolgenden Windung in Berührung befindet.

   Das  Doppelband wird     zweckmässigerweise    auf einem zen  tralen Kern 16 aufgewickelt und ist in dieser Form  für den Verkauf bereit.  



  Obschon das papierähnliche     Glimmerblatt    als sol  ches nicht streck- oder dehnbar ist, ohne     hinsichtlich     seiner physikalischen und elektrischen Eigenschaften  einen vollständigen Zerfall zu erleiden, und zwar auch  dann, wenn dieses flächenförmige Material mit einem  streckbaren biegsamen Harz vollständig imprägniert  ist, wurde die überraschende Feststellung gemacht,  dass das neuartige flächenförmige Band gemäss der  vorliegenden Beschreibung imstande ist, einen hohen  Betrag an Streckung und Dehnung auszuhalten, ohne  dass seine elektrischen Eigenschaften eine wesentliche  oder plötzliche Verschlechterung erfahren.

   In vielen  Fällen kann das neuartige     flächenförmige    Material um  einen Betrag von 20 oh, oder sogar mehr gedehnt wer  den und ist deshalb in hohem Masse geeignet     zum     innigen Umhüllen und Isolieren von     elektrischen    Lei  tern und anderen elektrischen Elementen, und zwar  selbst dann, wenn die zu isolierenden Körper Ober  flächen mit komplizierten geometrischen Formen auf  weisen. .  



       Fig.    3, die ein Bruchstück einer Ankerspule eines  elektrischen Motors darstellt, veranschaulicht eine Art  der Verwendung des beschriebenen Bandes. Das  schmale (z. B. 12,7 bis 25,4 mm breite) Band 20  (das ursprünglich durch Abtrennen von dem     flächen-          förmigen    Material 15 erhalten worden ist) wird, nach  dem es von einer (nicht gezeigten) Vorratsrolle abge  wickelt worden ist, im von Hand     gestrafften    Zustand  in schraubenlinienförmigen Windungen auf die Leiter  21 der Spule aufgewickelt, so dass sich die einzelnen  Windungen teilweise überlappen. Gleichzeitig mit dem  Abwickeln des Bandes 20 von der Vorratsrolle wird  das Trägerelement 15 abgelöst.

   Unter dem Einfluss  des beim Umwickeln der Leiter 21 von     Hand    ausge  übten Zuges dehnt und streckt sich das Band und  schmiegt sich unter dem Einfluss der eine     Retraktion     bewirkenden Kräfte innig der überzogenen Oberfläche  an. Auf diese Weise entstehen gleichmässige Überzüge,  und zwar selbst auf jenen     Teilen    der     Spulenleiter    21,  die sehr     komplizierte        Krümmungen    aufweisen, wie  z. B. am     Endschleifenteil    der Spule.

   Es erfolgt prak  tisch weder eine Faltenbildung noch ein Knittern des  Bandes. Über die erste Lage von Windungen des  Bandes 20 wird in ähnlicher Weise eine zweite Lage  22 auf die     Spulenleiter    aufgewickelt, wobei die Wick  lungsrichtung der zweiten Lage derjenigen der ersten  Lage vorzugsweise entgegengesetzt ist.     Wenn    ge  wünscht, können weitere Lagen des Bandes aufge  bracht werden. Wenn eine Lage vollständig aufge  wickelt worden ist, wird das freie Ende des Bandes  befestigt. Dies kann durch Festbinden des Endes     mit     einem Stück Schnur oder durch Festkleben mit     einem     kurzen Stück eines bei Anwendung von Druck kleb  fähigen     Klebebandes    erfolgen.

   Das freie Ende des  Bandes kann auch durch vorübergehende Zufuhr von      Wärme (z. B. mittels eines heissen Lötkolbens) ange  klebt werden. Das Harz wird unter dem Einfluss der  Wärme klebrig und haftet an der Oberfläche, mit  welcher es sich     in    Berührung befindet.  



  Die auf diese Weise mit Isolierband versehene  Spule wird dann bei einer genügend hohen Tempe  ratur so lange erhitzt, bis das Harz durch Aushärtung  einen zähen,     unschmelzbaren    Zustand angenommen  hat, wobei die Verwendung einer Form überflüssig  ist. Während der     Aushärtung    findet praktisch kein  Fliessen des Harzes statt. Man erhält auf diese Weise  einen zähen, wärmebeständigen Isolierüberzug, der  eine hohe Durchschlagsfestigkeit und eine ausgezeich  nete     Dauerspannungsfestigkeit    aufweist.  



  Im folgenden Ausführungsbeispiel der Erfindung  sind alle Mengenangaben in Teilen gewichtsmässig  zu verstehen.  



  <I>Beispiel</I>  Man stellt vorerst ein Harzmaterial her, indem  man 65 Teile eines     gepulverten,    festen, teilweise       homopolymerisierten        Diallylphthalatharzes        ( Dapon     60 ) vom     spez.    Gewicht 1,259 und mit einem     Erwei-          chungsbereich    von etwa 80-105  C, 35 Teile teilweise  polymerisiertes     Diallylphthalat    mit einem spezifischen  Gewicht von 1,15 und einer Viskosität von etwa  165     Centipoisen    bei 23  C und 2 Teile flüssiges ter  tiäres     Butylperbenzoat    innig mit 70 Teilen Aceton  als Lösungsmittel mischt.

   Die Bestandteile werden  so lange gerührt, bis Lösung eingetreten ist. Das        Dapon-60     (eingetragene Marke) ist im Handel von  der     Ohio-Apex    Division der     Food        Machinery        and          Chemical    Corporation,     Nitro    (West Virginia, USA)  erhältlich.  



  Das unter der Markenbezeichnung      Samica     ver  triebene     Glimmerpapier    von einer Dicke von 0,100 mm  und einem Gewicht von 1,95 g pro Blatt von  101,6 mm auf 152,4     mm,    welches gemäss Angaben  im     amerik.    Patent Nr. 2549 880 hergestellt wurde,  wird von einer     Vorratswalze    abgewickelt und auf die       Oberfläche    eines     wegnehmbaren    Trägerelementes,  welches gleichzeitig von einer Vorratswalze abge  wickelt wird,     appliziert.    Das Trägerelement besteht  aus Papier, welches beidseitig eine Behandlung mit  Polyäthylen erfahren hat.  



  Ein nicht gewobenes, streckbares Fasergewebe  von einem Gewicht von 0,52 g pro Blatt von  101,6 mm auf 152,4 mm wird gleichzeitig einer       Vorratswalze    entnommen und als weitere Schicht  über das Trägerelement und das     Glimmerpapier    in  Berührung     mit    der freiliegenden Fläche des letzteren  angeordnet.

   Dieses Gewebe besteht zur Hauptsache  aus einem vereinheitlichten, kompakten, gekrempelten  Gemisch von gezogenen und nicht gezogenen     Poly-          esterstapelfasern    aus einem hochmolekularen Reak  tionsprodukt von     Äthylenglykol    und     Terephthalsäure,     bekannt unter dem Handelsnamen      Dacron     (einge  tragene Marke), wobei sowohl die gezogenen als auch  die nicht gezogenen Fasern eine Länge von etwa  25,4 mm aufweisen und die nicht gezogenen Fasern  in einer Gewichtsmenge von etwa 40     %    vorhanden    sind und an ihren Schnittpunkten autogen unterein  ander verbunden sind, wodurch ein Netzwerk entsteht,  innerhalb dessen die gezogenen Fasern untereinander  verschlungen sind.  



  Das aus dem Trägerelement 15, dem     Glimmer-          papier    11 und dem     Polyesterverstärkungsgewebe    12,  von unten nach oben aufgezählt, aus diesen drei  Komponenten bestehende Gebilde wird hierauf hori  zontal mittels einer     Rakel    mit der vorher erzeugten,       dünnfliessenden    Harzlösung überzogen, und zwar bei  einem Trockengewicht an Überzug von etwa 6,5 g  pro Blatt von 101,6 mm auf 152,4 mm. Das so über  schichtete Gewebe wird hierauf in einen     Trocknungs-          ofen    gebracht, wo es einer Temperatur von etwa 66  bis 79  C während ungefähr 3 bis 5 Minuten unter  worfen wird.

   Unmittelbar nach dem Auftragen der       flüssigen    Harzlösung 13 beginnt sie das Polyester  gewebe und das     Glimmerpapier    zu imprägnieren,  wobei diese Imprägnierung während des Anfangs  stadiums im Ofen im wesentlichen zu Ende geht.  Nach dem Verlassen des Ofens wird das     Dreikompo-          nentengebilde    zwecks Lagerung auf     Walzen    aufge  wickelt und in die gewünschte Länge geschnitten.  



  Das so entstandene Isolationsband 10 lässt sich  leicht vom Trägerelement 15 ohne Entfernung oder  Abgabe von Harz abziehen. Abgesehen von der Dicke  des Trägerelementes besitzt das flächenförmige Mate  rial eine Dicke von etwa 0,46-0,51 mm. Bei Unter  suchung unter dem Mikroskop lässt sich feststellen,  dass das mit Harz imprägnierte     Glimmerblatt    unge  fähr die Hälfte oder mehr der gesamten Dicke aus  macht, was erheblich mehr ist als die anfängliche       Glimmerpapierdicke    von ungefähr 0,10 mm.

   Das  Harzmaterial 13 hat somit das     Glimmerpapier    11  gründlich imprägniert und durchdrungen und steht  mit den     Glimmerflocken    in inniger Berührung, wo  durch die     Glimmerflocken    fest am Verstärkungs  gewebe 12 anhaften.  



  Ein nach diesem Beispiel hergestelltes Band wurde  zwecks Begutachtung seiner elektrischen und physi  kalischen Eigenschaften gewissen Versuchen unter  worfen. Das Resultat eines dieser Versuche bezüglich  der elektrischen Eigenschaften wird in der unten  stehenden Tabelle wiedergegeben. Dabei wurden die       dielektrischen    Werte von verschiedenen Proben, die       vorgängig    in verschiedenem Ausmass gestreckt wur  den, bestimmt. Die Versuche erfolgten gemäss Anga  ben in      American        Society    of     Testing    Materials Test  Nr. D     149-55T     mit einer einzigen Ausnahme.

   Da  eine überaus starke Spannung erforderlich war, wurde  ein flüssiges     Dielektrikum,    nämlich     Perfluortributyl-          amin,    anstelle von Luft verwendet. Die Teststücke  wurden in Stücke von 25,4 mm Breite und 203 mm  Länge geschnitten. Dann wurde das Trägerelement  abgestreift und die Teststücke wurden zwischen zu  einander entgegengesetzt angeordneten Einspann  backen einer     Dehnprüfmaschine    montiert, wobei die  Teststücke jeweils an beiden Enden befestigt wurden.       Dann    wurden die Probestücke bis zum angegebenen  Ausmass gestreckt.

   Die     ungeradzahligen    Probestücke      wurden hierauf freigelegt, so lange der Kontraktion  überlassen, bis das Gleichgewicht hergestellt war,  und dann in einen Ofen gelegt und während 2 Stun  den bei 121  C wärmebehandelt. Während dieser  Wärmebehandlung trat eine weitere Kontraktion ein.  Die     geradzahligen    Proben wurden unter den gleichen  Bedingungen, jedoch in gespanntem Zustande der  Wärmebehandlung unterworfen.

   Dabei ergaben sich  folgende Werte:  
EMI0005.0002     
  
    <I>Tabelle</I>
<tb>  Dehnung <SEP> dielektrische
<tb>  Versuch <SEP> Durchschlagfestigkeit
<tb>  in <SEP> % <SEP> in <SEP> Volt <SEP> pro <SEP> 0,0254 <SEP> mm
<tb>  Kontroll  versuch <SEP> *'x <SEP> 0 <SEP> 1800
<tb>  1 <SEP> 2 <SEP> 1600
<tb>  2 <SEP> 2 <SEP> 1500
<tb>  3 <SEP> 5 <SEP> 1650
<tb>  4 <SEP> 5 <SEP> <B>1650</B>
<tb>  5 <SEP> 10 <SEP> 1500
<tb>  6 <SEP> 10 <SEP> 1400
<tb>  7 <SEP> 15 <SEP> 1300
<tb>  8 <SEP> 15 <SEP> 1200
<tb>  9 <SEP> 20 <SEP> 1200
<tb>  10 <SEP> 20 <SEP> <B>1300</B>
<tb>  ' <SEP> Arithmetischer <SEP> Durchschnittswert <SEP> bei <SEP> fünf <SEP> Ablösungen,
<tb>  "" <SEP> Dicke <SEP> 0,46 <SEP> mm; <SEP> in <SEP> gleicher <SEP> Weise <SEP> wärmebehandelt <SEP> wie
<tb>  die <SEP> übrigen <SEP> Probestücke.

         Die in der obigen Tabelle wiedergegebenen Werte  sind insbesondere (1) hinsichtlich der Unfähigkeit von  bisher bekannten     glimmerhaltigen,    bandförmigen Ge  bilden, in beträchtlichem Ausmass unter Beibehaltung  der elektrischen Eigenschaften gestreckt zu werden,  und (2) hinsichtlich jenes Umstandes bemerkenswert,  dass eine     Streckbarkeit    und Dehnbarkeit von Isolier  bändern um etwa     10,1/o    ohne merklichen Verlust der       dielektrischen    Eigenschaften erforderlich ist, um  Leiter von komplexer Gestalt einhüllen zu können.  



  Andere elektrische Eigenschaften des flächenför  migen Materials haben sich gleichfalls als besser er  wiesen. So konnte festgestellt werden, dass insbeson  dere die     Dauerspannungsfestigkeit    von gestreckten  Probestücken unter Bedingungen, unter welchen der       Corona-Effekt    auftritt, ausserordentlich lange anhielt,  und zwar in ähnlichem Ausmass, wie dies erreicht  wird mit den bisher bekannten, anfänglich biegsamen,  aber nicht dehnbaren,     glimmerhaltigen    Bändern.

   Bei  Verwendung des nach obigem Beispiel erhältlichen  Isolierbandes für die Umhüllung von Leitern unter  Anwendung einer straffen Zugkraft von Hand und  unter anschliessender Härtung ohne     Zuhilfenahme     einer Form erhielt man feste,     zähhaftende,        isolierende     Schutzüberzüge von gleichmässigem äusserem Aus  sehen. Die elektrischen Eigenschaften dieser Schutz-    überzöge waren im allgemeinen jenen ebenbürtig,  welche man durch Kumulieren der Eigenschaften der  einzelnen, vorhandenen Schichten erreicht. Dies be  weist, dass durchwegs eine kontinuierliche, lückenfreie  Isolierung erreicht wird.  



  Die Lagerungsdauer der nach dem obigen Beispiel  hergestellten Isolierbänder vor deren Gebrauch hat  sich als sehr zufriedenstellend erwiesen. So     konnte     z. B. festgestellt werden, dass die     nichtwärmebehan-          delten    Bänder, mit dem Trägerelement in Rollenform  aufgewickelt, unter leichter Kühlung, z. B. bei 4-10  C,  mehr als ein Jahr gelagert werden     konnten,    wobei  diese Bänder ebensogut waren, wie wenn sie unmittel  bar nach deren Herstellung als     Isolierungsmaterial     verwendet worden wären. Bei der Lagerung bei Zim  mertemperatur sind die Bänder ohne weiteres wäh  rend 6 Monaten und mehr brauchbar.  



  Selbstverständlich kann man bei den erfindungs  gemässen Bändern als Verstärkungsbahn auch andere  Arten von streckbaren, dehnbaren, verformbaren  Fasergebilden verwenden. Obzwar man solche von  nicht gewobener, faseriger Natur, wie z. B. das im  obigen Beispiel verwendete Polyestervlies, vorzieht,       kann    man auch streckbare bzw. dehnbare Gewebe  verwenden. Fasermaterialien haben den Vorteil, dass  sie das Harzmaterial zwischen den     Umhüllungen     durchfliessen lassen,     wenn    das bandförmige Gebilde  während der Wärmebehandlung erhitzt wird. Dabei  wird eine innige, porenfreie     Verklebung    der     einzelnen     Schichten begünstigt.

   Im allgemeinen wird man als  synthetisches Fasermaterial hochmolekulare, orga  nische Polymere, wie z. B. der oben verwendete, als        Dacron     bezeichnete Polyester, ferner Polyamide,  z. B. Nylon, und     Polyarcylnitril,    beispielsweise      Orlon      (eingetragene Marke) verwenden. Sogenannte schräg  geschnittene Gewebe, das heisst Gewebe, bei welchen  die Einzelfäden schräg zueinander liegen, lassen sich  dehnen und in gewünschtem Ausmass verformen. Auf  alle Fälle sollte das Verstärkungsgewebe gleichmässig  stark genug sein, um     Dehnungsspannungen        innerhalb     des Gewebes zu verteilen. Die Dehnung des Gewebes  erfolgt dabei weitgehend gleichmässig.

   In schmalen  Breiten von beispielsweise 25,4 mm verwendet, sind  die Verstärkungsgewebe bei straffem Handzug in       einem        Ausmass        von        mindestens        etwa        10        %        dehnbar.     Selbstverständlich wird man je nach Harzzusammen  setzung das eine oder andere Gewebe verwenden. Das  verwendete Harzmaterial     darf    das Gewebe chemisch  nicht angreifen oder auflösen.  



  Die im obigen Beispiel verwendete, aus teilweise  polymerisiertem und polymerem     Diallylphthalat    her  gestellte und einen     Peroxyd-Accelerator    enthaltende  Harzkomposition stellt ein bevorzugtes Harzmaterial  für die Zwecke dieser     Erfindung    dar.  



  Selbstverständlich kann man dieses besondere  Harzmaterial durch ein anderes, äquivalentes ersetzen.  So zeigen beispielsweise verschiedene     beständige,          wärmebehandelbare        Siliconharze        hinsichtlich    ihrer  elektrischen Eigenschaften     wertvolle        Vorteile.    Auch.      verschiedene beständige,     hitzebehandelbare        Epoxyd-          harze,    insbesondere verschiedene mit     Alkydharzen     modifizierte     Epoxyharze,    besitzen wünschenswerte  Eigenschaften.

   Beständige Harzmaterialien, welche  bei der Wärmebehandlung in     Polyurethanharzmate-          rialien    übergehen, sind gleichfalls interessant. Die ver  wendeten Harze sind beständig, das heisst sie lassen  sich bei Zimmertemperatur oder bei Barunterliegen  den Temperaturen in unvollständig gehärtetem Zu  stande lagern und hierauf, beispielsweise mindestens  nach einigen Monaten, unter Bildung eines zähen,       unschmelzbaren    Materials durch Wärme härten. Sie  sind biegsam, geschmeidig, streckbar und stellen bei  Zimmertemperatur feste Substanzen oder nahezu feste  Substanzen dar. Beim Erhitzen vor dem Härten ver  flüssigen sie sich und gehen in einen fliessbaren Zu  stand über.

   Im allgemeinen ist es erforderlich, das  Harzmaterial in Lösung oder als dünnfliessendes Flui  dum zu     applizieren,    um die Imprägnierung zu er  leichtern. Wenn möglich, wird man ein Imprägnier  material verwenden, welches recht gut fliesst, jedoch  nicht genügend dünnflüssig ist, um an den Seiten des       flächenförmigen    Materials herauszufliessen. Auf diese  Weise wird ein vollständiges Ausfüllen des Glimmer  papiers     gefördert.     



  Die dem aus     Glimmerpapier    und aus Verstär  kungsbahn bestehenden Gebilde einverleibte Harz  menge kann weitgehend schwanken. Es wurde gefun  den, dass bei der Zugabe einer genügenden Harz  menge zu den     flächenförmigen    Gebilden, um ein Ab  lösen des     flächenförmigen    Materials mit den Fingern  nach erfolgtem Trocknen und Kühlen des imprägnier  ten Gebildes zu verunmöglichen, ein Band erhalten  wird, welches eine lückenfreie Isolierung zu bilden  vermag, wenn es bei     straffer    Spannung von Hand um  Leiter gewickelt und     dort    einer Härtung unterzogen  wird.

   Das     glimmerhaltige    Material wird bevorzugt  vor dem Verstärkungsgewebe mit dem Harz im  prägniert, vermutlich wegen seiner äusserst grossen       Oberfläche.    Vorzugsweise wird man indessen dem  Gebilde eine genügende Harzmenge zugeben,     damit     nach erfolgtem Trocknen das Verstärkungsgewebe  auch etwas Harz enthält. In manchen Fällen wird  man einen     Harzüberschuss    anwenden, und zwar insbe  sondere dann, wenn die zu umhüllenden Gegenstände,  z. B. im Falle eines Bündels von Leitern von rundem  Querschnitt, Hohlräume aufweisen. Auf diese Weise  wird das Ausfüllen der Hohlräume durch überschüs  siges Harz begünstigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Biegsames und dehnbares Isolierband zum Um wickeln von elektrischen Leitern aus einer papierähn lichen Folie feinst verteilter Glimmerteilchen und einer faserigen, dehnbaren Verstärkungsbahn als Unterlage, die mit Hilfe eines bei Lagertemperatur stabilen, in der Wärme härtbaren Kunstharz-Bindemittels mitein ander verklebt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsbahn ein dehnbarer synthetischer Faser körper ist und dass das eine biegsame Kunstharz mischung darstellende Bindemittel die Verstärkungs bahn und auch das Glimmerpapier so durchsetzt,
    dass das Band eine über seine Breite gleichförmige Dehn barkeit von mindestens 1019/o aufweist, ohne dass das Band reisst. II. Verwendung des Isolierbandes nach Patent anspruch I zum Umwickeln eines elektrischen Leiters in der Weise, dass sich die einzelnen Windungen über lappen. UNTERANSPRÜCHE 1. Isolierband nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die faserige Verstärkungsbahn ein Vlies ist. 2. Isolierband nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsbahn ein aus einer dichten und gekrempelten Mischung aus gezo genen und nicht gezogenen Polyester-Stapelfasern bestehendes Vlies ist. 3.
    Isolierband nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Polyester-Fasern eine Länge von mindestens 25,4 mm haben, wobei die nicht gezogenen Fasern 40 bis 60 Gew.o/a der Einlage aus machen und beide Faserarten an ihren Kreuzungs punkten miteinander verschweisst sind. 4.
    Isolierband nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunstharzmischung aus 65 Gewichtsteilen festem, teilweise homopolymerisier- tem Diallylphthalat und so viel Peroxydbeschleuniger besteht, dass die Kunstharzmischung durch Erwärmen auf 120 C innerhalb von zwei Stunden in ein weit gehend unschmelzbares Stadium übergeht und bei Lagertemperaturen unterhalb 210 C praktisch unver ändert bleibt. 5.
    Verwendung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Leiter vermittels des Bandes mit einem gleichmässigen, hohlraumfreien Isolierüberzug versehen und dass die Harzmasse bis zu einem praktisch unschmelzbaren Zustand gehärtet wird.
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