CH367321A - Verfahren zur Herstellung einer Polymerfolie sowie nach dem Verfahren hergestellte Folie - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Polymerfolie sowie nach dem Verfahren hergestellte Folie

Info

Publication number
CH367321A
CH367321A CH4625557A CH4625557A CH367321A CH 367321 A CH367321 A CH 367321A CH 4625557 A CH4625557 A CH 4625557A CH 4625557 A CH4625557 A CH 4625557A CH 367321 A CH367321 A CH 367321A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
film
stretching
biaxially oriented
stretched
films
Prior art date
Application number
CH4625557A
Other languages
English (en)
Inventor
Edward Adams John Francis
George Gerber Kenneth
Anthony Holmes-Walker William
Original Assignee
Ici Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from GB1554756A external-priority patent/GB811066A/en
Application filed by Ici Ltd filed Critical Ici Ltd
Publication of CH367321A publication Critical patent/CH367321A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C55/00Shaping by stretching, e.g. drawing through a die; Apparatus therefor
    • B29C55/02Shaping by stretching, e.g. drawing through a die; Apparatus therefor of plates or sheets
    • B29C55/10Shaping by stretching, e.g. drawing through a die; Apparatus therefor of plates or sheets multiaxial
    • B29C55/12Shaping by stretching, e.g. drawing through a die; Apparatus therefor of plates or sheets multiaxial biaxial

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping By String And By Release Of Stress In Plastics And The Like (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung einer Polymerfolie sowie nach dem Verfahren hergestellte Folie
Es ist bereits bekannt, dass die physikalischen Eigenschaften orientierbarer Folien aus organischen, thermoplastischen Materialien, insbesondere ihre Zugfestigkeit, verbessert werden können durch Strecken, um eine Orientierung zu bewirken, und   dal3    solche gestreckten Folien gegen Schrumpfung stabilisiert werden können, indem man sie nach dem Strecken zur Kristallisation bringt, was üblicherweise durch Erwärmen auf eine erheblich höhere Temperatur als diejenige, bei welcher sie gestreckt wurden, erreicht wird. Diese letztgenannte Stufe wird häufig als   Kristallisation   oder einfach Wärmebehandlung bezeichnet.



   Für gewisse Anwendungen sind Polymerfolien erwünscht, die in einer Richtung eine Reissfestigkeit aufweisen, die im Vergleich zur Reissfestigkeit in irgendeiner anderen Richtung einer Folie aus demselben Material und von derselben Dicke mit gleichmässiger biaxialer Orientierung relativ hoch ist, und die gleichzeitig eine angemessene Reissfestigkeit senkrecht zur Richtung der höheren Festigkeit besitzen.



   Es wurde früher vorgeschlagen, eine Folie mit höherer Reissfestigkeit in einer Richtung herzustellen, indem man die Folie zwecks Orientierung nur in einer Richtung streckt, oder indem man eine biaxial orientierte Folie bildet, in welcher das Streckverhältnis in einer Richtung grösser ist als in der anderen.

   Es wurde jedoch gefunden, dass das erste dieser Verfahren Folien ergibt, welche unbefriedigende Eigenschaften in senkrechter Richtung zur Orientierungsrichtung aufweisen ; solche Folien sind brüchig und neigen beim Handhaben zum   Ausfasern.    Beim zweiten Verfahren wird entweder die stärkere Orientierung zuerst bewirkt, in welchem Fall die Folie bricht, sobald versucht wird, sie in senkrechter Richtung zu strecken, oder die schwächere Orientierung wird zuerst vermittelt, wobei die Verstreckung sich als unstabil erweist und eine Folie von ungleichmässiger Dicke erhalten wird.

   Wird im letztgenannten Verfahren genügend starke Orientierung in der ersten Richtung vermittelt, um stabile Streckbedingungen zu erhalten, so erweist es sich als unmöglich, die Folie in senkrechter Richtung zu dem erforderlichen hohen Streckverhältnis zu strecken, weil die Folie bricht. Jedes dieser früher versuchten Verfahren führt daher zur Herstellung einer Folie mit unbefriedigenden Eigenschaften oder nicht angemessener Zugfestigkeit in senkrechter Richtung zur Hauptorientierungsrichtung.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer biaxial orientierten Polymerfolie mit hoher Reissfestigkeit in der einen Orientierungsrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass eine biaxial orientierte Folie aus organischem thermoplastischem Polymer weiterhin in einer der Orientierungsrichtungen gestreckt wird. Die so erhaltenen Folien können zur Erhöhung der Kristallinität, Beseitigung innerer Spannungen und sonstiger Verbesserungen nachträglich wärmebehandelt werden.



   Erfindungsgemäss wird eine Folie aus organischem thermoplastischem Polymer, welche biaxial orientiert ist, weiter in einer der Orientierungsrichtungen gestreckt. Durch dieses Verfahren kann der Folie eine hohe Reissfestigkeit von mindestens 2810   kg/cm2    in derjenigen Richtung, in welcher sie somit zweimal gestreckt wurde, verliehen werden.



   Die erfindungsgemäss verwendeten, biaxial orientierten Folien können durch gleichzeitiges oder in be  liebiger    Reihenfolge nacheinander erfolgendes Streckken einer annähernd amorphen Folie in zwei senk recht zueinander verlaufenden Richtungen erhalten werden. Die Folie kann entweder vor oder nach der erfindungsgemässen weiteren Streckoperation auf die biaxial orientierte Folie wärmebehandelt werden. Es wird jedoch vorgezogen, die Wärmebehandlung nach der weiteren Streckung anzuwenden, da andernfalls hohe   Strecktemperaturen    für diese Streckstufe erforderlich sind. Die üblichen Wärmebehandlungsverfahren können hier angewandt werden.



   Während des erfindungsgemässen Streckverfahrens kann eine teilweise Schrumpfung der Folie senkrecht zur Streckrichtung gewährt werden. Während ein gewisser Verlust an Orientierung und Reissfestigkeit in dieser Richtung eintritt, insbesondere wenn eine verhältnismässig starke Schrumpfung eintritt, bleibt doch genügend Orientierung erhalten, um der fertigen Folie angemessene Eigenschaften in dieser Richtung zu verleihen.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist besonders nützlich für die Herstellung biaxial orientierter Folien aus Polyäthylenterephthalat, da dieses Material zur Bildung von Folien von aussergewöhnlich hoher   Reiss-    festigkeit geeignet ist. Die erfindungsgemäss verwende   ten Folien stellt man vorzugsweise dadurch her, dass man    annähernd amorphe Folien in zwei senkrecht zueinander verlaufenden Richtungen bis zu einem Streckverhältnis von 2 :   1    bis 5 :   1    in jeder Richtung streckt (die Streckverhältnisse können in beiden Richtungen gleich gross oder verschieden sein).

   Anschliessend   kön-    nen diese Folien im erfindungsgemässen Verfahren bis zu einem Streckverhältnis von 1, 05 :   1    bis 4 :   1    in derjenigen Richtung, in welcher die grössere Festigkeit erforderlich ist, weiter gestreckt werden. Besonders geeignete Folien können hergestellt werden, indem man auf ein Streckverhältnis von 2, 5 :   1    bis 4 :   1    in beiden Richtungen verstreckte Folien (wiederum entweder gleich stark oder nicht gleich stark verstreckt in beiden Richtungen) weiter streckt bis zu einem Streckverhältnis von 1, 5 :   1    bis 3 :   1    in der Richtung, in welcher die grössere Reissfestigkeit erwünscht ist.



  Durch diese Verfahren können Polyäthylenterephthalat-Folien erhalten werden, welche eine   nütz-    lichere Kombination von Reissfestigkeiten in den zwei Richtungen aufweisen als alle bisher bekannten Folien aus diesem Material ; sie besitzen im allgemeinen eine Reissfestigkeit von mindestens 2810   kglom2    in einer Richtung und von mindestens 562   kg/cm in    senkrechter Richtung dazu.



   Die dem erfindungsgemässen Verfahren vorausgehende biaxiale Orientierung kann dadurch vermittelt werden, dass die Folie in den zwei senkrecht zueinander verlaufenden Richtungen gleichzeitig oder nacheinander gestreckt wird. Wird die Folie nacheinander in den beiden Richtungen gestreckt, so streckt man sie vorzugsweise zuerst in derjenigen Richtung, in welcher die grössere Orientierung in der fertigen Folie erwünscht ist.   Polyäthylenterephthalat-Folien    werden vorzugsweise zuerst in dieser Richtung bei einer Temperatur von 70-90  und anschliessend in senkrechter Richtung hierzu bei einer Temperatur von   80-900 gestreckt.    Daran kann die erfindungsgemässe Streckung, wiederum in der ersten Richtung, bei einer Temperatur von   100-220  angeschlossen    werden.

   Wird die   Polyäthylenterephthalat-Folie    vorgängig in beiden Richtungen gleichzeitig gestreckt, so erfolgt dies vorzugsweise bei einer Temperatur von   70-120 .    Die weitere Streckstufe, in der Richtung, in welcher stärkere Orientierung erwünscht ist, erfolgt dann vorzugsweise bei einer Temperatur von   80-200 .   



  Die Folie kann vor oder nach der erfindungsgemässen Streckbehandlung, vorzugsweise jedoch nachher, und vorzugsweise bei einer Temperatur von   150-230     wärmebehandelt werden.



   Zum Strecken der Folie können beliebige bekannte Methoden angewandt werden. Im Falle einer flachen Folie kann die Streckung in Längsrichtung (Laufrichtung) beispielsweise mit Hilfe von zwei Paaren von Führungswalzen erfolgen, deren zweites Paar mit grösserer Umlaufgeschwindigkeit angetrieben wird als das erste Paar.

   Bei   schlauchformigen    Folien kann die vorgängige orientierende Streckung gleichzeitig in beiden Richtungen mittels einer Blase aus unter Druck stehender Flüssigkeit erfolgen, die sich im Schlauch zwischen zwei Paar Führungswalzen befindet, welche mit verschiedenen   Umlaufgeschwindig-    keiten angetrieben werden ; die erfindungsgemässe Streckung, vorzugsweise in Längsrichtung, kann sodann durch Einschluss einer zweiten Flüssigkeitsblase bei solchem Druck erfolgen, dass eine geringe Querschrumpfung eintreten kann, und Vorwärtsziehen der Folie durch ein drittes Paar Führungswalzen, das schneller läuft als das zweite Paar. Die erfindungsgemässe Streckung kann auch an einem teilweise entleerten Schlauch ausgeführt werden, unter Anwendung eines Längszuges, wobei eine beträchtliche Querschrumpfung auftreten kann.



   Solche Verfahren zum Strecken von Folien sind schematisch in den Zeichnungen dargestellt, in welchen
Fig.   1    eine Vorrichtung darstellt, wie sie zum Strecken flacher Folien Verwendung findet, wobei die dem erfindungsgemässen Verfahren vorausgehende biaxiale Orientierung in zwei Stufen erfolgt und
Fig. 2 eine Vorrichtung zum Strecken schlauchförmiger Folien darstellt, bei welcher die dem erfindungsgemässen Verfahren vorausgehende biaxiale Orientierung in einer einzigen Stufe erfolgt.



   In Fig.   1    stellt 1 eine Länge einer annähernd amorphen Folie dar, welche zu einer Streckvorrichtung läuft, die langsam laufende Walzen 2 und rasch laufende Walzen 3 aufweist, zwischen welchen die Folie in Laufrichtung bis zum gewünschten Anfangsstreckverhältnis gezogen wird. Von den rasch laufenden Walzen 3 geht die Folie zu einer Streckvorrichtung bei 5, wo sie in seitlicher Richtung gezogen wird.



  Von dieser Streckvorrichtung geht die biaxial orientierte Folie 6 weiter zu einem Walzenpaar 7, welches die langsam laufenden Walzen einer Streckvorrichtung darstellt, die zur Ausführung des erfindungsgemässen Streckvorganges verwendet wird. Die biaxial orien tierte Folie wird weiterhin in Laufrichtung der Maschine bis zum gewünschten End-Streckverhältnis zwischen diesen Walzen und den rasch laufenden Walzen 8 der Vorrichtung gestreckt. Die derart gestreckte Folie durchläuft sodann einen Hitzehärtungsofen 9 und gelangt zu einer Randabschneidvorrichtung 10 und die geschnittene Folie wird schliesslich aufgewickelt. Bei jeder Streckstufe kann die Folie nach einer beliebigen bekannten Methode auf die gewünschte Strecktemperatur erwärmt werden.



   In Fig. 2 bedeutet 11 eine schlauchförmige Folie, welche aus einer Kühlvorrichtung kommt ; sie wird zwischen zwei Führungswalzen 12 hindurchgeführt, welche gekerbt sind, um den Eintritt einer Sonde 13 zu erlauben, durch welche Luft in die schlauchförmige Folie eingeführt werden kann. 14 ist ein Erhitzer, welcher die Folie auf die Strecktemperatur erwärmt, bei welcher sie in Querrichtung bis zum ge  wünschten    Mass gestreckt wird, indem, wie bei 15 ersichtlich, Luft unter Druck durch die Sonde eingeführt wird. Die Längsstreckung wird etwa gleichzeitig hervorgerufen mit Hilfe der Führungswalzen 16, welche mit einer Umlaufgeschwindigkeit rotieren, die um so viel grösser ist als diejenige der Walzen 12, dass sie zur Erzielung des gewünschten   Streckverhältnisses    genügt.



   Die derart erhaltene biaxial orientierte schlauchförmige Folie wird nun dem erfindungsgemässen Streckvorgang unterworfen. Nach Verlassen der Führungswalzen 16 wird die Folie durch den Erhitzer 17 wieder erwärmt und mit Hilfe eines dritten Führungswalzenpaares 18, welches mit einer zur Erzielung des erwünschten Streckverhältnisses ausreichenden Umlaufgeschwindigkeit rotiert, in Längsrichtung gestreckt. Der durch die rohrförmige Sonde 19 eingeführte Luftdruck wird derart eingestellt, dass eine teilweise Schrumpfung der Folie in Querrichtung   mög-    lich ist, wie bei 20 dargestellt. Über das Streckgebiet hinaus wird das Erwärmen der Folie durch den Erhitzer 17 fortgesetzt, wobei die Hitzehärtung der Folie erfolgt.

   Unmittelbar nach Verlassen der Führungswalzen 18 wird die Folie in zwei kontinuierliche   Län-    gen gleicher Breite aufgeschnitten, welche getrennt aufgewickelt werden.



   Die schlauchförmige Folie kann auch in zwei getrennten Stufen in die beiden Richtungen gestreckt werden, um ihr die biaxiale Orientierung zu verleihen, und in einer von der erfindungsgemässen Streckstufe völlig getrennten Operation   hitzegehärtet    werden.



   Ausser ihrer ausgezeichneten Reissfestigkeit weisen die erfindungsgemäss hergestellten Folien eine niedrigere Bruchdehnung in Richtung der maximalen Festigkeit auf als gleichmässig biaxial orientierte Folien, und dies ist für manche Anwendungen von Vorteil. Beispielsweise können erfindungsgemäss erhaltene   Polyäthylenterephthalat-Folien    eine Bruchdehnungvon nicht über   20 que    in Richtung der maximalen Festigkeit aufweisen, im allgemeinen zwischen 10 und   40 11/o,    gegenüber einer Bruchdehnung von   80-150  /o für    gleichmässig biaxial orientierte Folien.



   Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten orientierten Folien sind überall dort verwendbar, wo eine Folie mit besonders hoher Festigkeit in einer Richtung und angemessener Festigkeit in Querrichtung hierzu erforderlich sind. Solche Anwendungen sind beispielsweise : photographische Filme, Magnetbänder, Verpackungsstreifen   und-schnüre,      Klebbänder,    Riemen und Gewebe für technischen Gebrauch :   Isolierbänder,    Bänder und Schnüre für Dekorationszwecke und Gurten für   Polstermöbel,    Körbe usw.



   Besonders eignen sich die erfindungsgemässen Folien als Unterlage für photographische Schichten, die sehr dünn, trotzdem aber von angemessener Zugfestigkeit sein müssen ; beispielsweise eignet sich eine erfindungsgemäss hergestellte   Polyäthylenterephthalat-Folie,    insbesondere zur Verwendung als Basismaterial für Kinofilme und ebenso zur Verwendung für Filme, wie sie in Folien-oder Spulenform in der   Amateurphoto-    graphie, Farbphotographie,   Röntgendiagnose,    Tonbandaufnahme und Dokumentenkopie verwendet werden.



   Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen näher erläutert, in welchen auf die Tabelle am Ende der Beschreibung Bezug genommen wird.



  In dieser Tabelle werden die Eigenschaften der Folien aus jedem Beispiel mit denjenigen einer   Polyäthylen-    terephthalat-Folie, Probe A, verglichen, welche durch Strecken einer Folie nur in Laufrichtung auf ein hohes Streckverhältnis hergestellt wurde, und einer Folie, Probe B, welche nach einem üblichen   Zweistufen-    verfahren biaxial orientiert wurde.



   Beispiel   1   
Die biaxial orientierte Folie kann wie folgt hergestellt werden :
Eine flache amorphe   Polyäthylenterephthalat-    Folie wird nach vorwärts über eine erhitzte Walze bei einer Temperatur von 85  C und einer Geschwindigkeit von etwa 1, 5 m/min. bis zu einem Streckverhältnis von   21    1 gestreckt. Dann wird die Folie seitwärts in einem Wasserbad bei 85  C und mit einer Geschwindigkeit von etwa 3 m/min. bis zu einem Streckverhältnis von   31, : I    gestreckt.



   Diese biaxial orientierte Folie wird nun wiederum bis zu einem Streckverhältnis von   2 : l über    eine Walze bei   150     C und mit einer Geschwindigkeit von etwa 1, 5   mlmin.    nach vorwärts gestreckt.



   Beispiel 2
Die biaxial orientierte Folie kann wie folgt hergestellt werden :
Eine flache amorphe   Polyäthylenterephthalat-    Folie wird nach vorwärts bis zu einem Streckverhältnis von 3 :   1    unter einem Infraroterhitzer bei einer konstanten, schätzungsweise zwischen 75 und 90  C liegenden Temperatur mit einer Geschwindigkeit von etwa 1, 35 m/min. gestreckt. Dann wird die Folie seit lich in einem Wasserbad von   90     C bis zu einem Streckverhältnis von 1 3/4:1 gestreckt, unter Zug durch einen Hitzehärtungsofen mit einer Temperatur von   2009 C geführt.   



   Diese biaxial orientierte Folie wird nun unter einem Infraroterhitzer bei einer konstanten Temperatur zwischen 100 und   150     C nach vorwärts bis zu einem Streckverhältnis von   13    gestreckt.



   Beispiel 3
Die biaxial orientierte Folie kann wie folgt hergestellt werden :
Eine schlauchförmige amorphe Folie aus Poly  äthylenterephthalat    wird gleichzeitig vorwärts und seitwärts bis zum   Streckverhältnis 3113    :   1    resp.



     3%    :   1    gestreckt, und zwar mit einer Geschwindigkeit von etwa 3   m ! min., während    sie mit einem Infraroterhitzer auf eine Temperatur von schätzungsweise   90-120     C erwärmt wird.



   Diese biaxial orientierte Folie wird nun durch eine auf ähnliche Art auf   120-160     C erwärmte Zone hindurchgeleitet und bei dieser Temperatur nach vor  wärts    bis zu einem Streckverhältnis von   1 : 1    gestreckt. Während dieses letzteren Vorwärtsstreckens wurde der Luftdruck in der Blase derart eingestellt,   dal3    die Breite der Folie von 55, 88 cm auf 25, 40 cm herabgesetzt wurde.



   Beispiel 4
Das Verfahren von Beispiel 3 wurde wiederholt, nur   dal3    das letzte Streckverhältnis   13/.      : 1    betrug und die Folie auf eine Breite von 40, 64 cm geschrumpft wurde.



   Tabelle    Probe, Streckverhältnis Dicke der Dicke Reissfestigkeit Bruch-Reissfestigkeit    Bruch  hergestellt nach amorphen der fertig in Laufrichtung dehnung in Querrichtung dehnung Verfahren von Lauf-Quer-Lauf-Folie gestreckten  (kg/cm2 x 10-3) % (kg/cm2 x 10-3) %
Beispiel Nr.

   mm Folie   
A 5--0, 015 0, 030 4, 2 30-    B3 31-1, 20, 12    1, 5 180 1, 6 130    12 31 214 0, 30,    046 3, 9   55 0,    8 300
2 3 3 1/4 1 3/4 1,1 0, 1 3, 5   35 0,    9 200    3314 3% 1% 0, 30,    002 3, 9 12-300
4 3 1/3 3 3/4 1 3/4 0,3 0, 003 3, 6   35 1,    5 205    PATENTANSPRtYCHE       I.    Verfahren zur Herstellung einer biaxial orientierten Polymerfolie mit hoher Reissfestigkeit in der einen Orientierungsrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass eine biaxial orientierte Folie aus organischem thermoplastischem Polymer weiterhin in einer der Orientierungsrichtungen gestreckt wird.

Claims (1)

  1. II. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltene biaxial orientierte Polymerfolie mit hoher Reissfestigkeit in der einen Orientierungsrichtung.
    III. Verwendung einer biaxial orientierten Polymerfolie nach Patentanspruch II als Träger für photographische Schichten.
    UNTERANSPRtYCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass während der Streckung in einer Orientierungsrichtung eine Schrumpfung quer zur Streckrichtung erfolgt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die biaxial orientierte Folie vor dem Verstrecken wärmebehandelt wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die erhaltene verstreckte Folie noch wärmebehandelt wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine biaxial orientierte Poly äthylenterephthalat-Folie gestreckt wird.
    5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die biaxial orientierte Poly äthylenterephthalat-Folie in einem Verhältnis zwischen 1, 05 : 1 und 4 : 1 gestreckt wird.
    6. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Verhältnis zwischen 1, 5 : 1 und 3 : 1 gestreckt wird.
    7. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstrecken bei einer Temperatur zwischen 100 und 220 erfolgt.
    8. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die biaxial orientierte Folie vor dem Verstrecken bei 150-230 wärmebehandelt wird.
    9. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erhaltene verstreckte Folie noch bei einer Temperatur zwischen 150 und 230 wärmebehandelt wird.
    10. Folie nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Polyäthylenterephthalat besteht und eine Reissfestigkeit von mindestens 2810 kg/cm2 in der einen Orientierungsrichtung und von mindestens 562 kg/cm2 in senkrechter Richtung hierzu aufweist.
    11. Folie nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Bruchdehnung von nicht mehr als 40"/o aufweist.
    12. Folie nach Patentanspruch II, erhalten nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1-9.
    13. Verwendung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerfolie eine Polyäthylenterephthalat-Folie ist.
CH4625557A 1956-05-18 1957-05-18 Verfahren zur Herstellung einer Polymerfolie sowie nach dem Verfahren hergestellte Folie CH367321A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB1554756A GB811066A (en) 1956-05-18 1956-05-18 Biaxially oriented films
GB1554856 1957-05-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH367321A true CH367321A (de) 1963-02-15

Family

ID=26251372

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH4625557A CH367321A (de) 1956-05-18 1957-05-18 Verfahren zur Herstellung einer Polymerfolie sowie nach dem Verfahren hergestellte Folie

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH367321A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0008679A1 (de) * 1978-08-07 1980-03-19 Toray Industries, Inc. Verfahren zur Herstellung einer Polyesterfolie

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0008679A1 (de) * 1978-08-07 1980-03-19 Toray Industries, Inc. Verfahren zur Herstellung einer Polyesterfolie

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2426193C2 (de) Verfahren zur Herstellung offenzelliger mikroporöser Polypropylenfolien
EP0013046B1 (de) Verfahren zum simultanen biaxialen Recken einer Folie aus Kunststoff und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE69214458T2 (de) Kontinuierliche Polytetrafluoroethylen-Filamente
DE1779150C2 (de) Verfahren zum Herstellen monoaxial gestreckter Folienbändchen
DE69630521T2 (de) Verfahren zur herstellung von porösen fluoropolymerfolien
DE1269765B (de) Verfahren zur Herstellung von Faeden oder Filmen mit Glanzeffekten aus synthetischemorganischem Material
EP0108093B1 (de) Verfahren zum herstellen von bespannungssaiten für ballschläger, insbesondere für tennisschläger
DE2328639C3 (de) Verfahren zur Herstellung monoaxial verstreckter Folienbändchen aus Polypropylen
DE1660223C3 (de) Verfahren zur Herstellung endloser fadenartiger Gebilde mit thermoplastischen Kunststoffen
CH367321A (de) Verfahren zur Herstellung einer Polymerfolie sowie nach dem Verfahren hergestellte Folie
DE1435467A1 (de) Verfahren zum Verstrecken von Faeden aus synthetischen,linearen Polyestern
DE2002850A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Fasern und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE2151071A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einachsig verstreckter,nur schwer in Laengsrichtung schlitzbarer Erzeugnisse
DE1504421B2 (de) Verfahren zur herstellung von uniaxial orientierten polypropylenfilmen oder baendern
DE2519075B2 (de) Verfahren zum strecken einer sich bewegenden, fortlaufenden bahn aus einem thermoplastischen kunststoff
DE1779992A1 (de) Verfahren zur qualitaetsverbesserung einer polyamidfolie
DE1404397B2 (de) Verfahren zum kontinuierlichen herstellen einer biaxial orientierten thermofixierten filmbahn aus polyaethylen terephthalat
DE2036624C2 (de) Verfahren zum Recken einer Folienbahn aus Polyäthylenterephthalat in Längsrichtung
DE2157918A1 (de) Folie, damit hergestellter Schichtstoff sowie Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung desselben
WO2021032395A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen mindestens eines pla-bandes
DE2138328A1 (de) Verfahren zum Herstellen eines ein achsig verstreckten Films mit großer Breite
DE1194561B (de) Verfahren zur Herstellung eines biaxial orientierten Polyaethylenterephthalatfilms mit hoher Festigkeit in Laengsrichtung
DE1504421C (de) Verfahren zur Herstellung von uniaxial orientierten Polypropylenfilmen oder -bändern
DE1234007B (de) Verfahren zur Herstellung von Polypropylenfilmen
DE2207157A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kräuselfäden aus einer Folienbahn eines fadenbildenden Werkstoffes